CH694524A5 - Sicherheitskupplung. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitskupplung zur Drehmomentbegrenzung, insbesondere für die Anwendung bei Handwerkzeugmaschinen wie etwa Bohrmaschinen und speziell Bohrhämmern. Insbesondere bei mit leistungsfähigen Motoren ausgestatteten Werkzeugmaschinen wie mittelschweren bis schweren Bohrhämmern ist die Verwendung einer solchen Kupplung unabdingbar, um zu verhindern, dass bei einem Festfressen des Bohrers der Motor zum Stehen kommt und durch einen Überstrom beschädigt wird oder, schlimmer noch, die Maschine dem Benutzer aus der Hand gerissen wird und diesen oder andere Personen möglicherweise verletzt.
Als Beispiel für eine solche Werkzeugmaschine beziehungsweise eine darin verwendete Sicherheitskupplung wird auf DE 3 844 311 A1 hingewiesen. Die dort beschriebene Bohrmaschine verfügt entlang der Achse, auf der auch der Bohrer montiert wird, über ein Zahnrad mit Rastvertiefungen und ein Gegenkupplungsteil mit Rastmulden, die flacher ausgebildet sind als die Rastvertiefungen. In die Rastvertie fungen sind Rastkörper eingelegt, die beim Überschreiten eines Grenzdrehmoments die ihnen zugeordneten Rastmulden unter gleichzeitigem Zusammendrücken einer axial orientierten Spiralfeder verlassen und so den Motor vom Bohrer entkoppeln.
Es ist auch eine Sicherheitskupplung bekannt, bei der Rastvertiefungen und Rastmulden sich in radialer Richtung gegenüberliegen und eine Feder die Rastkörper radial nach innen in die Rastmulden drückt.
Diese Konstruktion mit radial beweglichen Rastkörpern ist zwar vorteilhaft, weil bei ihr das Ausrasten der Kupplung nicht zwangsläufig auch zu einer axialen Verschiebung von auf einer Welle der Kupplung montierten Komponenten wie insbesondere Zahnrädern führt; es hat sich jedoch gezeigt, dass das Grenzdrehmoment, bei dem eine solche Kupplung ausrastet, sich im Laufe der Lebensdauer der Feder infolge von Setzungserscheinungen des Materials der Feder relativ stark verschiebt und zu starken Streuungen neigt. Vorteile der Erfindung
Es hat sich herausgestellt, dass, wenn bei einer Sicherheitskupplung mit einem Käfig, in dem in Ra dialrichtung bewegliche Rastkörper aufgenommen sind, und einem Endstück, in dem Mulden zur Aufnahme von aus dem Käfig vorspringenden Bereichen der Rastkörper gebildet sind, und einer Federeinrichtung, die zum Beaufschlagen der Rastkörper mit einer Kraft in Richtung der Aussparungen dient, das Endstück den Käfig radial aussen umgreifend angeordnet ist und die Kraft der Federeinrichtung die Rast-element radial nach aussen treibt, ein besser reproduzierbares und durch das Setzen der Feder wenig veränderliches Grenzmoment erhalten wird, und dass sich eine solche Sicherheitskupplung insbesondere zur Anwendung bei hohen Drehzahlen eignet.
Der Grund dafür ist, dass bei einer solchen erfindungsgemässen Kupplung die bei Drehung des Käfigs auf die Rastkörper wirkende Fliehkraft die Rastkörper in Richtung der Aussparungen treibt, anstatt die Federeinrichtung zu belasten. Die Kraft, mit der die Rastkörper in die zugeordneten Mulden gedrückt werden, ist somit die Summe aus der durch die Federeinrichtung ausgeübten Kraft und der Fliehkraft, wohingegen es bei der herkömmlichen Konstruktion die Differenz ist. Es ist offensichtlich, dass sich Alterungserscheinungen der Feder auf diese Summe anteilig wesentlich weniger auswirken können als auf die Differenz.
Das Endstück, in dem die Mulden gebildet sind, hat vorzugsweise die Form eines Bechers, in dessen zy lindrischer Wand die Mulden ausgebildet sind. Eine grosse Zahl von Mulden am Innenumfang des Bechers ist erwünscht, damit ein ausgerasteter Rastkörper möglichst schnell wieder auf eine Mulde zum Einrasten trifft, andererseits darf der Abstand zwischen Mulden nicht so klein sein, dass dazwischen verbleibende Stege von darüber hinwegschleifenden Rastkörpern abgetragen werden können. Von daher ist es zweckmässig, wenn die gesamte Breite der Mulden in Umfangsrichtung etwa der Hälfte des Innenumfangs des Bechers entspricht.
Für eine sichere, achsfeste Drehmomentübertragung sind wenigstens drei Rastkörper erwünscht, ihre Zahl kann aber je nach benötigtem Grenzdrehmoment erhöht werden.
Die Rastkörper können kugel- oder zylinderförmig sein, wobei im Fall eines hohen Grenzdrehmoments die zylindrische Form wegen der grösseren Kontaktfläche zwischen dem Rastkörper und der Mulde beziehungsweise insbesondere dem Rand der Mulde bevorzugt ist.
Der Käfig ist vorzugsweise mit einem hohlzylindrischen Abschnitt ausgebildet, der in das Endstück eingreift, wobei die Rastkörper in Durchbrechungen der Wände des hohlzylindrischen Abschnitts aufge nommen sind. So kann durch die Durchbrechungen hindurch eine im Innern des hohlzylindrischen Abschnitts untergebrachte Federeinrichtung auf die Rastkörper einwirken.
Diese Federeinrichtung umfasst vorzugsweise wenigstens eine Ringfeder. Insbesondere, wenn die Dicke der Wand des hohlzylindrischen Abschnitts kleiner als der Durchmesser der Rastkörper ist, kann diese Ringfeder direkt an der inneren Umfangsfläche des hohlzylindrischen Abschnitts anliegen. Es kann eine einzelne Ringfeder vorgesehen werden, denkbar ist aber auch die Verwendung einer Vielzahl von dünnen, konzentrisch ineinander geschachtelten Federn.
Damit die Ringfeder zusammengedrückt werden kann, darf sie sich nicht über einen Winkel von 360 DEG erstrecken, sondern muss einen sektorförmigen Ausschnitt besitzen. Um zu verhindern, dass durch eine Drehung der Feder hinter einer Durchbrechung des Käfigs zu liegen kommt und somit keine Kraft auf den darin aufgenommenen Rastkörper ausüben kann, ist zweckmässigerweise eine Verdrehsicherung vorgesehen. Diese kann aus einer radial orientierten Zunge des hohlzylindrischen Abschnitts bestehen, die in den Ausschnitt der Ringfeder eingreift; alternativ kann die Ringfeder auch punktuell an dem hohlzylindrischen Abschnitt befestigt sein, zum Beispiel durch Nieten.
Eine bevorzugte Anwendung der erfindungsgemässen Kupplung sind Bohrmaschinen, insbesondere mittelschwere bis schwere Bohrhämmer. Allgemein ist aber der Einsatz der Kupplung in beliebigen motorgetriebenen Maschinen denkbar, insbesondere in Maschinen, in denen ein Werkzeug oder Werkstück über ein Untersetzungsgetriebe von einem Motor angetrieben ist, wobei in diesem Fall die Kupplung vorzugsweise im hochtourig drehenden Teil der Maschine zwischen dem Motor und dem Übersetzungsgetriebe angeordnet ist. Insbesondere hier bietet die erfindungsgemässe Kupplung ferner den Vorteil, dass sie sehr klein und kompakt gebaut werden kann, da sie für Drehmomente ausgelegt werden kann, die im Vergleich zu denen im niedertourigen Teil der Maschine abtriebsseitig vom Untersetzungsgetriebe relativ klein sind.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Figuren Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Maschine mit einer erfindungsgemä ssen Kupplung im Schnitt entlang der Achse der Kupplung; Fig. 2 zeigt einen Schnitt senkrecht zur Achse der Kupplung entlang der in Fig. 1 mit II-II bezeichneten Ebene gemäss einer ersten Ausgestaltung der Erfindung; und Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus einem Querschnitt entsprechend dem aus Fig. 2 gemäss einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung.
Die erfindungsgemässe Kupplung ist in Fig. 1 in eine Maschine eingebaut gezeigt. Bei dieser Maschine kann es sich zum Beispiel um einen Bohrhammer handeln. Die Kupplung besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen 1, 3, hier als Endstück 1 und Käfig 3 bezeichnet, die ineinander greifen und um eine gemeinsame Achse drehbar montiert sind. Das Endstück 1 hat die Form eines Bechers, das heisst eines Gefässes mit flachem Boden 8 und einer im Wesentlichen senkrecht zum Boden verlaufenden, zylinderförmigen umlaufenden Wand 9. Das Endstück 1 umgreift den Käfig 3, der hier einen zum Boden 8 parallelen Flansch 10, eine auf eine Welle 4 aufgepresste Muffe 11 und einen hohlzylindrischen Abschnitt 12 umfasst, der in Fig. 2 in Draufsicht gezeigt ist.
Der hohlzylindrische Abschnitt 12 erstreckt sich konzentrisch zur Muffe 11 und ist durch Durchbrechungen 13 seiner Wände in vier Teile unterteilt, die sich jeweils über einen Winkelsektor von knapp 90 DEG erstrecken. In jeder der Durchbrechungen 13 ist ein Rastkörper 2 untergebracht, der die Form eines Zylinders mit zur Achse der Welle 4 parallele Achse hat. Die Wandstärke des hohlzylindrischen Abschnitts 12 ist geringfügig kleiner als der Durchmesser der Rastkörper 2. Eine Federeinrichtung 5 in Gestalt einer Ringfeder schmiegt sich an die Innenoberfläche des hohlzylindrischen Abschnitts 12 an und hält Bereiche der Rastkörper, die über die Aussen-oberfläche des hohlzylindrischen Abschnitts 12 vorstehen, in Mulden 14 gedrückt, die am Innenumfang der Wand 9 des Bechers gleichmässig verteilt sind.
Jede Mulde hat in Umfangsrichtung des hohlzylindrischen Abschnitts 12 zwei seitliche Flanken 15, an denen ein in die Mulde 14 eingreifender Rastkörper zu liegen kommt, wenn ein Drehmoment zwischen dem Käfig 3 und dem Endstück 1 übertragen wird. Die Gestalt dieser Flanken 15 bestimmt zusammen mit der Steife der Federeinrichtung 5, die die Rastkörper 2 in die Mulden 14 drückt, das Grenzdrehmoment, welches die Kupplung zu übertragen in der Lage ist.
Wenn für Rechts- oder Linkslauf unterschiedliche Grenzdrehmomente erwünscht sind, können die Verläufe der zwei Flanken 15 jeder Mulde 14 unterschiedlich sein.
Wenn das Grenzdrehmoment überschritten wird, zum Beispiel weil ein über die Kupplung angetriebener Bohrer stecken bleibt, werden die Rastkörper 2 von der Flanke 15, an der sie anliegen, radial nach innen entgegen der Kraft der Federeinrichtung 5 gepresst; diese weicht der Kraft nach innen aus, und es kommt zum Überrasten der Kupplung.
Die Federeinrichtung 5 hat im hier gezeigten Ausführungsbeispiel die Form eines Rings mit einem Ausschnitt 16, in den eine radial nach innen gerichtete Zunge 6 des hohlzylindrischen Abschnitts 12 eingreift. Die Zunge 6 beschränkt eine ansonsten mögliche Drehung der Federeinrichtung 5 in Umfangsrichtung, so dass ausgeschlossen ist, dass der Ausschnitt 16 infolge einer Drehung der Federeinrichtung 5 gegenüber einer Durchbrechung 13 zu liegen kommt, und so der in der Unterbrechung 13 untergebrachte Rastkörper 2 nach innen herausfallen kann.
Die Federeinrichtung 5 ist in der Figur einteilig dargestellt, sie kann aber auch aus vielen dünnen, konzentrisch ineinander geschachtelten einzelnen Ringfedern aufgebaut sein. Eine solche Ausgestaltung hat den Vorteil, dass sich eine Belastung der Feder durch die nach innen drückenden Rastkörper auf eine Vielzahl von Einzelfedern verteilt, die spezifische Belastung jeder einzelnen Feder somit geringer ist und eine Änderung ihrer Form und/oder ihrer Steife im Laufe des Betriebs der Kupplung in engeren Grenzen gehalten werden kann, als dies mit einer einteiligen Federeinrichtung 5 möglich ist.
Fig. 3 zeigt einen partiellen radialen Schnitt durch eine Kupplung gemäss einer zweiten Ausgestaltung der Erfindung. Der axiale Schnitt durch diese Kupplung ist identisch mit dem in Fig. 1 gezeigten und wird nicht erneut beschrieben. Die Ausgestaltung nach Fig. 3 unterscheidet sich von der nach Fig. 2 dadurch, dass anstelle der Zunge 7 ein Stift 7, zum Beispiel eine Niete, durch Bohrungen des hohlzylindrischen Abschnitts 12 und der Federeinrichtung 5 verläuft und so eine punktuelle Befestigung dieser Federeinrichtung 5 am hohlzylindrischen Abschnitt 12 schafft, die eine Verdrehung beider gegeneinander ausschliesst. Der Stift hat, wie in der Figur deutlich zu sehen ist, an seinem radial inneren Ende 17 keinen Kopf, so dass er einer Einwärtsbewegung der Federeinrichtung 5 durch von ihm benachbarten Rastkörper 2 ausgeübten Druck nicht entgegenwirkt.
So ist sichergestellt, dass die Fe derkonstante, mit der die Rastkörper 2 von der Federeinrichtung 5 in die Mulden 14 gedrückt werden, für alle Rastkörper die gleiche ist.
Claims (12)
1. Sicherheitskupplung, mit einem um eine Achse drehbaren Käfig (3), in dem in Radialrichtung bewegliche Rastkörper (2) aufgenommen sind, einem drehbaren Endstück, in dem Mulden (14) zur Aufnahme von aus dem Käfig (3) vorspringenden Bereichen der Rastkörper (2) gebildet sind, und mit einer Federeinrichtung (5) zum Beaufschlagen der Rastkörper (2) mit einer Kraft in Richtung der Mulden (14), dadurch gekennzeichnet, dass das Endstück (1) den Käfig (3) radial aussen umgreift und dass die Kraft der Federeinrichtung (5) radial nach aussen gerichtet ist.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Endstück becherförmig mit in der Wand (9) des Bechers angeordneten Mulden (14) ausgebildet ist.
3.
Kupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Breite der Mulden (14) in Umfangsrichtung etwa der Hälfte des Innenumfangs des Bechers entspricht.
4. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens drei Rastkörper (2) umfasst.
5. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkörper (2) zylindrisch geformt sind, mit zu einer Drehachse des Käfigs und des Endstücks parallelen Achsen.
6. Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (3) einen hohlzylindrischen Abschnitt (12) umfasst, der in das Endstück (1) eingreift, und dass die Rastkörper (2) in Durchbrechungen (13) der Wände des hohlzylindrischen Abschnitts (12) aufgenommen sind.
7.
Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinrichtung (5) wenigstens eine Ringfeder umfasst.
8. Kupplung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringfeder gegen Verdrehen gesichert ist.
9. Kupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylindrische Abschnitt (12) eine radial orientierte Zunge (6) umfasst, die in einen Ausschnitt (16) der Ringfeder eingreift.
10. Kupplung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringfeder punktuell an dem hohlzylindrischen Abschnitt (12) befestigt ist.
11. Maschine mit einem Motor und einem über ein Untersetzungsgetriebe von dem Motor angetriebenen Werkzeug oder Werkstück, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kupplung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zwischen dem Motor und dem Untersetzungsgetriebe angeordnet ist.
12.
Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Bohrmaschinen oder ein Bohrhammer ist.
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