CH694794A5 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen aus aufschäumbaren Kunststoff. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen aus aufschäumbaren Kunststoff. Download PDF

Info

Publication number
CH694794A5
CH694794A5 CH1022001A CH1022001A CH694794A5 CH 694794 A5 CH694794 A5 CH 694794A5 CH 1022001 A CH1022001 A CH 1022001A CH 1022001 A CH1022001 A CH 1022001A CH 694794 A5 CH694794 A5 CH 694794A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
mold cavity
mold
gas pressure
gas
plastic melt
Prior art date
Application number
CH1022001A
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Neumann
Juergen Schlueter
Original Assignee
Wincor Nixdorf Int Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wincor Nixdorf Int Gmbh filed Critical Wincor Nixdorf Int Gmbh
Publication of CH694794A5 publication Critical patent/CH694794A5/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C44/00Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles
    • B29C44/34Auxiliary operations
    • B29C44/58Moulds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C44/00Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles
    • B29C44/02Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles for articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C44/10Applying counter-pressure during expanding
    • B29C44/105Applying counter-pressure during expanding the counterpressure being exerted by a fluid

Landscapes

  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description


  



   Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen aus aufschäumbarem  Kunststoff.  Technisches Gebiet  



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Kunststoff-Formteilen,  bei dem in einem Formhohlraum eines Formwerkzeuges ein Gasdruck aufgebaut  wird, der Formhohlraum mit einer aufschäumbaren Kunststoffschmelze  gefüllt wird, nach dem Füllen der Gasdruck im Formhohlraum verringert  wird, so dass die Kunststoffschmelze aufschäumt, und bei dem nach  dem Erstarren der Kunststoffschmelze das Formteil entformt wird. 



   Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Herstellen von  Kunststoff-Formteilen aus aufschäumbarem Kunststoff umfassend ein  Formwerkzeug mit einen Formhohlraum einschliessenden Formhälften,  wenigstens einer Zuflussöffnung, durch die die Rohstoffschmelze in  den Formhohlraum gelangt, und wenigstens einer Entlüftungsöffnung.  Stand der Technik  



   Bei dem vorstehend genannten als Gasgegendruckverfahren bezeichneten  Verfahren ist die Kunststoffschmelze, die zum Beispiel aus einem  thermoplastischen Kunststoff wie Polycarbonat besteht, mit einem  Treibmittel zum Aufschäumen versetzt. Damit die Oberfläche der Formteile  möglichst glatt wird, muss der Formhohlraum ganz mit der Kunststoffschmelze  gefüllt werden, bevor diese aufschäumt. Diese kühlt unmittelbar nach  dem Einfüllen an den Innenwänden des Formhohlraumes im ungeschäumten  Zu   stand ab und erhält damit eine glatte Oberfläche. Nach dem Absenken  des Gasdrucks im Formhohlraum schäumt die Kunststoffschmelze auf,  wobei die bei der Abkühlung auftretende Volumenverminderung ausgeglichen  wird und sich ein poröser Kern unterhalb der Oberfläche des Formteiles  bildet. 



   Beim Gasgegendruckverfahren im Stand der Technik wird mit abgedichteten  Werkzeugen gearbeitet, um während des Füllens des Formhohlraumes  einen Gasdruck zu halten, der ein Aufschäumen der Kunststoffschmelze  verhindert. Der Forminnendruck liegt beim Gasgegendruckverfahren  typischerweise in der Grössenordnung von 60-150 bar und ist abhängig  von der Gestalt des Formteiles und dem verwendeten Kunststoff. Zum  Vergleich sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass beim konventionellen  Spritzgiessen mit noch weitaus höheren Drücken (bis zu 1000 bar)  gearbeitet wird. 



   Nachteilig bei dem im Stand der Technik verwendeten Verfahren ist,  dass sich die Bindenähte hinter Durchbrüchen stark ausbilden. Bei  der Fertigung von Bedienfeldern von Geldautomaten beispielsweise  werden für die unterschiedlich gestalteten Bedienfelder Formwerkzeuge  aus Wechseleinsätzen zusammengesetzt. Es hat sich gezeigt, dass sich  die Kanten der Wechseleinsätze auf dem Formteil als Grate abzeichnen.  Dies macht eine aufwendige und damit teure Nachbearbeitung der Oberflächen  der Formteile notwendig.  Darstellung der Erfindung  



   Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Herstellen  von Formteilen aus aufschäumbarer Kunststoffschmelze zur Verfügung  zu stellen, bei dem sich eine glatte und dichte Aussenfläche der  Formteile auch bei der    Verwendung von Wechseleinsätzen ergibt.  Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Durchführung  des Verfahrens bereitzustellen. 



   Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäss dem Patentanspruch 1  und eine Vorrichtung gemäss dem Patentanspruch 6 gelöst. 



   Beim Füllen von abgedichteten Werkzeugen bilden sich Gasdrücke von  bis zu 150 bar im Formhohlraum, die ihrerseits die Verwendung von  hohen Spritzdrücken notwendig machen, um die Kunststoffschmelze in  den Formhohlraum zu drücken. Es wurde erkannt, dass diese hohen Forminnendrücke  zu der Bildung von Graten an den Kanten der Wechsel-einsätze führen.  



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird der Gasdruck im Formhohlraum  während des Füllens und der ersten Abkühlphase auf einem Wert gehalten,  bei dem die Kunststoffschmelze gerade noch nicht aufschäumt. 



   Das Gasgegendruckverfahren gemäss der Erfindung kann beispielsweise  zur Fertigung von Bedienfeldern für Geldautomaten eingesetzt werden.  Bei dieser Anwendung werden an das Formteil besondere Anforderungen  gestellt. Beispielsweise müssen hohe Festigkeitswerte erzielt werden,  um den Geldautomaten vor Vandalismus schützen zu können. Um einen  ausreichenden Schutz zu gewährleisten, sind Wandstärken von über  6 mm notwendig. Solche Wandstärken lassen sich auch mit dem herkömmlichen  Gasgegendruckverfahren erreichen. Eine ausreichend glatte Oberfläche  wird jedoch nur mit dem erfindungsgemässen Verfahren erreicht, weil  dieses Verfahren mit sehr niedrigen Spritzdrücken auskommt, und daher  sich keine Grate an den Kanten der Wechseleinsätze bilden.

   Durch  die Erfindung wird eine aufwendige Nacharbeit, bei der die entstandenen  Grate durch Schleifen, Spachteln, Füllern usw. entfernt werden, ver   mieden. Dadurch werden die Herstellungskosten gesenkt und die Herstellungszeiten  verkürzt. 



   Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass sich der  Druck im Formhohlraum durchaus in einem Intervall bewegen darf. Dabei  ergibt sich ein unterer Grenzwert für den Druck aus der Anforderung,  dass das Aufschäumen der Kunststoffschmelze vermieden werden muss.  Ein solcher Wert kann beispielsweise bei ungefähr 10 bar liegen.  Ein oberer Grenzwert ergibt sich wie bereits erläutert aus der Anforderung,  dass die Grat-Bildung zu vermeiden ist. Dies ist beispielsweise bei  einem Druck von weniger als 14 bar der Fall. 



   Eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens sieht  vor, dass Gas, das während des Füllens aus dem Formhohlraum unkontrolliert  entweicht, nachgefüllt wird, um den Gasdruck im Formhohlraum mindestens  annähernd konstant zu halten. Durch dieses Verfahren wird vermieden,  dass der Formhohlraum bzw. das Formwerkzeug ganz abgedichtet werden  muss. Es hat sich gezeigt, dass beispielsweise eine Abdichtung im  Bereich von Auswerfern sehr aufwendig ist und daher die Herstellungskosten  für Formwerkzeuge, die beim herkömmlichen Gasgegendruckverfahren  eingesetzt werden, sehr hoch sind. Bei dieser Weiterbildung wird  der Druck in dem Formhohlraum gemessen und so viel Gas nachgefüllt,  dass der Druck im Formhohlraum den gewünschten Druckwert einhält.                                                              



   Bei einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens  wird während des Füllens kontrolliert Gas aus dem Formhohlraum abgefüllt,  so dass sich im Formhohlraum ein mindestens annähernd konstanter  Gasdruck ergibt. Bei dieser Ausführungsform werden beispielsweise  beim Überschreiten des oberen Grenzwertes für den Gasdruck im Formhohlraum  Ventile von Entlüftungskanälen so lange geöffnet, bis der obere Grenzwert  wieder unterschritten    wird. Die Ventile bleiben während der ersten  Abkühlphase geschlossen, um den Gasdruck konstant zu halten. Ist  die Oberfläche der aufschäumbaren Kunststoffschmelze ausreichend  abgekühlt und erstarrt, können diese Ventile geöffnet werden, so  dass der Formhohlraum entlüftet wird.

   Diese Ausführungsform des erfindungsgemässen  Verfahrens kann immer dann eingesetzt werden, wenn das Stammformwerkzeug  steuerbare Ventile hat. Diese Ausführungsform der Erfindung ermöglicht  es also, Stammformwerkzeuge durch Nachrüsten oder Austauschen der  Ventile weiterverwenden zu können. 



   Es ist günstig, den Gasdruck gleichzeitig mit dem Zufahren der beiden  Formhälften, die den Formhohlraum begrenzen, aufzubauen. Durch diese  Weiterbildung steht das Formwerkzeug nach dem Entformen des Formteiles  sehr schnell für einen weiteren Guss zur Verfügung. 



   Die Erfindung umfasst ferner eine Vorrichtung zum Herstellen von  Formteilen mit den im Patentanspruch 6 angegebenen Merkmalen. 



   Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung kann über die Entlüftungsöffnung  und die Gaszuführleitung dem Formhohlraum Druckgas entnommen bzw.  wieder zugeführt werden, um den Gasdruck während der Formfüllung  und der ersten Phase des Abkühlens auf einen wenigstens annähernd  konstanten Wert zu regeln. Die Einrichtung zur Regelung des Gasdrucks  ermittelt anhand der Abweichung des tatsächlichen Gasdrucks von einem  Sollwert, die dem Formhohlraum zu entnehmende bzw. zuzuführende Gasmenge.  Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann beispielsweise nach den weiter  oben erläuterten Regelungsverfahren arbeiten. 



   Bei einer konstruktiv besonders günstigen Ausführungsform der Vorrichtung  ist wenigstens eine Entlüftungsöffnung in der Trennebene zwischen  den Formhälften angeordnet. Durch    die so angeordnete Entlüftungsöffnung  kann dem Formhohlraum zugeführtes Gas entweichen. 



   Anhand der beiliegenden Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der  erfindungsgemässen Vorrichtung erläutert.   Kurzbeschreibung  der Zeichnung  



   Darin zeigen:      Fig. 1 eine Draufsicht auf die erfindungsgemässe  Vorrichtung,     Fig. 2 eine Schnittansicht des in Fig. 1 gezeigten  Werkzeugs entlang der Schnittlinie A in Fig. 1,     Fig. 3 einen  Detailschnitt des Werkzeugs aus Fig. 1,     Fig. 4 ein Bedienfeld  eines Geldautomaten, und     Fig. 5 eine perspektivische Darstellung  des in Fig. 4 gezeigten Bedienfeldes.    Beschreibung des Ausführungsbeispiels  



   Fig. 1 zeigt die Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Formwerkzeug  10 mit einer rechten Formhälfte 11, mit dem Bedienfeldelemente eines  Geldautomaten gefertigt werden. Die Form der Bedienfeld-elemente  wird durch eine Schale 12 und einen Kern 14 für eine Ausnehmung im  Bedienfeldelement bestimmt. Die Schale 12 setzt sich aus einem oberen  Abschnitt 16, einem Mittelabschnitt 18, der den Kern 14 umrandet,  und einem unteren Abschnitt 20 zusammen. 



     In der Mitte der Fig. 1 ist ein Anguss 22 zu erkennen, durch den  geschmolzener, thermoplastischer Kunststoff in einen Formhohlraum  (siehe Fig. 2) gepresst wird. Die Schale 12 wird von einem Be- und  Entlüftungskanal 24 umrandet, der seinerseits von einer O-Ringnut  26 umgeben wird. 



   Mit einer Platte 28 kann der in Fig. 1 dargestellte Teil des Formwerkzeuges  10 in eine Spritzgussmaschine eingebaut werden. Die Platte 28 dient  dabei als Trägerplatte, mit der die rechte Formhälfte 11 in der Spritzgussmaschine  gehalten wird. Ferner sind vier Führungsstangen 30 dargestellt, die  ein passgenaues Führen der rechten und einer linken Formhälfte 11  bzw. 32 (siehe Fig. 2) gewährleisten. 



   Fig. 2 zeigt die rechte und linke Formhälfte 11 bzw. 32 des Formwerkzeuges  10 in einer Schnittansicht entlang der Schnittlinie A (siehe Fig.  1). Die rechte und linke Formhälfte 11 bzw. 32 umgeben einen Formhohlraum  34, der mit einer Kunststoffschmelze gefüllt wird. Der Formhohlraum  34 ist über einen senkrecht zur Zeichenebene stehenden Angusskanal  36 mit dem Anguss 22 verbunden. Deutlich zu erkennen sind der obere  und der untere Abschnitt 16 bzw. 20 der Schale 12. Ober- bzw. unterhalb  des Formhohlraumes 34 sind die Querschnitte des Belüftungskanals  24 und der O-Ringnut 26 zu erkennen, die an einer der linken Formhälfte  32 zugewandten Aussenseite 38 der rechten Formhälfte 11 verlaufen.  Über den Be- und Entlüftungskanal 24 ist der Formhohlraum 34 mit  einer Einrichtung 39 zur Druckregelung verbunden.

   Mithilfe der O-Ringnut  26 wird das Formwerkzeug 10 in der Trennebene nach aussen hin abgedichtet.  In dieser Darstellung ist ebenfalls zu erkennen, dass eine separate  Abdichtung im Bereich eines Auswerfers 40 und des Angusskanals 36  nicht erfolgt. In diesem Bereich wäre die Abdichtung des Formwerkzeuges  10 besonders aufwendig. Druckgas, das in diesem Bereich, ins   besondere  entlang des Auswerfers 40, entweicht, wird über den Belüftungskanal  24 nachgefüllt. Damit kann der Gasdruck im Formhohlraum 34 während  des Füllens und der ersten Abkühlphase konstant gehalten werden. 



   In dieser ersten Abkühlphase erstarrt der geschmolzene Kunststoff  an den Innenwänden des Formhohlraumes 34, die durch Abschnitte 42  und 44 der Aussenseite 38 der rechten Formhälfte 11 sowie durch Abschnitte  46 und 48 einer Aussenseite 50 der linken Formhälfte 32 gebildet  werden. Nach dem Erstarren der Oberfläche des in dem Formhohlraum  34 befindlichen Kunststoffes wird das Druckgas über den Entlüftungskanal  24 abgeführt, so dass der Kunststoff aufschäumt. Nach einer zweiten  Abkühlphase, in der die übrige Masse des Kunststoffes abkühlt und  erstarrt, werden die rechte und linke Formhälfte 11 und 32 auseinander  gefahren und das Formteil mit Hilfe des Auswerfers 40 entformt. Hierzu  wird der Auswerfer 40 in Richtung eines Pfeiles 52 bewegt. 



   Anschliessend werden die rechte und linke Formhälfte 11 bzw. 32 wieder  zugefahren, wobei über den Belüftungskanal 24 wieder ein Gegendruck  erzeugendes Gas in Richtung der Trennebene zwischen die beiden Formhälften  11, 32 gepumpt wird. Danach kann über den Anguss 22 und den Angusskanal  36 wieder flüssiger Kunststoff in den Formhohlraum 34 gespritzt werden,  um das nächste Formteil zu giessen. 



   Fig. 3 zeigt einen Detailschnitt senkrecht zur Trenn-ebene im Bereich  des Belüftungskanals 24. Man erkennt, dass die Aussenseite 38 der  rechten Formhälfte 11 und die Aussenseite 50 der linken Formhälfte  32 sich in einem Abschnitt zwischen dem Formhohlraum 34 und dem Belüftungskanal  24 nicht berühren und einen Durchlasskanal 53 bilden. Durch diesen  Durchlasskanal 53 kann das Druckgas während des Füllens des Formhohlraumes  34 mit Kunststoff in    Richtung des Belüftungskanals 24 entweichen.  Andererseits kann vor dem Füllen des Formhohlraumes 34 über diesen  Durchlasskanal 53 Druckgas in den Formhohlraum 34 gepumpt werden.                                                              



   Die Fig. 4 und 5 zeigen ein Bedienfeld 54 eines Geldautomaten, das  mit Hilfe der zuvor beschriebenen Vorrichtung 10 gefertigt werden  kann. Das Be-dienfeld 54 setzt sich aus drei Bedienfeldbereichen  56, 58 und 60 zusammen. Um ein solches Bedienfeld 54 herzustellen,  wird ein Formwerkzeug aus beispielsweise drei Wechseleinsätzen zusammengesetzt.  Dabei wird für jeden Bedienfeldbereich 56, 58, 60 ein Wechseleinsatz  benutzt. Der Verlauf der Kanten der Wechseleinsätze wird durch Linien  62 bzw. 64 angedeutet. Insbesondere in Fig. 5 ist deutlich zu erkennen,  dass die Oberfläche des Bedienfeldes 54 gleichmässig glatt ist. Grate  an den Kanten der Wechseleinsätze haben sich nicht gebildet. 



   Damit sind die Wechseleinsätze an der Sichtfläche des Bedienfeldes  nicht erkennbar. Für ein Bedienfeld ohne einen Einführschacht 66,  z.B. für eine Kreditkarte, wird bei dem Formwerkzeug für das Bedienfeld  54 einfach ein anderer Wechseleinsatz für den Bedienfeldbereich 56  verwendet. Durch die Erfindung können also gleiche Formwerkzeuge  für unterschiedlich gestaltete Bedienfelder benutzt werden. 



   Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass durch das erfindungsgemässe  Verfahren bzw. durch die Vorrichtung, die gemäss diesem Verfahren  arbeitet, keine Nachbehandlung der Oberfläche notwendig ist. Dies  bedeutet, dass die Bedienfelder unmittelbar nach der Fertigung weiterverarbeitet  werden können. 



     Durch die Erfindung wird also eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren  zur Verfügung gestellt, mit dem das Gasgegendruckverfahren beispielsweise  auch bei Formwerkzeugen eingesetzt werden kann, die Wechseleinsätze  enthalten.  Bezugszeichenliste  



   10 Formwerkzeug 



   11 Formhälfte 



   12 Schale 



   14 Kern 



   16 oberer Abschnitt der Schale 



   18 Mittelabschnitt 



   20 unterer Abschnitt der Schale 



   22 Anguss 



   24 Be- und Entlüftungskanal 



   26 O-Ringnut 



   28 Trägerplatte 



   30 Führungsstange 



   32 Formhälfte 



   34 Formhohlraum 



   36 Angusskanal 



   38 Aussenseite der Formhälfte 



   39 Einrichtung zur Druckregelung 



   40 Auswerfer 



   42, 44, 



   46, 48 Abschnitte der Aussenseiten der Formhälften 



   50 Aussenseite der Formhälfte 



   52 Pfeil 



   53 Durchlasskanal 



   54 Bedienfeld 



   56, 58, 



   60 Bedienfeldelemente 



   62, 64 Begrenzungslinien 



   66 Schacht

Claims (8)

1. Verfahren zum Herstellen von Kunststoff-Formteilen (54), bei dem in einem Formhohlraum (34) eines Formwerkzeuges (10) ein Gasdruck aufgebaut wird, der Formhohlraum (34) mit einer aufschäumbaren Kunststoffschmelze gefüllt wird, nach dem Füllen der Gasdruck im Formhohlraum (34) verringert wird, so dass die Kunststoffschmelze aufschäumt, und bei dem nach dem Abkühlen der Kunststoffschmelze das Formteil entformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdruck im Formhohlraum (34) während des Füllens des Formhohlraumes (34) und einer ersten Abkühlphase mindestens annähernd konstant gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Füllens aus dem Formhohlraum (34) unkontrolliert entweichendes Gas nachgefüllt wird, um den Gasdruck im Formhohlraum (34) mindestens annähernd konstant zu halten.
3.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Füllens kontrolliert Gas aus dem Formhohlraum (34) abgeführt wird, um den Gasdruck im Formhohlraum (34) mindestens annähernd konstant zu halten.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdruck beim Zufahren von den Formhohlraum begrenzenden Formhälften (11, 32) des Formwerkzeuges (10) aufgebaut wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasdruck auf einem Wert im Bereich von ungefähr 10 bis 14 bar konstant gehalten wird.
6.
Vorrichtung zum Herstellen von Kunststoff-Formteilen (54) aus einer aufschäumbaren Kunststoffschmelze umfassend ein Formwerkzeug (10) mit einen Formhohlraum (34) einschliessenden Formhälften (11, 32), wenigstens einer Zuflussöffnung (22), durch die die Kunststoffschmelze in den Formhohlraum (34) gelangt, und wenigstens einer Entlüftungsöffnung (24), dadurch gekennzeichnet, dass eine Gaszuführleitung (24) zum Formhohlraum (34) mit einer Einrichtung zur Regelung des Gasdrucks im Formhohlraum (34) verbunden ist, die den Gasdruck während der Formfüllung und einer ersten Phase des Abkühlens auf einen wenigstens annähernd konstanten Wert regelt.
7.
Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Trennebene zwischen den Formhälften (11, 32) wenigstens eine Entlüftungsöffnung (53) angeordnet ist, durch die dem Formhohlraum (34) zugeführtes Gas entweichen kann.
8. Spritzgussteil, insbesondere Bedienfeld für einen Geldautomaten, das mithilfe des Verfahrens gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einer Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7 hergestellt ist.
CH1022001A 2000-01-24 2001-01-22 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen aus aufschäumbaren Kunststoff. CH694794A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE10002840 2000-01-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH694794A5 true CH694794A5 (de) 2005-07-29

Family

ID=7628496

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1022001A CH694794A5 (de) 2000-01-24 2001-01-22 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen aus aufschäumbaren Kunststoff.

Country Status (4)

Country Link
CH (1) CH694794A5 (de)
DE (1) DE20101104U1 (de)
FR (1) FR2804058B3 (de)
GB (1) GB2359270A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20060103042A1 (en) * 2002-11-11 2006-05-18 Sunstar Giken Kabushiki Kaisha Method and apparatus for foam molding

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA1116364A (en) * 1977-10-13 1982-01-19 Olagoke Olabisi Structural foam molding process
US4855094A (en) * 1987-09-21 1989-08-08 Michael Ladney Method for the injection molding of plastic articles using fluid pressure
JP2928925B2 (ja) * 1989-07-19 1999-08-03 サカエ理研工業株式会社 中空発泡成形体の成形方法
JP3374356B2 (ja) * 1995-05-26 2003-02-04 出光石油化学株式会社 発泡成形体の製造方法及び発泡成形体
DE69828363T2 (de) * 1997-05-21 2005-09-22 Asahi Kasei Kabushiki Kaisha Verfahren zum spritzgiessen von thermoplastischen kunstharzen

Also Published As

Publication number Publication date
GB2359270A (en) 2001-08-22
FR2804058B3 (fr) 2001-12-28
GB0101870D0 (en) 2001-03-07
FR2804058A3 (fr) 2001-07-27
DE20101104U1 (de) 2001-04-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0393315B1 (de) Verfahren zum Spritzgiessen fluidgefüllter Kunststoffkörper und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE69115265T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum spritzgiessen von kunststoffgegenständen mit hilfe von gas.
DE2461580A1 (de) Verfahren zur herstellung geformter gegenstaende aus synthetischen harzen
DE69301281T2 (de) Reifenform, Verfahren zu deren Herstellung und Reifenformverfahren mit Hilfe einer solchen Form
DE69214817T2 (de) Spritzgiessen von thermoplastischen polymeren
EP0791448A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spritzgiessen von Kunststoffteilen
DE3113294A1 (de) "verfahren zur herstellung einer keramischen investmentgiessform"
EP0744266B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spritzgiessen hohlgeblasener Kunststoffkörper
DE69225506T2 (de) Verfahren zum Spritzgiessen eines thermoplastischen Kunststoffes und Spritzgiessform
EP0169322B1 (de) Verfahren und Formwerkzeug zum Herstellen von Formteilen mit grill-, gitter- oder rostartigen Bereichen, wie KFZ-Soft-faces, Spoiler, Bumper, aus einer fliessfähigen Masse
DE19850462C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Kunststofformteils, Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens und hiermit hergestelltes Formteil
DE19613134C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kunststoffgegenständen
DE69313618T2 (de) DURCH GAS UNTERSTüTZTES SPRITZGIESSVERFAHREN UND VORRICHTUNG
EP1243396A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststoffformteilen mit einem Hohlraum nach dem Spritzgiessverfahren
DE69605252T2 (de) Verfahren und form zum spritzgiessen eines gegenstandes und durch dieses verfahren hergestelltes produkt
DE10202246B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen optischer Formteile aus Kunstoff
EP1127674A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spritzgiessen von mindestens einen Hohlraum aufweisenden Formteilen
DE10355300A1 (de) Verfahren zum Spritzgießen von Kunststoffmaterialien unter Verwendung von Gashaltedruck in der Form
CH694794A5 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Formteilen aus aufschäumbaren Kunststoff.
DE19703291C1 (de) Verfahren zum Herstellen eines aus mindestens zwei unterschiedlichen Kunststoffen bestehenden Kunststoffgegenstandes
EP2043834B1 (de) Spritzgiessverfahren
DE69625109T2 (de) Formwerkzeug und Verfahren zur Herstellung eines hohlen gegossenen thermoplastischen Kunststoffgegenstandes
DE2348006A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von formteilen mit geschlossener haut und zelligem kern aus thermoplasten
DE19617768C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spritzgießen von Kunststoffteilen
EP1440782B1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von aus Kunststoff bestehenden Gegenständen (Kunststoffbauteilen) mittels Fliessbremsen in Spritzgusswerkzeugen und deren Verwendung

Legal Events

Date Code Title Description
PUE Assignment

Owner name: WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH

Free format text: WINCOR NIXDORF GMBH & CO KG#HEINZ-NIXDORF-RING 1#33106 PADERBORN (DE) -TRANSFER TO- WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH#HEINZ-NIXDORF-RING 1#33106 PADERBORN (DE)

PFA Name/firm changed

Owner name: WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH

Free format text: WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH#HEINZ-NIXDORF-RING 1#33106 PADERBORN (DE) -TRANSFER TO- WINCOR NIXDORF INTERNATIONAL GMBH#HEINZ-NIXDORF-RING 1#33106 PADERBORN (DE)

PL Patent ceased