CH700950B1 - Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z.B. Karde oder Krempel, zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors. - Google Patents

Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z.B. Karde oder Krempel, zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors. Download PDF

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CH700950B1 CH00815/07A CH8152007A CH700950B1 CH 700950 B1 CH700950 B1 CH 700950B1 CH 00815/07 A CH00815/07 A CH 00815/07A CH 8152007 A CH8152007 A CH 8152007A CH 700950 B1 CH700950 B1 CH 700950B1
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Abstract

Es ist eine Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z.B. Karde oder Krempel, zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors, der mit einer elektronischen Drehzahlstell- und/oder Regeleinrichtung verbunden ist, und an dem ein rotierendes Arbeitsorgan angeschlossen ist, beschrieben. Um den Antriebsmotor derart zu überwachen, dass auch bei unterschiedlichen Arbeitsbedingungen keine Schädigungen mehr auftreten, ist eine erste Einrichtung (47) zur automatischen Ermittlung der Belastung des Antriebsmotors (22) während des Betriebes vorhanden, die mit einer zweiten Einrichtung (48) zum Vergleich mit vorgegebenen Werten für die Belastung in Verbindung steht, an die eine Anzeige- (45) und/oder Schalteinrichtung (49) angeschlossen ist, der bei Abweichungen elektrische Signale zuführbar sind.

Description


  [0001]    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z.B. Karde oder Krempel, zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors, gemäss dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

  

[0002]    In der Praxis weisen Spinnereimaschinen rotierende Arbeitsorgane (z.B. Trommeln oder Vorreisser bei einer Karde) auf, die von einem Elektromotor angetrieben werden. Um deren Drehzahlen an unterschiedliche Betriebsbedingungen anpassen zu können, werden häufig Drehzahlstell- oder Regelgeräte, beispielsweise Frequenzumformer, eingesetzt. In der Regel werden die Motoren bezüglich ihres Leistungsvermögens so ausgelegt, dass sie den jeweiligen Anforderungen plus einer gewissen Reserve entsprechen. Bei sich in Abhängigkeit von der jeweiligen Arbeitssituation ändernden Anforderungen müssen die Motoren immer für die höchstmöglichen Anforderungen dimensioniert sein. Gleiches gilt auch für die die Motoren treibenden Drehzahlstell- oder Regelgeräte.

   Im Betrieb kommt es vor, dass diese Geräte deutlich mehr Strom liefern können als es für den jeweiligen Motor im Normalbetrieb erforderlich wäre. Ein solcher Fall liegt beispielweise dann vor, wenn ein Frequenzumformer auch zum elektrischen Bremsen des Motors benutzt wird. Hierbei kann der vom Frequenzumformer gelieferte und für ein brauchbares Ergebnis erforderliche Bremsstrom ohne Weiteres das Doppelte des Motornennstromes betragen.

   Da es im Normalfall zwischen den Drehzahlstell- oder Regelgeräten und den Motoren keinerlei Überwachungen gibt, fällt bei der beschriebenen Konstellation eine erhöhte Stromaufnahme der Motoren, die beispielsweise durch defekte Lager, Schwergängigkeiten des gesamten Systems oder irgendeine sonstige Überlastung ausgelöst werden, erst dann auf, wenn die maximale Stromgrenze des Drehzahlstell- oder Regelgerätes erreicht bzw. überschritten wird. Dann allerdings ist für den Motor, insbesondere da es sich meist um langsam beginnende und lang anhaltende Überlastungen handelt, in der Regel bereits zu spät. Meist wird der Motor oder andere mit ihm verbundene Antriebselemente vorher schon dauerhaft geschädigt oder zerstört.

  

[0003]    Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere den Antriebsmotor automatisch derart überwacht, dass auch bei unterschiedlichen Arbeitsbedingungen keine Schädigungen mehr auftreten.

  

[0004]    Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des abhängigen Patenanspruchs 1.

  

[0005]    Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung gelingt es, dass die jeweils aktuelle Motor-Belastung (z.B. der Motorstrom) in dem Drehzahlstell- oder Regelgerät ermittelt wird, diese an eine Steuereinheit, das kann beispielweise die jeweilige elektronische Maschinensteuerung sein, weitergegeben wird und dort in Abhängigkeit von der jeweiligen und der Steuerung bekannten Betriebssituation überprüft wird, ob die Belastung sich im Rahmen bekannter und vorgegebener Grenzen bewegt. Für den Fall, dass entsprechende Abweichungen vorliegen, werden Störmeldungen ausgegeben und/oder der Motor abgeschaltet bzw. die ganze Maschine stillgesetzt. Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass die Überwachung des Antriebsmotors automatisch erfolgt.

   Vorzugsweise soll bei einer Drehzahl gesteuerten oder geregelten Elektromotor der z.B. von Frequenzumformern zum Motor fliessende Strom in seiner Grösse und in Abhängigkeit von der jeweiligen Arbeitssituation überwacht werden. Diese Überwachung erfolgt per Software und kann sowohl in der Maschinensteuerung (SPS) als auch in dem jeweiligen Drehzahlstell- oder Regelgerät erfolgen. Es können insbesondere unterschiedliche Arbeitssituationen, besondere Betriebszustände und Ähnliches berücksichtigt werden. Durch die erfindungsgemässe Einrichtung ist es unter anderem möglich, z.B. Überlastungen, Schwergängigkeiten u.a. zu erkennen und gezielt darauf hinzuweisen bzw. diese vor Eintritt eines grösseren Schadens zu melden. Für die erfindungsgemässen Massnahmen sind keine zusätzlichen Elemente erforderlich.

   Ausschliesslich durch eine geschickte Auslegung der Software lassen sich die Vorteile der Erfindung erzielen.

  

[0006]    Die abhängigen Patentansprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Gegenstand.

  

[0007]    Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

  

[0008]    Es zeigt:
<tb>Fig. 1<sep>schematisch Seitenansicht einer Karde mit der erfindungsgemässen Vorrichtung,


  <tb>Fig. 2a<sep>Antriebsschema mit Antriebsmotoren für die Karde, den Kardenspeiser und den Kannenstock gemäss Fig. 1,


  <tb>Fig. 2b<sep>Antriebsschema mit Antriebsmotoren für den Kannenstock gemäss Fig. 1 und ein Kardenstreckwerk,


  <tb>Fig. 3<sep>je einen drehzahlgeregelten Antriebsmotor für die Trommel und einen Vorreisser einer Karde,


  <tb>Fig. 4<sep>Blockschaltbild mit elektronischer Maschinen-Steuer- und -regeleinrichtung, elektronischen Motor-Steuer- und -regeleinrichtungen und drehzahlgeregelten Antriebsmotoren der Maschine,


  <tb>Fig. 5<sep>Abhängigkeit der Stromaufnahme des Motors von der Zeit bzw. Belastung des Motors in Abhängigkeit von unterschiedlichen Betriebszuständen,


  <tb>Fig. 6<sep>Abhängigkeit der Stromaufnahme des Motors von der Produktionsmenge pro Zeit bzw. Belastung des Motors in Abhängigkeit von der Produktionsleistung,


  <tb>Fig. 7<sep>ein Funktionsblockschaltbild der erfindungsgemässen Vorrichtung und


  <tb>Fig. 8<sep>Belastungs- und Drehzahlverlauf in Abhängigkeit von unterschiedlichen Betriebszuständen.

  

[0009]    Fig. 1 zeigt eine Karde K, z.B. Trützschler Karde TC 03, mit Speisewalze 1, Speisetisch 2, Vorreissern 3a, 3b, 3c, Trommel 4, Abnehmer 5, Abstreichwalze 6, Quetschwalzen 7, 8, Florleitelement 10, Abzugswalzen 11, 12, Wanderdeckel 13 mit Deckelumlenkrollen 13a, 13b und Deckelstäben 14, Kanne 15 und Kannenstock 16 mit Ablageteller 16a. Die Drehrichtungen der Walzen sind mit gebogenen Pfeilen gezeigt. Mit M ist der Mittelpunkt (Achse) der Trommel 4 bezeichnet. 4a gibt die Garnitur und 4b gibt die Drehrichtung der Trommel 4 an. Mit C ist die Drehrichtung des Wanderdeckels 13 in Kardierstellung und mit B ist die Rücktransportrichtung der Deckelstäbe 14 bezeichnet. Mit 17 ist eine Putzwalze für die Abstreichwalze 6 und mit 18 ist ein Kardenspeiser bezeichnet.

  

[0010]    Fig. 2 zeigt beispielhaft ein Antriebskonzept. Verschiedene Antriebsmotoren und Übertragungselemente bilden zusammen die Antriebslösung für die Karde TC 03. Spezielle Servomotoren treiben Trommel 4 und Vorreisser 3 an. Wartungsfreie Spezialriemen garantieren eine hohe Lebensdauer. Die Vliesabnahme bei der TC 03 ist mit einem getrennten, regelbaren Antrieb ausgestattet. So ist es möglich, für jede Geschwindigkeit den idealen Verzug zu wählen. Selbst während des Hochlaufens und Abbremsens wird immer der für die augenblickliche Geschwindigkeit richtige Verzug von der Steuerung eingestellt. Dies bedeutet gleichmässigere Faserbänder vom ersten bis zum letzten Meter in der Kanne. Die Motoren für Einzugswalze 1, Abnehmer 5 und Vliesabnahme sind spezielle Servoantriebe. Wartungsintensive Getriebe z. B. im Abnehmerantrieb gibt es nicht.

   Diese sind bürstenlos und damit absolut wartungsfrei. Sie zeichnen sich durch sehr gute dynamische Eigenschaften und damit einen lastunabhängigen Drehzahlverlauf aus. Hierdurch verbessert sich die kurzwellige Gleichmässigkeit (Usterwert) der Kardenbänder. Bei einer optimalen separaten Aufstellung des Kannenstocks bzw. -wechslers (s. Fig. 2b) wird ein Servoantrieb zusätzlich eingesetzt.

  

[0011]    Gemäss Fig. 2a werden folgende Walzen durch einen drehzahlgeregelten Motor 21, Elektro-Antriebsmotor 21, z.B. AC-Servomotor (AC = Wechselstrom), angetrieben: Trommel 4 durch Motor 22; Vorreisser 3a, 3b, 3c durch Motor 23; Speisewalze 1 der Karde K durch Motor 24; Abnehmer 5, Abstreichwalze 6 und Quetschwalzen 7, 8 durch Motor 25; Abzugswalzen 11,12 durch Motor 26; hintere Deckelumlenkrolle 13a und Putzwalze 19 durch Motor 27; Einzugs- und Mittelwalzenpaar des Kardenstreckwerks 32 durch Motor 28; Ausgangswalzenpaar des Kardenstreckwerks 32 sowie Abzugswalzen und Ablageteller 16a durch Motor 29; Kannendrehteller durch Motor 30 und Einzugswalze 33 des Kardenspeisers 18 durch Motor 31.

  

[0012]    Entsprechend Fig. 3 wird die Trommel 4 durch einen drehzahlgeregelten Motor 22 und wird der Vorreisser 3 durch den drehzahlgeregelten Motor 24 angetrieben. Auf der Welle des Motors 22 ist eine Riemenscheibe 35, und auf der Welle der Trommel 4 ist eine Riemenscheibe 36 angeordnet, die von einem endlosen Riemen 37 antriebsmässig umschlungen sind. Die Aussenseite des Riemens 37 steht mit einer Umlenkrolle 38 und einer Spannrolle 39 in Eingriff. Auf der Welle des Motors 23 ist eine Riemenscheibe 40 und auf der Welle des Vorreissers 3 ist eine Riemenscheibe 41 angeordnet, die von einem endlosen Riemen 42 antriebsmässig umschlungen sind. Der geregelte Motor 23 steht über eine elektronische Motorsteuer- und Regeleinrichtung 432und der geregelte Motor 22 steht über eine elektronische Motorsteuer- und Regelung 431 (s.

   Fig. 4) mit einer elektronischen Maschinensteuer- und Regeleinrichtung 44 (s. Fig. 4) elektronisch in Verbindung.

  

[0013]    In Fig. 4 ist die Steuerungskonfiguration mit elektronischer Steuerung 44, Frequenzumformer 43 und Motoren 22 bis 25 dargestellt. Nach Fig. 4 sind eine Mehrzahl von Motorsteuer- und Regeleinrichtungen 431, 432, 433, 434, z.B. Servoachsregelungen, vorhanden. An jeder Servoachsregelung 431, 432, 433, 434 ist jeweils ein Antriebsmotor angeschlossen, z.B. Motoren 22, 23, 24 bzw. 25. Die Servoachsregelungen 431, 432, 433, 434 sind an die elektronische Maschinensteuer- und Regeleinrichtung 44, z.B. Trützschler TMS 2, angeschlossen. Mit 45 ist eine Bedien- und Anzeigeeinheit bezeichnet, die an die Maschinensteuer- und Regeleinrichtung 44 angeschlossen ist.

  

[0014]    Die Drehzahlregeleinrichtung ist integraler Bestandteil des Steuer- und Regelsystems. Für die Erfindung wird insbesondere die Funktion Drehzahlregelung der Motorsteuer- und Regeleinrichtungen herangezogen.

  

[0015]    Es können handelsübliche Drehzahlregeleinrichtungen eingesetzt werden. Es können auch speziell auf die Maschine K abgestimmte Servo-Regelgeräte herangezogen werden. Die Servo-Regelgeräte können direkt durch digitale Signale über ein Bussystem, z.B. CANbus, angesteuert werden. Es wird mit einer Rückführung des Drehzahlistwertes gearbeitet.

  

[0016]    Fig. 5 zeigt den Belastungsverlauf und die vorgegebenen Belastungsgrenzen für unterschiedliche Betriebszustände. Das Diagramm zeigt schematisch die Stromaufnahme I (A) über die Zeit t (sec). Im Bereich mit positiver Steigung ist der Hochlauf, im mittleren konstanten Bereich ist der Betrieb und im Bereich mit negativer Steigung ist der Herunterlauf dargestellt. Mit a ist der Sollwert, mit b ist eine untere Grenze und c ist eine obere Grenze bezeichnet. Die Grenzen für die Belastungssollwerte werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Betriebszustand der Maschine berechnet und vorgegeben.

  

[0017]    In Fig. 6 sind die Belastung sowie die zugehörigen Belastungsgrenzen in Abhängigkeit von der Produktion einer Maschine dargestellt. Beispielhaft sind die Werte für eine Produktion von 80 kg/h dargestellt. Das Diagramm zeigt schematisch die Stromaufnahme I (A) über der Produktion (kg/h). Mit d ist der Sollwert, mit e ist eine untere Grenze und mit f ist eine obere Grenze bezeichnet. Die Grenzen für die Belastungssollwerte werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Produktion der Maschine berechnet und vorgegeben.

  

[0018]    Gemäss Fig. 7 sind an die elektronische Maschinensteuer- und Regeleinrichtung 44 die Bedien- und Anzeigeeinrichtung 45, eine Schalteinrichtung 49, z.B. Ausschalter, und die Motorsteuer- und Regeleinrichtung 431 (Servoachsregelung) angeschlossen. Die Motorsteuer- und Regeleinrichtung 431 umfasst eine Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung 48, der ein Leistungsverstärker 46 und ein Belastungssensor 47 nachgeordnet sind. Der Belastungssensor 47 steht mit dem Motor 22, mit der Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung 48 und der elektronischen Maschinensteuer- und Regeleinrichtung 44 in Verbindung.

  

[0019]    Der Motor 22 ist (in nicht dargestellter Weise) an drei Phasen (L1, L2, L3) angeschlossen. Das Diagramm I/t gemäss Fig. 5 zeigt die Stromaufnahme über der Zeit. Die Stromaufnahme I beispielsweise in einer Zuleitung wird in einem (nicht dargestellten) Wandler und durch Spulen heruntertransformiert. Ein Belastungssensor 47 setzt den Eingangsstrom in eine Spannung um. Die variierende Spannung entspricht der Belastung (Ist-Wert). Die Spannung wird der Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung 48 und der Maschinensteuer- und Regeleinrichtung 44 zugeführt. In der Drehzahlregel- und Stelleinrichtung 48 wird der Istwert der Belastung mit dem Sollwert der Belastung verglichen, der von der Maschinensteuer- und Regeleinrichtung 44 vorgegeben wird.

   Auf diese Weise ist in Gestalt des Belastungssensors 47 eine Einrichtung zur automatischen Ermittlung der Belastung der Antriebsmotoren 21; 22 bis 31 während des Betriebes geschaffen, die mit der in Gestalt der Drehzahlregel- oder Stelleinrichtung 48 vorhandenen Einrichtung zum Vergleich mit vorgegebenen Werten (Sollwerten/Grenzwerten) für die Belastung in Verbindung steht.

  

[0020]    Wenn Elektromotoren 22 bis 31 mit Drehzahlstell- oder Regelgeräten betrieben werden und die Leistungsdaten von Motor und Gerät nicht genau übereinstimmen, kann es zum Teil zu erheblichen Überlastungen der Motoren kommen. Dass die Leistungsdaten nicht genau übereinstimmen, kann durchaus gewollt, sogar erforderlich, sein.

Beispiel:

  

[0021]    Ein Motor ist für eine maximale Leistungsabgabe von 7,5 KW ausgelegt. Das entspricht einem Nennstrom von 16 A. Er wird mit einem Frequenzumformer, der 30 A liefern kann, betrieben. Nimmt der Motor nun, z.B. infolge von einer Schwergängigkeit im Antriebssystem mehr Strom auf (beispielsweise 25 A), so liefert der Frequenzumformer diesen Strom, ohne dass irgendetwas bemerkt wird. Die Folge wäre aber eine deutliche Überlastung des Motors. Er würde zu heiss. Je nachdem könnte das unter Umständen sogar zu einer dauerhaften Beschädigung und letztlich einem Ausfall führen. Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung werden diese Nachteile vermieden.

  

[0022]    Das Regel- bzw. Steuergerät kann derart ausgebildet sein, dass es die Überwachung der Motorbelastung selbstständig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Betriebssituation übernehmen kann. Hierzu verfügt es über eine entsprechende Kommunikationsmöglichkeit mit der elektronischen Steuereinheit der Maschine. Auch können das Drehzahlstell- oder Regelgerät sowie die elektronische Steuereinheit der Maschine derart ausgebildet sein, dass sie selbstständig in der Lage sind, die zulässigen Belastungsgrenzen für den Motor abhängig von erlernten Erfahrungswerten zu beeinflussen.

  

[0023]    In Fig. 8 sind in zwei Diagrammen ein Belastungs- und Drehzahlverlauf in Abhängigkeit von unterschiedlichen Betriebszuständen dargestellt. Unter anderem wird die optionale Abschalt-Möglichkeit der Überwachung gezeigt. In bestimmten Situationen kann die Überwachung kurzzeitig abgestellt werden, z.B. während eines Bremsvorganges. Die Überwachung ist im Bereich I eingeschaltet, im Bereich II abgeschaltet und im Bereich III eingeschaltet.

  

[0024]    Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung ergeben sich u. a. die folgenden Vorteile:
<tb>1.<sep>Zur Realisierung eines erfindungsgemässen Systems sind keinerlei zusätzlichen Geräte oder Module erforderlich.


  <tb>2.<sep>Überlastungen bzw. daraus resultierende Beschädigungen der Motoren sind sicher verhinderbar.


  <tb>3.<sep>Der Verschleiss oder sonstige Defekte an Lagern der Motoren oder damit verbundenen anderen Antriebselementen können erkannt und gemeldet bzw. angezeigt werden.


  <tb>4.<sep>Schwergängigkeiten können ermittelt und gemeldet bzw. angezeigt werden.


  <tb>5.<sep>Werden die vorgegebenen Untergrenzen unterschritten, so lässt dies z. B. auf einen Riemenbruch oder ähnlichen Defekt schliessen.


  <tb>6.<sep>Bei Erkennung eines Problems kann der Antrieb bzw. die gesamte Maschine stillgesetzt werden.

Claims (26)

1. Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z. B. Karde oder Krempel, zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors, der mit einer elektronischen Drehzahlstell- und/oder Regeleinrichtung verbunden und an dem ein rotierendes Arbeitsorgan angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Einrichtung (47) zur automatischen Ermittlung der Belastung des Antriebsmotors (21; 22 bis 31) während des Betriebes vorhanden ist, die mit einer zweiten Einrichtung (48) zum Vergleich mit vorgegebenen Werten für die Belastung in Verbindung steht, an die eine Anzeige- (45) und/oder Schalteinrichtung (49) angeschlossen ist, der bei Abweichungen elektrische Signale zuführbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors ermittelbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors durch Messung der Stromaufnahme des Antriebsmotors ermittelbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors durch Messung des Drehmoments des an den Antriebsmotor angeschlossenen rotierenden Arbeitsorgans, z.B. einer Walze, ermittelbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors durch Messung der Wirkleistung des Antriebsmotors ermittelbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors durch Messung der Phasenverschiebung ermittelbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors durch Messung einer Drehzahlverringerung des Antriebsmotors ermittelbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors durch Messung einer Drehzahlverringerung einer von dem Antriebsmotor angetriebenen Walze ermittelbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die mechanische Belastung des Antriebsmotors durch Messung des Schlupfes eines von dem Antriebsmotor angetriebenen Riemenantriebes ermittelbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einrichtung derart ausgebildet ist, dass während des Betriebes automatisch die Belastung des Antriebsmotors ermittelbar und mit vorgegebenen Werten vergleichbar ist und bei entsprechenden Abweichungen eine vorbestimmte Reaktion erfolgt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die vorgegebenen Werte von den jeweiligen Betriebszuständen der Spinnereimaschine abhängig sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor mit einem zugehörigen Drehzahlstell- oder Regelgerät zur Erfassung der mechanischen Belastung des Motors verbunden ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehzahlstell- oder Regelgerät zur Auswertung der mechanischen Belastung des Antriebsmotors ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor zur Auswertung seiner Belastung mit einer elektronischen Steuerung der Spinnereimaschine verbunden ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die Grenzen für die zulässige Belastung des Antriebsmotors automatisch und abhängig vom jeweiligen Betriebszustand der Spinnereimaschine angepasst werden können.
16. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Einrichtung derart ausgebildet ist, dass bei Überschreitung der vorgegebenen Belastungsgrenzen eine Meldung und/oder eine andere Reaktion erfolgt, z.B. eine Abstellung der Spinnereimaschine.
17. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die Belastung des Antriebsmotors kontinuierlich ermittelbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die Belastung des Antriebsmotors in vorgegebenen, zeitlichen Abständen ermittelbar ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehzahlstell- oder Regelgerät oder die elektronische Steuerung der Spinnereimaschine derart ausgebildet sind, dass sie in der Lage sind, die Belastung des Antriebsmotors für bestimmte Betriebszustände zu erlernen, zu speichern und wieder zu benutzen oder an andere Steuerungselemente weiter zu geben.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehzahlstell- oder Regelgerät oder die elektronische Steuerung der Spinnereimaschine derart ausgebildet sind, dass sie selbständig in der Lage sind, die zulässigen Belastungsgrenzen für den Antriebsmotor abhängig von erlernten Erfahrungswerten zu beeinflussen.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Einrichtung derart ausgebildet sind, dass sämtliche Soll- und Grenzwerte für die Belastung des Antriebsmotors einmalig ermittelbar sind und in dem Drehzahlstell- oder Regelgerät bzw. der elektronischen Steuerung der Spinnereimaschine entsprechend gespeichert werden und von dort aus für den Überwachungsvorgang jederzeit abrufbar sind.
22. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Einrichtung derart ausgebildet ist, dass die Überwachung des Antriebsmotors sowie eines damit verbundenen Antriebselementes und Arbeitsorgans während bestimmter Betriebszustände ausgesetzt wird.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor eine drehzahlgeregelte oder -gesteuerte Walze einer als Karde ausgebildeten Spinnereimaschine antreibt.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor die Trommel einer als Karde ausgebildeten Spinnereimaschine antreibt.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor mindestens einen Vorreisser einer als Karde ausgebildeten Spinnereimaschine antreibt.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor ein AC-Servomotor ist.
CH00815/07A 2006-05-24 2007-05-21 Vorrichtung an einer Spinnereimaschine, insbesondere Spinnereivorbereitungsmaschine, z.B. Karde oder Krempel, zur Überwachung eines elektrischen Antriebsmotors. CH700950B1 (de)

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