CH704585B1 - Verfahren zur Revision an einem Unterflurhydranten und Mittel zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents
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Abstract
Das Verfahren für Revisions- und/oder Anpassarbeiten an einem Unterflurhydranten (1) mit an diesem anstehendem Wasserdruck umfasst die Schrittfolge: Montage eines Niederhalters (6) auf dem Hydranten (1) und Lösen des Hydrantendeckels; Montage von Spannkomponenten (21, 22) einer Andockhülse zwecks Demontage des Niederhalters (6); Montage eines Aufsatzteils (23) der Andockhülse auf den Spannkomponenten (21, 22); Montage einer Schleuse auf dem Steigrohr (10) des Hydranten (1); Lösen des Spindellagers (102) durch Drehen der Andockhülse mittels eines Andockgeräts; bei geschlossener Schleuse Entfernung des Andockgeräts und Montage eines Spülrohrs auf der Schleuse; bei geöffneter Schleuse Überführung des Zusammenbaus aus Andockhülse, Spindellager (102), Spindel (103), Spindelmutter (104), Ventilstange (105) und Abschlusskörper aus dem Steigrohr (10) durch die Schleuse hoch in das Spülrohr; bei wieder geschlossener Schleuse Abnehmen des Spülrohrs mit dem darin stehenden Zusammenbau; Durchführung anstehender Revisions- und/oder Anpassarbeiten; und Wiedereinsetzen des Zusammenbaus aus Andockhülse, Spindellager (102), Spindel (103), Spindelmutter (104), Ventilstange (105) und Abschlusskörper in das Steigrohr (10) bei darin anstehendem Wasserdruck mittels der Schleuse, des Andockgeräts und des Spülrohrs.
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Revision an einem unterhalb eines Erdniveaus eingebauten und mittels eines Einlaufbogens an eine Wasser führende Zuleitung angeschlossenen Unterflurhydranten. Revisionsarbeiten sind z.B. das Auswechseln des Abschlusskörpers am Hauptventil, Reinigung des Ventilsitzes, Auswechseln weiterer Einbauten im Hydranten sowie Instandhaltung der Funktion der Entwässerungsöffnung. Ferner bezieht sich die Erfindung auf Mittel zur Durchführung des Verfahrens.
Stand der Technik
[0002] Aus der CH 658 112 A5 ist eine Schleuse für die Revision an Überflurhydranten bei am Hydranten anstehendem Wasserdruck offenbart. Die CH 699 772 A2 und CH 699 763 A2 betreffen ein Verfahren zur Durchführung von Revisionsarbeiten an Hydranten bei anstehendem Wasserdruck und eine dabei eingesetzte Absperrvorrichtung mit der Funktion als während der Revision eingesetztes Ersatzventil. Dieses Verfahren ist jedoch nur anwendbar, wenn zuvor in an sich bekannter Weise mit einem Aggregatset die Einbauten aus dem Hydranten entfernt werden.
[0003] Zur Durchführung der erwähnten Revisionsarbeiten an Unterflurhydranten ist es zuerst erforderlich, die im Hydranten angeordneten Einbauten – nämlich Spindellager, Spindel, Spindelmutter, Ventilstange und Abschlusskörper – auszubauen. Bis anhin ist dies jedoch weiterhin nur möglich, wenn man zuvor die Wasserzufuhr zum betreffenden Hydranten an einem vorgelagerten Absperrorgan, z.B. einem Schieber für die Wasserversorgung des jeweiligen Strassenzuges oder Areals, unterbrochen hat. Mit der Unterbrechung der Wasserversorgung sind zumeist mehrere Haushalte und/oder Gewerbebetriebe betroffen, was sich störend auswirkt und z.B. durch das Erfordernis vorheriger Benachrichtigung der Anlieger zusätzlichen Aufwand verursacht sowie zur Einhaltung des geplanten Zeitablaufs zwingt.
Aufgabe der Erfindung
[0004] Angesichts des bisher aufwendigen Ablaufs für die Revision an einem Unterflurhydranten, nämlich mit dem Erfordernis der Unterbrechung der Wasserversorgung mittels Schliessen eines dem Hydranten netzseitig vorgelagerten Absperrorgans, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren vorzuschlagen, das die Revision bei weiterhin anstehendem Wasserdruck am Unterflurhydranten erlaubt. Eine nächste Aufgabe der Erfindung besteht darin, die apparativen Mittel zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
Übersicht über die Erfindung
[0005] Das Verfahren für Revisions- und/oder Anpassarbeiten an einem Unterflurhydranten mit an diesem im Betriebszustand anstehenden Wasserdruck geht von folgendem Aufbau des Unterflurhydranten aus:
a) ein Abschlusskörper zuunterst an einer ein Steigrohr durchragenden und axial beweglichen Ventilstange, wobei der Abschlusskörper im geschlossenen Zustand auf einem Ventilsitz aufsitzt und damit den über eine Zuleitung herangeführten Wasserdruck absperrt;
b) eine Spindelmutter, welche mit dem oberen Ende der Ventilstange fest verbunden ist, wobei in das Innengewinde der Spindelmutter axial eine Spindel eingreift und von der Spindelmutter mindestens ein Seitenast abgeht, welcher in einer intern im Unterflurhydranten vorhandenen Vertikalführung radial arretiert und axial verschieblich eingreift;
c) ein Spindellager, durch welches die zentrisch geführte Spindel ragt, die oberhalb des Spindellagers eine Erweiterung hat, wobei das Spindellager seitlich abgehende Flügel hat, welche in intern im Unterflurhydranten vorhandenen Nestkonturen axial arretiert und radial lösbar eingreifen; und
d) ein lösbarer Deckel, welcher das Steigrohr oben verschliesst, wobei sich durch den Deckel ein Fortsatz der Spindel erstreckt und sich am Deckel von unten die Erweiterung der Spindel abstützt.
[0006] Das Verfahren hat folgende Schritte:
Bei zunächst vom Abschlusskörper eingenommener geschlossener Stellung:
1. Montage eines Niederhalters auf dem Hydranten, der mit seinem Stützpfeiler den Fortsatz der Spindel axial arretiert, und anschliessendes Lösen des Deckels vom Steigrohr;
2. Montage von Spannkomponenten einer das Spindellager axial und radial starr fassenden Andockhülse und anschliessende Demontage des Niederhalters vom Hydranten;
3. Montage eines Aufsatzteils der Andockhülse auf den Spannkomponenten;
4. Montage einer Schleuse auf dem Steigrohr; und
5. Montage eines Andockgeräts auf der Schleuse, um durch die Schleuse:
5.1 mit einem am Andockgerät vorhandenen drehbaren zweiten Mitnehmer die Spindel für das Bewegen des Abschlusskörpers am Hauptventil in seine offene Stellung zu drehen; und
5.2 mit einem am Andockgerät vorhandenen drehbaren ersten Mitnehmer die am Spindellager fixierte Andockhülse zu drehen, um das Spindellager aus den Nestkonturen zu lösen;
anschliessend bei vom Abschlusskörper eingenommener offener Stellung:
6. bei geschlossener Schleuse Entfernung des Andockgeräts und Montage eines Spülrohrs auf der Schleuse;
7. man dann bei geöffneter Schleuse den Zusammenbau aus Andockhülse, Spindellager, Spindel, Spindelmutter, Ventilstange und Abschlusskörper aus dem Steigrohr durch die Schleuse von der Wasserströmung hoch in das Spülrohr spülen lässt;
8. schliesslich bei wieder geschlossener Schleuse wird das Spülrohr mit dem darin stehenden Zusammenbau von der Schleuse abgenommen;
9. Durchführung der Revisions- und/oder Anpassarbeiten, nämlich je nach erforderlichem Umfang das Auswechseln von Einbauten im Hydranten sowie die Reinigung des Ventilsitzes und die Instandhaltung der Funktion der Entwässerungsöffnung; und
10. Wiedereinsetzen des Zusammenbaus aus Andockhülse, Spindellager, Spindel, Spindelmutter, Ventilstange und Abschlusskörper in das Steigrohr des Hydranten bei darin anstehendem Wasserdruck mittels der Schleuse, des Andockgeräts und des Spülrohrs.
[0007] Nachstehend sind besonders vorteilhafte Details zum Verfahren genannt. Der Niederhalter wird auf einem Schlauchanschluss des Hydranten montiert.
[0008] Nach der Montage des Niederhalters auf dem Hydranten, dem Aufsetzen des Stützpfeilers auf dem Fortsatz der Spindel und dem anschliessenden Lösen des Deckels vom Steigrohr wird der Deckel auf den Stützpfeiler geschoben.
[0009] Nach erfolgter Demontage des Niederhalters vom Schlauchanschluss wird dieser wieder mit einer Kappe verschlossen, welche ansonsten im Zustand des unbenutzten Hydranten den Schlauchanschluss verschliesst.
[0010] Die Montage der Spannkomponenten wird in folgenden Schritten ausgeführt:
1. Ansetzen einer ersten halbschalenförmigen Komponente an die Spindel und das Spindellager, wobei die Spindel in einem Durchgang der ersten Komponente, die bundförmige Erweiterung der Spindel an einer Schulter der ersten Komponente und die beiden Flügel des Spindellagers in Freischnitten der ersten Komponente jeweils anteilig zu liegen kommen;
2. Ansetzen einer zweiten halbschalenförmigen Komponente an die Spindel und das Spindellager, gegenüberliegend der ersten Komponente, wobei die Spindel in einem Durchgang der zweiten Komponente, die bundförmige Erweiterung der Spindel an einer Schulter der zweiten Komponente und die beiden Flügel des Spindellagers in Freischnitten der zweiten Komponente jeweils anteilig zu liegen kommen;
3. lösbares Verbinden beider Spannkomponenten miteinander, so dass:
4. die Spindel in den sich ergänzenden Durchgängen eingebettet ist, die Erweiterung an den sich ergänzenden Schultern ansteht, die beiden Flügel von den sich ergänzenden Freischnitten umfasst sind, der Fortsatz der Spindel oben axial aus den zusammengebauten Spannkomponenten herausragt und der Verbund aus beiden Spannkomponenten am Spindellager, dieses umklammernd, verankert ist.
[0011] Die Mittel, bestehend aus einem Vorrichtungs- und einem Geräteset zur Durchführung des Verfahrens für Revisions- und/oder Anpassarbeiten an einem Unterflurhydranten mit an diesem im Betriebszustand anstehenden Wasserdruck basier(t)en auf folgendem Aufbau des Unterflurhydranten:
a) einen Abschlusskörper zuunterst an einer ein Steigrohr durchragenden und axial beweglichen Ventilstange, wobei der Abschlusskörper im geschlossenen Zustand auf einem Ventilsitz aufsitzt und damit den über eine Zuleitung herangeführten Wasserdruck absperrt;
b) eine Spindelmutter, welche mit dem oberen Ende der Ventilstange fest verbunden ist, wobei in das Innengewinde der Spindelmutter axial eine Spindel eingreift und von der Spindelmutter mindestens ein Seitenast abgeht, welcher in einer intern im Hydranten vorhandenen Vertikalführung radial arretiert und axial verschieblich eingreift;
c) ein Spindellager, durch welches die zentrisch geführte Spindel ragt, die oberhalb des Spindellagers eine Erweiterung hat, wobei das Spindellager seitlich abgehende Flügel hat, welche in intern im Unterflurhydranten vorhandenen Nestkonturen axial arretiert und radial lösbar eingreifen; und
d) ein lösbarer Deckel, welcher das Steigrohr oben verschliesst, wobei sich durch den Deckel ein Fortsatz der Spindel erstreckt und sich am Deckel von unten die Erweiterung der Spindel abstützt.
[0012] Das Vorrichtungsset umfasst:
a) einen auf dem Hydranten montierbaren Niederhalter, der einen Stützpfeiler hat, welcher zum axialen Arretieren des Fortsatzes der Spindel bestimmt ist; und
b) eine Andockhülse mit zwei miteinander zu verbindenden Spannkomponenten, die zum axialen und radialen starren Fassen des Spindellagers bestimmt sind, und einem Aufsatzteil zur Montage auf den miteinander verbundenen Spannkomponenten.
[0013] Das Geräteset umfasst ein Andockgerät, eine Schleuse und ein Spülrohr, dazu bestimmt:
a) den Abschlusskörper des Hauptventils zwischen seiner geschlossenen und offenen Stellung zu bewegen;
b) das Spindellager aus den Nestkonturen zu lösen und einzusetzen; und
c) den Zusammenbau aus Andockhülse, Spindellager, Spindel, Spindelmutter, Ventilstange und Abschlusskörper aus dem Steigrohr hochzuspülen und aufzunehmen sowie wieder in das Steigrohr einzubringen.
[0014] Nachstehend sind besonders vorteilhafte Details zu den Mitteln genannt. Das Geräteset umfasst:
a) die auf dem Steigrohr zu montierende Schleuse;
b) das auf der Schleuse zu montierende Andockgerät, um:
ba) durch die Schleuse mit einem am Andockgerät vorhandenen drehbaren zweiten Mitnehmer die Spindel für das Bewegen des Abschlusskörpers am Hauptventil zu drehen; und
bb) durch die Schleuse mit einem am Andockgerät vorhandenen drehbaren ersten Mitnehmer die am Spindellager fixierte Andockhülse zu drehen, um das Spindellager aus den Nestkonturen zu lösen bzw. wieder darin einzubringen; und
c) das auf der Schleuse anstelle des Andockgeräts zu montierende Spülrohr, um durch die Schleuse den Zusammenbau aus Andockhülse, Spindellager, Spindel, Spindelmutter, Ventilstange und Abschlusskörper aus dem Steigrohr von der Wasserströmung hoch in das Spülrohr spülen zu lassen bzw. wieder in das Steigrohr einzubringen.
[0015] Die zur Andockhülse gehörenden Spannkomponenten umfassen:
a) eine erste an Spindel und Spindellager zu montierende halbschalenförmige Komponente, welche innenseitig jeweils hälftig einen Durchgang, eine Schulter und Freischnitte hat, um im Durchgang die Spindel, an der Schulter die bundförmige Erweiterung der Spindel und in den Freischnitten die beiden Flügel des Spindellagers jeweils anteilig aufzunehmen;
b) eine zur ersten Spannkomponente komplementäre zweite an Spindel und Spindellager zu montierende halbschalenförmige Komponente, welche innenseitig jeweils hälftig einen Durchgang, eine Schulter und Freischnitte hat, um im Durchgang die Spindel, an der Schulter die bundförmige Erweiterung der Spindel und in den Freischnitten die beiden Flügel des Spindellagers jeweils anteilig aufzunehmen;
c) in beiden Spannkomponenten zueinander komplementäre Verbindungsmittel, vorzugsweise in Form von einerseits Schraubbolzen und andererseits Widerlagern;
d) Rastorgane zur Verbindung mit dem Aufsatzteil; und
e) Positioniermittel, die beim Wiedereinbringen des Zusammenbaus aus Andockhülse, Spindellager, Spindel, Spindelmutter, Ventilstange und Abschlusskörper in das Steigrohr nutzbar sind.
[0016] Somit ist die Spindel in den sich ergänzenden Durchgängen eingebettet, die Erweiterung steht an den sich ergänzenden Schultern an, die beiden Flügel sind von den sich ergänzenden Freischnitten umfasst, der Fortsatz der Spindel ragt oben axial aus den zusammengebauten Spannkomponenten heraus, und der Verbund aus beiden Spannkomponenten ist am Spindellager, dieses umklammernd, verankert.
[0017] Das zur Andockhülse gehörende Aufsatzteil weist auf:
a) einen Axialdurchgang, in dem sich eine Kupplung befindet, die zur Wirkverbindung des Fortsatzes der Spindel mit dem zweiten Mitnehmer des Andockgeräts dient;
b) Mitnehmerkonturen, die zum Eingriff des ersten Mitnehmers des Andockgeräts bestimmt sind; und
c) Anschlusskonturen, die zum Zusammenwirken mit den Rastorganen des Aufsatzteils bestimmt sind.
[0018] Der Niederhalter hat eine Hauptsäule mit einem unten angeordneten Innengewindestutzen, welcher zum Aufschrauben auf einen Schlauchanschluss des Hydranten bestimmt ist. Der vom Steigrohr gelöste Deckel lässt sich auf den Stützpfeiler schieben.
[0019] Der Niederhalter hat einerseits der Hauptsäule den Stützpfeiler und andererseits einen Ausleger, der zum Aufsetzen auf dem Erdniveau bestimmt ist. Die Hauptsäule, Stützpfeiler und Ausleger sind in einem Querträger jeweils in einer Gewindeverbindung geführt.
[0020] Die Kupplung im Aufsatzteil ist ein Innenvierkant, der Fortsatz der Spindel ein Aussenvierkant und der zweite Mitnehmer des Andockgeräts ebenfalls ein Aussenvierkant. Die Mitnehmerkonturen am Aufsatzteil treten nach oben aus und sind bajonettförmig. Der erste Mitnehmer des Andockgeräts besteht aus zwei zueinander diametralen Nocken. Die Anschlusskonturen sind schlüssellochförmig, und die Rastorgane des Aufsatzteils haben die Form von Schraubenköpfen.
Kurzbeschreibung der beigefügten Zeichnungen
[0021] Es zeigen:
<tb>Fig. 1A<SEP>erste Situation: einen Unterflurhydranten mit Steigrohr, darauf fixiertem Deckel, Kappe auf Schlauchanschluss, Einlaufbogen, Schacht in Erdreich eingebettet, Abdeckung von Schacht entfernt, in Perspektivansicht;
<tb>Fig. 1B<SEP>die Anordnung aus Fig. 1A im oberen Bereich des Steigrohrs, Spindelmutter sitzt in Vertikalführung, Deckel entfernt;
<tb>Fig. 1C<SEP>die Anordnung gemäss Fig. 1B , Spindel in Eingriff mit Spindelmutter, Spindellager von Spindel durchragt, Spindellager sitzt im Lagernest;
<tb>Fig. 2<SEP>zweite Situation: die Anordnung aus Fig. 1A im Bereich des Schachts, mit vom Schlauchanschluss entfernter Kappe;
<tb>Fig. 3<SEP>dritte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 2 mit auf Schlauchanschluss fixiertem Niederhalter, unverspannt;
<tb>Fig. 4<SEP>vierte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 3 mit dem Niederhalter, verspannt;
<tb>Fig. 5A<SEP>eine Andockhülse, bestehend aus erster Halbschale, zweiter Halbschale und Aufsatzteil, in perspektivischer Explosivansicht von unten;
<tb>Fig. 5B<SEP>die Anordnung gemäss Fig. 5A , in perspektivischer Explosivansicht von oben;
<tb>Fig. 5C<SEP>die Anordnung gemäss Fig. 5A , zusammengesetzt, in perspektivischer Explosivansicht von unten;
<tb>Fig. 5D<SEP>die Anordnung gemäss Fig. 5C , in perspektivischer Explosivansicht von oben;
<tb>Fig. 6A<SEP>fünfte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 4 mit angehobenem Deckel und am Spindellager angesetzter erster Halbschale;
<tb>Fig. 6B<SEP>die Anordnung aus Fig. 6A im Bereich von Spindellager, Spindel, Spindelmutter und angesetzter erster Halbschale, zweite Halbschale und Aufsatzteil angenähert, in gewechselter Perspektivansicht;
<tb>Fig. 7<SEP>sechste Situation: die Anordnung gemäss Fig. 6A , mit beiden Halbschalen am Spindellager fixiert;
<tb>Fig. 8<SEP>siebente Situation: die Anordnung gemäss Fig. 7 , mit entferntem Niederhalter;
<tb>Fig. 9<SEP>achte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 8 , mit am Spindellager komplett montierter Andockhülse, Kappe auf Schlauchanschluss;
<tb>Fig. 10<SEP>ein Andockgerät, in Perspektivansicht;
<tb>Fig. 11<SEP>eine Schleuse, in Perspektivansicht;
<tb>Fig. 12<SEP>ein Spülrohr, in Perspektivansicht;
<tb>Fig. 13A<SEP>neunte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 9 , mit auf dem Steigrohr fixierter Schleuse und mit der Schleuse verbundenem Andockgerät;
<tb>Fig. 13B<SEP>zehnte Situation: die Anordnung aus Fig. 13A im Bereich von am Spindellager komplett montierter Andockhülse und aufwärts bewegter Spindelmutter und somit offenem Hauptventil;
<tb>Fig. 13C<SEP>elfte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 13B , mit gedrehter Andockhülse und somit aus dem Lagernest gelöstem Spindellager;
<tb>Fig. 14<SEP>zwölfte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 13A , ohne Andockgerät, mit auf die Schleuse aufgesetztem Spülrohr; und
<tb>Fig. 15<SEP>dreizehnte Situation: die Anordnung gemäss Fig. 13B , mit erneut gedrehter Andockhülse zum Ausrichten von Spindelmutter und Spindellager für das Wiedereinsetzen im Steigrohr.
Ausführungsbeispiel
[0022] Mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen erfolgt nachstehend die detaillierte Beschreibung eines Ausführungsbeispiels zum erfindungsgemässen Verfahren zur Revision an einem an das Wassernetz angeschlossenen und unter Druck stehenden Unterflurhydranten. Zugleich werden die zur Durchführung des Verfahrens benutzten Vorrichtungen beschrieben.
[0023] Für die gesamte weitere Beschreibung gilt folgende Festlegung. Sind in einer Figur zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugsziffern enthalten, aber im unmittelbar zugehörigen Beschreibungstext nicht erläutert, so wird auf deren Erwähnung in vorangehenden oder nachfolgenden Figurenbeschreibungen Bezug genommen. Im Interesse der Übersichtlichkeit wird auf die wiederholte Bezeichnung von Bauteilen in weiteren Figuren zumeist verzichtet, sofern zeichnerisch eindeutig erkennbar ist, dass es sich um «wiederkehrende» Bauteile handelt.
Figur 1A: Erste Situation
[0024] Der Hydrant 1 – im dargestellten Beispiel ein herkömmlicher Unterflurhydrant – hat das Steigrohr 10, welches sich unterhalb des Erdniveaus 9 befindet. Der obere Bereich des Steigrohrs 10 ist im Hohlraum 79 eines Schachts 7 aufgenommen, wobei der Schacht 7 im Prinzip mit dem Erdniveau 9 bündig abschliesst. Das Steigrohr 10 ist mit einem Deckel 11 verschlossen und mit Schrauben 119 auf dem Steigrohr 10 befestigt, wobei sich durch den Deckel 11 der Fortsatz 106 der Spindel 103 erstreckt. Der vom Steigrohr 10 abgehende Schlauchanschluss 12 ist üblicherweise mit einer Kappe 120 verschlossen. Für das Verschliessen des Schachts 7 ist eine Abdeckung 70 vorgesehen, welche eine Ringschulter 71 hat, die zum Aufsetzen auf dem vorstehenden Rand 72 am Schacht 7 bestimmt ist, so dass die Abdeckung 70 passgenau den Schacht 7 verschliessen kann. In der Abdeckung 70 sind Eingriffskonturen 73 vorhanden zur besseren Handhabung der Abdeckung 70 beim Öffnen oder Schliessen des Schachts 7. Am Beginn der Revisionsarbeiten wird die Abdeckung 70 vom Schacht 7 entfernt, um den Zugang zum Hydranten 1 zu ermöglichen. Am unteren Ende des Steigrohrs 10 ist der Einlaufbogen 19 angeflanscht, von dem sich die Zuleitung des Wasserleitungsnetzes erstreckt. Oberhalb des Ventilsitzes hat das Steigrohr 10 eine herkömmliche Entwässerungsöffnung für das Entleeren des Hydranten nach einem Betrieb.
Figuren 1B und 1C
[0025] Dieses Figurenpaar illustriert den prinzipiellen internen Aufbau des Hydranten 1 im oberen Bereich des Steigrohrs 10 mit Spindellager 102, Spindel 103 und Spindelmutter 104. Vom Abschlusskörper des den Wasserzufluss in den Hydranten 1 steuernden Hauptventils erstreckt sich die Ventilstange 105 aufwärts bis zur daran fixierten Spindelmutter 104, welche mit ihrem Seitenast 104 ́ in einer Vertikalführung 108 – ausgebildet als nutförmige Bahn an der Innenwandung des Kopfbereichs 100 des Steigrohrs 10 – axial verschiebbar, jedoch radial arretiert ist. In die Spindelmutter 104 greift in axialer Verlängerung der Ventilstange 105 die Spindel 103 mit ihrem Aussengewinde ein. Die Spindel 103 durchragt das Spindellager 102, darin zentrisch geführt, und hat oberhalb des Spindellagers 102 eine als Bund ausgebildete Erweiterung 107. Die beiden seitlichen Flügel 102 ́ des Spindellagers 102 sitzen durch dessen Drehung lösbar in an der Innenwandung des Kopfbereichs 100 vorhandenen Nestkonturen 101.
Figur 2: Zweite Situation
[0026] Über den nach oben offenen Schacht 7 hat man vom Schlauchanschluss 12, der in der gezeigten Ausführung ein Aussengewinde besitzt, die Kappe 120 entfernt.
Figur 3: Dritte Situation
[0027] Ein dreibeiniger Niederhalter 6 wird mit seinem Innengewindestutzen 610, von dem sich aufwärts eine Hauptsäule 61 erstreckt, auf dem Schlauchanschluss 12 montiert. Die Hauptsäule 61 durchragt einen Querträger 60, in dem einerseits ein auf dem Erdniveau 9 mit seinem Fuss 630 aufsetzender Ausleger 63 und andererseits ein Stützpfeiler 62 geführt sind. Der Ausleger 63 und der Stützpfeiler 62 sind in ihrer jeweils nach unten ausfahrbaren Länge einstellbar, vorzugsweise durch ineinandergreifende Gewinde. Ebenso ist die Höhenposition des Querträgers 60 an der Hauptsäule 61 mittels einer Gewinde-, Klemm- oder Schraubenverbindung einstellbar. Zur Drehung der Hauptsäule 61 beim Aufschrauben des Innengewindestutzens 610 auf den Schlauchanschluss 12 dient ein Griff 64. Momentan ist der Niederhalter 6 noch unverspannt, d.h., der Fuss 630 setzt noch nicht auf dem Erdniveau 9 auf, und die Spitze 620 am unteren Ende des Stützpfeilers 62 steht erst ausgerichtet, aber noch mit Abstand über dem Fortsatz 106, welcher das obere Ende der Spindel 103 bildet. Die oberen Enden von Ausleger 63 und Stützpfeiler 62 haben eine Kontur, welche zum Ansetzen eines Werkzeugs nutzbar ist.
[0028] Die über die Ventilstange 105 auf Spindelmutter 104 und Spindel 103 eingeleitete Schubkraft, welche vom am Abschlusskörper anstehenden Wasserdruck – insbesondere bei geschlossenem Hauptventil – generiert wird, fängt der auf das Steigrohr 10 aufgeschraubte Deckel 11 ab, so dass das Hauptventil geschlossen bleibt.
Figur 4: Vierte Situation
[0029] Im verspannten Zustand des Niederhalters 6 setzt der Fuss 630 des Auslegers 63 auf dem Erdniveau 9 auf, und die Spitze 620 des Stützpfeilers 62 sitzt axial in ihrer Position stabil auf dem Fortsatz 106. Die von unten auf den Deckel 11 von der Erweiterung 107 der Spindel 103 einwirkende Schubkraft wird somit kompensiert, also der Deckel 11 entlastet. Durch den Ausleger 63 wird eine einseitige Belastung am Niederhalter 6 vermieden. Im Deckel 11 ist im Bereich des Durchtritts der Spindel 103 eine umlaufende Dichtung 110 vorgesehen, die den Austritt von Wasser bei offenem Hauptventil verhindert, welches jedoch weiterhin geschlossen ist.
Figuren 5A bis 5D
[0030] Die im Prinzip dreiteilige Andockhülse 2 besteht zunächst aus den beiden Spannkomponenten 21, 22, nämlich der ersten Halbschale 21 und der dazu komplementär beschaffenen zweiten Halbschale 22. Ferner gehört ein hutförmiges Aufsatzteil 23 zur Andockhülse 2.
[0031] Durch die erste Halbschale 21 erstreckt sich ein rinnenförmiger Durchgang 212. Gegenüberliegend vom Boden 211 ist der Kopf 214, vom dem sich zwei zueinander beabstandete Rastorgane 215 erstrecken. Unterhalb des Kopfs 214 ist an beiden Seitenflanken je ein Lager 213 vorgesehen, in dem jeweils ein Bolzen 217 schwenkbar gelagert ist. Unterhalb des Lagers 213 befindet sich im Durchgang 212 eine im Halbkreis umlaufende Schulter 218. Zwischen dem Boden 211 und der Schulter 218 liegt beidseits der ersten Halbschale 21 je ein Freischnitt 219. Vom Boden 211 und Kopf 214 erstreckt sich beidseits der ersten Halbschale 21 je eine horizontal gerichtete Nocke 216.
[0032] Die zweite Halbschale 22 hat wiederum einen sich vom Boden 211 bis zum Kopf 214 erstreckenden rinnenförmigen Durchgang 22. Wie bei der ersten Halbschale 21 hat auch dieser Kopf 224 zwei zueinander beabstandete Rastorgane 225. Unterhalb des Kopfs 224 ist an beiden Seitenflanken je ein Widerlager 223 vorgesehen, das der einschwenkenden Aufnahme des Bolzens 217 dient, wenn beide Halbschalen 21, 22 miteinander verbunden sind. Komplementär zur ersten Halbschale 21 besitzt die zweite Halbschale 22 die im Halbkreis umlaufende Schulter 228 und die beidseits angebrachten Freischnitte 229 sowie am Boden 221 nicht sichtbare Löcher zur Aufnahme der beiden Nocken 216 beim Zusammenfügen beider Halbschalen 21, 22. Ein Schenkel 226 erstreckt sich abwärts vom Boden 221 in Fortsetzung der Mantelfläche der zweiten Halbschale 22, und angrenzend an den Schenkel 226 liegt ein aufwärts gerichteter Einschnitt 227.
[0033] Das Aufsatzteil 23 ist im Prinzip ein Hohlzylinder mit einem Axialdurchgang 232 und einem im Aussendurchmesser vergrösserten Kragen 230, welcher das Aufsatzteil 23 transversal umläuft und dieses in einen oberen Abschnitt und einen längeren unteren Abschnitt unterteilt. Seitlich vom unteren Abschnitt nach aussen erstrecken sich zwei zueinander um 180° versetzte Zapfen 233, auf denen ein tellerförmiger Flansch 231 lose unterhalb des Kragens 230 hängt. In Relation zum Kragen 230 hat der Flansch 231 einen grösseren Aussendurchmesser. Im oberen Abschnitt sind zwei einander gegenüberliegende bajonettförmige Mitnehmerkonturen 234 vorhanden, deren Einlass am freien Ende des oberen Abschnitts mündet. An der Unterseite des unteren Abschnitts sind vier schlüssellochförmige Anschlusskonturen 235 vorgesehen. Im Axialdurchgang 232, auf der Höhe der Zapfen 233, ist eine um die Durchgangsrichtung drehbare Kupplung 236 mit einem Innenvierkant eingebaut, welche durch den vom oberen und unteren Abschnitt via den Axialdurchgang 232 zugänglich ist.
[0034] Auf die nach aussen ragenden Enden der Bolzen 217 ist jeweils ein Bolzenkopf aufgeschraubt. Zum Zusammenfügen der beiden Halbschalen 21, 22 sind die Bolzenköpfe in gelöster Stellung, so dass sich die Bolzen 217 der ersten Halbschale 21 in die Widerlager 223 der zweiten Halbschale 22 einschwenken lassen. Anschliessend werden die Bolzenköpfe in die fixierte Stellung gebracht und angezogen, so dass beide Halbschalen 21, 22 miteinander verschraubt sind. Bei korrekter Positionierung beider Halbschalen 21, 22 zueinander kommen die Nocken 216 der ersten Halbschale 21 in den Löchern der zweiten Halbschale 22 zu liegen. Die Durchgänge 212, 222 beider Halbschalen 21, 22 ergänzen einander, ebenso die Freischnitte 219, 229 und die internen Schultern 218, 228. Bei auf die zwei zusammengesetzten Halbschalen 21, 22 angedocktem Aufsatzteil 23 greifen die Rastorgane 215, 225 der Halbschalen 21, 22 in die schlüssellochförmigen Anschlusskonturen 235 am Aufsatzteil 23. Die komplett zusammengebaute Andockhülse 2 (s. Fig. 5C und 5D ) in Alleinstellung dient nur der Erläuterung des Zusammenwirkens der drei Teile, beider Halbschalen 21, 22 und Aufsatzteil 23.
Figuren 6A und 6B: Fünfte Situation
[0035] Das Hauptventil ist weiterhin geschlossen, die Flügel 102 ́ des Spindellagers 102 sitzen in der Nestkontur 101, und der Seitenast 104 ́ der Spindelmutter 104 hängt in der Vertikalführung 108. Man hat die Schrauben 119 am oberen Flansch des Steigrohrs 10 entfernt und anschliessend den Deckel 11 auf den Stützpfeiler 62 hochgeschoben. Das Lösen der Schrauben 119 wird durch die Entlastung des Deckels 11 erleichtert. Vorteilhaft wird der Deckel 11 am Stützpfeiler 62 in der hochgeschobenen Position zusätzlich fixiert. Die erste Halbschale 21 wird an die Spindel 103 und das Spindellager 102 angesetzt. Hierbei kommen die Spindel 103 im Durchgang 212, deren bundförmige Erweiterung 107 an der Schulter 218 und die beiden Flügel 102 ́ des Spindellagers 102 in den Freischnitten 219 der ersten Halbschale 21 jeweils anteilig zu liegen. Der Seitenast 104 ́ der Spindelmutter 104 steht unterhalb eines der Flügel 102 ́ des Spindellagers 102, quasi auf der Trennlinie zur in der nächsten Situation anzufügenden zweiten Halbschale 22. Die Bolzen 217 sind aufgeschwenkt. Die zweite Halbschale 22 und das Aufsatzteil 23 stehen zur Fortsetzung der Montage bereit.
Figur 7: Sechste Situation
[0036] Die Stellung von Hauptventil, Spindellager 102 und Spindelmutter 104 hat sich nicht geändert. Nach dem Anfügen der zweiten Halbschale 22 an die erste Halbschale 21 kommen die Spindel 103 im Durchgang 222, deren Erweiterung 107 an der Schulter 228 und die beiden Flügel 102 ́ des Spindellagers 102 in den Freischnitten 229 der zweiten Halbschale 22 jeweils anteilig zu liegen. Somit ist die Spindel 103 in den sich ergänzenden Durchgängen 212, 222 eingebettet, die bundförmige Erweiterung 107 steht an den sich ergänzenden Schultern 218, 228 an und die beiden Flügel 102 ́ werden von den sich ergänzenden Freischnitten 219, 229 umfasst. Der Fortsatz 106 der Spindel 103 ragt oben axial aus den zusammengebauten Halbschalen 21, 22 heraus.
[0037] Die Bolzen 217 sind in die Widerlager 223 geschwenkt, die Bolzenköpfe sind angezogen und die Nocken 216 der ersten Halbschale 21 sitzen in den komplementären Löchern der zweiten Halbschale 22, so dass beide Halbschalen 21, 22 einen lösbaren Verbund bilden. Dieser Verbund aus beiden Halbschalen 21, 22 ist am Spindellager 102, dieses umklammernd, verankert und hält zugleich den Zusammenbau aus Spindel 103, Spindelmutter 104, Ventilstange 105 und Abschlusskörper des Hauptventils gegen die aufwärts wirkende Schubkraft des Wasserdrucks in Position. Die Schubkraft wird somit über die beiden Halbschalen 21, 22 der Andockhülse 2 in das Spindellager 102 eingeleitet, das sich in den Nestkonturen 101 axial abstützt.
Figur 8: Siebente Situation
[0038] Nach Vorarbeiten und Entlastung des Stützpfeilers 62 und Auslegers 63 kann man den Innengewindestutzen 610 des Niederhalters 6 vom Schlauchanschluss 12 lösen und den Niederhalter 6 vom Hydranten 1 entfernen. Hauptventil, Spindellager 102 und Spindelmutter 104 bleiben in unveränderter Stellung.
Figur 9: Achte Situation
[0039] Man hat das Aufsatzteil 23 auf den beiden miteinander verbundenen Halbschalen 21, 22 positioniert und dabei die Rastorgane 215, 225 der beiden Halbschalen 21, 22 in die schlüssellochförmigen Anschlusskonturen 235 am Aufsatzteil 23 eingeführt. Nach einer geringen Drehbewegung des Aufsatzteils 23 sind die Rastorgane 215, 225 in den Anschlusskonturen 235 verriegelt und somit das Aufsatzteil 23 angedockt. Der Fortsatz 106 der Gewindespindel 103 steckt von unten in der Kupplung 236 des Aufsatzteils 23. Der Schlauchanschluss 12 ist mit der Kappe 120 wieder verschlossen.
Figuren 10 bis 12
[0040] Das hier vorgestellte und für den kompletten Verfahrensablauf nötige Geräteset 8 umfasst Andockgerät 3, Schleuse 4 und Spülrohr 5, welche seit vielen Jahren bei der Anmelderin in Gebrauch und damit vorbekannter Stand der Technik sind.
[0041] Das Andockgerät 3 besteht im Wesentlichen aus einem Zylinderteil 30, welches zentrisch auf einem Teller 31 angeordnet ist, und einem das Zylinderteil 30 und den Teller 31 durchragenden Aussenrohr 33, in dem eine Stange 37 verschiebbar geführt ist. Das untere Ende des Aussenrohrs 33 schliesst mit einem ersten Mitnehmer 34 ab, das untere Ende der Stange 37, das als zweiter Mitnehmer 36 ausgebildet ist, ragt unten aus dem Aussenrohr 33 heraus. Der erste Mitnehmer 34 ist zum lösbaren Eingriff in die Mitnehmerkontur 234 des Aufsatzteils 23 und der zweite Mitnehmer 36 zum lösbaren Eingriff in die Kupplung 236 des Aufsatzteils 23 bestimmt. Das Aussenrohr 33 steckt axial und radial beweglich im Durchgang 32, der sich durch Zylinderteil 30 und Teller 31 erstreckt. Auf dem oberen Ende des Aussenrohrs 33 ist ein Arretierelement 38 angeordnet, welches die Stange 37 lose umgreift und im gespannten Zustand die Stange 37 radial und axial fest umklammert. Zur Betätigung der Stange 37 hat diese an ihrem oberen Ende einen Griff 39, z.B. als Kreuz, ausgebildet. Zur Drehung des Arretierelements 38 mit eingespanntem Aussenrohr 33 ist das Arretierelement 38 mit einem Hebel 38 ́ versehen. Das Aussenrohr 33 sitzt mit einer Gewindeverbindung 33 ́ im Zylinderteil 30, so dass das Aussenrohr 33 mit dem ersten Mitnehmer 34 eine Art Abzugsvorrichtung bildet. Damit sind Vorkehrungen getroffen, um das Andockgerät 3 axial und radial zu betätigen. Mit seitlichem Austritt ist in das Zylinderteil 30 ein Auslassventil 35 eingebaut.
[0042] Die Schleuse 4 besteht im Wesentlichen aus einem Rohrstück 40 und einem oben auf dem Rohrstück 40 montierten Absperrblock 43. Unten schliesst das Rohrstück 40 mit einem Flansch 41 ab. Durch die gesamte Schleuse 4 erstreckt sich ein Durchgang 42. Nahe dem Absperrblock 43 ist am Rohrstück 40 ein Aufhänger 45 vorgesehen, der sich von aussen betätigen lässt, aber im Durchgang 42 zur Funktion kommt. Im Absperrblock 43 sitzt ein Schieber 44, der in offener Stellung den Durchgang 42, am Absperrblock 43 mündend, frei gibt. Im Absperrblock 43 ist ein Bypasshahn 46 vorhanden, der auch bei geschlossenem Schieber 44 zum Wasserdurchlass zwischen beiden Seiten des Schiebers 44 dient.
[0043] Das Spülrohr 5 besteht im Wesentlichen aus einem Rohr 50, das nach unten offen ist und hier mit dem Flansch 51 abschliesst. Am unteren Ende des Rohrstücks 50 ist mit seitlichem Austritt das Ablassventil 52 eingebaut. Vom oberen Ende des Rohrs 50 geht eine sich abwärts erstreckende Überlaufleitung 53 ab, die mit einem Überlaufventil 54 geschlossen werden kann. Nahe dem oberen Ende des Rohrs 50 ist ein Aufhänger 55 vorgesehen, der sich von aussen über ein Gestänge 56 betätigen lässt, aber im Rohr 50 zur Funktion kommt.
Figur 13A: Neunte Situation
[0044] Auf dem Steigrohr 10 ist die Schleuse 4 mittels der Schrauben 119 befestigt, deren Schieber 44 zunächst geschlossen ist. Auf dem Absperrblock 43 der Schleuse 4 ist das Andockgerät 3 montiert. Das Aussenrohr 33 mit der darin geführten Stange 37 ist so weit nach aussen gezogen, dass der erste Mitnehmer 34 und der zweite Mitnehmer 36 oberhalb des Schiebers 44 stehen.
Figur 13B: Zehnte Situation
[0045] Man hat den Schieber 44 der Schleuse 4 geöffnet, deren Bypasshahn 46 ist geschlossen. Das Aussenrohr 33 mit der internen Stange 37 des Andockgeräts 3 wird abgesenkt, bis der zweite Mitnehmer 36 von oben in die Kupplung 236 des Aufsatzteils 23 einfährt und der erste Mitnehmer 34 in die Mitnehmerkontur 234 am Aufsatzteil 23 eingreift. Das Arretierelement 38 ist in gelöster Stellung. Mittels der Kupplung 236 sind somit der von unten kommende Fortsatz 106 der Spindel 103 und der von oben eingreifende zweite Mitnehmer 36 miteinander verbunden. Durch Drehen am Griff 39 an der Stange 37 kommt die Kupplung 236 in Rotation, nimmt dabei den Fortsatz 106 und die Spindel 103 mit, so dass das Hauptventil geöffnet wird. Der Seitenast 104 ́ der Spindelmutter 104 bewegt sich in der Vertikalführung 108 aufwärts (s. Fig. 1B ). Einströmendes Wasser flutet den Hydranten 1 und die Schleuse 4.
Figur 13C: Elfte Situation
[0046] Der Drehung des Aussenrohrs 33 folgt der erste Mitnehmer 34, der in die Endstellung in den bajonettförmigen Mitnehmerkonturen 234 fährt und bei weiterer Drehung die gesamte Andockhülse 2 bewegt, bis die in den Freischnitten 219, 229 der beiden Halbschalen 21, 22 gefassten Flügel 102 ́ des Spindellagers 102 mit den Nestkonturen 101 ausser Eingriff kommen. Damit ist das Spindellager 102 aus der Arretierung gelöst.
[0047] Nun zieht man das Aussenrohr 33 so weit hoch, bis der Flansch 231 des Aufsatzteils 23 über dem Aufhänger 45 der Schleuse 4 steht. Dann wird der Aufhänger 45 aktiviert, um den Flansch 231 zu unterfassen. Damit ist der Zusammenbau aus Andockhülse 2, Spindellager 102, Spindel 103, Spindelmutter 104, Ventilstange 105 mit daran sitzendem Abschlusskörper des Hauptventils in angehobener Stellung in der Schleuse 4, unterhalb des Schiebers 44, aufgehängt.
[0048] Mit Drehung am Aussenrohr 33, nun in entgegengesetzter Richtung, bringt man den ersten Mitnehmer 34 in den Mitnehmerkonturen 234 in die ausziehbare Position, um dann das Aussenrohr 33 und die Stange 37 so weit hochzuziehen, dass beide Mitnehmer 34,36 oberhalb des Schiebers 44 stehen. Nun wird der Schieber 44 an der Schleuse 4 geschlossen, der Wasserdruck im Andockgerät 3 durch Öffnen des Auslassventils 35 abgelassen und schliesslich das Andockgerät 3 von der Schleuse 4 abgebaut.
Figur 14: Zwölfte Situation
[0049] Das Spülrohr 5 wird auf der Schleuse 4 montiert, das Überlaufventil 54 ist offen, das Ablassventil 52 jedoch geschlossen. Nun öffnet man den Bypasshahn 46 der Schleuse 4, so dass sich das Spülrohr 5 füllt. Nach dem Füllen des Spülrohrs 5 – Wasser tritt am Überlaufventil 54 aus – schliesst man das Überlaufventil 54 und den Bypasshahn 46 an der Schleuse 4. Durch die Druckverhältnisse in der Schleuse 4 öffnet sich deren Schieber 44 selbsttätig. Mit erneutem Öffnen des Überlaufventils 54 entsteht im System eine aufsteigende Strömung, welche den Zusammenbau aus Andockhülse 2, Spindellager 102, Spindel 103, Spindelmutter 104 Ventilstange 105 und Abschlusskörper in das Spülrohr 5 treibt, bis die Andockhülse 2 oben im Rohr 5 anschlägt. Durch Betätigen des Gestänges 56 wird der Aufhänger 55 aktiviert und somit der Zusammenbau am Flansch 231 der Andockhülse 2 oben im Rohr 50 aufgehängt. Nun schliesst man das Überlaufventil 54 am Spülrohr 5 und den Schieber 44 der Schleuse 4. Es folgt das Ablassen des Wassers aus dem Spülrohr 5, indem Ablassventil 52 und Überlaufventil 54 geöffnet werden. Schliesslich wird das von Wasser entleerte Spülrohr 5 von der Schleuse 4 demontiert, und der Zusammenbau kann aus dem Spülrohr 5 entnommen werden.
[0050] Mit den bekannten Geräten und Werkzeugen erfolgen durch die Schleuse 4 die anstehenden Revisionsarbeiten am Hydranten, wie z.B. Reinigung des Ventilsitzes und Freimachen der Entwässerungsöffnung. Je nach Erfordernis werden neue oder revidierte Bauteile, z.B. Spindellager 102, Spindel 103, Spindelmutter 104, Ventilstange 105 oder Abschlusskörper, für den Einbau in den Hydranten 1 bereitgestellt.
Figur 15: Dreizehnte Situation
[0051] Der Wiedereinbau von Spindellager 102, Spindel 103, Spindelmutter 104, Ventilstange 105 und daran angeordnetem Abschlusskörper in den Hydranten 1 erfolgt im Prinzip in rückläufiger Folge. Dies beginnend mit der Montage der dreiteiligen Andockhülse 2 am Spindellager 102. Die Flügel 102 ́ des Spindellagers 102 und der Seitenast 104 ́ der Spindelmutter 104 müssen dabei so zueinander versetzt ausgerichtet sein, dass sich der Seitenast 104 ́ von oben senkrecht in die Vertikalführung 108 einsetzen lässt und zugleich die Flügel 102 ́ neben den Nestkonturen 101 im Kopfbereich 100 des Steigrohrs 10 eingeschoben werden können. Hierbei steht der Seitenast 104 ́ im Einschnitt 227 der zweiten Halbschale 22, und deren Schenkel 226 dient beim Einsetzen als Positionierlehre.
Claims (11)
1. Verfahren für Revisions- und/oder Anpassarbeiten an einem Unterflurhydranten (1) mit an diesem anstehenden Wasserdruck, wobei:
a) der Unterflurhydrant (1) aufweist:
aa) einen Abschlusskörper zuunterst an einer ein Steigrohr (10) durchragenden und axial beweglichen Ventilstange (105), wobei der Abschlusskörper im geschlossenen Zustand auf einem Ventilsitz aufsitzt und damit den über eine Zuleitung herangeführten Wasserdruck absperrt;
ab) eine Spindelmutter (104), welche mit dem oberen Ende der Ventilstange (105) fest verbunden ist, wobei in das Innengewinde der Spindelmutter (104) axial eine Spindel (103) eingreift und von der Spindelmutter (104) mindestens ein Seitenast (104 ́) abgeht, welcher in einer intern im Hydranten (1) vorhandenen Vertikalführung (108) radial arretiert und axial verschieblich eingreift;
ac) ein Spindellager (102), durch welches die zentrisch geführte Spindel (103) ragt, die oberhalb des Spindellagers (102) eine Erweiterung (107) hat, wobei das Spindellager (102) seitlich abgehende Flügel (102 ́) hat, welche in intern im Hydranten (1) vorhandenen Nestkonturen (101) axial arretiert und radial lösbar eingreifen; und
ad) einen lösbaren Deckel (11), welcher das Steigrohr (10) oben verschliesst, wobei sich durch den Deckel (11) ein Fortsatz (106) der Spindel (103) erstreckt und sich am Deckel (11) von unten die Erweiterung (107) der Spindel (103) abstützt, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
bei zunächst vom Abschlusskörper eingenommener geschlossener Stellung:
b) Montage eines Niederhalters (6) auf dem Hydranten (1), der mit seinem Stützpfeiler (62) den Fortsatz (106) der Spindel (103) axial arretiert, und anschliessendes Lösen des Deckels (11) vom Steigrohr (10);
c) Montage von Spannkomponenten (21, 22) einer das Spindellager (102) axial und radial starr fassenden Andockhülse (2) und anschliessende Demontage des Niederhalters (6) vom Hydranten (1);
d) Montage eines Aufsatzteils (23) der Andockhülse (2) auf den Spannkomponenten (21, 22);
e) Montage einer Schleuse (4) auf dem Steigrohr (10); und
f) Montage eines Andockgeräts (3) auf der Schleuse (4), um durch die Schleuse (4):
fa) mit einem am Andockgerät (3) vorhandenen drehbaren zweiten Mitnehmer (36) die Spindel (103) für das Bewegen des Abschlusskörpers am Hauptventil in seine offene Stellung zu drehen; und
fb) mit einem am Andockgerät (3) vorhandenen drehbaren ersten Mitnehmer (34) die am Spindellager (102) fixierte Andockhülse (2) zu drehen, um das Spindellager (102) aus den Nestkonturen (101) zu lösen;
anschliessend bei vom Abschlusskörper eingenommener offener Stellung:
g) bei geschlossener Schleuse (4) Entfernung des Andockgeräts (3) und Montage eines Spülrohrs (5) auf der Schleuse (4);
h) man dann bei geöffneter Schleuse (4) den Zusammenbau aus Andockhülse (2), Spindellager (102), Spindel (103), Spindelmutter (104), Ventilstange (105) und Abschlusskörper aus dem Steigrohr (10) durch die Schleuse (4) von der Wasserströmung hoch in das Spülrohr (5) spülen lässt;
i) schliesslich bei wieder geschlossener Schleuse (4) das Spülrohr (5) mit dem darin stehenden Zusammenbau von der Schleuse (4) abgenommen wird;
j) Durchführung der Revisions- und/oder Anpassarbeiten, nämlich je nach erforderlichem Umfang das Auswechseln von Einbauten im Hydranten (1) sowie die Reinigung des Ventilsitzes und die Instandhaltung der Funktion der Entwässerungsöffnung; und
k) Wiedereinsetzen des Zusammenbaus aus Andockhülse (2), Spindellager (102), Spindel (103), Spindelmutter (104), Ventilstange (105) und Abschlusskörper in das Steigrohr (10) des Hydranten (1) bei darin anstehendem Wasserdruck mittels der Schleuse (4), des Andockgeräts (3) und des Spülrohrs (5).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalter (6) auf einem Schlauchanschluss (12) des Hydranten (1) montiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Montage des Niederhalters (6) auf dem Hydranten (1), dem Aufsetzen des Stützpfeilers (62) auf dem Fortsatz (106) der Spindel (103) und dem anschliessenden Lösen des Deckels (11) vom Steigrohr (10) der Deckel (11) auf den Stützpfeiler (62) geschoben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach erfolgter Demontage des Niederhalters (6) vom Schlauchanschluss (12) dieser wieder mit einer Kappe (120) verschlossen wird, welche ansonsten im Zustand des unbenutzten Hydranten (1) den Schlauchanschluss (12) verschliesst.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Montage der Spannkomponenten (21, 22) in folgenden Schritten ausgeführt wird:
a) Ansetzen einer ersten halbschalenförmigen Komponente (21) an die Spindel (103) und das Spindellager (102), wobei die Spindel (103) in einem Durchgang (212) der ersten Komponente (21), die bundförmige Erweiterung (107) der Spindel (103) an einer Schulter (218) der ersten Komponente (21) und die beiden Flügel (102 ́) des Spindellagers (102) in Freischnitten (219) der ersten Komponente (21) jeweils anteilig zu liegen kommen;
b) gegenüberliegend der ersten Komponente (21) Ansetzen einer zweiten halbschalenförmigen Komponente (22) an die Spindel (103) und das Spindellager (102), wobei die Spindel (103) in einem Durchgang (222) der zweiten Komponente (22), die bundförmige Erweiterung (107) der Spindel (103) an einer Schulter (228) der zweiten Komponente (22) und die beiden Flügel (102 ́) des Spindellagers (102) in Freischnitten (229) der zweiten Komponente (22) jeweils anteilig zu liegen kommen; und
c) lösbares Verbinden beider Spannkomponenten (21, 22) miteinander, so dass
d) die Spindel (103) in den sich ergänzenden Durchgängen (212, 222) eingebettet ist, die Erweiterung (107) an den sich ergänzenden Schultern (218, 228) ansteht, die beiden Flügel (102 ́) von den sich ergänzenden Freischnitten (219, 229) umfasst sind, der Fortsatz (106) der Spindel (103) oben axial aus den zusammengebauten Spannkomponenten (21, 22) herausragt und der Verbund aus beiden Spannkomponenten (21, 22) am Spindellager (102), dieses umklammernd, verankert ist.
6. Mittel, bestehend aus einem Vorrichtungs- und einem Geräteset, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 für Revisions- und/oder Anpassarbeiten an einem Unterflurhydranten (1) mit an diesem anstehendem Wasserdruck,
a) wobei der Unterflurhydrant (1) aufweist:
aa) einen Abschlusskörper zuunterst an einer ein Steigrohr (10) durchragenden und axial beweglichen Ventilstange (105), wobei der Abschlusskörper im geschlossenen Zustand auf einem Ventilsitz aufsitzt und damit den über eine Zuleitung herangeführten Wasserdruck absperrt;
ab) eine Spindelmutter (104), welche mit dem oberen Ende der Ventilstange (105) fest verbunden ist, wobei in das Innengewinde der Spindelmutter (104) axial eine Spindel (103) eingreift und von der Spindelmutter (104) mindestens ein Seitenast (104 ́) abgeht, welcher in einer intern im Unterflurhydranten (1) vorhandenen Vertikalführung (108) radial arretiert und axial verschieblich eingreift;
ac) ein Spindellager (102), durch welches die zentrisch geführte Spindel (103) ragt, die oberhalb des Spindellagers (102) eine Erweiterung (107) hat, wobei das Spindellager (102) seitlich abgehende Flügel (102 ́) hat, welche in intern im Hydranten (1) vorhandenen Nestkonturen (101) axial arretiert und radial lösbar eingreifen; und
ad) einen lösbaren Deckel (11), welcher das Steigrohr (10) oben verschliesst, wobei sich durch den Deckel (11) ein Fortsatz (106) der Spindel (103) erstreckt und sich am Deckel (11) von unten die Erweiterung (107) der Spindel (103) abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass
b) das Vorrichtungsset umfasst
ba) einen auf dem Hydranten (1) montierbaren Niederhalter (6), der einen Stützpfeiler (62) hat, welcher zum axialen Arretieren des Fortsatzes (106) der Spindel (103) bestimmt ist;
bb) eine Andockhülse (2) mit zwei miteinander zu verbindenden Spannkomponenten (21, 22), die zum axialen und radialen starren Fassen des Spindellagers (102) bestimmt sind, und einem Aufsatzteil (23) zur Montage auf den miteinander verbundenen Spannkomponenten (21, 22); und
c) das Geräteset (8) ein Andockgerät (3), eine Schleuse (4) und ein Spülrohr (5) umfasst, dazu bestimmt:
ca) den Abschlusskörper des Hauptventils zwischen seiner geschlossenen und offenen Stellung zu bewegen;
cb) das Spindellager (102) aus den Nestkonturen (101) zu lösen und einzusetzen; und
cc) den Zusammenbau aus Andockhülse (2), Spindellager (102), Spindel (103), Spindelmutter (104), Ventilstange (105) und Abschlusskörper aus dem Steigrohr (10) hochzuspülen und aufzunehmen sowie wieder in das Steigrohr (10) einzubringen.
7. Mittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Geräteset (8) umfasst:
a) die auf dem Steigrohr (10) zu montierende Schleuse (4);
b) das auf der Schleuse (4) zu montierende Andockgerät (3), um:
ba) durch die Schleuse (4) mit einem am Andockgerät (3) vorhandenen drehbaren zweiten Mitnehmer (36) die Spindel (103) für das Bewegen des Abschlusskörpers am Hauptventil zu drehen; und
bb) durch die Schleuse (4) mit einem am Andockgerät (3) vorhandenen drehbaren ersten Mitnehmer (34) die am Spindellager (102) fixierte Andockhülse (2) zu drehen, um das Spindellager (102) aus den Nestkonturen (101) zu lösen bzw. wieder darin einzubringen; und
c) das auf der Schleuse (4) anstelle des Andockgeräts (3) zu montierende Spülrohr (5), um durch die Schleuse (4) den Zusammenbau aus Andockhülse (2), Spindellager (102), Spindel (103), Spindelmutter (104), Ventilstange (105) und Abschlusskörper aus dem Steigrohr (10) von der Wasserströmung hoch in das Spülrohr (5) spülen zu lassen bzw. wieder in das Steigrohr (10) einzubringen.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass
a) die zur Andockhülse (2) gehörenden Spannkomponenten (21, 22) umfassen:
aa) eine erste an Spindel (103) und Spindellager (102) zu montierende halbschalenförmige Komponente (21), welche innenseitig jeweils hälftig einen Durchgang (212), eine Schulter (218) und Freischnitte (219) hat, um im Durchgang (212) die Spindel (103), an der Schulter (218) die bundförmige Erweiterung (107) der Spindel (103) und in den Freischnitten (219) die beiden Flügel (102 ́) des Spindellagers (102) jeweils anteilig aufzunehmen;
ab) eine zur ersten Spannkomponente (21) komplementäre zweite an Spindel (103) und Spindellager (102) zu montierende halbschalenförmige Komponente (22), welche innenseitig jeweils hälftig einen Durchgang (222), eine Schulter (228) und Freischnitte (229) hat, um im Durchgang (222) die Spindel (103), an der Schulter (228) die bundförmige Erweiterung (107) der Spindel (103) und in den Freischnitten (229) die beiden Flügel (102 ́) des Spindellagers (102) jeweils anteilig aufzunehmen;
ac) in beiden Spannkomponenten (21, 22) zueinander komplementäre Verbindungsmittel (217, 223), vorzugsweise in Form von einerseits Schraubbolzen (217) und andererseits Widerlagern (223);
ad) Rastorgane (215, 225) zur Verbindung mit dem Aufsatzteil (23); und
ae) Positioniermittel (226, 227), die beim Wiedereinbringen des Zusammenbaus aus Andockhülse (2), Spindellager (102), Spindel (103), Spindelmutter (104), Ventilstange (105) und Abschlusskörper in das Steigrohr (10) nutzbar sind; und somit
b) die Spindel (103) in den sich ergänzenden Durchgängen (212, 222) eingebettet ist, die Erweiterung (107) an den sich ergänzenden Schultern (218, 228) ansteht, die beiden Flügel (102 ́) von den sich ergänzenden Freischnitten (219, 229) umfasst sind, der Fortsatz (106) der Spindel (103) oben axial aus den zusammengebauten Spannkomponenten (21, 22) herausragt und der Verbund aus beiden Spannkomponenten (21, 22) am Spindellager (102), dieses umklammernd, verankert ist; und
c) das zur Andockhülse (2) gehörende Aufsatzteil (23) aufweist:
ca) einen Axialdurchgang (232), in dem sich eine Kupplung (236) befindet, die zur Wirkverbindung des Fortsatzes (106) der Spindel (103) mit dem zweiten Mitnehmer (36) des Andockgeräts (3) dient;
cb) Mitnehmerkonturen (234), die zum Eingriff des ersten Mitnehmers (34) des Andockgeräts (3) bestimmt sind; und
cc) Anschlusskonturen (235), die zum Zusammenwirken mit den Rastorganen (215, 225) des Aufsatzteils (23) bestimmt sind.
9. Mittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Niederhalter (6) eine Hauptsäule (61) mit einem unten angeordneten Innengewindestutzen (610) hat, welcher zum Aufschrauben auf einen Schlauchanschluss (12) des Hydranten (1) bestimmt ist; und
b) sich der vom Steigrohr (10) gelöste Deckel (11) auf den Stützpfeiler (62) schieben lässt.
10. Mittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Niederhalter (6) einerseits der Hauptsäule (61) den Stützpfeiler (62) und andererseits einen Ausleger (63) hat, der zum Aufsetzen auf dem Erdniveau (630) bestimmt ist; und
b) Hauptsäule (61), Stützpfeiler (62) und Ausleger (63) in einem Querträger (60) jeweils in einer Gewindeverbindung geführt sind.
11. Mittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Kupplung (236) im Aufsatzteil (23) ein Innenvierkant, der Fortsatz (106) der Spindel (103) ein Aussenvierkant und der zweite Mitnehmer (36) des Andockgeräts (3) ebenfalls ein Aussenvierkant ist;
b) die Mitnehmerkonturen (234) am Aufsatzteil (23) nach oben austreten und bajonettförmig sind und der erste Mitnehmer (34) des Andockgeräts (3) aus zwei zueinander diametralen Nocken besteht; und
c) die Anschlusskonturen (235) schlüssellochförmig sind und die Rastorgane (215, 225) des Aufsatzteils (23) die Form von Schraubenköpfen haben.
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| CH3712011A CH704585B1 (de) | 2011-03-04 | 2011-03-04 | Verfahren zur Revision an einem Unterflurhydranten und Mittel zur Durchführung des Verfahrens. |
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