CH705230A2 - Schneesportgerät zum Steigen und Fahren. - Google Patents

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CH705230A2
CH705230A2 CH01278/11A CH12782011A CH705230A2 CH 705230 A2 CH705230 A2 CH 705230A2 CH 01278/11 A CH01278/11 A CH 01278/11A CH 12782011 A CH12782011 A CH 12782011A CH 705230 A2 CH705230 A2 CH 705230A2
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Ulrich Gertsch
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Inventra Ag
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    • A63C9/006Ski bindings with a climbing wedge

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Abstract

Schneesportgerät zum Fahren und Steigen, bestehend aus einem Fahr- und Steigkörper (100, 130, 400) und einer Bindung (200), welche den Schuh über eine Achse (120) schwenkbar und mittels Verriegelungselement (300) fixierbar mit dem Gerät verbindet. Zwischen einem Schaufelteil (101) und einem Heckteil (400) sind zwei Schienenelemente (130, 130´) um 180 Grad schwenkbar derart gelagert, dass für das Steigen die mit einem Haftbelag versehene Fläche (131) und für das Fahren die mit einem Gleitbelag versehene Fläche (132) auf die Unterseite zu liegen kommt. Ohne Montage und Demontage von zusätzlichen Teilen kann das Gerät mühelos und rasch von Fahren auf Steigen umgestellt werden oder umgekehrt. Dabei weist das Gerät in der Abfahrtstellung (Fig. 2 , 4 ) eine geringe Breite auf und in der Steigstellung (Fig. 6 , 11 ) wird die erwünschte, grössere Fläche erzeugt.

Description

[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Schnee Sportgerät, mit welchem sowohl Gehen und Steigen als auch Gleiten und Fahren auf Schnee möglich sind. Es sind schon Versuche gemacht worden, ein solches Gerät zu entwickeln und anzubieten, doch alle bisher bekannten Produkte setzten sich auf dem Markt nicht durch, weil sie im einen oder anderen der genannten Anwendungsbereiche zu wenig effizient, zu kompliziert in Aufbau und Handhabung, zu schwer oder zu sperrig waren.
[0002] Nach wie vor werden deshalb für Touren oder Wanderungen auf Schnee und Firn Geräte verwendet, welche im einen Bereich, perfekt funktionieren, im andern aber mit grossen Nachteilen behaftet sind oder eines speziellen Zusatzes bedürfen, um alle Bereiche befriedigend abzudecken.
[0003] So ist beispielsweise ein Langlaufski hervorragend geeignet für die Fortbewegung im flachen oder leicht geneigten Gelände, nicht aber bei steileren Aufstiegen und Abfahrten.
[0004] Der sehr populäre Tourenski ist praktisch ein vollwertiger Abfahrtsski, an dessen Lauffläche für den Aufstieg ein auf dem Schnee gut haftendes Element, beispielsweise ein Fellstreifen, befestigt wird, wobei es verschiedenste Arten von Fellen und Befestigungsmöglichkeiten gibt. Am häufigsten werden heute Klebfelle verwendet, welche sich relativ rasch auf die Lauffläche befestigen lassen. Der früher oft verwendete Steigwachs ist völlig vom Markt verschwunden, weil dessen Entfernung für die Abfahrt sehr mühsam war.
[0005] Ein weiteres Schneesportgerät ist der Schneeschuh, den es seit Jahrhunderten im hohen Norden Europas gibt, und der sich in den letzten Jahren von einem Racket ähnlichen Gebilde zu einem aus modernen Materialien zusammengesetzten Gerät entwickelt und weltweit eine neue Sportart begründet hat, das Schneeschuhlaufen.
[0006] Solche Schneeschuhe sind hervorragend geeignet für das Wandern in allen Schneearten und auch für den Aufstieg über steilere Hänge. Ein Fahren und Gleiten mit solchen Schneeschuhen ist aber nicht möglich. Bereits tauchen Zusatzgeräte auf, welche auch ein Gleiten und Fahren mit Schneeschuhen möglich machen.
[0007] Das Montieren und Entfernen solcher Zusätze ist aber relativ mühsam, vor allem dann, wenn Aufstieg und Abfahrt sich immer wieder abwechseln. Zudem wird das Mittragen von zusätzlichem, relativ sperrigem Material nicht geschätzt.
[0008] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Schnee Sportgerät zu schaffen und anzubieten, welches wahlweise und mühelos von Gehen oder Steigen auf Gleiten und Fahren umgestellt werden kann. Das heisst, alle Funktionen sollen in einem einzigen Gerät permanent integriert sein. Dabei wird als Basis eher an den Schneeschuh gedacht als an den Abfahrts- oder Langlaufski. Das erfindungsgemässe Schnee Sportgerät soll also eher ein Schneeschuh mit integriertem Gleitteil sein als ein Ski mit integrierter Steighilfe, wobei natürlich auch an eine Synthese solcher Geräte gedacht wird.
[0009] Diese Aufgabe soll erfindungsgemäss dadurch gelöst werden, dass der Schneeschuh bekannter Art anders ausgebildet ist, als das bis anhin der Fall ist, und dass mindestens ein zusätzliches, integriertes Teil vorgesehen ist, welches eine rasche Umstellung von Gehen auf Fahren ermöglicht und umgekehrt.
[0010] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Gerätes (100, 200, 300, 400) sind der vorderste und der hinterste Teilbereich, d.h. die Schaufel (101) und das Ende (400), als Gleitflächen ausgebildet. Dazwischen sind zwei Schienen artige Elemente (130, 130 ́) derart mit den vorgenannten Gleitflächen (101, 400) beweglich verbunden, dass diese Schienenelemente (130, 130 ́) je um eine parallel zur Längsmittelachse des Gerätes liegende Achse (140) um 180 Grad nach aussen bzw. nach innen geschwenkt werden können. Die Schienenelemente (130, 130 ́) sind auf der einen Oberfläche mit einem Haftbelag(131, 131 ́) und auf der andern mit einem Gleitbelag (132, 132 ́) versehen. So ist es möglich, dass die zwei Schienenelemente im eingeschwenkten Zustand das Fahren und Gleiten mit dem Gerät (Fig. 3, 4) ermöglichen und im ausgeschwenkten Zustand das Gehen und Steigen (Fig. 5, 6). Eine spezielle Bindung (200), welche den Schuh mit dem Gerät verbindet, ist mit dem vorderen Gleitteil, der Schaufel (101), über eine Schwenkachse (120) verbunden, welche quer zur Längsmittelachse an der Schaufel über ein mit dieser verbunden Lagerteil (110) derart gelagert ist, dass die Bindung (200) zum Gehen und Steigen hoch geschwenkt werden kann (Fig. 10, 12).
[0011] Das hintere Endstück (400) dient einerseits ebenfalls zur schwenkbaren Lagerung der Schienenelemente (130, 130 ́). Dies wird durch je zwei Achsenelemente (140, 140 ́) ermöglicht, welche so ausgebildet sind, dass sie das Endstück (400) mit den Schienenelementen (130, 130 ́) in Längsrichtung zusammenhalten. Auf diesem Heckelement (400) ist über die Scheibe (405) ein Verriegelungselement (300) drehbar, und in verschiedenen Positionen arretierbar gelagert. Dieses Verriegelungselement (300) dient dazu, die Bindung (200) an ihrem hinteren Ende zu fixieren, was für das Fahren von Vorteil ist. Gleichzeitig dient dieses Teil (300) auch als Drehsicherung der Schienenelemente (130, 130 ́) für die Abfahrtsposition gemäss Fig. 1 und 2. Zur Entriegelung für das Steigen wird das Teil (300) um 90 Grad gedreht gemäss Fig. 10 und 11. Eine Drehung des Riegels (300) um weitere 90 Grad kann insofern von Vorteil sein für das Steigen in steilem Gelände, als die Bindung (200) bzw. der mit dieser verbundene Schuh eine erhöhte, sogenannte Steilhangposition erhält (Fig. 12).
[0012] Die Schienenelemente (130, 130 ́) sind vorteilhafterweise seitlich mit je einer aus Metall oder hartem Kunststoff versehenen Flanke (133) versehen, welche in der Abfahrtsposition als Kante dienen, was auf hartem Schnee von Vorteil ist. Diese Flanken (133) können zudem auf der einen Seite so ausgebildet sein, dass sie in der Aufstiegsposition gegenüber dem Schienenelement (130) vorstehen und als sogenanntes Harscheisen dienen, was nützlich sein kann beim Queren von Hängen mit Bruchharst oder Hartschnee.
[0013] Es ist klar, dass das Schaufelteil (101) und das Heckteil (400) eine glatte Unterseite aufweisen müssen. Um eine besonders hohe Gleitfähigkeit des Gerätes in der Abfahrt zu erreichen, kann es nützlich sein, die Schaufel (101) und das Heckteil (400) mit einem speziellen Gleitbelag, z.B. aus Polyäthylen, zu versehen.
[0014] Die Bindung (200) ist an sich bekannt. Sie weist einen Vorderbacken (210) und einen Fersenhalter (230) zur Aufnahme der Schuhe auf. Mittels Riemen oder Gurten, welche in die speziellen Ösen (215, 235) eingeführt werden, wird der Schuh über spezielle Schnellverschluss Schnallen auf bekannte Art mit der Bindung (200) verbunden. Der Fersenhalter (230) ist längsverschiebbar und in verschiedenen Positionen arretierbar mit der Platte (220) verbunden.
[0015] Um die Schienenelemente (130, 130 ́) in der Aufstiegsposition gegen Verdrehen zuverlässig zu sichern, kann beispielsweise ein spezieller Bolzen in die Bohrung (135) gemäss Fig. 10, 11geschoben werden.
[0016] Das erfindungsgemässe Funktionsprinzip hat den besonderen Vorteil, dass das Gerät in der Abfahrtsposition relativ schmal ist, was besonders bei Verwendung von welchen Schuhen von grossem Vorteil ist, zumal diese Gerät sehr häufig mit solchen Schuhen verwendet wird. Erst in der Aufstiegsposition wird durch das Auskippen der Schienenelemente (130) die erwünschte, breite Fläche erzeugt.
[0017] Versuche werden zeigen, ob eine besondere Ausführungsform darin bestehen könnte, nur das eine Schienenelement (130) beweglich, d.h. schwenkbar auszubilden.
[0018] Es wird daran gedacht, das erfindungsgemässe Funktionsprinzip in einer besonderen Ausführungsform auch für eine neue Art von Tourenski anzuwenden mit dem Ziel, das Montieren und Entfernen der heute gebräuchlichen Klebfelle überflüssig zu machen.
[0019] Anhand von Illustrationen wird das erfindungsgemässe Schnee Sportgerät dargestellt. Es zeigen: <tb>Fig. 1<sep>Die beschriebene Ausführungsform des kompletten Gerätes in Abfahrts-Stellung, ohne Gurten-Schnallen-System, von der Seite betrachtet <tb>Fig. 2<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1von oben betrachtet. <tb>Fig. 3<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, ohne Bindungsteil (200), in Abfahrtsstellung, von der Seite betrachtet. <tb>Fig. 4<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, ohne Bindung, in Abfahrtstellung, von oben betrachtet. <tb>Fig. 5<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, ohne Bindung, in Aufstiegsstellung, von der Seite betrachtet. <tb>Fig. 6<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, ohne Bindung, in Aufstiegstellung, von oben betrachtet. <tb>Fig. 7<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, ohne Bindung, in Aufstiegsstellung im Querschnitt betrachtet. <tb>Fig. 8<sep>Das Bindungsteil (200) der Ausführungsform gemäss Fig. 1, von der Seite betrachtet, ohne Gurten-Schnallen-System. <tb>Fig. 9<sep>Das Bindungsteil (200) der Ausführungsform gemäss Fig. 1, von oben Betrachtet, ohne Gurten-Schnallen-System. <tb>Fig. 10<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, in Steigstellung, von der Seite betrachtet dargestellt. <tb>Fig. 11<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, in Steigstellung, von oben betrachtet <tb>Fig. 12<sep>Die Ausführungsform gemäss Fig. 1, in extremer Steigstellung, von der Seite betrachtet dargestellt

Claims (6)

1. Schnee Sportgerät, welches sowohl für das Fahren und Gleiten als auch für das Gehen und Steigen geeignet ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Funktionen in ein und demselben Gerät integriert sind und keine Zusatzteile montiert bzw. demontiert werden müssen um das Gerät von der einen Funktion auf die andere umzustellen.
2. Schnee Sportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät aus einem Fahr- und Gehkörper (100, 300, 400) und einer mit diesem verbundenen Bindung (200) besteht, über welche der Schuh mit dem Gerät verbunden wird (Fig. 1, 2).
3. Schnee Sportgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahr- und Gehkörper (100) ein Schaufelteil (101), mindestens ein schwenkbares Schienenteil (130) und ein Heckteil (400) aufweist, und dass dieses Schienenteil (130) um eine parallel zur Längsmittellinie des Gerätes liegende Achse (140) um 180 Grad schwenkbar mit dem Schaufelteil (101) und dem Heckteil (400) verbunden ist (Fig. 3, 4).
4. Schnee Sportgerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schienenelement (130) auf der einen Hauptfläche (131) einen Haftbelag, und auf der gegenüberliegenden Hauptfläche (132) einen Gleitbelag aufweist, und dass das Schienenelement wahlweise so positioniert werden kann, dass für den Aufstieg die Haftfläche (131) und für die Abfahrt die Gleitfläche (132) auf die Unterseite zu liegen kommt (Fig. 4, 6).
5. Schnee Sportgerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindungsteil (200) um eine quer zur Längsmittellinie des Gerätes liegende Achse (120) über ein Lagerteil (110) mit dem Schaufelteil (101) schwenkbar verbunden ist (Fig. 10 bis 12)
6. Schnee Sportgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindungsteil (200) im hinteren Bereich mittels des Verriegelungselementes (300) für die Abfahrt fixiert und für den Aufstieg freigegeben werden kann (Fig. 1, 10).
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