CH707561A1 - Spinnstelle einer Luftdüsenspinnmaschine. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spinnstelle 1 einer Luftdüsenspinnmaschine zum Verspinnen eines Faserverbandes 2 zu einem Garn 3. Die Spinnstelle weist eine Druckluftzuführung 11 und eine Druckluftversorgung 12, ein Lieferwalzenpaar 4 und eine Spinndüse 5 auf. Die Spinndüse 5 hat ein Gehäuse 6 mit einer Drucklufteindüsung 13, ein Garnbildungselement 7 und einen Düseninnenraum 20. Der Faserverband 2 wird mit dem Lieferwalzenpaar 4 der Spinndüse 5 zugeführt, und anschliessend wird durch das Garnbildungselement 7 mit einer über die Drucklufteindüsung 13 erzeugten Wirbelströmung 14 aus dem Faserverband 2 ein Garn 3 gebildet. Es ist eine Zuführung 17 eines Additivs in die Druckluftzuleitung 11 zur Druckluftversorgung 12 mit einer Dosierung vorgesehen, wobei die Dosierung des Additivs eine Dosierpumpe 18 aufweist.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spinnstelle einer Luftdüsenspinnmaschine zum Verspinnen eines Faserverbandes zu einem Garn. Die Spinnstelle weist eine Druckluftzuführung, ein Lieferwalzenpaar und eine Spinndüse auf, wobei die Spinndüse ein Gehäuse mit einer Drucklufteindüsung, ein Garnbildungselement und einen Düseninnenraum aufweist. Der Faserverband wird mit dem Lieferwalzenpaar der Spinndüse zugeführt. Anschliessend wird durch das Garnbildungselement mit einer über die Drucklufteindüsung erzeugten Wirbelströmung aus dem Faserverband ein Garn gebildet.
[0002] Luftdüsenspinnmaschinen mit entsprechend ausgestatteten Spinnstellen sind im Stand der Technik bekannt und dienen der Herstellung eines Garns aus einem länglichen Faserverband. Die äusseren Fasern des Faserverbands werden hierbei mit einer über eine Drucklufteindüsung innerhalb der Spinndüse erzeugten Wirbelluftströmung im Bereich einer Einlassmündung des Garnbildungselementes um die innenliegenden Kernfasern gewunden und bilden schliesslich die für die gewünschte Festigkeit des Garns ausschlaggebenden Umwindefasern. Hierdurch entsteht ein Garn mit einer Drehung, welches schliesslich über einen Garnführungskanal aus der Spinndüse abgeführt und z.B. auf eine Spule aufgewickelt werden kann.
[0003] Gattungsgemässe Spinnstellen sind im Stand der Technik bekannt, wobei im Sinne der Erfindung unter dem Begriff Garn generell ein Faserverband zu verstehen ist, bei dem zumindest ein Teil der Fasern um einen innenliegenden Kern gewunden sind. Umfasst ist somit z.B. ein Garn im herkömmlichen Sinne, das beispielsweise mit Hilfe einer Webmaschine zu einem Stoff verarbeitet werden kann. Ebenso betrifft die Erfindung Spinnstellen von Luftdüsenspinnmaschinen, mit deren Hilfe sogenanntes Vorgarn (andere Bezeichnung: Lunte) hergestellt werden kann. Dieses Vorgarn zeichnet sich dadurch aus, dass es trotz einer gewissen Festigkeit, die ausreicht, um das Vorgarn zu einer nachfolgenden Textilmaschine zu transportieren, noch immer verzugsfähig ist. Das Vorgarn kann also mit Hilfe einer Verzugseinrichtung, z.B. dem Streckwerk, einer das Vorgarn verarbeitenden Textilmaschine, beispielsweise einer Ringspinnmaschine, verzogen werden, bevor es endgültig versponnen wird. Unter dem Begriff Garn ist im Sinne der vorliegenden Erfindung ein mit einer Luftdüsenspinnmaschine hergestelltes Garn oder Vorgarn zu verstehen.
[0004] Bei der Herstellung von Chemiefasern, beispielsweise Polyester, oder Gemischen aus Natur- und Chemiefasern entstehen Ablagerungen auf der Oberfläche des Garnbildungselements. Die Herstellung von Chemiefasern umfasst eine sogenannte Präparation der Endlosfasern während des Herstellungsprozesses, dabei wird auf die Endlosfasern ein Präparationsmittel, meist öle mit verschiedenartigen Zusätzen, aufgebracht welches eine Behandlung wie beispielsweise Strecken der Endlosfasern bei hohen Geschwindigkeiten ermöglicht. Diese Präparationsmittel bleiben teilweise an den Chemiefasern auch in der weiteren Behandlung haften und führen in der Luftdüsenspinnmaschine zu Verunreinigungen. Die der Luftdüsenspinnmaschine in Form eines Faserverbandes zugeführten Fasern werden in der Regel durch ein Lieferwalzenpaar der Spinndüse zugeführt. Das Lieferwalzenpaar kann einem Ausgangswalzenpaar eines Streckwerks entsprechen. Zur Anwendung kommende Streckwerke dienen einer Verfeinerung des vorgelegten Faserverbandes vor dem Eintritt in die Spinndüse.
[0005] Im Eintrittsbereich der Spinndüse ist ein Faserführungselement angeordnet, über welches der Faserverband in die Spinndüse zum Garnbildungselement geführt wird. Als Garnbildungselemente werden mehrheitlich Spindeln mit einem innenliegenden Garnführungskanal verwendet. An der Spitze des Garnbildungselementes wird durch die Gehäusewandung der Spinndüse Druckluft derart durch die Druckluftdüsen in den Spinndüseninnenraum eingebracht, dass sich eine rotierende Wirbelluftströmung ergibt. Dies führt dazu, dass aus dem das Faserführungselement verlassenden Faserverband einzelne aussenliegende Fasern abgetrennt und über die Spitze des Garnbildungselementes umgeschlagen werden. Im weiteren Verlauf rotieren diese herausgelösten Fasern auf der Oberfläche des Garnbildungselementes, in der Folge werden durch die Vorwärtsbewegung der innenliegenden Kernfasern des Faserverbandes die rotierenden Fasern um die Kernfasern gewunden und dadurch das Garn gebildet. Durch die Bewegung der einzelnen Fasern über die Oberfläche des Garnbildungselementes bilden sich auf dem Garnbildungselement Ablagerungen aufgrund der Anhaftungen an den Fasern aus dem Herstellungsprozess. Ablagerungen auf dem Garnbildungselement können auch durch beschädigte Fasern hervorgerufen werden. Ablagerungen können aus denselben Gründen auch auf der Oberfläche des Spinndüseninnenraumes entstehen. Diese Anhaftungen führen zu einer Verschlechterung der Oberflächenbeschaffenheit des Garnbildungselementes und des Spinndüseninnenraumes und verursachen eine Verringerung der hergestellten Garnqualität. Eine regelmässige Reinigung der betroffenen Oberflächen ist notwendig um eine gleichbleibende Qualität der gesponnen Garne aufrechterhalten zu können.
[0006] Die Reinigung der Oberflächen des Garnbildungselementes und des Spinndüseninnenraumes kann manuell durch einen periodischen Ausbau des Garnbildungselementes erfolgen, was jedoch zu einem nicht unerheblichen Wartungsaufwand, verbunden mit einem entsprechenden Betriebsausfall, führt.
[0007] Die EP 2 450 478 offenbart hingegen eine Vorrichtung, welche es erlaubt eine automatische Reinigung ohne Stillsetzen der Maschine auszuführen. Zu diesem Zweck wird der für die Bildung der Wirbelluftströmung innerhalb der Spinndüse verwendeten Druckluft ein Additiv beigemischt. Das Additiv wird durch die Druckluft in die Spinndüse geführt und bewirkt eine Reinigung der betroffenen Oberflächen. Nachteilig am offenbarten Reinigungssystem ist, dass für die Zuführung des Additivs eine zusätzliche Druckluftversorgung sämtlicher Spinnstellen der Luftdüsenspinnmaschine notwendig ist und bedingt dadurch eine aufwändige Regelung der Dosierung des Additivs vorzusehen ist, um eine Überdosierung des Additivs bei Stillstand einzelner Spinnstellen zu vermeiden.
[0008] Eine weitere Ausführung einer Reinigung des Garnbildungselementes offenbart die JP-2008-095-208. Ein Additiv wird ebenfalls der für die Verwirbelung in der Spinndüse verwendeten Druckluft zugeführt und mit dieser Druckluft in die Spinndüse und damit an das Garnbildungselement geführt. Die Dosierung und Zugabe des Additivs ist in der offenbarten Ausführung für jede Spinnstelle separat vorgesehen.
[0009] Nachteilig im Stand der Technik ist, dass eine direkte Dosierung des Additivs erfolgt. Dadurch ist eine exakte Dosierung mur mittels einer aufwändigen Regelung möglich. Zusätzlich ist eine unter Druck stehende Additivbevorratung notwendig, was bei Verwendung verschiedener Additive zu hohen Sicherheits- und Arbeitstechnischen Aufwendungen führt.
[0010] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spinnstelle mit einer Vorrichtung zu schaffen, welche eine Reinigung des Garnbildungselementes und des Spinndüseninnenraums mit Hilfe eines Additivs ermöglicht, wobei eine einfache Dosierung des Additivs erfolgen soll, welche auch eine drucklose Bevorratung des Additivs ermöglicht.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche.
Zur Lösung der Aufgabe wird eine neuartige Spinnstelle vorgeschlagen. Die Spinnstelle weist eine Druckluftzuführung, ein Lieferwalzenpaar und eine Spinndüse auf, wobei die Spinndüse ein Gehäuse mit einer Drucklufteindüsung, ein Garnbildungselement und einen Düseninnenraum aufweist. Der Faserverband wird mit dem Lieferwalzenpaar der Spinndüse zugeführt. Anschliessend wird durch das Garnbildungselement mit einer über die Drucklufteindüsung erzeugten Wirbelströmung aus dem Faserverband ein Garn gebildet. Es ist eine Zuführung eines Additivs in die Druckluftversorgung mit einer Dosierung vorgesehen, wobei die Dosierung des Additivs eine Dosierpumpe aufweist.
[0012] Luftdüsenspinnmaschinen weisen zumeist mehrere Spinnstellen auf. An jeder Spinnstelle wird dabei unabhängig von den anderen Spinnstellen aus einem vorgelegten Faserverband ein Garn hergestellt. Die Unabhängigkeit der einzelnen Spinnstellen voneinander kann dabei so weit gehen, dass auf benachbarten Spinnstellen unterschiedliche Garne oder Garne aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden können.
[0013] Der vorgelegte Faserverband besteht dabei aus einer Ansammlung von einzelnen Fasern, welche in Längsrichtung des Faserverbandes ausgerichtet sind. Die Fasern eines Faserverbandes können dabei aus verschiedenen Materialien bestehen. Häufige Anwendung finden dabei Chemiefasern aus verschiedenartigen Kunststoffen und Baumwollfasern sowie Mischungen davon. Bei Verwendung von Chemiefasern oder Mischungen mit Chemiefasern, beispielsweise Polyesterfasern, bauen sich innerhalb der Spinndüse Verunreinigungen auf, welche ihren Ursprung in der Herstellung der Chemiefasern haben. Diese durch die Fasern mitgeführten Anhaftungen können aufgrund des Herstellungsprozesses nicht vermieden werden. Ebenfalls nicht vermieden werden kann die Bildung von Ablagerung durch beschädigte Faser.
[0014] Die Spinnstelle einer Luftdüsenspinnmaschine zum Verspinnen eines Faserverbandes zu einem Garn weist zumindest ein Lieferwalzenpaar und eine Spinndüse auf. Das Lieferwalzenpaar kann bei Vorhandensein eines Streckwerkes dem Ausgangswalzenpaar dieses Streckwerkes entsprechen. Es ist jedoch auch möglich ein zusätzliches Lieferwalzenpaar zur Zuführung des Faserverbandes zur Spinndüse anzuordnen. Die Spinndüse weist ein Garnbildungselement auf, dieses ist in einem Gehäuse angeordnet. Über im Gehäuse vorgesehene Drucklufteindüsungen wird Druckluft in den Spinndüseninnenraum eingebracht. Die Drucklufteindüsungen sind derart angeordnet, dass im Gehäuse eine rotierende Wirbelluftströmung entsteht, welche mit Hilfe des Garnbildungselementes zur Umbildung des Faserverbandes in ein Garn oder Vorgarn führt.
[0015] Die für den Betrieb der Spinndüsen notwendige Druckluft wird durch eine Druckluftquelle erzeugt und über Druckluftzuleitungen zur Druckluftversorgung einer jeden Spinnstelle geführt. Die Druckluftversorgung einer Spinnstelle führt die Druckluft zu den Drucklufteindüsungen welche im Gehäuse der Spinndüse angeordnet sind. Die Zuführung des Additivs erfolgt in die Druckluftversorgung einer Spinndüse und weist eine Dosierung mit einer Dosierpumpe auf. Das Additiv wird über eine Additiveindüsung in eine Druckluftzuleitung eingebracht, welche zur Druckluftversorgung führt. Die Zuführung des Additivs in die Druckluftversorgung erfolgt vor einer Aufteilung des Druckluftstromes auf die verschiedenen Drucklufteindüsungen der Spinndüse.
[0016] Die Dosierpumpe ist ausgeführt als Zahnradpumpe, Schlauchquetschpumpe oder Membranpumpe. Durch die Dosierpumpe wird der für die Additiveindüsung notwendige Druck erzeugt. Über eine Additivzuführung wird das Additiv von der Pumpe zur Additiveindüsung geführt, durch welche das Additiv in die Druckluftzuleitung gelangt.
[0017] Die Gestaltung der Austrittsöffnung der Additiveindüsung in die Druckluftzuleitung kann vielfältig gestaltet sein. Beispielsweise kann sie schräg zum Verlauf der Druckluftzuleitung sein. Ebenfalls ist eine Düsenform oder eine sich weitende Austrittsöffnung denkbar. Auch kann die Austrittsöffnung zusätzlich mit einem Sprühkopf versehen werden. Ein Sprühkopf dient der besseren Verteilung des Additivs durch eine Auflösung des Additivs in feine Bestandteile.
[0018] Die Spinnleistung heutiger Luftdüsenspinnmaschinen liegt zwischen 200 m und 600 m Garn pro Minute. Entsprechend der momentanen Spinnleistung einer Spinnstelle ist die dosierte Menge des zuzufügenden Additivs anzupassen. Durch eine geregelte Dosierung kann die Menge des Additivs der jeweiligen Spinnleistung einer Spinnstelle angepasst werden. Ebenfalls ist die Dosierung abhängig von den Eigenschaften des zu dosierenden Additivs und des zu verspinnenden Materials.
[0019] Die Art des Additivs umfasst sowohl Flüssigkeiten oder Feststoffpartikel oder gasförmige Medien wie auch alle Mischungen davon. Beispielsweise ist als Additiv eine Reinigungsflüssigkeit oder Wasser oder Wasser mit der Beimischung einer Reinigungsflüssigkeit vorteilhaft bei starken Verunreinigungen des Garnbildungselementes. Es ist jedoch auch die Beigabe von Feststoffpartikeln zu Reinigungszwecken denkbar.
[0020] Für die Zugabe von flüssigen Additiven, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Dosierpumpe einen Dosierbereich von 0.1 ml bis 7.0 ml pro Minute aufweist. Besonders bevorzugt ist ein Dosierbereich von 0.5 ml bis 1.5 ml pro Minute. Für die Zugabe von Feststoffpartikeln als Additive, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Dosierpumpe einen Dosierbereich von 0.1 g bis 7.0 g pro Minute aufweist. Besonders bevorzugt ist ein Dosierbereich von 0.5 g bis 1.5 g pro Minute.
[0021] Zur Reinigung des Garnbildungselementes und des Spinndüseninnenraumes, kann es bei geringer Verschmutzung genügen, dass eine intermittierende Dosierung, beispielsweise durch Ein- und Ausschalten der Dosierpumpe, vorgesehen ist. Aufgrund des zu verarbeitenden Materials des Faserverbandes kann die Dauer einer Additiv-Zuführung sowie das notwendige Intervall zwischen den Dosierungen bestimmt werden durch die eine zufriedenstellende Reinigung des Garnbildungselementes und des Spinndüseninnenraumes erreicht wird, ohne die Eigenschaften des hergestellten Garns nachhaltig zu beeinflussen. Es kann jedoch auch eine dauernde Zuführung des Additivs vorgesehen werden.
[0022] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung besteht die Möglichkeit, dass die Additivzuführung eine Umschaltung zwischen verschiedenen Additiven aufweist. Dies hat den Vorteil, dass bei einer Zuführung von einem Additiv zum Zwecke der Reinigung eine kurzzeitige zusätzliche Zugabe eines Stoffes zur Beseitigung von durch das Additiv gebildeten Rückständen, beispielsweise in den Druckluft führenden Teilen, möglich ist ohne die Zugabe des Additivs zu diesem Zweck umbauen zu müssen. Auch können verschiedene Additive aufgrund eines Materialwechsels vorgehalten werden.
[0023] Die gestellte Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein Verfahren zur Zuführung eines Additivs in die Druckluftversorgung einer Spinndüse an einer Spinnstelle einer Luftdüsenspinnmaschine mit einem Lieferwalzenpaar und einer Spinndüse dadurch, dass ein Additiv in die Druckluftzuleitung zu einer Druckluftversorgung eingedüst wird, wobei das Additiv mit einer Dosierpumpe vor der Additiveindüsung dosiert wird.
[0024] In einer ersten Ausführung des Verfahrens wird die Dosiervorrichtung derart gesteuert, dass durch das zugeführte Additiv eine Reinigung des Garnbildungselementes und des Spinndüseninnenraumes erfolgt. In einer weitergehenden Ausführung kann die Dosiervorrichtung derart gesteuert werden, dass die Zuführung des Additivs abgestimmt auf die momentane Spinnleistung der Spinnstelle vorgenommen wird.
[0025] Dadurch, dass die Zugabe eines Additivs an einer Spinnstelle unabhängig von anderen Spinnstellen ist, kann eine Luftdüsenspinnmaschine mit einer einzigen oder auch mehreren Spinnstellen mit entsprechenden Mittel zur Zuführung eines Additivs ausgerüstet sein.
[0026] In einer bevorzugten Ausführung einer Luftdüsenspinnmaschine ist eine Umschaltung zwischen der Zuführung von unterschiedlichen Additiven oder unterschiedlichen Mitteln zur Zuführung des Additivs an den Faserverband an einer einzigen Spinnstelle oder unterschiedlichen Spinnstellen vorgesehen. In dieser Ausführung ist es möglich beispielsweise unterschiedliche Additive an verschiedenen Stellen dem Faserverband zuzuführen. Dies kann vorteilhaft sein, wenn die Additive nacheinander oder abwechslungsweise zugeführt werden müssen, aber eine sehr rasche Abfolge der Umschaltungen erreicht werden soll.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einer beispielhaften Ausführungsform erklärt und durch Fig. 1 näher erläutert.
[0028] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Spinnstelle 1 einer Luftdüsenspinnmaschine. Die dargestellte Spinnstelle 1 weist eine Spinndüse 5 und ein Lieferwalzenpaar 4 auf. Die Spinndüse 5 weist ein Gehäuse 6 und ein zumindest teilweise im Gehäuse 6 befindliches Garnbildungselement 7 mit einem Garnführungskanal 8. Das Gehäuse 6 wird gegenüber dem Lieferwalzenpaar 2 durchdrungen von einem Faserführungselement 9.
[0029] Von einer Druckluftquelle 10 wird die Spinnstelle 1 über eine Druckluftzuleitung 11 mit Druckluft versorgt. Von der Druckluftzuleitung 11 gelangt die Druckluft über die Druckluftversorgung 12 zu den Drucklufteindüsungen 13. Die Drucklufteindüsungen 13 sind derart angeordnet, dass die durch sie in den Spinndüseninnraum 20 gelangende Druckluft eine rotierende Wirbelströmung 14 an der Spitze des Garnbildungselements 7 erzeugt wird.
[0030] Der Faserverband 2 wird durch das Lieferwalzenpaar 4 der Spinndüse 5 zugeführt. Der Faserverband 2 wird durch das Faserführungselement 9 in den Spinndüseninnenraum 20 geführt. Nach Eintritt des Faserverbandes 2 in den Spinndüseninnenraum 20 werden durch die Wirbelströmung 14 einzelne aussenliegende Fasern 15 aus dem Faserverband 2 herausgelöst Da die einzelnen Fasern 15 mit ihrem einen Ende vom Garnbildungselement 7 erfasst werden, wird das andere Ende der einzelnen Fasern 15 um die Spitze des Garnbildungselements 7 umgeschlagen und in der Folge um die nicht beeinflussten innenliegenden Fasern des Faserverbandes 2 herumgewunden. Das so entstandene Garn 3 wird durch einen im Inneren des Garnbildungselements 7 angeordneten Garnführungskanal 8 aus der Spinndüse 5 ausgetragen.
[0031] Das Lieferwalzenpaar 4 kann mit dem Auslaufwalzenpaar eines vorgelagerten Streckwerkes (nicht dargestellt) identisch sein. Ebenfalls kann am Austritt der Spinndüse 5 ein Austragswalzenpaar (nicht dargestellt) angeordnet sein.
[0032] In der Druckluftzuleitung 11 ist eine Additiveindüsung 19 vorgesehen. Dabei wird das Additiv von einer Additivversorgung 16 mit einer Dosierpumpe 18 über eine Additivzuführung 17 zur Additiveindüsung 19 transportiert. Durch die an der Additiveindüsung 19 vorbeiströmende Druckluft wird das Additiv in Richtung der Druckluftversorgung 12 mitgeschleppt und durch diese in die Drucklufteindüsungen 13 verteilt. Das durch die Drucklufteindüsungen 13 in den Spinndüseninnenraum 20 eingebrachte Additiv wird durch die im Spinndüseninnenraum 20 herrschende Wirbelströmung 14 an den Verunreinigten Oberflächen des Garnbildungselementes 7 und des Spinndüseninnenraumes 20 entlang geführt.
[0033] Durch die Additivzuführung 17 wird das Additiv zur Additiveindüsung 19 geführt. Die Additiveindüsung 19 ist in ihrer Form, Ausdehnung und Anordnung an die zu dosierende Menge als auch an die verwendete Art des Additivs angepasst. Durch die Dosierpumpe 18 wird die Menge des Additivs wie auch die Zeitdauer einer Additivzugabe geregelt.
Legende
[0034]
<tb>1<SEP>Spinnstelle
<tb>2<SEP>Faserverband
<tb>3<SEP>Garn
<tb>4<SEP>Lieferwalzenpaar
<tb>5<SEP>Spinndüse
<tb>6<SEP>Gehäuse
<tb>7<SEP>Garnbildungselement
<tb>8<SEP>Garnführungskanal
<tb>9<SEP>Faserführungselement
<tb>10<SEP>Druckluftquelle
<tb>11<SEP>Druckluftzuleitung
<tb>12<SEP>Druckluftversorgung
<tb>13<SEP>Drucklufteindüsung
<tb>14<SEP>Wirbelströmung
<tb>15<SEP>Einzelne Faser
<tb>16<SEP>Additivversorgung
<tb>17<SEP>Additivzuführung
<tb>18<SEP>Dosierpumpe
<tb>19<SEP>Additiveindüsung
<tb>20<SEP>Spinndüseninnenraum
Claims (12)
1. Spinnstelle (1) einer Luftdüsenspinnmaschine zum Verspinnen eines Faserverbandes (2) zu einem Garn (3), mit einer Druckluftzuführung (11) und einer Druckluftversorgung (12), einem Lieferwalzenpaar (4) und einer Spinndüse (5), welche ein Gehäuse (6) mit einer Drucklufteindüsung (13), ein Garnbildungselement (7) und einen Düseninnenraum (20) aufweist, wobei der Faserverband (2) mit dem Lieferwalzenpaar (4) der Spinndüse (5) zugeführt wird und anschliessend durch das Garnbildungselement (7) mit einer über die Drucklufteindüsung (13) erzeugten Wirbelströmung (14) aus dem Faserverband (2) ein Garn (3) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuführung eines Additivs in die Druckluftzuleitung (11) zur Druckluftversorgung (12) mit einer Dosierung vorgesehen ist, wobei die Dosierung des Additivs eine Dosierpumpe (18) aufweist.
2. Spinnstelle (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierpumpe (18) eine Zahnradpumpe ist.
3. Spinnstelle (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierpumpe (18) eine Schlauchquetschpumpe ist.
4. Spinnstelle (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierpumpe (18) eine Membranpumpe ist.
5. Spinnstelle (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierpumpe (18) einen Dosierbereich von 0.1 bis 7.0 ml/min aufweist.
6. Spinnstelle (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierpumpe (18) einen Dosierbereich von 0.1 bis 7.0 g/min aufweist.
7. Spinnstelle (1) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine intermittierende Dosierung vorgesehen ist.
8. Spinnstelle (1) nach mindestens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Additivzuführung (17) eine Umschaltung zwischen verschiedenen Additiven aufweist.
9. Verfahren zur Zuführung eines Additivs in die Druckluftversorgung (12) einer Spinndüse (5) an einer Spinnstelle (1) einer Luftdüsenspinnmaschine mit einem Lieferwalzenpaar (4) und einer Spinndüse (5), welche ein Gehäuse (6) mit einer Drucklufteindüsung (13), ein Garnbildungselement (7) und einen Düseninnenraum (20) aufweist, wobei der Faserverband (2) mit dem Lieferwalzenpaar (4) der Spinndüse (5) zugeführt wird, wo durch das Garnbildungselement (7) mit der Hilfe von einer über die Drucklufteindüsung (13) erzeugten Wirbelströmung (14) aus dem Faserverband (2) ein Garn (3) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Additiv in die Druckluftzuleitung (11) zu einer Druckluftversorgung (12) eingedüst wird, wobei das Additiv mit einer Dosierpumpe (18) vor der Additiveindüsung (19) dosiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Dosierpumpe (18) derart gesteuert wird, dass durch das eingedüste Additiv eine Reinigung des Garnbildungselements (7) und des Spinndüseninnenraumes (20) erfolgt.
11. Luftdüsenspinnmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Spinnstelle (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 vorgesehen ist.
12. Luftdüsenspinnmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umschaltung zwischen der Eindüsung von unterschiedlichen Additiven oder unterschiedlichen Additiveindüsungen in die Druckluftversorgung (11) an einer einzigen oder unterschiedlichen Spinnstellen (1) vorgesehen ist.
Priority Applications (4)
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| CH00445/13A CH707561A1 (de) | 2013-02-13 | 2013-02-13 | Spinnstelle einer Luftdüsenspinnmaschine. |
| EP14154817.2A EP2767625B1 (de) | 2013-02-13 | 2014-02-12 | Spinnstelle einer spinnmaschine |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH707561A1 true CH707561A1 (de) | 2014-08-15 |
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ID=51301027
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5330338A (en) * | 1992-02-17 | 1994-07-19 | Toyo Boseki Kabushiki Kaisha | Apparatus for spinning of polyurethane elastic filaments |
| FR2724947A1 (fr) * | 1994-09-28 | 1996-03-29 | Vanhelle Michel Eugene Albert | Organe de fausse torsion |
| DE10220508A1 (de) * | 2001-05-15 | 2002-11-21 | Zimmer Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung eines Fadens |
| EP2302114A2 (de) * | 2009-09-18 | 2011-03-30 | Murata Machinery, Ltd. | Spinnmaschine |
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2013
- 2013-02-13 CH CH00445/13A patent/CH707561A1/de not_active Application Discontinuation
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Legal Events
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| AZW | Rejection (application) |