CH708476A2 - Drehmomentanpassungsvorrichtung, Uhrwerk und mechanische Uhr. - Google Patents
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Abstract
Eine Drehmomentanpassungsvorrichtung zum Unterbinden einer Änderung des Betriebsdrehmoments einer Hemmung (50) umfasst: eine Drehmomentanpassungszugfeder (65), die in ein Räderwerk von einem Uhrwerkfederhaus (10) zu einer Hemmung (50) einer mechanischen Uhr integriert ist; ein hemmungsseitiges Drehmomentanpassungsrad (66), mit dem ein erster Endabschnitt (65a) der Drehmomentanpassungszugfeder (65) verbunden ist und das mit einem Räderwerk auf der Hemmungsseite der Drehmomentanpassungszugfeder (65) verbunden ist; ein uhrwerkfederhausseitiges Drehmomentanpassungsrad (64), mit dem ein zweiter Endabschnitt der Drehmomentanpassungszugfeder (65) verbunden ist und das mit einem Räderwerk auf der Uhrwerkfederhausseite der Drehmomentanpassungszugfeder (65)verbunden ist; und einen Taktsteuerungsmechanismus (70), der einen Sperrabschnitt (71), der gestaltet ist, um das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad (64) zu sperren, so dass nach Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (64) um einen vorbestimmten Winkel kein Drehmoment vom uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad (64) an die Hemmungsseite übertragen werden kann, und einen Entsperrabschnitt (72), der mit einem vorgegebenen Takt auf den Sperrabschnitt (71) einwirkt und die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (64) aufhebt, aufweist und der das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad (64) eine intermittierende Relativdrehung gegenüber dem hemmungsseitigen Drehmomentanpassungsrad (66) ausführen lässt.
Description
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Drehmomentanpassungsvorrichtung, ein Uhrwerk und eine mechanische Uhr.
2. Beschreibung des Stands der Technik
[0002] Wenn bei einer mechanischen Uhr das von einer Federhaustrommel an eine Hemmung übertragene Betriebsdrehmoment in Reaktion auf das Abwickeln einer Hauptzugfeder der Federhaustrommel schwankt, ändert sich der Schwingungswinkel einer Unruh mit Spiralfeder, was eine Änderung des Gangs der Uhr zur Folge hat. Deswegen wurde zum Unterbinden der Schwankung des Betriebsdrehmoments der Hemmung ein Konstantdrehmomentmechanismus (Drehmomentanpassungsvorrichtung) vorgeschlagen, bei dem eine Nebenzugfeder (Drehmomentanpassungszugfeder) zwischen der Federhaustrommel und der Hemmung angeordnet ist. Die Konstantdrehmomentmechanismen können grob in einen Typ, der ein Schwungrad verwendet (siehe beispielsweise das Britische Patent Nr. 573 942 (Patentliteratur 1)), und einen Typ, bei dem die Taktsteuerung mit einem Nocken oder dergleichen bewerkstelligt wird (siehe beispielsweise JP-T-2012-503 187 (Patentliteratur 2)), unterteilt werden.
[0003] Doch bei der in Patentliteratur 1 beschriebenen Bauform ist die Hauptzugfeder über das Räderwerk mit der Hemmung und dem Regler verbunden, wenn das Anhalten der Hemmung aufgehoben wird, so dass das Drehmoment der Hauptzugfeder vom hemmungsseitigen Räderwerk an die Unruh mit Spiralfeder übertragen werden kann. Bei der Bauform von Patentliteratur 2 wirkt der Seitendruck eines mit der Hauptzugfeder verbundenen Sperrrads konstant auf den zur Durchführung der Taktsteuerung dienenden Nocken, so dass das Drehmoment der Hauptzugfeder vom hemmungsseitigen Räderwerk an die Unruh mit Spiralfeder übertragen werden kann. Die Übertragung des Drehmoments der Hauptzugfeder führt zu einer Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung.
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0004] In Anbetracht den oben genannten Probleme ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Drehmomentanpassungsvorrichtung, ein Uhrwerk und eine mechanische Uhr bereitzustellen, die eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung unterbinden können.
[0005] Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine Drehmomentanpassungsvorrichtung bereitgestellt, die Folgendes umfasst: eine Drehmomentanpassungszugfeder, die in ein Räderwerk von einem Uhrwerkfederhaus zu einer Hemmung einer mechanischen Uhr integriert ist; ein hemmungsseitiges Drehmomentanpassungsrad, mit dem ein erster Endabschnitt der Drehmomentanpassungszugfeder verbunden ist und das mit einem Räderwerk auf der Hemmungsseite der Drehmomentanpassungszugfeder verbunden ist; ein uhrwerkfederhausseitiges Drehmomentanpassungsrad, mit dem ein zweiter Endabschnitt der Drehmomentanpassungszugfeder verbunden ist und das mit einem Räderwerk auf der Uhrwerkfederhausseite der Drehmomentanpassungszugfeder verbunden ist; und einen Taktsteuerungsmechanismus, der einen Sperrabschnitt, der gestaltet ist, um das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad zu sperren, so dass nach Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads um einen vorbestimmten Winkel kein Drehmoment vom uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad an die Hemmungsseite übertragen werden kann, und einen Entsperrabschnitt, der mit einem vorgegebenen Takt auf den Sperrabschnitt einwirkt und die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads aufhebt, aufweist und der das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad eine intermittierende Relativdrehung gegenüber dem hemmungsseitigen Drehmomentanpassungsrad ausführen lässt.
[0006] Gemäss der vorliegenden Erfindung sperrt der Sperrabschnitt bei dem Taktsteuerungsmechanismus das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad, so dass kein Drehmoment vom uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad an die Hemmungsseite übertragen werden kann, so dass, zumindest während das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad gesperrt ist, verhindert werden kann, dass das Drehmoment des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads an die Hemmungsseite übertragen wird. Infolgedessen ist es möglich, eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung zu unterbinden.
[0007] Bei der obigen Drehmomentanpassungsvorrichtung ist es erwünscht, dass der Entsperrabschnitt die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads aufhebt, so dass kein Drehmoment vom uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad an die Hemmungsseite übertragen werden kann.
[0008] Gemäss der vorliegenden Erfindung hebt der Entsperrabschnitt die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads auf, so dass kein Drehmoment vom uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad an die Hemmungsseite übertragen werden kann, so dass, auch während das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad entsperrt ist, verhindert werden kann, dass das Drehmoment des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads an die Hemmungsseite übertragen wird. Auf diese Weise kann sowohl zum Zeitpunkt des Sperrens als auch zum Zeitpunkt des Entsperrens verhindert werden, dass das Drehmoment des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads an die Hemmungsseite übertragen wird, so dass eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung sehr wirksam unterbunden werden kann.
[0009] Bei der obigen Drehmomentanpassungsvorrichtung ist es erwünscht, dass der Sperrabschnitt ein Stopprad, das gestaltet ist, um sich gemeinsam mit dem uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad zu drehen, und ein Sperrelement aufweist, das gestaltet ist, um das Stopprad zu sperren, wobei der Entsperrabschnitt einen Lösemechanismus aufweist, der die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads aufhebt, indem er die Sperre des Stopprads durch das Sperrelement mit dem vorgegebenen Takt löst.
[0010] Gemäss der vorliegenden Erfindung löst der Lösemechanismus in dem Zustand, in dem das Stopprad derart konfiguriert ist, sich gemeinsam mit dem uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad zu drehen, die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads durch das Sperrelement mit einem vorgegebenen Takt, so dass es möglich ist, die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads zuverlässiger aufzuheben.
[0011] Bei der Drehmomentanpassungsvorrichtung ist es erwünscht, dass der Sperrabschnitt einen Hebel, der gestaltet ist, um das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad zu sperren, einen Drehmomentanpassungshemmungsnocken, der gestaltet ist, um sich zu drehen, und einen Nockenfolger aufweist, der mit dem Hebel verbunden und gestaltet ist, um sich gemeinsam mit der Drehung des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung zu drehen, wobei der Entsperrabschnitt einen Lösemechanismus aufweist, der derart wirkt, dass er den Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung mit dem vorgegebenen Takt dreht, um zu bewirken, dass sich der Nockenfolger gemeinsam mit ihm dreht, um dadurch die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads durch den Hebel aufzuheben.
[0012] Gemäss der vorliegenden Erfindung wirkt der Lösemechanismus in dem Zustand, in dem das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad vom Hebel gesperrt wird, derart, dass er den Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung mit einem vorgegebenen Takt dreht, um zu bewirken, dass sich der Nockenfolger gemeinsam mit ihm bewegt, um dadurch die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads durch den Hebel aufzuheben, so dass es möglich ist, das Entsperren des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads zuverlässiger zu bewerkstelligen.
[0013] Bei der obigen Drehmomentanpassungsvorrichtung ist es erwünscht, dass der Entsperrabschnitt einen Entsperrnocken, mit dem der Lösemechanismus verbunden ist, und eine Nockenraste aufweist, die gestaltet ist, um dem Entsperrnocken eine Drehkraft zu erteilen, wenn der Lösemechanismus auf den Sperrabschnitt einwirkt.
[0014] Gemäss der vorliegenden Erfindung hat der Entsperrabschnitt einen Entsperrnocken, mit dem der Lösemechanismus verbunden ist, und eine Nockenraste, die gestaltet ist, um dem Entsperrnocken eine Drehkraft zu erteilen, wenn der Lösemechanismus auf den Sperrabschnitt einwirkt, so dass es möglich ist, das Entsperren durch den Lösemechanismus unverzüglich zu bewirken. Daher kann die Verbindung zwischen der Hauptzugfederseite und der Seite der Unruh mit Spiralfeder unverzüglich gelöst werden. Infolgedessen ist es möglich, eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung zuverlässiger zu unterbinden.
[0015] Bei der obigen Drehmomentanpassungsvorrichtung ist es erwünscht, dass der Entsperrabschnitt ein Nockendrehrad aufweist, das gestaltet ist, um den Entsperrnocken gemeinsam mit dem hemmungsseitigen Drehmomentanpassungsrad zu drehen, wobei das Nockendrehrad einen Freidrehmechanismus aufweist, der gestaltet ist, um zu bewirken, dass der Entsperrnocken eine freie Drehung ausführt, wenn dem Entsperrnocken von der Nockenraste die Drehkraft erteilt wird.
[0016] Gemäss der vorliegenden Erfindung ist der Entsperrabschnitt mit dem Nockendrehrad versehen, das bewirkt, dass sich der Entsperrnocken gemeinsam mit dem hemmungsseitigen Drehmomentanpassungsrad dreht, und das Nockendrehrad ist mit dem Freidrehmechanismus versehen, der bewirkt, dass der Mechanismus zum Lösen der Sperre eine freie Drehung ausführt, wenn von der Nockenraste eine Drehkraft an den Entsperrnocken erteilt wird, so dass es möglich ist, auch zu dem Zeitpunkt, in dem die Sperre aufgehoben wird, zwischen der Seite der Hauptzugfeder und der Seite der Unruh mit Spiralfeder zu scheiden. Infolgedessen ist es möglich, eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung sehr wirksam zu unterbinden.
[0017] Ferner ist ein Uhrwerk gemäss der vorliegenden Erfindung mit einer Drehmomentanpassungsvorrichtung versehen, wie sie oben beschrieben wurde. Des Weiteren ist eine mechanische Uhr gemäss der vorliegenden Erfindung mit einer Drehmomentanpassungsvorrichtung versehen, wie sie oben beschrieben wurde. Die Drehmomentanpassungsvorrichtung kann eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung unterbinden, so dass ein Uhrwerk und eine mechanische Uhr hoher Genauigkeit bereitgestellt werden können.
[0018] Gemäss der vorliegenden Erfindung ist es möglich, eine Änderung des Betriebsdrehmoments einer Hemmung zu unterbinden.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0019]
<tb>Fig. 1<SEP>ist eine Draufsicht der Rückseite einer mechanischen Uhr gemäss einer ersten Ausführungsform.
<tb>Fig. 2<SEP>ist eine perspektivische Ansicht einer Drehmomentanpassungsvorrichtung gemäss der vorliegenden Ausführungsform.
<tb>Fig. 3<SEP>ist eine Seitenansicht der Drehmomentanpassungsvorrichtung gemäss der vorliegenden Ausführungsform.
<tb>Fig. 4<SEP>ist eine vergrösserte perspektivische Ansicht des Hauptteils der Drehmomentanpassungsvorrichtung gemäss der vorliegenden Ausführungsform.
<tb>Fig. 5<SEP>ist eine vergrösserte perspektivische Ansicht des Hauptteils der Drehmomentanpassungsvorrichtung gemäss der vorliegenden Ausführungsform.
<tb>Fig. 6<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 7<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 8<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 9<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 10<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 11<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 12<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 13<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 14<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 15<SEP>ist eine Draufsicht, die einen Betriebszustand der Drehmomentanpassungsvorrichtung darstellt.
<tb>Fig. 16<SEP>ist eine Draufsicht der Drehmomentanpassungsvorrichtung gemäss der ersten Ausführungsform.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
[0020] [Erste Ausführungsform]
[0021] Die erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
[0022] Der mechanische Körper, der den Antriebsteil einer Uhr umfasst, wird als «Uhrwerk» bezeichnet. Eine Uhr wird in einem Zustand als ein «Ganzes» bezeichnet, in dem ein Zifferblatt und Zeiger an das Uhrwerk montiert worden sind und in dem dieses vollständige Ganze in ein Uhrengehäuse eingesetzt worden ist. Von den beiden Seiten einer Hauptplatte, welche die Grundplatte der Uhr bildet, wird die Seite, auf der das Glas des Uhrengehäuses vorgesehen ist, also die Seite, auf der sich das Zifferblatt befindet, als «Rückseite» des Uhrwerks oder als «Glasseite» oder «Zifferblattseite» bezeichnet. Von den beiden Seiten der Hauptplatte wird die Seite, auf der sich der Uhrenboden des Uhrengehäuses befindet, also die dem Zifferblatt entgegengesetzte Seite, als «Vorderseite» oder «Uhrenbodenseite» des Uhrwerks bezeichnet.
[0023] Fig. 1 ist eine Draufsicht der vollständigen Rückseite der mechanischen Uhr 1. Das Ganze der mechanischen Uhr 1 ist mit einem Zifferblatt 2, das eine Skala 3 usw. umfasst, versehen, das die Zeit betreffende Informationen anzeigt. Des Weiteren ist das Ganze der mechanischen Uhr 1 mit Zeigern 4 versehen, die einen Stundenzeiger 4a, der die Stunde anzeigt, einen Minutenzeiger 4b, der die Minute anzeigt, und einen Sekundenzeiger 4c, der die Sekunde anzeigt, umfassen.
[0024] Fig. 2 ist eine erläuternde Darstellung einer Drehmomentanpassungsvorrichtung 6 gemäss der ersten Ausführungsform; es handelt sich um eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung mit dem Uhrwerk 5, wobei die seitliche Räderwerkbrücke weggelassen ist.
[0025] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist das Uhrwerk 5 der mechanischen Uhr 1 mit einer Hauptzugfeder 10a, die in einem Uhrwerkfederhaus 10 angeordnet ist und eine Energiequelle bildet, einem Räderwerk (das Uhrwerkfederhaus 10, ein Minutenrad mit Trieb 20, ein Kleinbodenrad mit Trieb 30 und ein Sekundenrad mit Trieb 40), das die Energie der Hauptzugfeder 10a überträgt, einer Hemmung 50 (ein Hemmungsrad mit Trieb 51 und eine Ankergabel 56), die das Räderwerk intermittierend betätigt, und einem Regler (eine Unruh mit Spiralfeder 58), der die Hemmung 50 periodisch betätigt, versehen. Diese Elemente sind zwischen einer Hauptplatte (nicht dargestellt), welche eine Grundplatte bildet, und einer Räderwerkbrücke (nicht dargestellt) angeordnet, die gegenüber dieser Hauptplatte angeordnet ist.
[0026] Das Uhrwerkfederhaus 10 ist mit einem Federhauszahnrad 14 im Aussenumfang der Federhaustrommel versehen. Das Minutenrad mit Trieb 20 ist mit einem Minutentrieb 22, das in Eingriff mit dem Federhauszahnrad 14 ist, und einem Minutenrad 24 versehen, das sich gemeinsam mit dem Sekundentrieb 42 bewegt. Das Kleinbodenrad mit Trieb 30 ist mit einem Kleinbodentrieb 32, das in Eingriff mit dem Minutenrad 24 ist, und einem Kleinbodenrad 34 versehen, das sich gemeinsam mit dem Kleinbodentrieb 32 bewegt. Das Sekundenrad mit Trieb 40 ist mit einem Sekundentrieb 42, das in Eingriff mit dem Kleinbodenrad 34 ist, und einem Sekundenrad 44 versehen, das sich gemeinsam mit dem Sekundentrieb 42 bewegt. Das Uhrwerkfederhaus 10 bildet mittels des Sekundenrads mit Trieb 40 ein Drehzahlerhöhungsräderwerk, das die Drehzahl erhöht, während es die Energie der Hauptzugfeder 10a überträgt. Das Sekundenrad mit Trieb 40 entspricht dem Sekundenzeiger 4c in Fig. 1 .
[0027] Das Hemmungsrad mit Trieb 51 ist mit einem Hemmungstrieb 52, das in Eingriff mit dem Sekundenrad 44 ist, und mit einem Hemmungsrad 54 versehen, das sich gemeinsam mit dem Hemmungstrieb 52 bewegt. Die Ankergabel 56 ist mit einem Paar Paletten 57 versehen, die mit den Zähnen des Hemmungsrads mit Trieb 51 in Eingriff sind. Die Unruh mit Spiralfeder 58 ist mit einer Spiralfeder 59 versehen. In Fig. 2 ist das Hemmungsrad mit Trieb 51 vorübergehend in Ruhe, wobei eine Palette 57 der Ankergabel 56 mit den Zähnen des Hemmungsrads 54 in Eingriff ist.
[0028] Wenn in diesem Zustand die Unruh mit Spiralfeder 58 durch die Ausdehnung und Kontraktion der Spiralfeder 59 gedreht wird, dreht ein an einer Unruhwelle befestigter Hebelstein die Ankergabel 56. Infolgedessen wird eine Palette 57 der Ankergabel 56 vom Hemmungsrad 54 gelöst und das Hemmungsrad 54 dreht sich im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 2 in eine Stellung, in der es in Eingriff mit der anderen Palette 57 der Ankergabel 56 ist. Durch diese intermittierende Drehbewegung des Hemmungsrads 54 betätigt die Hemmung 50 das Räderwerk intermittierend. Da sich ferner die Unruh mit Spiralfeder 58 periodisch dreht und schwingt, arbeitet die Hemmung 50 periodisch.
[0029] Wenn eine Palette 57 der Ankergabel 56 vom Hemmungsrad 54 gelöst ist, drückt das Hemmungsrad 54 diese Palette 57 heraus, was dazu führt, dass die Ankergabel 56 die Unruh mit Spiralfeder 58 anhebt. Infolgedessen wird der Unruh mit Spiralfeder 58 vom Hemmungsrad 54 ein Betriebsdrehmoment erteilt, und die Drehschwingung der Unruh mit Spiralfeder 58 wird aufrechterhalten.
[0030] Wenn das vom Uhrwerkfederhaus 10 an die Hemmung 50 übertragene Betriebsdrehmoment in Reaktion auf das Abwickeln der Hauptzugfeder 10a schwankt, ändert sich der Schwingungswinkel der Unruh mit Spiralfeder, was eine Änderung des Gangs der Uhr zur Folge hat. Um diese Schwankung des Betriebsdrehmoments zu unterbinden, verfügt das Uhrwerk 5 über die Drehmomentanpassungsvorrichtung 6, bei der eine Nebenzugfeder (Drehmomentanpassungszugfeder) 65 in das Räderwerk vom Uhrwerkfederhaus 10 zur Hemmung 50 integriert ist.
[0031] Die Drehmomentanpassungsvorrichtung 6 ist mit einem Hauptkörper 60 der Drehmomentanpassungsvorrichtung und einer Drehmomentanpassungshemmung (Taktsteuerungsmechanismus) 70 versehen. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist der Hauptkörper 60 der Drehmomentanpassungsvorrichtung in das Kleinbodenrad mit Trieb 30 integriert. Die Drehmomentanpassungshemmung 70 steuert den Betrieb des Hauptkörpers 60 der Drehmomentanpassungsvorrichtung.
[0032] Fig. 3 ist eine erläuternde Darstellung der Drehmomentanpassungsvorrichtung 6; es handelt sich um eine Seitenansicht, die ihren Aufbau aus der Richtung des Hohlpfeils A in Fig. 2 betrachtet veranschaulicht. Wie in Fig. 3 dargestellt, ist der Hauptkörper 60 der Drehmomentanpassungsvorrichtung mit einer Nebenzugfeder (Drehmomentanpassungszugfeder) 65, einem uhrwerkfederhausseitigen Rad (uhrwerkfederhausseitiges Drehmomentanpassungsrad) 64 und einem hemmungsseitigen Rad (hemmungsseitiges Drehmomentanpassungsrad) 66 versehen.
[0033] Die Nebenzugfeder 65 weist einen Aussenumfangsendabschnitt (erster Endabschnitt) 65a und einen Innenumfangsendabschnitt (zweiter Endabschnitt) 65b auf. Der Aussenumfangsendabschnitt 65a der Nebenzugfeder 65 ist durch ein erstes Befestigungselement 64f am uhrwerkfederhausseitigen Rad 64 befestigt. Der Innenumfangsendabschnitt 65b der Nebenzugfeder 65 ist durch ein zweites Befestigungselement 61 an einer Welle 31 des Kleinbodenrads mit Trieb 30 befestigt.
[0034] Das hemmungsseitige Rad 66 ist an der Welle 31 des Kleinbodenrads mit Trieb 30 befestigt. Infolgedessen ist das hemmungsseitige Rad 66 mit dem Innenumfangsendabschnitt 65b der Nebenzugfeder 65 verbunden. Das hemmungsseitige Rad 66 erfüllt die Funktion des Kleinbodenrads 34. Das heisst, dass bei der vorliegenden Ausführungsform das hemmungsseitige Rad 66 und das Kleinbodenrad 34 identische Bauteile sind.
[0035] Das uhrwerkfederhausseitige Rad 64 ist am Kleinbodentrieb 32 befestigt. Das uhrwerkfederhausseitige Rad 64 ist integral mit dem Kleinbodentrieb 32 gegenüber der Welle 31 des Kleinbodenrads mit Trieb 30 drehbar. Auf dem Aussenumfang des uhrwerkfederhausseitigen Rads 64 sind Zähne ausgebildet.
[0036] Fig. 4 ist eine vergrösserte Ansicht des Abschnitts um die Drehmomentanpassungshemmung 70 von Fig. 2 . Fig. 5 veranschaulicht den Aufbau der Drehmomentanpassungshemmung 70 von Fig. 4 von der Rückseite her betrachtet. In den Fig. 4 und 5 ist die Drehmomentanpassungshemmung 70 auf der gleichen Seite in Bezug auf das Räderwerk angeordnet (die untere Seite in Fig. 4 und 5 ).
[0037] Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, ist die Drehmomentanpassungshemmung 70 mit einem Sperrabschnitt 71 und einem Entsperrabschnitt 72 versehen. Der Sperrabschnitt 71 sperrt das uhrwerkfederhausseitige Rad 64 nach Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Rads 64 um einen vorgegebenen Winkel. Der Entsperrabschnitt 72 wirkt auf den Sperrabschnitt 71 mit einem vorgegebenen Takt und hebt die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Rads 64 durch den Sperrabschnitt 71 auf.
[0038] Der Sperrabschnitt 71 weist ein Sperrabschnitt-Zwischenrad 73, ein Sperrrad (Stopprad) 74, einen Hebel (Sperrelement) 75 und ein Paar Anschlagstifte 80 (Anschlagstifte 80a und 80b) auf.
[0039] Das Sperrabschnitt-Zwischenrad 73 ist so vorgesehen, dass es um eine Welle 81 drehbar ist. Das Sperrabschnitt-Zwischenrad 73 ist in Eingriff mit dem uhrwerkfederhausseitigen Rad 64 und dreht sich gemeinsam mit dem uhrwerkfederhausseitigen Rad 64. Das Sperrrad 74 ist am Sperrabschnitt-Zwischenrad 73 befestigt. Das Sperrrad 74 kann sich integral mit dem Sperrabschnitt-Zwischenrad 73 gegenüber der Welle 81 drehen.
[0040] Der Hebel 75 ist so vorgesehen, dass er um eine Welle 82 drehbar ist. Der Hebel 75 hat drei Armabschnitte (einen ersten Armabschnitt 75a, einen zweiten Armabschnitt 75b und einen dritten Armabschnitt 75c) und einen proximalen Abschnitt 75d. Eine Eingangsklaue 84 ist am distalen Ende des ersten Armabschnitts 75a befestigt. Eine Ausgangsklaue 85 ist am distalen Ende des zweiten Armabschnitts 75b befestigt. Die Eingangsklaue 84 und die Ausgangsklaue 85 sind in Eingriff mit den Zähnen 74a des Sperrrads 74. Eine Stirnfläche 84a ist am distalen Ende der Eingangsklaue 84 ausgebildet. Eine Stirnfläche 85a ist am distalen Ende der Ausgangsklaue 85 ausgebildet. Andererseits ist eine hebelseitige Löseklaue 86 am dritten Armabschnitt 75c befestigt. Des Weiteren ist ein Armabschnitt 75e am distalen Ende des dritten Armabschnitts 75c vorgesehen. Der Armabschnitt 75e ist so ausgebildet, dass er zur Seite des Entsperrabschnitts 72 hin vorsteht.
[0041] Das Paar Anschlagstifte 80 (80a und 80b) regelt die Drehung des Hebels 75. Wenn die Eingangsklaue 84 am distalen Ende des ersten Armabschnitts 75a mit den Zähnen 74a des Sperrrads 74 in Eingriff ist, ist der Anschlagstift 80a in einer Position angeordnet, in der er am dritten Armabschnitt 75c anliegt. Der Anschlagstift 80b ist so angeordnet, dass er den dritten Armabschnitt 75c zwischen sich selbst und dem Anschlagstift 80a bezogen auf die Drehrichtung des Hebels 75 hält.
[0042] In den Fig. 4 und 5 ist eine Palette in Form der Eingangsklaue 84 des Hebels 75 an einem Zahn 74a des Sperrrads 74 gesperrt. In diesem Zustand wird die Drehung des Sperrrads 74 vorübergehend vom Hebel 75 angehalten. Wenn die Drehung des Sperrrads 74 angehalten ist, stoppt die Drehung des Sperrabschnitt-Zwischenrads 73, und das Sperrabschnitt-Zwischenrad 73 stoppt, während es in Eingriff mit dem uhrwerkfederhausseitigen Rad 64 ist.
[0043] Andererseits weist der Entsperrabschnitt 72 ein Nockendrehrad 76, einen Entsperrnocken 77, eine Doppelrolle 78 und eine Nockenraste 79 auf. Das Nockendrehrad 76 weist ein Zahnrad 76a und ein mit einer Rad mit Nut 76b auf. In den Figuren ab Fig. 2 ist das Zahnrad 76a aus Gründen der Zweckmässigkeit transparent dargestellt. Ausserdem ist in Fig. 3 der Anschlagstift 80b weggelassen. Ferner ist in Fig. 5 die Doppelrolle 78 transparent dargestellt.
[0044] Das Zahnrad 76a ist so vorgesehen, dass es um eine Welle 83 drehbar ist. Das Zahnrad 76a ist mit dem Sekundenrad 44 in Eingriff. Das Zahnrad 76a dreht sich gemeinsam mit dem Hemmungsrad mit Trieb 51 in Eingriff mit dem Sekundenrad 44. Daher dreht sich das Zahnrad 76a in der gleichen Richtung wie der Drehrichtung des Hemmungsrads mit Trieb 51, also im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 4 und 5 .
[0045] Das Rad mit Nut 76b ist am Zahnrad 76a befestigt. Das Rad mit Nut 76b dreht sich integral mit dem Zahnrad 76a um die Welle 83. Das Rad mit Nut 76b hat einen Nutabschnitt 76c, der sich durch seine Vorder- und seine Rückseite hindurch erstreckt. Der Nutabschnitt 76c ist mit einer bogenförmigen Gestalt ausgebildet, so dass er sich entlang der Umfangsrichtung des Rads mit Nut 76b erstreckt.
[0046] Der Entsperrnocken 77 ist so vorgesehen, dass er um die Welle 83 drehbar ist. Der Entsperrnocken 77 hat auf einem seinem Seitenabschnitt eine Nockenfläche 77f. Die Nockenfläche 77f hat eine erste Fläche 77a und eine zweite Fläche 77b. Die erste Fläche 77a ist so ausgebildet, dass der Durchmesser des Entsperrnockens 77 (der Abstand von der Welle 83 zur Nockenfläche 77f) in einer Umfangsrichtung des Entsperrnockens 77 (z.B. im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 4 und 5 ) graduell zunimmt. Die zweite Fläche 77b ist eine Schräge, die derart ausgebildet ist, dass sich eine sprunghafte Verringerung des Durchmessers in der oben genannten Richtung von dem Abschnitt ergibt, wo der Durchmesser des Entsperrnockens 77 am grössten ist.
[0047] Der Entsperrnocken 77 ist so eingerichtet, dass er nicht am Nockendrehrad 76 befestigt ist, und er ist unabhängig vom Nockendrehrad 76 drehbar. Es ist jedoch zu beachten, dass auf der dem Rad mit Nut 76b gegenüberliegenden Fläche des Entsperrnockens 77 ein säulenförmiger Vorsprung 77c vorgesehen ist. Dieser Vorsprung 77c ist in den Nutabschnitt 76c des Rads mit Nut 76b eingefügt. Der Durchmesser des Vorsprungs 77c ist kleiner als das Mass in der Breitenrichtung (der radialen Richtung des Entsperrnockens 77) des Nutabschnitts 76c. Wenn sich daher der Entsperrnocken 77 und das Nockendrehrad 76 relativ zueinander drehen, ist der Abschnitt zwischen dem Vorsprung 77c und dem Nutabschnitt 76c zu einer Relativbewegung innerhalb eines festgelegten Bereichs in der Drehrichtung imstande. In diesem Fall kann sich der Entsperrnocken 77 gegenüber dem Nockendrehrad 76 frei drehen. Auf diese Weise bilden der Nutabschnitt 76c und der Vorsprung 77c einen Freidrehmechanismus 87, der den Entsperrnocken 77 in die Lage versetzt, sich gegenüber dem Nockendrehrad 76 frei zu drehen. Wenn andererseits der Vorsprung 77c vom Endabschnitt des Nutabschnitts 76c aufgehalten wird, dreht sich der Entsperrnocken 77 im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 4 und 5 , so dass er durch die Drehung des Rads mit Nut 76b gezogen wird.
[0048] Die Doppelrolle 78 ist mit einer scheibenartigen Gestalt ausgebildet und am Entsperrnocken 77 befestigt. Die Doppelrolle 78 dreht sich integral mit dem Entsperrnocken 77 um die Welle 83. Des Weiteren ist die Doppelrolle 78 mit einer Vorschubpalette 78a und einer doppelrollenseitigen Löseklaue 78b versehen.
[0049] Die Vorschubpalette 78a ist mit einer säulenförmigen Gestalt derart ausgebildet, dass sie von einer Endfläche der Doppelrolle 78 vorsteht. Die Scheitelfläche der Vorschubpalette 78a ist beispielsweise mit einer halbkreisförmigen Gestalt ausgebildet. Die Vorschubpalette 78a ist in Eingriff mit dem Armabschnitt 75e des Hebels 75.
[0050] Die doppelrollenseitige Löseklaue 78b ist in die Seitenfläche (Umfangsfläche) der Doppelrolle 78 eingebettet und ragt radial aus der Seitenfläche der Doppelrolle 78 heraus. Die doppelrollenseitige Löseklaue 78b ist auf der Vorderseite der Vorschubpalette 78a in der Drehrichtung der Doppelrolle 78 angeordnet. Die doppelrollenseitige Löseklaue 78b liegt an der hebelseitigen Löseklaue 86 an, die auf dem Hebel 75 vorgesehen ist.
[0051] Die Nockenraste 79 hat einen Treibabschnitt (nicht dargestellt) und drückt die Nockenfläche 77f (die erste Fläche 77a oder die zweite Fläche 77b) des Entsperrnockens 77 konstant nieder. Die erste Fläche 77a hat eine leicht gebogene Gestalt, so dass sie, wenn die Nockenraste 79 die erste Fläche 77a niederdrückt, nicht zur Drehung des Entsperrnockens 77 beiträgt. Andererseits wird die Drückfläche der Nockenraste 79 von der ersten Fläche 77a zur zweiten Fläche 77b verschoben, und die Nockenraste 79 drückt die zweite Fläche 77b nieder, wodurch sich der Entsperrnocken 77 unverzüglich im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 4 oder 5 dreht.
[0052] Das Paar Anschlagstifte 80 (80a und 80b) regelt die Drehung des Hebels 75. Der Anschlagstift 80a ist in einer Position angeordnet, in der er am dritten Armabschnitt 75c anliegt, wenn die Palette in Form der Eingangsklaue 84 am distalen Ende des ersten Armabschnitts 75a mit den Zähnen 74a des Sperrrads 74 in Eingriff ist. Der Anschlagstift 80b ist in einer Position angeordnet, in der er den dritten Armabschnitt 75c zwischen sich selbst und dem Anschlagstift 80a bezogen auf die Drehrichtung des Hebels 75 hält.
[0053] (Betrieb der Drehmomentanpassungsvorrichtung)
[0054] Nachfolgend wird der Betrieb sowohl des Hauptkörpers 60 der Drehmomentanpassungsvorrichtung als auch der Drehmomentanpassungshemmung 70 unter Bezugnahme auf die Fig. 6 bis 15 beschrieben. Die Fig. 6 bis 15 sind Schaubilder, die einen Zustand während des Betriebs des Hauptkörpers 60 der Drehmomentanpassungsvorrichtung und der Drehmomentanpassungshemmung 70 darstellen; die Schaubilder veranschaulichen den Aufbau des Uhrwerks 5 von der Rückseite aus betrachtet. Die Nebenzugfeder 65 wird zuvor um einen vorgegebenen Betrag aufgewickelt.
[0055] Wie in Fig. 6 dargestellt, ist zunächst, wenn eine Eingangsklaue 84 des Hebels 75 in Eingriff mit den Zähnen 74a des Sperrrads 74 ist, der dritte Armabschnitt 75c des Hebels 75 in Kontakt mit dem Anschlagstift 80a, so dass die Drehung des Sperrrads 74 vorübergehend angehalten wird. An diesem Punkt ist der Vorsprung 77c des Entsperrnockens 77 am Endabschnitt des Nutabschnitts 76c des Rads mit Nut 76b angeordnet. Wenn sich daher in diesem Zustand das Nockendrehrad 76 im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 6 dreht, wird der Vorsprung 77c des Entsperrnockens 77 vom Endabschnitt des Nutabschnitts 76c des Rads mit Nut 76b entgegen dem Uhrzeigersinn gedrückt, und der Entsperrnocken 77 dreht sich in die gleiche Richtung. Die doppelrollenseitige Löseklaue 78b, die auf der Doppelrolle 78 vorgesehen ist, ist in einer von der hebelseitigen Löseklaue 86 des Hebels 75 beabstandeten Position angeordnet. Die Nockenraste 79 drückt gegen die erste Fläche 77a der Nockenfläche 77f.
[0056] Des Weiteren empfängt der Hebel 75 vom Sperrrad 74 eine Kraft. Diese Kraft wird so ausgeübt, dass sie den Hebel 75 entgegen dem Uhrzeigersinn um die Welle 82 dreht, wie in Fig. 6 zu sehen ist. Andererseits befindet sich der dritte Armabschnitt 75c des Hebels 75 in Kontakt mit dem Anschlagstift 80a, so dass die auf den Hebel 75 ausgeübte Kraft vom Anschlagstift 80a empfangen wird und die Drehung des Hebels 75 geregelt wird. An diesem Punkt ist die Verbindung zwischen dem Hebel 75 und der Seite des Entsperrabschnitts 72 unterbrochen, so dass die Kraftübertragung zwischen dem uhrwerkfederhausseitigen Rad 64 und dem hemmungsseitigen Rad 66 unterbrochen ist.
[0057] Da die Drehung des Sperrrads 74 folglich angehalten ist, ist die Drehung des Sperrabschnitt-Zwischenrads 73 angehalten, und die Drehung des in Eingriff mit dem Sperrabschnitt-Zwischenrad 73 befindlichen uhrwerkfederhausseitigen Rads 64 ist angehalten. In diesem Zustand dreht sich das hemmungsseitige Rad 66 infolge der Abwicklung der Nebenzugfeder 65, so dass die Hemmung 50 von der Nebenzugfeder 65 über das hemmungsseitige Rad 66 mit Betriebsdrehmoment beaufschlagt wird. Infolgedessen arbeitet die mechanische Uhr.
[0058] Durch den Betrieb der mechanischen Uhr dreht sich das Hemmungsrad mit Trieb 51 (siehe Fig. 2 und 3 ) der Hemmung 50, und infolge der Drehung des Hemmungsrads mit Trieb 51 dreht sich das Nockendrehrad 76. Wenn sich das Nockendrehrad 76 dreht, wird vom Endabschnitt des Nutabschnitts 76c des Rads mit Nut 76b Druck auf den Vorsprung 77c des Entsperrnockens 77 ausgeübt, und der Entsperrnocken 77 dreht sich. Durch die Drehung des Entsperrnockens 77 dreht sich die Doppelrolle 78 integral mit dem Entsperrnocken 77.
[0059] Durch die Drehung der Doppelrolle 78 kommt die doppelrollenseitige Löseklaue 78b, die auf der Doppelrolle 78 vorgesehen ist, in Kontakt mit der hebelseitigen Löseklaue 86 des Hebels 75, wie in Fig. 7 dargestellt ist. Wenn die doppelrollenseitige Löseklaue 78b der Doppelrolle 78 in Kontakt mit der hebelseitigen Löseklaue 86 des Hebels 75 kommt, wird die Drückfläche der Nockenraste 79 von der ersten Fläche 77a zur zweiten Fläche 77b verschoben. Infolgedessen werden der Entsperrnocken 77 und die Doppelrolle 78 von der Nockenraste 79 so getrieben, dass sie sich im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 7 drehen. Die Treibkraft dieser Nockenraste 79 wirkt derart, dass sich der Vorsprung 77c vom Endabschnitt des Nutabschnitts 76c weg bewegt. Infolgedessen führen der Entsperrnocken 77 und die Doppelrolle 78 unverzüglich eine freie Drehung im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 7 aus. Ausserdem bewegt sich der Vorsprung 77c vom Endabschnitt des Nutabschnitts 76c zu einem Bereich in der Nähe seines mittleren Bereichs, so dass die Kraftübertragung zwischen dem Rad mit Nut 76b und dem Entsperrnocken 77 unterbrochen wird.
[0060] Durch die Drehung des Entsperrnockens 77 und der Doppelrolle 78 drückt ferner die doppelrollenseitige Löseklaue 78b der Doppelrolle 78 die hebelseitige Löseklaue 86 des Hebels 75 im Uhrzeigersinn. Durch diesen Druck wirkt eine Kraft auf den Hebel 75, um ihn im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 7 um die Welle 82 zu drehen.
[0061] Infolgedessen dreht sich der Hebel 75, wie in Fig. 8 dargestellt, und der Eingriff zwischen den Zähnen 74a des Sperrrads 74 und der Eingangsklaue 84 des Hebels 75 wird aufgehoben. Durch das Aufheben dieses Eingriffs dreht sich das Sperrrad 74 im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 8 . An diesem Punkt wird das distale Ende eines Zahns 74a des Sperrrads 74 in Kontakt mit der Stirnfläche 84a der Eingangsklaue 84 gebracht, und wenn sich das Sperrrad 74 dreht, drückt das distale Ende des Zahns 74a gegen die Stirnfläche 84a. Durch diesen Druck wird der Hebel 75 im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 8 gedreht. Durch die Drehung des Hebels 75 liegt der Armabschnitt 75e am distalen Ende des dritten Armabschnitts 75c an der Vorschubpalette 78a der Doppelrolle 78 an. An diesem Punkt ist die Kraftübertragung zwischen dem Entsperrnocken 77 und dem Rad mit Nut 76b (dem Nockendrehrad 76) unterbrochen, so dass sich der Entsperrnocken frei drehen kann. Ausserdem ist die Kraftübertragung zwischen dem uhrwerkfederhausseitigen Rad 64 und dem hemmungsseitigen Rad 66 unterbrochen.
[0062] Wenn sich das Sperrrad 74 in den Zustand von Fig. 8 dreht, dreht sich der Hebel 75 weiter im Uhrzeigersinn, wie in Fig. 9 dargestellt ist, und der Armabschnitt 75e am distalen Ende des dritten Armabschnitts 75c drückt gegen die Vorschubpalette 78a der Doppelrolle 78. Durch diesen Druck führen die Doppelrolle 78 und der Entsperrnocken 77 eine freie Drehung im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 9 aus. Durch die Drehung des Hebels 75 gelangt ausserdem die Ausgangsklaue 85 des zweiten Armabschnitts 75b in den Weg des Zahns 74a des Sperrrads 74. An diesem Punkt wird durch den Anschlagstift 80b verhindert, dass sich der Hebel 75 zu weit im Uhrzeigersinn dreht.
[0063] Das Sperrrad 74 dreht sich in den Zustand von Fig. 9 , wodurch, wie in Fig. 10 dargestellt, ein Zahn 74a des Sperrrads 74 in Kontakt mit der Stirnfläche 85a der Ausgangsklaue 85 gebracht wird. Wenn sich das Sperrrad 74 weiter dreht, drückt der Zahn 74a des Sperrrads 74 gegen die Stirnfläche 85a der Ausgangsklaue 85. Durch diesen Druck wird der Hebel 75 im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 11 gedreht, wie in Fig. 11 dargestellt ist. An diesem Punkt drückt der Armabschnitt 75e am distalen Ende des dritten Armabschnitts 75c gegen die Vorschubpalette 78a der Doppelrolle 78, und die Doppelrolle 78 dreht sich stark, so dass, wenn sich der Hebel 75 im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 11 dreht, eine Behinderung zwischen der doppelrollenseitigen Löseklaue 78b der Doppelrolle 78 und der hebelseitigen Löseklaue 86 des Hebels 75 verhindert werden kann.
[0064] Durch die Drehung des Hebels 75 zieht sich die Ausgangsklaue 85 aus dem Weg des Zahns 74a des Sperrrads 74 zurück und gelangt die Eingangsklaue 84 in den Weg des Zahns 74a des Sperrrads 74, wie in Fig. 12 dargestellt ist. Wie in Fig. 13 dargestellt, stösst ein Zahn 74a des Sperrrads 74 gegen die Eingangsklaue 84, wenn sich das Sperrrad 74 weiter dreht.
[0065] Durch die Drehung des Sperrrads 74 empfängt der Hebel 75 eine Kraft vom Sperrrad 74 und dreht sich im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 13 . Infolgedessen liegt der dritte Armabschnitt 75c am Anschlagstift 80a an, und die Kraft vom Sperrrad 74 wird über den Hebel 75 vom Anschlagstift 80a empfangen, wie in Fig. 14 dargestellt ist. An diesem Punkt ist die Verbindung zwischen dem Hebel 75 und der Seite des Entsperrabschnitts 72 unterbrochen, so dass ein Zustand, in dem die Kraftübertragung unterbrochen ist, zwischen dem uhrwerkfederhausseitigen Rad 64 und dem hemmungsseitigen Rad 66 aufrechterhalten wird. Dann wird die Drehung des Sperrabschnitt-Zwischenrads 73 angehalten, und die Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Rads 64 in Eingriff mit dem Sperrabschnitt-Zwischenrad 73 wird angehalten. So ist das uhrwerkfederhausseitige Rad 64 nach einer Drehung um einen vorgegebenen Winkel gesperrt.
[0066] In dem Intervall von Fig. 8 bis 14 , d.h. in dem Zustand, in dem der Eingriff des Zahns 74a des Sperrrads 74 mit der Eingangsklaue 84 des Hebels 75 aufgehoben ist, wird andererseits von der Hauptzugfeder 10a ein konstantes Aufwickelmoment an das uhrwerkfederhausseitige Rad 64 übertragen, so dass das uhrwerkfederhausseitige Rad 64 durch dieses konstante Aufwickelmoment gedreht wird, und die Nebenzugfeder 65 zwischen diesem Rad und dem hemmungsseitigen Rad 66 aufgewickelt wird. Danach wird die Nebenzugfeder 65 um einen vorgegebenen Betrag aufgewickelt, bis die Eingangsklaue 84 des Hebels 75 in Eingriff mit einem Zahn 74a des Sperrrads 74 kommt und die Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Rads 64 stoppt. Dieser vorgegebene Betrag wird als der Abwickelbetrag zum Zeitpunkt festgelegt, an dem die Nebenzugfeder 65 wieder aufgewickelt ist. So wird die Nebenzugfeder 65 periodisch um einen vorgegebenen Betrag aufgewickelt, so dass ein im Wesentlichen fester Aufwickelbetrag für die Nebenzugfeder 65 beibehalten wird. Ein im Wesentlichen festes Betriebsdrehmoment wird von der Nebenzugfeder 65 an die Hemmung 50 und die Unruh mit Spiralfeder 58 abgegeben, so dass die Unruh mit Spiralfeder 58 die Hemmung 50 mit einem festen Takt betätigen kann.
[0067] Danach wird in der gleichen Weise wie oben beschrieben das hemmungsseitige Rad 66 durch das Abwickeln der Nebenzugfeder 65 gedreht, und die Hemmung 50 wird mit Betriebsdrehmoment beaufschlagt, wodurch die mechanische Uhr arbeitet. Durch den Betrieb der mechanischen Uhr wird das Hemmungsrad mit Trieb 51 der Hemmung 50 gedreht, und mit der Drehung des Hemmungsrads mit Trieb 51 wird das Nockendrehrad 76 gedreht. Wie in Fig. 15 dargestellt, wird daher der Nutabschnitt 76c des Nockendrehrads 76 im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 15 bewegt, und der Vorsprung 77c des Entsperrnockens 77 ist am Endabschnitt des Nutabschnitts 76c angeordnet. Wenn sich das Nockendrehrad 76 weiter dreht, drückt der Endabschnitt des Nutabschnitts 76c gegen den Vorsprung 77c und wird der Entsperrnocken 77 gedreht, wobei das Nockendrehrad 76 wieder in den Zustand von Fig. 6 zurückversetzt ist, nachdem es eine Umdrehung ausgeführt hat.
[0068] Wie oben beschrieben, ist es gemäss der vorliegenden Ausführungsform möglich, die Kraftübertragung zwischen dem Uhrwerkfederhaus 10 und der Hemmung 50 in der Drehmomentanpassungshemmung 70 zu unterbrechen. Folglich kann die Übertragung des Drehmoments des Uhrwerkfederhauses 10 an die Hemmung 50 unterbunden werden. Infolgedessen ist es möglich, eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung 50 zu unterbinden.
[0069] Ferner ist gemäss der vorliegenden Ausführungsform die Kraftübertragung zwischen dem Uhrwerkfederhaus 10 und der Hemmung 50 ständig unterbrochen, so dass das Drehmoment des uhrwerkfederhausseitigen Rads 64 nicht an die Seite der Hemmung 50 übertragen wird. Folglich kann eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung 50 verhindert werden, wodurch es möglich ist, die Hemmung 50 mit einem festen Takt zu betätigen. Infolgedessen kann die Genauigkeit der Uhr verbessert werden. Da die Hemmung 50 ferner mit einer festen Periode arbeitet, arbeitet auch die Drehmomentanpassungshemmung 70 mit einem festen Takt gemeinsam mit der Hemmung 50. Daher ist es möglich, die Nebenzugfeder 65 mit einem festen Takt aufzuwickeln, wodurch die Genauigkeit der Uhr weiter verbessert werden kann.
[0070] [Zweite Ausführungsform]
[0071] Nachfolgend wird eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben.
[0072] Fig. 16 ist eine erläuternde Darstellung einer Drehmomentanpassungsvorrichtung 106 gemäss der vorliegenden Ausführungsform; es handelt sich um eine Draufsicht der Vorderseite eines Uhrwerks 105, bei dem seine Räderwerkbrücke entfernt ist.
[0073] Wie in Fig. 16 dargestellt, ist die Drehmomentanpassungsvorrichtung 106 ist mit einem Hauptkörper 160 der Drehmomentanpassungsvorrichtung und einer Drehmomentanpassungshemmung (Taktsteuerungsmechanismus) 170 versehen.
[0074] Bei der vorliegenden Ausführungsform ist der Hauptkörper 160 der Drehmomentanpassungsvorrichtung in das Sekundenrad mit Trieb 40 integriert. Der Hauptkörper 160 der Drehmomentanpassungsvorrichtung ist mit einer Nebenzugfeder (Drehmomentanpassungszugfeder) 165, einem uhrwerkfederhausseitigen Klauenrad (uhrwerkfederhausseitiges Drehmomentanpassungsrad) 164 und einem hemmungsseitigen Rad (hemmungsseitiges Drehmomentanpassungsrad) 166 versehen.
[0075] Das uhrwerkfederhausseitige Klauenrad 164 ist am Sekundentrieb 42 befestigt. Das uhrwerkfederhausseitige Klauenrad 164 ist gegenüber der Welle 41 des Sekundenrads mit Trieb 40 gemeinsam mit dem Sekundentrieb 42 drehbar. Im Aussenumfang des uhrwerkfederhausseitigen Klauenrads 164 sind Klauen ausgebildet.
[0076] Das hemmungsseitige Rad 166 ist an der Welle 41 des Sekundenrads mit Trieb 40 befestigt. Das hemmungsseitige Rad 166 erfüllt bei der oben beschriebenen ersten Ausführungsform die Funktion des Sekundenrads 44. Das heisst, dass bei der vorliegenden Ausführungsform das hemmungsseitige Rad 166 und das Sekundenrad 44 vom selben Bauteil gebildet werden.
[0077] Der Aussenumfangsendabschnitt der Nebenzugfeder 165 ist an dem uhrwerkfederhausseitigen Klauenrad 164 befestigt. Der Innenumfangsendabschnitt der Nebenzugfeder 165 ist an der Welle 41 des Sekundenrads mit Trieb 40 befestigt. Folglich ist der Innenumfangsendabschnitt der Nebenzugfeder 65 mit dem hemmungsseitigen Rad 166 verbunden.
[0078] Die Drehmomentanpassungshemmung 170 weist einen Sperrabschnitt 171 und einen Entsperrabschnitt 172 auf.
[0079] Der Sperrabschnitt 171 weist einen Hebel 175, einen Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187, einen Nockenfolger 188 und einen Zahnradandrückabschnitt 189 auf.
[0080] Der Hebel 175 ist so vorgesehen, dass er um eine Welle 182 drehbar ist. Der Hebel 175 hat drei Armabschnitte (einen ersten Armabschnitt 175a, einen zweiten Armabschnitt 175b und einen dritten Armabschnitt 175c). Eine Eingangspalette in Form einer Eingangsklaue 184 ist am distalen Ende des ersten Armabschnitts 175a befestigt. Eine Ausgangsklaue 185 ist am distalen Ende des zweiten Armabschnitts 175b befestigt. Die Eingangsklaue 184 und die Ausgangsklaue 185 sind in Eingriff mit den Klauen 164a des uhrwerkfederhausseitigen Klauenrads 164.
[0081] Der Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187 ist so vorgesehen, dass er um eine Welle 183 drehbar ist. Der Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187 hat eine im Wesentlichen dreieckige Gestalt in der Draufsicht. Ein Zahnrad 187a ist am Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187 befestigt. Das Zahnrad 187a ist integral mit dem Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187 um die Welle 183 drehbar.
[0082] Der Nockenfolger 188 ist am distalen Ende des dritten Armabschnitts 175c des Hebels 175 vorgesehen. Der Nockenfolger 188 ist mit einem Paar Gabeln versehen, die den Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187 in der Draufsicht zwischen sich halten. Die distalen Enden des Paars Gabeln sind im Aussenumfang des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung 187 angeordnet, um die Mitte des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung 187 zwischen sich zu halten. Der Abstand zwischen dem Paar Gabeln ist kleiner als das Zweifache des Abstands von der Mitte des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung 187 bis zum Scheitel des Aussenumfangs. Der Nockenfolger 188 ist in Verbindung mit der Drehung des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung 187 integral mit dem Hebel 175 um die Welle 182 drehbar.
[0083] Der Zahnradandrückabschnitt 189 übt konstant eine vorgegebene Druckkraft auf das Zahnrad 187a aus, das am Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187 befestigt ist. Durch diese Druckkraft regelt der Zahnradandrückabschnitt 189 die Schwingung des Zahnrads 187a.
[0084] Der Entsperrabschnitt 172 weist ein Zwischenrad 191, ein Nockendrehrad 176, einen Entsperrnocken 177, eine Doppelrolle 178 und eine Nockenraste 179 auf.
[0085] Das Zwischenrad 191 ist so vorgesehen, dass es um eine Welle 192 drehbar ist. Das Zwischenrad 191 hat ein Zwischentrieb 191a und ein Zwischenrad 191b. Das Zwischentrieb 191a ist in Eingriff mit dem hemmungsseitigen Rad 166 (dem Sekundenrad 44) und dreht sich gemeinsam mit dem hemmungsseitigen Rad 166. Das Zwischenrad 191b ist am Zwischentrieb 191a befestigt. Das Zwischenrad 191b ist so vorgesehen, dass es integral mit dem Zwischentrieb 191a um die Welle 192 drehbar ist.
[0086] Das Nockendrehrad 176 ist so vorgesehen, dass es um die Welle 193 drehbar ist. Das Nockendrehrad 176 weist ein Rad 176a und ein Rad mit Ausschnitt 176b auf. Das Rad 176a ist in Eingriff mit dem Zwischenrad 191b und dreht sich gemeinsam mit dem Zwischenrad 191b. Das Rad mit Ausschnitt 176b ist am Rad 176a befestigt. Das Rad mit Ausschnitt 176b ist so vorgesehen, dass es integral mit dem Rad 176a um die Welle 193 drehbar ist. Ein vorbestimmter Bereich entlang der Aussenumfangsrichtung (Ausschnittabschnitt 176c) des Rads mit Ausschnitt 176b ist ausgeschnitten.
[0087] Der Entsperrnocken 177 ist so vorgesehen, dass er um die Welle 193 drehbar ist. Der Entsperrnocken 177 hat eine Nockenfläche 177f auf seinem Seitenabschnitt. Die Nockenfläche 177f hat eine erste Fläche 177a und eine zweite Fläche 177b. Die erste Fläche 177a ist so ausgebildet, dass der Durchmesser des Entsperrnockens 177 in einer Umfangsrichtung (z.B. in Richtung des Uhrzeigersinns gemäss Fig. 16 ) des Entsperrnockens 177 graduell zunimmt. Die zweite Fläche 177b ist so ausgebildet ist, dass sich eine sprunghafte Verringerung des Durchmessers in der oben genannten Richtung von dem Abschnitt ergibt, wo der Durchmesser des Entsperrnockens 177 am grössten ist. Der Entsperrnocken 177 ist so eingerichtet, dass er nicht am Rad mit Ausschnitt 176b befestigt ist, und er ist unabhängig vom Rad mit Ausschnitt 176b drehbar.
[0088] Die Doppelrolle 178 ist mit einer scheibenartigen Gestalt ausgebildet und am Entsperrnocken 177 befestigt. Die Doppelrolle 178 ist integral mit dem Entsperrnocken 177 um die Welle 193 drehbar. Die Fläche der Doppelrolle 178, die dem Rad mit Ausschnitt 176b gegenüberliegt, ist mit einem säulenförmigen Vorsprung 178c versehen. Dieser Vorsprung 178c ist in den Ausschnittabschnitt 176c des Rads mit Ausschnitt 176b eingefügt. Wenn daher der Entsperrnocken 177 und die Doppelrolle 178 und das Rad mit Ausschnitt 176b eine Relativdrehung ausführen, ist der Abschnitt zwischen dem Vorsprung 178c und dem Ausschnittabschnitt 176c zu einer Relativbewegung innerhalb eines festgelegten Bereichs in der Drehrichtung imstande. In diesem Fall kann sich der Entsperrnocken 177 gegenüber dem Nockendrehrad 176 frei drehen. Auf diese Weise bilden der Ausschnittabschnitt 176c und der Vorsprung 178c einen Freidrehmechanismus 194, der die Doppelrolle 178 (und infolgedessen den Entsperrnocken 177) in die Lage versetzt, sich gegenüber dem Nockendrehrad 176 frei zu drehen. Wenn der Vorsprung 178c vom Endabschnitt des Ausschnittabschnitts 176c aufgehalten wird, dreht sich die Doppelrolle 178 (und der Entsperrnocken 177) im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 16 , so dass sie durch die Drehung des Rads mit Ausschnitt 176b gezogen wird. Der Vorsprung 178c ist so vorgesehen, dass er am Zahnrad 187a des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung 187 anliegen kann.
[0089] Die Nockenraste 179 hat einen Treibabschnitt (nicht dargestellt) und drückt konstant gegen die Nockenfläche 177f (die erste Fläche 177a und die zweite Fläche 177b) des Entsperrnockens 177. Die erste Fläche 177a hat eine leicht gebogene Gestalt, so dass sie, wenn die Nockenraste 179 die erste Fläche 177a niederdrückt, nicht zur Drehung des Entsperrnockens 177 beiträgt. Andererseits wird die Drückfläche der Nockenraste 179 von der ersten Fläche 177a zur zweiten Fläche 177b verschoben, und die Nockenraste 179 drückt die zweite Fläche 177b nieder, wodurch sich der Entsperrnocken 177 unverzüglich im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 16 dreht. Wenn die Nockenraste 179 gegen die zweite Fläche 177b drückt, ist die Druckkraft grösser als die Druckkraft, wenn der Zahnradandrückabschnitt 189 gegen das Zahnrad 187a drückt.
[0090] Nachfolgend wird der Betrieb sowohl des Hauptkörpers 160 der Drehmomentanpassungsvorrichtung als auch der Drehmomentanpassungshemmung 170 beschrieben.
[0091] Die Nebenzugfeder 165 wird zuvor um einen vorgegebenen Betrag aufgewickelt. Wenn die Eingangsklaue 184 des Hebels 175 mit einem uhrwerkfederhausseitigen Klauenrad 164 in Eingriff ist, wird die Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Klauenrads 164 vorübergehend angehalten. In diesem Zustand dreht sich das hemmungsseitige Rad 166 durch das Abwickeln der Nebenzugfeder 165, so dass die Hemmung 50 von der Nebenzugfeder 165 über das hemmungsseitige Rad 166 mit Betriebsdrehmoment beaufschlagt wird. Infolgedessen arbeitet die mechanische Uhr.
[0092] Ferner dreht sich gemeinsam mit der Drehung des hemmungsseitigen Rads 166 das Zwischenrad 191b. Durch die Drehung des Zwischenrads 191b dreht sich das Nockendrehrad 176 gemeinsam mit ihm, und das Rad mit Ausschnitt 176b dreht sich im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 16 . In dem in Fig. 16 dargestellten Fall, in dem der Vorsprung 178c am Endabschnitt des Rads mit Ausschnitt 176b (dem hinteren Endabschnitt in der Drehrichtung) angeordnet ist, dreht sich beispielsweise die Doppelrolle 178 durch die Drehung des Rads mit Ausschnitt 176b, so dass sie vom Rad mit Ausschnitt 176b gezogen wird. Durch die Drehung der Doppelrolle 178 dreht sich der Entsperrnocken 177 integral mit der Doppelrolle 178.
[0093] Durch die Drehung der Doppelrolle 178 wird der auf der Doppelrolle 178 vorgesehene Vorsprung 178c in Kontakt mit dem Zahnrad 187a des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung 187 gebracht. Wenn der Vorsprung 178c in Kontakt mit dem Zahnrad 187a gebracht ist, wird ferner die Drückfläche der Nockenraste 179 von der ersten Fläche 177a zur zweiten Fläche 177b verschoben. Infolgedessen werden der Entsperrnocken 177 und die Doppelrolle 178 von der Nockenraste 179 so getrieben, dass sie sich im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 16 drehen. Diese Treibkraft der Nockenraste 179 wird derart ausgeübt, dass sich der Vorsprung 178c vom Endabschnitt des Ausschnittabschnitts 176c weg bewegt. Daher führen der Entsperrnocken 177 und die Doppelrolle 178 unverzüglich eine freie Drehung im Gegenuhrzeigersinn gemäss Fig. 16 aus. Ausserdem bewegt sich der Vorsprung 178c vom Endabschnitt des Ausschnittabschnitts 176c zu einem Bereich in der Nähe des mittleren Bereichs, so dass die Kraftübertragung zwischen dem Rad mit Ausschnitt 176b und dem Entsperrnocken 177 unterbrochen wird.
[0094] Durch die Drehung des Entsperrnockens 177 und der Doppelrolle 178 drückt ferner der Vorsprung 178c der Doppelrolle 178 das Zahnrad 187a im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 16 . Wenn die Nockenraste 179 gegen die zweite Fläche 177b drückt, ist die Druckkraft grösser als die Druckkraft, wenn der Zahnradandrückabschnitt 189 gegen das Zahnrad 187a drückt, so dass sich das Zahnrad 187a dreht, um den Zahnradandrückabschnitt 189 wegzuschieben. Durch die Drehung des Zahnrads 187a dreht sich der Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung 187 integral mit dem Zahnrad 187a im Uhrzeigersinn gemäss Fig. 16 . Und gemeinsam mit der Drehung des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung 187 bewegt sich der Nockenfolger 188. Durch die Hin- und Herbewegung dieses Nockenfolgers 188 dreht sich der Hebel 175.
[0095] Wenn das uhrwerkfederhausseitige Klauenrad 164 wie oben beschrieben drehbar wird, wird von der Hauptzugfeder 10a ein konstantes Aufwickelmoment an das uhrwerkfederhausseitige Klauenrad 164 übertragen, so dass sich das uhrwerkfederhausseitige Klauenrad 164 aufgrund dieses konstanten Aufwickelmoments dreht. Durch diese Drehung wickelt das uhrwerkfederhausseitige Klauenrad 164 die Nebenzugfeder 165 zwischen sich selbst und dem hemmungsseitigen Rad 166 auf. Danach ist die Ausgangsklaue 185 des Hebels 175 in Eingriff mit dem uhrwerkfederhausseitigen Klauenrad 164, und die Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Klauenrads 164 stoppt. Auf diese Weise wird das uhrwerkfederhausseitige Klauenrad 164 nach Drehung um einen vorgegebenen Winkel vom Hebel 175 gesperrt. Durch die Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Klauenrads 164 wird die Nebenzugfeder 165 um einen vorgegebenen Betrag aufgewickelt. Dieser vorgegebene Betrag ist auf einen Betrag festgelegt, der das Abwickeln ermöglicht, bis die Nebenzugfeder 165 wieder aufgewickelt ist.
[0096] So wird die Nebenzugfeder 165 periodisch um einen vorgegebenen Betrag aufgewickelt, so dass ein im Wesentlichen fester Aufwickelbetrag für die Nebenzugfeder 165 beibehalten wird. Von dieser Nebenzugfeder 165 wird ein im Wesentlichen festes Betriebsdrehmoment an die Hemmung 50 und den Regler (die Unruh mit Spiralfeder 58) abgegeben, so dass der Regler die Hemmung 50 mit einem festen Takt betätigen kann. Infolgedessen kann eine Verbesserung hinsichtlich der Genauigkeit der Uhr erzielt werden. Da die Hemmung 50 ferner mit einem festen Takt arbeitet, arbeitet auch die Drehmomentanpassungshemmung 170 mit einem festen Takt gemeinsam mit der Hemmung 50. Daher ist es möglich, die Nebenzugfeder 165 mit einem festen Takt aufzuwickeln, wodurch die Genauigkeit der Uhr weiter verbessert werden kann.
[0097] Wie oben beschrieben kann gemäss der vorliegenden Ausführungsform bei der Drehmomentanpassungshemmung 170 die Kraftübertragung zwischen dem uhrwerkfederhausseitigen Klauenrad 164 (dem Uhrwerkfederhaus 10) und dem hemmungsseitigen Rad 166 (der Hemmung 50) unterbrochen werden. Folglich kann die Übertragung des Drehmoments des Uhrwerkfederhauses 10 an die Hemmung 50 unterbunden werden. Infolgedessen ist es möglich, eine Änderung des Betriebsdrehmoments der Hemmung 50 zu unterbinden.
[0098] Der technische Schutzumfang der vorliegenden Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern lässt vielfältige Abwandlungen der obigen Ausführungsformen zu, ohne vom Schutzumfang des Kerns der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Das heisst, dass die spezifischen Materialien und der Aufbau der Ausführungsformen nur beispielshalber angegeben sind und je nach Zweckmässigkeit abgewandelt werden können. Beispielsweise ist der Mechanismus der Hemmung nicht auf eine Crab-Tooth-Hemmung beschränkt, sondern lässt die Anwendung verschiedener anderer Mechanismen zu.
[0099] Während des Weiteren bei der oben beschriebenen Ausführungsform das Stopprad aus einem Sperrrad besteht, soll dies nicht einschränkend ausgelegt werden; es ist möglich, eine andere Konstruktion anzuwenden, sofern sie eine mechanische Sperrung zwischen sich selbst und einem vorgegebenen Sperrelement ermöglicht. Beispielsweise kann als Stopprad auch ein Zahnrad oder ein Klauenrad mit einer anderen Gestalt verwendet werden. Ferner kann eine Bauform angewendet werden, bei der eine Vertiefung oder ein Vorsprung an einem Teil der vorderen Fläche oder der hinteren Fläche des Stopprads vorgesehen ist und bei der das Sperrelement an der Vertiefung oder dem Vorsprung einrastet. Ferner kann auch eine Bauform angewendet werden, bei der ein Durchgangsloch ausgebildet ist, dass sich durch die Vorder- und die Rückseite des Stopprads erstreckt, und bei der das Stopprad durch Einführen des Sperrelements in das Durchgangsloch gesperrt wird.
Claims (8)
1. Drehmomentanpassungsvorrichtung, umfassend:
eine Drehmomentanpassungszugfeder (65; 165), die in ein Räderwerk von einem Uhrwerkfederhaus (10) zu einer Hemmung (50) einer mechanischen Uhr (1) integriert ist;
ein hemmungsseitiges Drehmomentanpassungsrad (66; 166), mit dem ein erster Endabschnitt (65a) der Drehmomentanpassungszugfeder (65; 165) verbunden ist und das mit einem Räderwerk auf der Hemmungsseite der Drehmomentanpassungszugfeder (65; 165) verbunden ist;
ein uhrwerkfederhausseitiges Drehmomentanpassungsrad (64; 164), mit dem ein zweiter Endabschnitt (65b) der Drehmomentanpassungszugfeder (65; 165) verbunden ist und das mit einem Räderwerk auf der Uhrwerkfederhausseite der Drehmomentanpassungszugfeder (65; 165) verbunden ist; und
einen Taktsteuerungsmechanismus (70; 170), der einen Sperrabschnitt (71; 171) aufweist, um das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad (64; 164) zu sperren, so dass nach Drehung des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (64; 164) um einen vorbestimmten Winkel kein Drehmoment vom uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad (64; 164) an die Hemmungsseite übertragen wird, und einen Entsperrabschnitt (72; 172) aufweist, der mit einem vorgegebenen Takt auf den Sperrabschnitt (71; 171) einwirkt und die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (64; 164) aufhebt und der das uhrwerkfederhausseitige Drehmomentanpassungsrad (64; 164) zu einer intermittierenden Relativdrehung gegenüber dem hemmungsseitigen Drehmomentanpassungsrad (66; 166) veranlasst.
2. Drehmomentanpassungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der Entsperrabschnitt (72; 172) die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (64; 164) aufhebt, so dass kein Drehmoment vom uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad (64; 164) auf die Hemmungsseite übertragbar ist.
3. Drehmomentanpassungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Sperrabschnitt (71) ein Stopprad (74), das gemeinsam mit dem uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrad (64) dreht, und ein Sperrelement (75) aufweist, welches das Stopprad (74) sperrt; und
wobei der Entsperrabschnitt (72) einen Lösemechanismus aufweist, der die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (64) aufhebt, indem er die Sperre des Stopprads (74) mit dem Sperrelement (75) in dem vorgegebenen Takt löst.
4. Drehmomentanpassungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher der Sperrabschnitt (171) einen Hebel (175) zum Sperren des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (164), einen drehbar gestalteten Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung (187) und einen Nockenfolger (188) aufweist, der mit dem Hebel (175) verbunden und gemeinsam mit der Drehung des Hemmungsnockens zur Drehmomentanpassung (187) drehbar ist; und
wobei der Entsperrabschnitt (172) einen Lösemechanismus aufweist, der derart wirkt, dass er den Hemmungsnocken zur Drehmomentanpassung (187) mit dem vorgegebenen Takt dreht, so dass sich der Nockenfolger (188) gemeinsam mit ihm dreht und dadurch die Sperre des uhrwerkfederhausseitigen Drehmomentanpassungsrads (164) durch den Hebel (175) aufhebt.
5. Drehmomentanpassungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, bei welcher der Entsperrabschnitt (72; 172) aufweist:
einen Entsperrnocken (77; 177), mit dem der Lösemechanismus verbunden ist, und
eine Nockenraste (79; 179), die eine Drehkraft auf den Entsperrnocken (77; 177) aufbringt, wenn der Lösemechanismus auf den Sperrabschnitt (71; 171) einwirkt.
6. Drehmomentanpassungsvorrichtung nach Anspruch 5, bei welcher der Entsperrabschnitt (72; 172) ein Nockendrehrad (76; 176) zur gemeinsamen Drehung des Entsperrnocken (77; 177) mit dem hemmungsseitigen Drehmomentanpassungsrad (66; 166) aufweist; und
wobei das Nockendrehrad (76; 176) einen Freidrehmechanismus derart aufweist, dass der Entsperrnocken (77; 177) eine freie Drehung ausführt, wenn die Nockenraste (79; 179) die Drehkraft auf den Entsperrnocken (77; 177) aufbringt.
7. Uhrwerk, das mit einer Drehmomentanpassungsvorrichtung (6) nach Anspruch 1 versehen ist.
8. Mechanische Uhr (1), die mit einer Drehmomentanpassungsvorrichtung (6) nach Anspruch 1 versehen ist.
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