CH710246A2 - Zarge, insbesondere Tür- oder Fensterzarge, für die Montage in einer Gebäudewandöffnung. - Google Patents

Zarge, insbesondere Tür- oder Fensterzarge, für die Montage in einer Gebäudewandöffnung. Download PDF

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Steinegger Martin
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Hain Josef Gmbh & Co Kg
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    • E06B—FIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B1/00—Border constructions of openings in walls, floors, or ceilings; Frames to be rigidly mounted in such openings
    • E06B1/02—Base frames, i.e. template frames for openings in walls or the like, provided with means for securing a further rigidly-mounted frame; Special adaptations of frames to be fixed therein

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Zarge (1), insbesondere Tür- oder Fensterzarge, für die Montage in einer Gebäudewandöffnung (2), mit einem ersten Rahmenteil (18) zur gedämmten oder nicht gedämmten Verschalung eines Leibungsabschnitts der Gebäudewandöffnung (2). Die Zarge (1) umfasst weiterhin ein zweites Rahmenteil (20), wobei das zweite Rahmenteil (20) relativ zu dem ersten Rahmenteil (18) derart verschiebbar angeordnet ist, dass die Verschiebung des zweiten Rahmenteils (20) relativ zu dem ersten Rahmenteil (18) eine Änderung der Zargentiefe bewirkt.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Zargen, insbesondere Tür- oder Fensterzargen, für die Montage in Gebäudewandöffnungen zur Aufnahme von Türblättern.
[0002] Tür- oder Fensterzargen sind seit langer Zeit auf dem Gebiet des Gebäudebaus bekannt. Sie betreffen insbesondere den feststehenden, in der Gebäudewandöffnung verankerten Teil der Tür bzw. des Fensters, in dem der bewegliche Teil der Tür oder des Fensters, das Türblatt, eingesetzt ist. Zunächst dienen Tür- und Fensterzargen zur Befestigung der Türblätter in Gebäudewandöffnungen mittels Scharniere und als Einfassung für die Türblätter. Darüber hinaus haben Zargen die Funktion, Mauerleibungen in Gebäudewandöffnungen mittels Verschalung zu verkleiden bzw. zu verblenden. Üblicherweise bestehen Zargen aus festen Rahmenteilen, die derart gebildet und dimensioniert sind, dass sie die Mauerleibung teilweise oder vollständig abdecken.
[0003] Bei der nachträglichen Dämmung von Gebäudefassaden müssen stets auch die Leibungen der auf die Aussenfassade aufgebrachten Dämmschicht, die an den vorhandenen Mauerwerkleibungen anschliessen, verblendet werden. Ohne eine zusätzliche Verblendung der Dämmleibungen würden sich thermische Undichtigkeiten ergeben und die Dämmschicht wäre im Bereich der Leibungen etwaigen schädlichen Umwelteinflüssen, wie z.B. Starkregen, schutzlos ausgeliefert.
[0004] Des Weiteren ist es bei der Verblendung von Mauerwerk- und Dämmleibungen üblicherweise erforderlich, die vorhandenen Zargen komplett zu entfernen und gegen neue, tiefere Zargen auszutauschen. Alternativ ist es möglich, spezielle Zargen für die Dämmschicht mit einer Zargentiefe, die der Dämmschichtdicke entspricht, zu fertigen und vor die vorhandenen Zargen des Mauerwerks zu setzen. Dies erfordert jedoch einen erhöhten Herstellungs- und Montageaufwand.
[0005] Generell besteht das Problem, dass bei der nachträglichen Dämmung von Gebäudefassaden die Dämmschichtdicken für jedes Gebäude individuell festgelegt werden und dementsprechend auch die Zargen speziell gefertigt werden müssen. Eine kostensparende Vorfertigung von Zargen mit standardisierten Zargentiefen ist daher nicht möglich.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Zarge vorzuschlagen, die in einfacher Weise bei unterschiedlichen Gebäudewanddicken verwendbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäss wird eine Zarge, insbesondere eine Tür- oder Fensterzarge, für die Montage in einer Gebäudewandöffnung vorgeschlagen, die ein erstes Rahmenteil zur gedämmten oder nicht gedämmten Verschalung eines Leibungsabschnitts der Gebäudewandöffnung und ein zweites Rahmenteil umfasst, wobei das zweite Rahmenteil relativ zu dem ersten Rahmenteil derart verschiebbar angeordnet ist, dass die Verschiebung des zweiten Rahmenteils relativ zu dem ersten Rahmenteil eine Änderung der Zargentiefe bewirkt.
[0009] Die erfindungsgemässe Zarge kann in vorteilhafter Weise in verschiedenen Verschiebepositionen angeordnet werden, so dass verschiedene Zargentiefen einstellbar sind. Das zweite Rahmenteil kann relativ zu dem ersten Rahmenteil in eine zusammengeschobene Position, in der die Zarge eine minimale Zargentiefe hat, und in eine auseinandergeschobene Position, in der die Zarge eine maximale Zargentiefe erreicht, bewegt werden. Bei der Montage in einer Gebäudewandöffnung kann die erfindungsgemässe Zarge zunächst in der zusammengeschobenen Anordnung in der Gebäudewandöffnung montiert werden und anschliessend das zweite Rahmenteil relativ zu dem ersten Rahmenteil so weit verschoben werden, bis das zweite Rahmenteil die Leibung der Dämmschicht vollständig abdeckt. Die Tiefe der erfindungsgemässen Zarge kann an die Gebäudewanddicke stufenlos angepasst werden.
[0010] In weiterer Ausgestaltung ist eine Verschiebeeinrichtung zum verschiebbaren Anordnen des zweiten Rahmenteils an dem ersten Rahmenteil vorgesehen. Die Verschiebeeinrichtung schafft eine zuverlässige Verschiebbarkeit zwischen dem ersten Rahmenteil und dem zweiten Rahmenteil, so dass die Montage vor Ort vereinfacht ist.
[0011] Mit weiterem Vorteil besteht die Verschiebeeinrichtung aus mindestens einem Führungselement und mindestens einer Führungseinrichtung, wobei das Führungselement an dem ersten oder dem zweiten Rahmenteil vorgesehen ist und die Führungseinrichtung an dem jeweils anderen Rahmenteil vorgesehen ist, und wobei das Führungselement an der Führungseinrichtung verschiebbar gelagert ist. Durch das Zusammenwirken von Führungseinrichtung und Führungselement ist ein definierter Verschiebeweg vorgegeben, so dass die Einstellung der Zargentiefe vor Ort weiter vereinfacht ist.
[0012] Vorzugsweise ist die Führungseinrichtung eine Führungsnut, die in dem ersten oder dem zweiten Rahmenteil gebildet ist, und das Führungselement ist ein von dem ersten bzw. dem zweiten Rahmenteil vorstehendes Teil, das in und entlang der Führungsnut geführt ist. Dadurch ist eine sehr kompakte Anordnung der beiden Rahmenteile möglich. Weiterhin ist bei dieser Ausgestaltung zwischen dem ersten Rahmenteil und dem zweiten Rahmenteil der Abstand minimal, so dass die Bildung von Wärmebrücken zwischen dem ersten Rahmenteil und dem zweiten Rahmenteil verhindert wird.
[0013] Bei einer weiteren Ausgestaltung weist das vorstehende Teil einen keilförmigen Abschnitt auf, und die Führungsnut ist mit einer Hinterschneidung versehen, wobei der keilförmige Abschnitt und die Hinterschneidung derart zusammenarbeiten, dass zwischen dem ersten Rahmenteil und dem zweiten Rahmenteil eine Formschlussverbindung gebildet wird. Ein Vorteil besteht darin, dass das zweite Rahmenteil an dem ersten Rahmenteil durch die Formschlussverbindung unverlierbar gehalten ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die Aussenflächen des keilförmigen Abschnitts, die entlang der Hinterschneidungsflächen der Führungsnut gleiten, das Gleitverhalten zwischen den Rahmenteilen verbessert ist.
[0014] In spezieller Ausgestaltung sind die Führungsnut in Form einer Schwalbenkeilnut und der keilförmige Abschnitt in Form eines Schwalbenkeils gebildet. Die Innenflächen der Schwalbenkeilnut und die Aussenflächen des Schwalbenkeils sorgen für eine definierte Verschiebebewegung zwischen den Rahmenteilen, so dass das Verschieben des zweiten Rahmenteils relativ zu dem ersten Rahmenteil in stabiler vertikaler Ausrichtung erfolgen kann.
[0015] Weiterhin ist es bevorzugt, wenn sich die Führungseinrichtung im Wesentlichen senkrecht zur Öffnungsebene der Zarge erstreckt. Dabei erfolgt die Verschiebung des zweiten Rahmenteils relativ zu dem ersten Rahmenteil in Richtung der Dicke der Dämmschicht.
[0016] Schliesslich ist es bevorzugt, wenn der Aussenumfang des zweiten Rahmenteils kleiner ist als der Innenumfang des ersten Rahmenteils, wobei das zweite Rahmenteil teleskopartig verschiebbar in dem ersten Rahmenteil aufgenommen ist. Durch die Anordnung des zweiten Rahmenteils in dem ersten Rahmenteil kann eine kompakte Lagerungs- und Transportanordnung erreicht werden, während gleichzeitig eine stufenlose Verschiebbarkeit zwischen dem ersten Rahmenteil und dem zweiten Rahmenteil geschaffen wird, so dass bei der Montage die Einstellung einer Vielzahl von verschiedenen Zargentiefen möglich ist.
[0017] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Zarge weiterhin eine Arretiervorrichtung zum Fixieren einer Verschiebeposition des zweiten Rahmenteils relativ zu dem ersten Rahmenteil aufweist. Dementsprechend kann eine gewählte Zargentiefe genau fixiert oder bei Bedarf der Arretiermechanismus gelöst werden, um die Zargentiefe nachträglich zu verändern.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0018] <tb>Fig. 1<SEP>zeigt eine Ansicht im Schnitt der erfindungsgemässen Zarge in einer Gebäudewandöffnung im zusammengeschobenen Zustand; <tb>Fig. 2<SEP>zeigt eine Ansicht im Schnitt der erfindungsgemässen Zarge in einer Gebäudewandöffnung im auseinandergeschobenen Zustand; und <tb>Fig. 3<SEP>zeigt eine Ansicht im Schnitt entlang der Schnittlinie A–A in Fig. 2 eines Abschnitts der Zarge mit Verschiebeeinrichtung.
[0019] Fig. 1 zeigt in einer Schnittdarstellung die erfindungsgemässe Zarge 1 mit einem daran befestigten Fenster 4, die zusammen in einer Gebäudewandöffnung 2 eines Gebäudes angeordnet sind. Das an der Zarge 1 befestigte Fenster 4 umfasst einen Fensterrahmen 6 sowie ein von dem Fensterrahmen 6 umfasstes Glasflächenteil 8. Der Fensterrahmen 6 ist mittels Verschraubung 10 an der Zarge 1 befestigt.
[0020] Die Gebäudewand besteht in Fig. 1 lediglich aus dem Mauerwerk 3 (punktierte Fläche), weiches vorliegend aus Beton besteht, jedoch auch aus anderen gängigen Materialien wie etwa Ziegel, Holz etc., bestehen kann. Die Gebäudewand umfasst in Fig. 1 einen oberen Wandabschnitt 12 und einen unteren Wandabschnitt 14, die um die dazwischenliegende Gebäudewandöffnung 2 voneinander beabstandet sind. Im Speziellen wird die Gebäudewandöffnung 2 durch die sogenannte Leibung 16 definiert, die sich um die Gebäudewandöffnung 2 erstreckt. Die Leibung betrifft den in etwa senkrecht zur Ebene der Gebäudewandöffnung 2 in Richtung der Dicke des Mauerwerks 3 verlaufenden und der Gebäudewandöffnung 2 zugewandten Abschnitt der Gebäudewand.
[0021] Wie Fig. 1 weiterhin zeigt, ist die erfindungsgemässe Zarge 1 an den Leibungsabschnitten des oberen Wandabschnitts 12 und des unteren Wandabschnitts 14 angeordnet. Die Erstreckung der Zarge 1 in Richtung der Dicke des Mauerwerks 3 entspricht der Dicke der Gebäudewand, so dass die Leibung 16 der Gebäudewand vollständig durch die Zarge 1 verblendet wird.
[0022] Die Zarge 1 besteht aus einem ersten Rahmenteil 18 und einem zweiten Rahmenteil 20. Das erste Rahmenteil 18 ist an dem oberen Wandabschnitt 12 und an dem unteren Wandabschnitt 14 angeordnet, insbesondere befestigt. Das erste Rahmenteil 18 weist an der der Leibung 16 zugewandten Seite mehrere Haftnuten 15 auf, die zur besseren Verhaftung mit einer aushärtenden Bindungsmasse, wie z.B. Mörtel, Dichtschaum etc., dienen. Das zweite Rahmenteil 20 ist wiederum auf der der Leibung 16 abgewandten Seite des ersten Rahmenteils 18 an dem ersten Rahmenteil 18 angeordnet. Wie weiterhin zu sehen, ist das zweite Rahmenteil 20 kürzer als das erste Rahmenteil 18 gebildet. An dem zweiten Rahmenteil 20 ist wiederum der Fensterrahmen 6 mittels Verschraubung 10 montiert. Das erste Rahmenteil 18 und das zweite Rahmenteil 20 sind mittels einer Verschiebeeinrichtung, die nachfolgend näher beschrieben ist, relativ zueinander verschiebbar gelagert, und zwar in einer Richtung F senkrecht zur Ebene der Gebäudewandöffnung 2.
[0023] Fig. 1 zeigt den zusammengeschobenen Zustand der Zarge 1, bei dem das zweite Rahmenteil 20, dessen Aussenumfang kleiner ist als der Innenumfang des ersten Rahmenteils 18, in dem ersten Rahmenteil 18 angeordnet ist. Das erste Rahmenteil 18 und das zweite Rahmenteil 20 haben eine ähnliche Geometrie. Vorliegend ist das erste Rahmenteil 18 in etwa U-förmig gebildet und besteht aus zwei vertikalen Rahmenelementen 19 und aus einem die vertikalen Rahmenelemente 19 verbindenden, nur in Fig. 3 gezeigten, horizontalen Rahmenelement 23. Das zweite Rahmenteil 20 ist ebenfalls U-förmig gebildet und besteht aus zwei vertikalen Rahmenelementen 21 und aus einem die vertikalen Rahmenelemente 21 verbindenden, nur in Fig. 3 gezeigten, horizontalen Rahmenelement 25. Es können aber auch jeweils zwei horizontale Rahmenelemente 23, 25 vorgesehen sein zur Bildung einer umlaufenden Zarge.
[0024] In Fig. 2 ist die Anordnung aus Fig. 1 gezeigt, jedoch mit dem Unterschied, dass auf die Aussenseite des Mauerwerks 3 eine Dämmschicht oder Aussenverkleidung 22 aufgebracht ist, d.h. die Gebäudewand besteht aus dem Mauerwerk 3 und der Dämmschicht oder Aussenverkleidung 22. Weiterhin ist in Fig. 2 , im Unterschied zu der Darstellung in Fig. 1 , die Zarge 1 im auseinandergeschobenen Zustand gezeigt. Dabei ist das zweite Rahmenteil 20 relativ zu dem ersten Rahmenteil 18 so weit in Richtung der Dicke der Dämmschicht 22, d.h. in Fig. 2 nach rechts, verschoben, dass sich ein Abschnitt des zweiten Rahmenteils 20 der Zarge 1 über die Dicke der Dämmschicht 22 erstreckt und somit die Leibung der Dämmschicht 22 vollständig abdeckt.
[0025] Gemäss der in Fig. 2 gezeigten Zargen- und Fensteranordnung kann das Fenster 4 mit Fensterrahmen 6 und Glasflächenelement 8 an dem äusseren, in Fig. 2 rechten, Endabschnitt des zweiten Rahmenteils 20 befestigt sein, so dass sich das Fenster 4 im auseinandergeschobenen Zustand der Zarge 1 im Bereich der Dämmung 22 befindet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, das Fenster 4 an dem inneren, d.h. dem linken, Endabschnitt des zweiten Rahmenteils 20 zu befestigen, so dass sich das Fenster 4 im auseinandergeschobenen Zustand der Zarge 1 im Bereich des Mauerwerks 3 befindet.
[0026] Im Falle der nachträglichen Anbringung der Dämmschicht 22 an der Aussenseite des in Fig. 1 gezeigten Mauerwerks 3 kann das zweite Rahmenteil 20 zusammen mit dem daran befestigten Fenster 4 als Ganzes in Richtung der Dämmung, d.h. in Fig. 1 nach rechts, verschoben werden, bis das zweite Rahmenteil 20 und das Fenster 4 die in Fig. 2 gezeigte Position erreicht haben. Alternativ kann das zweite Rahmenteil 20 ohne das Fenster 4 alleine verschoben werden und anschliessend das Fenster 4 an dem zweiten Rahmenteil 20 montiert werden.
[0027] Die Verschiebeeinrichtung zur Bewerkstelligung der Verschiebbarkeit zwischen dem ersten Rahmenteil 18 und dem zweiten Rahmenteil 20 umfasst Führungseinrichtungen und Führungselemente. Die Führungseinrichtungen bestehen aus zwei Führungsnuten 26, die jeweils in den dem ersten Rahmenteil 18 zugewandten Seitenflächen der vertikalen Rahmenelemente 21 des zweiten Rahmenteils 20 gebildet sind. Die Führungselemente bestehen aus zwei vorstehenden Teilen 30, die jeweils an den der Gebäudewandöffnung 2 zugewandten Seitenflächen der vertikalen Rahmenelemente 19 des ersten Rahmenteils 18 gebildet sind. Die vorstehenden Teile 30 sind in den entsprechenden Führungsnuten 26 angeordnet.
[0028] Jede der Führungsnuten 26 erstreckt sich in Richtung senkrecht zur Ebene der Gebäudewandöffnung 2 und ist kürzer gebildet als die Tiefe des zweiten Rahmenteils 20. Die Führungsnuten 26 sind jeweils in Längsrichtung durch Endflächen 28 begrenzt. Beim Verschieben des zweiten Rahmenteils 20 relativ zu dem ersten Rahmenteil 18 gleiten die vorstehenden Teile 30 entlang der Führungsnuten 26 so weit, bis die hinteren bzw. gebäudeseitigen Endflächen 28 der Führungsnuten 26 an den vorstehenden Teilen 30 zur Anlage kommen. In den Fig. 1 und 2 sind die vorstehenden Teile 30 an dem ersten Rahmenteil 20 vorgesehen und dementsprechend feststehend.
[0029] Es besteht auch die Möglichkeit, das zweite Rahmenteil 20 innerhalb des Verschiebebereichs, der durch die Länge der Führungsnut 26 vorgegeben ist, beliebig zu positionieren und an der gewählte Position mittels einer Arretiervorrichtung gegenüber dem ersten Rahmenteil 18 und/oder der Dämmschicht 22 zu fixieren. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit einer flexiblen Anpassung der Zargentiefe an die Dicke der Gebäudewand (d.h. entweder nur Mauerwerk oder Mauerwerk plus Dämmung). Die Arretiervorrichtung ist in Fig. 2 schematisch in Form einer einfachen Verschraubung 32 dargestellt.
[0030] Fig. 3 ist eine Ansicht im Schnitt entlang der Schnittlinie A–A in Fig. 2 . In der Fig. 3 ist ein Abschnitt der Zarge 1 mit einem Teil der Verschiebeeinrichtung gezeigt. Die Führungsnut 26 der Verschiebeeinrichtung ist in Form einer Schwalbenkeilnut 34 in dem zweiten Rahmenteil 20 gebildet. Darüber hinaus ist in dem ersten Rahmenteil 18 eine zur Schwalbenkeilnut 34 spiegelbildlich geformte, keilförmige Ausnehmung 36 gebildet.
[0031] Das vorstehende Teil 30 ist, wie Fig. 3 zeigt, korrespondierend zur Form der Schwalbenkeilnut 34 als Schwalbenkeil 33 gebildet und umfasst einen keilförmigen Abschnitt 38. Darüber hinaus ist an dem vorstehenden Teil 30 bzw. dem keilförmigen Abschnitt 38 ein spiegelbildlich dazu geformter keilförmiger Abschnitt 40 gebildet. Der keilförmige Abschnitt 40 ist in der keilförmigen Ausnehmung 36 angeordnet, insbesondere befestigt, während der keilförmige Abschnitt 38 des vorstehenden Teils 30 in der Schwalbenkeilnut 34 gleitbeweglich angeordnet ist. Zwischen der Gleitfläche der Schwalbenkeilnut 34 und dem keilförmigen Abschnitt 38 des vorstehenden Teils 30 ist ein Spiel 42 vorhanden.
[0032] Eine weitere Funktionalität der Verschiebeeinrichtung ergibt sich aus der speziellen keilförmigen Ausgestaltung des vorstehenden Teils 30 und der Hinterschneidung 35 der Führungsnut 26. Die in Verschieberichtung betrachtet keilförmige Form der Führungsnut 26 und des vorstehenden Teils 30 schafft eine formschlüssige Verbindung zwischen dem ersten Rahmenteil 18 und dem zweiten Rahmenteil 20, so dass das erste Rahmenteil 18 und das zweite Rahmenteil 20 unverlierbar gleitbeweglich miteinander verbunden sind.
[0033] Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften der Zarge 1 kann das vorstehende Teil 30 zusätzlich eine Teflonbeschichtung aufweisen, so dass die Reibung zwischen den Gleitflächen des vorstehenden Teils 30 und den Gleitflächen der Führungsnut 26 verringert ist.
[0034] Die Form der Zarge ist nicht auf die vorstehend beschriebene U-förmige Ausgestaltung beschränkt. Das Prinzip der Verschiebbarkeit zwischen den Rahmenteilen kann problemlos auch auf jede andere Zargenform, wie z.B. runde Zargen, ovale Zargen, polygonale Zargen, um nur einige zu nennen, übertragen werden. Weiterhin kann die Führungseinrichtung beispielsweise auch eine Führungsschiene sein, die in die entsprechende Seitenfläche des ersten oder des zweiten Rahmenteils eingelassen ist oder auch auf der Seitenfläche befestigt sein kann. Das vorstehende Teil kann, im Querschnitt betrachtet, neben der keilförmigen Ausbildung, auch in anderen Formen vorgesehen sein, wie z.B. T-förmig oder kreisförmig. Die Anzahl der Führungseinrichtungen und Führungselemente ist nicht auf zwei, wie in den Figuren beschrieben, beschränkt, sondern es kann auch eine Führungseinrichtung/Führungselement-Anordnung zwischen den horizontalen Rahmenelementen des ersten und des zweiten Rahmenteils vorgesehen sein, oder es können auch mehrere Führungseinrichtungs-/Führungselemente-Anordnungen an nur einem einzigen vertikalen oder nur einem einzigen horizontalen Rahmenelement vorgesehen sein.

Claims (9)

1. Zarge (1), insbesondere Tür- oder Fensterzarge, für die Montage in einer Gebäudewandöffnung (2), mit einem ersten Rahmenteil (18) zur Verschalung eines Leibungsabschnitts der Gebäudewandöffnung (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Zarge (1) ein zweites Rahmenteil (20) umfasst, wobei das zweite Rahmenteil (20) relativ zu dem ersten Rahmenteil (18) derart verschiebbar angeordnet ist, dass die Verschiebung des zweiten Rahmenteils (20) relativ zu dem ersten Rahmenteil (18) eine Änderung der Zargentiefe bewirkt.
2. Zarge (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebeeinrichtung vorgesehen ist zum verschiebbaren Anordnen des zweiten Rahmenteils (20) an dem ersten Rahmenteil (18).
3. Zarge (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeeinrichtung aus mindestens einem Führungselement und mindestens einer Führungseinrichtung besteht, wobei das Führungselement an dem ersten oder dem zweiten Rahmenteil (18, 20) vorgesehen ist und die Führungseinrichtung an dem jeweils anderen Rahmenteil (18, 20) vorgesehen ist, und wobei das Führungselement an der Führungseinrichtung verschiebbar gelagert ist.
4. Zarge (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung eine Führungsnut (26) ist, die in dem ersten oder dem zweiten Rahmenteil (18, 20) gebildet ist, und das Führungselement ein von dem ersten bzw. dem zweiten Rahmenteil (18, 20) vorstehendes Teil (30) ist, das in und entlang der Führungsnut geführt ist.
5. Zarge (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das vorstehende Teil (30) einen keilförmigen Abschnitt (38) aufweist und die Führungsnut (26) mit einer Hinterschneidung (35) versehen ist, wobei der keilförmige Abschnitt (38) und die Hinterschneidung (35) derart zusammenarbeiten, dass zwischen dem ersten Rahmenteil (18) und dem zweiten Rahmenteil (20) eine Formschlussverbindung gebildet wird.
6. Zarge (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der keilförmige Abschnitt (38) des vorstehenden Teils (30) in Form eines Schwalbenkeils (33) und die Führungsnut (26) in Form einer Schwalbenkeilnut (34) gebildet ist.
7. Zarge (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Führungseinrichtung im Wesentlichen senkrecht zur Öffnungsebene der Zarge (1) erstreckt.
8. Zarge (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenumfang des zweiten Rahmenteils (20) kleiner als der Innenumfang des ersten Rahmenteils (18) ist, und das zweite Rahmenteil (20) teleskopartig verschiebbar in dem ersten Rahmenteil (18) aufgenommen ist.
9. Zarge (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine Arretiervorrichtung zum Fixieren einer Verschiebeposition des zweiten Rahmenteils (20) relativ zum ersten Rahmenteil (18) vorgesehen ist.
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