CH711426A2 - Ladewagen. - Google Patents

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CH711426A2
CH711426A2 CH00660/16A CH6602016A CH711426A2 CH 711426 A2 CH711426 A2 CH 711426A2 CH 00660/16 A CH00660/16 A CH 00660/16A CH 6602016 A CH6602016 A CH 6602016A CH 711426 A2 CH711426 A2 CH 711426A2
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Langreiter Hannes
Gensbichler Franz
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Maschb Otto Gruber Ges M B H
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Abstract

Ein Ladewagen weist am Heck eine Aufnahmeeinrichtung (4) mit einem Gehäuse (26) und eine Fördereinrichtung (3) auf. An die an Schwenkarmen (13) gehaltene Aufnahmeeinrichtung (4) schliesst ein Förderkanal (7) an, der eine für das aufzunehmende Gut vorgesehene Leitwand (6) aufweist, welche einerseits mit dem Gehäuse (26) der Aufnahmeeinrichtung (4) oder mit den Schwenkarmen (13) gelenkig verbunden ist und andererseits mit dem Ladewagen in Verbindung steht. Erfindungsgemäss ist eine Steuerung vorgesehen, die den Abstand (20) der Leitwand (6) von der Fördereinrichtung (3) im Wesentlichen konstant hält. Zu diesem Zweck kann die Leitwand (6) mit dem Gehäuse (26) in dessen oberen Bereich gelenkig verbunden und das Gehäuse (26) der Aufnahmeeinrichtung (4) bezüglich der Schwenkarme (13) drehbar sein, wobei die Steuerung eine Drehung des Gehäuses (26) bewirkt, um die durch die Schwenkarme bedingten Abstandsänderungen zu kompensieren. Die Steuerung kann durch zwei Lenker (23, 24) realisiert werden, deren verbindende Achse (22) in einer Führung (21) geführt ist und deren anderes Ende an einem der Schwenkarme (13) bzw. am Gehäuse (26) angelenkt ist.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ladewagen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Solche Ladewagen werden von der Anmelderin derzeit hergestellt. Bei diesen Ladewagen wird das aufzunehmende Gut von der Aufnahmeeinrichtung (Pickup) in den Förderkanal gehoben und von einer in diesen eingreifenden Fördereinrichtung in den Laderaum gefördert. Der Förderkanal reicht von der Aufnahmevorrichtung bis zum Kratzboden und ist von einer Leitwand begrenzt. Die Zinken der Aufnahmevorrichtung können dabei gesteuert oder ungesteuert sein, und auch die Mitnehmer der Fördereinrichtung können gesteuert oder ungesteuert sein.
[0003] Damit sich die Aufnahmeeinrichtung in ihrer Arbeitsstellung an Bodenunebenheiten anpassen bzw. diesen folgen kann, ist sie an Schwenkarmen gelagert. Aus diesem Grund kann die Leitwand nicht fest sein. Bei den bekannten Ladewagen ist die Leitwand mit ihrem unteren Ende um ein Gelenk schwenkbar am Gehäuse der Aufnahmeeinrichtung gelagert, und zwar in deren oberen Bereich. Damit macht die Leitwand bei Bodenunebenheiten die im Wesentlichen vertikale Bewegung der Aufnahmevorrichtung mit und schliesst den Förderkanal ab der Aufnahmevorrichtung ab, unabhängig von deren Stellung. Das andere Ende der Leitwand ist am Ladewagen verschiebbar gelagert. Zum Entladen des Ladewagens kann die Leitwand nach dem Öffnen der hinteren Bordwand um das Gelenk am Gehäuse der Aufnahmeeinrichtung nach unten geklappt werden.
[0004] Bei einer direkten Anlenkung der Leitwand an dem die Aufnahmeeinrichtung haltenden Schwenkarm oder am Gehäuse der Aufnahmeeinrichtung ergibt sich naturgemäss ein bogenförmiger Verlauf des unteren Endes der Leitwand und dadurch ein sich über den durch Bodenunebenheiten erzwungenen Bewegungsverlauf der Aufnahmeeinrichtung sich ändernder Abstand zwischen der Fördereinrichtung und der Leitwand, d.h. die Breite des Förderkanals ändert sich. Dadurch kann es, falls es bei einem grösseren Anfall von aufzunehmendem Gut aufgrund von Bodenunebenheiten zu einer Verengung des Förderkanals kommt, zu einer Verstopfung des Förderkanals bzw. zu einem Festklemmen der Leitwand und damit der Aufnahmevorrichtung kommen, d.h. die Aufnahmevorrichtung liegt dann mit ihren Tasträdern nicht mehr am Boden auf, sodass das aufzunehmende Gut teilweise liegen bleibt.
[0005] Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und einen Ladewagen der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem die Gefahr von Verstopfungen des Förderkanals und des Festklemmens der Leitwand und damit der Aufnahmeeinrichtung weitgehend vermieden sind.
[0006] Erfindungsgemäss wird dies bei einem Ladewagen der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0007] Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ist sichergestellt, dass der Querschnitt des Förderkanals auch beim Überfahren von Bodenunebenheiten im Wesentlichen gleich bleibt. Dadurch ist auch sichergestellt, dass das aufgenommene Gut problemlos durch den Förderkanal gefördert werden kann und dass die Aufnahmevorrichtung auch bei vollem Förderkanal den Bodenunebenheiten stets folgen kann.
[0008] Die Steuerung zur zumindest angenäherten Konstanthaltung des Abstandes zwischen der Fördereinrichtung und der Leitwand des Förderkanals kann beliebig ausgebildet sein.
[0009] So ist es möglich, Sensoren vorzusehen, die die Bewegungen der Aufnahmeeinrichtung, die den Bodenunebenheiten folgt, erfassen, sowie Aktuatoren vorzusehen, die in Abhängigkeit der von den Sensoren gelieferten Signale auf die Leitwand des Förderkanals gegebenenfalls über Lenker und Hebel einwirken und deren Abstand von der Fördereinrichtung konstant halten. Dabei können die Aktuatoren elektrisch oder hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagt sein.
[0010] Besonders einfach lässt sich der Abstand der Leitwand von der Fördereinrichtung konstant halten, indem man die Merkmale des Anspruchs 2 vorsieht, d.h. indem man das Gehäuse der Aufnahmevorrichtung verdreht. Da die Leitwand am Gehäuse in dessen oberen Bereich angelenkt ist, verändert sich dadurch der Abstand der Leitwand von der Fördereinrichtung, sodass man die von den Schwenkarmen bewirkte Abstandsänderung kompensieren kann.
[0011] Eine Verdrehung des Gehäuses lässt sich rein mechanisch bewirken, indem man die Merkmale des Anspruchs 3 vorsieht. Die Konstruktion ist dann besonders einfach und die Kräfteverhältnisse sind besonders günstig, wenn man die Merkmale des Anspruchs 4 vorsieht. Dadurch werden eine entsprechende Robustheit der Konstruktion und ein problemloser Betrieb erreicht.
[0012] Durch die vorgesehene Führung für die die beiden Lenker verbindende Achse und das um die Drehachse der Aufnahmeeinrichtung schwenkbare Gehäuse ergibt sich bei einer Bewegung der die Aufnahmeeinrichtung haltenden Schwenkarme eine im Wesentlichen geradlinige Bewegung der Anlenkung der Leitwand an dem um die Drehachse der Aufnahmeeinrichtung schwenkbaren Gehäuse. Da die Fördereinrichtung ortsfest am Gestell des Ladewagens gehalten ist, ergibt sich somit ein im Wesentlichen konstant bleibender Abstand zwischen der Leitwand und der Fördereinrichtung.
[0013] Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen: <tb>Fig. 1<SEP>eine schematische Darstellung der erfindungsrelevanten Teile eines erfindungsgemässen Ladewagens; <tb>Fig. 2<SEP>den Ladewagen gemäss Fig. 1 in Transportstellung mit angehobener Aufnahmeeinrichtung; <tb>Fig. 3<SEP>den Ladewagen gemäss Fig. 1 in Ladestellung mit abgesenkter Aufnahmeeinrichtung; und <tb>Fig. 4<SEP>den Ladewagen gemäss Fig. 1 mit maximal abgesenkter Aufnahmeeinrichtung im kupierten Gelände.
[0014] Der erfindungsgemässe Ladewagen gemäss den Fig. 1 bis 4 für Blatt- oder Halmgut ist mit einer hinteren Bordwand 1, einem Kratzboden 2, einer Fördereinrichtung 3, einer Aufnahmeeinrichtung 4 mit einem Gehäuse 26 und einem an diese anschliessenden Förderkanal 7 versehen, der einerseits von Abstreifern 5 und andererseits von einer Leitwand 6 begrenzt ist. In diesen Förderkanal greift die Fördereinrichtung 3 ein, die Mitnehmer 8 aufweist, die von einer antreibbaren Welle abstehen und das Ladegut in einen Laderaum 10 befördern.
[0015] Die Aufnahmeeinrichtung 4 weist Federzinken 11 auf, die das Ladegut vom Boden 12 aufnehmen und an die Fördereinrichtung 3 übergeben. Die Aufnahmeeinrichtung 4. weist eine die Federzinken 11 haltende, antreibbare Welle 27 auf. Die Aufnahmeeinrichtung 4 ist mit Schwenkarmen 13, die um eine Drehachse 14 mit dem Ladewagenrahmen verbunden sind, gehalten und kann sich somit innerhalb einer nach oben und nach unten begrenzten bogenförmigen Bahn 15 den Unebenheiten des Bodens 12 durch ein Abtasten mit Tastrollen 15 ́ anpassen. Die Leitwand 6 ist mit der Aufnahmeeinrichtung 4 bzw. dem um die Drehachse der Welle 27 schwenkbaren Gehäuse 26 über ein Gelenk 17 verbunden. Die obere Abstützung der Leitwand 6 übernimmt ein Anschlagrohr 16 am unteren Ende der hinteren hochklappbaren Bordwand 1. Die Leitwand 6, die im Bereich ihres oberen Endes zwischen dem Ende des Kratzbodens 2 und dem Anschlagrohr 16 geführt ist, klappt beim Hochklappen der Bordwand 1 nach unten um.
[0016] Ohne weitere Massnahmen würde sich auch das Gelenk 17 auf einer bogenförmigen Bahn 19 bewegen, wodurch sich der Abstand 20 zwischen der Leitwand 6 und den Abstreifern 5 bei Bodenunebenheiten ändern würde.
[0017] Um bei Lageänderungen der Aufnahmeeinrichtung 4 aufgrund von Bodenunebenheiten eine im Wesentlichen geradlinige Bahn 25 des Gelenks 17 der Leitwand 6 und damit einen im Wesentlichen konstanten Abstand zwischen der Fördereinrichtung 3 bzw. deren Abstreifern 5 und der Leitwand 6 sicherzustellen, ist eine Führung 21 vorgesehen, in die eine Achse 22 eingreift, die zwei Lenker 23, 24 miteinander verbindet.
[0018] Der erste Lenker 23 ist mit seinem anderen Ende am Schwenkarm 13 angelenkt. Der zweite Lenker 24 ist mit dem Gelenk 17 und damit mit dem Gehäuse 26 verbunden, das um die Drehachse der Welle 27 der Aufnahmeeinrichtung 4 schwenkbar ist. Beim Aufheben und Absenken der Aufnahmeeinrichtung 4 gleitet die Achse 22 entlang der Führung 21 und steuert über den Lenker 24 das Gelenk 17 in einer im Wesentlichen geradlinigen Bahn 25. Damit bleibt die Breite des Förderkanals 7 konstant.

Claims (4)

1. Ladewagen für Blatt- oder Halmgut mit einer am Heck des Ladewagens angeordneten Aufnahme- und Fördereinrichtung für das Gut, umfassend eine Aufnahmeeinrichtung (4), die ein Gehäuse (26) aufweist, in dem eine antreibbare, mit Zinken (11) versehene Welle (27) gelagert ist, wobei die Zinken (11) Schlitze des Gehäuses (26) durchgreifen, und eine Fördereinrichtung (3) mit einer antreibbaren, mit Mitnehmern (8) versehenen, am Ladewagen ortsfest gelagerten Welle, wobei an die an Schwenkarmen (13) gehaltene Aufnahmeeinrichtung (4) ein Förderkanal (7) anschliesst, der eine für das aufzunehmende Gut vorgesehene Leitwand (6) aufweist, welche einerseits mit dem Gehäuse (26) der Aufnahmeeinrichtung (4) oder mit den Schwenkarmen (13) gelenkig verbunden ist und andererseits am Ladewagen geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung vorgesehen ist, die den Abstand (20) der Leitwand (6) von der Fördereinrichtung (3) im Wesentlichen konstant hält.
2. Ladewagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwand (6) mit dem Gehäuse (26) in dessen oberen Bereich gelenkig verbunden ist, dass das Gehäuse (26) der Aufnahmeeinrichtung (4) bezüglich der Schwenkarme (13) drehbar ist und dass die Steuerung eine Drehung des Gehäuses (26) bewirkt.
3. Ladewagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung eine Führung (21) aufweist, in der eine Achse (22) geführt ist, die zwei Lenker (23, 24) gelenkig verbindet, dass der erste Lenker (23) mit einem der Schwenkarme (13) gelenkig verbunden ist und dass der zweite Lenker (24) über ein Gelenk (17) mit dem Gehäuse (26) verbunden ist.
4. Ladewagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (21) und der erste Lenker (23) etwa vertikal verlaufen, der zweite Lenker etwa horizontal verläuft und die Leitwand (6) im Bereich des Gelenks (17) mit dem Gehäuse (26) gelenkig verbunden ist.
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