CH712538A2 - Stützkonstruktion, insbesondere für Abstützungen von Radwegen oder Fusswegen. - Google Patents
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Abstract
Es ist eine Stützkonstruktion, insbesondere zur Böschungsstabilisierung im Strassen- und Wegebau sowie zur Terrassierung und Terraingestaltung, beschrieben, die eine Anordnung von Mikropfählen (2), die in einem Horizontalabstand voneinander im Untergrund (U) verankert sind, und eine böschungsseitig der Mikropfähle (2) montierte flächige Rückhaltevorrichtung (4), welche die Bereiche zwischen den Mikropfählen (2) überbrückt und sich auf in Bodennähe an den Mikropfählen (2) montierten Auflagern (6) abstützt, aufweist. An der von der flächigen Rückhaltevorrichtung (4) abgewandten Sichtseite der Stützkonstruktion (1) sind Verkleidungselemente (20) angeordnet, die Fussteile (21) aufweisen, welche sich auf an der Stützkonstruktion (1) montierten Montagehalterungen (15) abstützen und im Untergrund (U) fixiert sind.
Description
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft eine Stützkonstruktion, insbesondere für Abstützungen von Radwegen oder Fusswegen, sowie für Terrassierungen und Terraingestaltungen.
[0002] Im Strassen- und Wegebau, bei Terrassierungen im Gartenbau, bei Terraingestaltungen usw. sind oftmals Stützkonstruktionen erforderlich, beispielsweise um Bankette zu sichern, Böschungen, Hänge oder Gehwege zu stabilisieren, usw. Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Varianten von stabilisierenden Stützkonstruktionen und Bankettsicherungen bekannt. Bei Geländesprüngen können beispielsweise Winkelstützmauern oder Schwergewichtsmauern zum Einsatz kommen. Diese Art von Stützkonstruktion erfordert jedoch einen grossen Aufwand hinsichtlich Aushub und Fundamenten. Für die Herstellung der relativ grossflächigen Fundamente müssen schwere Schalelemente transportiert werden, und es ist in der Regel schweres Gerät für seine Erstellung erforderlich. Wegen der grossflächigen Fundamente und der dafür erforderlichen Mengen an Beton sind Winkelstützwände und Schwergewichtswände relativ teuer und aufwendig in der Herstellung.
[0003] Für Schotterbettverbreiterungen und für die Erstellung von Randwegen bei Schienentrassen sind aus dem Stand der Technik beispielsweise Stützkonstruktionen mit Stützwangen bekannt, die mittels vertikal in den Untergrund getriebenen Mikropfählen bzw. Injektionslanzen an einer Böschung befestigt werden. Zusätzlich zu den vertikalen Mikropfählen können horizontale oder geneigt dazu verlaufende Rückanker vorgesehen sein, um der Stützkonstruktion die erforderliche Stabilität zu verleihen und Auswanderungen, die infolge von Erschütterungen im laufenden Bahnbetrieb auftreten können zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Die Stützwangen bestehen meist aus Betonplatten, die sich auf an den vertikalen Mikropfählen in Bodennähe montierten Schellen abstützen. Der Raum zwischen der Böschung und den Stützwangen wird mit einem Füllmaterial, beispielsweise mit Erdreich, das aus der Umgebung der Böschung abgetragen wurde, aufgefüllt, auf dem dann der neue Randweg angelegt werden kann. Derartige Stützkonstruktionen mit Mikropfählen, Rückankern und Stützwangen erfordern einen deutlich geringeren Aufwand hinsichtlich des Aushubs. Auf Fundamente kann in der Regel gänzlich verzichtet werden. Allerdings erfordern diese Stützkonstruktionen den Transport und die Manipulation von vorgefertigten Betonelementen, welche die Stützwangen bilden. Diese müssen zudem speziell ausgebildet sein, insbesondere seitlich eine spezielle Verzahnung aufweisen, damit sie zu einer durchgehenden Stützkonstruktion zusammengefügt werden können. Die Abstände der Mikropfähle voneinander müssen sehr genau eingehalten werden, damit die in einer vorgegebenen Länge vorgefertigten Stützwangen daran montiert werden können. Es ist unmittelbar einsichtig, dass die erforderliche Genauigkeit des Abstands der Mikropfähle einen nicht unerheblichen, erhöhten Aufwand für deren Setzen erfordert.
[0004] Abgesehen von der Stützfunktion bestehen an Stützkonstruktionen, die ja vielfach im öffentlichen Raum angeordnet sind, auch gewisse Anforderungen hinsichtlich der Ästhetik bzw. des äusseren Erscheinungsbildes. Die Stützkonstruktion soll derart in die Umgebung eingebunden werden können, dass sie zwar als ein gestalterisches Element aber nicht als ein Fremdkörper wahrgenommen wird.
[0005] Es besteht daher der Wunsch, eine Stützkonstruktion dahingehend zu modifizieren, dass sie einfacher und ohne aufwendige Vorarbeiten erstellbar ist und weitgehende Freiheiten hinsichtlich ihrer Einbindung in die Umgebung erlaubt. Dabei soll die hohe Stabilität der Stützkonstruktion nicht beeinträchtigt werden und diese weitgehend unempfindlich gegenüber Erschütterungen sein und eine ausreichende Wasserdurchlässigkeit aufweisen. Zudem soll die Auslegung der Stützkonstruktion es erlauben, dem Verlauf des Terrains einfach zu folgen, ohne dass dafür aufwendige Terrainbegradigungen und Bodenabtragarbeiten erforderlich sind.
[0006] Die Lösung dieser und weiterer Aufgaben besteht in einer Stützkonstruktion, welche die im Patentanspruch 1 angeführten Merkmale aufweist. Weiterbildungen und/oder vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Durch die Erfindung wird eine Stützkonstruktion, insbesondere zur Böschungsstabilisierung, im Strassen- und Wegebau, sowie zur Terrassierung und Terraingestaltung, vorgeschlagen, die eine Anordnung von Mikropfählen, die in einem Horizontalabstand voneinander im Untergrund verankert sind, und eine böschungsseitig der Mikropfähle montierte flächige Rückhaltevorrichtung, welche die Bereiche zwischen den Mikropfählen überbrückt und sich auf in Bodennähe auf an den Mikropfählen montierten Auflagern abstützt, umfasst. An der von der flächigen Rückhaltevorrichtung abgewandten Sichtseite der Stützkonstruktion sind Verkleidungselemente angeordnet, die Fussteile aufweisen, welche sich auf an der Stützkonstruktion montierten Montagehalterungen abstützen und im Untergrund fixiert sind.
[0008] Mikropfähle im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Pfähle mit variablem Durchmesser bis etwa 200 mm. Sie werden als Druckpfähle sowie als Zugpfähle zur Einleitung von Lasten in den Untergrund bzw. den Baugrund angewandt. Die Länge der Mikropfähle richtet sich nach den Baugrundeigenschaften. Die Mikropfähle werden in den Baugrund eingerammt oder eingebohrt und dort beispielsweise mit Zementmörtel ausinjiziert und verpresst. Sie leiten die Lasten mittels Mantelreibung in den Untergrund ein. Beispielsweise können als Mikropfähle Stahlprofile unterschiedlicher Geometrien, wie z.B. Eisenbahnschienen, HEB-Träger bzw. Breitflanschträger, Rohre, etc., zum Einsatz kommen. Als Stahlqualitäten kommen beispielsweise S235, S355, B500, S670 usw. zum Einsatz. Der Bohrdurchmesser für die Mikropfähle richtet sich vor allem nach der Beschaffenheit des Untergrunds, nach den statischen Anforderungen und nach den Korrosionsschutz- bestimmungen, die für die Stützkonstruktion erfüllt sein müssen. Das Injektionsgut ist auf Zementbasis aufgebaut und kann Zuschlagsmittel als Korrosionsschutz aufweisen.
[0009] Die Mikropfähle können am Übergang vom Untergrund zur Oberfläche in eine Betonplombe eingebettet sein. Dadurch kann die Stabilität der Mikropfähle noch weiter verbessert werden. Der Raum zwischen der flächigen Rückhaltevorrichtung und der Böschung wird mit einem Füllmaterial, beispielsweise mit Altschotter oder Steinen verfüllt. Durch den Druck des Füllmaterials auf die Betonplomben können die Mikropfähle in ihrer Setzposition fixiert werden. Dadurch wird die gesamte Stützkonstruktion stabilisiert und kann einem Auswandern entgegengewirkt werden. Die Betonplombe kann dabei etwa kreisförmig oder im Wesentlichen oval ausgebildet sein. Im Fall einer Gründung der Stützkonstruktion auf einem Streifenfundament kann die Betonplombe einen integralen Bestandteil des Fundaments bilden.
[0010] Die Auflager für die Rückhaltevorrichtung können einen schellenartig ausgebildeten Befestigungsabschnitt zur Befestigung des Auflagers an seinem zugehörigen Mikropfahl aufweisen. Die Montage des Auflagers am Mikropfahl erfolgt dann einfach durch Fixieren der den Mikropfahl umgreifenden Arme des Befestigungsabschnitts und durch Festdrehen einer Spannschraube. Der mit dem schellenartigen Befestigungsabschnitt verbundene Abstützabschnitt kann beispielsweise einen sockelartigen Abschnitt aufweisen. Alternativ kann der Abstützabschnitt beispielsweise auch als ein nach oben geöffneter, U-förmiger Aufnahmeabschnitt für die flächige Rückhaltevorrichtung ausgebildet sein.
[0011] Die an der Sichtseite der Stützkonstruktion montierten Verkleidungselemente können an der Stützkonstruktion montiert bzw. mit dieser verbunden sein. Ihre Fussteile können sich an Montagehalterungen abstützen, die an der Stützkonstruktion montiert sind. Indem die Fussteile der Verkleidungselemente im Untergrund fixiert sind, können sie auch unter dem Druck beispielsweise von Erdreich oder von austretendem Wasser nicht von der Stützkonstruktion wegbewegt bzw. abgehoben werden. Vielmehr tragen die derart in den Untergrund eingebundenen Verkleidungselemente sogar zur abstützenden Wirkung der Stützkonstruktion bei.
[0012] Die Verkleidungselemente können eine unterschiedliche Ausgestaltung aufweisen, damit sie sich möglichst gut in die Umgebung einfügen. Eine Ausführungsvariante der Stützkonstruktion kann vorsehen, dass die Verkleidungselemente flächig ausgebildete Elemente umfassen. Diese können Gabionenkörbe, Holzelemente, Betonelemente oder Steinelemente sein. Auch können verschiedene dieser genannten Elemente miteinander kombiniert sein, falls dies aus Gründen einer noch besseren Eingliederung in die Umgebung gewünscht sein sollte.
[0013] Eine weitere Ausführungsvariante der Stützkonstruktion kann vorsehen, dass die Verkleidungselemente als vorgefertigte, abgelängte Bauteile vorliegen. Auf diese Weise können die Verkleidungselemente bereits abseits ihres Montageorts vorgefertigt und für die Montage vorbereitet werden. Gabionenkörbe können beispielsweise im leeren Zustand oder auch bereits mit Steinen gefüllt angeliefert und montiert werden.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Stützkonstruktion kann vorsehen, dass das Fussteil eines jeden Verkleidungselements mittels einer Betoninjektion im Untergrund fixiert ist. Diese Ausführungsvariante bietet sich insbesondere bei einer Stützkonstruktion an, die auf einem Streifenfundament gegründet ist.
[0015] In einer Ausführungsform der Stützkonstruktion kann die flächige Rückhaltevorrichtung ein Drahtgitter umfassen. Drahtgitter gewährleisten in jedem Fall die gewünschte Wasserdurchlässigkeit.
[0016] Eine Ausführungsvariante der Stützkonstruktion kann vorsehen, dass das Drahtgitter mit einer Rahmenkonstruktion verbunden ist, die sich an den Auflagern abstützt und an den Mikropfählen befestigt ist. Die Rahmenkonstruktion verleiht der Stützkonstruktion zusätzliche Stabilität und erlaubt es, eine weniger massive Drahtgitterkonstruktion einzusetzen.
[0017] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung kann das Drahtgitter als Rollenmaterial vorliegen und vor Ort ablängbar und an der Rahmenkonstruktion montierbar sein. Beispielsweise kann das Drahtgitter als ein Wellengitter mit einer Drahtstärke von ca. 3 mm und einer Maschenweiter von etwa 30 mm x 30 mm ausgebildet sein.
[0018] In einer alternativen Ausführungsvariante der Erfindung kann das Drahtgitter in bereits abgelängten Abschnitten vorliegen, die vor Ort an der Rahmenkonstruktion montierbar sind. Bei einer derartigen Ausführungsvariante können beispielsweise Spezialgitter mit einer Drahtstärke von ca. 5 mm zum Einsatz kommen. Diese können eine Maschenweite von etwa 30 mm x 100 mm aufweisen. Im montierten Zustand kann dabei die längere Dimension der Maschen üblicherweise vertikal ausgerichtet sein.
[0019] Schliesslich können in einer weiteren Ausführungsvariante der Stützkonstruktion das Drahtgitter und die Rahmenkonstruktion sogar als vorgefertigte, zusammenmontierte Einheiten ausgebildet sein, die vor Ort an den Mikropfählen montierbar und miteinander verbindbar sind.
[0020] Das Drahtgitter kann eine Maschenweite aufweisen, deren kleinste Abmessung 25 mm bis 31 mm, vorzugsweise 30 mm, beträgt. Die kleinste Dimension der Maschenweite definiert die Mindestkorngrösse des in den Raum zwischen dem Drahtgitter und der Böschung eingefüllten Füllmaterials, beispielsweise Altschotter, welches üblicherweise eine Korngrösse von mindestens 32 mm besitzt.
[0021] Eine Ausführungsvariante der Stützkonstruktion kann vorsehen, dass das Drahtgitter böschungsseitig von einer Geotextilie abgedeckt ist. Die Geotextilie kann beispielsweise ein synthetisches Gewebe oder ein synthetischer Vliesstoff oder ein Verbundstoff sein. Die böschungsseitig angeordnete Geotextilie dient zu Zurückhaltung von Erdreich. Dabei kann sie wasserdurchlässig ausgebildet sein, um einen übermässigen Druckaufbau auf der Böschungsseite zu verhindern.
[0022] Eine weitere Ausführungsvariante der Stützkonstruktion kann vorsehen, dass die Geotextilie sich wenigstens über einen Teilbereich der Böschung erstreckt und diese abdeckt. Die Abdeckung mit der Geotextilie kann zur Bewehrung der Böschung, zur Vermeidung von Hangrutschungen und als Erosionsschutz dienen.
[0023] Bei einem Ausführungsbeispiel der Stützkonstruktion können die Montagehalterungen im Wesentlichen L-förmig ausgebildete Metallprofile sein, die an der Rahmenkonstruktion einhängbar sind. Die Montagehalterungen können zur besseren Abstützung und Fixierung der Verkleidungselemente dienen, bis deren Fussteile im Untergrund fixiert werden. Erfolgt dies beispielsweise durch ein Betoninjektionen, so werden dabei die bodennahen Abschnitte der Montagehalterungen mit fixiert und in den Beton eingebunden. Dadurch kann eine weitere Versteifung der Gesamtkonstruktion erreicht werden.
[0024] In einer weiteren Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Stützkonstruktion kann die Rahmenkonstruktion aus hohlen Rechteckrohrprofilen zusammengesetzt sein. Hohle Rechteckrohrprofile sind in verschiedenen Querschnitten erhältlich. Die Rahmenkonstruktion kann daher auf die zu erwartende Belastung hin ausgelegt werden. Die Rahmenkonstruktion kann modular aufgebaut sein und beispielsweise Rahmenmodule von 40 cm, 60 cm und 80 cm Höhe aufweisen. Die hohlen Rechteckrohrprofile können mit Steckschienen sehr einfach miteinander verbunden werden. Indem die als Verbinder dienenden Steckschienen mit unterschiedlichen Winkeln ausgebildet sind, können die an den Mikropfählen befestigten Rahmenkonstruktionen einfach zusammengefügt und dem Terrain gemäss ausgebildet werden. Bei Bahnanwendungen kann dadurch beispielsweise eine Mastfundierung sehr einfach umgangen werden, um einen freien Zugang zu ermöglichen. Die als Verbinder dienenden Steckschienen können dabei in einem Winkel von bis zu 90° abgewinkelt sein und ermöglichen dadurch den Aufbau einer Rahmenkonstruktion, welche aus in einem Winkel von 90° zueinander angeordneten Modulen besteht. Als Verbinder können beispielsweise Steckschienen eingesetzt werden, welche variable Kröpfungswinkel aufweisen. In einer Ausführungsvariante können beispielsweise Steckschienen verwendet werden, die einen Winkel von 0°, 15°, 30°, 45° und 90° aufweisen.
[0025] Die Mikropfähle der Stützkonstruktion können in einer Ausführungsvariante der Erfindung voneinander einen Horizontalabstand aufweisen, der ca. 1 m bis 3 m, vorzugsweise etwa 2 m bis 2,5 m, beträgt. Der Abstand der Mikropfähle ist dabei als ihr Achsabstand definiert. Der Abstand der Mikropfähle hängt von der Beschaffenheit des Untergrunds, von der gewünschten Form, Geometrie und Höhe der Stützkonstruktion und von den statischen Anforderungen an die Stützkonstruktion ab.
[0026] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung können die Mikropfähle mit einer horizontal verlaufenden Ebene im Untergrund, in der Regel der Betonplombe, einen Winkel von 60° bis 90° einschliessen. Dabei sind die Mikropfähle bei Winkeln kleiner als 90° zur Böschung hin geneigt. Die Mikropfähle dienen vor allem der Ableitung der einwirkenden Vertikalkräfte aus der Stützkonstruktion in den Untergrund. Darüber hinaus können die Mikropfähle auch Schubkräfte aufnehmen und so die globale Stabilität der Böschung erhöhen.
[0027] In einer weiteren Ausführungsvariante der Stützkonstruktion können die Mikropfähle mit wenigstens Rückankern verbunden sein, die gegenüber einer Längserstreckung der Mikropfähle um einen Winkel von 5° bis 45°, vorzugsweise etwa 15°, geneigt und vom bergseitigen Untergrund wegweisend im Untergrund verankert sind. Im Volumensbereich, der vom Füllmaterial eingenommen wird, kann jeder Rückanker mit einem Schutzrohr vor mechanischen Beschädigungen geschützt sein. Die Rückanker können als Stahl- oder Kunststoffanker, beispielsweise GFK-Stabanker mit unterschiedlichen Durchmessern ausgebildet sein. Insbesondere GFK-Stabanker weisen eine hohe Korrosionsbeständigkeit, eine hohe Zugfestigkeit, ein geringes Gewicht und eine leichte Biegbarkeit auf. Zudem sind sie relativ einfach zu versetzen. Der Bohrungsdurchmesser und der Durchmesser des Rückankers richten sich nach den statischen Anforderungen des Untergrunds und nach den jeweiligen Korrosionsschutzbestimmungen. Die Rückanker können beispielsweise auch als Seilanker ausgebildet sein, die in unbehandelt, verzinkt, oder rostfrei ausgebildet sein können, und die jeweils in einem Schutzrohr angeordnet sein können. Jeder Rückanker kann mit einem zugehörigen Mikropfahl verbunden sein. Beispielsweise kann die Verbindung als eine Seilschlaufe um einen Mikropfahl ausgebildet sein. Die Rückanker dienen vor allem zur Einleitung der einwirkenden Horizontalkräfte auf die Stützkonstruktion in den Untergrund. Darüber hinaus erhöhen die Rückanker auch die globale Hangstabilität des Untergrunds.
[0028] In einer Ausführungsvariante der Stützkonstruktion können die an den Mikropfählen angeordneten Rückanker einen Horizontalabstand voneinander aufweisen, der 1 m bis 3 m, vorzugsweise etwa 2 m bis 2,5 m, beträgt. Der Abstand der Rückanker ist dabei als der Achsabstand definiert.
[0029] Abhängig von der vertikalen Höhe der Stützkonstruktion können keine, eine, zwei oder mehrere Lagen von Rückankern angeordnet sind. Dabei können die Lagen von Rückankern voneinander einen Vertikalabstand von 0,4 m bis 1 m, vorzugsweise etwa 0,6 m, aufweisen. Bis zu einer Höhe der Stützkonstruktion von weniger als 0,8 m sind in der Regel keine Rückanker erforderlich. Es kann ausreichen, eine genügend grosse Anzahl von Mikropfählen in relativ geringem Abstand voneinander, beispielsweise ca. 1 m, zu setzen. Bei einer vertikalen Höhe der Stützkonstruktion von bis zu 2 m können ein oder zwei vertikal übereinander angeordnete Lagen von Rückankern angeordnet sein. Die Rückanker der verschiedenen Lagen sind vorzugsweise exakt übereinander angeordnet. Die Rückhaltevorrichtung für das Füllmaterial, insbesondere die Rahmenkonstruktion und das Drahtgitter kann ebenfalls modular aufgebaut sein, um die erforderliche Höhe zu erreichen. Dabei können Rahmenelemente mit vorgegebenen Abmessungen übereinander angeordnet werden.
Analoges gilt auch für das Drahtgitter. Die Gesamthöhe der wasserdurchlässigen Stützvorrichtung beträgt maximal 2 m; üblich ist eine Höhe von 1 m.
[0030] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer beispielsweisen Ausführungsvariante der Stützkonstruktion. Es zeigen in nicht massstabsgetreuer schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf eine Sichtseite einer Stützkonstruktion gemäss der Erfindung; und
Fig. 2 einen Querschnitt der Stützkonstruktion aus Fig. 1.
[0031] Eine Ausführungsvariante einer Stützkonstruktion gemäss der Erfindung ist in Fig. 1 und in Fig. 2 jeweils gesamthaft mit dem Bezugszeichen 1 versehen. Derartige Stützkonstruktionen 1 kommen beispielsweise für Abstützungen im Bahn-, Strassen- und Wegebau, sowie zur Terrassierung und Terraingestaltung zur Anwendung. Die Stützkonstruktion 1 umfasst eine Anordnung von Mikropfählen 2,2', die in einem horizontalen Abstand a voneinander im Untergrund U einer Böschung B verankert sind. Der horizontale Abstand a der Mikropfähle 2 voneinander beträgt etwa 1 m bis 3 m, typischerweise etwa 2 m bis 2,5 m. Der Abstand der Mikropfähle 2, 2' ist dabei als Achsabstand definiert. Die Achsen der Mikropfähle 2, 2' sind in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet. Üblicherweise sind die horizontalen Abstände a voneinander benachbarten Mikropfählen 2, 2' etwa gleich gross. Dies ist jedoch keine zwingende Bedingung; je nach der Geländebeschaffenheit und nach der Geometrie der Stützkonstruktion 1 können die Abstände a benachbarter Mikropfähle auch verschieden gross sein. Die Mikropfähle 2 sind im Wesentlichen vertikal zum Untergrund angeordnet. Sie können jedoch auch in Richtung der Böschung B geneigt sein. Dabei können die Mikropfähle mit einer horizontalen Ebene im Untergrund U einen Winkel X von bis zu 60° einschliessen.
[0032] Die Mikropfähle 2 sind Pfähle mit einem variablen Durchmesser von beispielsweise bis zu etwa 200 mm. Sie können als Druckpfahle sowie als Zugpfähle zur Einleitung von Lasten in den Untergrund bzw. den Baugrund angewandt werden. Die Mikropfähle 2 weisen eine axiale Länge auf. die sich nach den Baugrundeigenschaften richtet. Die Mikropfähle 2 werden in den Baugrund eingerammt oder eingebohrt und dort beispielsweise mit Zementmörtel ausinjiziert und nachverpresst. Sie leiten die Lasten mittels Mantelreibung in den Untergrund ein. Beispielsweise können als Mikropfähle Stahlprofile unterschiedlicher Geometrien, wie z.B. Eisenbahnschienen, HEB-Träger bzw. Breitflanschträger, Rohre, etc., zum Einsatz kommen. Als Stahlqualitäten kommen beispielsweise S235, S355, B500, S670 usw. zum Einsatz. Der Bohrungsdurchmesser für die Mikropfähle 2 richtet sich vor allem nach der Beschaffenheit des Untergrunds, nach den statischen Anforderungen und nach den Korrosionsschutzbestimmungen, die für die Stützkonstruktion 1 erfüllt sein müssen. Das Injektionsgut ist auf Zementbasis aufgebaut und kann Zuschlagsmittel als Korrosionsschutz aufweisen.
[0033] Eine Rahmenkonstruktion 3 überbrückt die Zwischenräume zwischen den Mikropfählen 2. Die Rahmenkonstruktion 3 kann beispielsweise aus hohlen Rechteckrohrprofilen zusammengesetzt sein. Dabei dienen beispielsweise Steckschienen (nicht dargestellt) als Verbinder für die Rechteckrohrprofile. Ein Drahtgitter 4 ist böschungsseitig angeordnet und mit der Rahmenkonstruktion verbunden. Das Drahtgitter 4 kann beispielsweise ein Wellengitter mit einer Drahtstärke von etwa 3 mm sein und eine Maschenweite von ca. 30 mm x 30 mm aufweisen. Eine alternative Ausführungsvariante des Drahtgitters 4 kann ein Drahtstärke von beispielsweise ca. 5 mm und eine Maschen weite von etwa 30 mm x 100 mm aufweisen. Dabei bezeichnet die grössere Länge die vertikale Dimension der Maschen des Drahtgitters 4. Die Kombination aus Rahmenkonstruktion 3 und Drahtgitter 4 bildet eine Rückhaltevorrichtung für ein Füllmaterial 10 (Fig. 2), das in den Raum zwischen der Stützkonstruktion 1 und der Böschung B. Das Füllmaterial kann beispielsweise Altschotter mit einer Korngrösse von wenigstens 32 mm sein. In Verbindung mit der minimalen Maschenweite des Drahtgitters von ca. 30 mm ist sichergestellt, dass das Füllmaterial vom Drahtgitter 4 zurückgehalten wird. Das Drahtgitter 4 kann als Rollenmaterial vorliegen und vor Ort auf die gewünschte Länge abgelängt werden, bevor es mit der Rahmenkonstruktion 3 verbunden wird. Weist das Rollenmaterial nicht die richtige Höhe auf, kann auch diese vor Ort korrigiert werden. Alternativ kann das Drahtgitter 4 auch in bereits vorabgelängten Bahnen vorliegen, die vor Ort mit der Rahmenkonstruktion 3 verbunden werden können. Schliesslich können die Rahmenkonstruktion 3 und das Drahtgitter 4 auch als bereits vorgefertigte Einheiten vorliegen, die gemeinsam vor Ort an den Mikropfählen 2 befestigt werden können.
[0034] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, kann das Drahtgitter 4 böschungsseitig zusätzlich mit einer Geotextilie 9 abgedeckt sein. Beispielsweise handelt es sich dabei um ein synthetisches Geovlies oder um ein synthetisches Gewebe oder einen Verbundstoff. Die Geotextilie 9 kann beispielsweise direkt am Drahtgitter 4 befestigt sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Geotextilie 9 auch an der Rahmenkonstuktion 3 befestigt sein. Die böschungsseitig angeordnete Geotextilie 9 dient zum Zurückhalten von Erdreich. Dabei kann sie wasserdurchlässig ausgebildet sein, um einen übermässigen Druckaufbau auf der Böschungsseite zu verhindern. Die Geotextilie kann einen Verlängerungsabschnitt 91 aufweisen, der sich wenigstens über einen Teilbereich der Böschung B erstreckt und diese abdeckt. Die Abdeckung mit dem Verlängerungsabschnitt 91 der Geotextilie 9 kann zur Bewehrung der Böschung B, zur Vermeidung von Hangrutschungen und als Erosionsschutz dienen.
[0035] Das freie Ende jedes Mikropfahls 2 kann, wie in Fig. 1 dargestellt, mit einem kappenartigen Steckaufsatz 7 abdeckgedeckt sein. Der kappenartige Steckaufsatz 7 kann auch noch mit einem klammerartigen Fortsatz 71 (Fig. 2) ausgestattet sein, der zur Fixierung wenigstens der Rahmenkonstruktion dienen kann.
[0036] Die Schnittdarstellung der Stützkonstruktion in Fig. 2 zeigt, dass jeder Mikropfahl 2 in ein Streifenfundament 5 eingebettet ist. Das Streifenfundament kann im Bereich der Mikropfähle zu einer Betonplombe (nicht dargestellt) erweitert sein. Diese kann beispielsweise eine ovale Form aufweisen mit einer längsten Erstreckung 1 in Richtung der Böschung B. Beispielsweise beträgt die längste Erstreckung in Richtung der Böschung B etwa 15 cm bis 50 cm, vorzugsweise 20 cm bis 40 cm. Der Mikropfahl 2 ist dabei in der Nähe des von der Böschung B entfernten Endes der Betonplombe angeordnet, so dass ein sich von der Aussenwandung des Mikropfahls 2 in Richtung der Böschung B erstreckender Abschnitt der Betonplombe länger ist als ein in Gegenrichtung verlaufender Abschnitt der Betonplombe. Durch die Betonplombe kann der Mikropfahl 2 zusätzlich im Untergrund U stabilisiert werden. Das in den Raum zwischen der Stützkonstruktion 1 und der Böschung B eingefüllte Füllmaterial drückt auf den längeren Abschnitt der Betonplombe und stabilisiert die Lage des Mikropfahls 2 zusätzlich.
[0037] Fig. 2 zeigt weiters, dass die Rahmenkonstruktion 3 sich auf einem Auflager 6 abstützt, das mit dem zugehörigen Mikropfahl 2 verbunden ist. Beispielsweise weist das Auflager 6 dazu einen schellenartig ausgebildeten Befestigungsabschnitt auf. Der schellenartige Befestigungsabschnitt ist über eine Spannschraube um den Mikropfahl 2 fixierbar. An den Befestigungsabschnitt des Auflagers schliesst ein Abstützabschnitt an, der im dargestellten Ausführungsbeispiel sockelartig ausgebildet sein kann. Das Auflager 6 ist kann wenigstens zum Teil in das Streifenfundament 5 bzw. in eine Betonplombe eingebettet sein. Dadurch bleibt es in seiner Lage fixiert, auch wenn sich die Spannschraube 62 infolge von Erschütterungen lösen sollte.
[0038] Das mit der Rahmenkonstruktion 3 verbundene Drahtgitter 4 kann in einer nicht näher dargestellten Weise mit der Rahmenkonstruktion 3 verbunden sein. Beispielsweise werden dazu Drahtklammem oder Drahtschlaufen eingesetzt. Der kappenartige Steckaufsatz 7, der das freie Ende des Mikropfahls 2 abdeckt, kann mit einem klammerartigen Fortsatz 71 ausgestattet sein. Beim Aufsetzen des kappenartigen Steckaufsatzes 7 auf den Mikropfahl wird durch den klammerartigen Fortsatz 71 ein oberer Querholm 31 der Rahmenkonstruktion 3 automatisch fixiert. Ein unterer Querholm 32 der Rahmenkonstruktion kann ebenfalls beispielsweise mit einer Klammer oder einer Drahtschlaufe am Mikropfahl 2 fixiert werden. In der Regel ist eine gesonderte Fixierung jedoch nicht erforderlich, da die Rahmenkonstruktion 3 zusammen mit dem Drahtgitter 4 durch den Druck des Füllmaterials 10 gegen die Mikropfähle gepresst und dadurch fixiert wird.
[0039] Ab einer vertikalen Bauhöhe von 80 cm der Stützkonstruktion 1 kann diese, wie in Fig. 2 dargestellt, auch noch Rückanker 8 aufweisen, die im Untergrund U der Böschung B verankert sind. Die Rückanker 8 sind gegenüber einer Längserstreckung der Mikropfähle 2 um einen Winkel ß von 5° bis 45°, vorzugsweise etwa 15°, geneigt und von der Böschung B wegweisend im Untergrund U verankert. Die Rückanker 8 sind vorzugsweise in direkter Nachbarschaft zu den Mikropfählen angeordnet und mit diesen beispielsweise über eine Seilschlaufe 81 verbunden. Im Volumensbereich, der vom mit dem Bezugszeichen 10 angedeuteten Füllmaterial eingenommen wird, kann jeder Rückanker 8 mit einem nicht näher dargestellten Schutzrohr vor mechanischen Beschädigungen geschützt sein. Die Rückanker 8 können als Stahloder Kunststoffanker, beispielsweise GFK-Stabanker mit unterschiedlichen Durchmessern ausgebildet sein. GFK-Staban-ker weisen eine hohe Korrosionsbeständigkeit, eine hohe Zugfestigkeit, ein geringes Gewicht und eine leichte Biegbarkeit auf. Zudem sind sie relativ einfach zu versetzen. Die Bohrungsdurchmesser und die Durchmesser der Rückanker 8 richten sich nach den statischen Anforderungen des Untergrunds U und nach den jeweiligen Korrosionsschutzbestimmungen. Gemäss der dargestellten Ausführungsvariante können die RückankerS beispielsweise auch als unbehandelte, verzinkte oder rostfreie Seilanker ausgebildet sein, die jeweils in einem Schutzrohr 82 angeordnet sind. Die Rückanker 8 erhöhen die globale Hangstabilität des Untergrunds. Die Rückanker 8 können vorzugsweise an den Mikropfählen 2 angeordnet sein. Benachbarte Rückanker 8 weisen dabei einen Horizontalabstand voneinander auf, der 1 m bis 3 m, vorzugsweise etwa 2 m bis 2,5 m, beträgt. Der Abstand der Rückanker 8 ist dabei als Achsabstand definiert.
[0040] Abhängig von der vertikalen Höhe der Stützkonstruktion können auch mehrere Lagen von Rückankern 8 übereinander angeordnet sein. Dabei können die Lagen von Rückankern 8 voneinander einen Vertikalabstand von 0.4 m bis 1 m, vorzugsweise etwa 0,6 m, aufweisen.
[0041] An der von der Böschungsseite abgewandten Sichtseite der Stützkonstruktion 1 sind Verkleidungselemente 20 angeordnet. Die Verkleidungselemente können an der Stützkonstruktion 1 montiert bzw. mit dieser verbunden sein. Die Verkleidungselemente 1 weisen Fussteile21 auf, die sich an Montagehalterungen 15 abstützen. Die Montagehalterungen 15 sind im wesentlichen L-förmig ausgebildet und besitzen beispielsweise ein hakenförmig ausgebildetes Montageende, mittels dessen sie an der Stützkonstruktion 1 montierbar sind. Beispielsweise werden die Montageenden der Montagehalterungen 15 einfach in einen mittleren Querholm 33 der Rahmenkonstruktion 3 eingehängt. Je nach Bauhöhe der Rahmenkonstruktion 3 können die Montagehalterungen 15 auch in den oberen Querholm 31 der Rahmenkonstruktion 3 eingehängt werden.
[0042] Die Fussteile 21 der Verkleidungselemente 20 können im Untergrund U fixiert sein. Die Fixierung der Fussteile 21 erfolgt beispielsweise mittels einer Betoninjektion 51. Die Betoninjektion 51 verbindet sich mit dem Streifenfundament 5 und bildet einen integralen Bestandteil desselben.
[0043] Die Verkleidungselemente 20 können je nach den Anforderungen eine unterschiedliche Ausgestaltung aufweisen, damit sie sich möglichst gut in die Umgebung einfügen. Beispielsweise sind die Verkleidungselemente 20, wie in Fig. 2 angedeutet, als flächige Gabionenkörbe ausgebildet, die mit Schotter. Gesteinsbruch oder dergleichen befüllt sein können. In alternativen Ausführungsvarianten können die flächigen Verkleidungselemente 20 beispielsweise auch als Holz
Claims (17)
- elemente. Betonelemente oder Steinelemente ausgebildet sein. Auch können verschiedene dieser genannten Elemente miteinander kombiniert sein, falls dies aus Gründen einer noch besseren Eingliederung in die Umgebung gewünscht sein sollte. Die Verkleidungselemente 20 können als vorgefertigte, abgelängte Bauteile vorliegen. Auf diese Weise können die Verkleidungselemente 20 bereits abseits ihres Montageorts vorgefertigt und für die Montage an der Rahmenkonstruktion 3 vorbereitet werden. Gabionenkörbe können beispielsweise im leeren Zustand oder auch bereits mit Steinen gefüllt angeliefert und montiert werden. [0044] Die vorstehende Beschreibung eines konkreten Ausführungsbeispiels der Erfindung dient nur zur Erläuterung der erfindungswesentlichen Aspekte und ist nicht als einschränkend zu betrachten. Vielmehr wird die Erfindung durch die Patentansprüche und die sich dem Fachmann erschliessenden und vom allgemeinen Erfindungsgedanken umfassten Äquivalente definiert. Patentansprüche1. Stützkonstruktion, insbesondere zur Böschungsstabilisierung im Strassen- und Wegebau, sowie zur Terrassierung und Terraingestaltung, umfassend eine Anordnung von Mikropfählen (2, 2'), die in einem Horizontalabstand (a) voneinander im Untergrund (U) einer Böschung (B) verankert sind, und eine böschungsseitig der Mikropfähle (2, 2') montierte flächige Rückhaltevorrichtung, welche die Bereiche zwischen den Mikropfählen (2, 2») überbrückt und sich auf in Bodennähe an den Mikropfählen (2, 2*) montierten Auflagern (6) abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass an der von der flächigen Rückhaltevorrichtung abgewandten Sichtseite der Stützkonstruktion (1) Verkleidungselemente (20) angeordnet sind, die Fussteile (21) aufweisen, welche sich auf an der Stützkonstruktion (1) montierten Montagehalterungen (15) abstützen und im Untergrund (U) fixiert sind.
- 2. Stützkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungselemente (20) flächig ausgebildete Elemente aus der Gruppe bestehend aus Gabionenkörben, Holzelementen, Betonelementen, Steinelementen und Kombinationen der genannten Elemente umfassen.
- 3. Stützkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungselemente (20) als vorgefertigte, abgelängte Bauteile vorliegen.
- 4. Stützkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fussteil (21) eines jeden Verkleidungselements (20) mittels einer Betoninjektion (51) im Untergrund (U) fixiert ist.
- 5. Stützkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flächige Rückhaltevorrichtung ein Drahtgitter (4) umfasst.
- 6. Stützkonstruktion nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtgitter (4) mit einer Rahmenkonstruktion (3) verbunden ist, die sich an den Auflagern (6) abstützt und an den Mikropfählen (2) befestigt ist.
- 7. Stützkonstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtgitter (4) als Rollenmaterial vorliegt und vor Ort ablängbar und an der Rahmenkonstruktion (3) montierbar ist.
- 8. Stützkonstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtgitter (4) in abgelängten Abschnitten vorliegt, die vor Ort an der Rahmenkonstruktion (3) montierbar sind.
- 9. Stützkonstruktion nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtgitter (4) und die Rahmenkonstruktion (3) als vorgefertigte zusammenmontierte Module ausgebildet sind, die vor Ort an den Mikropfählen (2) montierbar und miteinander verbindbar sind.
- 10. Stützkonstruktion nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtgitter böschungsseitig von einer Geotextilie (9), vorzugsweise einem Geovlies, abgedeckt ist.
- 11. Stützkonstruktion nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Geotextilie (9) einen Verlängerungsabschnitt (91) aufweist, der sich wenigstens über einen Teilbereich der Böschung (B) erstreckt und diese abdeckt.
- 12. Stützkonstruktion nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagehalterungen (15) im wesentlichen L-förmig ausgebildete Metallprofile sind, die an der Rahmenkonstruktion (3) einhängbar sind.
- 13. Stützkonstruktion nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmenkonstruktion (3) aus hohlen Rechteckrohrprofilen zusammengesetzt ist.
- 14. Stützkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einander benachbarte Mikropfähle (2) einen Horizontalabstand (a) voneinander aufweisen, der 1 m bis 3 m, vorzugsweise etwa 2 m bis 2,5 m, beträgt.
- 15. Stützkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikropfähle (2) mit einer horizontal verlaufenden Ebene im Untergrund (U) einen Winkel (λ) von 60° bis 90° einschliessen, wobei die Mikropfähle (2) bei Winkeln kleiner als 90° zur Böschung hin geneigt sind.
- 16. Stützkonstruktion nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ab einer Höhe der flächigen Rückhaltevorrichtung von 80 cm eine Anzahl von Rückankern (8) aufweist, die vorzugsweise mit den Mikro pfählen (2) verbunden sind und gegenüber einer Längserstreckung der Mikropfähle (2) um einen Winkel (ß) von 5° bis 45°, vorzugsweise etwa 15°, geneigt und von der Böschung (B) wegweisend im Untergrund (U) verankert sind.
- 17. Stützkonstruktion nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Rückanker (8) voneinander einen Horizontalabstand aufweisen, der 1 m bis 3 m, vorzugsweise etwa 2 m bis 2,5 m beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH00752/16A CH712538A2 (de) | 2016-06-13 | 2016-06-13 | Stützkonstruktion, insbesondere für Abstützungen von Radwegen oder Fusswegen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH00752/16A CH712538A2 (de) | 2016-06-13 | 2016-06-13 | Stützkonstruktion, insbesondere für Abstützungen von Radwegen oder Fusswegen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH712538A2 true CH712538A2 (de) | 2017-12-15 |
Family
ID=60623928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH00752/16A CH712538A2 (de) | 2016-06-13 | 2016-06-13 | Stützkonstruktion, insbesondere für Abstützungen von Radwegen oder Fusswegen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH712538A2 (de) |
-
2016
- 2016-06-13 CH CH00752/16A patent/CH712538A2/de not_active Application Discontinuation
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