CH713434A2 - Verankerungsdose für die temporäre Befestigung einer Konsole für Gerüst- und Abschalungsplatten an einer Teilbaute und Einsteckdeckel zum temporären Verschliessen einer Verankerungsdose. - Google Patents
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Abstract
Die Verankerungsdose (1) ist aus zwei Schalenhälften (13, 15), die miteinander verbunden sind, aufgebaut. Vorzugsweise sind die Schalenhälften (13, 15) aus einem Stanz- und Umformteil aus Stahl bestehend oder aus einem hochfesten Kunststoff.
Description
Beschreibung [0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Verankerungsdose gemäss Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 10 sowie ein Einsteckdeckel gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 13.
[0002] Verankerungsdosen werden in Wände aus Beton einbetoniert und dienen danach dazu, an der mit der Verankerungsdose versehenen Teilbaute ohne weitere Befestigungsmittel Konsolen für Gerüste oder zum Abstützen von Abschalplatten aufzulegen. Da Gerüste und Abschalplatten grosse Masse aufweisen, müssen die Konsolen sehr gut in der Teilbaute verankert sein. Aus Sicherheitsgründen werden Ausführungen verlangt, die Lasten von mehreren Tonnen aufnehmen können. Eine bekannte Verankerungsdose für eine Kletterkonsole ist aus der CH 710 500 bekannt. Diese umfasst ein rechteckförmiges Gehäuse aus Kunststoff, das aus herstellungstechnischen Gründen auf der Rückseite durch einen aufgeschweissten Deckel verschlossen werden muss. Während des Betonierens muss auch die vordere Öffnung durch einen Einsteckdeckel verschlossen werden. Zum Einhängen des L- oder hakenförmigen Endes an der Konsole ist am Gehäuseteil im Anschluss an einen rechteckförmigen Einführbereich unten ein erweiterter Teil des Gehäuses ausgebildet. Um die Kräfte, die über den Haken auf das Gehäuse wirken aufnehmen zu können, ist im Übergang vom Einführbereich zum darunter liegenden erweiterten Bereich des Gehäuses ein Armierungseisen eingelegt, mit welchem die Zugkraft von der Konsole nach hinten in den Beton übertragen wird. Die mit flachen Seitenwänden ausgebildete Verankerungsdose ist nicht genügend verankert, wenn diese nicht durch ein Armierungseisen zusätzlich im Beton gegen Ausreissen geschützt ist. Alternativ oder zusätzlich zum Armierungseisen kann auch unterhalb des Einführungsbereichs ein Armierungseisen gelegt werden, um die Kräfte zu übernehmen.
[0003] Bei einer weiteren bekannten Verankerungsdose folgt auf den im Querschnitt rechteckförmigen Einführbereich hinten ein oberhalb und unterhalb des Einführbereichs sich erstreckender Raum. In einer solchen Verankerungsdose kann ein Haken mit T-förmigem Ende eingeführt werden. Allerdings ist dazu der Einführbereich horizontal liegend ausgerichtet und die Konsole muss zum Einführen in die Horizontale gebracht werden, was zum Beispiel bei aufgestecktem Abschalplattenhalter aufwendig ist.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Verankerungsdose zu schaffen, die bei gleichen oder sogar kleineren Abmessungen höhere Auszugskräfte aufnehmen kann und bei der die Konsole in vertikaler Stellung mit einem L-oder T-förmigen Haken sicher getragen wird.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Verankerungsdose, die kostengünstiger herstellbar ist und die bisherigen Auszugswerte auch ohne Armierungseisen als Rückhaltemittel erreicht bzw. überschreitet.
[0005] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Einsteckdeckels zum Verschliessen der Verankerungsdose, welcher das Innere der Verankerungsdose sicher gegen den Zutritt von Betonwasser verschliesst.
[0006] Gelöst werden diese Aufgaben durch eine Verankerungsdose gemäss den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 2 sowie durch einen Einsteckdeckel gemäss dem Merkmal des Patentanspruchs 13.
[0007] Durch die Fertigung der Verankerungsdose aus zwei miteinander verbundenen Schalenhälften aus Stahl oder aus Kunststoff, wird einerseits erreicht, dass nicht nachträglich eine Rückwand zum Verschliessen der Verankerungsdose befestigt werden muss und zum anderen die Ausgestaltung und Geometrie der Verankerungsdose per se höhere Auszugskräfte erlaubt. Eine aus Stahl hergestellte Verankerungsdose kann durch wenige Stanz- und Tiefziehschritte auf einem einzigen Folgewerkzeug ab Band in einer Stanzmaschine hergestellt werden, und zwar nicht nur ausgestanzt und umgeformt, sondern auch nach dem Drehen einer ersten Schalenhälfte kann die Verbindung durch Bördelung mit der zweiten Schalenhälfte im Folgewerkzeug erfolgen. Alternativ kann die Verbindung der beiden Schalenhälften durch Schweissen, bei Kunststoffschalenhälften durch Ultraschallschweissen, bei Schalenhälften aus Stahl durch beliebige Schweissmetho-den wie Punkt- oder Rollennahtschweissen erfolgen. Durch die Ausbildung eines ungleich langen Einführbereichs, nämlich ein längerer Bodenbereich gegenüber einem kürzeren Deckenbereich, wird eine sichere Verankerung der Konsole erreicht und insbesondere werden die Auszugskräfte an geeigneter optimaler Stelle aufgenommen und in das Gehäuse der Verankerungsdose eingeleitet. Die Auszugskräfte können durch Rippen oder Buckel von den Seitenwänden im Wesentlichen über die gesamte Höhe der Verankerungsdose in maximalem Abstand von der Oberfläche der Teilbaute in die Teilbaute abgeleitet und übernommen werden. Bei noch höheren Anforderungen bezüglich der Auszugkräfte kann an der flanschartigen Verlängerung an der Rückwand ein Stab durch eine Ausnehmung hindurchgeführt werden. Wird die Verankerungsdose aus Kunststoff hergestellt, so können die zwei Schalenhälften durch ein Filmscharnier miteinander verbunden sein und durch Zusammenklappen der beiden Hälften und Verschweissen entlang der Ränder der Schalenhälften, die als Flansche ausgebildet sein können, wird ebenfalls eine Verankerungsdose gebildet, die äusserst hohe Auszugskräfte übernehmen kann.
[0008] Bei Verwendung der Verankerungsdose an Sichtmauerwerken kann die Stahlkante an der Öffnung der Verankerungsdose durch eine in diesem Bereich aufgespritzte Kunststoffschicht, einen aufgesteckten Kunststoffrahmen oder eine Verzinkung der Verankerungsdose gegen Rost geschützt werden. Die bei der beschriebenen Herstellungsart ohnehin dichte Verankerungsdose kann durch den erfindungsgemässen Einsteckdeckel mit einer Labyrinthdichtung zuverlässig gegen Eintritt von Betonwasser geschützt werden.
[0009] Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Verankerungsdose,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung der Verankerungsdose von schräg hinten,
Fig. 3 eine Frontansicht der Verankerungsdose,
Fig. 4 einen Aufriss der Verankerungsdose,
Fig. 5 eine Rückansicht der Verankerungsdose,
Fig. 6 eine Seitenansicht der Verankerungsdose mit einem Verankerungsstab und Fig. 7 eine perspektivische zapfenseitige Ansicht eines Einsteckdeckels.
[0010] In den Fig. 1 bis 6 ist die Verankerungsdose mit Bezugszeichen 1 bezeichnet. In den Figuren ist die Seitenwand 3 mit einer darin eingeprägten Rippe 5 und einem Buckel 7 sichtbar. Die Rippe 5 und der Buckel 7 sind nahe der Rückwand 31 ausgebildet, also so weit wie möglich von der Öffnung 21 der Verankerungsdose 1 und folglich von der Oberfläche der Teilbaute entfernt angeordnet. Eine weitere etwas feinere zweite Rippe 9 ist im Bereich der Öffnung 21 sichtbar. Die feine Rippe 9 dient der Verankerung der Verankerungsdose 1 in einem vorgefertigten Betonelement. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verankerungsdose 1 sich nicht aus dem Betonelement lösen kann, bevor dieses weiterverarbeitet wird. Die Seitenwand 3 wird von einem Flansch 11 umgeben, welcher dazu dient, die aus zwei spiegelsymmetrischen Schalenhälften 13 und 15 bestehende Verankerungsdose 1 zusammenzuhalten. Auf der linken Seite ist der Flansch 11 breiter und von einer Ausnehmung 17 durchbrochen. Durch die Ausnehmung 11 kann, falls zur weiteren Erhöhung der Auszugskraft benötigt, ein Stab 19 zur zusätzlichen Verankerung geführt sein (Fig. 6).
[0011] In der Frontansicht der Verankerungsdose 1 gemäss Fig. 3 ist die im Wesentlichen rechteckförmige Öffnung 21 ersichtlich. Weiter ist ersichtlich bei einer aus Stahl hergestellten Verankerungsdose 1, wie die beiden Schalenhälften durch einen Bördel 23 miteinander verbunden sind. Ein Einführbereich 25 weist eine im Wesentlichen parallel verlaufende Decken- (27) und Bodenwand (29) auf, die sich an die Öffnung 21 anschliessen. Die Bodenwand (29) ist länger als die Deckenwand (27). Die Deckenwand (27) führt vom geradlinig ausgebildeten Einführbereich (25) in einen erweiterten Gehäuseteil über. Der an den geraden Bereich anschliessende im Wesentlichen rechtwinklig dazu verlaufende erste Abschnitt 27' der Deckenwand 27 wird bogenförmig durch einen zweiten Abschnitt 27" weitergeführt. Auf der gegenüberliegenden Seite an der Bodenwand 29 folgt nach dem geradlinigen Abschnitt 29" ein rechteckig oder spitzwinklig dazu liegenderzweiter Wandabschnitt 29". Auch dieser geht über in einen bogenförmigen und anschliessend etwa geradlinigen dritten Wandabschnitt 29"' der in einem spitzen Winkel zum gegenüber liegenden Wandabschnitt 27" liegt. Diese beiden Wandabschnitte 27" und 29'" werden durch die Rückwand 31 miteinander verbunden.
[0012] In der Fig. 6 ist ein Einsteckdeckel 33 in Perspektive von hinten dargestellt. Mit Bezugszeichen 35 ist eine Deckplatte 35 mit konischem Rand 37 ersichtlich, welcher Rand 37 nach dem Einbetonieren des Einsteckdeckels 33 in einer Teilbaute dazu dient, den Einsteckdeckel 33 leicht aus der Wand lösen zu können. Der einen rechteckförmigen Ouerschnitt aufweisende Zapfen 39 ist auf der Rückseite der Deckplatte 35 angeformt. Beabstandet zur Oberfläche des Zapfens 39 ist auf der Deckplatte 35 ein umlaufender Steg 41 angeformt, der in einem Abstand zur Oberfläche des Zapfens 39 diesen umgibt und eine Labyrinthdichtung bildet, wenn der Zapfen 39 über dem Rand der Öffnung 21 an der Verankerungsdose 1 vollständig eingeschoben ist. Zwischen dem Steg 41 und der Oberfläche des Zapfens 39 wird die Vorderkante im Bereich der Öffnung 21 der Verankerungsdose 1 aufgenommen.
Legende der Bezugszeichen [0013] I Verankerungsdose 3 Seitenwand 5 Rippe 7 Buckel 9 Rippe II Flansch 13 erste Schalenhälfte 15 zweite Schalenhälfte 17 Ausnehmung
Claims (13)
19 Stab 21 Öffnung 23 Bördel 25 Einführbereich 27 Deckenwand 29 Bodenwand 31 Rückwand 33 Einsteckdeckel 35 Deckplatte 37 konischer Rand 39 Zapfen 41 Steg Patentansprüche
1. Verankerungsdose für die temporäre Befestigung einer Konsole für Gerüst- und Abschalungsplatten an einer Teilbaute, umfassend ein Gehäuse mit einer mit einem Deckel (33) temporär verschliessbaren Öffnung (21), einem an die Öffnung (21) anschliessenden Einführbereich (25) für einen Haken an der Konsole und einen hinter dem Einführbereich 25 liegender Aufnahmebereich des Hakens in eingehängter Position, wobei das Gehäuse zwei Seitenwände (13', 15'), eine die Seitenwände (13', 15') oben verbindende Deckenwand (27) und unten eine zum Einführbereich (25) abgesenkten Bodenwand (29) und eine Rückwand (31) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse aus zwei Schalenhälften (13, 15) besteht.
2. Verankerungsdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenhälften (13,15) aus Stahl oder Kunststoff bestehen und entlang der Bodenwand (29), der Rückwand (31) und der Deckenwand (35) miteinander verbundenen sind.
3. Verankerungsdose nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenhälften (13, 15) spiegelbildlich oder aus nicht spiegelbildlichen Schalenhälften (13, 15) ausgebildet und miteinander verschweisst sind.
4. Verankerungsdose nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenhälften (13, 15) aus Stahl durch einen Stanz- und Umformvorgang in einem einzigen oder in mehr als einem Folgewerkzeug erzeugt sind.
5. Verankerungsdose nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalenhälften (13,15) aus Stahl durch Bördelung der flanschartig gestalteten Kantenbereiche (11) im Folgewerkzeug und/oder durch einen Schweissvorgang miteinander verbunden sind.
6. Verankerungsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführbereich () je parallel verlaufende Boden-, Seiten- sowie Deckenwandbereiche aufweist und dass im Einführbereich (25) die Länge des Bodenbereichs kürzer ist als diejenige des Deckenbereichs.
7. Verankerungsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass oben im Anschluss an den Einführbereich (25) ein nach oben erweiterter oberer Rückhalteraum mit einem im Wesentlichen rechtwinklig zur Deckenwand (27) verlaufenden ersten Wandabschnitt () ausgebildet ist und dass unten im Anschluss an den Einführbereich (25) ein nach unten erweiterter unterer Rückhalteraum mit einem im Wesentlichen recht- bis spitzwinklig zur Bodenwand (29) verlaufenden zweiten Wandabschnitt ausgebildet ist.
8. Verankerungsdose nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten und dem zweiten Wandabschnitt (27', 27")in spitzem Winkel verlaufende dritte und vierte Wandabschnitte anschliessen, die durch einen fünften Wandabschnitt miteinander verbunden sind.
9. Verankerungsdose nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des vierten Wandabschnitts in einer flanschartigen Erweiterung der Schalenhälften (13, 15) eine Ausnehmung (17) zur Aufnahme eines Stabs (19) ausgebildet ist.
10. Verankerungsdose für die temporäre Befestigung einer Konsole für Gerüst- und Abschalungsplatten an einer Teilbaute, umfassend ein Gehäuse mit einer mit einem Deckel (33) temporär verschliessbaren Öffnung (21), einem an die Öffnung (21) anschliessenden Einführbereich (25) für einen Haken an der Konsole und einen hinter dem Einführbereich 25 liegender Aufnahmebereich des Hakens in eingehängter Position, wobei das Gehäuse zwei Seitenwände (13', 15'), eine die Seitenwände (13', 15') oben verbindende Deckenwand (27) und unten eine zum Einführbereich (25) abgesenkten Bodenwand (29) und eine Rückwand (31), dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenwänden (13', 15') nach aussen gerichtete Rippen (9) und/oder Buckel (7) ausgebildet sind.
11. Verankerungsdose nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (9) und/oder die Buckel (7) überwiegend im von der Öffnung am weitesten entfernten hinteren Bereich der Verankerungsdose (1) ausgebildet sind.
12. Verankerungsdose nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante an der Öffnung 21 mit einem Lack beschichtet ist oder einen aufgespritzten Kunststoffüberzug umfasst oder dass die Verankerungsdose durch eine Verzinkung geschützt ist.
13. Einsteckdeckel (33) mit einer Deckplatte (35) und einem Zapfen (39) zum temporären Verschliessen der Öffnung (21) des Gehäuses einer Verankerungsdose (1), dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite der Deckplatte (35) ausserhalb des in das Gehäuse einzudringen bestimmten Zapfens (39) in einem Abstand ein umlaufender Steg (41) ausgebildet ist, welcher den Gehäuserand an der Öffnung (21) bei auf dem Gehäuse aufgestecktem Einsteckdeckel (33) umfasst.
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