CH717174A2 - Schliessvorrichtung für ein Gewehr. - Google Patents

Schliessvorrichtung für ein Gewehr. Download PDF

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CH717174A2
CH717174A2 CH00237/20A CH2372020A CH717174A2 CH 717174 A2 CH717174 A2 CH 717174A2 CH 00237/20 A CH00237/20 A CH 00237/20A CH 2372020 A CH2372020 A CH 2372020A CH 717174 A2 CH717174 A2 CH 717174A2
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locking
locking device
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CH00237/20A
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Büschlen Flavio
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Flavio Bueschlen
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Abstract

Die Schliessvorrichtung für ein Gewehr umfasst einen Handgriff (5), welcher am Gehäuse des Gewehrs befestigbar ist und in welchen ein mechanisches Schloss (9) eingefügt ist, und eine Sperre (4), welche durch Betätigen des Schlosses zwischen einer Sperrstellung und einer Freistellung bewegbar ist. Gemäss einem ersten Aspekt weist der Handgriff eine Ausnehmung (5a) auf, aus welcher die Sperre (4) ragt zur Wirkung auf ein Sicherungsorgan (12) zum Sichern und Entsichern des Abzugs (13) derart, dass die Sperre in der Sperrstellung das Sicherungsorgan beim Sichern des Abzuges sperrt und in der Freistellung das Sicherungsorgan freigibt. Gemäss einem zweiten Aspekt weist der Handgriff eine Ausnehmung auf, in welche ein Ende eines Einstellorgans einer Druckpunkteinstelleinrichtung einfügbar ist, so dass dieses durch die Sperre in der Sperrstellung sperrbar und in der Freistellung freigebbar ist.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schliessvorrichtung für ein Gewehr.
[0002] Es gibt erschreckend viele Unfälle, Suizide und Morde mit Gewehren, welche durch Menschen ausgelöst werden, die nicht Besitzer der jeweiligen Gewehre sind. In der Schweiz beispielsweise geschehen 25% der Suizide durch Schusswaffen, wovon die Hälfte Armeewaffen sind (zumeist Sturmgewehr 90).
[0003] Auch kann es Vorfälle gegeben, in welchen z.B. ein Einbrecher sich einer Waffe, welche sich im Haus befindet, bemächtigen will, um sie benutzen zu können.
[0004] Um eine unbefugte Verwendung des Gewehrs zu vermeiden, existieren diverse Sperrvorrichtungen wie Abzugsschlösser, Magazinschachtschlösser oder auch Laufsperren. Diese haben aber den Nachteil, dass sie nicht direkt in der Waffe integriert sind und dadurch leicht verloren gehen können oder aus Bequemlichkeit gar nicht erst eingesetzt werden. Weiter dauert die Befreiung der Waffe von diesen Schlössern im Ernstfall meistens zu lange.
[0005] In der US9976827B2sind elektronische und mechanische Schliessvorrichtungen beschrieben, welche ein aus dem Handgriff ragendes Blockierelement aufweisen, das direkt auf den Abzugszüngel wirkt. Dies hat den Nachteil, dass das Blockierelement von aussen sehr leicht erkennbar ist, insbesondere auch für eine unbefugte Person. Diese kann daher ohne Weiteres versuchen, das Blockierelement gewaltsam zu entfernen, z.B. mit einem Schraubenzieher oder einer Feile, und so die Schliessvorrichtung ausser Kraft zu setzen. Die elektronischen Schliessvorrichtungen haben dazu den Nachteil, dass sie eine Energiequelle benötigen. Dadurch ist eine genügende Zuverlässigkeit nicht gegeben, denn es kann nicht sichergestellt werden, dass die Energiequelle immer genügend Energie zum Betreiben der Vorrichtung liefert.
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schliessvorrichtung zu schaffen, mit welcher ein Gewehr zuverlässig gesichert werden kann. Eine Schliessvorrichtung, die diese Aufgabe löst, ist im Anspruch 1bzw. 2angegeben. Die weiteren Ansprüche geben bevorzugte Ausführungen sowie ein Gewehr mit einer Schliessvorrichtung an.
[0007] Durch das Vorsehen eines mechanischen Schlosses kann die Benutzung des Gewehrs zuverlässig individualisiert werden. Die Sperre der Schliessvorrichtung hat eine Sperrstellung, in welcher welche sie z.B. auf ein Sicherungsorgan in Form einer Sicherungswelle oder auf ein Einstellorgan in Form einer Druckpunkteinstellschraube wirken kann, so dass der Abzug nicht weit genug bewegt werden kann, um einen Schuss auszulösen.
[0008] Gemäss einem ersten Aspekt weist die Schliessvorrichtung eine aus dem Handgriff ragende Sperre auf, die dazu dient, wahlweise ein betätigbares Sicherungsorgan zu sperren und freizugeben, welches sich im Abzugsgehäuse des Gewehrs befindet und zum Sichern und Entsichern des Abzugs dient. Ist der Handgriff am Gewehr montiert, so befindet sich die Sperre im Handgriff bzw. im Abzugsgehäuse und ist somit nicht von aussen sichtbar und auch nicht ohne Weiteres zugänglich, um sie ausser Kraft zu setzen. Die Schliessvorrichtung ist derart auslegbar, dass sie nachträglich an einem Gewehr angebracht werden kann, indem lediglich der Handgriff ersetzt und gegebenenfalls eine Bohrung im Abzugsgehäuse des Gewehrs erzeugt wird, welche einen Durchgang der Sperre zum Sicherungsorgan bildet.
[0009] Gemäss einem zweiten Aspekt ist eine Schliessvorrichtung für ein Gewehr, bei welchem der Druckpunkt mit einem Einstellorgan verstellbar ist, vorgesehen. Das Ende des Einstellorgans ist in eine Ausnehmung im Handgriff einfügbar und durch eine Sperre wahlweise sperrbar und freigebbar. Die Sperre befindet sich im Handgriff und ist somit von aussen nicht sichtbar und kann auch nicht unbefugterweise ohne Weiteres ausser Kraft gesetzt werden. Die Schliessvorrichtung ist derart auslegbar, dass sie nachträglich an einem Gewehr angebracht werden kann, indem lediglich der Handgriff ersetzt wird.
[0010] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf Figuren erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Teil eines Gewehrs mit einer erfindungsgemässen Schliessvorrichtung gemäss einem ersten Ausführungsbeispiel in einer Ansicht geschnitten in der Mittelebene des Abzugsgehäuses, wobei sich die Schliessvorrichtung in einer Sperrstellung befindet; Fig. 2 eine Explosionsansicht von Teilen der Schliessvorrichtung aus Fig. 1zusammen mit einem Schlüssel; Fig. 3 die Ansicht gemäss Fig. 1zusammen mit einem Schlüssel, wobei sich die Schliessvorrichtung in einer weiteren Sperrstellung befindet; Fig. 4 die Ansicht gemäss Fig. 1zusammen mit einem Schlüssel, wobei sich die Schliessvorrichtung in einer Freistellung befindet; Fig. 5 eine perspektivische Ansicht des Abzugs- und Schlagmechanismus für das Gewehr gemäss Fig. 1in einer ersten und einer zweiten Stellung; Fig. 6 eine Draufsicht der Sicherungseinrichtung zum Sichern und Entsichern eines Gewehrs gemäss Fig. 1; Fig. 7 eine perspektivische Ansicht des Abzugsgehäuse des Gewehrs aus Fig. 1zusammen mit einer Bohrlehre und einem Bohrer; Fig. 8 einen Teil eines Gewehrs mit einer Druckpunkteinstelleinrichtung und einer erfindungsgemässen Schliessvorrichtung gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel in einer Ansicht geschnitten in der Mittelebene des Abzugsgehäuses, wobei sich die Schliessvorrichtung in einer Sperrstellung befindet; Fig. 9 eine Variante des Sperrbolzens der Schliessvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht, und Fig. 10 eine Variante eines Schlosses zusammen mit einem Schlüssel in einer perspektivischen Ansicht.
Erstes Ausführungsbeispiel
[0011] Fig. 1zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Schliessvorrichtung, welche an einem Gewehr angebracht ist. Dieses ist z.B. in Form eines AR-15Gewehrs oder eines anderen halb- oder vollautomatischen Gewehrs ausgebildet.
[0012] In Fig. 1, welche nur einen Teil des Gewehrs zeigt, sind u.a. folgende Komponenten 1-6, 8-14zu sehen:
Komponente 1:
[0013] Diese Komponente ist das Abzugsgehäuse 1, in welchem sich die wesentlichen Teile befinden, die für die Schussauslösung benötigt werden. Um die Schliessvorrichtung montieren zu können, ist eine Bohrung 1a an der richtigen Stelle in dem Abzugsgehäuse 1angebracht.
Komponente 2:
[0014] Diese Komponente ist Teil der Schliessvorrichtung und stellt eine Arretierungsbüchse 2dar, die fest an einem Sperrbolzen 4angebracht ist. Sie steht im gesperrten Zustand am Abzugsgehäuse 1und im entsperrten Zustand an der Gewindebüchse 3im Handgriff 5an. Dadurch wird gewährleistet, dass nach einer vorgegebenen Anzahl Umdrehungen im Uhr- sowie im Gegenuhrzeigersinn am Schloss 9nicht mehr weitergedreht werden kann. Die Arretierungsbüchse 2dient somit als Endanschlag für die Vor- sowie Rückwärtsbewegung.
Komponente 3:
[0015] Diese ist eine Gewindebüchse 3, welche die axiale Bewegung des Sperrbolzens 4ermöglicht. Sie beinhaltet ein Innengewinde 3a. Ein dazu passendes Aussengewinde 4b befindet sich am Sperrbolzen 4. Die Gewindebüchse 3kann zum Beispiel als Mehrkant, beispielsweise Sechskantmutter oder Vierkantmutter, ausgeführt sein, und ist in einer komplementär ausgebildeten Ausnehmung 5c, welche Teil eines Durchgangs 5a im Handgriff 5ist, gehalten und so gegen ein Verdrehen gesichert.
Komponente 4:
[0016] Diese Komponente ist ein Sperrbolzen 4, welcher das Aussengewinde 4b beinhaltet, das zusammen mit dem Innengewinde 3a der Gewindebüchse 3eine axiale Bewegung ermöglicht. Im in Fig. 1dargestellten gesperrten Zustand greift das distale Ende 4a des Sperrbolzens 4in eine Ausnehmung 12a in der Sicherungswelle 12, an welcher der Sicherungshebel 12c gekoppelt ist (vgl. Fig. 6), derart, dass dieser nicht gedreht werden kann. Der Sperrbolzen 4sorgt letztendlich für die Sperrung des Sicherungshebels 12in der sichernden Position. Dadurch wird ebenfalls das Zurückziehen des Abzuges 13und folglich die Schussabgabe verhindert.
Komponente 5:
[0017] Hier ist ein Handgriff 5zu erkennen, welcher dazu eingerichtet ist, die Sperrvorrichtung mit einem mechanischen Schloss 9aufzunehmen. Der Handgriff 5weist zwei Durchgänge 5a und 5b auf, welche sich jeweils von seiner Unterseite zu seiner am Abzugsgehäuse 1anliegenden Oberseite erstrecken.
[0018] Im ersten Durchgang 5a sind die Teile der eigentlichen Sperrvorrichtung so angeordnet, dass das Ende 4a des Sperrbolzens 4aus dem Handgriff 5hinaus- und in das Abzugsgehäuse 1hineinragen kann.
[0019] Im zweiten Durchgang 5b ist eine Schraube 10eingeführt, mit welcher der Handgriff 5an das Abzugsgehäuse 1angeschraubt ist. Zu diesem Zweck kann die Gewindebohrung 1b im Abzugsgehäuse 1verwendet werden, in welcher der übliche Handgriff angeschraubt wird.
[0020] Der Handgriff 5kann Markierungen aufweisen, um den gesperrten Zustand und z.B. eine Zwischenposition des Sperrbolzens 4(„Schnellentsperrung“) anzuzeigen. Die Markierungen können z.B. so angebracht sein, dass ein jeweiliger Zustand mit der Stellung des Schlüssels 15(vgl. Fig. 2) korrespondiert. Auch das Vorsehen z.B. eines Bolzens, der im gesperrten Zustand aus dem Handgriff 5hervorsteht, um so visuell den gesperrten Zustand anzuzeigen, ist denkbar.
Komponente 6:
[0021] Diese Komponente ist ein Zylinderstift 6, welcher die Übertragung der Drehbewegung des Kupplungsstücks 8auf den Sperrbolzen 4ermöglicht.
Komponente 8:
[0022] Hier ist ein Kupplungsstück 8gezeigt, welches mithilfe des Zylinderstifts 6eine Drehbewegung des Sperrbolzens 4bei gleichzeitig axialer Bewegung ermöglicht und welches in einem im proximalen Ende 4c des Sperrbolzens 4gebildete Vertiefung greift. Der Zylinderstift 6geht durch eine im Kupplungsstück 8gebildete Bohrung hindurch und liegt jeweils endseitig in Schlitzen 4d, die entlang der Vertiefung im Ende 4c gebildet sind, vgl. Fig. 2. Beim Bedienen des Schlosses 9drehen somit Kupplungsstück 8und Sperrbolzen 4gleichzeitig, wobei sich jedoch der Sperrbolzen 4in axialer Richtung relativ zum Kupplungsstück 8verschieben kann.
Komponente 9:
[0023] Diese Komponente stellt ein Zylinderschloss 9dar. Diese weist ein Zylindergehäuse 9c auf, welches fest im Handgriff 5montiert ist und in welchem der Zylinderkern 9b mit dem Schlüsselkanal 9a drehbar angeordnet ist, vgl. auch Fig. 2. Das Kupplungsstück 8ist drehfest mit dem inneren Ende des drehbaren Zylinderkerns 9b verbunden.
[0024] Das Schloss 9gewährleistet, dass nur unter Verwendung des richtigen Schlüssels 15das Gewehr entsperrt werden kann.
[0025] Anstelle eines Zylinderschlosses oder ergänzend dazu sind auch andere mechanische Schlösser, wie Zahlenschlösser, einsetzbar.
Komponente 10:
[0026] stellt die Handgriffschraube 10dar, welche den Handgriff 5am Gewehr befestigt.
Komponente 11:
[0027] Diese ist ein Verschlusszapfen 11, welcher endseitig einen Anschlag aufweist. Nach dem Befestigen des Handgriffs 5durch Anbringen der Handgriffschraube 10wird der Verschlusszapfen 11in den Durchgang 5b bis zum Anschlag eingeschoben und dann eingeklebt. Dadurch wird der direkte Zugang zur Handgriffschraube 10verhindert, so dass diese nicht ohne Weiteres mehr gelöst werden kann. Somit wird verhindert, dass eine nicht-autorisierte Person rasch den Handgriff 5entfernen und somit die Wirkung der Schliessvorrichtung ausser Kraft setzen kann.
[0028] Alternativ oder ergänzend ist es denkbar, am drehbaren Zylinderkern 9b eine radiale Verlängerung vorzusehen, welche in der geschlossenen Position des Schlosses 9auf den Verschlusszapfen 11wirkt, so dass dieser blockiert ist und nicht entfernt werden kann. Diese Blockierung kann aufgebhoben werden, wenn mit dem Schlüssel 15der Zylinderkern 9b gedreht wird.
[0029] Weiter ist es denkbar, den Verschlusszapfen 11zumindest teilweise aus hartem Material zu fertigen. Beispielsweise kann ein Kern und/oder Mantel für den Verschlusszapfen 11vorgesehen sein, der aus gehärtetem Stahl ist.
Komponente 12:
[0030] Hier ist die Sicherungswelle 12dargestellt, an welche der am Abzugsgehäuse 1aussenliegende Sicherungshebel 12c gekoppelt ist zur Handhabung durch den Benutzer, vgl. Fig. 6. Die Sicherungswelle 12weist einen Mitteilteil auf, der eine längs abgeschnittene Zylinderform aufweist. Es ergibt sich somit eine zylinderförmige Fläche 12b, die sich über einen bestimmten Winkelbereich erstreckt und die über eine eben Fläche 12a verbunden ist. Beidseitig des Mitteilteils sind Anschlusstücke 12d, 12e vorgesehen, welche zur drehbaren Lagerung der Sicherungswelle 12dienen. Um eine Rasterung der mittels des Sicherungshebels 12einstellbaren Positionen vorzugeben, kann mindestens ein Anschlussstück, beispielsweise 12d, Mulden 12f aufweisen, in welcher ein federbeaufschlagtes Element eingreift.
[0031] Wirkt der Sperrbolzen 4nicht auf die Sicherungswelle 12, kann der Sicherungshebel 12c zwischen zwei Endpositionen hin und her geschwenkt werden: einer gesicherten Endposition, in welcher der Abzug 13durch die Sicherungswelle 12gesperrt ist, und einer entsicherten Endposition, in welcher der Abzug 13freigegeben ist. Je nach Ausgestaltung des Gewehrs können mehrere entsicherte Positionen für die Sicherungswelle 12vorgesehen sein, z.B. eine Position für einen Einzelschuss und eine Position für einen Mehrfachschuss. Der Sicherungshebel 12c dient somit hier nebst dem Sichern und Entsichern auch zur Feuerwahl.
[0032] In der Sperrstellung gemäss Fig. 1wird die Sicherungswelle 12durch die Schliessvorrichtung daran gehindert, genug weit bewegt werden zu können, um den Abzug 13freizugeben. Durch Drehen am Schloss 9um eine bestimmte Anzahl Drehungen in eine bestimmte Drehrichtung wird die Sicherungswelle 12durch den Sperrbolzen 4freigegeben.
Komponente 13:
[0033] Stellt den Abzug 13dar. Wie auch Fig. 5zeigt, umfasst der Abzug 13einen Abzugsstollen 13b und einen Abzugszüngel 13c. Die Elemente 13b, 13c sind hier fest miteinander verbunden. Der Abzug 13ist um die Achse 21eines Unterbrechers 22drehbar. In Fig. 5ist weiter der Schlaghammer 23zu sehen, der um die Achse 24drehbar ist. Das hintere Ende 13a des Abzugsstollens 13b ist durch die Sicherungswelle 12blockierbar, so dass der Abzug 13nicht betätigt werden kann. Das vordere Ende 13d des Abzugsstollens 13b wirkt zur Schussauslösung auf den Schlaghammer 23, so dass dieser entspannt wird und nach vorne schnellt. In Fig. 5sind Abzug 13und Schlaghammer 23in der Position, in welcher der Abzug 13betätigt wurde und der Schlaghammer 23entspannt ist, in ausgezogenen Linien dargestellt, während die gestrichelten Linien 13', 23' die Position von Abzug 13und Schlaghammer 23in der Ausgangsposition darstellen, in welcher der Schlaghammer 23gespannt ist.
Komponente 14:
[0034] Diese stellt eine Bohrung 14dar, welche im Handgriff 5gebildet ist und in welcher ein (hier nicht dargestelltes) Federdruckelement 16eingepresst wird, vgl. Fig. 2. Dieses wirkt auf Vertiefungen 9e, welche am drehbaren Teil des Schlosses 9gebildet sind. Dadurch können Rastpositionen für die Stellung des Schlosses 9und somit des Sperrbolzens 4vorgegeben werden. Beispielsweise ist eine erste Rastposition vorgesehen, wenn sich das Schloss 9und somit der Sperrbolzen 4in der sperrenden Position befinden, und eine oder mehrere weitere Rastpositionen, in welchen der Schlüssel jeweils im Schloss 9um einen bestimmten Winkel gedreht ist, so dass sich der Sperrbolzen 4in einer anderen sperrenden oder freigebenden Position befindet.
[0035] Fig. 2zeigt Teile der Schliessvorrichtung zusammen mit einem Schlüssel 15. Dieser umfasst ein Handhabungsende 15a und einen in den Schlüsselkanal 9a des Zylinderkerns 9b einführbaren, die Kodierung aufweisenden Schlüsselschaft 15b. Das Handhabungsende 15a ist z.B. in Form eines Flügels ausgebildet, wobei der Schlüsselschaft 15b exzentrisch zur Mitte des Flügels 15a angeordnet ist. Der Flügel 15a ragt somit auf der einen Seite des Schlüsselschaftes 15b mit einer vergrösserten Fläche heraus, so dass sich der Schlüssel 15z.B. mit dem Daumen der Schusshand einfach drehen lässt und dadurch ein schnelles Entsichern der Schliessvorrichtung ermöglicht wird. Das Handhabungsende 15a kann Einbuchtungen 15c aufweisen, so dass es eine Form aufweist, die noch besser am Daumen anliegt.
[0036] In Fig. 2ist weiter eine Raste in Form eines Federdruckelements 16zu sehen, welches einen Stift aufweist, der in die Bohrung 14im Handgriff 5gemäss Fig. 1eingepresst werden kann, sowie eine auf eine Kugel wirkende Feder. Diese Kugel kontaktiert den Rand eines scheibenförmigen Teils 9d, welches am Zylinderkern 9b befestigt ist, z.B. mittels Schrauben, und welches somit mit diesem mitdreht. Eine Rastposition ist durch eine im Rand des Teils 9d gebildete Mulde 9e definiert, in welche die Kugel der Raste 16greifen kann.
Funktionsweise:
[0037] Nachfolgend wird anhand der Fig. 1, 3und 4die Funktionsweise der Schliessvorrichtung genauer erläutert. In diesen Fig. 1, 3und 4ist insbesondere die Lage des Sperrbolzens 4mit der Arretierungsbüchse 2, der Sicherungswelle 12und des Abzuges 13unterschiedlich dargestellt.
Fig. 1:
[0038] Im Abzugsgehäuse 1befindet sich u.a. der Abzugstollen 13b des Abzuges 13. Hier ist die Schliessvorrichtung im gesperrtem Zustand gezeigt, wobei die Sicherungswelle 12durch Betätigen des Sicherungshebels 12c bereits so weit, wie dies der Sperrbolzen 4zulässt, in Richtung des entsicherten Zustands, d.h. hier im Uhrzeigersinn, bewegt worden. An der Markierung am Handgriff 5kann der gesperrte Zustand abgelesen werden. Ein Weiterbewegen wird durch den Sperrbolzen 4verhindert. Der Abstand zwischen dem Ende 13a des Abzuges 13und der Sicherungswelle 12ist hier zu klein, um den Abzug 13genug weit zurückziehen und einen Schuss auslösen zu können.
[0039] Die Arretierungsbüchse 2schlägt am Abzugsgehäuse 1an und dient somit als Endschlag, so dass das Schloss 9nicht weiter in Sperrrichtung (z.B. im Uhrzeigersinn) bewegt werden kann.
[0040] Wird versucht, den Sicherungshebel 12c weiter zu bewegen, stösst er am Sperrbolzen 4an, der aufgrund der Gewindeverbindung zwischen seinem Aussengewinde 4b und dem Innengewinde 3a in der Gewindebüchse 3nicht verschoben werden kann. Die Gewindebüchse 3ist zwischen dem Abzugsgehäuse 1und dem Handgriff 5eingeklemmt, wodurch die Kraft, welche beim Versuch den Sicherungshebel 12c weiter in Richtung des entsperrten Zustandes zu bewegen auftritt, auf den Handgriff 5wirkt.
Fig. 3:
[0041] Hier befindet sich der Sperrbolzen 4in einer Zwischenposition, die eine Schnellentsperrung erlaubt.
[0042] Die Ausgangslage ist wie in Fig. 1, indem die Sicherungswelle 12mittels des Sicherungshebels 12c bereits soweit wie möglich aus der sicherenden Endposition hin zur entsperrten Position in eine Zwischenposition bewegt wurde. Vorzugsweise ist dabei die Lage des Sperrbolzens 4in der Sperrstellung so gewählt, dass die Sicherungswelle 12bereits aus seiner Rastposition bewegt worden ist, welche durch die Mulde 12f (vgl. Fig. 6) vorgegeben ist. Der Abstand zwischen dem Ende 13a des Abzuges 13und der Sicherungswelle 12ist jedoch nach wie vor zu klein, um den Abzug 13genug weit zurückziehen und einen Schuss auslösen zu können.
[0043] Nun wird der Schlüssel 15in das Schloss 9geschoben, wie dies durch den Pfeil P1angedeutet ist. Aufgrund der besonderen Form des Handhabungsendes 15a des Schlüssels 15kann dieser z.B. mit dem Daumen der Schusshand in die Freistellung um z.B. eine halbe Umdrehung bewegt werden, wie dies durch den Pfeil P2angedeutet ist. Durch die Rasterung, welche durch das Federdruckelement 16in der Bohrung 14vorgegeben ist, wird der Schlüssel 15nach dieser halben Umdrehung positioniert. Der Sperrbolzen 4hat dann die Stellung, wie in Fig. 3dargestellt. Dabei ist der Sperrbolzen 4nun genügend weit eingefahren, so dass der Sicherungshebel 12c aus seiner Zwischenposition soweit frei bewegbar ist, dass eine Schussauslösung möglich ist. Die Sicherungswelle 12ist in der Zwischenposition bereits soweit gedreht, dass das hintere Ende 13a des Abzugs 13bereits an der ebenen Fläche 12a der Ausnehmung anliegt. Der Sicherungshebel 12c muss daher nicht mehr unbedingt manuell weiterbewegt werden, sondern beim Durchziehen des Abzugs 13(vgl. Pfeil P3in Fig. 3) wirkt das Ende 13a auf die Fläche 12a derart, dass die Sicherungswelle 12und mit ihr der Sicherungshebel 12c automatisch hin zur entsperrten Endposition weiterdrehen (vgl. Pfeil P4).
[0044] Um die Waffe wieder zu sichern, wird der Schlüssel 15einfacherweise wieder in seine ursprüngliche Position gedreht, wo dieser dank des Federdruckelements 16in der Bohrung 14wieder positioniert wird. Da nach der Schussabgabe der Sperrbolzen 4nach wie vor auf die ebene Fläche 12a der Sicherungswelle 12gerichtet ist, bewirkt das nach vorne Schieben des Sperrbolzens 4auch eine Drehung der Sicherungswelle 12hin zu ihrer sperrenden Endposition. Der Sicherungshebel 12c braucht daher nicht unbedingt vorher betätigt zu werden, wenn der Sperrbolzen 4in die Sperrstellung gebracht wird.
[0045] Natürlich kann die Waffe auch über den Sicherungshebel 12c gesichert werden, was jedoch keine Sperrung durch das Schloss 9zur Folge hat.
Fig. 4:
[0046] Hier ist der Sperrbolzen 4in der untersten Position zu sehen. Die Arretierungsbüchse 2stösst an der Gewindebüchse 3an, so dass die Schliessvorrichtung vollständig entsperrt ist. Eine Bewegung des Abzugs 13oder der Sicherungswelle 12wird jetzt auf keine Weise mehr vom Sperrbolzen 4beeinträchtigt. Das Gewehr kann nun genau so bedient werden, wie vor der Montage des Handgriffes 5, d.h. wie wenn der übliche Handgriff ohne Schliessvorrichtung angebracht ist. Der Schlüssel 15kann in dieser Stellung auch entnommen werden.
[0047] Um den Abzug 13wieder zu sperren, wird der Sicherungshebel 12c wieder auf „gesichert“ gestellt und danach der Schlüssel 15bis zum Anschlag in Sperrrichtung gedreht. Der Schlüssel 15kann dann wieder entnommen werden und die Waffe ist gesperrt.
Montage der Schliessvorrichtung:
[0048] Die hier dargestellte Schliessvorrichtung mit dem Handgriff 5hat den Vorteil, dass sie nachträglich bei einer bestehenden Waffe angebracht werden kann. Zu diesem Zweck wird der ursprüngliche Handgriff abgeschraubt und die Bohrung 1a in das Abzugsgehäuse 1gebohrt. Zu diesem Zweck ist eine Bohrlehre 101vorgesehen, die entsprechend an den Gewehrtyp angepasst ausgebildet ist.
[0049] Fig. 7zeigt ein Beispiel einer Bohrlehre 101. Sie weist eine Ausnehmung 101c auf, die komplementär zu einem Teil des Abzugsgehäuses 1ausgebildet ist, an welchen der Handgriff 5zum Anliegen kommt, sowie einen ersten Durchgang 101a, der so ausgestaltet ist, dass eine Schraube, z.B. die bereits vorliegende Handgriffschraube 10, hindurchgeführt und in der bestehenden Gewindebohrung 1b des Abzugsgehäuses 1 befestigt werden kann. Nach Befestigen der Schraube ist die Bohrlehre 101gegen ein Verschieben bzw. Verdrehen gesichert. Die Bohrlehre 101weist einen zweiten Durchgang 101b auf, der sich exakt bei der Position der zu bohrenden Bohrung 1a befindet und in ihrer Achse verläuft. Der zweite Durchgang 101b dient nun als Führung für einen Bohrer 103, so dass die Bohrung 1a unter dem gewünschten Winkel gebohrt entsteht. Der Bohrer 103kann z.B. mittels einer Handbohrmaschine angetrieben werden. Vor dem Bohren wird vorzugsweise die Sicherungswelle 12vom Gewehr entfernt, um zu verhindern, dass sie beim Bohren beschädigt wird.
Zweites Ausführungsbeispiel
[0050] Fig. 8zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer Schliessvorrichtung, welche an einem Gewehr angebracht ist. Dieses ist z.B. in Form eines Sturmgewehrs, z.B. SIG 550, oder eines anderen halb- oder vollautomatischen Gewehrs ausgebildet. In Fig. 8sind Teile, die gleich sind wie beim ersten Ausführungsbeispiel, mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0051] Das Gewehr, welches in Fig. 8nur zum Teil gezeigt ist, weist hier eine Druckpunkteinstelleinrichtung 30auf, die somit zusammen mit dem Abzug 13einen Druckpunktabzug bildet. Ohne diese Einrichtung 30wird beim Schiessen der Druck auf den Abzug 13stetig erhöht, bis nach Zurücklegen eines relativ kleinen Abzugswegs der Schuss ausgelöst wird. Mit dieser Einrichtung 30ist ein zusätzlicher, definierter Abzugsweg mit definiertem Abzugswiderstand vorgegeben; ist dieser Abzugsweg zurückgelegt, dann steigt der Abzugswiderstand an, und nach Zurücklegen eines relativ kleinen Abzugswegs wird der Schuss ausgelöst.
[0052] Die Druckpunkteinstelleinrichtung 30weist hier einen Bügel 31auf, der am Abzugsgehäuse 1' befestigt ist und dessen Schenkel jeweils eine Öffnungen aufweisen, in welchen ein Einstellorgan in Form einer Druckpunkteinstellschraube 32verschiebbar gelagert ist. Diese weist ein Aussengewinde auf, welches in Eingriff mit einer aufgeschraubten Stoppmutter 33steht. Zwischen dieser und dem hinteren Schenkel des Bügels 31befindet sich eine Druckpunktfeder 34, durch welche hindurch die Druckpunkteinstellschraube 32hindurchgeführt ist. Die Druckpunktfeder 34erzeugt den oben erwähnten zusätzlichen Abzugswiderstand beim Betätigen des Abzugs 13. Die Nulllage der Druckpunkteinstellschraube 32ist einstellbar, indem die Lage der Stoppmutter 33verändert wird. Entsprechend der gewählten Nulllage befindet sich das Kopfende der Druckpunkteinstellschraube 32näher oder weiter weg vom Abzug 13.
[0053] In Fig. 8sind die vier Seiten des Handgriffs 50als Vorderseite 50a, Oberseite 50b, Rückseite 50c und Unterseite 50d bezeichnet.
[0054] Der Handgriff 50weist hier eine Ausnehmung 51auf, die bis zur Vorderseite 50a und Oberseite 50b des Handgriffs 50reicht. Dadurch kann der Bügel 31und das daran gelagerte Ende der Druckpunkteinstellschraube 32zusammen mit den Elementen 33, 34seitlich bzw. von oben in die Ausnehmung 51eingefügt werden.
[0055] Die Ausnehmung 51ist mit einem Durchgang 52verbunden, welcher zur Unterseite 50d des Handgriffs 50reicht und in welchen die Elemente 2-4, 6, 8, 9gemäss dem ersten Ausführungsbeispiel eingefügt sind. In Fig. 8ist die Sperrstellung gezeigt, in welcher der Sperrbolzen 4das Ende der Druckpunkteinstellschraube 32sperrt und so eine Bewegung des Abzugs 13über den Druckpunkt hinaus verhindert. Die Arretierungsbüchse 2befindet sich dabei in einem Ausnehmungsabschnitt 52a des Durchgangs 52, der so bemessen ist, dass der Bügel 31in den Ausnehmungsabschnitt 52a hineinragt. In der Sperrstellung steht die Arretierungsbüchse 2am Bügel 31an. Im Ausnehmungsabschnitt 52a ist die Gewindebüchse 3drehfest gehalten.
[0056] Durch Betätigen des Schlosses 9mittels des Schlüssels 15kann der Sperrbolzen 4zurückgezogen werden, so dass das Ende der Druckpunkteinstellschraube 32freigegeben wird. Beim Betätigen des Abzugs 13kann die Druckpunkteinstellschraube 32so verschoben werden, dass ihr Ende genügend tief in die Ausnehmung 51ragt, um einen Schuss auszulösen.
[0057] In Fig. 8ist ein weiterer Durchgang 53im Handgriff 50zu sehen, welcher von der Rückseite 50d bis zur Oberseite 50b reicht und in welcher eine Mutter 10b eingefügt ist. Die Wandung des Durchgangs 53ist so ausgebildet, dass die Mutter 10b drehfest gehalten ist. Ein durch das Abzugsgehäuse 1' hindurchragende Schrauben 10a greift in die Mutter 10b, so dass der Handgriff 50befestigt ist.
[0058] Die Oberseite 50b des Handgriffs 50ist komplementär zur Anlagefläche des Abzugsgehäuses 1' ausgebildet, an welche der Handgriff 50nach dem Anbringen anliegt.
[0059] Die Ausgestaltung der Schliessvorrichtung gemäss dem zweiten Ausführungsbeispiel hat den Vorteil, dass sie nachträglich bei einer bestehenden Waffe angebracht werden kann. Zu diesem Zweck wird der ursprüngliche Handgriff abgeschraubt und der Handgriff 50mit den darin enthaltenen Teilen der Schliessvorrichtung mittels der Schraube 10a und der Mutter 10b befestigt. Es braucht keine weitere Veränderung am Gewehr vorgenommen werden. Insbesondere braucht keine Bohrung in das Abzugsgehäuse 1' gemacht zu werden. Im Weiteren sind die Teile 2-4, 6, 8, 9der Schliessvorrichtung im Handgriff 50integriert, so dass für Dritte nicht ohne Weiteres erkennbar ist, dass das Gewehr eine zusätzliche Sicherung aufweist. Das Kopfende der Druckpunkteinstellschraube 32ragt genauso aus dem Handgriff 50heraus wie beim Gewehr im ursprünglichen Zustand, d.h. vor der Montage der Schliessvorrichtung.
[0060] Um eine rasche Demontage des Handgriffs 50insbesondere durch eine nicht-autorisierte Person zu verhindern, kann z.B. die Schraube 10a nach dem Festziehen durch einen nicht-lösbaren Spezialkleber eingeklebt werden. Dieser kann so geartet sein, dass z.B. nur bei grosser Hitzeanwendung und durch Anwendung eines Schlagschraubers die Schraube 10a wieder gelöst werden kann.
[0061] Wie beim ersten Ausführungsbeispiel kann im Handgriff 50eine Bohrung 14mit einer Raste 16vorgesehen werden, um eine oder mehrere Positionen des Schlüssels 15im Schloss 9vorgeben zu können.
[0062] Um ein Wegreissen der Druckpunkteinstellvorrichtung 30zu verhindern, ist die Ausnehmung 51an den beiden Längsseiten des Handgriffs 50, d.h. an den Seiten, welche von oben gesehen zwischen der Vorderseite 50a und Rückseite 50c liegen, abgedeckt, z.B. durch Blechstücke, welche am Handgriff 50montiert sind.
Weitere Varianten:
[0063] Um ein noch schnelleres Entsperren zu ermöglichen, kann am Schloss 9z.B. eine Art Trichter 9f angebracht sein, wie er in Fig. 10gezeigt ist. Dieser dient als Führung für den Schlüssel 15, so dass es einfacher ist, diesen in den Schlüsselkanal 9a hineinzustecken.
[0064] Um ein rasches Einführen des Schlüssels 15in den Schlüsselkanal 9a zu erleichtern, kann am Schloss 9und/oder Schlüssel 15ein magnetisches Teil vorgesehen werden, um durch Erzeugen einer magnetischen Kraft ein zusätzliches Hineinziehen des Schlüssels 15an der richtigen Stelle zu bewirken.
[0065] Bei den bisher dargestellten Beispielen ist der Sperrbolzen 4dreh- und verschiebbar gelagert. Es ist auch denkbar, die Schliessvorrichtung so auszugestalten, dass der Sperrbolzen nur drehbar ist. In diesem Fall kann z.B. die Gewindebüchse 3weggelassen und die Kopplung des Sperrbolzens an das Schloss 9vereinfacht werden, indem u.a. die Schlitze 4d nicht benötigt werden. Das vordere Ende des Sperrbolzens ist verschieden von einer Zylinderform ausgestaltet, so dass je nach dessen Drehlage das Sicherungsorgan 12bzw. Einstellorgan 32gesperrt bzw. freigegeben wird.
[0066] Fig. 9zeigt ein Beispiel eines Sperrbolzens 4', der lediglich drehbar gelagert wird und ein distales Ende 4a' aufweist mit einer Ausnehmung. Es ergibt sich somit eine Art exzentrischer Zapfen. Hier ist das Ende 4a' durch eine Zylinderform gegeben, von welchem in Längsrichtung ein Teil abschnitten ist zur Bildung der Ausnehmung. Ist die Drehlage des Sperrbolzens 4' derart, dass sich das Sicherungsorgan 12bzw. Einstellorgan 32in der Ausnehmung des Endes 4a' befindet, ist die Bewegung des Organs 12, 32freigegeben. Ist die Drehlage des Sperrbolzens 4' derart, dass das Ende 4a' dem Organ 12, 32zugewandt ist, so ist eine freie Bewegung des Organs 12, 32verhindert.
[0067] Bei Verwendung eines drehbaren exzentrischen Endes 4a' ist es bei der Variante, welche den Sicherungshebel 12c blockiert, erforderlich, dass nach der Entsperrung zuerst der Sicherungshebel 12c wieder auf „gesichert“ gestellt wird, bevor das Zylinderschloss 9wieder in die gesperrte Position bewegt werden kann.
Produktionstechnische Aspekte:
[0068] Der Handgriff 5, 50', die Bohrlehre 101und/oder der Verschlusszapfen 11kann z.B. aus Kunststoff gefertigt sein, beispielsweise mittels einer Druckgussmaschine. Dies ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Produktion.
[0069] Teile der Schliessvorrichtung können so auslegbar sein, dass sie als Normteile vorliegen. (Normteile sind Teile, welche bei vielen technischen Anwendungen eingesetzt und deshalb in grosser Stückzahl hergestellt werden.) Die Gewindebüchse 3kann z.B. als Sechskantmutter ausgeführt sein, welche genormt ist. Der Zylinderstift 6und das Zylinderschloss 9können ebenfalls Normteile sein. Der Sperrbolzen 4kann aus einer Norm-Gewindestange gefertigt werden. Auch das Federdruckelement 16, welches zur Bildung der Raste in die Bohrung 14eingebaut wird, kann ein Normteil sein.

Claims (13)

1. Schliessvorrichtung für ein Gewehr, das ein Gehäuse (1) mit einem Abzug (13) aufweist, wobei im Gehäuse ein betätigbares Sicherungsorgan (12) zum Sichern und Entsichern des Abzugs aufgenommen ist, wobei die Schliessvorrichtung umfasst: einen Handgriff (5), welcher am Gehäuse befestigbar ist und in welchen ein mechanisches Schloss (9) eingefügt ist, und eine Sperre (4), welche durch Betätigen des Schlosses zwischen einer Sperrstellung und einer Freistellung bewegbar ist, wobei der Handgriff eine Ausnehmung (5a) aufweist, aus welcher die Sperre (4) ragt zur Wirkung auf das Sicherungsorgan derart, dass sie in der Sperrstellung das Sicherungsorgan beim Sichern des Abzuges sperrt und in der Freistellung das Sicherungsorgan freigibt.
2. Schliessvorrichtung für ein Gewehr, das ein Gehäuse (1') mit einem Abzug (13) und eine auf diesen wirksame Druckpunkteinstelleinrichtung (30) mit einem beweglich gelagerten Einstellorgan (32) aufweist, dessen Nulllage zum Einstellen des Druckpunktes des Abzugs verstellbar ist, wobei die Schliessvorrichtung umfasst: einen Handgriff (50), welcher am Gehäuse befestigbar ist und in welchen ein mechanisches Schloss (9) eingefügt ist, und eine Sperre (4), welche durch Betätigen des Schlosses zwischen einer Sperrstellung und einer Freistellung bewegbar ist, wobei der Handgriff eine Ausnehmung (51) aufweist, in welche ein Ende des Einstellorgans (32) einfügbar ist, so dass dieses durch die Sperre in der Sperrstellung sperrbar und in der Freistellung freigebbar ist, wobei in der Freistellung und beim Betätigen des Abzugs das Ende des Einstellorgans tiefer in die Ausnehmung einfügbar ist.
3. Schliessvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Sperre einen bewegbaren Sperrbolzen (4, 4') umfasst.
4. Schliessvorrichtung nach Anspruch 3, wobei der Sperrbolzen (4, 4') mindestens eines der folgenden Merkmale A1-A8aufweist: A1) er ist im Handgriff (5, 50) linear verschiebbar gelagert, A2) er ist im Handgriff (5, 50) drehbar gelagert, A3) er erstreckt sich in einer Richtung, welche parallel zur Achse liegt, um welche die betätigbare Schlosskomponente (9b) des Schlosses (9) beim Betätigen drehbar ist, A4) er weist ein freies Sperrende (4a, 4a') auf, welches beim Anordnen des Handgriffs (5, 50) am Gehäuse (1, 1') in der Sperrstellung eine Bewegung des Sicherungs- bzw. Einstellorgan (12, 32) begrenzt und in der Freistellung vom Sicherungs- bzw. Einstellorgan getrennt ist, A5) er weist ein Aussengewinde (4b) auf, welches in ein Innengewinde (3a) eines im Handgriff (5, 50) drehfest angeordneten Teils (3) greift, A6) er weist ein Kopplungsende (4c) auf, welches drehfest, jedoch linear verschiebbar an die betätigbare Schlosskomponente (9b) des Schlosses (9) gekoppelt ist. A7) er weist einen Anschlag (2) auf, welcher die Bewegung des Sperrbolzens (4) zur Freistellung und/oder zur Sperrstellung hin begrenzt. A8) er ist vollständig im Handgriff (50) angeordnet.
5. Schliessvorrichtung nach Anspruch 1, 3oder 4, wobei beim Anordnen des Handgriffs (5) am Gehäuse (1) das Sicherungsorgan (12) bei der Freistellung der Sperre (4) zwischen einer ersten den Abzug (13) sichernden Endposition und einer zweiten entsicherten Endposition hin und her bewegbar ist und eine dazwischenliegende Zwischenposition annehmen kann, wobei die Sperre (4) eine Sperrstellung aufweist, in welcher das Sicherungsorgan von der sichernden Endposition bis zur Zwischenposition bewegbar ist, in welcher der Abzug noch gesperrt ist, wobei sich beim Ändern der Sperre aus der Sperrstellung in die Freistellung und Betätigen des Abzugs das Sicherungsorgan aus der Zwischenposition zur zweiten Endposition hin bewegt.
6. Schliessvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei im Handgriff (5, 50') eine Raste (16) angeordnet ist, welche eingerichtet ist, die Sperrstellung, die Freistellung und/oder eine andere Stellung der Sperre (4) vorzugeben, vorzugsweise weist die betätigbare Schlosskomponente (9b) des Schlosses (9) mindestens eine Mulde (9e) auf, welcher mit der Raste zusammenwirkt zur Vorgabe der Sperrstellung, der Freistellung und/oder anderen Stellung.
7. Schliessvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Handgriff (5, 50) einen ersten Durchgang (5a, 52) aufweist, in welchen das Schloss (9) eingefügt ist, und/oder einen zweiten Durchgang (5b, 53), in welchen eine Schraube (10) und/oder eine Mutter (10b) zur Befestigung am Gehäuse (1, 1') einfügbar ist, wobei vorzugsweise der erste bzw. zweite Durchgang durch die Unterseite (50d) und Oberseite (50b) des Handgriffs hindurchgeht.
8. Schliessvorrichtung nach Anspruch 7, mit einem Zapfen (11) zum Verschliessen des zweiten Durchgangs (5b, 53), vorzugsweise ist ein Klebstoff zum Verkleben des Zapfens und/oder eine an das Schloss (9) gekoppelte Verriegelung vorgesehen, welche in der Sperrstellung den Zapfen verriegelt.
9. Schliessvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem Schlüssel (15), welcher vorzugsweise ein Handhabungsende (15a) und einen Schlüsselschaft (15b) aufweist, der exzentrisch zur Mitte des Handhabungsendes angeordnet ist.
10. Schliessvorrichtung nach Anspruch 1oder einem der Ansprüche 3-9, mit einer Bohrlehre (101), welche am Gehäuse (1) des Gewehrs befestigbar ist und eine Führung (101b) aufweist zum Bohren einer Bohrung (1a) in das Gehäuse, welche einen Zugang für die Sperre (4) zum Sicherungsorgan (12) bildet.
11. Schliessvorrichtung nach einem der Ansprüche 2-9, wobei die Ausnehmung (51) so ausgestaltet, dass sie bis zur Ober- und Vorderseite (50a, 50b) des Handgriffs (50) reicht, wobei die Oberseite vorzugsweise eine Anlagefläche bildet, die komplementär zur Anlagefläche am Gehäuse (1') ausgebildet ist.
12. Schliessvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Handgriff (5, 50) frei ist von einem Prozessor und/oder einer Batterie, vorzugsweise ist er frei von elektronischen und/oder elektrischen Komponenten.
13. Gewehr mit einer Schliessvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche.
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CN116105538B (zh) * 2023-02-21 2024-08-06 重庆建设工业(集团)有限责任公司 一种半自动步枪扳机拉杆结构

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