CH719205B1 - Programmlaufzeitabgleich zwischen Waschma­schine und Wäschetrockner. - Google Patents

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Abstract

Eine Gerätekombination umfasst eine Waschmaschine (1) zur Durchführung eines Waschprogramms und einen Wäschetrockner (2) zur Durchführung eines Trocknungsprogramms. Zudem umfasst die Gerätekombination eine Synchronisationssteuerung (31), welche ausgestaltet ist, bei gleichzeitiger Ausführung des Waschprogramms und des Trocknungsprogramms das Waschprogramm aufgrund des zeitlichen Fortschritts des Trocknungsprogramms zeitlich zu verzögern oder zu beschleunigen, oder das Trocknungsprogramm aufgrund des zeitlichen Fortschritts des Waschprogramms zeitlich zu verzögern oder zu beschleunigen.

Description

Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gerätekombination, welche eine Waschmaschine und einen Wäschetrockner umfasst. Die Waschmaschine, auch Waschautomat genannt, ist geeignet, ein Waschprogramm durchzuführen. Der Wäschetrockner ist geeignet, ein Trocknungsprogramm durchzuführen.
Hintergrund
[0002] Ein Benutzer füllt eine erste Wäscheladung in die Waschmaschine. Bei der ersten Wäscheladung kann es sich beispielsweise um Wäsche handeln, welche bei 40°C gewaschen werden soll. Das Waschprogramm läuft durch und am Ende entnimmt der Benutzer die erste Wäscheladung aus der Waschmaschine und füllt diese in den Wäschetrockner ein. Der Benutzer aktiviert ein Trocknungsprogramm und der Wäschetrockner trocknet die erste Wäscheladung.
[0003] Kurz danach füllt der Benutzer in diesem beispielhaften Ablauf eine zweite Wäscheladung in die Waschmaschine. Bei der zweiten Wäscheladung kann es sich beispielsweise um Wäsche handeln, welche bei 60°C gewaschen wird. Waschmaschine und Wäschetrockner sind somit gleichzeitig aktiv. Das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm sind unabhängig voneinander gesteuert.
Darstellung der Erfindung
[0004] Es stellt sich die Aufgabe, eine Gerätekombination mit Waschmaschine und Wäschetrockner bereitzustellen, welche ihre Programme zeitlich optimiert durchführen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand von Anspruch 1 gelöst. Demgemäss umfasst eine Gerätekombination eine Waschmaschine zur Durchführung eines Waschprogramms. Eine Waschmaschine wird häufig auch als Wachautomat bezeichnet. Die Waschmsachine ist geeignet, Textilien zu waschen. Im Weiteren umfasst die Gerätekombination einen Wäschetrockner zur Durchführung eines Trocknungsprogramms .
[0006] Die Gerätekombination verfügt über eine Synchronisationssteuerung. Diese ist ausgestaltet, bei gleichzeitiger Ausführung des Waschprogramms und des Trocknungsprogramms – das Waschprogramm aufgrund des zeitlichen Fortschritts des Trocknungsprogramms zeitlich zu verzögern oder zu beschleunigen, oder – das Trocknungsprogramm aufgrund des zeitlichen Fortschritts des Waschprogramms zeitlich zu verzögern oder zu beschleunigen.
[0007] „Verzögern“ bedeutet, dass ausgehend von dem aktivierten Waschprogramm bzw. Trocknungsprogramm die Programmlaufzeit verlängert wird. „Beschleunigen“ bedeutet, dass ausgehend von dem aktivierten Waschprogramm bzw. Trocknungsprogramm die Programmlaufzeit verkürzt wird.
[0008] Die Anpassung der Programmlaufzeit des einen Gerätes in Abhängigkeit der Programmlaufzeit des anderen Gerätes führt zu einer zeitlich optimierten Durchführung der Programme. Die Programmlaufzeiten können aufeinander angepasst werden.
[0009] Insbesondere ist die Synchronisationssteuerung derart ausgestaltet, das Waschprogramm und/oder das Trocknungsprogramm derart zu verzögern oder zu beschleunigen, dass das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm zeitgleich enden.
[0010] Möchte der Benutzer die Wäsche nach Beendigung des Waschprogramms oder des Trocknungsprogramms sofort aus der Waschmaschine oder dem Wäschetrockner entnehmen, hat dies den Vorteil, dass er nur ein einziges Mal zur Gerätekombination gehen muss, um dies zu erledigen. Denn das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm enden gleichzeitig. Würden das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm nicht zeitgleich enden, müsste der Benutzer zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten zur Gerätekombination gehen. Nämlich ein erstes Mal nach Beendigung des Waschprogramms und ein zweites Mal nach Beendigung des Trocknungsprogramms. Dies ist umständlich.
[0011] Alternativ könnte der Benutzer nach dem Ende des ersten Programms zuwarten, bis auch das zweite Programm beendet ist. Dies führt allerdings zu Nachteilen. Endet das Waschprogramm früher als das Trocknungsprogramm, so bleibt die nasse Wäsche in der Waschmaschine liegen bis das Trocknungsprogramm ebenfalls beendet ist. Wäsche, die nass liegen bleibt, wird knittrig. Denn durch das Liegen wird die Wäsche schwer und es bilden sich Falten. Dies hat zur Folge, dass oft jedes Wäschestück nach dem Trocknen gebügelt werden muss. Je nach Wäschestück kann sich auch schon innert kurzer Zeit ein muffiger Geruch entwickeln. In der Wäsche haben sich Bakterien und Keime breit gemacht. Die Wäsche muss dann nochmals gewaschen werden und zwar bei mindestens 60°C.
[0012] Ist der Wäschetrockner früher fertig als die Waschmaschine, so hat dies ebenfalls zur Folge, dass Wäsche im Trockner liegen bleibt und knittrig wird. Ist schon im Voraus bekannt, dass das Trocknungsprogramm früher enden wird als das Wäscheprogramm, so könnte die Wäsche bei niedriger Temperatur für längere Zeit getrocknet werden. Dies schont die Textilien.
[0013] „Gleichzeitig enden“ bedeutet insbesondere, dass das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm innerhalb eines gemeinsamen Zeitintervalls von 15 Minuten, insbesondere von zehn Minuten, insbesondere von fünf Minuten, insbesondere von zwei Minuten, enden. Unter den Begriff „gleichzeitig enden“ fällt somit beispielsweise die Situation, dass das Waschprogramm 15 Minuten, insbesondere zehn Minuten, insbesondere fünf Minuten, insbesondere zwei Minuten, früher endet als das Trocknungsprogramm. Ein solcher Zeitunterschied ist hinnehmbar, ohne dass die oben beschriebenen Nachteile eintreten.
[0014] Mit Vorteil ist die Synchronisationssteuerung ausgestaltet, das Waschprogramm mittels Startaufschub, mittels Hinzufügen eines Vorwaschgangs, mittels Verlängerung eines Hauptwaschgangs, oder mittels verlangsamtem Schleudern über längere Zeit zu verzögern. Durch solche Massnahmen kann die zu Verfügung stehende Zeit genutzt werden, die Wäsche sauberer, mit weniger Energie oder schonender zu waschen.
[0015] In einer besonderen Ausführungsform ist die Synchronisationssteuerung ausgestaltet, das Trocknungsprogramm mittels Startaufschub oder mittels Trocknen bei niedriger Temperatur über längere Zeit zu verzögern. Die zu Verfügung stehende Zeit kann genutzt werden, die Wäsche schonender oder mit weniger Energie zu trocknen.
[0016] Insbesondere ist die Synchronisationssteuerung durch den Benutzer aktivierbar und deaktivierbar. Der Benutzer kann die Synchronisationssteuerung bereits beim Programmieren der Waschmaschine und/oder beim Programmieren des Wäschetrockners aktivieren. In diesem Fall kann die Programmlaufzeit insbesondere mittels Startaufschub angepasst werden. Alternativ kann der Benutzer während eines laufenden Programms die Synchronisationssteuerung aktivieren. In diesem Fall wird beispielsweise ein zusätzlicher Waschgang hinzugefügt oder das Schleudern verlängert. Bei einem Wäschetrockner kann die Trocknungstemperatur abgesenkt und die Wäsche über eine verlängerte Zeit schonend getrocknet werden.
[0017] Insbesondere kann der Benutzer die Synchronisationssteuerung mittels einer Fernsteuerung, insbesondere über ein Mobiltelefon, insbesondere mittels einer Mobile-App, aktivieren. Insbesondere kann die Gerätekombination mit dem Internet verbunden sein.
[0018] Vorteilhaft umfasst die Gerätekombination eine Kommunikationseinheit. Die Kommunikationseinheit kann Daten zu den Programmlaufzeiten von der Waschmaschine und dem Wäschetrockner empfangen und dem Benutzer ausgeben, z.B. über ein Display anzeigen. D.h. die Waschmaschine kann Daten zur Laufzeit des Wachprogramms an die Kommunikationseinheit der Gerätekombination übermitteln und der Wäschetrockner kann Daten zur Laufzeit des Trocknungsprogramms an die Kommunikationseinheit der Gerätekombination übermitteln.
[0019] Insbesondere ist die Gerätekombination ausgestaltet, zu erkennen, ob – bei Aktivierung des Waschprogramms das Trocknungsprogramm bereits aktiv ist, und/oder – bei Aktivierung des Trocknungsprogramms das Waschprogramm bereits aktiv ist.
[0020] Insbesondere ist die Gerätekombination ausgestaltet, in diesen Fällen über eine Ausgabeeinheit den Benutzer aufzufordern, mitzuteilen, ob die Synchronisationseinheit aktiviert oder deaktiviert sein soll. D.h. die Synchronisationseinheit reagiert, bevor das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm den Programmablauf starten.
[0021] Vorteilhaft ist die Synchronisationssteuerung Bestandteil der Waschmaschine oder Bestandteil des Wäschetrockners. Im Übrigen kann die Synchronisationssteuerung auch auf einem anderen Geräte ausgeführt werden, insbesondere auf einem mit dem Internet verbundenen Gerät, beispielsweise auf einem Server oder auf einem Mobiltelefon.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform ist die Gerätekombination ausgestaltet, eine Benutzereingabe zu empfangen. Die Benutzereingabe ist eine Uhrzeit, zu welcher das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm gleichzeitig beendet sein sollen. Der Benutzer kann also durch eine einzige Handlung eine Endzeit vorgeben, zu welcher das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm gleichzeitig enden sollen. Diese Möglichkeit erhöht den Benutzerkomfort.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0023] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigt Fig. 1 eine Gerätekombination mit einer Waschmaschine, einem Wäschetrockner und einer Synchronisationssteuerung.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0024] Die Fig. 1 zeigt eine Gerätekombination umfassend eine Waschmaschine 1, einen Wäschetrockner 2, einen Server 3 und ein Mobiltelefon 4. Die Geräte kommunizieren untereinander über eine drahtlose Verbindung. Der Server 3 umfasst zudem eine Synchronisationssteuerung 31. Die Waschmaschine 1, der Wäschetrockner 2 und das Mobiltelefon 4 umfassen jeweils eine Kommunikationseinheit 5 und eine Eingabeeinheit 6. Das Mobiltelefon 4 zeigt dem Benutzer an, ob ein Waschprogramm und/oder ein Trocknungsprogramm aktiv sind und welche Restlaufzeit die jeweiligen Programme aufweisen. Zudem zeigt das Mobiltelefon dem Benutzer an, ob die Synchronisationssteuerung 31 aktiv ist oder nicht. Der Benutzer kann durch Betätigung der Eingabeeinheit 6 des Mobiltelefons die Synchronisationssteuerung 31 aktivieren oder deaktivieren.
[0025] Nachfolgend werden nun drei Szenarien beschrieben, anhand welcher die Funktion der einzelnen Geräte erklärt wird.
Erstes Szenario:
[0026] Ein Benutzer füllt eine erste Wäscheladung, beispielsweise bunte Tageswäsche, in die Waschmaschine 1 und wäscht diese mit einem ersten Waschprogramm. Das erste Waschprogramm sieht eine Waschtemperatur von 40°C vor. Nach ca. einer Stunde ist das erste Waschprogramm beendet. Der Benutzer entnimmt die nasse Wäsche aus der Waschmaschine 1 und füllt diese in den Wäschetrockner 2 ein. Mittels Tasteneingabe startet der Benutzer ein erstes Trocknungsprogramm im Wäschetrockner 2. Der Wäschetrockner 2 schätzt die Programmdauer des Trocknungsprogramms auf ca. zweieinhalb Stunden. Der Wäschetrockner 2 teilt dem Server 3 mit, dass ein Trocknungsprogramm aktiviert wurde und dass die geschätzte Programmdauer zweieinhalb Stunden beträgt. Der Server 3 empfängt diese Daten und speichert diese Daten auf einem Datenspeicher 32 des Servers 3. Vom Server 3 erfolgt eine Bestätigung der erhaltenen Daten an den Wäschetrockner 2. Der Wäschetrockner 2 startet mit der Ausführung des Trocknungsprogramms. Heisse Luft strömt durch die Trommel des Wäschetrockners 2.
[0027] Unmittelbar nach Aktivierung des Wäschetrockners 1 füllt der Benutzer eine zweite Wäscheladung, beispielsweise Frottierwäsche, in die Waschmaschine 1 ein. Mittels Tasteneingabe startet der Benutzer ein zweites Waschprogramm. Das zweite Waschprogramm sieht eine Waschtemperatur von 60°C vor. Die Waschmaschine 1 schätzt die Programmdauer des Waschprogramms auf ca. eineinhalb Stunden. Die Waschmaschine 1 teilt dem Server 3 mit, dass ein Trocknungsprogramm aktiviert wurde.
[0028] Der Server 3 erkennt, dass bereits ein Trocknungsprogramm gestartet wurde. Mit zweieihalb Stunden dauert das Trocknungsprogramm länger als das Waschprogramm. Ein Startaufschub des Waschprogramms um eine Stunde würde dazu führen, dass das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm gleichzeitig enden.
[0029] Der Server 3 schickt zur Waschmaschine 1 eine Mitteilung. Der Benutzer wird über eine Ausgabeeinheit, z.B. einen Display, gefragt, ob er möchte, dass das Trocknungsprogramm und das Waschprogramm gleichzeitig enden. Der Benutzer bestätigt diese Anfrage durch Tastendruck bzw. Berührung des Displays. Das Waschprogramm beginnt nun mit einem Startaufschub von einer Stunde. Die Waschmaschine 1 schickt dem Server die Information zurück, dass die Programmlaufzeit des Waschprogramms auf zweieinhalb Stunden verlängert wurde.
[0030] Während des Betriebs des Waschprogramms und des Trocknungsprogramms senden die Waschmaschine 1 und der Wäschetrockner 2 regelmässig aktualisierte Daten zur jeweiligen Programmlaufzeit an den Server 3. Der Wäschetrockner 1, beispielsweise, misst regelmässig die Restfeuchte der Textilien und passt die geschätzte, verbleibende Programmlaufzeit aufgrund der Messung jeweils an. Befindet sich beispielsweise wenig Wäsche oder gut geschleuderte Wäsche in der Trommel des Wäschetrockners 1, so wird der Wäschetrockner im Verlaufe des Trocknungsprogramms die restliche Programmlaufzeit nach unten korrigieren.
[0031] Bei jeder Änderung der restlichen Programmlaufzeit während des Betriebs schicken Waschmaschine 1 und Wäschetrockner 2 aktualisierte Daten zur jeweiligen Programmlaufzeit an den Server 3. Jeweils nach Erhalt aktualisierter Daten prüft der Server 3, ob das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm gleichzeitig enden werden.
[0032] Befindet sich das Waschprogramm immer noch im Startaufschub und reduziert der Wäschetrockner 2 die restliche Programmlaufzeit, so teilt der Server 3 der Waschmaschine 1 mit, dass der Startaufschub verkürzt werden soll, um die restliche Programmlaufzeit von Waschprogramm und Trocknungsprogramm einander anzupassen, bzw. zu synchronisieren. Das Waschprogramm wird dadurch beschleunigt. Sinkt die restliche Programmlaufzeit des Trocknungsprogramms so stark ab, dass sie die ursprüngliche Programmlaufzeit des Waschprogramms ohne Startaufschub unterschreitet, so beendet die Waschmaschine 1 den Startaufschub sofort und startet mit dem Waschen. Liegt die restliche Programmlaufzeit des Trocknungsprogramms anschliessend über der restlichen Programmlaufzeit des Waschprogramms, so teilt der Server 3 dem Wäschetrockner 1 mit, das Trocknungsprogramm zu verlängern.
[0033] Im Übrigen hat der Benutzer stets die Möglichkeit, die Synchronisationssteuerung 31 zu deaktivieren. Die Deaktivierung ist möglich über eine der Eingabeeinheiten 6 von Mobiltelefon 4, Waschmaschine 1 oder Wäschetrockner 2.
Zweites Szenario:
[0034] In einem zweiten Szenario startet der Benutzer ein Waschprogramm und ein Trocknungsprogramm annähernd gleichzeitig. Der Benutzer aktiviert die Synchronisationssteuerung 31 nicht. D.h. das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm führen nach Programmwahl durch den Benutzer den standardmässigen Programmablauf durch und enden mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht gleichzeitig.
[0035] Möchte der Benutzer während des Betriebs des Waschprogramms und des Trocknungsprogramms die Synchronisation der beiden Programme dennoch aktivieren, so ist dies möglich. Der Benutzer aktiviert die Synchronisationssteuerung 31 mittels der Eingabeeinheit 6 des Mobiltelefons 4 oder mittels den Eingabeeinheiten 6, welche an Waschmaschine 1 oder Wäschetrockner 2 angeordnet sind. Aktiviert der Benutzer die Synchronisationssteuerung 31, fragt der Server 3 bei der Waschmaschine 1 und bei dem Wäschetrockner 2 die restlichen Programmlaufzeiten ab.
[0036] Ist die restliche Programmlaufzeit des Waschprogramms niedriger als das Trocknungsprogramm, so verlängert die Waschmaschine 1, angewiesen durch die Synchronisationssteuerung, die Programmlaufzeit des Waschprogramms um die entsprechende Zeitdifferenz. Die Verlängerung ist möglich, indem beispielsweise bei niedriger Schleuderdrehzahl über eine längere Zeit geschleudert wird oder indem beispielsweise die Wäsche über längere Zeit eingeweicht wird.
[0037] Ist bei Aktivierung der Synchronisationssteuerung 31 die restliche Programmlaufzeit des Trocknungsprogramms kürzer als die restliche Programmlaufzeit des Waschprogramms, so verlängert der Wäschetrockner 1 die Programmlaufzeit, indem beispielsweise über eine längere Zeitdauer mit geringerer Trocknungstemperatur getrocknet wird.
Drittes Szenario:
[0038] In einem dritten Szenario startet der Benutzer die Waschmaschine 1 und den Wäschetrockner 2 gleichzeitig und aktiviert die Synchronisationssteuerung 31. Die Programmlaufzeiten des Waschprogramms 1 und des Trocknungsprogramms 2 werden einander angepasst. Während Waschmaschine 1 und Wäschetrockner 2 in Betrieb sind, beschliesst der Benutzer das Haus zu verlassen und zu einem Zeitpunkt zurückzukehren, der deutlich später liegt als der Zeitpunkt, zu welchem die Programme enden werden. In diesem Fall hat der Benutzer die Möglichkeit, mittels des Mobiltelefons dem Server 3 mitzuteilen, zu welcher Uhrzeit das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm beendet sein sollen. Die Waschmaschine 1 und der Wäschetrockner 2 passen die jeweiligen Programmlaufzeiten mit den bereits erwähnten Massnahmen an, sodass das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm zu dem vom Benutzer gewünschten Zeitpunkt enden.
[0039] Besonderes: – Alternativ kann die Gerätekombination derart ausgestaltet sein, dass eine Aktivierung und Deaktivierung der Synchronisationssteuerung 31 nur mittels Mobiltelefon möglich ist. In diesem Fall kann darauf verzichtet werden, an der Waschmaschine 1 und am Wäschetrockner 2 entsprechende Eingabeeinheiten 6 vorzusehen. – Die Synchronisationssteuerung 31 kann derart programmiert sein, dass eine Anpassung des Trocknungsprogramms oder des Waschprogramms nur dann erfolgt, wenn die Differenz der restlichen Programmlaufzeit zwischen den beiden Programmen 10 Minuten überschreitet. Um das Ziel der vorliegenden Erfindung zu erreichen, ist es nicht notwendig, dass das Trocknungsprogramm und das Waschprogramm sekundengenau gleichzeitig enden. Eine sekundengenaue Synchronisation ist aber möglich.
[0040] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.

Claims (10)

1. Gerätekombination, umfassend – eine Waschmaschine (1) zur Durchführung eines Waschprogramms, – einen Wäschetrockner (2) zur Durchführung eines Trocknungsprogramms, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerätekombination eine Synchronisationssteuerung (31) aufweist, welche ausgestaltet ist, bei gleichzeitiger Ausführung des Waschprogramms und des Trocknungsprogramms – das Waschprogramm aufgrund des zeitlichen Fortschritts des Trocknungsprogramms zeitlich zu verzögern oder zu beschleunigen, oder – das Trocknungsprogramm aufgrund des zeitlichen Fortschritts des Waschprogramms zeitlich zu verzögern oder zu beschleunigen.
2. Gerätekombination nach Anspruch 1, wobei die Synchronisationssteuerung (31) ausgestaltet ist, das Waschprogramm und/oder das Trocknungsprogramm derart zu verzögern oder zu beschleunigen, dass das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm zeitgleich enden.
3. Gerätekombination nach Anspruch 2, wobei zeitgleich enden bedeutet, dass das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm innerhalb eines gemeinsamen Zeitintervalls von 15 Minuten, insbesondere von zehn Minuten, insbesondere von fünf Minuten, insbesondere von zwei Minuten, enden.
4. Gerätekombination nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Synchronisationssteuerung (31) ausgestaltet ist, das Waschprogramm zu verzögern mittels – Startaufschub, – Hinzufügen eines Vorwaschgangs, – Verlängerung eines Hauptwaschgangs, oder – Verlangsamung des Schleuderns über längere Zeit.
5. Gerätekombination nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Synchronisationssteuerung (31) ausgestaltet ist, das Trocknungsprogramm zu verzögern mittels – Startaufschub, oder – Trocknen bei niedriger Temperatur über längere Zeit.
6. Gerätekombination nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Synchronisationssteuerung (31) durch den Benutzer aktivierbar und/oder deaktivierbar ist, insbesondere während des Waschprogramms oder des Trocknungsprogramms, insbesondere über eine Fernsteuerung, insbesondere über ein Mobiltelefon (4).
7. Gerätekombination nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Gerätekombination eine Kommunikationseinheit (32) umfasst, welche ausgestaltet ist, von der Waschmaschine (1) und dem Wäschetrockner (2) Daten zu Programmlaufzeiten zu empfangen und auszugeben.
8. Gerätekombination nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Gerätekombination ausgestaltet ist, zu erkennen, ob – bei Aktivierung des Waschprogramms das Trocknungsprogramm bereits aktiv ist, und/oder – bei Aktivierung des Trocknungsprogramms das Waschprogramm bereits aktiv ist. insbesondere wobei die Gerätekombination ausgestaltet ist, in diesen Fällen über eine Ausgabeeinheit den Benutzer aufzufordern, mitzuteilen, ob die Synchronisationssteuerung (31) aktiviert oder deaktiviert sein soll.
9. Gerätekombination nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Synchronisationssteuerung (31) – Bestandteil der Waschmaschine (1) ist, – Bestandteil des Wäschetrockners (2) ist, oder – auf einem weiteren Gerät, insbesondere einem mit dem Internet verbundenen Gerät, beispielsweise einem Server (3) oder einem Mobiltelefon (4), ausgeführt wird.
10. Gerätekombination nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Gerätekombination (31) ausgestaltet ist, eine Benutzereingabe zu empfangen, wobei die Benutzereingabe eine Uhrzeit ist, zu welcher das Waschprogramm und das Trocknungsprogramm gleichzeitig beendet sein sollen.
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