CH720832A1 - Verfahren zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen in einer Faservorbereitungsanlage - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen (190) mittels einer Erfassung des Sensors (110) von den verarbeiteten Fasern in einer Faservorbereitungsanlage. Jede Reinigungsstelle (190) weist einen Sensor (110) auf, welcher mit einer Auswerteeinheit (120) verbunden ist. Das Verfahren umfasst: – Erfassung der von der Reinigungsstelle (190) verarbeiteten Fasern mit dem Sensor (110); – Sammlung aller Sensordaten von jeder Reinigungsstelle (190) und den verarbeiteten Fasern; und – Identifizierung von wenigstens eines anzupassenden Parameters von wenigstens einer Reinigungsstelle (190) der Vielzahl von Reinigungsstellen (190).
Description
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen mittels einer Erfassung des Sensors.
Technologischer Hintergrund
[0002] In einer Faservorbereitungsanlage in einer Spinnerei werden angelieferte Fasern respektive Faserflocken für die Verwendung in einer Spinnmaschine vorbereitet. In einer Faservorbereitungsanlage durchlaufen die für die Spinnerei vorzubereitenden Fasern mehrere Verarbeitungsstufen. In einer ersten Stufe werden die Fasern in Form von Faserflocken aus Faserballen herausgelöst. Hierfür finden meist sogenannte Ballenöffner Verwendung. Über eine pneumatische Flockenförderung werden diese Faserflocken aus dem Ballenöffner herausgebracht und beispielsweise an eine nachfolgende Reinigungsmaschine verbracht. In den weiteren Stufen weist die Faservorbereitungsanlage eine Abfolge von Reinigungsmaschinen auf, welche von den Fasern respektive Faserflocken durchlaufen werden. Die Reinigungsmaschinen sind dabei in ihrer Abfolge und Bauart auf die zu verarbeitenden Fasern abgestimmt und dienen der Reinigung, Mischung und der Auflösung der Faserflocken in Einzelfasern sowie deren Parallelisierung. Die Anordnung der einzelnen Reinigungsmaschinen in einer Faservorbereitungsanlage kann verschieden ausgeführt sein, dies ist unter anderem abhängig vom zu verarbeitenden Rohstoff und dem zu erzielenden Produkt.
[0003] Als Reinigungsmaschinen kommen dabei beispielsweise Grobreiniger, Feinreiniger, Fremdteilabscheider wie auch Karden oder Krempel zum Einsatz. Auch andersartige Maschinen wie Speicher oder Mischer können mit Reinigungsmodulen ausgestattet sein welche ebenfalls zu den Reinigungsmaschinen zu zählen sind. Die einzelnen Punkte in einer Maschine an welcher ein Abfallprodukt aus der Reinigung, der sogenannte Verarbeiteten Fasern, anfällt werden sinngemäss als Reinigungsstellen bezeichnet. Damit kann eine einzelne Reinigungsmaschine über mehrere Reinigungsstellen verfügen, beispielsweise können in einer Karde der Verarbeiteten Fasern eines Vorreissers separat vom Verarbeiteten Fasern eines Wanderdeckelaggregates abgeführt werden. Umgekehrt kann jedoch auch innerhalb der Maschine eine Zusammenfassung der verarbeiteten Fasern welcher an verschiedenen Stellen in der Maschine anfällt erfolgen.
[0004] In der Reinigungsmaschine respektive Reinigungsstelle selbst fällt sogenannter Verarbeiteten Fasern an, dieser umfasst die aus den Fasern respektive Faserflocken im Reinigungsprozess abgeschiedenen Schmutzpartikel, Fremdteile, Samen- oder Stengelteile, Staubpartikel oder auch Kurzfasern oder Faserverknotungen, sogenannten Nissen. Ebenfalls in den Verarbeiteten Fasern geraten bedingt durch die Konstruktion der Reinigungsstellen auch Gutfasern, also Fasern welche in der nachfolgenden Spinnerei eigentlich verarbeitet werden könnten. Der Anteil von Gutfasern im Verarbeiteten Fasern einer Reinigungsstelle sollte möglichst gering gehalten werden. Es ist jedoch nicht vollumfänglich zu vermeiden, dass durch die Reinigung des Fasergutes auch Gutfasern aus dem Fasergut abgetrennt werden und in den Verarbeiteten Fasern gelangen. Umso intensiver die Reinigung des Fasergutes erfolgen soll desto höher wird der Anteil an Gutfasern im Verarbeiteten Fasern.
[0005] Nach einer gewissen Betriebszeit könnten sich die Reinigungsstelle verstellen und könnte das Fasergut weniger gut verarbeitet. Es könnte auch durchaus sein, dass die Faserflocken aus Faserballen einen höher Anteil an Schmutzpartikel haben, und eine Einstellung der Reinigungsstelle könnte kontraproduktiv sein.
Zusammenfassung der Erfindung
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und ein System zu schaffen, welches eine zentrale Erfassung des verarbeiteten Faserns ermöglicht und dabei eine Optimierung des Betriebs der gesamten Faservorbereitungsanlage sowie der einzelnen Reinigungsstellen schafft.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Erfindung ganz oder teilweise gelöst. Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen mittels einer Erfassung des Sensors von den verarbeiteten Fasern in einer Faservorbereitungsanlage vorgeschlagen. Jede Reinigungsstelle weist einen Sensor auf, welche mit einer Auswerteeinheit verbunden ist. Das Verfahren umfasst: – Erfassung der von der Reinigungsstelle verarbeiteten Fasern mit dem Sensor; – Sammlung aller Sensordaten jeder Reinigungsstelle und den verarbeiteten Fasern; – Identifizierung von wenigstens eines anzupassenden Parameters von wenigstens einer Reinigungsstelle der Vielzahl von Reinigungsstellen;
[0008] Vorteilsweise kann das Verfahren wenigstens einer Reinigungsstelle der Vielzahl von Reinigungsstellen oder einen Parameter identifizieren, um den Reinigungsgrad konstant zu halten oder zu verbessern.
[0009] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst die Erfassung einen Zeitstempel.
[0010] Dank des Zeitstempels kann das Verfahren die Sensordaten einordnen.
[0011] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst die Sammlung eine Analyse der gesammelten Sensordaten.
[0012] Vorteilsweise kann das Verfahren die gesammelten Sensordaten analysieren.
[0013] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst die Analyse den Vergleich von wenigstens zwei gesammelten Sensordaten der Erfassung und/oder von wenigstens zwei gesammelten Sensordaten von wenigstens zwei Reinigungsstellen.
[0014] Dank des Vergleichs kann das Verfahren die Änderungen wahrnehmen.
[0015] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst die Analyse eine Erkennung der Menge an Schmutzpartikeln in der von der Reinigungsstelle verarbeiteten Fasern.
[0016] Dank der Erkennung kann das Verfahren erkennen, ab wann der Reinigungsgrad eine vorbestimmte Schwelle überschritten hat.
[0017] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst die Identifizierung eine Statistische Analyse, ein Maschinelles Lernen und/oder eine Modellierung.
[0018] Vorteilsweise kann das Verfahren identifizieren, welcher Parameter von welcher Maschine zum Anpassen ist.
[0019] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst eine Bestimmung von mindestens einem Parameterwert der wenigstens einer Reinigungsstelle.
[0020] Dank der Bestimmung kann ein Parameterwert festgelegt werden.
[0021] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst eine Einstellung der wenigstens einer Reinigungsstelle der Vielzahl von Reinigungsstellen zur Änderung des Reinigungsgrads.
[0022] Dank der Einstellung kann wenigstens eine Reinigungsstelle der Vielzahl von Reinigungsstellen eingestellt werden, um den Reinigungsgrad konstant zu halten oder zu verbessern.
[0023] Gemäss einer Ausführungsform, umfasst das Verfahren eine Überprüfung der Änderung des Reinigungsgrads nach der Einstellung anhand der Erfassung.
[0024] Dank der Überprüfung kann es bestätigt werden, ob der identifizierte Parameter der Richtige war.
[0025] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Erfindung ganz oder teilweise gelöst. Zur Lösung der Aufgabe wird ein System zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen vorgeschlagen. Das Verfahren umfasst: – eine Vielzahl von Reinigungsstellen, wobei jede Reinigungsstelle einen Sensor aufweist; wobei der Sensor für die Erfassung der von der Reinigungsstelle verarbeiteten Fasern konfiguriert ist; und, – eine Auswerteeinheit, die mit den Sensoren verbunden ist; wobei die Auswerteeinheit zum Sammeln aller Daten und Parameter jeder Reinigungsstellen und für die Identifizierung von wenigstens eines anzupassenden Parameters von wenigstens einer Reinigungsstelle konfiguriert ist.
[0026] Vorteilsweise kann das System wenigstens einer Reinigungsstelle der Vielzahl von Reinigungsstellen oder einen Parameter identifizieren, um den Reinigungsgrad konstant zu halten oder zu verbessern.
[0027] Gemäss einer Ausführungsform umfasst das System eine Einstellvorrichtung, die für die Einstellung des wenigstens einen Parameters von wenigstens einer Reinigungsstelle zur Änderung des Reinigungsgrads konfiguriert ist.
[0028] Dank des Systems kann wenigstens eine Reinigungsstelle der Vielzahl von Reinigungsstellen eingestellt werden, um den Reinigungsgrad konstant zu halten oder zu verbessern.
[0029] Gemäss einer Ausführungsform ist der Sensor eine Kamera oder ein Mikrowellensensor.
Beschreibung der Figuren
[0030] Die vorstehenden und weiteren Ziele, Merkmale, Aspekte und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung der Ausführungsformen ersichtlich, die unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen illustrativ und nicht einschränkend dargestellt sind, wobei die Figur 1 eine schematische Darstellung einer Faservorbereitungsanlage mit einem erfindungsgemässen System100und Verfahren zeigt.
[0031] Bei der nachfolgenden Beschreibung der dargestellten Ausführungsbeispiele werden für Merkmale, die in ihrer Ausgestaltung, und/oder Wirkweise identisch, und/oder zumindest vergleichbar sind, gleiche Bezugszeichen verwendet, auch wenn sie in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen gezeigt sind. Sofern diese nicht nochmals detailliert erläutert werden, entspricht deren Ausgestaltung, und/oder Wirkweise der Ausgestaltung und Wirkweise der vorstehend bereits beschriebenen Merkmale.
Beschreibung einer Ausführungsform
[0032] In einer Faservorbereitungsanlage in einer Spinnerei werden angelieferte Fasern respektive Faserflocken für die Verwendung in einer Spinnmaschine vorbereitet. Der Verschmutzungsgrad der Fasern kann stark von einer Lieferung zu einer anderen schwanken. Es fällt nicht leicht zu unterscheiden, wann der Verschmutzungsgrad hoch ist und wann sich die Einstellung einer Reinigungsmaschine mit der Zeit geändert hat.
[0033] Die vorliegende Erfindung schlägt ein System100vor, das wenigstens eine Reinigungsstelle190der Vielzahl von Reinigungsstellen190einstellt, um den Reinigungsgrad konstant zu halten oder zu verbessern.
[0034] Dafür verfügt das System100über einen Sensor110, bzw. eine Kamera112oder einen Mikrowellensensor111, eine Vielzahl von Reinigungsstellen190, und eine Auswerteeinheit120.
[0035] Die Vielzahl von Reinigungsstellen190kann beispielweise einen Ballenöffner, eine Karde193oder Krempel, einen Speicher oder Mischer umfassen. Gemäss einer Ausführungsform kann jede Reinigungsstelle190über einen Sensor110verfügen. Der Sensor110kann, je nach Anwendung eine Kamera112oder ein Mikrowellensensor111sein und auf die Wattezufuhr und/oder auf den Ausgang gerichtet sein, und die von der Reinigungsstelle190verarbeiteten Fasern beobachten. Die Erfassung der von der Reinigungsstelle190verarbeiteten Fasern, bzw. die Sensordaten der von der Reinigungsstelle190verarbeiteten Fasern können einen Zeitstempel umfassen, so dass die Sensordaten eingeordnet werden können.
[0036] Möglicherweise kann der Sensor110auch auf den Ballenöffner angebracht und an den Abtragarm befestigt sein. Beim Überfahren der Faserballen durch den Abtragturm wird die Höhe des Abtragarms derart eingestellt, dass durch das Abtragorgan eine obere Schicht Fasergut von den Faserballen abgetragen wird. Das abgetragene Fasergut kann von dem Sensor110oder von der Kamera112in einem Sammelkanal beobachtet werden, und die Kamera112kann ein Bild davon machen und das Bild mit einem Zeitstempel versehen. Es ist durchaus auch möglich, dass die Kamera112an der Seite des Abtragorgans angebracht ist, und dadurch die obere Schicht Fasergut beobachtet werden kann. In beiden Fällen kann die über den Faserballen angeordnete Kamera112, welche mit ihrer Sichtachse auf die Oberfläche der Faserballen gerichtet ist, das Fasergut betrachten. Vorteilsweise kann die auf den Ballenöffner angebrachte Kamera112beobachten, ob die Faserflocken aus Faserballen einen hohen Anteil an Schmutzpartikeln haben.
[0037] In der dargestellten Faservorbereitungsanlage können die bearbeitenden Fasern respektive Faserflocken über eine Faserzuführung198in einen Grobreiniger191weitergeführt werden. An der Faserzuführung198kann z.B. ein Sensor110angebracht sein, um die hereinkommenden Fasern zu beobachten. Über eine Förderleitung197gelangen die Fasern vom Grobreiniger191zum Feinreiniger192und von diesem über eine weitere Förderleitung197zu einer Karde193. Während der Förderung kann die Kamera112oder der Mikrowellensensor111die geförderten Fasern beobachten bzw. erfassen.
[0038] In der gezeigten Ausführung ist am Grobreiniger191und am Feinreiniger192jeweils eine Reinigungsstelle190vorgesehen. In der Karde193werden die Fasern über einen Füllschacht eingebracht, anschliessend in einem Vorreisser194grob verarbeitet und an eine Trommel195übergeben. Am Umfang der Trommel195werden die Fasern weiter verarbeitet, parallelisiert und gelangen anschliessend über einen Abnehmer in eine Bandbildungseinheit, durch welche die Fasern zum Faserband199geformt werden. In der Folge verlässt das Faserband199die Karde193und wird in einer Ablagevorrichtung in eine Kanne abgelegt. Die Kanne wird als Speicher für das die Karde193verlassende Fasergut in Form eines Faserbandes199genutzt. Über der Kanne kann eine Kamera112angeordnet sein, welche mit ihrer Sichtachse auf die Oberfläche des sich in der Kanne befindlichen Faserbandes199gerichtet ist. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Kamera110auf bereits fertig befüllte und aus der Ablagevorrichtung entnommene Kannen zu richten.
[0039] Die Reinigungsstellen190sind einzeln an eine Transportleitung197angeschlossen, welche dem Abtransport eines in den Reinigungsstellen190anfallenden verarbeiteten Faser dient. So ist die Reinigungsstelle190des Grobreinigers191über die Verbindung196mit der Transportleitung197verbunden. An der Verbindung196kann eine Kamera110oder ein Mikrowellensensor111auf die anfallenden verarbeiteten Fasern gerichtet sein. Zusätzlich oder alternativ dazu könnte z.B. die Kamera auch am Karden oder Reiniger Schacht angebracht werden.
[0040] Des Weiteren ist die Reinigungsstelle190des Feinreinigers192über die Verbindung196mit der Transportleitung197verbunden. Auch da kann ein Sensor110auf der Verbindung196angebracht sein und die anfallenden verarbeiteten Fasern beobachten.
[0041] Zudem ist die Reinigungsstelle190des Vorreissers194der Karde193über die Verbindung196mit der Transportleitung197verbunden. Weiter ist die Reinigungsstelle190der Trommel 195 der Karde193über die Verbindung196mit der Transportleitung197verbunden. Eine Kamera111oder ein Mikrowellensensor111kann auf die Verbindungen196von der Karde193angebracht sein und die anfallenden verarbeiteten Fasern betrachten.
[0042] Die Transportleitung197ist mit einem zentralen Behälter189verbunden und weist an ihrem dem zentralen Behälter189entgegengesetzten Ende eine Zuluftöffnung auf. Der zentrale Behälter189umfasst einen Transportluft-Abscheider und eine auf den Innenraum des zentralen Behälters189gerichteten Abgang188.
[0043] Über den zentralen Behälter189ist die Transportleitung197mit einer Unterdruckquelle, in der gezeigten Ausführungsform einem Ventilator, verbunden. Durch die Transportleitung197wird damit der Abgang der verschiedenen Reinigungsstellen190in den zentralen Behälter189gesaugt und durch die Kamera110z.B. optisch erfasst.
[0044] Die Kameras112und die Mikrowellensensoren111sind mit einer Auswerteeinheit120verbunden. Nach der Erfassung von allen Mikrowellensensoren111oder der optischen Erfassung von allen Kameras110kann die Auswerteeinheit120alle Sensordaten jeder Reinigungsstelle190sammeln und eine Analyse des verarbeiteten Faser durchführen. Anhand dieser Sensordaten kann die Auswerteeinheit120die Menge an Schmutzpartikeln in der von der Reinigungsstelle190verarbeiteten Fasern erkennen. Insbesondere kann das Verfahren erkennen, ab wann der Reinigungsgrad eine vorbestimmte Schwelle überschritten hat.
[0045] Dank eines Vergleichs von wenigstens zwei gesammelten Sensordaten der Erfassung und/oder von wenigstens zwei gesammelten Sensordaten von wenigstens zwei Reinigungsstellen190kann die Analyse feststellen, ob die Menge an Schmutzpartikeln sich mit der Zeit geändert hat, und das Verfahren die Änderungen wahrnehmen kann. Diese Wahrnehmung oder Erkennung der Änderungen kann zur Identifizierung von wenigstens eines anzupassenden Parameters von wenigstens einer Reinigungsstelle190der Vielzahl von Reinigungsstellen190führen.
[0046] Sobald der wenigstens eine anzupassende Parameter identifiziert ist, kann eine Bestimmung von mindestens einem Parameterwert der wenigstens einer Reinigungsstelle190stattfinden. Zur Änderung des Reinigungsgrad kann in der Tat ein Parameterwert durch diese Bestimmung festgelegt werden. Je nachdem kann das Verfahren einen oder mehrere Parameterwerte für eine oder mehrere Maschinen bestimmen. Um den Reinigungsgrad konstant zu halten oder zu verbessern, kann das Verfahren wenigstens eine Reinigungsstelle190der Vielzahl von Reinigungsstellen190einstellen.
[0047] Beispielsweise kann die Geschwindigkeit des Ballenöffners gedrosselt und/oder die Drehgeschwindigkeit des Abtragarms verlangsamt werden. Es kann auch sein, dass das Abtragorgan nicht so tief in die obere Schicht eindringt. Das Ergebnis dieser Einstellung kann von dem Sensor110beobachtet werden, und an die Auswerteinheit120mit einem Zeitstempel gesendet werden.
[0048] Das Verfahren kann auch identifizieren, dass eine Einstellung des Grobreinigers191und des Feinreinigers192notwendig wäre. Das Verfahren würde die Geschwindigkeit ändern und/oder die Rost- / Messerstellung ändern. Falls die Erfassung des Sensors110darauf hinweist, dass der Reinigungsgrad sich verschlechtert hat, kann die Auswerteinheit120identifizieren, dass der anzupassende Parameter nicht der Richtige war. Diese Identifizierung kann Daten für eine Statistische Analyse, ein Maschinelles Lernen und/oder eine Modellierung bereitstellen, um das Verfahren zu verbessern.
[0049] Für die Karde193kann die Einstellung z.B. die Geschwindigkeit der Trommel195oder des Vorreissers194sein, oder den Kardierspalt minimieren oder die Ausscheidemesser einstellen, und der über der Kanne angeordnete Sensor110kann die Änderung des Reinigungsgrades beobachten.
[0050] Wie erwähnt sind die Reinigungsstellen190einzeln an eine Transportleitung197angeschlossen, welche dem Abtransport eines in den Reinigungsstellen190anfallenden Abgangs dient. So sind die Reinigungsstellen190über die Verbindungen196mit der Transportleitung197verbunden, und das Verfahren kann die anfallenden Abgänge der Reinigungsstelle190beobachten und den passenden Paramater identifizieren, um den Reinigungsgrad konstant zu halten oder zu verbessern.
[0051] In Figur 1 ist die Transportleitung197mit einem zentralen Behälter189verbunden, der den auf den Innenraum des zentralen Behälters189gerichteten Abgang188umfasst. Ein Vorteil des Abgangs188in dem zentralen Behälter189ist die allgemeine Betrachtung der Einstellungen. Es kann nämlich sein, dass trotz einer Anpassung der einzelnen Maschinen der Unterschied für jede einzelne Maschine minimal, für die Gesamtheit aber beträchtlich ist.
Claims (12)
1. Verfahren zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen (190) mittels einer Erfassung des Sensors (110) von den verarbeiteten Fasern in einer Faservorbereitungsanlage; jede Reinigungsstelle (190) weist einen Sensor (110) auf, welcher mit einer Auswerteeinheit (120) verbunden ist; das Verfahren umfassende:
– Erfassung der von der Reinigungsstelle (190) verarbeiteten Fasern mit dem Sensor (110);
– Sammlung aller Sensordaten von jeder Reinigungsstelle (190) und den verarbeiteten Fasern; und,
– Identifizierung von wenigstens eines anzupassenden Parameters von wenigstens einer Reinigungsstelle (190) der Vielzahl von Reinigungsstellen (190).
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, wobei die Erfassung einen Zeitstempel umfasst.
3. Verfahren gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei die Sammlung eine Analyse der gesammelten Sensordaten umfasst.
4. Verfahren gemäss Anspruch 3, wobei die Analyse den Vergleich von wenigstens zweien gesammelten Sensordaten der Erfassung und/oder von wenigstens zweien gesammelten Sensordaten von wenigstens zwei Reinigungsstellen (190) umfasst.
5. Verfahren gemäss Anspruch 1 oder 4, wobei die Analyse eine Erkennung der Menge an Schmutzpartikeln in der von der Reinigungsstelle (190) verarbeiteten Fasern umfasst.
6. Verfahren gemäss irgendeinem der Ansprüche bis 6, wobei die Identifizierung eine Statistische Analyse, ein Maschinelles Lernen und/oder eine Modellierung umfasst.
7. Verfahren gemäss Anspruch 6, umfassend eine Bestimmung von mindestens einem Parameterwert der wenigstens einer Reinigungsstelle (190) umfasst.
8. Verfahren gemäss irgendeinem der Ansprüche bis 7, umfassend eine Einstellung der wenigstens einer Reinigungsstelle (190) der Vielzahl von Reinigungsstellen (190) zur Änderung des Reinigungsgrad.
9. Verfahren gemäss Anspruch 8, umfassend eine Überprüfung der Änderung des Reinigungsgrad nach der Einstellung anhand der Erfassung umfasst.
10. System (100) zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen (190), umfassend:
– eine Vielzahl von Reinigungsstellen (190), wobei jede Reinigungsstelle (190) einen Sensor (110) aufweist; wobei der Sensor (110) für die Erfassung der von der Reinigungsstelle (190) verarbeiteten Fasern konfiguriert ist; und,
– eine Auswerteeinheit (120), die mit den Sensoren (110) verbunden ist; wobei die Auswerteeinheit (120) zum Sammeln aller Daten und Parameter jeder Reinigungsstellen (190) und für die Identifizierung von wenigstens eines anzupassenden Parameters von wenigstens einer Reinigungsstelle (190) konfiguriert ist.
11. System (100) gemäss Anspruch 10, umfassend eine Einstellvorrichtung, die für die Einstellung des wenigstens einen Parameter von wenigstens einer Reinigungsstelle (190) zur Änderung des Reinigungsgrad konfiguriert ist.
12. System (100) gemäss Anspruch 10 oder 12, wobei der Sensor (110) eine Kamera oder einen Mikrowellensensor (110) ist.
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| CH000592/2023A CH720832A1 (de) | 2023-06-06 | 2023-06-06 | Verfahren zum Einstellen einer Vielzahl von Reinigungsstellen in einer Faservorbereitungsanlage |
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