CH721668A2 - Möbel mit umkehrbarer platte - Google Patents
Möbel mit umkehrbarer platteInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Möbel, insbesondere ein Tisch (1). Das Möbel umfasst eine Platte (1.1) mit einer ersten Plattenhauptfläche (1.1.1) und einer der ersten Plattenhauptfläche(1.1.1) gegenüberliegende zweiten Plattenhauptfläche (1.1.2) sowie zwei Plattenträger (1.2). Die Platte (1.1) erstreckt sich zwischen den Plattenträgern (1.2) entlang einer Plattendrehachse (PA). Die Platte (1.1) ist mit den Plattenträgern (1.2) um die Plattendrehachse (PA) drehbar verbunden. Die Plattendrehachse verläuft zwischen der ersten (1.1.1) und zweiten (1.1.2) Plattenhauptfläche hindurch. Die Plattenträger (1.2) weisen jeweils eine Befestigungsstruktur zur Montage des Möbels an einer Montagebasis auf. Eine Trägerhöhe der Plattenträger (1.2) zwischen der Plattendrehachse (PA) und den Befestigungsstrukturen ist veränderbar. Die Trägerhöhe ist in einer Verstaukonfiguration minimal ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Fahrzeug mit einem solchen Möbel sowie die Verwendung eines solchen Möbels.
Description
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Offenbarung betrifft ein Möbel. Das Möbel kann insbesondere ein Tisch sein. Die Offenbarung betrifft ferner ein Fahrzeug mit einem offenbarungsgemässen Möbel. Das Möbel kann insbesondere ein Tisch sein. Das Fahrzeug kann insbesondere ein Land- oder Wasserfahrzeug sein. Die Erfindung betrifft ferner die Benutzung eines offenbarungsgemässen Möbels alternativ als Möbel oder als Teil einer Nutzbodenfläche, insbesondere einer Lade- und/oder Trittfläche.
HINTERGRUND UND ALLGEMEINE DARSTELLUNG DER OFFENBARUNG
[0002] Die Anordnung und Montage von Möbeln stellt unter beengten Platzverhältnissen eine besondere Herausforderung dar erfordert in der Regel eine Reihe von Kompromissen. Dies gilt etwa für die Montage von Möbeln im Inneren von Landfahrzeugen, wie Wohnmobilen oder Wohnanhängern beziehungsweise Wohnwagen, aber auch Wasserfahrzeugen, insbesondere Motor und/oder Segelyachten. Die Herausforderung und die einzugehenden Kompromisse nehmen dabei mit der Grösse beziehungsweise Sperrigkeit der Möbel zu und sind besonders ausgeprägt für Tische mit ihrem vergleichsweise grossen Platzverbrauch. Eine weitere Problematik kommt hinzu, wenn etwa fahrzeugmontierte Möbel nicht permanent als solche gebraucht beziehungsweise genutzt werden sollen. Hier ist es vorteilhaft, wenn der von einem Möbel eingenommene Raum bei Nichtbenutzung verringert beziehungsweise das Möbel möglichst platzsparend verstaut werden kann. Der erforderliche Aufwand für den Wechsel zwischen Verstauen und Benutzen soll dabei möglichst gering gehalten werden.
[0003] Klappbare und damit relativ platzsparend verstaubare Möbel, insbesondere Tische und Stühle, sind aus dem Stand der Technik gut bekannt. Auch für fahrzeugmontierte Möbel sind aus dem Stand der Technik verschiedene Konstruktionen bekannt. So offenbart die DE102004004166A1 einen Personenkraftwagen mit einer Sitzgarnitur und einem Tisch, welche bei Nichtgebrauch in einer Ausnehmung im Laderaumboden des Fahrzeugs untergebracht und von dort aus in eine Gebrauchsstellung verstellbar ist. Beine sind dabei einklappbar und nach dem Prinzip einer Bierbank für die Verwendung arretier bar. Die DE10200881A1 offenbart einen Klapptisch für ein Kraftfahrzeug, welcher in einer Nichtgebrauchsposition schubladenartig in einer in einem Innenraummöbelteil ausgebildeten Aufnahme verstaut werden kann. GB190915639A offenbart einen fahrzeugmontierten Tisch mit einer von einem Hubscherenmechanismus getragenen Platte, welcher bei Nichtgebrauch durch Einziehen der Hubscheren abgesenkt werden kann, so dass die Tischplatte in diesem Zustand einen Teil eines Fahrzeugbodens bildet. Der Tisch hat einen Mittelteil und von diesem nach aussen wegklappbare Flügel, welche bei Nichtgebrauch auf den Mittelteil geklappt sind und so den Platzbedarf verringern. CN112937414A offenbart einen fahrzeugmontiertes Möbel welches um eine horizontale Drehachse umdrehbar und so alternativ als Tisch oder Bett nutzbar ist.
[0004] Bei einem Tisch gemäss DE10200881A1 ist nachteilig, dass bei Nichtgebrauch beziehungsweise versenkter Sitzgarnitur die Ladefläche des Fahrzeugs grundsätzlich genutzt werden kann, aber die einen Teil der Ladefläche bildenden Möbelflächen ohne weitere Massnahmen, wie eine zusätzliche Abdeckung, einer erheblichen Belastung sowie der Gefahr von Verschmutzen und Beschädigung ausgesetzt sind. Ferner ist hier keine Möglichkeit der Höhenverstellung vorgesehen und die bei genügender Stabilität mögliche Höhe ist begrenzt. Bei der Lösung gemäss GB190915639A ist die beim Gebrauch als Tisch dienende Tischoberfläche aufgrund der klappbaren Flügel bei Nichtgebrauch geschützt. Allerdings ist ein Tisch mit ausklappbaren Flügeln für manche Anwendungen, etwa als Schreibtisch oder Besprechungstisch, nicht optimal geeignet. Weiter ist die unter Berücksichtigung einer akzeptabel einfachen beziehungsweise komfortablen Handhabung mögliche Tischgrösse beschränkt. Ebenso erfordert die Anordnung mit Mittelteil und klappbaren Flügeln einen relativ grossen Raum vertikalen Raum bei Nichtbenutzung.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Stand der Technik bezüglich fahrzeugmontierter Möbel sowie insgesamt von Möbeln zur Montage unter beengten Platzverhältnissen weiterzuentwickeln. Bevorzugt werden ein oder mehrere aus dem Stand der Technik bekannte Nachteile teilweise oder vollständig vermieden.
[0006] Wie nachfolgend ausgeführt, erlaubt es ein erfindungsgemässes Möbel insbesondere, den Innenraum eines Fahrzeugs, wie etwa eines Transporters oder Kastenwagens bekannter Art, als mobiles Büro, einschliesslich der Möglichkeit für Besprechungen, zu nutzen. Bei Nichtgebrauch steht dabei der Innenraum in bekannter Weise als Lade- beziehungsweise Stauraum uneingeschränkt zur Verfügung, wobei die Ansehnlichkeit und Ästhetik des Möbels auch durch die häufige Benutzung als Lade- beziehungswiese Stauraum und/oder Trittfläche nicht verringert wird.
[0007] Die Aufgabe wird in allgemeiner Form durch ein Möbel gemäss Anspruch 1 sowie ein Fahrzeug gemäss Anspruch 14 gelöst. Spezielle vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind durch die abhängigen Patentansprüche sowie die Beschreibung insgesamt definiert, ebenso weitere Komponenten und Möbelelemente, welche vorteilhaft gemeinsam mit einem anspruchsgemässen Möbel verwendet werden und dieses ergänzen können.
[0008] Gemäss einem Aspekt betrifft die vorliegende Offenbarung ein Möbel gemäss Patentanspruch 1. Das Möbel kann insbesondere ein Tisch oder ein anderes Möbel, insbesondere von grundsätzlich tischartiger Gestalt, sein. Das Möbel weist eine Platte mit einer ersten Plattenhauptfläche und einer der ersten Plattenhauptfläche gegenüberliegenden zweite Plattenhauptfläche auf.
[0009] Die erste und die zweite Plattenhauptfläche sind voneinander beabstandet angeordnet und in der Regel eben oder im Wesentlichen eben und strukturiert. Typischerweise sind die erste und zweite Plattenhauptfläche zueinander parallel, wobei der Abstand der Plattenhauptflächen durch eine Plattendicke gegeben ist. Die Plattenhauptflächen haben typischerweise eine jeweils identische Kontur und sind typischerweise zueinander kongruent. Zwischen den Plattenhauptflächen verläuft eine umlaufend geschlossene Plattenstirnfläche, welche die Plattenhauptflächen verbindet. Der Begriff Kontur bezeichnet hier die Umrisslinie einer Fläche oder eines flächigen Objektes, insbesondere der Platte bei einer Blickrichtung quer zu, insbesondere senkrecht auf, die Fläche.
[0010] Das Möbel umfasst ferner zwei Plattenträger, wobei die Platte sich zwischen den Plattenträgern entlang einer Plattendrehachse erstreckt und die Platte mit den Plattenträgern um die Plattendrehachse drehbar verbunden ist. Die Plattenträger sind dabei als ortsfest angenommen, d. h. sie ändern ihre Lage und Orientierung bei der Drehung der Platte nicht. Die Plattendrehachse verläuft zwischen der ersten und zweiten Plattenhauptfläche hindurch. Die Plattendrehachse schneidet dabei jeweils die Kontur beziehungsweise Umrandung der ersten und zweiten Plattenhauptfläche.
[0011] In einer typischen Ausgestaltung, die nachfolgend grundsätzlich angenommen wird, lassen sich durch drehen der Platte eine Orientierung der ersten und zweiten Plattenhauptfläche vertauschen. Dies implizierte eine Drehbarkeit der Platte um zumindest 180 Grad. Dies ist jedoch nicht zwingend, wie weiter unten erläutert.
[0012] Die Plattenträger weisen jeweils eine Befestigungsstruktur zur Montage des Möbels an einer Montagebasis auf. Eine Trägerhöhe der Plattenträger ist veränderbar und in einer Verstaukonfiguration minimal. Die Trägerhöhe kann insbesondere einen Abstand zwischen der Plattendrehachse und den Befestigungsstrukturen definieren. Wie weiter unten erläutert ist die Montagebasis typischerweise aber nicht zwingend Teil eine Fahrzeugs.
[0013] Zur drehbaren Lagerung der Platte können an den Schnittstelle zwischen Platte und Plattenträgern Drehscharniere vorgesehen beziehungsweise die Platte und die Plattenträger können über Drehscharniere verbunden sein. Die Scharnierachsen der Drehscharniere sind dabei koaxial zur Plattendrehachse.
[0014] Bei der Verwendung des Möbels insbesondere als Tisch wie nachfolgend erläutert, beziehungsweise in einer Benutzungskonfiguration, dienen die Plattenträger als Gestell, welches die Platte ähnlich wie Tischbeine in einem zur Benutzung geeigneten Abstand über der Montagebasis, hält. In der Benutzungskonfiguration verlaufen die Plattenträger typischerweise zumindest näherungsweise vertikal beziehungswiese zwischen „oben“ und „unten“, wobei die Trägerhöhe einer Höhe der Platte über der Montagebasis entspricht. In der Benutzungskonfiguration beziehungsweise bei nicht minimaler Trägerhöher verläuft die Plattendrehachse jedes Plattenträgers im Bereich eines oberen Trägerendes. Die Befestigungsstruktur ist am genüberliegenden unteren Trägerende angeordnet. Die Plattenträger verlaufen typischerweise parallel zu einander und sind durch die Platte beabstandet.
[0015] Bezüglich der Plattendrehachse verläuft die Platte vollständig zwischen den Plattenträgern. Auf diese Weise kann die Platte um die Plattendrehachse gedreht werden, ohne hierbei mit den Plattenträgern zu kollidieren. In einer Ausführungsvariante ist die Platte ohne Anschläge beliebig drehbar, dies ist jedoch nicht zwingend. Generell ist die Platte um mindestens 180 Grad drehbar. Die Lage der Platte in der Benutzungskonfiguration und der Verstaukonfiguration ist typischerweise jeweils parallel zueinander und typischerweise zumindest annähernd horizontal, so dass eine der Plattenhauptflächen nach oben und die andere Plattenhauptfläche nach unten weist beziehungsweise eine der Plattenhauptflächen über der anderen angeordnet ist. Die Orientierung der Plattenhauptflächen kann im Wesentlichen als Orientierung eines von der jeweiligen Plattenhauptfläche wegweisenden Normalenvektors verstanden werden.
[0016] Durch die Drehung der Platte um die Plattendrehachse lässt sich damit wählen, welche der Plattenhauptflächen oben und welche unten ist, beziehungsweise die Plattenoberseite und Plattenunterseite sind vertauschbar.
[0017] Eine Drehung der Platte um 180 Grad zwischen der Verstaukonfiguration und der Benutzungskonfiguration ist typisch für einen Tisch, aber nicht zwingend. So kann vorgesehen, sein, die Platte um etwas weniger oder mehr als 180 Grad zu drehen. Auf diese Weise lässt sich eine in der Benutzungskonfiguration geneigte Platte erzielen Eine Drehung um zum Beispiel weniger als 180 Grad kann zusätzlich vorgesehen oder die Drehung der Platte kann konstruktiv auf unter 180 Grad beschränkt sein. Ferner kann alternativ oder zusätzlich eine Drehung der Platte um 90° und somit eine senkrechte Aufstellung vorgesehen sein. Dies ist vorteilhaft etwa zur Nutzung des Möbels als Projektionsfläche beziehungsweise wie eine Leinwand für eine Beamer-Projektion, als Whiteboard, Pinnwand, oder ähnliches.
[0018] Dass die Plattendrehachse zwischen der der ersten und der zweiten Plattenhauptfläche hindurch verläuft impliziert einen Verlauf die der Plattendrehachse durch das von den Plattenhauptflächen und die Plattenstirnfläche begrenzte Volumen. Die Plattendrehachse schneidet die Plattenstirnfläche.
[0019] Ein derartiges offenbarungsgemässes Möbel weist besondere Vorteile hinsichtlich seiner Anordnung und Montage unter beengten Platzverhältnissen, etwa in einem Fahrzeug, auf und ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Möbel zur Verwendung, etwa als Tisch, nur zeitweise benötigt wird. Die Vorteile werden wesentlich das Zusammenwirken der der veränderbaren Trägerhöhe und der drehbaren Platte bewirkt.
[0020] Durch die veränderbare Trägerhöhe lässt sich das Möbel insbesondere mit minimalem beziehungsweise idealerweise praktisch ohne zusätzlichen Platzbedarf verstauen, etwa im Bodenbereich eines Fahrzeugs. Dabei ist die Platte um die Plattendrehachse so gedreht, dass eine der ersten und zweiten Plattenhauptfläche nach oben weist. Hierfür wird nachfolgend beispielhaft die zweite Plattenhauptfläche angenommen. Diese kann dabei in der Verstaukonfiguration einen Teil eines etwa durch eine Ladefläche gebildeten Nutzbodens sein. Die gegenüberliegende erste Plattenhauptfläche weist dabei in der Verstaukonfiguration nach unten. Sie ist nicht unmittelbar zugänglich und dementsprechend geschützt. Zur Verwendung des Möbels, etwa als Tisch, kann die Trägerhöhe ausgehend von der Verstaukonfiguration vergrössert und die Platte um die Plattendrehachse gedreht werden, so dass nun die erste Plattenhauptfläche nach oben weist und als Tischfläche zur Verfügung steht. Die durch die Benutzung typsicherweise entstehenden Gebrauchsspuren in Form von Verkratzen, oberflächlichen Beschädigungen, Abfärbungen etc. lassen die zweite Hauptfläche mit der Zeit typischerweise unansehnlich werden. Für die Benutzung als Tisch ist dies jedoch unerheblich, da die zweite Plattenhauptfläche hierbei nach unten weist beziehungsweise die für Betrachter nicht sichtbare Unterseite darstellt.
[0021] Das Möbel kann mittels der Befestigungsstrukturen dauerhaft beziehungsweise fest montiert sein, kann aber selbstverständlich auch entfernbar beziehungsweise durch einen Benutzer lösbar montiert sein. Dies ermöglicht zusätzlich etwa die Verwendung als mobiler Tisch, auch zum Beispiel ausserhalb eines Fahrzeugs.
[0022] In einer Ausführungsform verläuft die Plattendrehachse in einer Ansicht quer zur ersten und zweiten Plattenhauptfläche durch ein Zentrum, insbesondere durch einen Flächenschwerpunkt, der ersten und zweiten Plattenhauptfläche. „Quer“ umfasst im vorliegenden Dokument senkrecht oder zumindest näherungsweise senkrecht. Ein derartiger Verlauf der Plattendrehachse hat den Vorteil, dass die Platte bezüglich der Drehachse, insbesondere bei horizontaler Ausrichtung, ausbalanciert ist. Mindestens im unbelasteten Zustand der Platte wirkt somit kein Drehmoment um die Plattendrehachse, welches durch die Lagerung der Platte aufgenommen beziehungsweise absorbiert werden müsste. Die Plattendrehachse kann ferner exakt oder annähernd durch den Masseschwerpunkt der Platte verlaufen.
[0023] In einer Ausführungsform verläuft die Plattendrehachse in einer Ansicht entlang der Plattendrehachse mittig zwischen der ersten und zweiten Plattenhauptfläche.
[0024] In einer Ausführungsform weisen die erste und zweite Plattenhauptfläche eine rechteckige Kontur und jeweils zwei zueinander parallele lange Plattenlangseiten und Plattenkurzseiten auf. Die Plattenstirnfläche weist hier dementsprechend vier rechteckige und durch Kanten getrennte Stirnflächensegmente auf. In einer speziellen Ausführungsform mit rechteckigen Plattenhauptflächen verläuft die Plattendrehachse parallel zu und mittig zwischen den Plattenlangseiten. Die Plattenkurzseiten werden dementsprechend durch die Plattendrehachse mittig geschnitten beziehungsweise halbiert. Eine derartige Ausgestaltung ist vorteilhaft hinsichtlich der Anordnung etwa im Innenraum eines Fahrzeugs. Insbesondere kann die Anordnung so erfolgen, dass die Plattenlangseiten und die Plattendrehachse an der Fahrzeuglängsachse ausgerichtet sind beziehungsweise parallel zu ihr verlaufen, was für eine gute Platzausnutzung vorteilhaft ist. Ferner wird zum Drehen der Platte sowohl nach unten wie auch nach oben (etwa zu einer Decke des Fahrzeuginnenraums) Platz benötigt. Bei der hier beschriebenen Gestaltung entspricht der erforderliche Platz in beide Richtungen lediglich der halben Länge einer Plattenkurzseite.
[0025] Bei einer derartigen Ausgestaltung mit einer mittig zwischen den Plattenhauptflächen verlaufenden Plattendrehachse werden ferner die erste und zweite Plattenhauptfläche in ihrer Position bei einer Drehung der Platte um 180 Grad vertauscht. Die zweite Plattenhaupt nimmt also nach der Drehung die zuvor von der ersten Plattenhauptfläche eingenommene Position ein, und umgekehrt.
[0026] In weiteren Ausführungsformen hat die Platte eine abweichende, nicht rechteckige Kontur der Plattenhauptflächen und/oder die Plattendrehachse verläuft anders. Die Plattenhauptflächen können insbesondere eine quadratische, kreisrunde oder eine ovale beziehungsweise elliptische Kontur aufweisen. Die Plattendrehachse kann ferner etwas aussermittig verlaufen.
[0027] In einer Ausführungsform ist die Platte bezüglich der Plattendrehachse lösbar verriegelbar. Zur Verriegelung kann eine lösbare kraft- und- oder formschlüssige Verbindung zwischen Platte und Plattenträger vorgesehen werden. Hierzu können insbesondere ein oder mehrere verschiebbare Riegel, Klemmvorrichtungen o.ä. vorgesehen sein, wie grundsätzlich bekannt. Bevorzugt ist eine Verbindung der Platte mit beiden Plattenträgern vorgesehen.
[0028] In einer Ausführungsform ist die Trägerhöhe lösbar fixierbar. Eine solche lösbare Fixierung erlaubt es, das Möbel in der Benutzungskonfiguration in verschiedenen Abständen beziehungsweise Höhen über der Montagebasis zu fixieren und es so an unterschiedliche Benutzungssituationen und/oder individuelle Präferenzen anzupassen, etwa zur Benutzung als Couchtisch (niedrige Höhe), Schreib- oder Besprechungstisch (mittlere Höhe), oder Stehtisch (grosse Höhe). Zum Fixieren können je nach Ausgestaltung der Plattenträger Klemm- und oder Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen sein, wie grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt. Die lösbare Fixierung kann in Stufen, insbesondere rastend, und/oder stufenlos sein. Bei einer Ausführungsform mit Feder- und/oder Dämpfervorrichtungen wie nachfolgend beschrieben können diese fixierbar beziehungsweise feststellbar sein.
[0029] Ein Fixieren der Trägerhöhe kann grundsätzlich in jeder Höhe ab der Verstaukonfiguration vorgesehen werden beziehungsweise möglich sein, es kann jedoch auch eine minimale Trägerhöhe für die Benutzungskonfiguration bestehen. Bei einer niedrigen Höhe, etwa zur Verwendung als Couchtisch, ist der verfügbare Platz nach unten möglicherweise nicht ausreichend, um ein Drehen der Platte zu ermöglichen. In diesem Fall kann das Drehen der Platte bei einer grösseren Trägerhöhe erfolgen als die anschliessende Benutzung. Gleiches gilt analog bei einer grossen gewünschten Höhe etwa als Stehtisch, wenn der Platz nach oben begrenzt ist. In diese Fall kann das Drehen der Platte bei einer geringeren Trägerhöhe erfolgen als die anschliessende Benutzung.
[0030] In einer Ausführungsform umfassen die Plattenträger jeweils einen Hubscherenmechanismus. Hubscheren zur höhenverstellbaren Positionierung und Lagerung etwa von Platten, Montageplattformen, Maschinen etc. sind in unterschiedlichen Bauformen und Grössen aus dem Stand der Technik gut bekannt. In der vorliegenden Anwendung sind Hubscherenmechanismen insbesondere aufgrund ihrer Kompaktheit interessant. Insbesondere vorteilhaft ist die geringe minimale Höhe, welche in der Verstaukonfiguration benötigt wird. Sie beträgt in der vorgesehenen Anwendung typischerweise wenige Zentimeter. Dabei weist ein Hubscherenmechanismus eine grundsätzlich einfache und robuste Konstruktion auf und besitzt eine hohe Stabilität und Tragfähigkeit. Die die Trägerhöhe bestimmende Auszugslänge ist in weiten Grenzen variabel.
[0031] Bei einem Hubscherenmechanismus verändert sich konstruktionsbedingt die Ausdehnung quer zur Auszugsrichtung (nachfolgend auch als Scherenbreite bezeichnet) in Abhängigkeit des Auszugs. Daher sind an den Enden der Hubscherenmechanismen jeweils Translationsvorrichtungen vorgesehen, welche insbesondere Gleiter, Schlitten und/oder Rollen umfassen können, welche linear beweglich geführt werden.
[0032] Auf der der Montagebasis zugewandten Seite bilden die basisseitigen Translationsvorrichtungen die Befestigungsstruktur oder einen Teil der Befestigungsstruktur und laufen vorteilhaft in entsprechenden an der Montagebasis vorgesehenen basisseitigen Längsführung, etwa Schienen oder Nuten. Das Möbel kann die basisseitigen Längsführungen umfassen, insbesondere als Teil der Befestigungsstrukturen. Ebenso können die basisseitigen Längsführungen Teil der Montagebasis oder fest hiermit verbunden sein.
[0033] An der gegenüberliegenden, der Montagebasis abgewandten Seite, an welchem die Platte befestigt ist, können die Plattenträger jeweils einen Plattenverbinder aufweisen. Ähnlich der Montagebasis kann jeder Plattenverbinder eine Längsführung, etwa in Form einer Schiene oder einer Nut, insbesondere einer T-Nut aufweisen, in welcher die plattenseitigen Translationsvorrichtungen linear geführt sind. Die Plattenverbinder sind vorteilhafterweise langgestreckt und erstrecken sich quer zur Trägerhöhe sowie quer zur Plattendrehachse. Die drehbare Befestigung der Platte, etwa über Drehscharniere wie weiter oben erwähnt, erfolgt dabei mittels der Plattenverbinder. Die Plattenverbinder dienen damit als Übergangs- beziehungsweise Zwischenstücke, über welche die Platte mit den Hubscherenmechanismen verbunden ist. Typischerweise entspricht die Länge der Plattenverbinder der Länge einer ihnen zugewandten Plattenseite. Bei einer rechteckigen Platte, bei welcher die Plattendrehachse mittig durch die Plattenkurzseiten verläuft wie oben beschrieben, kann die Länge der Plattenverbinder insbesondere den Plattenkurzseiten entsprechen. Die Plattenverbinder können entlang der Plattendrehachse jeweils eine endseitige Fortsetzung der Platte darstellen.
[0034] In weiteren Ausführungsformen umfassen die Plattenträger keine Hubscherenmechanismen, sondern jeweils eine Mehrzahl an Stangen- oder stabförmigen Segmenten. Diese können zur Einstellung der Trägerhöhe teleskopierbar oder jeweils an ihren Enden nach dem Prinzip eines Gliedermassstabes an ihren Enden gelenkig verbunden sein.
[0035] In einer typischen Ausführungsform sind die Plattenträger für eine manuelle Veränderung der der Trägerhöhe durch Muskelkraft vorgesehen. In weiteren Ausführungsformen ist hierfür alternativ oder ergänzend ein separater, insbesondere ein motorischer Antrieb, vorgesehen. Das Drehen der Platte erfolgt ebenfalls in einer bevorzugten Ausführungsform ebenfalls manuell, aber es kann auch ein motorischer Antrieb vorgesehen sein.
[0036] Vorteilhafter Weise erlauben die Plattenträger eine Veränderung der Plattenhöhe ohne Drehen oder Kippen der Platte, insbesondere in einer reinen Translationsbewegung in der durch die Trägerhöhe gegebenen Richtung, insbesondere in vertikaler Richtung. Dementsprechend wird die Platte bei einer Änderung der Trägerhöhe parallelverschoben. Eine solche Ausgestaltung hat den Vorteil, dass eine Anpassung oder Änderung der Höhe, insbesondere in der Verwendungskonfiguration, kein vorheriges Entfernen von auf der Platte befindlichen beziehungsweise abgestellten Gegenständen erforderlich ist. Dies ist insbesondere für Plattenträger mit Hubscherenmechanismus erfüllt.
[0037] In einer Ausführungsform umfassen die Plattenträger jeweils eine Feder- und/oder Dämpfervorrichtung (Feder-/Dämpfer-Vorrichtung). Die Feder-Dämpfer-Vorrichtung kann dazu konfiguriert sein, der Gewichtskraft der Platte und gegebenenfalls auf ihr befindlichen Gegenstände entgegenzuwirken, sowie Stösse und Rucken bei der Bewegung der Platte beziehungsweise bei einer Veränderung der Auszugshöhe zu minieren oder zu eliminieren. Feder-Dämpfer-Vorrichtungen können vorteilhafter weise insbesondere als Gasdruckfedern gestaltet sein, wie etwa zum Halten von Türen und Klappen, beispielsweise nach oben öffnenden Heckklappen, bekannt. Eine solche Gasdruckfeder kann zum Beispiel an einem ihrer Enden mit einem Scherensegment eines Hubscherenmechanismus und mit ihrem Anderen Ende an der Montagebasis in grundsätzlich bekannter Weise befestigt sein. Eine Feder-Dämpfer-Vorrichtung kann so ausgelegt sein, dass die Gewichtskraft der Platte kompensiert, so dass die Platte ihren Abstand zur Montagebasis auch ohne zusätzliche Fixierung grundsätzlich beibehält. Wie erwähnt kann eine Feder- und/oder Dämpfervorrichtung in ihrer Länge arretier bar sein. Es kann oder mehrere Feder-Dämpfer-Vorrichtung vorgesehen sein, insbesondere jeweils eine je Plattenträger beziehungsweise Hubscherenmechanismus.
[0038] In einer Ausführungsform umfasst das Möbel ein oder mehrere Griffvorrichtungen. Griffvorrichtungen können von einer oder beiden Plattenhauptflächen aus in die Platte eingelassen sein. Andere Arten der Anbringung sind möglich. Griffvorrichtungen sind insbesondere so angeordnet, dass sie das Ausüben einer Zugkraft entlang der Richtung der Trägerhöhe, d. h. typischerweise in vertikaler Richtung, und insbesondere nach oben, gestatten. Ferner sind die Griffvorrichtungen bevorzugt zum Greifen und Ziehen mit der Hand ausgelegt. Griffvorrichtungen dienen insbesondere dem Greifen zum Vergrössern der Trägerhöhe, insbesondere beim Wechsel von der Verstaukonfiguration in die Benutzungskonfiguration. Hierzu sind Griffvorrichtungen insbesondere an der zweiten Plattenhauptfläche angeordnet beziehungsweise von der zweiten Plattenhauptfläche aus in die Platte eingelassen. Bevorzugt sind die Griffelemente bündig in die Platte eingelassen. Ein Griffelement kann etwa in grundsätzlich bekannter Art einen in einer Mulde angeordnete schwenkbare Griffbügel umfassen. Die bündige Anordnung gewährleistet, dass in der Verstaukonfiguration beziehungsweise wenn die zweite Plattenhauptfläche nach oben weist, Griffelemente zwar sichtbar sind, aber nicht störend abragen. Bei nach oben weisender ersten Plattenhauptfläche sind die Griffelemente ohne zu stören an der Plattenunterseite.
[0039] In einer Ausführungsform sind die erste und zweite Plattenhauptfläche unterschiedlich gestaltet. Die unterschiedliche Gestaltung kann insbesondere unterschiedliche Materialien umfassen. Eine unterschiedliche Gestaltung der Hauptflächen ist vorteilhaft in Hinblick auf eine Anpassung für unterschiedliche Verwendungen und Beanspruchungen der Platte, insbesondere in der Verstaukonfiguration einerseits und der Benutzungskonfiguration andererseits.
[0040] In einer speziellen Ausführungsform ist die erste Plattenhauptfläche als Arbeitsfläche und die zweite Plattenhauptfläche als Tritt- und/oder Ladefläche ausgestaltet. Die Arbeitsfläche kann insbesondere eine Schreibtischoberfläche sein, und/oder eine Couchtischoberfläche sein. Die Arbeitsfläche ist optisch wie haptisch vorteilhafterweise ansprechend, aber relativ empfindlich. Mindestens eine die erste Plattenhauptfläche als Oberfläche umfassende erste Deckschicht der Platte kann dabei aus einem für Schreibtische, Couchtisch und ähnliches typischen Material, etwa einem Holzfurnier bestehen. Die erste Plattenhauptfläche weist in der Benutzungskonfiguration typischerweise nach oben.
[0041] Die Tritt- und/oder oder Ladefläche als zweite Plattenhauptfläche ist vorteilhafter Weise robust und belastbar. Hierfür kann mindestens eine die zweite Plattenhauptfläche als Oberfläche umfassende zweite Deckschicht der Platte aus einem hierfür typischen Material wie einem Kunstfilzmaterial, Gummi, Metall, insbesondere Blech, oder einem robusten Kunststoff, aus Parkett oder Hoch- oder Mittelverdichteten Holzplatten bestehen. Die Fussbodenfläche oder Ladefläche ist vorteilhafter Weise beschädigungsfrei durch Personen begehbar und/oder zum Abstellen von Gegenständen wie Gepäck geeignet. Die zweite Deckschicht ist vorteilhaft aus dem gleichen Material gefertigt wie ein sie in der Verstaukonfiguration umgebender Nutzbodenbereich.
[0042] Die Platte ist typischerweise als Sandwich mit mehreren typischerweise planparallelen Schichten aufgebaut, wobei die die erste und zweite Deckschicht die äussersten Schichten darstellen. Dazwischen kann sich ein ein- oder mehrteiliger Kern mit aus dem Möbelbau grundsätzlich bekanntem Aufbau und Materialien befinden, beispielsweise aus Sperrholz, Pressspan, verleimten Leisten oder Kunststoff bzw. aus Massivholz. Der Kern kann auch als Leichtbau- beziehungsweise Hohlkonstruktion grundsätzlich bekannter Art ausgeführt sein. Typsicherweise macht der Kern den grössten Teil der Plattendicke zwischen der ersten und der zweiten Plattenhauptfläche aus.
[0043] In einer Ausführungsform umfasst die Platte mindestens ein magnetisches Element, bevorzugt eine Anzahl magnetischer Elemente. Das magnetische Element oder die magnetische Elemente sind bevorzugt permanentmagnetisch und bevorzugt flächig, insbesondere platten- scheiben- oder streifenförmig. Magnetische Elemente können von einer oder beiden Plattenhauptflächen, insbesondere von der ersten Plattenhauptfläche aus, in die Platte eingelassen sein, so dass ihre Oberflächen einen sichtbaren Teil der jeweiligen Plattenhauptfläche darstellen. Alternativ oder zusätzlich können magnetische Elemente unter einer Deckschicht wie oben beschreiben und damit optisch unsichtbar angeordnet sein. Derart angeordnete magnetische Elemente können vorteilhaft dazu genutzt werden, Gegenstände aus ferromagnetischen Material, etwa Eisen, oder zumindest mit einem ausreichenden ferromagnetischen Anteil, auf der Platte mit einer genügenden magnetischen Haftkraft zu halten, so dass sie ihre Position bei einer Änderung der Trägerhöhe oder einem langsamen Bewegen des Möbels mitsamt der Montagebasis beibehalten und nicht verrutschen oder herunterfallen. Gegenstände, die auf diese Weise vorteilhaft gehalten werden können, sind etwa Geräte wie Laptop-Computer oder Bildschirme.
[0044] In einer Ausführungsform sind die Plattenträger in der Verstaukonfiguration in einer Blickrichtung entlang der Plattendrehachse zumindest weitgehend zwischen der ersten und zweiten Plattenhauptfläche angeordnet. Die Plattenträger nehmen bei einer solchen Ausgestaltung keine oder nur wenig Höhe zusätzlich zur Platte ein, was insbesondere für das Verstauen günstig ist. Eine derartige Anordnung ist zum Beispiel gut mittels Plattenträgern mit Hubscherenmechanismus wie beschrieben zu verwirklichen.
[0045] In einer Ausführungsform ist eine Ausdehnung des Möbels in einer Blickrichtung entlang der Plattendrehachse in der Verstaukonfiguration idealerweise nicht grösser als 60mm, bevorzugt nicht grösser als 45mm. Eine derartige Ausführung ermöglicht ein Verstauen, etwa im Bereich des Nutzbodens eines Fahrzeugs , ohne oder nur mit minimalem Höhenbedarf. Die zur Verfügung stehende freie Höhe im Innenraum eines Fahrzeugs oder unter anderweitig höhenbeschränkten Platzverhältnissen wird somit nicht oder nur geringfügig eingeschränkt.
[0046] Die Anordnung der Platte zwischen den Plattenträgern wie beschrieben stellt sicher, dass die Platte ohne Kollision mit den Plattenträgern gedreht werden kann. Jedoch werden die Plattenträger, insbesondere Plattenverbinder wie zuvor beschrieben, nicht gedreht und sind ohne weitere Massnahmen immer sichtbar. In der Verstaukonfiguration bilden sie auch einen Teil des Nutzbodens und werden entsprechend beansprucht und abgenutzt. In einer Ausführungsform umfasst das Möbel für jeden Plattenträger ein zugeordnetes Abdeckelement oder die Plattenträger umfassen jeweils ein Abdeckelement. Die Abdeckelemente erstrecken sich jeweils quer zur Plattendrehachse. Die Abdeckelemente sind typischerweise stab-oder leistenförmig und haben eine Länge, welche einer den Plattenträgern zugewandten Plattenseite entspricht. Bei einer rechteckigen Platte wie zuvor beschrieben kann die Länge der Abdeckelemente insbesondere jeweils der Länge einer Plattenkurzseite beziehungsweise der Plattenbreite entsprechen, oder bei einer quadratischen Platten der Seitenlänge des Quadrats. Die Abdeckelemente können beispielhaft einen rechteckigen Querschnitt haben.
[0047] Die Abdeckelemente haben jeweils eine erste Abdeckelementhauptfläche und eine der ersten Abdeckelementhauptfläche gegenüberliegende zweite Abdeckelementhauptfläche. Die erste Abdeckelementhauptfläche entspricht vorteilhaft in Optik, Haptik und Materialeigenschaften der ersten Plattenhauptfläche. Ebenso entspricht die zweite Abdeckelementhauptfläche unvorteilhaft in Optik, Haptik und Materialeigenschaften der zweiten Plattenhauptfläche. Insbesondere können die Abdeckelemente jeweils eine erste und zweite Deckschicht umfassen, die jeweils aus dem gleichen Material besteht wie eine jeweilige Deckschicht der Platte, also z. B. Holzfurnier für die erste Deckschicht wie oben erwähnt. In einer Ansicht von oben liegen die Plattenträger, insbesondere Hubscheren wie beschreiben, und die Plattenverbinder unter den Abdeckelementen
[0048] Die Abdeckelemente sind derart konfiguriert, dass die Orientierung der ersten Abdeckelementhauptfläche und der zweiten Abdeckelementhauptfläche vertauschbar ist. Wenn sich das Möbel in der Verstaukonfiguration befindet beziehungsweise wenn die zweite Plattenhauptfläche als Teil einer Tritt- und/oder Ladefläche dient, werden die Abdeckelemente derart angeordnet, dass sich ihre zweite Abdeckelementhauptfläche jeweils in einer Ebene mit der zweiten Plattenhauptfläche befindet. In der Benutzungskonfiguration beziehungsweise wenn die erste Plattenhauptfläche als Tischfläche dient, liegt die erste Abdeckelementhauptfläche in einer Ebene mit der ersten Plattenhauptfläche. Vorteilhaft schliessen sich die Abdeckelemente in der Verstaukonfiguration wie auch der Benutzungskonfiguration spaltfrei oder zumindest annähernd spaltfrei an die Platte an. So wird in der Verstaukonfiguration die zweite Plattenhauptfläche durch die zweite Abdeckelementhauptflächen entlang der Plattendrehachse beidseitig fortgesetzt. Entsprechend wird in der Benutzungskonfiguration die erste Plattenhauptfläche durch die erste Abdeckelementhauptflächen entlang der Plattendrehachse beidseitig fortgesetzt.
[0049] Die Abdeckelemente können grundsätzlich strukturell von sonstigen Komponenten des Tisches separate Elemente sein. In der Verstaukonfiguration des Möbels werden die Abdeckelemente mit der zweiten Abdeckelementhauptfläche nach oben angeordnet, so dass die zweite Abdeckelementhauptflächen jeweils eine Fortsetzung der zweiten Plattenhauptfläche bilden. Im Zuge des Wechsels in die Benutzungskonfiguration werden die Abdeckelemente umgedreht, so dass nun die ersten Abdeckelementhauptflächen nach oben weisen und eine Fortsetzung der ersten Plattenhauptfläche bilden. Bei einer Ausführung mit Plattenverbindern wie beschrieben können die Abdeckelemente einfach lösbar auf die Plattenverbinder aufgelegt werden. Optional können zum Verhindern von einer ungewünschten Bewegung, etwa einem Verrutschen, der Abdeckelemente zum Beispiel magnetische Haltemittel, oder eine lösbare Formschlussverbindung mit der Platte oder den Platenverbindern, beispielsweise durch lösbares Verstiften, vorgesehen sein, oder die Abdeckelemente können an den Plattenverbindern lösbar magnetisch gehalten sein.
[0050] In einer speziellen Ausführungsform sind die Abdeckelemente beweglich an den Plattenträgern befestigt. Insbesondere können die Abdeckelemente jeweils um eine Abdeckelementschwenkachse schwenkbar sowie entlang einer Abdeckelementverschiebeachse verschiebbar mit einem zugeordneten Plattenverbinderbinder verbunden sein. Die Abdeckelementschwenkachsen können dabei senkrecht zur Plattendrehachse und die Abdeckelementverschiebeachsen parallel zur Plattendrehachse verlaufen. Der Verschiebeweg entspricht dabei zumindest der Ausdehnung der Abdeckelemente entlang der Plattendrehachse. Hierfür kann jeweils ein Verschiebe- und Schwenkmechanismus wie nachfolgend beschreiben vorgesehen werden. Jeder Plattenträger kann mindestens eine Linearführung mit einer Führungsschiene und einem in der Führungsschiene linear verschiebbaren Schlitten aufweisen, wobei die Achse der Linearführung jeweils einer Abdeckelementverschiebeachse entspricht Die Schienen können jeweils an den Oberseiten der Plattenverbinder angeordnet sein. Die Abdeckelemente können um die jeweilige Abdeckelementschwenkachse drehbar beziehungsweise schwenkbar an den Läufer befestigt sein. Auf diese Weis können die Abdeckelemente jeweils von der Platte entlang der Plattendrehachse abgerückt und anschliessend um 180 Grad zur Platte hin geschwenkt werden. Nach dem Schwenken sind die Lage und Orientierung der ersten und zweiten Abdeckelementhauptfläche vertauscht, wobei sich die Abdeckelemente wiederum an die Platte anschliessen. Um ein kollisionsfreies Verschieben der Abdeckelemente zu gewährleisten, sind die Linearführungen versetzt, insbesondere oberhalb, der Plattendrehachse angeordnet. Andere Ausgestaltungen eines Verschiebe- und Schwenkmechanismus sind ebenfalls möglich.
[0051] In einer Ausführungsform sind die Befestigungsstrukturen zur Montage an einem Fahrzeugteil, insbesondere einem Chassis- und-oder Karosserieteil (Chassis-/Karosserieteil) ausgelegt sind. Bei Plattenträgern mit Hubscherenmechanismus können hierfür etwa in basisseitigen Längsführungen, insbesondere Schienen, laufende Translationsvorrichtungen wie Rollen gemäss obiger Beschreibung vorgesehen sein. Die basisseitigen Längsführungen können in grundsätzlich bekannter Weise dauerhaft, etwa durch Schrauben, Schweissen, Nieten, Kleben oder eine Kombination hiervon dauerhaft an einem sie tragenden Chassis-/Karosserieteil montiert sein. Alternativ können die basisseitigen Längsführungen durch einen Benutzer in grundsätzlich bekannter Weise lösbar montiert sein. In diesem Fall ist das Möbel samt basisseitigen Längsführungen etwa zur Verwendung ausserhalb des Fahrzeugs. Ferner können die basisseitigen Längsführungen ein integraler Bestandteil des Chassis-/Karosserieteil sein. Das Chassis-/Karosserieteil kann insbesondere Teil eines Fahrzeugbodens sein.
[0052] IGemäss einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Offenbarung ein Fahrzeug. Beispielsweise kann das Fahrzeug insbesondere ein Landfahrzeug, etwa ein Kraftfahrzeug oder ein Anhänger, oder auch ein oder Wasserfahrzeug sein. Im vorliegenden Dokument wird beispielhaft generell von einem Kraftfahrzeug in Form eines üblichen geschlossenen Transporters, Vans beziehungsweise Kastenwagens mit einem beispielhaften zulässigen Gesamtgewicht von 3.5t ausgegangen, wobei auch Lastwagenaufbauten/Container mit einem Gesamtgewicht inkl. Trägerfahrzeug von über 3.5t möglich sind. Derartige Transposter sind etwa aus dem Bereich der Speditionswesens und der Logistik gut bekannt. Das Fahrzeug kann aber auch ein anderes Kraftfahrzeug, etwa ein Wohnmobil oder ein Wohnanhänger sein. Als Wasserfahrzeug kann das Fahrzeug insbesondere eine Segel- und/oder Motoryacht sein.
[0053] Das Fahrzeug weist einen Hauptnutzboden mit einer Hauptnutzbodenfläche auf. Der Hauptnutzboden weist eine Plattenaufnahmeausnehmung auf, welche sich mit einer Plattenaufnahmeöffnung in die Hauptnutzbodenfläche öffnet.
[0054] Ein offenbarungsgemässes Möbel ist derart an einem Fahrzeugteil montiert, dass in der Verstaukonfiguration die Platte in der Plattenaufnahmeausnehmung positioniert ist, wobei eine der Plattenhauptflächen und zumindest ein sie umgebender Bereich der Hauptnutzbodenfläche in einer Ebene liegen und eine Nutzbodenfläche bilden. Das Fahrzeugteil kann insbesondere ein Chassis-/Karosserieteil sein. In der Benutzungskonfiguration wird die Platte durch die Plattenträger von vom Hauptnutzboden beabstandet und insbesondere über der Nutzbodenhauptfläche gehalten.
[0055] Als diejenige Plattenhauptflächen, die in der Verstaukonfiguration ein Teil der Nutzbodenfläche bildet ist, wird beispielhaft die zweite Plattenhauptfläche angenommen, welche wie beschrieben als Ladefläche und/oder Fussbodenfläche gestaltet seien kann.
[0056] Die Plattenaufnahmeöffnung und das Möbel, sind im Allgemeinen in einer Aufsicht kongruent beziehungsweise deckungsgleich beziehungsweise annähernd deckungsgleich und haben eine identische oder annähernd identische Kontur, so dass die Plattenaufnahmeöffnung in der Verstaukonfiguration durch die Platte zumindest weitgehend ausgefüllt wird, wobei ein geringfügiger Spalt verbleiben kann.
[0057] In der Benutzungskonfiguration befindet sich die Platte oberhalb der Plattenaufnahmeöffnung. Das Fahrzeugteil, an welchem das Möbel montiert ist, befindet sich entsprechend unterhalb (bei einem Landfahrzeug in Richtung der Räder) der der Hauptnutzbodenfläche. In der Verstaukonfiguration stellt die zweite Plattenhauptfläche generell die obere Begrenzung des Möbels dar, d. h. das Möbel erstreckt sich in der Verstaukonfiguration von der Hauptnutzbodenfläche aus nach unten.
[0058] Bei einem Landfahrzeug wie einem Transporter, Wohnmobil oder Wohnanhänger kann der Hauptnutzboden durch den Innenraumboden eines typischerweise geschlossenen Innenraums gebildet werden. Bei einem Wasserfahrzeug wie einer Yacht kann der Nutzboden etwa ein Kabineninnenboden, aber grundsätzlich auch das Deck oder ein Teil des Decks sein.
[0059] Ein offenbarungsgemässes Möbel gestattet es, dass sich das Möbel in der Verstaukonfiguration nahtlos in den umgebenden Hauptnutzboden einfügt beziehungsweise die Hauptnutzbodenfläche und die zweite Plattenhauptfläche ohne Absatz oder Stufe ineinander übergehen. Bei entsprechend robuster Gestaltung der zweiten Plattenhauptfläche wie oben beschrieben ist die Nutzbodenfläche insgesamt, also sowohl die Hauptnutzbodenfläche wie auch die zweite Plattenhauptfläche, ohne Einschränkung durch das Möbel zur Platzierung und zum Transport von Gegenständen, wie etwa Gepäck oder gewerbliche Nutzlasten, nutzbar oder kann beispielsweise zur Platzierung eines aufblasbaren Bettes dienen. Wie oben dargestellt ist die zweite Plattenhauptfläche vorteilhaft auch durch Personen begehbar. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass etwa viele typische, in ihren Innenmassen weitgehend standardisierte Transporter das aufrechte Stehen einer erwachsenen Person in ihrem Innenraum gestattet.
[0060] In der Benutzungskonfiguration kann das Möbel dagegen als vergleichsweise grosser und auch multifunktionaler Tisch, wie als Couchtisch, Esstisch, Schreibtisch oder Konferenztisch, dienen. Gemeinsam mit entsprechend gestalteten weiteren Möbeln, insbesondere Klappstühlen, kann das Fahrzeug so als relativ geräumiges, mobiles Büro und auch Konferenzraum dienen. Durch das Drehen der Platte liegt dabei die erste Plattenhauptfläche oben und stellt eine optisch und haptisch ansprechende Tischoberfläche dar.
[0061] Neben der Montage in einem Fahrzeug kann ein offenbarungsgemässes Möbel auch anderweitig unter beengten Platzverhältnissen vorteilhaft eingesetzt werden, etwa auf einem Balkon oder einer Terrasse, wobei das Möbel einen Teil des Balkons oder Integriert ist. Ebenso kann das Möbel in einer Hütte, einem Wochenendhaus oder in einem sogenanntes „Tiny House“ usw. verwendet werden und dort in einen Fussboden integriert sein.
[0062] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Offenbarung die Verwendung eines offenbarungsgemässen Möbels in seiner Benutzungskonfiguration als Möbel, insbesondere Tisch, sowie alternativ in seiner Verstaukonfiguration als Nutzbodenfläche, insbesondere als Tritt- und/oder Ladefläche.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0063] Die Figuren zeigen schematisch: Fig. 1 eine Ausführungsform eines offenbarungsgemässes Möbels in Form eines Tisches in einer ersten Seitenansicht in einer Benutzungskonfiguration; Fig. 2 das Möbels gemäss Fig. 1 in einer zweiten Seitenansicht in der Benutzungskonfiguration; Fig. 3 das Möbels gemäss Fig. 1 in einer korrespondierenden Ansicht in einer Verstaukonfiguration; Fig. 4 einen Endbereich entlang der Plattendrehachse PA für eine weitere Ausführungsform eines Tisches als offenbarungsgemässes Möbels in einer Aufsicht; Fig. 5 einen Schnitt eines Plattenverbinders sowie weitere Element für einen Tisch gemäss Fig. 4; Fig. 6 einer Detailansicht einen Endbereich eines Plattenverbinders; Fig. 7 einen Endbereiche eines Tisches gemäss Figur 4 in der Verstaukonfiguration; Fig. 8 eine zu Fig. 7 korrespondierende Ansicht in einem Zwischenzustand; Fig. 9 eine zu Fig. 7 korrespondierende Ansicht in der Benutzungskonfiguration; Fig. 10 ein in einem Transporter oder Kastenwagen montierten Tisch; Fig. 11 einen offenbarungsgemässen Klappstuhl in einer Seitenansicht.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0064] Nachfolgend wird zunächst aufFigur 1undFigur 2Bezug genommen, welche schematisch einen Tisch 1 als beispielhaftes offenbarungsgemässes Möbel in einer montierten Konfiguration an einem Karosserie-/Chassisteil 2.1 eines Fahrzeugs in zwei zueinander senkrechten Seitensichten, quer zur Schwerkraftrichtung, zeigen.
[0065] Raumrichtungsbezogene Begriffe wie „Höhe“, „oben, unten“, „horizontal“ werden mit Bezug das beispielhaft eingezeichnete kartesische Koordinatensystem mit Raumrichtungen x, y, z wie folgt verwendet: In einer gewöhnlichen Benutzungskonfiguration, etwa Montage des Möbels in einem horizontal beziehungsweise nivelliert aufgestellten Fahrzeug, verlaufen die x-Achse und die y-Achse horizontal beziehungsweise liegen in einer horizontal Ebene. Eine hierzu senkrechte vertikale Richtung definiert „oben“ und „unten“, wobei die Schwerkraftrichtung der negativen z-Richtung entspricht.
[0066] Der Tisch 1 umfasst eine Platte 1.1 und zwei Plattenträger 1.2, die hier jeweils mit einem Hubscherenmechanismus realisiert sind. Der Tisch 1 ist mittels der Hubscherenmechanismen beispielhaft an einem Chassis-/Karosserieteil 2.1, beispielsweise einem Bodenteil eines (als solchen nicht weiter nicht gezeigten, siehe hierzuFigur 10) Landfahrzeuges wie eines Transporters oder Kastenwagens oder eines Kastenaufbaus /Containers montiert. Das Chassis-/Karosserieteil 2.1 stellt eine Montagebasis dar. Der Tisch 1 kann insbesondere so montiert sein, dass er sich im Innenraumbereich des Landfahrzeugs befindet. Andere Montagen, etwa in Wohnanhängern oder Wasserfahrzeugen, wie in der allgemeinen Beschreibung ausgeführt, sind möglich.
[0067] Die Platte 1.1 ist beispielhaft rechteckig mit einer Plattenlänge I, einer Plattenbreite b und einer Plattendicke d. I ist dabei die Länge der Plattenlangseiten und b die Länge der Plattenkurzseiten. Eine Plattendrehachse PA verläuft parallel und mittig zwischen den Plattenlangseiten. In einer typischen Ausgestaltung zur Montage in einem Transporter beziehungsweise Kastenwagen kann die Plattenlänge I beispielsweise bei 2m und die Plattenbreite b bei 0.6m liegen. Andere Abmessungen sind je nach vorgesehener Benutzung und Platzverhältnissen selbstverständlich möglich.
[0068] Entlang der Plattendrehachse PA ist die Platte 1.1 mittels Drehscharnieren 1.4 um die Plattendrehachse PA drehbar zwischen Plattenverbindern 1.2.6 gehalten, welche parallel zu den Plattenkurzseiten und an die Plattenkurzseiten unmittelbar angrenzend oder mit geringem Spalt angeordnet sind. Die Drehscharniere 1.4 können als Drehmomentscharniere ausgeführt sein beziehungsweise eine bewusste Reibung aufweisen, um ein unbeabsichtigtes Drehen der Platte 1.1 zu verhindern. Die Platte 1.1 ist vorteilhaft um mindestens 180 Grad drehbar, kann aber auch um einen grösseren oder kleineren Winkel oder auch unbegrenzt drehbar sein. Optional kann ferner ein Drehen der Platte in rastenden Schritten möglich sein. Ein Mass, welches sich aus der Plattenlänge I zuzüglich weiterer sich in Längsrichtung beziehungsweise entlang der Plattendrehachse anschliessender Elemente ergibt, wird als effektive Plattenlänge I' bezeichnet. Die effektive Plattenlänge I' bezeichnet insbesondere die Gesamtlänge aller Elemente, die über die Plattenträger 1.2 durch Änderung der Trägerhöhe angehoben beziehungsweise abgesenkt werden. In der gezeigten Ausführungsform ergibt sich die effektive Plattenlänge I' aus der Plattenlänge I zuzüglich des Masses der beiden Plattenverbinder 1.6.2 entlang der Plattendrehachse PA. Im Allgemeinen ist die effektive Plattenlänge I' auch die Gesamtlänge des Möbels 1 entlang der Plattendrehachse PA.
[0069] Die Platte 1.1 weist zwei zueinander durch die Plattendicke d beabstandete Plattenhauptflächen 1.1.1, 1.1.2 auf. In der inFigur 1, Figur 2dargestellten Konfiguration weist die erste Plattenhauptfläche 1.1.1 nach oben (vom Karosserie-/Chassisteil 2.1 beziehungsweise der Montagebasis weg) und die zweite Plattenhauptfläche 1.1.2 weist nach unten (zum Karosserie-/Chassisteil 2.1 beziehungsweise der Montagebasis hin). Durch Drehung der Platte 1.1 um die Plattendrehachse PA sind die Orientierung und Lage der Plattenhauptflächen 1.1.1, 1.1.2 vertauschbar.
[0070] Die Plattenträger 1.2 sind dazu ausgelegt, die Platte 1.1. in einer veränderlichen Trägerhöhe h über dem Cassis-/ Karosserieteil 2.1 beziehungsweise der Montagebasis zu halten. Die Trägerhöhe h entspricht im Wesentlichen einer Auszugshöhe der Hubscherenmechanismen. Die Verbindung zwischen den Hubscherenmechanismen der Plattenträger 1.2 und der Platte 1.1. erfolgt über die Plattenverbinder 1.2.6. Dabei tragen die Hubscherenmechanismen an ihren oberen Enden jeweils einen Plattenverbinder 1.2.6. Die Plattenverbinder 1.2.6 wiederum lagern über die Drehscharniere 1.4 drehbar die Platte 1.1.
[0071] Die Hubscherenmechanismen weisen in grundsätzlich bekannter Weise jeweils eine Anzahl von Scherensegmenten 1.2.1 auf, welche an ihren Enden und in ihren Mitten paarweise durch Scherengelenke 1.2.2 drehbar verbunden sind. Hierdurch ist der Auszug und damit die Trägerhöhe h veränderbar, wobei die Trägerhöhe h in vertikaler Richtung beziehungsweise entlang der z-Achse, senkrecht zu den Plattenhauptflächen 1.1.1, 1.1.2, gemessen ist. Eine entlang der y-Achse gemessene Scherenbreite sb verändert sich mit Veränderung des Auszugs beziehungsweise der Trägerhöhe h ebenfalls, und zwar in umgekehrter Richtung: Je grösser der Auszug beziehungsweise die Trägerhöhe h, umso geringer die Scherenbreite sb und umgekehrt. Die untersten Scherensegmente 1.2.1 weisen an ihrem freien Ende jeweils eine Rolle 1.2.3 als Translationsvorrichtungen auf. Die beiden Rollen 1.2.3 jedes Plattenträgers 1.2 sind jeweils in einer Schiene 1.3 geführt, welche sich parallel zur x-Achse beziehungsweise den Plattenkurzseiten erstreckt. Die Schienen 1.3 sind auf beziehungsweise an dem Chassis-/Karosserieteil 2.1 montiert. Sie sind hier als Teil des Tisches 1 angenommen, können als Schnittstellenelemente aber auch Teil als Teil der Montagebasis angesehen werden. Bei einer Fahrzeugmontage erstrecken sich die Schienen 1.3 /(und damit die x-Achse) vorteilhaft in Richtung der Fahrzeugbreite. Die obersten Scherensegmente 1.2.1 weisen an ihrem freien Ende ebenfalls jeweils eine Translationsvorrichtung 1.2.3' z. B. in Form von Gleitern, Schlitten oder ebenfalls Rollen auf, welche in einer entsprechenden durch eine Nut 1.2.7 realisierte Linearführung laufen. Eine Nut 1.2.7 erstreckt sich der Länge nach in jedem der Plattenverbinder 1.2.6 auf ihrer der Montagebasis zugewandten Unterseite.
[0072] In der hier gezeigten Ausführung ist jeder Plattenträger 1.2 ferner mit einer Feder-Dämpfer-Vorrichtung ausgestattet, hier jeweils als Gasdruckfeder 1.2.4 (nur inFigur 1gezeigt), ausgeführt. Die Gasdruckfedern 1.2.4 können insbesondere Doppelhubfedern sein, wie grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt. Ein freies Ende jeder Gasdruckfeder 1.2.4 (hier am Kolben) ist gelenkig an einem Scherensegment 1.2.1 befestigt, das gegenüberliegende freie Ende (hier am Zylinder) am Karosserie-/Chassisteil 2.1 beziehungsweise der Montagebasis. Durch die Gasdruckfedern 1.2.4 kann die Platte 1.1 in einer gewünschten Höhe gehalten werden, ohne dass die Hubscherenmechanismen durch die Schwerkraft der Platte 1.1 und ggf. drauf befindlicher Gegenstände zusammengedrückt werden und die Platte 1.1 nach untern sinkt. Mindestens eine der Gasdruckfedern kann optional fixierbar beziehungsweise feststellbar sein. Alternativ oder zusätzlich können eine oder mehrere Sperrvorrichtungen 1.2.5 vorgesehen sein, welche zum Beispiel zwei benachbarte Scherensegmente 1.2.1 zur lösbaren Höhenfixierung gegeneinander sperren. Je nach Dimensionierung und Gesamtgestaltung kann auch nur eine Gasdruckfeder 1.2.4 an einem der Hubscherenmechanismen vorgesehen sein.
[0073] In der gezeigten Ausführungsform sind an der Schnittstelle zwischen der Platte 1.1 und den Plattenverbindern 1.2.6 ferner Riegel 1.5 vorgesehen, welche z. B. als Schiebe- oder Schwenkrigel in grundsätzliche bekannter Weise ausgeführt seien können. Durch diese lässt sich die Platte 1.1. gegen eine ungewollte Drehung um die Plattendrehachse PA, insbesondere in der Benutzungskonfiguration, sperren. In der nachfolgend näher erläuterten Verstaukonfiguration kann die Platte auf einer entsprechenden Auflage zum Beispiel am Karriere-/Chassisteil 2.1 aufliegen und so gesichert sein. Eine zusätzliche Verriegelung kann optional zusätzlich vorgesehen werden.
[0074] Figur 2zeigt weiter die vorteilhafte Anordnung des Tisches 1 etwa im Inneren eines Fahrzeugs (siehe auchFigur 10) wie zuvor beschreiben. Das Fahrzeug weist einen hier als zumindest im Wesentlichen eben angenommenen Hauptnutzboden 2.2 mit einer Hauptnutzbodenfläche 2.2.1 auf. Die Hauptnutzbodenfläche 2.2.1 ist typischerweise als Trittfläche und/oder Ladefläche beziehungsweise Fussbodenfläche gestaltet. Hierzu besteht zumindest eine (nicht separat dargestellte) oberste Schicht beziehungsweise Deckschicht des Hauptnutzbodens 2.2 aus einem entsprechend robusten und belastbaren Material wie aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt und in der alle gemeinen Beschreibung erwähnt. Zumindest eine die zweite Plattenhauptfläche 1.1.2 definierende Deckschicht der Platte 1.1 ist vorzugsweise aus demselben Material gefertigt. Eine die erste Plattenhauptfläche 1.1.1 definierende gegenüberliegende Deckschicht ist, wie in der allgemeinen Beschreibung ausgeführt, typischerweise aus einem anderen und meist empfindlichen Material zur Verwendung als Schreibtisch- und/oder Konferenztisch- und/oder Couchtischoberfläche o.a. gefertigt.
[0075] Der Hauptnutzboden 2.2 weist eine Plattenaufnahmeausnehmung 2.2.2 auf. Nach oben, d. h. in die Hauptnutzbodenfläche 2.2.1, öffnet sich die die Plattenaufnahmeöffnung 2.2.2 in eine Plattenaufnahmeöffnung 2.2.2'. Das Karosserie-/Chassisteil 2.1, an welchem der Tisch 1 montiert ist, befindet sich unter beziehungsweise am Grund der Plattenaufnahmeausnehmung 2.2.1 und ist von dieser aus zugänglich. Je nach Ausführung kann der Hauptnutzboden 2.2 ganz oder teilweise mit dem Karosserie-/ Chassisteil 2.1 integral ausgeführt sein beziehungsweise einen Teil des Karosserie-/ Chassisteils 2.1 sein. In diesem Fall kann die Plattenaufnahmeausnehmung 2.2.1 zum Beispiel als Vertiefung beziehungsweise Mulde geformt sein.
[0076] Anstelle eines Karosserie-/Chassisteils kann die Montagebasis auch eine Baueinheit mit dem Hauptnutzboden 2.2 bilden beziehungsweise integral mit diesem gefertigt sein. In diesem Fall kann der Hauptnutzboden 2.2 gemeinsam mit dem Tisch 1 als vormontierter Einlageboden bereitgestellt sein und zum Beispiel beim Nachrüsten eines Fahrzeugs als Ganzes im Innenraum des Fahrzeugs montiert beiziehungsweise am Innenraumboden des Fahrzeugs verankert werden.
[0077] Die Abmessungen und Kontur der Plattenaufnahmeausnehmung 2.2.2 sind an den Tisch 1 angepasst. Insbesondere entspricht in der Aufsicht die Kontur der Plattenaufnahmeöffnung 2.2.2' dem Tisch 1. Für dieses Beispiel mit rechteckiger Platte 1.1 ist die Kontur der Plattenaufnahmeöffnung 2.2.2' ebenfalls rechteckig, einer Länge der effektiven Plattenlänge I' und einer Breite entsprechend der Plattenbreite b. Gegebenenfalls können die Kontur beziehungsweise Abmessungen der Plattenaufnahmeöffnung 2.2.2' geringfügig grösser gewählt werden. Im Interesse der Montage und des Toleranzausgleiches ist dann ein geringer umlaufender Spalt vorhanden, welcher im Einsatz funktionell und optisch unproblematisch ist. Es wird bemerkt, dass die Plattenaufnahmeausnehmung 2.2. 2 wie inFigur2gezeigt grundsätzliche über ihre Erstreckung zum Chassis-/Karosserieteil 2.1 hin einen konstanten Querschnitt haben, sich aber selbstverständlich auch aufweiten kann. Wichtig ist lediglich, dass die Platte 1.1 wie nachfolgend beschrieben versenkt werden kann.
[0078] Figur 3stellt schematisch die Verstaukonfiguration eines Tisches 1 in einerFigur1korrespondierenden Ansicht dar, wobei die Platte 1.1 geschnitten ist. Die Platte 1.1 mit den angrenzenden Plattenverbindern 1.2.6 ist mittels der Hubscherenmechanismen derart abgesenkt, dass sie von der Plattenaufnahmeöffnung 2.2.2 aufgenommen beziehungsweise in ihr versenkt ist. Vor dem Absenken wurde die Platte 1.1 gegenüberFigur 1,Figur 2um 180° um die Plattendrehachse PA gedreht, so dass die zweite Plattenhauptfläche 1.2.2 nach oben weist. Nach dem Absenken liegt die zweite Plattenhauptfläche 1.2.2 in einer Ebene mit der Hauptnutzbodenfläche 2.2.1. Auf diese Weise wird eine im Wesentlichen durchgängige Nutzbodenfläche gebildet, welche sowohl die Hauptnutzbodenfläche 2.1.1 als auch die zweite Plattenhauptfläche 1.1.2 umfasst. Die Hubscherenmechanismen sind in dieser Konfiguration zusammengefaltet und weisen eine minimale Höhe beziehungsweise Ausdehnung in z-Richtung auf. Die Scherenbreite sb ist dementsprechend maximal. Die empfindlichere erste Plattenhauptfläche 1.1.1 weist dabei nach unten und ist entsprechend geschützt. Die (inFigur 3nicht gezeigten) Gasdruckfedern 1.2.4 sind, ebenso wie die Hubscherenmechanismen, in vertikaler Richtung zwischen der Platte 1.1 und dem Karosserie-/Chassisteil 2.1 angeordnet. Typischerweise beträgt die vom Tisch 1 eingenommene Höhe (in z-Richtung) zwischen einer Oberseite der Montagebasis beziehungsweise des Karosserie-/Chassisteil 2.1 und der Nutzbodenfläche einige Zentimeter, beispielsweise in einem Bereich von nicht mehr als 4cm oder nicht mehr als 6cm, oder in einem Bereich von 4cm bis 6cm.
[0079] Um das Ausziehen der Hubscherenmechanismen beim Wechsel von der Verstaukonfiguration in die Benutzungskonfiguration zu erleichtern können in der Platte 1.2, ausgehend von der zweiten Plattenhauptfläche 1.1.2, ein oder mehrere Griffvorrichtungen 1.1.3 (nur inFigur 3gezeigt) eingelassen sein, wie in der allgemeinen Beschreibung erläutert. In der Verstaukonfiguration weisen diese nach oben und sind gut zugänglich, wobei sie bei der Benutzung als Teil des Nutzbodens aufgrund der versenkten Montage nicht stören. In der Benutzungskonfiguration befinden sie sich an der Unterseite der Platte 1.1 und stören damit nicht die durchgängige erste Plattenhauptfläche 1.1.1.
[0080] Ferner ist inFigur 3und in der ansonsten nachfolgend beschriebenerFigur 9die Integration optionaler magnetischer Elemente 1.1.4 in die Platte 1 gezeigt. Wie in der allgemeinen Beschreibung erläutert, können insbesondere platten- scheiben- oder streifenförmige magnetische Elemente 1.1.4 sichtbar von der ersten Plattenhauptfläche 1.1,1 aus in die Platte 1.1 eingelassen oder unter einer die erste Plattenhauptfläche 1.1.1 bildenden Deckschicht unsichtbar angeordnet sein. Über magnetische Elemente 1.1.4 können Gegenständen auf der Platte 1.1 fixiert werden. Bei Bedarf können derartige magnetische Elemente auch in die Plattenverbinder 1.2.6 oder Abdeckelemente 1.7 wie nachfolgend beschrieben in analoger Weise integriert werden.
[0081] Ohne weitere Modifikation hat der Tisch 1 wie zuvor beschreiben den Nachteil, dass eine von der Montagebasis wegweisende, d. h. nach oben weisende, Seite der Plattenverbinder 1.2.6 sichtbar ist. Dies kann insbesondere in der Benutzungskonfiguration optisch störend sein, da die Oberfläche in der Verstaukonfiguration als Teil der Nutzbodenfläche wie beschreiben einer erhöhten Belastung und Abnutzung unterliegt. Mit Bezug aufFigur 4bisFigur 9wird eine Ausführungsform dargestellt, die diesen Nachteil vermeidet. Es wird darauf hingewiesen, dass vorteilhaft eine identische Anordnung an beiden Enden des Möbels 1 entlang der Plattendrehachse PA vorgesehen ist.
[0082] Figur 4zeigt, ebenso wie dieFiguren 7,8,9, schematisch einen Endbereich eines Tisches 1 entlang der Plattendrehachse PA in einer Aufsicht, d. h. vertikal von oben. Soweit nicht anders beschreiben, entspricht der Tisch 1 grundsätzlich dem zuvor mit Bezug aufFigur 1bisFigur 3beschriebenen. Die Darstellung insbesondere inFigur 4sowieFiguren 7,8,9ist nicht massstäblich, indem die Plattenbreit b verkürzt dargestellt ist. Ferner ist die Platte 1.1 von angrenzenden Elementen, insbesondere Plattenverbinder 1.2.6 und/oder Abdeckelement 1.7 wie nachfolgend beschrieben, entlang der Plattendrehachse PA abgerückt dargestellt.
[0083] Die Plattenverbinder 1.2.6 sind in dieser Ausführungsform so gestaltet, dass ihre Oberseite gegenüber der nach oben weisenden Plattenhauptfläche 1.1.1 beziehungsweise 1.1.2 nach unten, d. h. zu Montagebasis hin, versetzt sind. Oben an den Plattenverbindern 1.2.6 sind an ihren Enden bezüglich der Plattenbreite (x-Richtung) jeweils eine Verschiebevorrichtung mit einer z. B. als Schiene 1.2.8 realisierten Linearführung angeordnet, in welcher jeweils ein Schlitten 1.2.8' linearverschieblich aufgenommen ist. Es wird darauf hingewiesen, dass auch lediglich eine Verschiebevorrichtung an einer der Seiten möglich wäre.
[0084] Die Schienen 1.2.8 bilden den oberen Abschluss der Plattenträger 1.2. Die Schlitten 1.2.8 weisen jeweils zueinander beziehungsweise zur Plattendrehachse PA hin. Entsprechend sind die Schienen 1.2.8 zur Plattendrehachse PA beziehungsweise zur Mitte des Plattenverbinders 1.2.6 offen. Die Verschiebeachsen verlaufen parallel zur Plattendrehachse PA.
[0085] Am Schlitten 1.2.8' ist eine Abdeckelement 1.7 um eine Abdeckelementschwenkachse AA drehbar beziehungsweise schwenkbar befestigt. Die Befestigung des Abdeckelementes 1.7 am Schlitten 1.2.8 ist an einem Ende des Abdeckelementes 1.7 entlang der Plattendrehachse PA. Die Abdeckelementschwenkachse AA verläuft quer, insbesondere senkrecht, zur Plattendrehachse PA und parallel zu den Plattenkurzseiten. Wie die Plattendrehachse PA verläuft die Abdeckelementschwenkachse AA horizontal beziehungsweise parallel zur x-y-Ebene. Wie auch nachfolgend erläutert, schneidet die Plattendrehachse PA die Abdeckelementschwenkachse AA nicht. Vielmehr ist die Abdeckelementschwenkachse AA bezüglich der Plattendrehachse PA nach oben beziehungsweise von der Montagebasis weg versetzt (sieheFigur 5).Figur 5zeigt schematisch einen Schnitt eines Plattenverbinders 1.2.6 gemeinsam mit der daran montierten Schiene 1.2.8 und Schlitten 1.2.8' in einem Schnitt durch den Plattenverbinder 1.2.6, wobei die Schnittebene parallel zur y-z-Ebene verläuft.Figur 6zeigt schematisch einer Detailansicht einen Endbereich eines Plattenverbinders 1.2.6 gemeinsam mit der daran montierten Schiene 1.2.8 und Schlitten 1.2.8' in einer Ansicht parallel zur Plattendrehachse PA bzw. der y-Achse.
[0086] Durch die Verschiebeanordnungen kann jedes Abdeckelement 1.7 wie nachfolgend beschrieben gegenüber der Platte 1.1 und dem Plattenverbinder 1.2.6 horizontal verschoben und weiterhin um seine Abdeckelementschwenkachse AA geschwenkt werden. Die Abdeckelemente 1.7 sind so gestaltet, dass den Plattenverbinder 1.2.6, an dem sie montiert sind, in einer Aufsicht vollständig überdecken. Die Abdeckelemente 1.7 können beispielsweise in Form eines Plattenstreifens oder einer Leiste mit zumindest im Wesentlichen rechteckigem Querschnitt gestaltet sein. Die effektive Plattenlänge I' entspricht hier der Plattenlänge I zuzüglich der Ausdehnung der beiden Abdeckelemente 1.7 entlang der Plattendrehachse.
[0087] Nachfolgend wird insbesondere nochmals aufFigur 4sowie dieFiguren 7,8,9Bezug genommen.Figur 7zeigt eine Situation, bei der das Abdeckelement 1.7 eines Plattenendes an die Platte 1.1 angrenzt und den Plattenverbinder 1.2.6 vollständig überdeckt. Der Plattenverbinder 1.2.6 ist als solcher somit nicht sichtbar. Vom Abdeckelement 1.7 ist in der Ansicht von oben eine zweite Abdeckelementhauptfläche 1.7.2 sichtbar, welche in Optik und Eigenschaften der zweiten Plattenhauptfläche 1.1.2 entspricht und Teil einer Tritt- und/oder Ladefläche seien kann wie beschrieben. InFigur 7ist ferner die Platte 1.1 so gedreht, dass die erste Plattenhauptfläche, 1.1.1, welche wie beschreiben z. B. als Schreibtischoberfläche gestaltet seien kann, nach oben weist. Die erste Plattenhauptfläche 1.1.1 und die zweite Abdeckelementhauptfläche 1.7.2 liegen dabei in einer horizontalen Ebene. Dies entspricht zum Beispiel einem Zustand, in dem, ausgehend von der Verstaukonfiguration, die Trägerhöhe h für die Benutzung vergrössert und die Platte 1.1 um die Plattendrehachse PA gedreht wurde.
[0088] Ausgehend von der inFigur 7dargestellten Konfiguration kann nun mittels der Verschiebevorrichtungen das Abdeckelement 1.7 von der Platte 1.1 abgerückt werden (inFigur7nach links), wobei sich die Schlitten 1.2.8' jeweils in ihren Schienen 1.2.8 entsprechend bewegen und auch die Abdeckelementschwenkachse AA entsprechend parallelverschiebt.Figur 4zeigt einen Zwischenzustand undFigur 8die Konfiguration am Ende der Bewegung. Nun ist das Abdeckelement 1.7 am weitesten von der der Platte 1.1 abgerückt. Ausgehend von dieser Konfiguration kann nun das Abdeckelement 1.7 um die Abdeckelementschwenkachse AA um 180 Grad geschwenkt werden, bis sich eine Endstellung gemässFigur 9ergibt. Nun liegt, wie in der Anfangsstellung vonFigur 7, das Abdeckelement 1.7 auf dem Plattenverbinder 1.2.6 auf, ist aber um 180 Grad gedreht, so dass seine der zweiten Abdeckelementhauptfläche 1.7.2 gegenüberliegende erste Abdeckelementhauptfläche 1.7.1 nach oben weist und in einer Ebene mit der ersten Plattenhauptfläche 1.1.1 liegt. Die erste Abdeckelementhauptfläche 1.7.1 ist vorzugsweise entsprechend der ersten Plattenhauptfläche 1.1.1 gestaltet. Für das am anderen Plattenende befindliche Abdeckelement wird entsprechend verfahren.
[0089] Für den Wechsel zurück in Die Verstaukonfiguration werden neben dem Umdrehen der Platte 1.1, die oben beschriebenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt, so dass vor dem Absenken die zweite Plattenhauptfläche 1.1.2 und von jedem Abdeckelement die zweite Abdeckelementhauptfläche 1.7.2 nach oben weist.
[0090] In einer anderen Ausführungsform können Abdeckelemente 1.7 auf die Plattenverbinder 1.2.6 aufgelegt und zum Beispiel magnetisch oder lösbar formschlüssig befestigt sein.
[0091] Figur 10stellt schematisch und beispielhaft die Integration beziehungsweise den Einbau eines Tisches 1 in ein hier als Transporter beziehungsweise Kastenwagen 2 gezeigten Fahrzeuges in einer Aufsicht dar. Der Transporter 2 weist einen geschlossenen Kasten 2.4 und in Fahrrichtung davor eine hier beispielhaft abgetrennte Fahrerkabine 2.3 auf. Der Kasten 2.4. hat hinten eine ein- oder mehrteilige, zum Beispiel zweiteilige, Tür 2.4.1 bekannter Art und umschliesst einen Innenraum, welcher etwa als Nutz- oder Laderaum dienen kann. Alternativ oder zusätzlich können Türen etwa auch an einer oder beiden Seitenwänden des Kastens 2.4 vorgesehen sein. Der Tisch 1 ist wie zuvor beschrieben integriert, wobei die Plattenlangseiten und die Plattendrehachse PA parallel zur Fahrzeuglängsachse verlaufen.
[0092] In der gezeigten Anordnung eignet sich der Tisch 1 zum Beispiel als versenkbarer Schreibtisch und Konferenztisch, welcher eine Nutzung des Transporters 2 als mobiles Büro gestattet. Hierzu können zusätzlich weitere Sitzmöbel, insbesondere Klappstühle 3 wie auch nachfolgend beschrieben, vorgesehen sein. Des Weiteren können (nicht eingezeichnete) Bürohilfsmittel wie eine einer Wand oder an der Kastendecke montierte Leinwand und ein verstellbarer Monitor/Projektor vorgesehen sein. Weiterhin können (nicht eingezeichnete) Verstaumöbel, wie Einbauschränke, Schubladenelemente etc. sowohl für Büroutensilien wie auch sonstige Utensilien, etwa Campingutensilien, vorgesehen sein. Ebenso kann zum Beispiel eine abgetrennte oder offene Küche und/oder ein Sanitärbereich vorgesehen sein vorgesehen sein, wie grundsätzlich etwa aus Wohnmobilen und Wohnanhängern bekannt.
[0093] In der Verstaukonfiguration des Tisches 1 kann die Nutzbodenfläche wie beschreiben etwa als Ladefläche dienen, aber auch zum Beispiel zur Platzierung einer oder mehrerer Luftmatratzen bzw. eines aufblasbaren Bettes wie grundsätzlich bekannt.
[0094] InFigur 10ist die Anordnung eines einzigen Tisches 1 mit langgestreckter, rechteckiger Platte 1.1 gezeigt. Dies ist vorteilhaft, wenn der Tisch 1 zum Beispiel (auch) als Konferenztisch dienen soll. Ebenso ist es jedoch auch möglich, mehrere, zum Beispiel zwei, grundsätzlich separate Tische 1 mit in Längsrichtung jeweils kürzerer Platte 1.1, zum Beispiel jeweils einer quadratischen Platte, vorzusehen. Dies ermöglicht, optional auch nur einen der Tische 1 in die Benutzungskonfiguration zu bringen, während der andere in seiner Verstaukonfiguration verbleibt. Wenn nicht die gesamt Länge benötigt wird, steht auf diese Weise ein kurzer Tisch mit entsprechend mehr sonstigem Platz bereit. Ebenso ist es möglich, zwei zum Beispiel quadratische Tische in Längsrichtung mit einem gewissen Abstand anzuordnen und zwischen diesen eine entfernbare Abtrennung beziehungsweise einen Raumteiler, etwa in Form eines an der Kastendecke montierten Rollos oder Vorhangs, vorzusehen. Auf diese Weise ist optional eine Aufteilung in zwei Büroräume mit jeweils einem Tisch möglich.
[0095] Ein Möbel der hier beschriebenen Art ist in vielen üblichen Fahrzeugen, etwa Transportern, gut durch einfache, reversible Einbringung eines das Möbel mitenthaltenden Einlagebodens nachrüstbar, kann aber selbstverständlich auch unmittelbar bei der Fahrzeugherstellung als Zubehör oder als Grundausstattung eingebaut werden. Der Einlageboden kann den Hauptnutzboden darstellen.
[0096] Nachfolgend wird mit zusätzlichem Bezug aufFigur 11eine vorteilhafte Ausgestaltung von Sitzmöbeln, insbesondere Klappstühlen 3, beschreiben. Solche können ein Möbel, insbesondere Tisch 1 wie zuvor beschrieben, vorteilhaft ergänzen. Sie sind aber grundsätzlich auch unabhängig hiervon einsetzbar.Figur 11stellt eine schematische Seitenansicht des Klappstuhls 3 dar. Ein Kappstuhl 3 kann in ähnlicher Weise wie zuvor für einen Tisch 1 beschrieben bei Nichtbenutzung in einem Nutzboden versenkt werden und ähnlich wie die Platte 1.1. des Tisches 1 einen Teil einer Nutzbodenfläche darstellen. Der Nutzboden kann ein Einlegeboden sein wie zuvor beschrieben.
[0097] Der Klappstuhl 3 wiest ein Sitzelement 3.1, ein Rückenlehnenelement 3.2 und einen Sitzträger 3.3 (nur teilweise dargestellt) auf. Der Sitzträger 3.3 kann grundsätzlich in gleicher Weise gestaltet sein wie ein zuvor beschriebener Plattenträger. Insbesondere können einen oder zwei Scherenhubmechanismen vorgesehen sein. Über den Sitzträger 3.3 ist der Stuhl 3 auf einer Montagebasis, beispielsweise dem Karosserie-/Chassisteil 2.2, in gleicher Weise wie der Tisch 1 montierbar. Eine Sitzhöhe des Sitzelementes 3.3 über der Montagebasis ist vorteilhaft veränderbar und fixierbar. Der Sitzträger ist an einer Sitzelementunterseite 3.1.2 des Sitzelementes 3.1 befestigt. Die gegenüberliegende Sitzelementoberseite 3.1.1 ist als zum Beispiel gepolsterte Sitzfläche gestaltet und weist im montierten beziehungsweise eingebauten Zustand nach oben.
[0098] Das Rückenlehnenelement 3.2 ist entlang einer Kante mit dem Sitzelement 3.1 um eine Rückenlehnenschwenkachse RA schwenkbar beziehungsweise umklappbar verbunden, etwa über ein Stuhlscharnier 3.4. Das Stuhlscharnier 3.4 kann als Drehmomentscharnier ausgeführt sein. Das Rückenlehnelement 3.2 weist eine Rückenlehnenelementvorderseite 3.1.1 und eine gegenüberliegende Rückenlehnenelementrückseite 3.1.2 auf. In einer Benutzungskonfiguration des Klappstuhls 1 bilden das Sitzelement 3.1 und das Rückenlehnenelement 3.2 die Sitzfläche und Rückenlehne eines Stuhles, wobei eine Person auf der Sitzelementoberseite 3.1.1 sitzen und den Rücken an die Rückenlehnenelementvorderseite 3.2.1 anlehnen kann. Die Rückenlehnenelementvorderseite 3.2.1 kann zum Beispiel identisch wie die Sitzelementoberseite 3.1.1 gestaltet und beispielsweise gepolstert sein.
[0099] Bei Nichtbenutzung wird das Rückenlehnenelement 3.2 um die Rückenlehnenschwenkachse RA auf das Sitzelement 3.1 geklappt, so dass die Rückenlehnenelementvorderseite 3.2.1 auf der Sitzelementoberseite 3.1.1 aufliegt. Durch Absenken des Klappstuhls 3 beziehungsweise verringern der Sitzhöhe über den Sitzträger 3.3 kann der Klappstuhl 3 in seine Verstaukonfiguration überführt werden. In dieser liegt die Rückenlehnenelementrückseite 3.2.2 in einer Ebene mit der Hauptnutzbodenfläche 2.2. wie zuvor beschreiben und bildet somit einen Teil der Nutzbodenfläche. Die Rückenlehnenelementrückseite 3.2.2 ist vorteilhaft genauso beziehungsweise aus dem gleichen Material gestaltet wie der Hauptnutzboden 2.2. In der Verstaukonfiguration sind die Sitzelementoberseite 3.1.1 und die Rückenlehnenelementvorderseite 3.2.1 nicht zugänglich und geschützt.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0100] 1 Tisch 1.1 Platte 1.1.1 erste Plattenhauptfläche 1.1.2 zweite Plattenhauptfläche 1.1.3 Griffvorrichtung 1.1.4 magnetisches Element 1.2 Plattenträger 1.2.1 Scherensegment 1.2.2 Scherengelenk 1.2.3, 1.2.3' Rolle (Translationsvorrichtung) 1.2.4 Gasdruckfeder (Feder-Dämpfer-Vorrichtung) 1.2.5 Sperrvorrichtung 1.2.6 Plattenverbinder 1.2.7 Nut (Linearführung) 1.2.8 Schiene (Linearführung) 1.2.8' Schlitten 1.3 Schiene 1.4 Drehscharnier 1.5 Riegel 1.7 Abdeckelement 1.7.1 erste Abdeckelementhauptfläche 1.7.2 zweite Abdeckelementhauptfläche 2 Transporter (Fahrzeug) 2.1 Karosserie-/Chassisteil (Montagebasis) 2.2 Hauptnutzboden 2.2.1 Hauptnutzbodenfläche 2.2.2 Plattenaufnahmeausnehmung 2.2.2' Plattenaufnahmeöffnung 2.3 Fahrerkabine 2.4 Kasten 2.4.1 Tür 3 Klappstuhl (Sitzmöbel) 3.1 Sitzelement 3.1.1 Sitzelementoberseite 3.1.2 Sitzelementunterseite 3.2 Rückenlehnenelement 3.2.1 Rückenlehnenelementvorderseite 3.2.2 Rückenlehnenelementrückseite 3.3 Sitzträger 3.4 Stuhlscharnier b Plattenbreite d Plattendicke l Plattenlänge l' effektive Plattenlänge h Trägerhöhe sb Scherenbreite PA Plattendrehachse AA Abdeckelementschwenkachse RA Rückenlehnenschwenkachse x, y, z Raumrichtungen
Claims (15)
1. Möbel, insbesondere Tisch (1), umfassend:
– eine Platte (1.1) mit einer ersten Plattenhauptfläche (1.1.1) und einer der ersten Plattenhauptfläche(1.1.1) gegenüberliegende zweiten Plattenhauptfläche (1.1.2) und
– zwei Plattenträger (1.2),
wobei die Platte (1.1) sich zwischen den Plattenträgern (1.2) entlang einer Plattendrehachse (PA) erstreckt und die Platte (1.1) mit den Plattenträgern (1.2) um die Plattendrehachse (PA) drehbar verbunden ist, wobei die Plattendrehachse (PA) zwischen der ersten (1.1.1) und zweiten (1.1.2) Plattenhauptfläche hindurch verläuft,
wobei die Plattenträger (1.2) jeweils eine Befestigungsstruktur zur Montage des Möbels an einer Montagebasis aufweisen,
wobei eine Trägerhöhe (h) der Plattenträger (1.2) zwischen der Plattendrehachse (PA) und den Befestigungsstrukturen veränderbar ist,
wobei die Trägerhöhe (h) in einer Verstaukonfiguration minimal ist.
2. Möbel nach Patentanspruch 1, wobei die Plattendrehachse (PA) in einer Ansicht quer zur ersten (1.1.1) und zweiten (1.1.2) Plattenhauptfläche durch ein Zentrum, insbesondere durch einen Flächenschwerpunkt der ersten (1.1.1) und zweiten (1.2.2) Plattenhauptfläche, verläuft.
3. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Plattendrehachse (PA) mittig zwischen der ersten (1.1.1) und zweiten (1.1.2) Plattenhauptfläche hindurch verläuft.
4. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die erste (1.1.1) und zweite (1.1.2) Plattenhauptfläche eine rechteckige Kontur und jeweils zwei jeweils zwei zueinander parallele Plattenlangseiten und Plattenkurzseiten aufweisen.
5. Möbel nach Patentanspruch 4, wobei die Plattendrehachse (PA) parallel zu und mittig zwischen den Plattenlangseiten verläuft.
6. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Platte (1.1) bezüglich der Plattendrehachse (PA) lösbar verriegelbar ist.
7. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Trägerhöhe (h) lösbar fixierbar ist.
8. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Plattenträger (1.2) jeweils einen Hubscherenmechanismus umfassen.
9. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die erste (1.1.1) und zweite (1.2.12) Plattenhauptfläche unterschiedlich gestaltet sind.
10. Möbel nach Patentanspruch 9, wobei die erste Plattenhauptfläche (1.1.1) als Arbeitsfläche, insbesondere Schreibtischfläche, ausgestaltet ist und die zweite Plattenhauptfläche (1.1.2) als Tritt- und/oder Ladefläche ausgestaltet ist.
11. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Plattenträger (1.2) in der Verstaukonfiguration in einer Blickrichtung entlang der Plattendrehachse (PA) zumindest weitgehend zwischen der ersten (1.1.1) und zweiten (1.1.2) Plattenhauptfläche angeordnet sind.
12. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei eine Ausdehnung des Möbels in einer Blickrichtung entlang der Plattendrehachse (PA) in der Verstaukonfiguration nicht grösser als 60mm, bevorzugt nicht grösser als 45mm ist.
13. Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei die Befestigungsstrukturen zur Montage an einem Fahrzeugteil, insbesondere einem Karosserie- und/oder Chassisteil (2.1), ausgelegt sind.
14. Fahrzeug, wobei das Fahrzeug insbesondere ein Kraftfahrzeug, ein Anhänger oder ein Wasserfahrzeug ist, mit einem Möbel nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
– wobei das Fahrzeug einen Hauptnutzboden (2.2) mit einer Hauptnutzbodenfläche (2.2.1) aufweist, wobei der Hauptnutzboden (2.2) eine Plattenaufnahmeausnehmung (2.2.2) aufweist, wobei sich die Plattenaufnahmeausnehmung (2.2.2) mit einer Plattenaufnahmeöffnung (2.2.2') in die Hauptnutzbodenfläche (2.2.1) öffnet,
– wobei das Möbel derart an einem Fahrzeugteil montiert ist, dass in der Verstaukonfiguration die Platte (1.1) in der Plattenaufnahmeausnehmung (2.2.2) positioniert ist, wobei eine der Plattenhauptflächen (1.1.1, 1.1.2) und zumindest ein sie umgebender Bereich der Hauptnutzbodenfläche (2.2.1) in einer Ebene liegen und eine Nutzbodenfläche bilden,
– und wobei in der Benutzungskonfiguration die Platte (1.1) durch die Plattenträger (1.2) vom Hauptnutzboden (2.2) beabstandet und insbesondere über der Hauptnutzbodenfläche (2.2.1) gehalten wird.
15. Verwendung eines Möbels nach einem der Ansprüche 1 bis 13 in seiner Benutzungskonfiguration als Möbel, insbesondere Tisch (1), sowie alternativ in seiner Verstaukonfiguration als Nutzbodenfläche, insbesondere als Tritt- und/oder Ladefläche.
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| CH000300/2024A CH721668A2 (de) | 2024-03-21 | 2024-03-21 | Möbel mit umkehrbarer platte |
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| CH000300/2024A CH721668A2 (de) | 2024-03-21 | 2024-03-21 | Möbel mit umkehrbarer platte |
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