CH722091A1 - Vorrichtung zur Führung eines Garns - Google Patents

Vorrichtung zur Führung eines Garns

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CH722091A1
CH722091A1 CH000928/2024A CH9282024A CH722091A1 CH 722091 A1 CH722091 A1 CH 722091A1 CH 000928/2024 A CH000928/2024 A CH 000928/2024A CH 9282024 A CH9282024 A CH 9282024A CH 722091 A1 CH722091 A1 CH 722091A1
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CH000928/2024A
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Christe Marcel
Paris Samuel
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Ssm Schaerer Schweiter Mettler Ag
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Führung eines Garns (1), sowie eine Textilmaschine mit einer derartige Vorrichtung, wobei die Vorrichtung eine Steuerung (2) und zumindest zwei ortsfest in einer Grundplatte (3) gehaltene geschlossene ringförmige Garnführungen (4) aufweist und die Garnführungen (4) in einer Führungsachse (5) hintereinander angeordnet sind. Jeweils zwischen den ortsfest gehaltenen Garnführungen (4) ist ein geschlossenes ringförmiges Garnführungselement (6) vorgesehen, wobei die Garnführungselemente (6) in einer Elementachse (7) angeordnet und an einem mit einem Antrieb (13) versehenen und in einer Schwenkachse (9) gehaltenen Schwenkarm (8) befestigt sind, wobei in einer Grundstellung die Elementachse (7) in der Führungsachse (5) angeordnet ist.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Führung eines Garns sowie eine Textilmaschine zur Herstellung eines Effektgarns mit einer derartigen Vorrichtung.
[0002] Bei der Herstellung von Effektgarnen wird Filamentgarnen, meist im vollverstreckten Zustand (FDY, Fully Drawn Yarn), mittels einer Verwirbelungs- oder Texturierdüse eine Bauschigkeit verliehen. Dabei werden mindestens zwei Garne miteinander verbunden. Es handelt sich dabei um mindestens ein sogenanntes Coregarn und mindestens ein sogenanntes Effektgarn, das durch das Texturieren oder Verwirbeln um das Coregarn herum angeordnet wird. Ändert sich diese Bauschigkeit im Fadenverlauf, spricht man von einem sogenannten Fantasie- oder Effektgarn, ansonsten von einem sogenannten texturierten Garn. Durch das Coregarn wird die Festigkeit des Fantasie- respektive Effektgarns bestimmt. Durch das Effektgarn werden die taktilen oder auch optischen Eigenschaften des Fantasiegarns, z.B. dessen Bauschigkeit oder Farbverlauf, bestimmt. Die Bauschigkeit des Fantasiegarns wird weiter durch die relativen Geschwindigkeiten, mit denen die Garne in die Verwirbelungs- respektive Texturierdüse einlaufen, bestimmt. Je mehr Effektgarn pro Länge Coregarn in die Düse einläuft, d.h. je schneller das Effektgarn relativ zum Coregarn in die Düse einläuft, desto bauschiger wird das hergestellte Garn. Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, die Bauschigkeit des hergestellten Garns zu variieren. Dazu wird die Menge des am Eingang der Texturierdüse bereit gestellten Garns pro Zeit variiert, d.h. die Einlaufgeschwindigkeit des Effektgarns wird variiert.
[0003] Aus der WO 2009/033697 A1 ist eine Vorrichtung zum Erzeugen von Effektgarnen beim Texturieren von Garn durch Erzeugen von Flammen durch kurzzeitige Garnüberlieferung bekannt, welche einen motorisch angetriebenen linear vom Fadenlauf weg bewegbaren Mitnehmer aufweist. Der Mitnehmer ist dabei auf einem endlosen Band befestigt, welches quer zum Fadenlauf bewegt wird. Durch den Mitnehmer wird ein Faden seitlich aus dessen Fadenlauf ausgelenkt, um eine Garnunterlieferung zu erzeugen. Anschliessend wird der Faden an einem seitlich vom Fadenlauf liegenden Auslenkpunkt aus dem Mitnehmer freigegeben, um die Garnüberlieferung durch abruptes Beenden der Auslenkung des Garns zu erzeugen. Weiter offenbart die EP 3 246 438 A1 eine gattungsgleiche Vorrichtung, wobei das endlose Band durch einen linear hin und her bewegten Mitnehmer ersetzt wurde.
[0004] Die US 4,368,612 offenbart eine Vorrichtung zur Auslenkung eines Fadens mit einem Hebel, wobei durch eine Schwenkbewegung des Hebels der Faden aus dem Fadenlauf ausgelenkt wird. Die Schwenkbewegung des Hebels zur Auslenkung des Fadens wird mit einem pneumatischen Zylinder mit einer Verzahnung, welche in eine Gegenverzahnung einer Schwenkachse, an welcher der Hebel befestigt ist, eingreift. Ist eine vorgesehene Grösse der Auslenkung erreicht, wird der Zylinder drucklos und der Hebel durch eine Feder in seine ursprüngliche Stellung geschwenkt.
[0005] Die WO 2008/034457 A1 offenbart eine Vorrichtung, bei welcher ein Faden über eine Fadenführungskante ausgelenkt wird. Die Fadenführungskante ist dabei aussen an einem Rotationskörper angebracht, wobei der Rotationskörper in den Fadenlauf bewegt wird. Die Fadenführungskante weist mindestens eine Unstetigkeit auf, um die Auslenkung des Fadens abrupt zu variieren. Eine gattungsgleiche Vorrichtung offenbart die JP 2010 053 498 A.
[0006] Die US 4,368,612 offenbart eine Vorrichtung zur Auslenkung eines Fadens mit einem Hebel, wobei durch eine Schwenkbewegung des Hebels der Faden aus dem Fadenlauf ausgelenkt wird. Die Schwenkbewegung des Hebels zur Auslenkung des Fadens wird mit einem pneumatischen Zylinder mit einer Verzahnung, welche in eine Gegenverzahnung einer Schwenkachse, an welcher der Hebel befestigt ist, eingreift. Ist eine vorgesehene Grösse der Auslenkung erreicht, wird der Zylinder drucklos und der Hebel durch eine Feder in seine ursprüngliche Stellung geschwenkt.
[0007] Nachteilig an diesen bekannten Bauweisen ist, dass das zu liefernde Garn jeweils über einen Mitnehmer oder einen Hebel respektive eine Fadenführungskante ausgelenkt und anschliessend von diesem freigegeben wird und damit ungeführt in den ursprünglichen Fadenverlauf zurückfindet.
[0008] Die DE 40 11 458 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Auslenkung eines Fadens mit einem umlaufenden Fadenführer. Dabei ist der Umlauffadenführer an einem freien Ende eines Hebels drehbar befestigt. Der Hebel wird mit gleichbleibendem Drehsinn um eine Umlaufachse gedreht, wodurch sich der Umlauffadenführer in einer vorgegebenen Umlaufebene auf einer kreisförmigen Umlaufbahn bewegt. Durch die Bewegung des Umlauffadenführers wird der Faden aus dem Fadenlauf ausgelenkt und wieder in diesen zurückgeführt. Nachteilig ist dabei, dass eine Veränderung einer Grösse der Auslenkung einen Austausch des Hebels oder eines Drehpunktes des Umlauffadenführers am Hebel erfordert. In einer in der US 4,080,777 offenbarten Vorrichtung wird der an einem Hebel befestigte Fadenführer über eine Kurvenscheibe bewegt. Nachteilig ist dabei, dass eine Veränderung einer Grösse der Auslenkung einen Austausch der Kurvenscheibe erfordert.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Lieferung eines Garns bereitzustellen, welche eine Unterlieferung und eine Überlieferung des Garns bei gleichzeitiger ständiger Führung des Garns mit einer variablen Grösse der Auslenkung bei einer hohen Produktionsleistung ermöglicht.
[0010] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung zur Führung eines Garns, wobei die Vorrichtung eine Steuerung und zumindest zwei ortsfest in einer Grundplatte gehaltene geschlossene ringförmige Garnführungen aufweist und die Garnführungen in einer Führungsachse hintereinander angeordnet sind. Jeweils zwischen den ortsfest gehaltenen Garnführungen ist ein geschlossenes ringförmiges Garnführungselement vorgesehen, wobei die Garnführungselemente in einer Elementachse angeordnet und an einem mit einem Antrieb versehenen und in einer Schwenkachse gehaltenen Schwenkarm befestigt sind. In einer Grundstellung ist die Elementachse in der Führungsachse angeordnet. Durch die Anordnung der Garnführungen und der Garnführungselemente durchläuft das Garn abwechslungsweise jeweils eine Garnführung und ein Garnführungselement. Eine geschlossene ringförmige Garnführung wie auch ein geschlossenes ringförmiges Garnführungselement ist beispielsweise als ein einziger Ring oder als ein Verbund aus zwei offenen Ringen ausgebildet sein. Bei einer Ausbildung aus mehreren nicht geschlossenen Ringen überlappen sich Öffnungen der einzelnen Ringe nicht, sodass in einer Zusammenschau der mehreren Ringe ein geschlossener Ring gebildet wird. Durch diese Art der Konstruktion kann ein Garn zwischen den beiden teilweise offenen Ringen eingefädelt werden und muss nicht durch einen einteiligen geschlossenen Ring hindurchgezogen werden. Garnführungen und der Garnführungselemente sind vorteilhafterweise mit einer verschleissfesten Beschichtung oder gänzlich aus einem verschleissfesten Material, beispielsweise Keramik gefertigt.
[0011] Eine Anordnung der Schwenkachse, um welche der Schwenkarm geschwenkt wird, ist derart zu wählen, dass die Grundstellung erreicht wird. Dabei kann die Schwenkachse parallel oder in einem beliebigen Winkel zur Führungsachse angeordnet sein. Mit einer entsprechenden Ausbildung des Schwenkarms wird erreicht, dass die durch die Garnführungselemente gebildete Elementachse in der Grundstellung des Schwenkarms in die durch die Garnführungen gebildete Führungsachse zu liegen kommt.
[0012] Dadurch, dass in der Grundstellung des Schwenkarms die Elementachse mit den Garnführungselementen in der mit den Garnführungen versehenen Führungsachse angeordnet ist, läuft ein Garn entlang der Führungsachse ohne eine Auslenkung durch die Garnführungen und die Garnführungselemente. Wird nun der Schwenkarm durch den Antrieb geschwenkt, wird die Elementachse mit den Garnführungselementen aus der Führungsachse bewegt, wodurch ein Weg, welcher das Garn von einer ersten Garnführung zu einer nächsten Garnführung zurücklegt, verlängert wird. Entsprechend wird durch eine Schwenkbewegung des Schwenkarms eine Unterlieferung des Garns hervorgerufen. Nach Erreichen einer maximalen Auslenkung des Schwenkarms wird dieser durch den Antrieb wieder in die Grundstellung zurückgeführt, wodurch eine Überlieferung des Garns erreicht wird. In der Folge kann der Schwenkarm in einer entgegengesetzten Richtung geschwenkt werden, was denselben Effekt auf den durch das Garn zurückzulegenden Weg hat, dabei muss der Schwenkarm in der Grundstellung nicht angehalten werden. Aufgrund dieser beidseitig möglichen Auslenkung des Schwenkarms, ohne dass zwischen den Auslenkungen die Schwenkbewegung unterbrochen wird, kann ein kurzes Intervall der Überlieferung erreicht werden. Durch die Ausbildung der Garnführungen und der Garnführungselemente als geschlossene Ringe wird das Garn in jeder Stellung des Schwenkarms und während dessen Schwenkbewegung jederzeit geführt. Das Garn muss nicht durch eine offene Führung für eine nachfolgende Schwenkbewegung gefangen werden, was einerseits eine gesteuerte Richtungsänderung der Schwenkbewegung ermöglicht und andrerseits auch bei kurzen Intervallen oder bei Intervallwechseln nicht zur Übertragung von Vibrationen oder einem Nachschwingen des Garnes führt.
[0013] Vorteilhafterweise ist der Schwenkarm in einer senkrecht auf der Führungsachse angeordneten und an der Grundplatte befestigten Schwenkachse gehalten. Durch die senkrechte Anordnung der Schwenkachse auf der Führungsachse ergeben sich bei einer Schwenkbewegung des Schwenkarmes die grösstmöglichen Auslenkungen der Garnführungselemente relativ zu den feststehenden Garnführungen. Mit einer Befestigung der Schwenkachse und damit auch des Schwenkarmes an der Grundplatte ergibt sich eine kompakte Konstruktion der Vorrichtung. Damit kann die Vorrichtung als eine Einheit auf einfache Weise in eine Textilmaschine eingebaut oder daraus entfernt werden. Auch entfallen gegenüber einer von der Grundplatte separaten Halterung für die Schwenkachse notwendige Einstellungsarbeiten zum Erreichen der Grundstellung des Schwenkarmes gegenüber der durch die Anordnung der Garnführungen auf der Grundplatte gebildeten Führungsachse.
[0014] Bevorzugterweise ist der Antrieb an der Grundplatte befestigt und als frequenzgesteuerter Schrittmotor mit einer Motorwelle ausgebildet, wobei die Motorwelle der Schwenkachse entspricht. Durch die Befestigung des Antriebs an der Grundplatte wird die Vorrichtung als Einheit komplettiert. Durch heute bekannte Bauarten von Schrittmotoren sind hohe Frequenzen von Schwenkbewegungen möglich. Ebenfalls kann für die einzelnen Bewegungen der Motorwelle eine Geschwindigkeit wie auch eine Grösse der Schwenkbewegung gesteuert werden. Durch eine Verwendung der Motorwelle als Schwenkachse können Kraftumlenkungen, beispielsweise durch ein Getriebe, vermieden werden, was zu einem geringeren Verschleiss des Antriebs und einer spielfreien Bewegung des Schwenkarmes führt. Auch muss durch den Antrieb eine geringere Masse bewegt werden.
[0015] Vorteilhafterweise bildet sich bei einer Schwenkbewegung des Schwenkarms in einer ersten Richtung zwischen der Elementachse und der Führungsachse ein erster Schwenkungswinkel und bei einer Schwenkbewegung des Schwenkarms in einer zweiten, der ersten Richtung entgegengesetzter Richtung zwischen der Elementachse und der Führungsachse ein zweiter Schwenkungswinkel aus. Mit einer Unterscheidung der Schwenkbewegungen aus der Grundstellung in eine erste Richtung und in eine zweite Richtung ergibt sich die Möglichkeit einer Asymmetrie. Damit kann der erste Schwenkungswinkel beispielsweise fünfzig Prozent grösser sein als der zweite Schwenkungswinkel, wodurch sich eine unterschiedliche Überlieferung des Garns ergibt und im fertigen Produkt die unterschiedlichsten Muster ermöglicht werden.
[0016] Bevorzugterweise sind die Schwenkungswinkel durch jeweils einen an der Grundplatte vorgesehenen Anschlag für den Schwenkarm begrenzt. Mit Hilfe der mechanischen Begrenzung kann der Schrittmotor auf eine einfache Weise geeicht werden. Durch Anfahren des Anschlags erfolgt ein Reset des Schrittmotors. Die mechanische Begrenzung des Schwenkungswinkels dient auch der Sicherheit der Vorrichtung. Durch die Begrenzung des Schwenkungswinkels und damit einer mechanisch vorgegebenen maximalen Auslenkung des Schwenkarmes wird vermieden, dass bei einem Auftreten eines Schadens des Antriebs, beispielsweise des Motors oder eines Getriebes oder der Befestigung des Schwenkarmes an der Schwenkachse, der Schwenkarm zu weit ausgelenkt wird und dadurch die Vorrichtung umgebende Elemente beschädigt werden. In einer Weiterentwicklung der Vorrichtung sind die Anschläge für den Schwenkarm mit einem Sensor ausgerüstet, welche bei einem Kontakt des Schwenkarmes mit dem Anschlag ein Abschalten des Antriebs auslöst.
[0017] Weiter ist es von Vorteil, wenn die maximalen Schwenkungswinkel weniger als 60 Winkelgrade, bevorzugterweise 45 Winkelgrade betragen. Mit einem zu grossen Schwenkungswinkel ergeben sich konstruktive Schwierigkeiten. Um bei einem sehr grossen Schwenkungswinkel eine Berührung des durch die Garnführungen und Garnführungselementen laufenden Garns zu vermeiden ist ein Schwenkarm mit einer entsprechend langen Ausdehnung in Richtung der Elementachse vorzusehen. Es hat sich gezeigt, dass mit einem maximalen Schwenkungswinkel von 60 Winkelgraden eine kompakte Konstruktion erreichen lässt.
[0018] Bevorzugterweise ist durch die Steuerung für jede Schwenkbewegung in jeder Richtung der Schwenkungswinkel vorgegeben. Dadurch, dass die Steuerung für jede Schwenkbewegung einen separaten Schwenkungswinkel bestimmt wird, erhöhen sich die Möglichkeiten zur Gestaltung von Mustern im Endprodukt um ein Vielfaches. Der Schwenkungswinkel kann dabei auch für eine Schwenkbewegung eine andere Grösse aufweisen als für die nachfolgende Schwenkbewegung in die gleiche Richtung.
[0019] Vorteilhafterweise ist durch die Steuerung eine Anzahl der einzelnen Schwenkbewegungen pro Minute von bis zu 3'000 vorgesehen. Da bei einer Schwenkbewegung in die eine Richtung und einer nachfolgenden Schwenkbewegung in die andere Richtung der Antrieb zwischen den Schwenkbewegungen keinen Richtungswechsel vornehmen muss, ist eine schnellere Abfolge von Überlieferungen möglich als bei bekannten gattungsgemässen Vorrichtungen. Aufgrund der beschriebenen Arbeitsweise der Vorrichtung ist es von Vorteil, wenn die Schwenkbewegungen abwechslungsweise in die erste Richtung und in die zweite Richtung vorgesehen sind.
[0020] Besonders bevorzugt sind vier ortsfest gehaltene Garnführungen und insgesamt drei, jeweils zwischen den ortsfest gehaltene Garnführungen angeordnete, Garnführungselemente am Schwenkarm vorgesehen. Es hat sich gezeigt, dass sich durch diese Anzahl an Garnführungen und Garnführungselementen eine Optimierung zwischen einer Ausdehnung des Schwenkarmes und eines bei einer Schwenkbewegung sich verlängernden Weges des Garns ergibt. Das Garn wird im Betrieb durch die drei Garnführungselemente an drei Stellen aus der Führungsachse ausgelenkt, was bereits bei einem geringen Schwenkungswinkel zu einer hohen Überlieferung führt.
[0021] Bevorzugterweise sind die Garnführungen und Garnführungselemente als geschlossene Ringe mit einem Verschleissschutz aus Keramik ausgebildet. Gegenüber den aus mehreren offenen Ringen zusammengesetzten geschlossenen Ringen haben sich einfache geschlossene Ringe als vorteilhaft erwiesen. Eine Ausführung des Verschleissschutzes aus Keramik wird dadurch vereinfacht. Die auf diese Weise erreichte Standfestigkeit der Garnführungen und Garnführungselemente wiegt die leicht aufwändigere Einfädelungstechnik auf.
[0022] Weiter wird eine Textilmaschine zur Herstellung von Effektgarnen vorgeschlagen, wobei eine Vorrichtung nach obiger Beschreibung vorgesehen ist und die Steuerung in eine Zentralsteuerung der Textilmaschine eingebunden ist. Durch die Einbindung der Steuerung der Vorrichtung in die Zentralsteuerung der Textilmaschine ist einerseits eine Vereinfachung der Vorrichtung möglich und andrerseits kann eine Bedienung der Vorrichtung und eine Eingabe von Parametern, beispielsweise Schwenkungswinkel oder Anzahl Schwenkbewegungen pro Zeit, über eine Bedienungsfeld der Textilmaschine erfolgen.
[0023] Weiter wird ein Verfahren zur Führung eines Garns vorgeschlagen mit einer Vorrichtung, welche eine Steuerung und zumindest zwei ortsfest in einer Grundplatte gehaltene geschlossene ringförmige Garnführungen aufweist, wobei die Garnführungen in einer Führungsachse hintereinander angeordnet sind. Jeweils zwischen den ortsfest gehaltene Garnführungen ist ein geschlossenes ringförmiges Garnführungselement vorgesehen, wobei die Garnführungselemente in einer Elementachse angeordnet und an einem mit einem Antrieb versehenen und in einer Schwenkachse gehaltenen Schwenkarm befestigt sind. In einer Grundstellung ist die Elementachse in der Führungsachse angeordnet und der Schwenkarm wird mit dem Antrieb in einer Schwenkbewegung um eine Schwenkachse aus der Grundstellung bewegt. Durch die Schwenkbewegung werden die Garnführungselemente aus der Führungsachse bewegt, sodass sich ein durch die Garnführungen und die Garnführungselemente befindlicher Weg des Garns verlängert und es zu einer Überlieferung des Garns bei einem Zurückschwenken des Schwenkarmes in die Grundstellung kommt.
[0024] Von Vorteil ist es, wenn der Schwenkarm von der Grundstellung in einer ersten Richtung um einen sich zwischen der Elementachse und der Führungsachse ergebenden ersten Schwenkungswinkel verschwenkt und anschliessend über die Grundstellung in einer zweiten, der ersten Richtung entgegengesetzter Richtung, um einen sich zwischen der Elementachse und der Führungsachse ergebenden zweiten Schwenkungswinkel verschwenkt wird. Aufgrund dieser beidseitig möglichen Auslenkung des Schwenkarms kann ein kurzes Intervall der Überlieferung erreicht werden. Es besteht jedoch auch weiter die Möglichkeit zwischen einzelnen Überlieferungen einen Unterbruch vorzusehen, Weiter führt eine Unterscheidung der Schwenkungswinkel nach der Richtung der Schwenkbewegung zu einer grösstmöglichen Freiheit in der Gestaltung der Endprodukte.
[0025] Bevorzugterweise werden durch die Steuerung Garnmuster erzeugt durch einen oder mehrere der folgenden Steuerungseingriffe:
verändern der Schwenkungswinkel, dies führt zu einer Veränderung einer Grösse der Unterlieferung respektive Überlieferung von Garn;
variieren einer Geschwindigkeit der Schwenkbewegung, dadurch wir eine Geschwindigkeit, mit welcher sich die Unterlieferung respektive die Überlieferung ausbildet, erreicht;
variieren einer Wartezeit zwischen Schwenkbewegungen, dadurch werden die Unterlieferungen respektive Überlieferungen nicht in direkter Abfolge ausgebildet;
wiederholen gleicher Schwenkungswinkel, dadurch werden gleichmässige oder zumindest abschnittsweise gleichmässige Muster erzeugt;
wiederholen einer Abfolge ungleicher Schwenkungswinkel;
wiederholen von Varianten der Geschwindigkeiten der Schwenkbewegungen;
wiederholen einer Abfolge von Varianten der Geschwindigkeiten der Schwenkbewegungen.
[0026] Durch die Wiederholung von Abfolgen und Variationen werden Musteränderungen in einer vorgegebenen sich wiederholenden Abfolge erzeugt.
[0027] Weitere Vorteile der Erfindung sind im nachfolgenden Ausführungsbeispiel beschrieben. Es zeigen:
Figur 1eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung;
Figur 2eine schematische Darstellung einer Ansicht aus Richtung A nach der Figur 1;
Figur 3eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung;
Figur 4eine schematische Darstellung einer Draufsicht aus Richtung B nach der Figur 3;
Figur 5eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung und
Figur 6eine schematische Schnittdarstellung an der Stelle X-X nach der Figur 5.
[0028] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung und Figur 2 eine schematische Darstellung einer Ansicht aus Richtung A nach der Figur 1. Die Vorrichtung weist eine Grundplatte 2 auf. An der Grundplatte 3 sind ortsfest zwei Garnführungen 4 befestigt. Durch eine Verbindung der beiden Garnführungen 4 wird eine Führungsachse 5 gebildet. Weiter ist an der Grundplatte 3 in einer Schwenkachse 9 ein Schwenkarm 8 gehalten. Die Schwenkachse 9 ist in der gezeigten Ausführungsform senkrecht auf der Führungsachse 5 angeordnet. Am Schwenkarm 8 ist ein Garnführungselement 6 angebracht. In Figur 1 und Figur 2 ist der Schwenkarm 8 in einer Grundstellung gezeigt und in Figur 1 ist der Schwenkarm 8 zusätzlich in gestrichelter Darstellung in zwei gegensätzlichen ausgelenkten Positionen gezeigt. In der Grundstellung des Schwenkarmes 8 ist eine durch das Garnführungselement 6 gebildete Elementachse 7 in der Führungsachse 5 angeordnet. In einer ausgelenkten Position des Schwenkarmes 8 weicht jedoch die Elementachse 7 von der Führungsachse 5 ab. Mit einer punktierten Linie ist ein Verlauf eines Garnes 1 in einer ausgelenkten Position des Schwenkarmes 8 gezeigt, wodurch verdeutlicht wird, dass ein durch das Garn1 zurückzulegender Weg zwischen den beiden Garnführungen 4 in einer ausgelenkten Position des Schwenkarmes 8 grösser ist als in der Grundstellung des Schwenkarmes 8.
[0029] Weiter ist ein Antrieb 13 gezeigt, welcher beispielhaft mit Befestigungen 14 an der Grundplatte 3 gehalten ist. Der Antrieb 14 weist eine Motorwelle 15 und ein Antriebselement 16, beispielsweise einen Riementrieb, auf. Das Antriebselement 16 ist mit dem in der Schwenkachse 9 gelagerten Schwenkarm 8 verbunden. Mit Hilfe des Antriebs 13 wird der Schwenkarm 8 mit einer Schwenkbewegung 10 in eine erste Richtung 11 bewegt, wodurch sich zwischen der Führungsachse 5 und der Elementachse 7 ein erster Schwenkungswinkel α ergibt. Anschliessend wird der Schwenkarm 8 durch den Antrieb 13 zurück in die Grundstellung und darüber hinaus in eine zweite Richtung 12 geschwenkt, wodurch sich zwischen der Führungsachse 5 und der Elementachse 7 ein zweiter Schwenkungswinkel β ergibt. Durch die senkrechte Anordnung der Schwenkachse 9 auf der Führungsachse 5 ergeben sich bei Schwenkbewegungen 10 in die erste Richtung 11 und in die zweite Richtung 12 mit einem jeweils identischen ersten Schwenkungswinkel α und zweiten Schwenkungswinkel β identische Wegverlängerungen für das Garn 1 unabhängig von einer Richtung der Schwenkbewegung 10. Dies ermöglicht einer Halbierung eines Intervalls in einer Erzeugung von Überlieferungen, wodurch eine deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeit erreicht werden kann. Zur Ausführung und Festlegung von Parametern der Schwenkbewegungen 10, wie beispielsweise Geschwindigkeiten oder Schwenkungswinkel α und β, ist der Antrieb 13 mit einer Steuerung 2 verbunden, welche beispielhaft ausserhalb der Vorrichtung gezeigt ist.
[0030] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung und Figur 4 eine schematische Darstellung einer Draufsicht aus Richtung B nach der Figur 3. Die Vorrichtung weist eine Grundplatte 2 auf. An der Grundplatte 3 sind ortsfest zwei Garnführungen 4 befestigt. Durch eine Verbindung der beiden Garnführungen 4 wird eine Führungsachse 5 gebildet. Weiter ist an der Grundplatte 3 in einer Schwenkachse 9 ein Schwenkarm 8 gehalten. Die Schwenkachse 9 ist in der gezeigten Ausführungsform parallel zur Führungsachse 5 angeordnet. Am Schwenkarm 8 ist ein Garnführungselement 6 angebracht. In Figur 3 und Figur 4 ist der Schwenkarm 8 in einer Grundstellung gezeigt und in Figur 4 ist der Schwenkarm 8 zusätzlich in gestrichelter Darstellung in zwei gegensätzlichen ausgelenkten Positionen gezeigt. In der Grundstellung des Schwenkarmes 8 ist eine durch das Garnführungselement 6 gebildete Elementachse 7 in der Führungsachse 5 angeordnet. In einer ausgelenkten Position des Schwenkarmes 8 weicht jedoch die Elementachse 7 von der Führungsachse 5 ab.
[0031] Weiter ist ein Antrieb 13 gezeigt, welcher beispielhaft mit Befestigungen 14 an der Grundplatte 3 gehalten ist. Der Antrieb 14 weist eine Motorwelle 15 auf, welche in der Schwenkachse 9 angeordnet ist. Die Motorwelle 15 ist mit dem Schwenkarm 8 verbunden. Mit Hilfe des Antriebs 13 wird der Schwenkarm 8 mit einer Schwenkbewegung 10 in eine erste Richtung 11 bewegt, wodurch sich zwischen der Führungsachse 5 und der Elementachse 7 ein erster Schwenkungswinkel α ergibt. Anschliessend wird der Schwenkarm 8 durch den Antrieb 13 zurück in die Grundstellung und darüber hinaus in eine zweite Richtung 12 geschwenkt, wodurch sich zwischen der Führungsachse 5 und der Elementachse 7 ein zweiter Schwenkungswinkel β ergibt. Durch die parallele Anordnung der Schwenkachse 9 zur Führungsachse 5 ergeben sich bei Schwenkbewegungen 10 in die erste Richtung 11 und in die zweite Richtung 12 mit einem jeweils identischen ersten Schwenkungswinkel α und zweiten Schwenkungswinkel β identische Wegverlängerungen für ein durch die Garnführungen 4 und das Garnführungselement 6 verlaufendes Garn (nicht gezeigt) unabhängig von einer Richtung der Schwenkbewegung 10. Dies ermöglicht einer Halbierung eines Intervalls in einer Erzeugung von Überlieferungen, wodurch eine deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeit erreicht werden kann. Zur Ausführung und Festlegung von Parametern der Schwenkbewegungen 10, wie beispielsweise Geschwindigkeiten oder Schwenkungswinkel α und β, ist der Antrieb 13 mit einer Steuerung 2 verbunden, welche beispielhaft ausserhalb der Vorrichtung gezeigt ist.
[0032] Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung und Figur 6 eine schematische Schnittdarstellung an der Stelle X-X nach der Figur 5. Die Vorrichtung weist eine Grundplatte 2 auf. An der Grundplatte 3 sind ortsfest vier Garnführungen 4 befestigt. Durch eine Verbindung der Garnführungen 4 wird eine Führungsachse 5 gebildet. In der Grundplatte 3 ist ausserhalb der Garnführungen 4 ein Garndurchtritt 19 vorgesehen, sodass ein Garn 1 in der Führungsachse aus der Vorrichtung geführt werden kann. Weiter ist an der Grundplatte 3 in einer Schwenkachse 9 ein Schwenkarm 8 gehalten. Die Schwenkachse 9 ist in der gezeigten Ausführungsform senkrecht auf der Führungsachse 5 angeordnet. Am Schwenkarm 8 sind drei Garnführungselemente 6 angebracht. Die Garnführungselemente 6 sind jeweils zwischen zwei Garnführungen 4 angeordnet. In Figur 5 und Figur 6 ist der Schwenkarm 8 in einer Grundstellung gezeigt und in Figur 6 ist der Schwenkarm 8 zusätzlich in gestrichelter Darstellung in zwei gegensätzlichen ausgelenkten Positionen gezeigt. In der Grundstellung des Schwenkarmes 8 ist eine durch die Garnführungselemente 6 gebildete Elementachse 7 in der Führungsachse 5 angeordnet. In einer ausgelenkten Position des Schwenkarmes 8 weicht jedoch die Elementachse 7 von der Führungsachse 5 ab. Mit einer punktierten Linie ist ein Verlauf des Garnes 1 in einer ausgelenkten Position des Schwenkarmes 8 gezeigt, wodurch verdeutlicht wird, dass ein durch das Garn1 zurückzulegender Weg zwischen den beiden Garnführungen 4 in einer ausgelenkten Position des Schwenkarmes 8 grösser ist als in der Grundstellung des Schwenkarmes 8.
[0033] Weiter ist ein Antrieb 13 gezeigt, welcher beispielhaft mit Befestigungen 14 an der Grundplatte 3 gehalten ist. Der Antrieb 14 weist eine Motorwelle 15 auf. Der Antrieb 13 ist über die Motorwelle 15 mit dem Schwenkarm 8 verbunden. Mit Hilfe des Antriebs 13 wird der Schwenkarm 8 mit einer Schwenkbewegung 10 in eine erste Richtung 11 bewegt, wodurch sich zwischen der Führungsachse 5 und der Elementachse 7 ein erster Schwenkungswinkel α ergibt. Anschliessend wird der Schwenkarm 8 durch den Antrieb 13 zurück in die Grundstellung und darüber hinaus in eine zweite Richtung 12 geschwenkt, wodurch sich zwischen der Führungsachse 5 und der Elementachse 7 ein zweiter Schwenkungswinkel β ergibt. Durch die senkrechte Anordnung der Schwenkachse 9 auf der Führungsachse 5 ergeben sich bei Schwenkbewegungen 10 in die erste Richtung 11 und in die zweite Richtung 12 mit einem jeweils identischen ersten Schwenkungswinkel α und zweiten Schwenkungswinkel β identische Wegverlängerungen für das Garn 1 unabhängig von einer Richtung der Schwenkbewegung 10. Dies ermöglicht einer Halbierung eines Intervalls in einer Erzeugung von Überlieferungen, wodurch eine deutlich höhere Produktionsgeschwindigkeit erreicht werden kann. Zur Ausführung und Festlegung von Parametern der Schwenkbewegungen 10, wie beispielsweise Geschwindigkeiten oder Schwenkungswinkel α und β, ist der Antrieb 13 mit einer Steuerung 2 verbunden, welche beispielhaft ausserhalb der Vorrichtung gezeigt ist.
[0034] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0035] 1 Garn 2 Steuerung 3 Grundplatte 4 Garnführung 5 Führungsachse 6 Garnführungselement 7 Elementachse 8 Schwenkarm 9 Schwenkachse 10 Schwenkbewegung 11 Erste Richtung 12 Zweite Richtung 13 Antrieb 14 Befestigung 15 Motorwelle 16 Antriebselement 17 Erster Anschlag 18 Zweiter Anschlag 19 Garndurchtritt α Erster Schwenkungswinkel β Zweiter Schwenkungswinkel

Claims (15)

1. Vorrichtung zur Führung eines Garns (1), wobei die Vorrichtung eine Steuerung (2) und zumindest zwei ortsfest in einer Grundplatte (3) gehaltene geschlossene ringförmige Garnführungen (4) aufweist und die Garnführungen (4) in einer Führungsachse (5) hintereinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen den ortsfest gehaltenen Garnführungen (4) ein geschlossenes ringförmiges Garnführungselement (6) vorgesehen ist, wobei die Garnführungselemente (6) in einer Elementachse (7) angeordnet und an einem mit einem Antrieb (13) versehenen und in einer Schwenkachse (9) gehaltenen Schwenkarm (8) befestigt sind, wobei in einer Grundstellung die Elementachse (7) in der Führungsachse (5) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (8) in einer senkrecht auf der Führungsachse (5) angeordneten und an der Grundplatte (3) befestigten Schwenkachse (9) gehalten ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (13) an der Grundplatte (3) befestigt und als frequenzgesteuerter Schrittmotor mit einer Motorwelle (15) ausgebildet ist, wobei die Motorwelle (15) der Schwenkachse (9) entspricht.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich bei einer Schwenkbewegung (10) des Schwenkarms (8) in einer ersten Richtung (11) zwischen der Elementachse (7) und der Führungsachse (5) ein erster Schwenkungswinkel (α) und bei einer Schwenkbewegung (10) des Schwenkarms (8) in einer zweiten, der ersten Richtung (11) entgegengesetzten Richtung (12) zwischen der Elementachse (7) und der Führungsachse (5) ein zweiter Schwenkungswinkel (β) ausbildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkungswinkel (α, β) durch jeweils einen an der Grundplatte (3) vorgesehenen Anschlag (17; 18) für den Schwenkarm (8) begrenzt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die maximalen Schwenkungswinkel (α, β) weniger als 60 Winkelgrade, bevorzugterweise 45 Winkelgrade betragen.
7. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (2) für jede Schwenkbewegung (10) in jeder Richtung (11, 12) der Schwenkungswinkel (α, β) vorgegeben ist.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (2) eine Anzahl der Schwenkbewegungen (10) pro Minute von bis zu 3'000 vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegungen (10) abwechslungsweise in die erste Richtung (11) und in die zweite Richtung (12) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vier ortsfest gehaltene Garnführungen (4) und insgesamt drei, jeweils zwischen den ortsfest gehaltene Garnführungen (4) angeordnete, Garnführungselemente (6) am Schwenkarm (8) vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Garnführungen (4) und Garnführungselemente (6) als geschlossene Ringe mit einem Verschleissschutz aus Keramik ausgebildet sind.
12. Textilmaschine zur Herstellung von Effektgarnen, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist und die Steuerung (2) in eine Zentralsteuerung der Textilmaschine eingebunden ist.
13. Verfahren zur Führung eines Garns mit einer Vorrichtung welche eine Steuerung (2) und zumindest zwei ortsfest in einer Grundplatte (3) gehaltene geschlossene ringförmige Garnführungen (4) aufweist, wobei die Garnführungen (4) in einer Führungsachse (5) hintereinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen den ortsfest gehaltene Garnführungen (4) ein geschlossenes ringförmiges Garnführungselement (6) vorgesehen ist, wobei die Garnführungselemente (6) in einer Elementachse (7) angeordnet und an einem mit einem Antrieb (13) versehenen und in einer Schwenkachse (9) gehaltenen Schwenkarm (8) befestigt sind, wobei in einer Grundstellung die Elementachse (7) in der Führungsachse (5) angeordnet ist, und dass der Schwenkarm (8) mit dem Antrieb (13) in einer Schwenkbewegung (10) um eine Schwenkachse (9) aus der Grundstellung bewegt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, der Schwenkarm (8) von der Grundstellung in einer ersten Richtung (11) um einen sich zwischen der Elementachse (5) und der Führungsachse (7) ergebenden ersten Schwenkungswinkel (α) verschwenkt und anschliessend über die Grundstellung in einer zweiten, der ersten Richtung (11) entgegengesetzter Richtung (12), um einen sich zwischen der Elementachse (5) und der Führungsachse (7) ergebenden zweiten Schwenkungswinkel (β) verschwenkt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Steuerung (2) Garnmuster erzeugt werden durch einen oder mehrere der folgenden Steuerungseingriffe – verändern der Schwenkungswinkel (α, β) – variieren einer Geschwindigkeit der Schwenkbewegung (10) – variieren einer Wartezeit zwischen Schwenkbewegungen (10) – wiederholen gleicher Schwenkungswinkel (α, β) – wiederholen einer Abfolge ungleicher Schwenkungswinkel (α, β) – wiederholen von Varianten der Geschwindigkeiten der Schwenkbewegungen (10) – wiederholen einer Abfolge von Varianten der Geschwindigkeiten der Schwenkbewegungen (10)
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