Verriegelungsvorriclitung bei lieh- und senkbaren Plattformen. Die Erfindung bezieht sich auf lieb- und seulibare Plattformen, die durch irgendeinen Antrieb, zum Beispiel einen Druckflüssig- keitsa.ntrieb, gehoben werden, und in ver- scii;iedenen Höhenlagen mittelst eines Rie gels festgestellt werden können, auf den ,sich der heb- und senkbare Träger der Plattform stützt.
Der Antrieb, beispielsweise die Druckflüssigkeitspumpe, kann dann aus- gesehaltet werden, solange diese Höhenlage beibehalten wird. Soll .aber die Plattform eine andere Höhenlage einnehmen, so muss der Antrieb vor der Entriegelung eingeschal tet werden. um ein Herabstürzen der Platt- forni zu verhüten.
Bei -Verwendung der üblichen Riegel, dir- ohne weiteres unter dem Plattformträger weg gezogen werden können, besteht die Gefahr, dass ]).ei Unaehtsamheit des Wärters die Ent- riegelung vor der Einsehaltung .des Antriebes erfolgt.
Dies ist nach der Erfindung da durch ausgeschlossen, dass ein quer zur Hub- riclitung verschjiebbarer Eiegel verwendet wird, der mit einer in der Hubriehtung vor springenden Nase versehen ist, mit der er hei durch den Antrieb gehobener Plattform hinter einen Anschlag des Plattformträgers gehraclii; werden kann.
Der nach Ausschal tung des Antriebes sich auf den Eiegel stüt zende Anschlag verhindert .dann das Ent riegeln ohne vorherige Einschaltung des Antriebes, da die Plattform erst um die Höhe der Nase gehoben werden muss, um den Rie gel unter .dein Anschlage wegziehen zu kön nen. Der Wärter ist hierdurch gezwungen, den Antrieb vor dem Entriegeln einzuselial- ten, so dass die Plattform bei ausgeschalte- tem ;Antrieb gegen ein Herabstürzen ge- sichert ist.
Auf der Zeichmung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Verriegelungsvorrieh- tung nach der Erfindung dargestellt.
hig. 1 bis 4 sind teilweise schematische Lä n,gssehnitte durch die Tragsäule der Plattform bei. Druckfliissigkeitsantrieb in ver- scbiedenen Betriebslagen der Verriegelungs- vorricht.ung.
Fig. 5 ist ein Längsschnitt durch die Verrie--elungsvorrichtung in ,grösserem Mass- aabe.
Die. dargestellte Plattform 1 eines Turm wagens zur Ausbesserung elektrischer Hoch- leitungen wird von einer tele@skopartig aus ziehbaren Säule getragen, deren feststehende Grundsäule 2 auf dem Wagenrahmen 3 be festigt ist, während im ausziehbaren Rohr teil 4 die Plattform 1 drehbar gelagert ist.
Die Plattform ist zu diesem Zweck auf einem Tragrohre ;5 an;ebracht. das in einem Hals lager 6 mittelst des Zahnradgetriebe; 7. 8 0-edrelit werden kann.
Das Rohr 5 kann zusammen mit dem Roliie 4 durch Drucköl gehoben werden, das von einer Druckpumpe 9 erzeugt wird. Der Rohrteil 4 ist in seiner Längsmitte mit- dem Diuckzvlinder 10 versehen. der einen kleine ren Durchmesser als das Rohr lial, so dass ein Ringraum 11 verlileil>t. in den durch Bodenöffnungen 12 .das Öl eintreten kann.
Die Druckleitung 13 der Pumpe 9 ist durch den Boden der G=rundsäule 2 und in deren Längsmitte emporgeführt und ragt bei ge hobener Plattform 1 noch etwas in den Druckzylinder 10 hinein; in dem sie sieh, mtigliclist genau eingepasst, wie ein Kolben führt (Fig'. 2).
Am obern Ende hat die Lei tung 13 eine Auslassöffnung 14, die so an geordnet ist, dass sie bei der höchsten Stel lung der Plattform 1 vom Druckzylinder 10 freigegeben wird. Das Innere der Grund säule 2 steht in einer gewissen Höhe über dem Rohrboden durch eine Öffnung 15 mit der Aussenluft in Verbindung. Der unter lialb dieser Öffnung liegende Teil der Grund säule 2 dient als 0lsammelbehälter, aus dem die Druckpumpe 9 mittelst der Saugleitung 16 saugt.
In die Druckleitung 13 ist ein Rück- schlagventil 17 mit einer ständig offenen. engen Öffnung eingeschaltet., durch welche das durch die Leitung zurückgedrückte Öl stark gedrosselt wird.
Zur Verriegelung der Plattform 1 in ver- seliiedenen Höhenlagen sind im ausziehbaren Rohrteil 4 in gewissen Abständen Öffnun- gen 18 vorgesehen. in die ein an der fest- stehenden Grundsäule 2 angebrachter Rie gel 19 selbsttätig einfallen kann.
Der Riegel ist hierzu in einem Gehäuse ?0 quer zur Hub- rielitung der Plattform 1 geführt und wird durch eine Feder 21 nach dem Rohrteil 4 hin gedrückt. Am vordern Ende ist der Rie gel 19 mit einer Abschrägung 22 versehen, die heim Heben des Rohrteils 4 mit dessen Wandung so zusammenwirkt.
dass der Rie gel selbsttätig aus den Öffnungen 18 heraus geschoben wird. Das Auslösen des Riegels 19 erfolgt von Hand mit Hilfe des um die Achse 23 an der Grundsäule 2 drehbar ge- lag-erten -N\'inl:elhebls 24. 25. dessen Arm 25 gelenkig mit dem -Riegel verbunden ist.
Der Riegel 19 ist. nun am vordern Ende noch mit einer in der Hubrichtung der Platt form 1 vorspringenden -Nase 26 versehen. Da. die Öffnungen 18 höher sind als die Bauhöhe des Riegels 19 von der Unterkante bis zur Oberkante der 'Nase 26. so kann der Rie < ,-(,i bei geeigneter Stellung des Rohr teils 4 durch die Öffnungen 18 hindurch treten und sich finit der 'Nase 26 hinter die Rohrwandung legen.
Soll die Plattform 1 aus der gesenkten Lage nach Fig. 1 gehoben werden, so wird die Druckpumpe 9 in Gang gesetzt und da durch Drucköl in deii Druckzylinder 10 ge trieben. Bei der höchsten Si-ellung der Platt form wird die Auslassöffining 14 der Druck leitung 13 vom Druckzylinder 10 freigegeben. so dass Drucköl' aus dem Druckzylinder in die Grunds < i.ule 2 übertritt.
Diese Ölmenge sammelt sich am Boden der Grundsäule 2, von wo sie durch die Druckpumpe 9 abge saugt wird'. Solange die Pumpe arbeitet, bleibt die Höchstlage der Plattform erhalten; da die Ausla.ssöffnung 14 so bemessen ist. dass der Ö1ch-tick der Belastung des @ruck- zylinclers 10 das Gleichgewicht bä.lt (Fig. 2).
Beim Heben der Plattform 1 gleitet der Riegel 19 auf der Aussenwandung des Rohr teils 4 und schnappt unter dem Drucke der Feder 21 in jede Öffnung 18 ein, @sobald der obere Rand der Öffnung in gleiche Flucht mit der Oberkante der Nase 26 gekommen ist.
Trifft bei der weiteren Aufwärtsbewe- gung der Plattform. wie Fig. 5 mit gestrichel ten Linien zeigt. der untere Rand der Off- nung 18 auf die Alisclirä.gung 22. so wird cler Riegel 19 zuriiclzgeclriicl:t. bis er in die folgende Öffnung 18 einfällt. In jeder Hö- benlage, bei welcher der Riegel 19 in eine Öffnung 18 einfällt, kann man die Platt form 1 dadurch verriegeln., dass man die Pumpe 9 stillsetzt und kurzschliesst.
Das 01 wird dann unter der Belastung durch den Rohrteil 4 und die Plattform aus dem Druckzylinder 10 durch die Druckleitung 13 zurückgedrückt, strömt durch die Druck pumpe 9 und die Saugleitung 16 in die Grundsäule 2, wobei es auf seinem Wege durch das Rückschlagventil 17 so stark ge drosselt wird, dass sich der Rohrteil 4 nur langsam senkt.
Gleitet beispielsweise der Riegel 19 beim Kurzschliessen der Pumpe 9 auf der Wandung des Rohrteils 4, so senkt sich dieser, bis der Riegel 19 in die nächste höhere Öffnung 18 einschnappt und deren oberer Rand sich auf den Riegel < aufsetzt (Fig. 3).
Die Nase 26 ist dadurch hinter die als Anschlag wirkende Wa.ndung des Rohr teils 4 gekommen. so dass eine Entriegelung durch Zurückziehen des Riegels 19 mittelst des Handwinkelliebels 24 erst möollich ist, wenn der Rohrteil 4 um die Höhe der Nase 26 gehoben wird.
Diese Sicherung ist von wesentlicher Be deutung, da das 01 infolge des Kurzschlusses der Druckpumpe 9 zum Teil aus dem Druck- zylinder 10 und der Druckleitung 13 aus läuft und somit beim Zurückziehen des Rie gels ohne Anlassen der Pumpe der Rohr teil 4 mit der Plattform 1 eine gewisse Streche herabstürzen würde (Fig. 3).
Zum Senken der Plattform 1 muss daher der Wärter vor der Entriegelung des Rohrteils 4 unter Aufhebung des Kurzschlusses der Druck pumpe 9 diese in Gang setzen. so dass Druck öl durch die Druckleitung 13 in den Druck zylinder 10 tritt und die Plattform 1 um die Höhe der Nase 26 des Riegels 19 hebt.
Bei der Entricgelung kann der Riegel dann mit Hilfe des Handwinkelliebels 24. 25 aus dem Rohrteil 4 herausgezogen werden (Fig. 4) und ist der Druckzylinder 10 sicher mit 01 angefüllt, wodurch ein Herabstürzen der Plattform bei einem niedrigen Ölstande ver mieden wird. -Wird nunmehr die Druckpumpe 9 wieder stillgesetzt, so senkt sich der Rohr teil 4 mit der Plattform 1 allmä.hlichl,, bis er sich auf den Boden der Grundsäule 2 sanft aufsetzt.
Das 01 wird währenddessen durch die Leitung 13 zur Pumpe 9, durch diese hindurch, in die Saugleitung 16 und somit in die Grundsäule 2 zurückgedrückt, wie Fig. 2 mit gestrichelten Pfeilen andeutet. Das in der Grundsäule 2 befindliche 01 kann am Ende .des Senkens durch die Bodenöffnun- :;-en 12 in das Rohr 4 eintreten. Ein vorzeitiges Entriegeln ist durch diese Sicherung aus- trreschlossen.
Die Hebevorrichtung für die Plattform, welche. nach erfolgter Entriegelung ausge schaltet wird. kann verschieden ausgebildet sein und mit verschiedenen Druckmitteln arbeiten.