CH84524A - Verfahren zur Erzeugung von Röntgenstrahlen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Röntgenstrahlen

Info

Publication number
CH84524A
CH84524A CH84524A CH84524DA CH84524A CH 84524 A CH84524 A CH 84524A CH 84524 A CH84524 A CH 84524A CH 84524D A CH84524D A CH 84524DA CH 84524 A CH84524 A CH 84524A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
oscillating
frequency
field
cathode
Prior art date
Application number
CH84524A
Other languages
English (en)
Inventor
Lilienfeld Julius Edgar P Phil
Original Assignee
Lilienfeld Julius Edgar Prof D
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lilienfeld Julius Edgar Prof D filed Critical Lilienfeld Julius Edgar Prof D
Publication of CH84524A publication Critical patent/CH84524A/de

Links

Landscapes

  • X-Ray Techniques (AREA)

Description


  Verfahren zur Erzeugung von Röntgenstrahlen.  
EMI0001.0001     
  
    Es <SEP> ist <SEP> bis <SEP> in <SEP> die <SEP> jiingste <SEP> Zeit <SEP> hinein
<tb>  als <SEP> Ideal <SEP> einer <SEP> Apparatur <SEP> für <SEP> den <SEP> Betrieb
<tb>  von <SEP> Röntgenröhren <SEP> der <SEP> Betrieb <SEP> mit <SEP> <I>ritliender</I>
<tb>  <I>Gleic@hshcaiiiiii,iig</I> <SEP> hingestellt <SEP> worden, <SEP> und <SEP> zwar
<tb>  für <SEP> die <SEP> Zwecke <SEP> der <SEP> Tieftherapie. <SEP> weil <SEP> man
<tb>  sieh <SEP> davon <SEP> eine <SEP> besonders <SEP> homogene <SEP> Strah  lung <SEP> versprach. <SEP> für <SEP> die <SEP> Zwecke <SEP> der <SEP> Diagno  stik <SEP> aber. <SEP> weil <SEP> man <SEP> auf <SEP> diesem <SEP> -N\'ege <SEP> die
<tb>  grösste <SEP> Strahlenailsbeute <SEP> hei <SEP> geringster <SEP> Ge  1'iilii-dung <SEP> des <SEP> Antikathodeninetalles <SEP> erwar  tete.

   <SEP> Mrenn <SEP> trotzdem <SEP> die <SEP> gangbaren <SEP> Appa  ralnren <SEP> keinen <SEP> Betrieb <SEP> init <SEP> stehender, <SEP> son  dern <SEP> einen <SEP> solchen <SEP> mit <SEP> pulsierender <SEP> Gleich  spannung <SEP> verwirklichen, <SEP> so <SEP> liegt <SEP> es <SEP> daran;
<tb>  dass <SEP> die <SEP> Herstellung <SEP> hochgespannter, <SEP> ruhen  der <SEP> Gleicbspannung <SEP> nicht <SEP> anders <SEP> möglich <SEP> ist,
<tb>  als <SEP> unter <SEP> Zuhilfennbine <SEP> von <SEP> Iionstruktions  clernenten, <SEP> wel;

  -be <SEP> die <SEP> Apparatur <SEP> ausserordent  lich <SEP> verteuern <SEP> und <SEP> ihre <SEP> Bedienung <SEP> sehr <SEP> ver  wiehelt <SEP> gestalten. <SEP> Es <SEP> ist <SEP> also <SEP> eine <SEP> Art <SEP> Noin  promiss, <SEP> wenn <SEP> gegenwärtig <SEP> anstatt <SEP> stehender
<tb>  Gleichspannung <SEP> pulsierende <SEP> Gleichspannung
<tb>  hei <SEP> den <SEP> Röntgenbetrieben <SEP> rliiwendiing <SEP> findet.
<tb>  Davon, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Spannung <SEP> pulsiert. <SEP> erwartet
<tb>  man <SEP> keine <SEP> Vorteile <SEP> für <SEP> die <SEP> Ausbeute.

   <SEP> Zu-       sammensetzung oder Härte der Strahlung  und lässt es dabei bewenden, mit der ge  wöhnlichen Frequenz des technischen     Weckh-          selstromes,    beziehungsweise der städtischen  Wechselstromnetze (50 bis 60 Perioden, in  ganz seltenen Ausnahmefällen 125 Perioden)  zu     arbeiten.     



  Neue Untersuchungen des Erfinders ha  ben ergeben, dass zwar bei diesen niedrigen  Periodenzahlen bereits geringe Abweichun  gen     von        derjenigen    Strahlenbeschaffenheit  vorhanden sind, welche man bisherigen An  schauungen gemäss zu erwarten hat, dass aber  diese geringen Abweichungen noch keine       nennenswerten    Vorteile für die technische  Anwendung mit sich bringen.

   Erst bei hö  heren Frequenzen beobachtet man, dass die  Ausbeulte und Härte der Strahlung wächst       und    es möglich erscheint, auch die     Honioge--          nil.;it    der     Strahlung    in dem Sinne zu stei  gern, dass dein     kurzwelligsten    Gebiete des       Spektrums    sich eine hervorragende Intensi  tät zuweisen lässt.

   Diese Beeinflussung der       Strahlenbeschaffenheit    durch die Frequenz  der     Betriebsspannung    hängt damit zusammen,      dass die Röntgenstrahlung nicht nur durch  den momentanen Zustand des Kathoden  strahls - also nicht nur durch die in jedem  Zeitpunkte gegebene Geschwindigkeit und  Dichte der Elektronen -,sondern auch durch  die zeitliche Änderung der einen oder beider  genannten Grössen bestimmt wird. Die Aus  beute ist eine um so bessere und die Härte  eine um so grössere - vorausgesetzt, dass  ein bestimmter Geschwindigkeitsbereich der  Kathodenstrahlen festgehalten wird -, je  plötzlichere zeitliche Änderungen die Ge  schwindigkeit und die Dichte der Elektro  nen des Kathodenstrahls, beziehungsweise  eine dieser Grössen erfahren, und je häufiger  solche Änderungen in der Zeiteinheit erfol  gen.

   In die Sprache einer elektrotechnischen  Betriebsvorschrift übertragen, bedeutet das,  dass man sich zu bemühen hat, einen Rönt  genbetrieb zu verwirklichen, bei welchem die  Milliamperezahl in der Röhre, die     Kilovolt-          zahl    an den Röhrenklemmen oder beide  möglichst rasche und möglichst häufige  zeitliche Änderungen erfahren.  



  Es kommt also darauf an, einen möglichst  steilen Verlauf der Strom- und Spannungs  kurven zu wählen und darauf zu achten,  dass beide Grössen stets nur eine so geringe  Zeitlang. wie irgendwie möglich, unverändert  bestehen bleiben, da während der Zeitspanne,  w ährend welcher die genannten Grössen kon  stant sind, eine geringere     Ausbeute    an  Röntgenstrahlen und eine weniger harte  Strahlung entsteht. Das anzustrebende Ideal  ist also ein Strom- und Spannungsverlauf,  der durch eine steil ansteigende und steil ab  fallende, im Scheitel absolut spitze Kurve  gegeben ist.  



  Demnach ist ein Betrieb mit     kräftigen     Strom- und Spannungsstössen anzustreben.  Die Stösse müssen aber ausserdem so häufig  wie möglich aufeinander folgen, um ungeach  tet der geringen Zeitdauer des einzelnen  Stosses eine grosse Gesamt-Strahlenintensität  zut liefern. Der beste Röntgenbletrieb wird also  dadurch verwirklicht. dass eine möglichst  ungedämnpfte Scbwingung von einer erhöhten    Frequenz und hoher Amplitude angewandt  wird.  



  Dasjenige, worauf es physikalisch letzten  Endes     ankommt,    ist also eine möglichst  rasche Änderung der Elektronengeschwindig  keit und ihrer Dichte im Brennfleck. Soll  aber die Dichte um bedeutende Werte rasch  geändert werden, dann ist es klar, dass es  von Vorteil ist, mit möglichst grossen Elek  tronendichten, also mit einer tunlichst hohen  spezifischen Belastung des Brennfleckes zu  arbeiten.  



  Allerdings ist bereits früher des öfteren  versucht worden, mit hochfrequenten Schwin  gungen Röntgenstrahlen zu erzeugen, frei  lich aus ganz andern     Gründen    als den     durch     die obigen Erkenntnisse nahegelegten. Dem  entsprechend sind aus jenen Versuchen letz  ten Endes auch nicht die hier zu     besclhrei-          benden    vorteilhaften Anordnungen hervor  gegangen, sondern etwas wesentlich anderes.  



  Man erkennt, dlass die Gesichtspunkte,  von denen man früher ausging, ihrem Wesen  nach vollständig abweichend von denjenigen  vorliegender Erfindung waren, schon daraus,  dass bei jenen Anordnungen die Schwingung  entweder von vornherein gedämpft war oder  durch     das    Einsetzen der Entladung in der  Röhre so gut wie aperiodisch gedämpft wurde.  Ja, man schuf geradezu geflissentlich An  ordnungen, die eine aperiodisch     gedämpfte     Schwingung lieferten.

   Denn die damals be  nutzten     ,ga@chalti@en   <I>Röntgenröhren</I>     worden     durch die verkehrt gerichtete Spannung (den       Fehlwechsel)    rasch zerstört, schon allein       wegctt    der     Zerstäubungen,    die eine solche  verkehrt gerichtete Spannung bewirkte.  



  Aus diesen früheren Bemühungen ist  denn auch     tatsiichlicli    ein in der Praxis be  friedigend     arbeitender    Röntgenapparat nie  mals hervorgegangen. Dass von verschiede  nen Seiten ein Anlauf genommen     wurde,    um  mit     Schwingun.5c    n Röntgenstrahlen zu er  zeugen, lag nicht daran, dass man die da  mals     unbekannte        Erhöhung    der     Ausbeute     und der     Strahlenhirte    eines     solchen        Betriebes     der Allgemeinheit hätte     zug;ittglich        inachcn          wollen;

          den        Bestrebungen    lag vielmehr ein      ganz anderer Anlass zugrunde. Es gab da  mals zahlreiche für medizinische Zwecke ver  wendete Hlochfrequenzapparate, und es wäre  sehr erwünscht gewesen, wenn diese Appa  rate nebenbei für Röntgenzwecke - wenn  auch nur als ein dürftiger Notbehelf - hät  ten benutzt werden können.  



  Als die Hoclhvakuumrölhren (Lilienfeld,  Coolidge) in Verkehr kamen, war man be  reits weit davon entfernt, an die Schaffung  solcher Notbehelfe zu denken. Die Röntgen  technik war so weit gediehen, dass von allen  Seiten nur nach leistungsfähigen Apparaten  gefragt wurde. Dass aber gerade eine her  vorragend leistungsfähige Apparatur aus der  Verbindung einer Hoclhvalkuumrölhre mnit er  höhter Frequenz des Betriebsstromes Aussicht  auf eine gewerbliche Anwendung hätte,  wurde nicht erkannt.  



  Und doch bietet der Betrieb einer     gas     freien Röhre mit erhöhter Frequenz vielleicht  die einzige praktische Möglichkeit, die er  örterten Vorteile der Frequenzerhö hung tat  sächlich nutzbar zu machen. Denn nur die  Hochvakuumröhre allein ist so beschaffen,  dass sie unter der verkehrt gerichteten Span  nung nicht leidet, den Fehlwechsel vielmehr  nach Art eines Ventils abschirmt. Ferner  machen noch andere Eigenschaften die     Hoch-          valkuumröhre    für den Betrieb mit höheren  Frequenzen hervorragend geeignet vom Ge  sichtspunkte der eingangs     beschriebenen    Er  kenntnis aus.

   Denn in keiner andern Röhre  lässt sich der Gang der Kathodenstrahlen und       damit    die     Elektronendichte    im     Brennfleck     derartig nach Belieben formen und auch fest  halten ohne Rücksicht auf die durch     den     Schwingungsvorgang bedingten Unstetigkei  ten in der Entladung. In der Tat ist aber  ein streng definierter, unverrückbarer     Brenn-          fleck    von bedeutender Elektronenulichte Vor  aussetzung des mit hohen Frequenzen erreich  baren Erfolges.  



  Ausser den Zerstäubungsvorgängen, die  der Anwendung der gashaltigen Röhre für  S 8c hbwingungen im Wege stehen, ist a i ber noch  ein anderer nachteiliger Umstand vorhanden,  der sich hei Gier gashaltigen Röhre nicht um-    gehen lässt, wohl aber bei der Hochvakuum  röhre. Betreibt man nämlich die Röntgen  röhre nicht -- wie das bei der Hochvakuum  röhre an sich möglich und vorteilhaft ist   mit einem Hochfrequenz-Maschinengenerator,  sondern mit einem Schwingungskreise, so  entzieht die Entladung dem Kreis erhebliche  Energiemengen     und    verursacht dadurch eine  Dämpfung des Schwingungsvorganges. Die  Folge davon ist, dass die Schwingung an  nähernd aperiodisch wird. Das verhindert  ans den oben     auseinandergesetzten    Gründen  das Zustandekommen eines ökonomischen  Betriebes.

   Bei der Gasröhre besteht     Feine     Möglichlkeit, dieser Schwierigkeit zu ent  gehen. wohl aber bei der Hoechvakiuumrölhre.  indem man den Schwingungskreis nur mit  geringer Energieentnahme und nur zu diesem  Zweck in Anwendung bringt, um mit seiner  Hilfe die eigentliche Rö ntgenentladung, wel  che von einer ganz andern Energiequelle ge  speist werden kann, zu steuern und ihr einen  hochfrequent pulsierenden Charakter zu ver  leihen. Wie dies im besonderen Falle aus  geführt werden kann, ist im Nachfolgenden  gelegentlich der Beschreibung der einzelnen       Möglichkeiten,    das erfindungsgemässe Ver  fahren zu     verwirklichen,    erläutert.

   Allen  diesen Möglichkeiten sind aber - den     bis-          heri    gen Auseinandersetzungen zufolge   folgende Merkfmnale gemeinsam:  Es werden Hochvakuumröhren benutzt  und es wird in dem Raume zwischen     den     strahlungerzeugendenElektroden solcher Röh  ren ein mit     einer    die gewöhnliche Frequenz  des technischen Wechselstromes (bis 125     se-          kundcllich)    überschreitenden Frequenz schwin  gendes Feld angeordnet, so dass der     Kathoden-          trald    hinsichtlich seiner Entstehungsbedin  gungen.

   bezelhungsweise auf der Bahn, auf  welcher er sich fortbewegt, dem Einfluss die  ses     achwin@,@enden    Feldes unterworfen ist.  



  Die Erfindung besteht also in einem  Verfahren zur Erzeugung von Röntgen  strahlen mit     dein    neuen     Kennzeichen,    dass       ii;nerlialb    einer Röhre extremen     Tiefdruckes     in     dein        Rauin.    in     weleliem    eine Entladung       bestellt.    ein     finit    einer die     -ewöhnliche    Fre-      quenz des technischen Wechselstromes (bis  1M sekundlich) überschreitenden Frequenz  schwingendes Feld derartig angeordnet ist,  dass dem auf den Brennfleck aufprallenden,

    in     seinem    Verlaufe zwischen Kathode und  Antikathode beschleunigten Kathodenstrahl  sich zeitliche Änderungen im Takte der er  höhten Frequenz übertragen.  



  Die eine Ausführungsform des Verfah  rens besteht darin, die zwischen Kathode und  Antikathode angelegte Spannung mit er  höhter Frequenz pulsieren zu lassen, so dass  man die Entladung in der Röntgenröhre di  rekt von einem     entsprechenden    Maschinen  generator, beziehungsweise einem mit     Poul-          senbogen,    Senderöhren, Löschfunkenstrecken  usw. betriebenen Schwingungskreise speist.  Diese Möglichkeit bedarf keiner weiteren  Erläuterungen und zeichnerischer Darstel  lungen.  



  Ausser dieser ersten Ausführungsform  des Verfahrens bestehen noch weitere Mög  lichkeiten, es zu verwirklichen; ihnen allen  ist Glas Merkmal gemeinsam, dass der  Schwingungskreis lediglich zum Steuern des  eigentlichen     Entladungsvorganges    dient, so  dass ihm seitens der Röntgenröhre verhältnis  mässig wenig Energie entzogen wird.  



  Eine dieser weiteren Ausfuihruugsformen  ist in Fig. 1 verwirklicht. Die Figur stellt  eine Lilienfeldröhre dar. Die Entladung im  Zündkreise der Röhre, also zwischen der vom  Heiztransformator H gespeisten Glühlampe  G und der Bohrung der Lochkathode K, wird  von einem Schwingungsbreis aufrechterhal  ten, und zwar etwa derart, dass die Enden  einer Selbstinduktionsspule L2 an die Glüh  lampe     und    die     Lochkathode        angeschlossen     sind, Wälhrend durch induktive Einwirkung  seitens der Spule L1 den Spulenenden eine  E. M. K. erteilt wird, die mit höherer Fre  qluenz schwingt.

   Zwvischen Loclhkathode F  und Antilkathode A liegt eine ruhende oder  mit der Frequenz des technischen     Wechsel-          strolnes    pulsierende, vom Röntgentransforma  tor TR gelieferte Spannung. Da nun die  Röntgenentladung durch die Lilienfeldröhre  behannt7ich nur dann ihren Weg .findet, wenn    gleichzeitig die     Zündentladung        besteht,    so  überträgt sich der Schwingungsvorgang der  Zündteile auch auf die Röntgenentladung,  wodurch die erfindungsgemässen Vorteile ge  währleistet werden.  



  Eine Abart der in Fig. 1 angegebenen  Anordnung ist in Fig. 2 dargestellt. Hier.  wird der Schwingungsvorgang nicht von  einem besonders gespeisten Schwingungs  kreise dem Zündfelde der Lilienfeldröhre  aufgedrückt, sondern es ist dieser Zündteil  selbst ähnlich wie die zur Schwingungs  erregung in der     drahtlosen    Telegraphie an  gewendeten Glüilhlkathocdenröhren (Senderöhren)  ausgebildet. Zu diesem Zweck ist eine Netz  elektrode N zwischen Glühlampe G und       Lochkathode    h     vorgesehen.    Als Schaltung  kann eine jede in der drahtlosen Telegraphie  für den Betrieb von schwingungserregenden  Röhren (Senderöhren) gebräuchliche Schal  tung benutzt werden.

   Diese Schaltungen be  zwecken es bekanntlich, der Netzelektrode  eine schwingende Spannung aufzudrücken  und dadurch den Entladungsvorgang, wel  cher zwischen der Glühlampe und der Anode  vor sich geht, einen schwingenden Charakter  zu verleihen. In dem in der Figur dargestell  ten Falle geschielht die Mitteilung der schwin  genden Spannung an die Netzeleltrode auf  induktivem Wege, und zwar dadurch, dass  auf die zwischen Glühlampe und Netzelek  trode liegende Selbstindulztionsspule L, durch  magnetische Kupplung die Schwingung über  tragen Wird, welche beim Erregen des Trans  formators T2 in dem aus der Selbstinduk  tionsspule L2 und der Kapazitäit C bestehren  den Schwingungskreis ausgelöst wird. Diese  Art der Mitteiltnug einer Schwingung an die  Netzelektrode pflegt allgemein Rückkoppe  lung genannt zu werden.

   TZ ist der in     die-          scmu    Falle konphas mit demn     Röntgenröhren-          transformater        Tü    zu     betreibende,        ,den        Züud-          lireis    speisende Transformator, welcher über  die     Selbstinduktionsspule        L@    an der Glüh  lampe G liegt,     anderseits    aber direkt mit der  Lochkathode     h        verbanden    'ist.

   Die     Selbst-          induktionsspule        L=    ist mit Hilfe der Kapa  zität C zu     einem        Schwingungskreis        erg;inzt         und ist anderseits mnit einer Selbstinduktions  spule L1 gekoppelt, welche eine schwin  gende Spannung zwischen der Glühlampe G  und der Netzelektrode N aufrecht erhält und  dadurch in der an sich bekannten Weise die  Enitstelhung der Schwingung veranlasst.  



  Eine dritte Ausführungsform des Ver  fahrens ist in Fig. 3 dargestellt. Hier wird  der     Kathodenstrahl,    welcher an der mit K  bezeichneten Stelle entsteht, stufenweise     be-          schleunigt.    Das den     Kathodenstrahl    beschleu  nigende Feld ist nämlich mit Hilfe der  Blende B so unterteilt,     dass    der     Kathoden-          strahl    zwischen K und B durch eine ent  sprechende Spannung zwischen K und B die  erste geringeBeschleunigung erfälhrt,dann aber  zwischen B und A endgültig durch eine grössere  Spannung zwischen B und A auf seine volle     Ge-          sclhwindigkeit    beschleunigt wird.

   Zwischen  h und B befinden sich die beiden     Ahlen-          kungsplattcn    P1 und P2 zwischen welchen  eine hochfrequent sclhwingende E. M. K. auf  recht erhalten wird. Dadurch wird verursacht,  dass, wenn gewisse Spannungsdifferenzen  zwischen P1 und P2 bestehen, der Kathoden  strahl abgelenkt wird und auf die Blende B  fällt, während zu andern     Zeitpunkten    der  Kathodenstrahl frei durch die Offnung in B  hindurchtritt und aulf die Antikathode A  gelangt. Dadurch wird eine fmnit erhöhter  Frequenz lpulsierendle Belastung des     Brenn-          fleckes,    also auch die erfindungsgemässe Aus  lösung der Röntgenstrahlung, bedingt.

   Selbst  verständlich kann die Beschleunigung des       Kathodenstrahls,    anstatt in den zwei Stufen  K B und B A, noch in drei oder noch     melh-          reren    ebensolchen Steifen erfolgen. Ferner  kann an Stelle des elektrostatischen. zwi  schen P1 P2 schwvingenden Feldes ein elektro  magnetisches angeordnet werden, einfach,  indem die Röhre in die Nähe einer Spule  oder     zwischen    zwei Spulen gebracht wird,  welche von dem     Strome        höherer    Frequenz  durchflossen werden. Dann erfolgt die Ab  lenkung des Kathodenstrahls in demn elektro  magnetischen Wechselfelde.  



  Die Aufrechterhaltung der zur stufen  weisen Beschleunigung des     Kathodenstrahls       erforderlichen Spannungen kann durch ver  schiedene Schaltanordnungen verwirklicht       werden.    In der Figur ist eine der möglichen  Schaltungen angedeutet. Die Sekundärspule  des Röntgentransformators TR ist in zwei  ungleiche Teile unterteilt. Die eine, kleinere  Unterteilung liefert den Spannungsabfall in  der ersten Beschleunigungsstufe des Katho  denstrahls, also zwischen K und B. Die  randere, grössere Unterteilung liefert die  Spannung zwischen B und A. Die schwin  gende Potentialclifferenz zwischen P1 und P2  wird von der Selbstinduktionsspule L2 ge  liefert, in welcher eine entsprechend schwin  gende E. M. K. von der mnit einem nicht nä  her angedeuteten Schwingungskreise zusam  menhängenden Spule L1 induziert wird.

   Die  Verbindung zwischen dem Röntgentransfor  mator TR und der Spule L2 kann in der aus  der Figur ersichtlichen Weise hergestellt        -erden,    indem der Teilpunkt des Transfor  mators     TI    mit dem     Mittelpunkte    S von     L,          verbunden        wird;        es        bestehen    aber offenbar  auch andere     Schaltungsmöglichkeiten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von Röntgen strahlen, dadurch gekennzeichnet. dass inner- lialb einer Röhre extremen Tiefdruckes in dein Raum.
    in welchem eine Entladuüg be steht, ein mit einer die gewöhnliche Fre quenz des technischen Wechselstromes (bis 125 sekundlich) überschreitenden Frequenz schwingendes Feld derartig angeordnet ist, class dem auf dein Brennfleck aufprallenden, in seinem Verlaufe zwischen Kathode und Antikathode beschleunigten Kathodenstrahl sich zeitliche Änderungen im Talfite der er höhten Frequenz übertragen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gelcennzeiclinet, dass das mit erhöhter Frequenz schwingende Feld durch An- legung einer schwingenden Spannung von erhöhter Frequenz zwischen Kathode und Antikathode der Röhre erzeugt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den strahlen- erzeugenden Elektroden zwar ruhende oder mit niedriger Frequenz schwingende Spannung anliegt, ausserdem aber das mit höherer Frequenz schwingende Feld als elektrostatisches Hilfsfeld angeordnet ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an den strahlen erzeugenden Elektroden zwar ruhende oder mit niedriger Frequenz schwingende Spannung anliegt, das mit höherer Fre quenz schwingende Feld aber als beson deres Hilfsfeld in Gestalt eines elektro magnetischen Wechselfeldes angeordnet ist, welches von ausserhalb des Vakuums angeordneten Spulen herrühren kann. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lilienfeldröhre benutzt wird, an deren strahlenerzeugen den Elektroden ruhende oder mit niedri ger Frequenz schwingende Spannung an liegt, deren Zündentladung aber ein mit der höheren Frequenz pulsierender Cha rakter verliehen wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Zündteil der Lilienfeldröhre zwi schen Glühlampe und Lochkathode eine Netzsonde angeordnet wird, an welche derart ein schwingendes Potential erteilt wird, dass die Zündentladung einen mit erhöhter Frequenz pulsierenden Charakter erhält. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kathodenstrahl in dem Felde einer stehenden Gleiehspannung oder einer Weclhelspannung niedriger Frequenz be schleunigt wird, während er durch clas mit höherer Frequenz sehwingende Hilfs feld in einem Teile seiner Bahn beeinflusst wird, in welchem er nur einen geringen Teil seiner endgültigen Geschwindigkeit besitzt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kathodenstrahl in zwei oder meh reren Stufen beschleunigt wird und das Hilfsfeld auf einer Stufe geringer Ge schwindigkeit derart angeordnet ist, dass der Kathodenstrahl im Takte der höheren Frequenz abwechselnd in seinem Wege auf die Antikathode zu aufgehalten wird und dann stossweise -wieder auf die Anti kathode aufprallt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Röhre eine hlendenartige Vorrichtung angeordnet ist und der Kathodenstrahl, bevor er durch die Offnung in der Blende durchtritt, dem Einfluss des mit höherer Frequenz schwin- genden Feldes unterworfen wird, derart, dass nur heim Bestehen eines gewissen Wertes dieses Wechselfeldes der Iatho- denstrahl durch die Blendenöffnung hin durchtreten und auf die Antikathode auf prallen tann.
CH84524A 1919-04-04 1919-04-04 Verfahren zur Erzeugung von Röntgenstrahlen CH84524A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH84524T 1919-04-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH84524A true CH84524A (de) 1920-05-17

Family

ID=4340576

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH84524A CH84524A (de) 1919-04-04 1919-04-04 Verfahren zur Erzeugung von Röntgenstrahlen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH84524A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE966270C (de) Elektronenentladungseinrichtung zur Erzeugung von ultrahochfrequenten Schwingungen
DE477498C (de) Anordnung zur Erzeugung von verhaeltnismaessig harten Roentgenstrahlen ohne Verwendung hoher Spannungen
DE846754C (de) Verfahren und Einrichtung zur Beschleunigung von geladenen Teilchen, insbesondere Elektronen
CH284921A (de) Vorrichtung zur Erzeugung von Röntgenstrahlen.
CH84524A (de) Verfahren zur Erzeugung von Röntgenstrahlen
DE927156C (de) Verfahren zur Erzeugung von elektrischen Schwingungen
AT84051B (de) Verfahren zur Erzeugung von Röntgenstrahlen.
DE2819111A1 (de) Gasentladungs-schaltroehre mit gekreuzten feldern und verfahren zum einschalten einer solchen schaltroehre
DE3874386T2 (de) Vakuum-lichtbogen-ionenquelle.
DE730628C (de) Elektronenroehre zur Erzeugung oder Verstaerkung elektrischer Schwingungen
DE331932C (de) Verfahren zur Erzeugung von Roentgenstrahlen
AT151779B (de) Vervielfacher mit getrenntem Vervielfacher- und Sammelraum.
DE695439C (de) Anordnung zur Gleichrichtung von hochgespanntem niederfrequentem Wechselstrom
DE495466C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erniedrigung des Spannungsgefaelles in gasgefuellten Entladungsroehren
DE370443C (de) Verfahren zum Betriebe von Roentgenroehren
DE880323C (de) Kathodenstrahl-Rueckkopplungsgenerator mit Geschwindigkeits-steuerung und Anregung eines Resonanzkreises im Brennpunkt der Phasenfokussierung
DE681990C (de) Verfahren zur Erzeugung von Schwingungen, zur Verstaerkung oder zur Modulation, unter Benutzung einer dynamischen Sekundaerelektronenroehre
AT155226B (de) Einrichtung zum Verstärken bzw. Erzeugen elektrischer Schwingungen besonders hoher Frequenz.
DE548141C (de) Anordnung zur Aufzeichnung von elektrischen Impulsen und Erreichung grosser Kathodenstrahlintensitaeten
DE314201C (de)
CH617557A5 (en) High-frequency electron accelerator
DE693547C (de) Roentgenroehrenanordnung
DE723907C (de) Unstetig steuerbarer Gasentladungsapparat zur Erzeugung von Schwingungen hoher Frequenz
DE879399C (de) Elektronenroehre zur Erzeugung, Verstaerkung und Modulation elektrischer Schwingungen
AT157215B (de) Dynamischer Vervielfacher.