CH84828A - Einrichtung zur Röntgenstrahlenerzeugung. - Google Patents

Einrichtung zur Röntgenstrahlenerzeugung.

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CH84828A
CH84828A CH84828DA CH84828A CH 84828 A CH84828 A CH 84828A CH 84828D A CH84828D A CH 84828DA CH 84828 A CH84828 A CH 84828A
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Aktiengesellschaft Rein Schall
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Reiniger Gebbert & Schall Akti
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  Einrichtung zur Röntgenstrahlenerzeugung.    Für manche Anwendungen der Röntgen  strahlen, so vor allem in der Krankenbehand  lung mittelst Röntgenstrahlen, kommt es  darauf an, möglichst harte, durchdringungs  fähige Röntgenstrahlen zur Verfügung zu  haben. Ein Mittel, um harte Röntgenstrahlen  zu erzeugen, besteht darin, die Gasverdün  nung in der Röntgenröhre weit zu treiben,  das heisst eine sogenannte harte Röntgen  röhre zu verwenden und hohe elektrische  Spannungen auf die Röntgenröhre wirken  zu lassen.

   Dabei erreicht man jedoch bei den       bekannten        Röntgenröhren        bald    eine Grenze  der Glasverdünnung, oberhalb deren - wenn  nicht die Röntgenröhre durch     besondere     Hilfsmittel, wie Glühkörper, künstlich weg  sam gemacht wird - eine Entladung durch  die Röntgenröhre nicht mehr hindurchgeht,  sondern die auf die Röntgenröhre     wirkende     Spannung sich ausserhalb der Röntgenröhre,  etwa durch Überschlagen zwischen den bei  den Stromzuleitungsstellen der Röntgenröhre,  ,gleicht.

   Obendrein erfolgt dieser     Span-          #        -tu3    2n       nungsausZleich    vorwiegend     längs    der<B>Glas-</B>  
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    und <SEP> führt <SEP> so- <SEP> leicht <SEP> zum <SEP> Durch  sclilago,n <SEP> der <SEP> Glaswand <SEP> der <SEP> Röntgenröhre.
<tb>  Ist <SEP> diese <SEP> (-Trenze <SEP> der <SEP> Gasverdünnung <SEP> er  reiclil-, <SEP> @o <SEP> bringt <SEP> somit <SEP> das <SEP> Anlegen <SEP> auch
<tb>  noch <SEP> so <SEP> hoher <SEP> elektrischer <SEP> Spannungen <SEP> an <SEP> die
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<tb>  R@>ntgenr < ilue <SEP> spricht <SEP> nicht <SEP> mehr <SEP> an, <SEP> liefert
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<tb>  noi-li <SEP> vor <SEP> denn <SEP> Erreichen <SEP> dieser <SEP> GTrenze <SEP> der
<tb>  @l;isverdünnun <SEP> g <SEP> wird <SEP> der <SEP> Betrieb <SEP> der <SEP> Rönt  genröhre. <SEP> augenscheinlich <SEP> durch <SEP> elektrische
<tb>  Ladungen, <SEP> welche <SEP> ihre <SEP> Teile <SEP> annehmen, <SEP> un  re@elni:i@i@ <SEP> und <SEP> unsicher.
<tb>  hin <SEP> Fortschritt <SEP> wird <SEP> liier <SEP> durch <SEP> die <SEP> Er  findung <SEP> herbeigeführt, <SEP> der <SEP> gemäss <SEP> ein <SEP> mit <SEP> der
<tb>  Erle <SEP> verbundei:

  er <SEP> Leiter <SEP> innerhalb <SEP> der <SEP> Röhre,
<tb>  al@cr <SEP> ausserhalb <SEP> jeder <SEP> Kegelfläelie <SEP> angeordnet
<tb>  ist, <SEP> welche <SEP> ihre <SEP> Spitze <SEP> im <SEP> Schnittpunkte <SEP> der
<tb>  Hauphkathodenstrahlenrichtung <SEP> mit <SEP> der
<tb>  @lntikatliodenfläelie, <SEP> also <SEP> im <SEP> sogenannten
<tb>  13renipuinhte <SEP> der <SEP> Röntgenröhre, <SEP> hat <SEP> und <SEP> als
<tb>  (fffiningswinlzel <SEP> den <SEP> grössten <SEP> Winkel <SEP> auf  weist, <SEP> clen <SEP> die <SEP> gerade <SEP> Verbindungslinie <SEP> vom
<tb>  Brennpiinld;e <SEP> zur <SEP> Hindurchführungsstelle         irgendeines mit der Antikathode oder der  Anode elektrisch verbundenen Leiters durch  die Röhrenwandung mit der Hauptkathoden  strahlenrichtung einschliesst.  



  Zur Veranschaulichung sind zwei Aus  führungsbeispiele der Einrichtung in der  Zeichnung. Fig. 1 und 2, schematisch dar  gestellt. In beiden ist a die Röntgenröhre,  b die Kathode, c ihre Antikathode. In     bei-          dun    Fällen ist hier die Röntgenröhre a auch  noch reit einer Anode d versehen. e ist der  mit der Erde f verbundene Leiter.

   Dieser  befindet sich in leiden Fällen ausserhalb der  Kegelfläche vom Öffnungswinkel a, dessen  einer Schenkel die Hauptkathodenstrahlen  richtung ist, während sein anderer Schenkel  die Verhindungslinie des Brennpunktes g mit  der am weitesten von der Hauptkathoden  strahlenrichtung abliegenden Hindurchfüh  rung@stelle h eines mit der Antikathode c  oder der Anode d leitend verbundenen Lei  ters, da s ist im Falle der Fig. 1 der Anti  kathode c selbst, im Falle der Fig. 2 der  Anode d, ist. Fehlt in der Ausführungsform  nach Fig. 2 die besondere Anode d - die  Antikathode c würde dann, wie bekannt,  selbst als Anode zu schalten sein -, so ver  schwindet der Winkel a,. die Kegelfläche  schrumpft in eine Gerade, die Hauptkathoden  strahlerrichtung, zusammen.

   Massgebend für  die Grösse des Winkels a ist in allen Fällen  die Mitte der praktisch ja stets eine endliche  Ausdehnung aufweisenden Durchführung.  



  Wie der Versuch ergibt, ermöglicht es  die Erfindung, Röntgenröhren auch noch bei  so weitgehender Gasverdünnung, dass sie  sonst nur schwer oder überhaupt nicht mehr  ansprechen würden, also mit besonders hohen  Spannungen zu betreiben und damit beson  ders harte Röntgenstrahlen zu erzeugen. Der  Betrieb erweist sich dabei als sicher und frei  von jeder Unregelmässigkeit, die Durch  schlagsgefahr für die Glaswand ist bedeu  tend vermindert. Auch wenn es sich nicht  um die Erzeugung besonders harter Röntgen  strahlen handelt, ist die Anwendung der er  läuterten Einrichtung wegen der durch sie  bewirkten Vergrösserung der Sicherheit und    Regelmässigkeit des Röntgenröhrenbetriebe  vorteilhaft.  



  Bei der neuen Einrichtung wird, wie der  Versweh bestätigt, auch die Wandung der  Röntgenröhre in der Umgebung der Hin  durehführungsstelle des auf das niedrige Po  tential     gebrachten    Leiters auf so     niedrigem     Potential erhalten, dass sie mit dem lebenden  Körper ohne Schaden für diesen und mit Lei  tern niedrigen Potentials überhaupt in     Be-          rührnüg    gebracht werden kann, ohne ihrer  seits gefährdet zu werden.  



  Dies ermöglicht es, die Röntgenröhre so  auszubilden, dass sie unbedenklich selbst zum  Teil in Höhlen des lebenden Körpers ein  geführt werden kann, wie dies zur wirksamen  Krankenbehandlung erwünscht ist. Die bis  herigen Vorschläge, einen Teil der Röntgen  röhre in die zu behandelnde Körperhöhle ein  zuführen, scheiterten sowohl all den elektri  s@hen Ladungen und den hierdurch ver  ursachten hohen Potentialbeträgen, welche  die Wandung der Röhre annahm und durch  deren Ausgleich durch den lebenden Körper  hindurch dieser elektrische Schläfe erhielt,  als auch an der praktischen Unmöglichkeit,  den in die Körperhöhle eingeführten Teil der  Röntgenröhrenwandung ausreichend zu küh  len.

   Liess man diesen Teil nämlich durch  Wasser, beispielsweise voll einer Wasser  leitung aus, umspülen, so bewirkte das Her  anbringen des Wassers als eines auf clem  Erdpotential befindlichen Leiters, dass die  Wandung der Röntgenröhre durchschlagen  und dadurch die Röntgenröhre unbrauchbar  wurde.  



  Vorteilhaft wird daher bei der neuen Ein  richtung eine Röntgenröhre benutzt, deren  Wandung in ihrem im Röntgenstrahlenbündel  der Röntgenröhre liegenden Teil eine zum  Einführen in Körperhöhlen geeignet ge  formte Austülpung besitzt, in deren Bereich  der auf     niedrigem    Potential zu haltende L     ei-          ter    innerhalb der Röntgenröhre so angebracht  ist,

   dlass er die Bahn der Röntgenstrahlen on  der Antikathode     durch    die     Au@stiilhiin-          hindurch    nach aussen im     wesentlichen        frei-          IM.    Der Leiter     kann    zu     dieseln        Zweck    etwa      die Testalt eines oder mehrerer die Mantel  fläche der Ausstülpung durchsetzender kur  zer Stifte oder eines in die Ausstülpung,  gleichachsig mit ihr, eingesetzten Ringes  oder Rohres von nur wenig kleinerem Durch  messer als demjenigen der     Ausstülpung    selbst  erhalten.  



  Ein Beispiel für diese Ausführungsform  der neuen Einrichtung ist in der Abbildung  F ig. 3 schematisch dargestellt. Die Röntgen  röhre a, die beispielsweise eine gewöhnliche  Kathode h und Antikathode c besitzt, ist  mit einer in der Richtung der von der Anti  kathode c ausgehenden Röntgenstrahlen ver  laufenden Ausstülpung h versehen, durch  deren Mantelfläcbe hindurch die Metallstifte i  in das Röhreninnere hineinragen, die das  Metallrohr r in solcher Lage festhalten, dass  die Bahn der Röntgenstrahlen durch die     Aus-          stülpung    nach aussen nicht wesentlich ver  legt wird.

   Die Ausstülpung h ist doppel  wandig ausgeführt, und der Zwischenraum  zwischen ihren beiden Wandungen wird von  der Wasserleitung k aus mit Kühlwasser ver  sorgt, das die Innenwandung der     Ausstül-          pung    h umspült und sodann bei m abfliesst.  Das Wasser bildet zugleich die Verbindung  der in das Röhreninnere ragenden Leiter i  mit der Erde.  



  Dank dieser Anordnung mit ihren auf  niedrigem Potential gehaltenen, innerhalb der  Röntgenröhre befindlichen Leitern<I>i</I> und<I>r</I>  geht die Kühlung der Röhrenwandung so  wohl, als auch die Krankenbehandlung mit  der in Körperhöhlen eingeführten Röntgen  röhre anstandslos vor sieh, ohne dass der Pa  tient elektrische Schläge erhielte oder die  Röntgenröhre gefährdet würde.  



  Aus der bereits erwähnten Tatsache, dass  bei der neuen Einrichtung auch die Wan  dung der Röntgenröhre in der Umgebung der  Hindurchführungsstelle des auf das niedrige       Potential        gebrachten    Leiters auf niedrigem  Potential erhalten wird, lässt sich auch sonst  noch Nutzen ziehen. Mit Vorteil bringt man  nämlich die zum Ergänzen des Gasinhaltes  der Röntgenröhre dienende sogenannte Re-    generiervorrichtung, wenn es eine solche von  jener an sich bekannten Art ist, die durch  Erwärmen zur Wirkung gebracht wird, in  der Umgebung der Hindurchführungsstelle  des auf niedrigem Potential befindlichen  Leiters durch die Röhrenwandung an und  heizt sie auf elektrischem Wege.  



  Diese Ausführungsform der neuen Ein  richtung ist in der Abbildung Fig. 4 schema  tisch dargestellt. In die Röntgenröhre a ist  der mit der Erde verbundene Leiter n ein  gesetzt. Nahe seiner Durchtrittsstelle o durch  die Glaswandung der Röntgenröhre ist die  Regeneriervorrichtung, hier ein aussen ge  schlossenes Palladiumröhrchen p, das beim  Erwärmen Luft durch seine Wandung     hin-          dureb    in das Innere der Röntgenöhre treten       lässt,    angebracht.

   Das Röhrchen bildet hier  selbst einen Teil des Heizstromkreises, der  ausserdem noch in an sich bei Einrichtungen  zur elektrischen Heizung bekannter Weise  die Sekundärwicklung des von einer passen  den Stromquelle g aus gespeisten     Heiztrans-          formators    s enthält. Statt dessen würde die  elektrische Heizung auch in irgendwelcher  andern Art, etwa     mittelst    eines um das Röhr  chen p gewickelten Widerstandsdrahtes. zur       Wirkung    gebracht werden können.  



       Dadurch,    dass sich das Röhrchen     p@   <I>-</I>  wegen seiner Nähe an dem geerdeten Lei  ter     n    - auf niedrigem Potential befindet. ist  auch die Heizvorrichtung von Hochspannung  frei. was ein     wichtiger    praktischer Vorteil  ist.     Man    kann so als     Heizvorrichtung    ent  weder, wie     hier,    einen gewöhnlichen kleinen  Transformator oder irgendeines der bekann  ten Mittel benutzen, beispielsweise die Strom  kreise.

   sei es das Strassennetz, eine     Akku-          inulatorenbatterie    oder passende     Dyna.mo-          inaschine,    unmittelbar an den     Heizwider-          stand    anschliessen.

   Das     Offnen    und Schlie  ssen des Heizstromkreises zum In- und     Ausser-          wirkungsetzen    der     Heizung    kann an dem  Sehalter t von Hand oder irgendwie     sonst,          etwa.        mittelst    der Einrichtung nach dem       deutschen    Patent     Nr.    29282?, selbsttätig er  folgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Röntgenstrahlenerzeugung, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit der Erde verbundener Leiter innerhalb der Röntgenröhre, aber ausserhalb einer Kegel fläche angeordnet ist, welche ihre Spitze im Schnittpunkte der Hauptkathodenstrahlen richtung mit der Antikathodenfläche, also im Brennpunkte der Röntgenröhre, hat und als Öffnungswinkel den Winkel aufweist, den die gerade Verbindungslinie des Brenn punktes und der am weitesten von der Hauptkathodenstrahlenrichtung abliegenden Durchführungsstelle irgendeines mit der Antikathode oder der Anode der Röntgen röhre elektrisch verbundenen Leiters mit der Hauptkathodenstrahlenrichtung einschliesst. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, bei welcher für die Zwecke der Kranken behandlung zur Einführung eines Teils der Röntgenröhre in Körperhöhlen die Wandung der Röhre eine in der Rönt- genstrahlenrichtung verlaufende Ausstül- pung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb oder nach dieser Ausstül- pung der auf niedrigem Potential zu er haltende Leiter angebracht ist. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, bei welcher die Aus- stülpung zwecks Hindurchleitens eines Kühlmittels doppelwandig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der auf nie drigem Potential zu erhaltende Leiter aussen mit dem leitenden und geerdeten Kühlmittel in Berührung steht. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, bei welcher die Röntgenröhre eine durch Er wärmen zur Wirkung zu bringende Regeneriervorriehtung aufweist, gekenn zeichnet clurcb Anbring ing der elektrisch geheizten Regeneriereorrichtung in der Umgebung des auf niedrigem Potential zii erhaltenden Leiters.
CH84828D 1916-07-31 1919-07-30 Einrichtung zur Röntgenstrahlenerzeugung. CH84828A (de)

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