CH85186A - Hochdruckturbinenanlage mit offenem Schacht. - Google Patents

Hochdruckturbinenanlage mit offenem Schacht.

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CH85186A
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CH
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sep
turbine
shaft
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pressure turbine
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Siemens-Schuckert Werk Haftung
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  Hochdruckturbinenanlage mit offenem Schacht.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Hochdruckturbinenanlage mit offenem  Schacht, in welcher der Schacht von kreis  runden Eisenrohren gebildet wird, welche  mit dem Schützeneinlauf einen zusammen  hängenden Eisenkörper bilden und mit dem  in Gussbeton ausführbaren Mauerwerke der  Gebäude und Verkleidungsmauern durch  innige Verankerungen zu einem standfesten,  zusammenhängenden Ganzen vereinigt sind.  



  An Versuchen, Schächte für Hochdruck  turbinen offen auszuführen, hat es nicht ge  fehlt. Man wollte die Tiefe der Turbinen  kammerschächte steigern, indem man deren  Wände aus Eisenbeton herstellte und mit  einem besonders widerstandsfähigen Port  landzementputz auf Stahldrahteinlagen ver  sah. Die notwendige Wasserdichtheit wird  aber bei dieser Bauart nicht gewährleistet,  ganz abgesehen davon, dass sich durch einen  solchen Putz höchstens noch Kammertiefen  von etwa 1O m erreichen lassen.  



  Oder man dachte an eine Auskleidung  der viereckigen Turbinenschächte in Eisen-    blech. Hierbei blieben aber unüberwind  liche Schwierigkeiten in statischer Bezie  hung bestehen, welche erst     durch    die vor  liegende Erfindung behoben werden.  



  In beiliegender Zeichnung ist beispiels  weise eine Ausführungsform einer Hoch  druckturbinenanlage gezeigt; darin ist Fig.1  ein senkrechter Längsschnitt, Fig. 2 ein ho  rizontaler Querschnitt auf Höhe der Schüt  zeneinläufe und Fig. 3 ein Detail.  



  T1 ist der Turbinenschacht, an welchen  die Gebäulichkeiten der Kraftanlage ange  lehnt sind, wobei M1 den Maschinenraum  und S1 den Schalterraum andeutet. W be  zeichnet den     Oberwasserkanal    und     K    den  Schützeneinlauf.     Dieser    ist. mit. dem. Tur  binenschacht mit Eisen verkleidet in der  Weise,     class    die     Verkleiclung-    einen     zusam-          menhängenden        Eisenkörper    bildet von aus  reichender     Widerstandsfähigkeit,    um die  auftretenden Drücke aufzunehmen.

   Dieser  Eisenkörper ist. in     rig.    3 gezeigt, der  Schachtquerschnitt ist kreisrund und dient  der umgebende     Betonguss    nur als Futter-      mauer, mit welcher und mit dem an die  Schächte anschliessenden Gebäudemauer  werk der Eisenkörper A durch Verankerun  gen zu einem Ganzen vereinigt ist, welches  vermöge seiner Breitenausdehnung und  seinem Gesamtewichte grosse Standfestig  keit aufweist.  



  Die innige Verbindung der Blechzylinder  mit dem gesamten Mauerwerk ist wesent  lich für die neue Bauart gemäss der Erfin  dung. Wenn man daran denken wollte,  freie Eisengehäuse aufzustellen, wie etwa  bei Wasserreservoiren, so wäre die gezeigte  Anordnung nicht möglich; man braucht als  notwendiges Glied auch die Betonumman  telung der erwähnten Zylinder und die  durch innige Verankerung bewirkte Heran  ziehung des übrigen     Eisenbetonmauerwer-          kes    der gesamten Turbinenanlage schon  wegen der grossen Erschütterungen beim  Inbetrieb- und Ausserbetriebsetzen der offe  nen Hochdruckschächte.

   Den Widerstand  gegen Wasserdruck gibt das kreisförmige  Eisenrohr; die Gussbetonummantelung ist  dazu da, an der     richtigen    Stelle die nötige  Masse zu liefern, um den Erschütterungen  zu begegnen. Die Verankerungen bewirken,  dass das Ganze ein zusammenhängendes  System bildet.  



  Daraus ergeben sich folgende Vorteile:  a) in wasserbaulicher,  b) in maschineller, und  c) in allgemein wirtschaftlicher Hinsicht.  Zu a): Wasserschloss- und Turbinen  schächte können sehr nahe zusammenge  baut werden.  



  Wie die Fig. 2 ausweist, wird als Folge  der Eisenverkleidung sowohl die Länge L,  als besonders die Breite B der gesamten  Kraftstation wesentlich verringert, weil die  Mauerstärke w zwischen Schächten und  Gebäulichkeit und die Wandstärke s zwi  schen den Turbinenkammern sehr gering  gehalten werden können.  



  Hand in Hand damit geht ein grosser  Raumgewinn für die Schaltraumanordnung  S1 über dem Maschinenhaussaal M1 in An  lehnung an die Turbinenschächte. Gerade    diese     Schaltraumanordnung    über dem Ma  schinensaal direkt an die Schächtmauern  anlehnend konnte man bei der bisher üb  lichen Ausführungsart nicht wagen, weil die  bisherigen drei und mehr Meter starken  Stützmauern sowohl wasserundicht waren,  als auch infolge von unvollkommenem und  ungleichmässigem Wärmeaustausch und an  dern Umständen Schwitzwasser und starke  Feuchtigkeit zeigen. Die Wasserdichtheit  wird bei der neuen Anordnung in ausge  zeichneter Weise durch die Eisenkörper  der Schächte, die mit dem Eisenkörper des  Schützeneinlaufes zusammenhängen, er  reicht (Fig. 3).  



  Zu b): Die neue Anordnung zeigt. zum  Beispiel gegenüber den     Kesselturbinensta-          tionen    den grossen Vorteil, dass die Turbinen  nicht mehr im Maschinensaal in einem  eisernen Gehäuse stehen, welches immer  feucht ist, bei Montagen sehr schwer zu  gänglich bleibt und eine schlechte Raum  ausnutzung zur Folge hat. Bei der neuen  Anordnung bleiben die Turbinen in offe  nen, sogenannten Hochdruckschächten T1  ähnlich wie bei gewöhnlichen offenen  Schachtturbinenstationen; sie können in  diesen Schächten ein- und ausgebaut wer  den, was für Bau und Reparaturen ein sehr  grosser Vorteil ist.  



  Weitere Vorteile in motorischer Bezie  hung sind die besseren     Wirkungsgrade    we  gen des Wegfalles der Beschleunigungsver  luste, die man bekanntlich in der Rohrlei  tung hat, und wegen des Wegfalles der  dort auftretenden Reibungsverluste. Dieses       kommt    zum Ausdruck in den besseren Lei  tungsergebnissen des gesamten     motorisch#_@n     Teils.  



  Zu c): In wirtschaftlicher Beziehung er  geben sich- die Vorteile der     Verwendung        des     billigen     Gussbetons    an Stelle von Mauerwerk  oder     Stampfbeton;    ferner hat man auch eine  Ersparnis an Schalung, weil die Blechzylin  der die Rolle der Schalung übernehmen kön  nen. Mit dem     Vorstehenden    hängt der Vor  teil der rascheren     Mnulierstelliiiig    und da  mit eine     Ei#spai#nis    an Bauzinsen zusammen.

        Während bisher sämtliche existierenden  und denkbaren Wasserkraftstationen in  fünf gegeneinander abgegrenzte typische  Bauarten, wie aus der folgenden Aufstel  lung deutlich wird, unterschieden waren,  werden infolge der Erfindung nur noch vier  solcher Bauarten zu zählen sein. Nicht nur    wird eine grosse, ziemlich unvorteilhafte  Bauart, nämlich die Type III, durch die  Erfindung vermieden, es wird auch die  Möglichkeit geschaffen, dass in Zukunft die  so überaus günstige Bauart der Type II der  Niederdruckwasserkraftstationen bis weit in  das Gebiet der Type IV der Hochdruck  stationen hinaus ausführbar wird.

    
EMI0003.0001     
  
    Ungefähre <SEP> obere
<tb>  Haupteinteilung <SEP> Type <SEP> Bauart <SEP> Grenze <SEP> des <SEP> Bemerkungen
<tb>  nach <SEP> Rümelin <SEP> Gefälles <SEP> H
<tb>  im <SEP> Mittel
<tb>  Niederdruck- <SEP> Type <SEP> I <SEP> Offene <SEP> H <SEP> = <SEP> 4 <SEP> m
<tb>  anlagen <SEP> Turbinen  Stationen <SEP> mit
<tb>  Abtrieborganen
<tb>  Type <SEP> II <SEP> Offene <SEP> 10
<tb>  Schachtturbinen  anlagen
<tb>  Hochdruck- <SEP> Type <SEP> III <SEP> Kesselturbinen- <SEP> 30 <SEP> Von <SEP> einigen
<tb>  anlagen <SEP> anlagen <SEP> werden <SEP> die <SEP> An  Type <SEP> IV <SEP> Spiralturbinen- <SEP> 150 <SEP> lagen <SEP> der <SEP> TypeIII
<tb>  als <SEP> Mitteldruck  anlagen <SEP> anlagen
<tb>  Type <SEP> V
<tb>  Freistrahl- <SEP> heute <SEP> bis <SEP> 1650 <SEP> m <SEP> bezeichnet.
<tb>  turbinenanlagen       Wenn der Höhenunterschied zwischen  dem 

  Oberwasserspiegel und dem Unter  wasserspiegel 10 bis 30 Meter beträgt, so  kann die Anlage künftig doch noch nach  der Bauart der offenen Schachtturbinen aus  geführt werden (Type II), in welchem Falle  bisher entweder Kesselturbinenanlagen  (Type<B>111)</B> oder     Spiralturbinen    (Type IV)  ausgeführt werden mussten.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRUCI3 Hochdruckturbinenanlage mit offenem Schachte, dadurch gekennzeichnet, dass der Schacht von kreisrunden Eisenrohren ge bildet wird, welche mit dem Schützenein lauf einen zusammenhängenden Eisenkör per bilden und mit dem in Gussbeton aus führbaren Mauerwerk der Gebäude und Verkleidungsmauern durch innige Ver ankerungen zu einem standfesten zusam menhängenden Ganzen vereinigt. sind.
CH85186D 1918-07-11 1919-06-10 Hochdruckturbinenanlage mit offenem Schacht. CH85186A (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE85186X 1918-07-11

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CH85186A true CH85186A (de) 1920-07-16

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CH85186D CH85186A (de) 1918-07-11 1919-06-10 Hochdruckturbinenanlage mit offenem Schacht.

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