CH243536A - Verfahren zur Herstellung einer Betonkammer für Wasserturbinen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Betonkammer für Wasserturbinen.Info
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B9/00—Water-power plants; Layout, construction or equipment, methods of, or apparatus for, making same
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Betonkammer für Wasserturbinen. Die Wasserzuführung zu den Turbinen kann je nach Gefälle und Grösse der Anlage auf verschiedene Weise erfolgen. Bei kleinen Anlagen und niederem Gefälle steht bei- spielsweise die Turbine in einer einfachen prismatischen Kammer, während sie bei den grössten Gefällen in einem Stahlgussgehäuse untergebracht wird. Bei grossen Niederdruckanlagen ist es heute üblich, sogenannte Betonspiralen zur Erzie lung einer hydraulisch günstigen Wasser zuführung vorzusehen. Die Decke dieser Spirale hat aus Gründen der Zugänglichkeit der Turbinenteile in der Mitte eine Öffnung und ist an den Wänden aufgelagert bezw. mit diesen steif verbunden. Die Übertragung der Kräfte infolge Eigengewicht, Maschinenlast und Wasser druck ,erfolgt entweder durch die Spiralen decke unmittelbar auf die Seitenwände oder bei grösseren Anlagen zum Teil auch über einzelne Punkte, die am Umfang der mittle- ren Öffnung der Spirale als sogenannte Stützschaufeln angeordnet sind. Solange der Wasserdruck im Innern der Spirale gering ist, überwiegt in allen Be triebsfällen das Eigengewicht und die Ma schinenlast derart, da.ss die Stützschaufeln nur Druck erhalten. Bei grösseren Innen drücken und schwächeren Spiralendecken da gegen kann es vorkommen, dass in den Stütz schaufeln bedeutende Zugkräfte auftreten, die zu baulichen Schwierigkeiten führen und eine besondere Verankerung zur Überleitung der Zugkräfte in den Beton erfordern. Bei der Ausführung kleiner Kraftwerke geht man im Turbinenbau meist so vor, dass im Unterbau knappe Aussparungen frei gelassen werden, die gerade zum späteren Versetzen der Eisenteile genügen. Bei grossen Turbinen kann man diesen Bauvorgang zwar auch beibehalten, er er fordert aber eine übermässig starke Aus bildung der als Kragplatte wirkenden Spi- ralendecke, oder man behilft sich in der Weise, dass man die Decke bis zum Einbau der Turbinenteile provisorisch abstützt. In beiden Fällen erhalten die später zu ver- setzenden Stützschaufeln der Turbine keine nennenswerte Belastung durch die Spiralen decke, um den bei hohen Innendrücken auf die Stützschaufeln zur Geltung kommenden Zugkräften entgegenwirken zu können. Man hat daher die Turbinenkammer zu nächst nur bis zur Höhe des untern Traver- senringes betoniert, dann einen Teil der Tur binenmontage (die sogenannte Vormontage) durchgeführt und nachher erst die Kammer samt Spiralendecke bezw. den übrigen Teil des Kraftwerkes hergestellt. Durch diese Bauweise werden zwar die Stützschaufeln im Betrieb tatsächlich entlastet, doch hat sie den Nachteil, dass die Baudurchführung durch die Turbinenmontage auf längere Zeit unterbrochen werden muss und überdies der Baufortschritt vom rechtzeitigen Anliefern der Eisenteile abhängig ist. Das Verfahren zur Herstellung einer Be tonkammer für Wasserturbinen gemäss der Erfindung besteht nun darin, dass die Beton kammer zunächst ohne Kammerdecke und Betonstützring für den Traversenring hoch geführt, später der Stützring für den Tra- versenring und nach erfolgtem Zusammen bau der Turbine die Kammerdecke betoniert wird. Der Einbau der Turbinenteile kann also zu beliebiger Zeit später begonnen und in einem Zuge bis zur Höhe des Schacht ringes fortgeführt werden. Auf der Zeichnung 'ist eine beispielsweise Ausführungsform einer nach dem erfin dungsgemässen Verfahren hergestellten Tur binenkammer veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Turbinenkammer nach Linie A-B der Fig. 2 und Fig. 2 einen Schnitt nach Linie C-D der Fig. 1. Die Turbine besteht in bekannter Art aus dem Laufrad 1, den Leitschaufeln 2 und den Stützschaufeln 3, auf welchen der obere Traversenring 4 aufliegt und die auf dem unteren Traversenring 5 aufruhen. Die Tra- versenringe 4 und 5 sind vermittels der Eisen; 6 bezw. 7 verankert. Das Laufrad 1 liegt unterhalb des Schachtringes 8 und oberhalb des Saugstutzens 9, wobei das Laufrad 1 von dem Laufradring 10 ummantelt ist. Der Betonaufbau besteht aus der Spiralen decke 11, der Spiralenwand 12, dem Saug rohr 13 und dem Einlauf 14. Die Spiralen wand 1 2 umschliesst die Spirale 15. Wie das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt, wird die Betonarbeit in der Weise durchgeführt, dass bis auf die Spiralen decke 11 und den meistens niedrigen Beton- abstützring 16 für den Traversenring 5 der in der Zeichnung schraffiert angedeutete Be tonbau einschliesslich des Einlaufes 14, der Spiralenwand 12 und des Saugrohres 13 in einem Arbeitsgang fertiggestellt wird. Die Spiralenivand 12 kann an der Einbaustelle für -die erst später herzustellende Spiralen decke 11 einen Ansatz a tragen. Demzufolge kann die Baudurchführung unabhängig von der Anlieferung der Eisenteile erfolgen und wird durch die Vormontage nicht unter brochen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Beton kammer für Wasserturbinen, dadurch ge kennzeichnet, da.ss die Betonkammer zunächst ohne Kammerdecke und Betonstützring für den Traversenring hochgeführt, später der Abstützring für den Traversenring und erst nach erfolgtem Zusammenbau der Turbine die Kammerdecke betoniert wird.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass. an der Kammerwand: zum späteren Anschluss der Kammerdecke ein Ansatz mitbetoniert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE243536X | 1943-03-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH243536A true CH243536A (de) | 1946-07-31 |
Family
ID=5921283
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH243536D CH243536A (de) | 1943-03-24 | 1944-03-20 | Verfahren zur Herstellung einer Betonkammer für Wasserturbinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH243536A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1080935B (de) * | 1953-06-12 | 1960-04-28 | Arno Fischer | Unterwasserkraftwerk mit horizontal oder geneigt angeordnetem Wasserfuehrungsrohr |
-
1944
- 1944-03-20 CH CH243536D patent/CH243536A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1080935B (de) * | 1953-06-12 | 1960-04-28 | Arno Fischer | Unterwasserkraftwerk mit horizontal oder geneigt angeordnetem Wasserfuehrungsrohr |
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