Staufferbüchse. Bei den in grossem Umfange zur Schmie rung von Maschinenteilen in Gebrauch be findlichen Staufferbüchsen ist von aussen nicht gut erkenntlich, wie tief der Büchsen deckel über den Aufnahmeteil herunterge schraubt, das heisst wie weit die Büchse schon entleert ist. In der Annahme, dass nur schwe rer Gang dem Tieferschrauben des Deckels entgegensteht, wird oft, trotzdem der Deckel bereits an seinem Hubende angelangt ist. ein gewaltsames Weiterdrehen desselben, sogar unter Zuhilfenahme von Rohrzangen und ähnlichen Werkzeugen versucht.
Unter die sen übermässigen Beanspruchungen leiden die ineinandergreifenden feinen Gewinde des Deckels, sowie des Aufnahmeteils ausseror dentlich, besonders wenn diese Büchsenteile aus Gusseisen hergestellt sind, das natürlich einer derartigen Beanspruchung nicht ge wachsen ist. Es werden auf diese Weise im Betriebe tatsächlich eine grosse Anzahl von Staufferbüchsen vorzeitig zerstört.
Diese Empfindlichkeit des Gewindes ist auf die bei der geringen, Steigung des Fein gewindes ausserordentlich starke Keilwirkung zurückzuführen, die eintritt, wenn der Deckel mit seiner Innenfläche auf den Boden des Aufnahmeteils gelangt.
Ganz besonders -wird diese Erscheinung dadurch verschärft, dass die Staufferbüchsen ausser dem Gewinde keine Bearbeitung zu erfahren pflegen, so dass Deckel und Aufnahmeteil nicht mit der gan zen einander zugekehrten Fläche aufeinander zu liegen kommen. sondern irgendwo an einer Stelle dieser unbearbeiteten Fläche mitein ander in Berührung gelangen und sich so örtlich gegeneinander pressen.
Mit der da durch gegebenen einseitigen Kippwirkung wird natürlich die Beanspruchung der Gewin degänge noch eine weit ungünstigere, indem dabei gewissermassen ein gewaltsames Ile- rauskanten aus den Gewindeg2,ingen eintritt.
Dieser Nachteil kann nicht dadurch besei tigt erden, class man den bedienenden Ar beitern als sichtbares Zeichen über den Fül- lungszustand der Büchse am Aufnahmeteil einen querstehenden Stift anbringt, dem sieh der Deckel beim Tieferschrauben nähert.
Bei der rauhen Behandlung, namentlich im Grubengetriebe, oder wenn die Büchsen an
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sch <SEP> :t <SEP> er <SEP> zugänglichen <SEP> und <SEP> schlecht <SEP> beleuch teten <SEP> Stellen <SEP> angebracht <SEP> sind, <SEP> genügt <SEP> ein <SEP> der blosses <SEP> Aufmerhsammachen <SEP> nicht.
<tb> Bei <SEP> --ewaltsainem <SEP> Weiterdrehen <SEP> des <SEP> auf <SEP> den
<tb> Si.ift <SEP> aufgetroffenen <SEP> Deckels <SEP> wird <SEP> dann <SEP> der
<tb> Stift- <SEP> abgebogen, <SEP> wobei <SEP> eine <SEP> derartige <SEP> Ver spainnung <SEP> zwischen <SEP> dem <SEP> Deckel <SEP> und <SEP> dem
<tb> Stift,-- <SEP> eintreten <SEP> kann, <SEP> dass <SEP> bei <SEP> Bemühungen,
<tb> den <SEP> Deckel <SEP> zwecks <SEP> Nachfüllung <SEP> abzuschrau ben,
<SEP> die <SEP> ganze <SEP> Staufferbüchse <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Ge wind- <SEP> des <SEP> Sclirnierlocbes <SEP> herausgeschraubt
<tb> wird. <SEP> Soweit <SEP> a';er <SEP> der <SEP> erwähnte <SEP> Querstift <SEP> ge nüende <SEP> @Videi@aandsfähigkeit <SEP> gegen <SEP> Bie gun <SEP> besitzt, <SEP> tritt <SEP> die <SEP> eingangs. <SEP> angeführte
<tb> Erselieinung <SEP> beim <SEP> Niederschrauben <SEP> auf <SEP> den
<tb> Stift <SEP> ebenfalls <SEP> auf, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> gerade <SEP> in <SEP> der
<tb> besonflers <SEP> gefährlichen <SEP> Form, <SEP> nämlich <SEP> unter
<tb> einseitigem <SEP> Aneinanderpressen <SEP> von <SEP> Deckel
<tb> und <SEP> Aufnahmeteil.
<tb>
Diesen <SEP> @Cbel=tä.nden <SEP> abzuhelfen <SEP> ist <SEP> der
<tb> Z-#; <SEP> e <SEP> der <SEP> den <SEP> Erfindungsgegenstand <SEP> bilden den <SEP> Der <SEP> Der <SEP> Deckel <SEP> und <SEP> der
<tb> Aifi@: <SEP> hmeteil <SEP> < ler:elben <SEP> besitzen <SEP> je <SEP> einen. <SEP> An Diese <SEP> @Iischläge <SEP> sind <SEP> in <SEP> der <SEP> Weise
<tb> an;,e@:rdnet, <SEP> dass. <SEP> wenn <SEP> der <SEP> Deckel <SEP> auf <SEP> eine
<tb> gei@-i@^e <SEP> Tiefe <SEP> -eschraubt <SEP> wird, <SEP> sein <SEP> Anschlag
<tb> von <SEP> @ler <SEP> Seite <SEP> li(--r <SEP> auf <SEP> den <SEP> am <SEP> Aufnahmeteil
<tb> vorg--beijen <SEP> Anschlag <SEP> auftrifft, <SEP> wodurch <SEP> ein
<tb> @fie@@i^cbraubein <SEP> des <SEP> Deckels <SEP> verunmöglicht
<tb> ist. <SEP> r:
urch <SEP> diese <SEP> Ausbildung <SEP> der <SEP> Büchse <SEP> wird
<tb> eine <SEP> @clionuü <SEP> der <SEP> ineinandergreifenden <SEP> Ge wind- <SEP> von <SEP> @ecl@el <SEP> und <SEP> Aufnahmeteil <SEP> erreicht.
<tb>
Inn <SEP> der <SEP> zugehörigen <SEP> Zeichnung <SEP> ist <SEP> der <SEP> Er finf'I,iiig=gegenständ <SEP> in <SEP> zwei <SEP> Ausführungs bei.-pielen <SEP> dargestellt, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> zeigt:
<tb> Fi <SEP> @-. <SEP> 1. <SEP> eine <SEP> Seitenansicht,
<tb> Fig. <SEP> \? <SEP> eine <SEP> Ansicht <SEP> von <SEP> unten, <SEP> und
<tb> Fit-. <SEP> 3 <SEP> einen <SEP> Schnitt <SEP> des <SEP> einen <SEP> Beispiels,
<tb> Zc-üln <SEP> -nd
<tb> F=@. <SEP> eine <SEP> Ansicht <SEP> von <SEP> unten. <SEP> und
<tb> Fi@. <SEP> 5 <SEP> einen <SEP> Schnitt <SEP> des <SEP> andern <SEP> Beispiels
<tb> veranschaulicht:
<tb> 6 <SEP> ist <SEP> eine <SEP> zum <SEP> Vergleich <SEP> der <SEP> beiden
<tb> Bei,piele <SEP> dienende <SEP> Darstellung.
<tb>
1),-r <SEP> in <SEP> üblicher <SEP> Weise <SEP> mit <SEP> Innengewinde
<tb> versehene <SEP> Decl_el <SEP> a <SEP> der <SEP> Büchse <SEP> ist <SEP> auf <SEP> den
<tb> versehenen <SEP> Aufnahme teil <SEP> )@ <SEP> dessen <SEP> Gewindezapfen (1 zum Einschrauben der Büchse in ein Schmierloch dient; der Sechskant c des Auf nahmeteils gestattet dabei das Ansetzen eines Schlüssels. Der Anschlag des Deckels ist mit f und derjenige des Aufnahmeteils mit g bezeichnet.
Wird der Deckel a auf eine gewisse Tiefe geschraubt, dann trifft sein Anschlag f von der Seite her auf den Anschlag g des Auf- i)ahineteils b auf, wodurch ein Tieferschrau- ben des Deckels verunmöglicht ist.
Wird dies trotzdem versucht, so können in den inein- andergreifenden Gewindegängen von a. und 1) Leine übermässigen Beanspruchungen auf treten, weil die Drehung des Deckels nur durch einen direkt seiner Drehbewegung entgegenwirkenden Widerstand aufgehalten wird. Hierbei dienen die ineinandergreifen- den GeTvindegänge von<I>a</I> und<I>b</I> lediglich als Führung.
In Rücksicht darauf, dass bei der ersten Ausführungsform (Fig. 1 bis 3) der haken- förmig ausgebildete Anschlag g des Auf nahmeteils b verhältnismässig lang ist, so daP eine Verwindung oder ein Abbrechen dessel ben unter den auftretenden Kräften nicht ausgeschlossen erscheint, ist bei der Aus führungsform nach Fig. 1 und 5 der -),
n- sehlag f an der Def-kelinnenseite angebracht und der Anschlag g am Boden des Auf nahmeteils. Die Höhe der Anschläge ist da bei so gering, dass eine Beschädigung dersel ben unter den auftretenden Kräften ausge schlossen ist. Gewöhnliche Staufferbilebsen können in einfachster Weise durch nachträg liches Einsetzen der Anschläge Temäss dieser Ausführungsform umgeändert werden; bei '\Teuberstellung der Biichsen werden die An..
schläge am besten gleich an die betreffenden Teile angegossen.
Über die Möglichkeit der nacbtriiglieben Anordnung der Anschläge bei gewöhnlichen Staufferbüchsen hinaus ist aber infolge der geringen Höhe der Anschläge auch dem Auf treten von grösseren Kippmomenten vor@e- beugt. Für ,die Vermeidung jedes Kippmo- irentes wäre der idealste Zustand der, wenn die Ebenen, in denen die Abstützung des Drehmomentes und die Einleitung dessell,en a=n Deckel erfolgt, zusammenfallen würden.
Je geringer demnach der Abstand beider Ebenen wird, um so weniger wird auch ein Nippmoment ausgeübt. Ein starkes Kipp- moment kann auch zur Verspannung inner halb der Gewindegänge führen.
)Vene nun auch bei der Abstützung nach der ersten Ausführung (Fig. 1 bis 3) das Auftreten vor allzugrossen schädlichen Ver- sl:a.nnungen in den Gewindegängen verhin- < lert ist, so bedeutet doch die Verlegung der Abstützung in das Innere der Büchse nach der zweiten Ausführung (Fig. 4 und 5) einen Vorteil, weil, wie aus Fig. 6 hervorgeht, der Abstand h der beiden Ebenen hier ganz ge ring ist und beide Ebenen fast zusammen fallen, im Gegensatze zur ersten Ausführung.