CH85691A - Verfahren zur Herstellung und Absenkung von aus armiertem Beton bestehenden Senkkasten von Druckluftgründungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung und Absenkung von aus armiertem Beton bestehenden Senkkasten von Druckluftgründungen.Info
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D27/00—Foundations as substructures
- E02D27/10—Deep foundations
- E02D27/22—Caisson foundations made by starting from fixed or floating artificial islands by using protective bulkheads
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Description
Verfahren zur Herstellung und Absenkung von aus armiertem Beton bestellenden Senkkasten von Druckluftgründungen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung und Absenkung von aas armiertem Beton bestehenden Senkkasten von Druckluftgründungen, bei denen wegen der vorhandenen Wassertiefe die Senkkasten auf Gerüsten erbaut und, daran in Schrau ben oder Ketten hängend, abgesenkt werden müssen und zeichnet sich dadurch aus, dass von dem Senkkasten, der im fertigen Zu stande eine nach unten offene Arbeitskammer und einen von Wandungen und Deckenver- stärkungsrippen gebildeten Aufbau aufweist,
vorerst ein biegungsfestes Eisengerippe zur Aufhängung an dem Gerüste gelangt, an welchem Gerippe die zur Betonierung des Senkkastens notwendige Holzverschalung, die Rundeisenarmierung des Senkkastens, ein die Arbeitskammer nach unten wasserdicht ab schliessender Holzboden, sowie ein diesen Holz boden absteifender Einbau aufgehängt wer den, dass hierauf das Eisengerippe finit dem daran befestigten Holzboden etwas in das Wasser eingetaucht wird und die Betonie rung der Wandungen des Senkkastens stück weise, in ringförmigen Schichten, vom Boden <B>i</B> ,ins beginnend, vorgenommen wird,
unter schrittweisem Einsenken des Kastens ins Wasser nach Erhärtung des Betons, wodurch aus Boden und Seitenwandungen gebildete, wasserverdrängende Hohlräume entstehen, die bei fortschreitendem Herabsenken des Kastens immer grüssen werden und somit durch ihren stets wachsenden Auftrieb das Gewicht des hinzukommenden Betons stets ausgleichen, weshalb in keinem Momente des Verfahrens die Tragfähigkeit des (-x'ei-üstes überschritten wird, dass dieses wechselweise Betonieren und Einsenken des Kastens fortgesetzt wird bis zurr Aufsitzen des Kastens auf dem Grunde des Gewässers,
und dass dann nach Aufsetzen von Einsteige- und Förderkaminen und der zugehörigen Luftschleusen und nach erfolgtem Einblasen von Druckluft in die Arbeitskammer der wasserdichte untere Boden samt Ver steifungseinbau entfernt wird, worauf die weitere Abteufung des Senkkastens fort geführt wird.
Ein bisheriges Verfahren der Druckluft gründungen mit verlorener Arbeitskammer bestand darin, dass auf schwimmenden oder festen Gerüsten der Senkkasten fertig erstellt wurde, hierauf an Schrauben oder andern Hängevorrichtungen aufgehängt und mit Hilfe derselben ins i-Vasser abgelassen und auf den Grund abgestellt wurde, worauf das Versen ken in den Baugrund mittelst Druckluft in bekannter @V eise fortgeführt wurde.
Im allgemeinen wurden früher Senkkasten aus Holz und Eisen, später auch aus armier tem Beton erstellt. Während aber das Ge wicht: eiserner Kästen von 250 bis<B>500</B> kg pro m= Grundfläche variiert, beträgt das Ge wicht von Kästen aus armiertem Beton wenig stens 1500 kg pro m= Grundfläche.
Dieses grobe Gewicht solcher Betonkästen macht nun aber ihre Verwendung bei Gründungen in grosser Wassertiefe, wo die Kästen an Ge rüsten müssen aufgehängt werden, wegen der erforderlichen starken Gerüste höchst unvor teilhaft, andernteils ist auch die Anwendung eiserner Kästen bei hohen Eisenpreisen be sonders kostspielig.
Zweck vorliegender Erfindung ist es nun, Senkkästen aus armiertem Beton herzustellen, ohne dabei das an dem Gerüste aufzuhängende Gewicht über (las gewöhnliche Mass zu ver mehren.
Anhand der beiliegenden schematischen Zeichnung ist im Folgenden ein Ausführungs beispiel der Herstellung und Absenkung eines Senldlastens nach dein neuen Verfahren er läutert. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 ein an einem Gerüste an SchraLr- ben aufgehängtes Senkkastengerippe fertig zum Absenken ins Wasser, und die Fig.2 bis () zeigen weitere Stufen des Verfahrens bis zum Aufsitzen des Kastens auf dem Baugrunde.
Der Senkkasten aus armiertem Beton be steht nach Fig. 5 und G aus einer nach unten offenen Arbeitskammer A, welche von den eine Schneide bildenden Wandungen 0 und einer Decke P eingeschlossen wird und auf welche ein aus Wandungen 3,1 und Decken- verstärkungsrippen N bestehender Aufbau auf gesetzt ist.
Dieser Betonkörper ist verstärkt durch ein biegLrngsfestes Eisengerippe E aus Profileisen, an welches die nichtgezeigte, üb- licire Armierung aus Rundeisen angehängt ist. Der Betonaufbau erhält, sobald der Senk kasten auf dein Baugrund aufsitzt, einen Auf bau R aus Mauerwerk, welcher den Pfeiler T zu tragen hat.
Der Arbeitsvorgang zur Erstellung null Absenkung dieses Senkkastens ist nun etwa folgender: Vorerst wird ein Gerüst G gebaut (F]-. l.), an welches der Senkkasten oder Caisson v er rnittelst Hängevorrichtungen <B>8</B>, gewöhnlich starke Schrauben, aufgehängt werdet) kann,
und welches die zum Bau desselben not wendigen Geleiseanlagen für Betontransport und Krane trägt.
Der Bau des Eisenbetoneaissons beginnt rnit der Erstellung eines biegungsfesten Eisen gerippes 1? aus Profileisen, das eine teilweise Armierung der Wandungen, Decke und Decken verstärkungsrippen bildet und imstande ist, bevor der Beton eingebracht und erhärtet ist, die zum Bau des Caissons erforderlichen Holz- und Eisenkonstruktionen, sowie den Beton zu tragen und die durch den Auftrieb von unten auf den Caisson wirkenden Kräfte aufzu nehmen und auf die Hängevorrichtungen zu übertragen.
Nach Fertigstellung dieses Eisen gerippes wird dasselbe an die Hängevorrich tungen S aufgehängt. Hierauf wird die innere Verstrebung Y der Arbeitskammer eingebaut und an dem Eisengerippe durch eiserne Schlau- dern befestigt, dann ein wasserdichter Boden B unter dieser Verstrebung erstellt, welcher den Hohlraum der Arbeitskammer nach unten voll- ständig abschliesst und nun die übrige,
aus Rundeisen bestehende Armierung des Caissons eingebracht und die äussere Verschalung V desselben erstellt. Nun hängt in den Hänge vorrichtungen bereits ein bedeutendes Gewielit. welches aber sofort vermindert wird, indem das Ganze zirka 30 cm ins Wasser einge senkt wird (Fig. 2), so da.ss der Boden ein taucht, welcher einen entsprechenden Auftrieb erzeugt.
Hierauf wird von den Seitenwan dungen des Caissons eine erste Schicht zirka 1 m hoch betoniert, wodurch die Hänge vorrichtungen um (las betreffende Gewicht des eingebrachten Betons belastet werden. Am folgenden Tage hat dieser Beton, der zum Beispiel mit schnellbindendem Holder- banker-Spezialportlandzeinent erstellt wurde, so weit abgebunden, dass er wasserdicht ist und mit dem wasserdichten Boden einen wasserdichten Hohlraum bildet.
Der Caisson wird nun zirka 40 cm (total 70 cm) ins Wasser abgesenkt (Fig. 3), wodurch ein solcher Auf trieb entsteht, dass die Hängevorrichtungen fast vollständig entlastet werden. Hierauf wird die Seitenwandung bis auf Deckenhöhe betoniert (Fig. 3).
Am folgenden Tage senkt man den Caisson total 1;20 m ins Wasser, was zur Entlastung der Hängevorrichtungen genügt, und betoniert die Decke des Cais- sons. Dann wird vor dem weiteren Absenken ins Wasser der unterste Teil der äussern Ver schalung weggenommen und die innere Ver schalung des Aufbaues, das heisst der Decken verstärkungsrippen erstellt.
Nun wird weiter betoniert (Fig. 4), und zwar auf einmal immer so viel, dass kein zu grosses Gewicht. entsteht, worauf jeweils der Caisson entsprechend weiter ins Wasser herabgelassen wird, uni durch den dadurch vergrösserten Auftrieb das vor her durch das Betonieren entstandene -Ge wicht aufzuheben. Diese Arbeitsweise wird fortgesetzt, bis der Caisson auf dein Grunde aufsitzt (Fig. 5).
Da der Caisson nun fertig erstellt ist, können die Schleusen aufgesetzt und unter Druckluft die innere Verstrebung und der wasserdichte Boden entfernt werden, worauf die weitere Abteufung des Caissons auf übliche Weise vor sich geht (Fig. 6).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung und Absenkung von aus armiertem Beton bestehenden Senk kasten von Druckluftgründungen, bei denen wegen der vorhandenen Wassertiefe die Senk kasten auf Gerüsten erbaut und, daran an Schrauben oder Ketten hängend, abgesenkt werden müssen.dadurch gekennzeichnet, dass von dem Senkkasten, der im fertigen Zu stande eine nach unten offene Arbeitskammer und einen von Wandungen und Deckenver- stärkungsrippen gebildeten Aufbau aufweist, vorerst ein biegungsfestes Eisengerippe zur Aufhängung an dem Gerüste gelangt, an welchem Gerippe die zur Betonierung des Senkkastens notwendige Holzversehalung, die Rundeisenarmierung des Senkkastens, ein die Arbeitskammer nach unten wasserdicht ab- schliel')ender Holzboden, sowie ein diesen Holz boden absteifender Einbau aufgehängt werden,dass hierauf das Eisengerippe finit dem daran befestigten Holzboden etwas iri .das Wasser eingetaucht wird und die Betonierung der Wandungen des Senkkastens stückweise, in ringförmigen Schichten, vom Boden aus be ginnend, vorgenommen wird unter schritt weisem Einsenken des Kastens ins Wasser nach Erhärtung des Betons, wodurch aus Boden und Seitenwandungen gebildete, wasser verdrängende Hohlräume entstehen, die bei fortschreitendem Herabsenken des Kastens immer grösser werden und somit durch ihren stets wachsenden Auftrieb das Gewicht des hinzukommenden Betons stets ausgleichen, weshalb in keinem Momente des Verfahrens die Tragfähigkeit des Gerüstes überschritten wird,dass dieses wechselweise Betonieren und Einsenken des Kastens fortgesetzt wird bis zum- Aufsitzen des Kastens auf dem Grunde des Gewässers und dass dann nach Aufsetzen von Einsteige- und Förderkaminen und zugehürigen Luftschleusen und nach er folgtem Einblasen von Druckluft in die Ar beitskammer der wasserdichte untere Boden samt Versteifungseinbau entfernt wird, worauf die weitere Abteufung des Senkkastens fort- . geführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH85691T | 1920-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH85691A true CH85691A (de) | 1920-07-01 |
Family
ID=4342043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH85691D CH85691A (de) | 1920-03-23 | 1920-03-23 | Verfahren zur Herstellung und Absenkung von aus armiertem Beton bestehenden Senkkasten von Druckluftgründungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH85691A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175162B (de) * | 1958-12-17 | 1964-07-30 | Wayss & Freytag Ag | Verfahren zum Herstellen eines Druckluft-senkkastens |
| DE1279560B (de) * | 1960-07-01 | 1968-10-03 | Strabag Bau Ag | Verfahren zum Einbauen eines Senkkastens |
-
1920
- 1920-03-23 CH CH85691D patent/CH85691A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175162B (de) * | 1958-12-17 | 1964-07-30 | Wayss & Freytag Ag | Verfahren zum Herstellen eines Druckluft-senkkastens |
| DE1279560B (de) * | 1960-07-01 | 1968-10-03 | Strabag Bau Ag | Verfahren zum Einbauen eines Senkkastens |
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