CH87159A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formlingen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formlingen.

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CH87159A
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Fried Aloys
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Fried Aloys
Den Daele & Sohn Ind Und Hande
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formlingen.    Zur Herstellung von mit grösseren und  kleineren Hohlräumen versehenen künst  lichen Steinen hat man sowohl natürlich vor  kommende Gesteinsarten, als auch Schlacken  benutzt, wobei aus diesen, so wie sie ge  wonnen werden, also in beliebiger Korngrösse,  auch     abgesiebt    in grösseren Korngrössen, die  Steine hergestellt wurden. Um die Festigkeit  der hergestellten Produkte zu erhöhen, wur  den die abgesonderten gröberen Stückchen  noch besonders präpariert, auch mit einem  diese verstärkenden Überzuge, meist Zement  versehen und dann unter Zusatz von Binde  mitteln zu Steinen verarbeitet.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt nun  nicht die Verwendung der abgesonderten  grösseren Gesteins- oder Schlackenstückchen,  sondern will vor allem die Möglichkeit bieten,  aus den bisher meist wertlosen kleinen und  kleinster, pulverförmigen Teilchen aller  möglichen Stoffe Formlinge aller Art her  stellen zu können.  



  Die Erfindung besteht nun darin, dass    pulverförmige Stoffe mit bindenden Mitteln  vermischt und in dünner     Schicht        geschüttelt     werden. Die Vorrichtung zur Ausübung des  Verfahrens weist eine ungefähr tragrecht  angeordnete, zur Aufnahme dieser Schicht  bestimmte Platte, sowie ein Antriebsorgan  auf, welches der Platte eine solche Bewegung  erteilen kann, dass sich die aufgebrachte  Mischung auf ihr hin- und leerbewegt.  



  Auf der Zeichnung ist eine Ausführungs  form der Vorrichtung dargestellt, mittelst  welcher die Formlinge hergestellt werden  können.     Fig.    1 zeigt einen Längsschnitt,       Fig.    2 eine     Draufsicht.    und     Fig.    3 einen  Querschnitt.  



  Die geraubte. gewellte oder gelochte  Platte 1, die auch hohl     gewölbt    sein kann,  ist mit ihrem Rahmen ? mittelst Stangen 3  in     wagrechter    Lage beweglich     aufgehängt.     Die Bewegung erfolgt durch eine Kurbel     -3.     Wenn die Platte in einer kreisähnlichen  Bahn schwingt, kann sie an federnde Puffer d       stossen,    wodurch sie     erchüttert    wird. Die      Platte lässt sich auch abstützen, wobei die  Stützen unterhalb der Platte anzuordnen  sind; auch kann sie auf ein Gleitbrett oder  auch auf ein Rollenbrett aufgesetzt sein.  



  Das neue Verfahren kann in der Weise  ausgeführt werden, dass pulverförmige Na  tur- und Abfallstoffe, z. B. Sand, Asche,  Schlacke, mit bindenden Stoffen, z. B. Ze  ment. Kalk, Gips, Leim, vermischt und in  dünner Schicht auf die sich bewegende Platte 1  gebracht werden, wo die Masse durch die  Schüttelbewegung zerteilt wird und sich  zu vielen einzelnen Formlingen umbildet.  



  Durch die Rauhigkeit oder Unebenheit  der Platte 1 wird bewirkt, dass die in ge  wissen Mengen kontinuierlich oder inter  mittierend aufgebebenen Mischungen, aus  welchen die Formlinge herbestellt werden,  weniger oder brr nicht in eine gleitende, son  dern in eine rollende     Bewegung        gebracht     werden.  



  Für die Platte eignen sich auch durch  lässige Materialien, z. B. Geflechte, Siebe,  grossmaschige Stoffe, besonders gut, wenn  die aufgebrachte Mischung sehr feucht ist  oder besonders feucht verarbeitet werden  muss. In diesen Fällen gellt überflüssige  Feuchtigkeit oder überflüssiges Bindemittel  durch die Löcher und Maschen und kann  unter der Fluche abgestrichen oder auf  befangen und wieder verarbeitet werden.  



  Das Verfahren kann auch unter Mit  verwendung anderer Materialien, insbesondere  stückiger oder körniger Natur- und Abfall  stoffe, in Vereinigung mit den pulverförmi  gen Stoffen durchgeführt werden, wenn die  Bildung ungleich grosser Formlinge er  wünscht oder unbedenklich ist.  



  Es     können    diese     Formlinge    aus gewis  sen Stoffen auch noch mit andern pulver  förmigen Stoffen und Bindemitteln gemischt  und zu grösseren Formlingen in bleicher  Weise umgebildet werden, wobei die pulver  förmigen Stoffe die bereits vorhandenen  Formlinge schichtartig umkleiden, so dass       grössere        Formlinge    aus mehreren Stoffen  zusammenbesetzt, entstehen.    Die Formlinge können auch durch ge  eignete Zusätze, z. B. Zement, Wasserglas.  während oder nach der Herstellung fester  oder schneller erhärtend gemacht werden.  Zu bleichen Zwecken können     auch        heisse     Luft, Dämpfe oder Gase auf die Formlinge  während oder nach ihrer Herstellung ein  wirken.

   Ebenso können die Formlinge in  zusammengeballter Gestalt als Formstücke  dem Einfluss von Wärme ausgesetzt werden,  die die Formlinge ganz oder teilweise sin  tern oder schmelzen kann, um die Körper  nicht nur porös, sondern auch luftzellig zu  machen. Besonders beringe spezifische Ge  wichte können erzielt werden, wenn bren  nende oder vergasende Stoffe zur Anwen  dung kommen.  



  Den Abfall- und Naturstoffen können       auch    farbige Bindemittel oder ausser den  Bindemitteln auch Farbstoffe zugemisclht  werden, wodurch beliebige Färbungen den  Formlingen sich geben lassen. Die     Form-          linge    können auch noch in anders     gefärbten     Stoffmischungen in dünner Schicht ge  schüttelt werden und so mit andersfarbigen  Schichten überzogen werden, wodurch mehr  farbige Formlinge entstehen.  



  Je nach Wahl der Grundmaterialien wer  den die     Formlinge    und demgemäss auch die  aus ihnen     herzustellenden    Produkte leichter  oder schwerer, weicher oder härter, zum Bei  spiel werden bei Verwendung von feinen  schaumigen Schlackenprodukten, Infusorien  erden, faserigen Stoffen, Sägemehl und der  gleichen, wobei als Bindemittel sich (Öle.  Harze, Lauben und dergleichen eignen. die       Formlinge    leichter: bei     Vei-ivendung    von  Erden, gemahlenen Gesteinen.     Sand    und der  gleichen, mit Zementen oder Kalk vermischt,  werden die     Formlinge        bin-t,gen    schwerer.  



  Durch     geeignete    Wahl der Stoffe lassen  sich auch die     Elastizität,    die     Fähigkeit    der       ungleichmässigen        Abnutzung    zur Erzielung  und     Erhaltung,    einer     ra.uhen        Oberflüche.    grö  ssere     Zähigkeit,    Erhöhung der     Isolierfällig-          keit        beben    Geräusch, grössere Indifferenzen       gegen    Wärme und Kälte, besondere Dicbtig-      keit und manch andern Eigenschaften er  zielen.  



  Der Vorteil des neuen Verfahrens liegt  nicht nur darin, dass sieh auf diese Weise  Formlinge herstellen lassen, die in hervor  ragendem Masse zur Anfertigung von zum  Beispiel     porösen    Leichtsteinen für Bau  zwecke, für Verkleidungstafeln, benutzt  werden können, sondern dass die Formlinge  auch eine sehr vorteilhafte Gestalt für weiter  zu verarbeitende Stoffe darstellen, denn es  können die Formlinge zum Beispiel aus Er  zen, die verhüttet werden sollen, angefertigt  werden, wobei noch die Möglichkeit besteht,  die für die Erzverarbeitung nötigen Zu  schlagstoffe als bindendes Mittel für das  Erzmaterial zuzusetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Form- lingen, dadurch gekennzeichnet, da ss pulverförmige Stoffe mit bindenden Mitteln vermischt und in dünner Schicht geschüttelt werden. II. Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine bewegliche, ungefähr wagrecht angeordnete Platte zur Auf nahme der Mischung in dünner Schicht und durch ein Antriebsorgan, welches der Platte eine solche Bewegung erteilen kann, dass sich die aufgebrachte Mi schung auf ihr hin- und herbewegt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die pulver förmigen Stoffe zusammen mit Körnern und Stückchen dieser Stoffe mit binden den Mitteln vermischt und in dünner Schicht geschüttelt werden. Verfahren nach dem Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Zusätze beigegeben werden, die die Bildung der Formlinge fördern. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Zusätze beigegeben werden, die sie zur nach träglichen Verarbeitung geeigneter ma chen. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mi schung mit gasförmigen Stoffen behan delt wird, die die Bildung der Formlinge fördern. 5.
    Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mi schung nit gasförmigen Stoffen behan delt wird, die sie zur nachträglichen Verarbeitung g eeigneter machen, 6. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Farbstoffe der Mischung zugesetzt werden. 7. Vorrichtung nach dem Patentanspruech Il. dadurch gekennzeichnet, dass die Platte siebartig gelocht ist. B. Vorrichtung nach dem Patentanspruch II. dadurch. gelzennzeielinet, dass die Platte Unebenheiten besitzt.
    9. Vorrichtung.; nach dem PatentanspruchIl, dadurch gel@ennzeiclinet, dass die Platte, auf der sich die Formlinge bilden und -elche zwecks Erzeugung einer schau- kelnden Bewegung frei schwingbar an geordnet ist, durch eine Kurbel in eine rotierende Bewegung gebracht werden kann.
CH87159D 1915-11-19 1919-09-16 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formlingen. CH87159A (de)

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