CH87275A - Einrichtung zur Verhinderung unzulässiger Tourensteigerungen von Asynchronmotoren bei negativer Belastung. - Google Patents
Einrichtung zur Verhinderung unzulässiger Tourensteigerungen von Asynchronmotoren bei negativer Belastung.Info
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Description
Einrichtung zur Verhinderung unzulässiger Tourensteigerungen von Asynchronmotoren bei negativer Belastung. Die Sieberheitsschaltung soll eine unzu lässige Tourensteigerung von Asynchron motoren, die mit negativer Belastung arbei ten, verhindern. Insbesondere soll das Über schreiten der synchronen Tourenzahl unmög lich gemacht werden. Derartige Belastungs verhältnisse kommen in erster Linie bei Fördermaschinen oder sonstigen Hebezeugen vor, wenn Last eingehängt wird.
Die Schal tung ist. aber auch bei allen andern Betrieben verwendbar, in denen durch die Last der Motor angetrieben werden kann, zum Bei spiel im Bahnbetrieb auf Strecken mit Ge fälle .oder beim Antrieb einer Arbeitsmaschine irgendwelcher Art, die unter Umständen selbst mechanische Arbeiten an der Welle leistet.
Zur Verhinderung der Tourenüberschrei- t.ungen wird erfindungsgemäss der induzierte Teil des Motors, im Folgenden Rotor ge nannt, bei Erreichung der synchronen Touren zahl. mit Gleichstrom erregt. so dass er in folge dieser Erregung mit konstanter Touren- zahl im allgemeinen als Synchronmotor wei terläuft. Solange die Last des Motors nega tiv bleibt, wird also Energie vernichtet oder in das Netz zurückgeliefert.
In den F'ig. 1 und 2 sind Beispiele der Erfindung dargestellt unter der Voraus setzung, dass es sich um eine Fördermaschine handelt. 1. ist beispielsweise die Trommel, an der die Last \? hängt, die in Richtung des Pfeils gesenkt wird. 3 ist der mit dem letze I verbundene Asynchronmotor; 5 sind seine Schleifringe, die mit dem Steuerwiderstande 6 verbunden sind. Zwei weitere Schleifringe, an welche eine besondere Gleichstromerreger wieklung des Rotors angeschlossen ist, sind zeit 7 bezeichnet.
S ist eine Gleichstrom- erregermasehine, deren Pluspol unmittelbar an einen der Gleichstromschleifringe 7 ge führt ist, während der Minuspol über den Schalter 9. den Fahrtrichtungszeiger 10, einen weiteren Ausschalter 11 und einen Re gulierwiderstand 12 mit dem zweiten Schleif ringe 7 verbunden ist. Der Sehalter 11 wird durch ein \ullspannungsrelais 13 eingeschal tet, trenn die Rotorspannunb an den Wechsel- stromehleifriil-,en 5 Null wird. Dies tritt ein, wenn der Synchronismus erreicht ist.
Es wird also in diesem Augenblicke der Gleichstromkreis einbeschaltet und der Ro tor fies Asynehromotors mit Gleichstrom er regt, so dass er als Synchronmotor ohne wei tere Tourenstei-erunb weiterläuft.
Die Hilfs schalter 9 und der ihm parallelgeschaltete Schalter 9', so;T-ie der Fahrtrichtungszeiger 10 kommen nur für umsteuerbare Betriebe in Fra-e. Der Schalter 9 und 9' ist nämlich mit dem Steuerhebel des Asvnchronmotors derart verbunden, dass bei der Auslage des Steuerhebels i_1 der einen Fahrtrichtung der Sch < i_ter 9 geschlossen, der Schalter 9' ge öffnet wird,
bei der Auslage in die andere Falir trichtun- ctaoeben der Schalter 9' be- sehloesen und der Schalter 9 geöffnet wird. Entsrnricht der Schalter 9 der durch die Pfeil angegelic@nen Drehrichtung der Ma schine. so wird er durch den Fahrtrichtungs zeiger 10 in den Erregerstromkreis ein geschaltet. bei eler andern Drehrichtung der Schalter 9'.
Wird also bei der durch die Pfeil, angegebenen Drehrichtung, nachdem die --L#lasehine mit Gleichstrom erregt ist, der Steuerschalter in die Steuerlage für entgegen- gesetzten Drehinn zurückgezogen, so wird beim Durchgan@ge durch die Nullstellung der Sehalter 9 geöffnet und damit die Gleich stromerregung ausgeschaltet, so dass der Mo tor von diesem Augenblick an wieder als Ast-iiehronmotor läuft.
Das Wiedereinschal- ten cler Gleichstromerregung mit Hilfe des Schalters 9' ist dann vor Umkehr der Dreh- richtung des Motors überhaupt nicht mög lich, da, der Drehrichtungszeiger erst in die andere punktiert angegebene Lage umgelebt werd,@n muss.
Ist dies nach Umkehr der Be- webunusriehtung des Motors geschehen, so wird. wenn der Motor in dieser entgegen- gesetzten Richtung die synchrone Touren zahl erreicht, finit Hilfe des Relais 13 der Gleif-listromkreis wieder geschlossen. Be sondere Geiebstromsehleifrinbe 7 sind nicht unher'linbt erforderlich.
Die Gleichstrom- erregung kann vielmehr auch über die Wechselstromschleifringe 5 zugeführt wer den, entweder unter Benutzung von nur zweien oder von allen drei Ringen. Es wird hierbei zweckmässig der Widerstand 6 ge öffnet, um unnütze Energieverluste zu ver meiden. Dies geschieht am besten ebenfalls selbsttätig in Abhängigkeit von der Einrich tung, die den Gleichstrom einschaltet.. also zum Beispiel abhängig von dem Relais I'). Der Rotor wird bei dieser Anordnung ohne besondere Gleichstromerregerwichlunb in nor maler Weise ausgeführt.
Die Einschaltung des Gleichstromkreises kann in maiini-faltiger anderer Weise er folgen, beispielsweise mit Hilfe eines Zen- trifugalreblers oder der-leicheli, der den Schalter 11 schliesst, wenn die s@-ncl inne Tourenzahl erreicht ist. Diese Anordnun,-l-- setzt aber voraus, dass die Netzfrequenz un- verändert ist, da. sonst das Einschalten der Gleichstromerregung bei zu hoher oder zu tiefer Tourenzahl stattfindet.
Eine weitere Schalteinrichtung, bei der dieser Übelstand, ebenso wie bei der nach Fib. 1 vermieden ist, ist in Fib. ? angedeutet. Hier sind zwei Freduenzmesser 1.4 und 15 verwendet, die beispielsweise als ZunIgen- freduenzmesser ausgebildet sind.
Die Zun gen sind mit (r" a,. (i <I>i</I> usw. für den einen Freduenzmesser, mit- b" b., b.3 usw. für den andern Freduenzmesser bezeichnet. Freduenz- messer 14 liegt am Netze 4.
Freduenzniesser 15 zeigt die Tourenzahl des Asynelironmotors an, beispielsweise indem er aus einer Weeh- selstromhilfsdynamo bespeist wird, die mit: der Welle des Asynchronmotors verbunden ist.
Unterhalb der Zungen sind Sehalter 16, <B>1.7</B> usw, für den einen Freduenzmesser, 26, 27 usw. für den andern Freduenzmesser ange ordnet, von denen je zwei einander geben überliebende hintereinander in den Gleieh- stromerrecerhreis des Asy nchronmotors ein geschaltet sind.
Schlägt beispielsweise die Zunge aal aus, so wird der Schalter 24 an- beschlossen, schlägt gleielizeiti"- aueli die Zunge b, aus, so wird bleichzeitig auch der Schalter 26 -esehlossen lind die Gleich- stronierregung ist eingeschaltet.
Es ist nun lediglich die Anordnung so zu treffen. dass die einander gegeniiberliegeiideii Zungen. der beiden Schalter diejenigen Frequenzen an zeigen, die beim synchronen Lauf einander entsprechen. Da bei jedem Frequenzanzeiger eine Reihe von Zungen mit den hinterein- a.ndergeschalteten Hilfsschaltern ausgerüstet sind. so kann die :Netzfrequenz innerhalb eine: bestimmten Bereiches schwanken, ohne dass (las richtige Einschalten der Gleich- stromerregrüng beim Erreichen des Synchro nismus gehindert wird.
Es empfiehlt sich, die Gleichstrom erregung allmählich einzuschalten, um ein sicheres und möglichst stossfreies Hinein- iten des Motors in den Synchronismus zu <B>0</B> C, e erzielen. Zu diesem Zweck ist der Regulier widerstand 12 vorgesehen, der im Augen blicke des Einschaltens voll eingeschaltet ist und nach erfolgtem Einschalten allmählich sIgeschaltet wird.
Dies Ausschalterf ge- # -iu schieht zweckmässig selbsttätig, beispiels weise indem durch das Nullspannungsrelais 13 eine Hemmung ausgelöst wird, so dass nunmehr der Schleiftkontakt des Widerstan des 12 durch Gewichts- oder Federwirkung im richtigen Sinne verschoben werden kann.
Der Regulierwiderstand lässt sich vermeiden, wenn man als Gleichstromerregerquelle eine solche wählt, die beim Einschalten geringe Spannung liefert und erst nach dem Ein schalten allmählich ihre Spannung steigert. Zweckmässig wird hierfür eine Serien-Gleich- strommaschine gewählt. Im Augenblicke des Einschaltens ist die Spannung Null und erst. nachdem der Gleichstromkreis geschlossen ist. tritt die Selbsterregung der Maschine ein. Diese Serien-Erregermaschine kann besonders angetrieben werden, sie kann aber auch, wie in Fig. 1 gezeigt ist, mit dem Asynchron motor selbst verbunden werden.
Sollen Batterien oder Gleichstrommaschi nen vermieden werden, so kann als Gleich stromquelle auch ein Vakuumgleichrichter. zum Beispiel ein Quecksilber- oder ein Glüh kathoden-Gleichrichter, gewählt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Verhinderung unzu- lässiger Tourensteigerung von Drelistrom- Asynchromotoren bei negativer Belastung, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erreichung des Synchronismus zwischen Rotor und Feld der Rotor durch<I>selbsttätig</I> eingeschalteten Gleichstrom erregt wird, zu dem Zwecke, die Betriebstourenzahl des Motors konstant zu halten. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach dem Patentanspruch, ,crelceniizeichnet durch die Verwendung einer Gleiehstrorn-Serienmaschine als Er regerduelle für die Gleichstromerregung. 2. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, das das Ein schalten des Gleichstromes bei Überein stimmung der Vibrirtionen zweier Fre- quenzinesser erfolgt, von denen der eine eine Netzfrequenz, der andere die Touren zahl des Rotors anzeigt.Einrichtung nach dem Patentanspruch und (lein L nteranspruch 1, dadurch ge- kemizeichiet, dass die Einsehaltung des Gleichstromes durch ein Nullspannungs- relais erfolgt, das an den @Vechselstrom- schleifleitungen des Rotors liegt. 4.Einrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3. für umsteuerbare Betriebe, gekennzeichnet durch einen Ausschalter im Gleichstrom erregerkreis, der vom Steuerhebel des Asynchronniotors bei Auslage in die ent- gegc,ngesetzte Drechrichtung- -eöffnet wird. 5.Einrichtung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 4, ge kennzeichnet durch einen Drehrichtungs anzeiger für den Asy nehronmotor, der wahlweise in Abhängigkeit von der Dreh richtung den einen oder andern Aus schalter für den Gleichstrom. in den Gleichstrom-Erregerkreis einschaltet.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH87275D CH87275A (de) | 1918-08-31 | 1919-10-22 | Einrichtung zur Verhinderung unzulässiger Tourensteigerungen von Asynchronmotoren bei negativer Belastung. |
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1919
- 1919-10-22 CH CH87275D patent/CH87275A/de unknown
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