CH88090A - Verfahren zum Aufbringen von Laufreifen auf den Schutzmantel von Pneumatikreifen. - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen von Laufreifen auf den Schutzmantel von Pneumatikreifen.Info
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Description
'Verfahren zum Aufbringen von Laufreifen auf den Schutzmantel von Pneumatikreifen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Aufbringen von Lauf reifen auf den Schutzmantel von Pneumatik- reifen. Es ist bekannt, dass die Laufreifen der Sehutzmäntel sehr rasch unbrauchbar wer den; das Ersetzen eines verbrauchten Lauf- reifens durch einen neuen wird bereits ge werbsmässig ausgeführt. Die bis jetzt benutz ten Verfahren zum Aufziehen von Lauf reifen auf Pneumatikreifen haben grosse Nachteile, eine dauerhafte Verbindung des Laufreifens ntit dem Schutzmantel wurde nicht erreicht. Ausserdem trat der Nachteil auf, dass der Gummi hart wurde und die Elastizität verlor.
Es konnte auch vorkom men, dass der Schutzmantel beim Aufvul kanisieren des Laufreifens stellenweise über hitzt wurde.
Das den Gegenstand vorliegender Erfin dung bildende Verfahren ist bestimmt, diese Nachteile zu beheben.
Das neue Verfahren kann zum sscispiel wie folgt durchgeführt werden Der alte Laufreifen wird von dein Schutzmantel 1 entfernt. Die Fläche des Schutzmantels 1, auf welche der neue Lauf- reifen aufgebracht werden soll, wird abge- schabt lind gereinigt, zum Beispiel durch Bearbeiten mit einer Schmirgelscheibe. Auf die so vorbearbeitete Fläche des Schutz mantels wird eine Löstung 2 aufgetragen. Wenn der Schutzmante im Baten Zustand ist, genügt ein einmaliger Anstrich mit dieser Lösung. Ist die Oberfläche aber abgenutzt. mit Rissen und Unterbrechungen versehen, so müssen zwei oder mehrere Anstriche auf getragen werden.
Die Lösung 2 besteht bei spielsweise aus: 90 Prozent 90 %igem Ben- spielsweise aus: 90 Prozent 90 %igem Ben zol (aus Kohlenteer gewonnen), 7 % Petro- leumnaphta 78 Be.. 3 % denaturiertem Alko hol. Dieses wird gemischt mit Paragummi, welchem genügend Schwefel zugemischt wird, um die Vulkanisation der Lösung 2 mit dem Paragummi und Schwefel sicher zu stellest. Die Zusammensetzung kann innert kleinen Grenzen variiert werden.
Nach den Auftragen der Lösung 2 auf den Schutz mantel 1, wird ein Streifen 3 aus Para- gunmi auf den Schutzmantel aufgetragen und alsdann ein zweiter gleicher Streifen 4, wobei zwishen die Streifen und 3 und 4, welche zusammen einen Streifen nicht haftenden Materials zwischen Laufreifen 6 und Schutz mantel 1 bilden, ein Gewebestreifen 5 ein gelegt wird. Dieser Streifen 5 erstreckt sich seillieb rieht so weit wie die Streifen 3, 4. Über den äussern Streifen 4 wird der Lauf reifen 6 auxfgehracht. Die Innenseite des Laufreifens 6 wird mit einer Lösung 7 be strichen, welche dieselbe Zusammensetzung aufweist wie die Lösung 2. Nach dem Auf bringen des Laufreifens werden die Teile vorläufig zusammengebunden.
In den Schutz mantel wird der Luftschlauch 8 eingebracht, in dem ein nur mässiger Druck erzeugt wird. Als Luftschlauch 8 wird vorzugsweise ein sogenannter Palmerschlauch benutzt, wel cher Gewebe aufweist, das in Gummi ge lagert ist. Ein zu verhindern, dass der Luft schlauch mit dem Schutzmantel zusammen- vulhanisiert, wird der Schutzmantel mit einer Lösung angestrichen, welche aus 50 % Kreide, 35 % gepulvertem Speckstein und 10 % Petroleumnaphta besteht, zu welcher Mischung noch 5 % der Lösung 2 hinzu- geügt werden kann. Vor dem Aufbringen des Laufreifens 6 wird noch ein Gewebe aus Musselin oder ähnlichem Gewebe über den Streifen 4 gelegt, um beim Aufbringen des Laufreifens 6 die Streifen 3, 4 zu schonen.
Ist, der Laufreifen in seiner Stellung, so wird der Musselinstreifen wieder weggezo gen. Über die Aussenseite des Laufreifens 6 wird eine Masse aufgetragen, welche eine 5 %ige Lösung von Schwefelbichlorid auf weist, welcher Asbest beigemischt wird, so dass ein Kitt entsteht. Diese Masse umgibt den Laufreifen und schützt die äussere Ober fläche gegen Überhitzung. Die Masse wird durch einen Gewebestreifen festgehalten; nachdem der Streifen 10 aufgebracht ist, wird der Druck im Luftschlauch 8, der frü her zum Beispiel 0,7-1,2 Atmosphären war, suf zirka 3-3 ¸ Atmosphären erhöht. Das Ganze wird nun in einen Vulkanisierofen gebracht und der Wirkung von heisser, trok- kener Luft ausgesetzt.
Im Ofen ist ein Be hälter mit einer Lösung von Schwefelbichlo- rid eingebracht, welche verdunstet und als Dampf auf den Laufmantel einwirkt. Durch die Wärme im Ofen wird der Druck im Luft schlauch 8 erhöht bis auf zirka 5-6 Atmo sphären. Während des Erhitzers im Ofen wird der Reifen bewegt, zum Beispiel ge dreht, um eine gleichförmige Einwirkung der Wärme der Luft auf den Reifen zu er reichen. Die Temperatur im Ofen soll, un ein Überhitzen zu vermeiden, nicht mehr als 130 C betragen. Die Zeitdauer, die für das Vulkanisieren nötig ist, variiert entsprechend der Grösse des Schutzmantels zweieinhalb Stunden für kleinere, bis drei Stunden für grössere Reifen.
Nachdem der Reifen vulkanisiert ist, wird er aus dem Ofen entfernt und in der Luft abgekühlt. Das Band 10 wird entfernt, ebenso auch die umhüllende Masse. Der Luft schlauch 8 wird entfernt, und der Pneu wird dann, wenn nötig, gereinigt, worauf er für den Gebrauch fertig ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufbringen von Lauf reifen auf Schutzmäntel von Pneumatik- reifen, dadurch gekennzeichnet, dass man die einander zugekehrten Seiten des Schutz- nantels und des Laufreifens mit einer Lö sung von Gummi, Benzol, Naphta und Al- kollol belegt und zwischen Reifen und tel einen Streifen aus nicht haftendem Ma terial bringt, worauf die Lösung vulkani siert wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vulkanisieren in den Schutzmantel ein Luftschlauch eingebracht wird, wobei während des Vulkanisierens der Druck im Luftschlauch erhöht wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Bän dernlern von Paraglxmmi, clie zus < inimc,li einen nicht haftenden Streifen bilden, ein Streifen 5 eingebettet ist:, der in der Mitte des Laufreifens liegt..3. Verfahren nach Patentanspruch iind (In- teran Sprüchen 1. und 2, dadurch Igehenn- zeichnet, dass während des Vulkanisierens die Teile durch ein Band in ihrer rela- iiven Lage gehalten werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dass Vulkanisieren in einem Ofen erfolgt, in welchem ein Vulkanisiermittel eingebracht ist. welch letzteres durch die Hitze im Ofen ver dunstet und als Dampf auf deif Mantel einwirkt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH88090T | 1919-06-30 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH88090A true CH88090A (de) | 1921-02-01 |
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ID=4344981
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH88090D CH88090A (de) | 1919-06-30 | 1919-06-30 | Verfahren zum Aufbringen von Laufreifen auf den Schutzmantel von Pneumatikreifen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH88090A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL8801209A (nl) * | 1988-05-09 | 1989-12-01 | Polson B V | Werkwijze voor het aanbrengen van een nieuw loopvlak op een luchtband. |
-
1919
- 1919-06-30 CH CH88090D patent/CH88090A/de unknown
Cited By (1)
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