CH88180A - Vorrichtung zur Herstellung von Säften und Gelees unter gleichzeitiger Gewinnung von Marmelade aus pflanzlichen Stoffen. - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Säften und Gelees unter gleichzeitiger Gewinnung von Marmelade aus pflanzlichen Stoffen.

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CH88180A
CH88180A CH88180DA CH88180A CH 88180 A CH88180 A CH 88180A CH 88180D A CH88180D A CH 88180DA CH 88180 A CH88180 A CH 88180A
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Switzerland
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upright
heating
production
jam
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Inventor
Bielmann Otto
Schmidt Frau Klara Bielman Geb
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Bielmann Otto
Frau Klara Bielmann Geb Schmid
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  Vorrichtung zur Herstellung von Säften und Gelees unter     gleichzeitiger    Gewinnung  von Marmelade aus pflanzlichen Stoffen.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Saft,  zum Beispiel Sirup und Gelee, aus     Früchten     oder andern Pflanzenteilen unter gleichzeitiger  Gewinnung von Mus (Marmelade) in einem  Arbeitsgang unter Verwendung von Zucker  lösungen, zum Beispiel von zuckerhaltigen Ab  läufen der Zuckerfabriken oder Raffinerien,  die zu diesem Zweck in bekannter Weise ge  reinigt werden können.  



  In der Zeichnung ist eine als     Beispiel     dienende Ausführungsform der Vorrichtung  dargestellt.  



  Die Vorrichtung besteht aus einem auf  rechtstehenden Gefäss B, dem oben die Fruchte  zugeführt werden und das in seinem obern  Teil mit einem Stutzen 7, im untern Teil  aber mit einer Heizvorrichtung 21 versehen  ist und dessen Höhe so bemessen ist, dass  bei offenem, gefülltem Gefäss durch das Ge  wicht der eingefüllten Flüssigkeit, zum Bei  spiel einer Zuckerlösung, mit den darin ent  haltenen Früchten im untern Teil ein Druck    und eine Temperatur erreicht werden, bei der    ein völliges Zerkochen der pflanzlichen Be  standteile eintritt.

   Es ist ferner ein Dreck  gefäss 1 angeordnet, in das die zur Verarbei  tung kommenden Fruchte in     unzerkleiner-          tem    oder wenig zerkleinertem Zustand ein  gefüllt werden, das durch ein Rohr 2 aus  einem Erhitzungs- und Lösegefäss 3 mit  heisser Zuckerlösung gefüllt werden kann.  Das Gefäss 1 wird nach der Füllung in be  kannter Weise oben abgeschlossen, und durch  ein vermittelst eines Zuleitungsrohres 4 ein  geführtes Druckmittel. Luft, Dampf oder  dergleichen, wird der Gefässinhalt durch ein  Förderrohr 5 abgedrückt. Das obere Ende  des Förderrohres a mündet über eine Schurre  6. die siebartig durchbrochen ist und die  Früchte von der Zuckerlösung trennt.

   Die  festen     Bestandteile    rollen     die        Schurre    6 hin  unter und fallen durch ein Mannloch 7 in das       aufrechte    Gefäss B. Die     durch    die     Siele    der         Schurre        hindtrchgela.ufene        Flüssigkeit    sam  melt sich in einem     Ablaufgefässe    9, in das ein      Überlaufrohr 10 des Gefässes 8 mündet. Durch  ein Verbindungsrohr 11 tritt die Flüssigkeit in  das Erhitzungs- und Lösungsgefäss 3 zurück,  in dem sie durch eine Heizs@hlange 12 wie  der erhitzt wird.

   Ausserdem ist das Löse  gefäss 3 zum Auflösen voll Zucker in einer  Zuckerlösung, in Wasser oder dergleichen  reit einem Rührwerke 13 ausgestattet. Aus  einem Raume 15 hinter einer Siebwand 14  im Gefässe 3 wi@d die fertige Lösung durch  eine Pumpe 16 entnommen, die die Flüssig  keit in den Behälter 9 drückt, wo sie sich  mit der übrigen Lösung vermischt. Von der  Druckleitung l8 der Pumpe 16 zweigt ein  Rohr 17 ab, das vor dem Förderrohre 5 des  Druckgefässes endet und zum Durchblasen  bei Verstopfungen im Druckgefäss 1 dient.  



  Die heisse Zuckerlösung, die zum Heben  der Früchte aus dem Druckgefäss 1 in das  Gefäss 8 verwendet wurde, fliesst, soweit sie  nicht als Auslaugeflüssigkeit in das Grefäss 8  eingeführt wird, über die Behälter 9, 3 zum  Druckgefäss 1 zurück. Im Behälter 3 wird  die Lösung @e@ erhitzt und ergänzt. Die  Früchte werden also beim Heben gleichzeitig  vorgewärmt.  



  Das aufrechte Gefäss 8 bestellt aus einem  etwa sieben Meter hohen, eine Wärmeschutz  s@hicht tragenden Zylindier, der beim Betriebe  nahezu bis zum     obern        Rande    mit einer  Zuckerlösung gefillt ist. Diese tritt durch  einen in etwa ein Drittel Hölle des Gefässes  gelegenen Verteiler 19 ein und fliesst zum  Teei langsam, den eingeworfenen Früchten  entgegen, nach oben. Durch die Berührung  mit der heissen Lösung im obern Teile des  Gefässes 8 werden den Früchten die Ge  schmacks-, Geruchs- und Farbstoffe ent  zogen, so dass durch einen Ablasshahn 20  ein fast klarer Fruchtsaft abgezogen wer  den kann.  



  Die entsaf@eten Früchte sinken mit einem  geringeren Teil der durch den Verteiler 19  eingeführten Zuckerlösung vermischt in dem  aufrechten Gefäss 8 in den unter dem Flüs  sigkeitsverteiler 19 liegenden Teil des Ge  fässes 9 weiter zu Boden. In diesem untern  Teil wird die Flüssigkeit durch den Strom    der Zuckerlösung nicht besonders bewegt.  Durch den Heizkörper 21 wird die Tempera  tur der unter dem Drucke der hohen Flüs  sigkeitssäule stehenden Masse so gesteigert,  dass die Früchte zerfallen und     aufgeschdos-          seil    werden. Von Zeit zu Zeit wird das Mus  durch Attsfüllöffnungen 22 abgelassen, die  durch Siebe 23 abgeschlosen sind.

   Unter  dem hohen Drucke wird die Mässe durch  Siebe 23 mit feinen Öffnungen unter Ab  trennung der Stiele, Kerne usw. derart hin  durchgepresst, dass sie aus den Abfüllstutzen  24 fertig passiert abgelassen werden kann.  Die Auslassöffnungen 22 sind naeh aussen  durch eine Haube 25 abgeschlossen, o dass  man durch Erhöhung oder Verminderung de  Druckes im Innern der Haube 25 etwa ver  stopfte Öffnungen im Siebe 23 wieder frei  legen kann. Die unlöslichen Beimengungen,  Stiele, Kerne usw., der Hasse, die siele am  Boden des Gefässes 8 ansammeln,     können     durch besondere Auslassstutzen 26 alpgezogen  werden.  



  Zweckmässig ist es, im untern und obern  Teil des Gefässes auch noch     Zuckerlösungs-          cder    Dampfeinführungsvorrichtungen anzu  ordnen, um die Dichte und die Wärme der  Flüssigkeit leicht regeln zu können. Auch  kann man oberhalb des Flüssigkeitsverteilers  19 Lufteintrittsdüsen zum Rühren der Zucker  lösung anbringen.  



  plan kann den Betrieb in dem neuen Koch  gefäss absatzweise oder ununterbrochen     dureh-          führen.     



  Als Flüssigkeit zum Kochen der Früchte  kann man sowohl reine Zuckerlösung, als  auch unreine, zuckerhaltige Säfte und Ab  läufe der Zuckerfabriken oder Raffinerien  oder auch Fruchtsäfte verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Herstellung von Säften und Gelees unter gleielizeitiger Gewinnungen von Marmelade aus -pflanzlichen Stoffen, gehennzeic$n.et durch :ein aufrechte: Gefäla. (1a.5 oben mit einer rinfüllöffnung und einer Zuführungsvorrichtung für das zu behan- (lelnde Gut,
    sowie mit einer Vorrichtung zur Ahscheidung der mitgeführten Flüssigkeit versehen ist und in das in seinem obern Teil eine Zuführungsleitung für den zur Aus- laugung des Gutes dienenden Zuckersaft und eine darüberliegende Ableitung für den ge wonnenen Fruchtsaft münden. während in seinem untern Teil eine Heizvorrichtung und eine mit einem Sieb abgedeckte Austritts öffnung für die fertige Marmelade oder das flus angeordnet sind.
    UNTERANSPRUCH Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch ein mit dem aufrechten Gefäss in Verbindung stehendes Erhitzungs und Lösegefäss für den Zuckersaft, einen Druckbehälter, aus dem die Früchte, gemischt mit dem aus dem Erhitzungs- und Lösegefäss entnommenen Zuckersaft, in das aufrechte Ge fäss gedrückt werden, und einem Ablauf- nrefäss, in dem die den Früichten vor ihrem Eintritt in das aufrechte Gefäss entzogene Flüssigkeit sich sammelt, nebst Rohrleitungen zwischen diesen Gefässen, durch die die Flüs sigkeit von lern Ablaufgefässe teils in das aufrechte Gefäss behufs Auslaugung der Früchte eintritt, teils dem Erhitzungs- und T.ösegef:isse wieder zufliesst.
CH88180D 1916-11-24 1919-09-22 Vorrichtung zur Herstellung von Säften und Gelees unter gleichzeitiger Gewinnung von Marmelade aus pflanzlichen Stoffen. CH88180A (de)

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CH88180D CH88180A (de) 1916-11-24 1919-09-22 Vorrichtung zur Herstellung von Säften und Gelees unter gleichzeitiger Gewinnung von Marmelade aus pflanzlichen Stoffen.

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