CH88431A - Kreiselmaschine. - Google Patents

Kreiselmaschine.

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CH88431A
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Kaplan Prof Dr Ing Victor
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Kaplan Prof Dr Ing Victor
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  Kreiselmaschine.    In der Patentschrift Nr. 68080 ist eine  Kreiselmaschine (Wasser-, Dampf- oder Gas  turbine, Kreiselpumpe oder -Gebläse)     besehrie-          ben,    deren Leitapparat so ausgebildet ist, dass  im Meridianschnitt das Arbeitsmittel dem  selben in radialer oder angenähert radialer  Richtung zu- beziehungsweise abgeführt wer  den kann.  



  Das Laufrad hingegen ist mindestens vor  wiegend mit achsial beaufschlagten Schaufel  räumen ausgestattet. Soll daher die Kreisel  maschine als Turbine wirken, so erfordert  die mindestens vorwiegend achsiale Beauf  schlagung des Laufrades eine Ablenkung des  Arbeitsnaittels im Leitapparat, zu welchem  Zwecke die erwähnten Laufschaufelräume den  Stirnkanten der Leitschaufeln zugehörig     be-          zieliungsweise    benachbart sind.

   Durch eine  derartige Leit- und Laufschaufelanordnung  wird daher schon das zwischen den     Leit-          schaufeln    geführte     Arbeitsinittel    aus seiner  ursprünglichen, keine     achsiale    Komponente  aufweisende Eintrittsrichtung im erheblichen  Masse abgelenkt, weil dieses Mittel auch min-         destens    längs eines Teiles der Stirnkanten  der Leitschaufeln austreten kann.  



  Soll die Kreiselinaschine als Pumpe wir  ken, so ist klar,     dass    zu diesem Zwecke nur  eine Unikehrung der Strömungsrichtung er  forderlich ist. Mindestens der grössere Teil  des Arbeitsmittels durchfliesst sodann das Lauf  rad in     aelisialer    oder angenähert     achsialer     Richtung und wird     ini    Leitapparat     (Diffusor)     aus dieser Richtung abgelenkt und     verlässt     denselben, im     Meridianschnitt;    gesehen, in  wesentlich     radialei-    Richtung.  



  Die.     vorliea-ende    Erfindung betrifft eine  weitere Ausgestaltung derartiger Kreiselma  schinen, und bezweckt, die Reibungswider  stände zu verringern, die bisher erreichte  spezifische Drehzahl zu erhöhen und die     Un-          enipfindlichkeit    des Wirkungsgrades gegen  über Drehzahl und Belastungsschwankungen  zu vergrössern, sowie eine vereinfachte Kon  struktion.  



  Diese Verbesserungen werden gemäss der  Erfindung dadurch bewirkt,     dass    zwischen  einem mindestens grösstenteils     achsial    beauf-      schlagien Laufrad und im wesenthelichen ohne  achsiale Richtungskomponente durchflossenen  Leitschaufeln ein seliaufelloser Raum einge  schaltet ist, von solcher Gestalt, dass die  Längen der am meridionalen Strombild in ihm  gemessenen Wasserwege sieh gegen die     Lauf-          radwelle    hin vergrössern und wenigstens der  grössere Teil des Arbeitsmittels in diesein  Rauine um etwa 90  abgelenkt wird.  



  Der ErfindungsgegenstanA ist auf den bei  liegenden Zeichnungen durch Ausführungsbei  spiele veranschaulicht.  



  Fig. 1 stellt den Schnitt der linken Hälfte  einer Wasserturbine vor, welche einen     Leit-          apparat    mit drehbaren Leitschaufeln S1 und  ein aus der Vereinigung einer Francisturbine  mit einer     Aehsialturbine        liervorgegangenes     Laufrad, besitzt;  Fig. 2 zeigt den Grundriss bei abgenom  menem Leitrad- und Turbinendeckel und Fig. 3  die linke Hälfte eines Zwillingslaufrades, wel  ches gleichfalls die erwähnte Vereinigung der  beiden Turbineritv en zum Ausdruck brinut  und durch eine vertikale, durch die Turbinen  achse gelegte Ebene geschnitten ist;

    Fig. 4 stellt die Verbindung eines mit  Drehschaufeln versehenen Leitapparates mit  einem im Wesen achsial beaufschlagten Lauf  rad vor, wogegen Fig. 5 die Zwillingsanord  nung der gleichen Laufradform zeigt;  Fig. 6 zeigt den in die Bildebene abge  wickelten Schnitt einer Stromfläche z,z (Fig. 4)  mit zwei benachbarten Schaufelflächen S2 einer  für besonders hohe spezifische Drehzahlen ge  eigneten Wasserturbine.  



  Der einfacheren Darstellungsweise wegen  sollen die weiteren Angaben hauptsächlich  auf Wasserturbinen eingeschränkt werden,  doch können dieselben     sinngernäss    auf alle  andern Arten von Kreiselmaschinen der an  gegebenen Art übertragen werden.  



  Da bekanntlich die Wasserreibungsverluste  nicht nur von der Schaufellänge, sondern atiuh  vom Grade der Krümmung und von der Weite  der Sehaufelkanäle abhängen, so ergibt jede  Leitradanordnung umso grössere Verluste an  Flüssigkeitsreibung, je näher die     Leitschaufel-          austrittskanten    an die Laufradvelle heran-    rücken, weil die lichten Weiten zweier Nach  barschaufeln mit der Annäherung an die Lauf  radwelle ebenfalls abnehmen.  



  Eine Verringerung der Wandreibungsver  luste     lässt    sieh daher zum Beispiel im Falle  einer Turbine erzielen, wenn ein hauptsächlich  mit achsial beaufschlagten Schaufelräumen  versehenes Laufrad durch einen radialen     Leit-          apparat    beaufsehlagt wird, dessen     Leitsehaufel-          stirnkanten    entweder gar nicht oder nur in       unerheblichein    Masse über der)     Saugrolirraum     beziehungsweise über das Laufrad hineinragen.  Ein derartiger Leitapparat ist in den Figuren  1-5 dargestellt. Die Leitschaufeln S1 sind  um die Achsen M M drehbar angeordnet,  welche Verstellbarkeit die gewünschte Rege  lung der Wassermenge ermöglicht.  



  Das Wasser durchfliesst einen solchen     Leit-          apparat    im wesentlichen ohne achsiale Rich  tungskomponente. Dadurch wird im Vereine  mit dein mindestens grösstenteils     achsial,        be-          aufschlagten    Laufrad bewirkt,     dass    zwischen       Leit-    und Laufrad ein schaufelloser     Leitrauin          Ro        (Fig.   <B>1)</B> gebildet wird.

   von solcher Gestalt,       dass    die     Lärio-en        dei-        31eridianprojektionen        dei-          Wasserwege,    das heisst die Längen der am       meridionalen    Strombild in ihm gemessenen  Wasserwege, gegen die     Laufradwelle    hin zu  nehmen, wie dies die Ausführungsbeispiele  der Figuren 4 und<B>5</B> zeigen, in welchen durch  2 und<B>3</B> einige 'Wasserwege angedeutet sind.  Derartige Wasserwege können bekanntlich mit  Hilfe des     meridionalen    Strombildes gewonnen  werden.

   Je mehr sich daher die     Wasserstril-          inung    der     Luftradwelle    nähert, desto weniger  wird dieselbe durch Führungswände     beeinflusst     und desto geringer     sind'daher    die bei     unriell-          tiger    Winkelstellung auftretenden Verluste.  



  Ans den Ausführungsbeispielen ist aber  auch ersichtlich,     dass    durch die geschilderte  Ausbildung des schaufellosen     Leitradraunies     wenigstens der grössere Teil des diesen Raum  durchströmenden Wassers eine Ablenkung uni  etwa<B>900</B>     ei-fährt,    ohne auf diesem Wege     den          eiiergieverzehrenden        Einfluss    besonderer Füh  rungsflächen     (Leit-    oder     Laufradschaufeln)    aus  gesetzt zu sein.

   Eine solche Ablenkung des  Wassers entspricht durchaus dem natürlichen      Strömungsverlauf des Wassers zu einem in  axialer Richtung durehflossenen Rohre oder mit  anderen Worten: Eine derartige Ablenkung  muss auch dann eintreten, wenn das Wasser  ohne irgend welche Führungswände, also bei  spielsweise nach Entfernung des Leit- und  Laufrades dem Saugrohre zuströmen würde.

    Zieht man noch die grossen Geschwindigkeits  änderungen in Betracht, die bei jeder Ablen  kung der Flüssigkeit aus seiner geradlinigen  Bahn auftreten müssen, sowie die grossen  WiderstandFverluste, welche jedem radial     be-          aufschlagtenSchaufelraume    schon wegen seiner  Lage zur Turbinenwelle anhaften, so ist es  auch vom Standpunkt der neueren     Strömungs-          lehre    leicht verständlich,     dass    eine mit einem  derartigen schaufellosen Leitradraum ausge  stattete Turbine die Erreichung erheblich  gilisserer spezifischer Drehzahlen erlaubt als  dies bei den üblichen Bauweisen möglich ist.

    Wie aber auch bei der Zuströmung des Wassers  zu einem Rohre durch entsprechende Abrun  dung der Eintrittsmündung desselben die sollst  auftretenden schädlichen Wirbelbildungen ver  mieden werden können, so ist auch im schaufel  losen Leitradraum durch eine entsprechende  Abrundung der äusseren Laufradbegrenzungen  beziehungsweise des Satigrohrflansches für eine  allmähliche Richtungsablenkung des Wassers  in diesem Raume zu sorgen. Der Strömungs  vorgang vollzieht sich demnach folgender  massen: Durch die Leitschaufeln S1 wird das  Wasser gezwungen die Leitradaustrittskanten  ao ao unter den gewünsebten     Leitradau8tritts-          winkeln    zu verlassen und mit einer Geschwin  digkeit in den schaufellosen.

   Leitradraum Ro  (Fig. 1, 3, 4 und 5) einzuströmen, der im  wesentlichen keine achsiale Komponente an  haftet. In diesem Raum wird nunmehr ent  weder der grössere Teil des Wassers (Fig. 1,  2 und 3) oder die gesamte Wassermenge (Fig.  4 und 5) aus dieser radialen Richtung in die  achsiale oder angenähert achsiale Richtung  abgelenkt, um die gewünschte Beaufschlagung  des Laufrades zu bewirken. In Figur 1 und 4,  in welchen einfache Laufräder dargestellt sind,  erfolgt die Ablenkung in die achsiale Rich  tung an den Stellen der Pfeile 2. wogegen    im Falle eines Zwillingslaufrades (Fig. 3 und 5)  diese Ablenkung im Sinne der Pfeile 2 Lind 3  erfolgt.

   Nur für den Fall, dass das Laufrad  aus der Verbindung eines     Francisturbinen-          laufrades    mit einer Achsialturbine erhalten  gedacht werden kann, wie dies die Figuren  1 und 3 zeigen, fliesst ein kleiner Teil der  im Leitradraum radial eintretenden Wasser  menge wenigstens angenähert in dieser Rich  tung dein Laufrade zu, wie dies in den Figuren  1 und 3 an den Stellen der Pfeile 1 ange  deutet ist.  



  Nachdem das Wasser seine Energie an  das Laufrad abgegeben hat, fliesst dasselbe  durch das Saugrohr in das Unterwasser. Es  ist selbstverständlich, dass derartig hohe spe  zifische Drehzahlen auch grosse     sogenannte          #Austrittsverluste"    bedingen, weshalb zweck  mässig durch Anwendung entsprechender Saug  rohre, deren Wirkungsweise noch durch die  Heranziehung der Fliebkraftwirkung des Was  sers verbessert werden kann, für einen ge  nügenden     #Saugrohrrückgewinn"    gesorgt wird.  



  Das gemäss vorliegender Erfindang benützte  Laufrad zeigt<B>die</B> gleiche oder wenigstens eine  ähnliche Anordnung der Laufradschaufelpro  file, wie diese in der Patentschrift Nr. 68080       atislührlich    beschrieben ist. Ist daher ein aus       achsialen    und radialen Schaufelräumen     Ri,    R2       (Fig.   <B>1</B> und<B>3)</B> bestehendes Laufrad vorgesehen,  so zerfällt dasselbe durch den in Figur<B>1</B>     ge-          strielielt    angedeuteten ideellen     Laufradkranz,    L  in zwei bekannte     Laufradformen,

      von welchen  der mit den Schaufelräumen     Ri    ausgestattete  Teil mit einem     Francisturbinenlaufrad    Ähn  lichkeit besitzt, wogegen der mit dem     Schaufel-          rauin        P-u:,    ausgestattete Teil ungefähr einem       Achsiallaufrad    Bauart     Jonval    entspricht. Da  jedoch den radialen Schaufelräumen keine be  sondere     Uedeutung    zukommt, so können diesel  ben auch ganz entfallen, oder doch wenigstens  durch Schaufelräume mit entsprechend geneig  ter Eintrittsrichtung des Wassers     ei-setzt    wer  den.

   Auch kann das Laufrad nur im     wesent-          lieben        achsial.        beaufschlagte    Schaufelräume  <I>(R2</I><B>' )</B> besitzen, wie dies in den Ausführungs  beispielen     (Fig.    4-5) angegeben ist. Selbst  verständlich ist es aber zu diesem Behufe      durchaus nicht erforderlich, dass etwa die Lauf  radeintrittskante zur Laufradwelle senkrecht  gerichtet ist, da ja auch eine gekrümmte  beziehungsweise schräg zu dieser Achse  gerichtete Eintrittskante (z. B. e2 e2 Fig. 4)  die gewünschte Ausgestaltung des schaufel  losen Leitraumes beziehungsweise die vorge  sehene Ablenkung und die Verschiedenheit  der Wasserweglängen in demselben gestattet.

    Die vorliegende Erfindung kann daher auch  kurz als     #die    Beaufschlagung eines Achsial  laufrades durch einen bisher für Radialturbinen  verwendeten Leitapparat unter Vermittlung  eines schaufellosen Zwischenraumes von be  stimmten Eigenschaften angedeutet werden.  



  Es kann zwar durch eine derartige     Leit-          und    Laufradanordnung ein durch besondere  Führungsflächen bestimmter Strömungsverlauf  im Leitraum nicht erzwungen werden, weil  das Wasser besonders zu den der Turbinen  welle benachbarten Schaufelräumen unmittel  bar vor diesen durch Leitsehaufeln nicht mehr  geführt wird, doch kann der dadurch unter  Umständen auftretende Wirkungsgradabfall  gegenüber den sonstigen durch die geschilderte  Ablenkung des Wassers im Leitraum erzielten  Vorteilen von keiner Bedeutung sein. So ist  beispielsweise bekannt, dass bei vielen Tur  binenanlagen die der Turbinenberechnung zu  Grunde gelegte Wassermenge nicht immer zur  Verfügung steht.

   In solchen Fällen wird da  her eine Turbine, welche zwar ein en kleineren  Höchstwirkungsgrad, aber in einem grösseren  Beaufschlagungsbereich einen höhern Durch  schnittswirkungsgrad besitzt, zweifellos selbst  einer Turbine mit höherem aber mit der Be  aufschlagung stark schwankenden Wirkungs  grad überlegen sein.  



  Ein solcher höherer Durchschnittswirkungs  grad lässt sich aber nach vorliegender Erfin  dung erzielen, weil bei der mit abnehmender  Beaufschlagung erforderlichen Verdrehung der  Leitschaufeln die unmittelbare Beeinflussung  der Eintrittsrichtung des Wassers in das Lauf  rad diesen Leitschaufeln nicht mehr zufällt.  Somit kann in der neuen Leitschaufeldrehlage  die von den theoretischen Forderungen ab  weichende Verteilung der längs der Stirn-    kanten vorhandenen Leitradwinkel den     Strö-          mungsverlauf    nicht     inehr    so ungünstig wirkend  beeinflussen.  



  Ebenso gestattet die geschilderte     Leitraum-          anordnung    eine erhebliche Verkürzung der  Leitschaufeln S1 und damit eine erhebliche  Verbilligung ihrer Herstellung sowie eine  leichte Bedienung des zur Verdrehung der  Schaufeln erforderlichen Reguliergetriebes,  weil die Lage des Drehbolzens solcher     Leit-          schaufeln    immer so gewählt werden kann,  dass der auf diese Schaufeln ausgeübte resul  tierende Wasserdruck wenigstens in der Nähe  des Drehbolzens angreift, wie dies beispiels  weise aus Figur 2 zu ersehen ist. Es kann  demnach die Verdrehung der Leitschaufeln  mit geringen Regulierkräften bewirkt werden,  was     insbesoders    bei automatischer Regulierung  von Bedeutung ist.  



  Eine bis an die Grenze des     il#löglielieil        ge-          ,steigerte    Erhöhung der spezifischen Drehzahl  kann bei einer derartigen     Kreiselmaschine    er  zielt werden, wenn das Arbeitsmittel nicht  nur auf seinem Wege bis zum Laufrad, son  dern auch in den     Laufradschaufelräunien    nur  jene Widerstände findet, welche zu einer  brauchbaren Führung dieses     M,        ittels    längs der  Schaufeln unter allen Umständen erforderlich  sind.

   Die übliche Ansicht,     dass    eine brauch  bare Führung des     Arbeitstnittels    nur in kanal  förmigen Schaufelräumen     (Laufradzellen)        mög-          lieh    sei, ist nicht stichhaltig.

   In der Patent  schrift     Nr.   <B>70009</B> ist ausführlich gezeigt,     dass     die in der     Umfangsriehtung    gemessene Schau  fellänge 2     (Fig.   <B>6)</B> gegenüber der Schaufeltei  lung<B>(i)</B> mindestens so verkleinert werden  kann,     dass    die von den Endpunkten eines       Schaufelprofiles        (b2)    normal zu den Strom  linien gezogenen     Trajektorien        (ni,   <I>n2)</I> das  Nachbarprofil     (b1)    nicht mehr schneiden ohne  die Führung des Arbeitsmittels zu schädigen.

    Da demnach eine lichte Weite im Sinne der  üblichen Auffassung nicht mehr vorhanden ist  und auch die erwähnten     Trajektorien    zwischen  zwei benachbarten Schaufelprofilen ],-einen  kanalförmigen Raum abgrenzen, so haben  derartige Laufräder an der betrachteten Stelle  die übliche Zellenform verloren und eine      Flügulform angenommen Solche flügelartige  Laufräder, welche wie gezeigt auch vorteilhaft  ohne äussere Laufradbegrenzung verwendet  werden können, geben in Verbindung init der  geschilderten Leitraumanordnung die höchst  erreichbaren spezifischen Drehzahlen. Dazu  koninit aber noch eine bisher unbekannte  Gleichmässigkeit des Wirkungsgrades gegen  über Gefällsschwankungen, welch letztere be  kanntlich im Turbinenbetricb nicht zu ver  meiden sind.

   Da die von der Turbine ange  triebenen     Arbeitsinaschinen    eine konstante  Drehzahl erfordern, so muss daher das Lauf  rad oft durch lange Zeit hindurch mit unrich  tigen Schaufelwinkeln beaufschlagt werden.  Eine solche Beaufschlagung ist aber bei den  Üblichen Bauweisen mit grossen     Effektverlusten     verbunden.

   Diese Nachteile werden aber dann  wirksam vermieden, wenn (las In einem     schao-          fellosen    Leitradraum entsprechend abgelenkte  Wasser einem mit flügelartigen Schaufeln     ver-          sehenen    Laufrade zugeführt wird, weil es  sich in einem solchen Falle selbst jene     Ein-          trittsriehtung    ins Laufrad wählen kann, welche  den augenblicklichen Betriebsverhältnissen am  besten entspricht, Diese zwanglose     Einströ-          mung    des Wassers in das Laufrad, welche  durch die geschilderte Vereinigung der be  sprochenen Leitraumanordnung init der Flügel  form des Laufrades bewirkt wird,

   vermeidet  auGerdein jede überflüssige Führung des Was  sers, weshalb dasselbe einen genügend wider  standslosen Durchfluss durch die Turbine auch  dann noch findet, wenn die Radwinkel den  augenblicklichen Betriebsverhältnissen nicht  entsprechen.  



  Es ist selbstverständlich, dass die geschil  derten Vorteile des schaufellosen     Leitradrau-          mes    nicht an eine     engbegrenzte    Lage der  Leitradaustrittskantsn ao, ao gebunden sind.  Auch die im Ausführungsbelspiel Figur 1 ge  strichelt angegebene Lage a a erfüllt den ge  wünschten Zweck. Ebenso lässt sieh derselbe  durch feste oder drehbare Leitscbaufeln von  entsprechender Höhe erreichen, deren Aus  trittskanten entweder nach geraden Linien  (ao ao Fig. 1, 3, 4 und 5) oder nach geneigten  beziehungsweise gekrümmten Linien begrenzt    sind.

   Das gleiche gilt auch für die Laufrad  schaufeln und deren Eintrittskanten (siehe ei ei  Fig. 1 und e2 e2 Fig. 1, 2, 4 und 5) sofern  wenigstens der grössere Teil des Laufrades  achsiale Beaufseblagung erfährt und der schau  fellose Teil des Leitradraumes, wie vorstehend  dargelegt, vorhanden ist. Selbstverständlich  richtet sich diese Form auch nach der     Aus-          bildung    des beziehungsweise  der innern Laufradbegrenzung. In den Aus  führungsbeispielen Fig. 1 und 4 ist der     Leit-          raddeckel    D eben gedacht, doch kann der  selbe auch nach den     gestrielielt    eingezeichneten  Erzeugenden D1 gekrümmt sein.

   Durch eine  derartige Krümmung des Leitraddeckels wird  bei einem nach Fig. 1 ausgebildeten Laufrade  der radiale Schaufelrauin (R1) verkleinert, was  die Schnelläufigkeit des Rades nicht beein  trächtigt. Die obere Laufradbegrenzung eines  zu einer derartigen Deckelkrämmung passen  den Laufrades ist in Fig. 1 dureh die gestrichelt  gezeichnete Erzeugung E angedeutet. In Fig. 5  ist schliesslich eine scheibenförmige Verbreite  rung der Laufradnabe gestriehelt eingezeichnet,  welche Verbreiterung eine zweckmässige Ver  teilung des im schaufellosen Teile des     Leit-          radraumes    fliessenden Wassers nach den beiden  Laufrädern hin fördern soll.  



  Es ist bekannt, dass in vielen Gegenden  der Ausbau von Wasserkräften     atis    dem Grunde  nicht durchgeführt werden kann, weil die bis  her erreichte spezifische     Drebzahl    der Turbine  zu klein ist und kleine Drehzahlen     teuire    Ma  schinen und Bauwerke erfordern.

   Durch eine  Turbine, nach vorliegender Erfindung ausge  führt. wird in allen solchen Fällen die für  einen wirtschaftlichen Betrieb erforderliche       Verb'Ilio#iiii--    der Energieumsetzung     ei-zielt.     <B>1</B> n     e_I     Aber auch in jenen Füllen, wo es weniger  auf die Ersparnis an Betriebswasser, als auf  die Erreichung     besot)(1c-i .,;z    hoher     Unii.qtif7alileii     ankommt, wird sieh die Überzeugung Bahn  brechen,     daU)    der Ausbau von     Niederdruck-          anlagen    selbst bei sehr geringem     (-,'ef,;

  tlle    noch  wirtschaftlich ist, nämlich dann, wenn die  bisher     oliiie    Anwendung vorliegender Erfin  dung erreichten spezifischen Drehzahlen ge  rade noch als ungenügend     eraehtet    -werden.      Eine nach vorliegender Erfindung ausge  bildete Kreiselmaschine lässt sich überall dort  verwenden, wo ein geordneter Strömungsver  lauf im Leit- und Laufrade gesichert ist. Ein  solcher Strömungszustand findet bekanntlich  nicht nur bei allen Turbinen (Wasser-,     Dampf-          oder    Gasturbine), sondern auch bei allen zeit  gemäss Kreiselpumpen und Gebläsen statt.  



  Es bedarf keinur weiteren Begründung, dass  das Leit- tmd Laufrad der Beschaffenheit des  Arbeitsmittels (Flüssigkeit, Dampf, Gas und  dergleichen) ohne Änderung des Wesens der  vorliegenden Erfindung atigepasstwerden kann.  Ebenso kann selbstverständlich bei unelasti  schen Arbeitsmitteln dureh Verwendung ent  sprechender Saug- beziehungsweise Druck  rohre für eine wirksame     Euergieunisetzung     gesorgt werden. Schliesslich sei noch bemerkt,  dass durch die bei Pumpen und Gebläsen er  forderliche Umkehrung der Strömmigsrichtung  die     #Schaufelaustrittskanten"    der Turbinen,  den     #Schaufeleintrittskanten"    der Pumpeu mid    Gebläse entsprecheu und umgekehrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kreiselmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem mindestens grösstenteils achsial beaufschlagten Laufrad und im wesent lichen ohne achsiale Richtungskomponente durchflossenen Leitschaufeln eiti sehaufelloser Raum eingesehaltet ist, von solcher Gestalt, dass die Längeu der ain meridionalen Strom bild in ihni gemessenen Wasserwege sich gegen die Laufradwelle hin vergrössern und wenigstens der grössere Teil des Arbeitsmittels in diesem Raunie um etwa<B>900</B> ab-eleukt wird.
    <B>c</B> UNTERANSPRUCH: Kreiselniaschine und Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens längs eines Teiles einer Laufradschaufelflache keine Zelle vorhandeii ist, beziehungsweise die Schau felteilung t gegenüber der Schaufellänge # derart vergrössert ist, dass die von den End punkten der Schaufelprofile tiornial zu den Stroinlinien gezogenen Trajektorien das --Nach barprofil nicht mehr schneiden.
CH88431D 1913-09-16 1915-08-03 Kreiselmaschine. CH88431A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3172431B1 (de) 2014-07-23 2019-06-05 Andritz Hydro Canada Inc. Francis-turbine mit kurzer schaufel und kurzem band

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3172431B1 (de) 2014-07-23 2019-06-05 Andritz Hydro Canada Inc. Francis-turbine mit kurzer schaufel und kurzem band

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