CH88468A - Empfangsanordnung für drahtlose Telegraphie. - Google Patents

Empfangsanordnung für drahtlose Telegraphie.

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CH88468A
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Fuer Drahtlose Te Gesellschaft
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Drahtlose Telegraphie Gmbh
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  Empfangsanordnung für drahtlose Telegraphie.    Gegenstand der Erfindung ist eine     Emp-          l'angsanordnung    für drahtlose Telegraphie,  die es gestattet, die empfangenen Schwingun  gen oder Impulse zur Betätigung eines  Schreibers, Anrufapparates und dergleichen  auszunutzen. Bekanntlich führte die Ent  wicklung der drahtlosen Telegraphie zum fast  ausschliesslichen Gebrauchse des Hörempfan  ges, während der ursprünglich     benutzte     Schreibempfang wieder verlassen wurde. Die  Schwierigkeiten, die sich dher Durchführung  des Schreibemlpfanges entgegenstellc en, beste  ben darin, dass nur sehr geringe Energie  mengen zur Verfügung stehen und ander  seits diese Energien Wechselströme sind, für  welche es in der Technik kein empfindliches  und sicher arbeitendes Relais gibt.

    



  Zur Verstärkung der schwachen Emp  fangsströme sind Verstärkereinrichtungen ge  schaffen worden, und zwar werden entweder  die Mikrophonverstiirker oder, besonlers in  neuerer Zeit, lhauptsächlichl die Kathoden  strahlverstärker benutzt. Man hat dann an  diese Verstärker Relais zum Betriebe von    Schreibern etc. angeschlossen, aber auch  hiermit keinen Erfolg erzielt. Die Mikrophon  verstärker haben den Nachteil, dass sie nur  von Strömen Güter gewissen Stärke beeinflusst  werden können, und zwar müssen diese  Ströme mneistens so starlk sein, dass sie zum  Beispiel sclhon direkt vom menschlichen Ohre  wahrgenommen werdlen können. Die Katho  denstrahlverstärker sind zwar demgegenüber  imstande, ausserordentlich schwache elektri  sche Inmpulsc, die weit unter der Hörbarkeits  grenze liegen, noclh zu verstärken.

   Sie haben       je@ochl    den Nachteil, dass der verstärlkte Strom  Mir einen verhältnismässig kleinen Wert an  nehmen kannrr, der durch den sogenannten  Sättigungsstrom der Möhre begrenzt ist, so  dass3 weniger emrpfindliche Relais oder der  gleichen für einen Anruf oder zum Betriebe  eines Schreibers nicht bcnutzt werden könn  ten.  



  Die vol dhell Verstärkern abgegebenen  Wechselstromenergien hat man versucht,  mit Vilbrationsrelais oder dergleichen nutz  bar     zumachen.    Diese     Einriclitungrti    haben      aber nicht die erwünsclhte Zuverlässigkeit ge  zeigt.  



  Bei vorliegender Erfindung lunp an der  Empfangsstelle eingewöhnliches     Gleich-          stronmrelaix,    beispielsweise e in polarisiertes  Magnet- Ankerrelais, benutzt werden. Dieses  wird dadurch ermöglicht, dass vor dem zu  betreibenden Gleichstronmrelais eine besondere  Kathodenrö hre mit Gitteranordnung einge  schaltet wird, die derart ausgebildet ist, dass  die empfangenen Stromwellen in Gleichstrom  impulse unmgeformt werden. Ventilröhren zur  Gleichrichtung von Wechselströmen sind an  sich bekannt geworden. Wo es sich aber um  Ahgalbe von reinen Gleichstromimpulsen han  delte, tbestanden diese nur aus Glühkathode  und Anode und die Gleichrichtung des zu  geführten Wechselstromes erfolgte hierbei  durch Unterdrückung der einen Halbperiode.

    Zur Auslösung kräftiger Gleichstromimpulse  waren sie nicht geeign et. Kathodenröhren mit  Gitter sind aber bisher im wesentlichen als  Verstärker fürs sehwache Wechselströme be  kannt geworden, dlas heisst im Anodenkreise  traten proportionale Wechselströme mit er  höhter Amplitude auf. Um diese Wirkung zu  erzielen, brauchte man im Anodenlkreise hei  nicht heeinflusstenm Gitter einen konstanten  Gleiehstronm. Eine gewisse Ventilwirkung,  die sie zum Deispiel zum Gehrauch als De  tektoren geeignet macht, ist auch bei diesen  Gitterröhren vorhanden. Aber die Erzeugung  von Gleichstromimpulsen, die sich zur Aus  lösung voll Relais eignen, ist gerade durch  den Dauergleic lhstrom unmöglich gemacht.

    Für jede praklische Relaisbetätigung ist es  vielmehr erforderlich, dass im Ruhezustande,  das heilsst, wenn kein Weclhselstromn zugeführt  wird, die Gleichrichteranordnung vollkonmnen  oder doch nahezu vollkommen stromlos ist  und erst im Betriebe. dlas heisst bei ankommen  den We chselströmen, die Auslösung erfolgt.  



  Alp eine Kathodentrahlröhre, die diese  Bedingungen zu erfüllen vermag, eignet sich  am besten eine Gliihkathodenröhre mit gro  sser Heizoberfläche, beziehungsweise grosser  Anorldenspannung. Bedingung für eine solche  Röhre ist, dass sie bei einem guten Verstär-    kungsgracl eineu verlhäiltnismässig starken  Strom durehlässt.

   Eine solche Röhre, welche  hei der üblichen Einstellun gn das heisst gröss  ter Verstärkung, clie Amplitude der Strom  wellen ohne wesentliche Änderung ihrer     Kur-          venformn    erhöht, also normalerweise fast keine  oder nur beringe Schwankungen des     Anoden-          gleichistromes    zeigt, bann durch passen de  Walhl des Anodenstromes ihren Charakter so  ändern, dass sie vorwiegend Gleichstrom  impulse erzeugt und dadurch für den vor  liegenden Zweck geeignet wird. Das Gitter  potential der Röhre wird hierbei so ein  gestellt, dass ohne Beeinflussuug volt aussen  durch die Anode kein nennenswerter Strom  fliesst.

   Bei ankommenden Zeichen dagegen  wird dann ein Gleichstrom von 5 bis     Mini-          ampEère    ausgelöst, der ohne weiteres geeignet  ist, ein polarisiertes Relais in Betrieb ztu set  zen. Die Gleichrichtung mit Hilfe dieser so  einbestellten Ventilgitterröhre ist im     Gegen-          satze    zu den hekannten Ventilröhren nur mit  Anode und Kathode von einer erheblichen  Verstärkung begleitet.  



  Die verstärkten Gleichstromimpulse im  Anodenkreise der Gleichrichterröhre sind  proportional den am Gitter zugeführten  Wechselströnmen. Handelt es sich beim Emp  fange um sehr schwache Schwingungen, so  lässt man zweckmässig der Gleichrichtung eine       Verstärkung        vorangehen,    um das Gitter der  Ventilröhre von vorneherein mit möglichst  kräftigen Strömen zu beeinflussen. Diese Ver  stärkung kann durch Kathodenstrahlröhre n  in an sieh bekannter Weise entweder in Form  einer Hochfrequenzverstärkung oder nach  Zwischenschaltung von Detektoren in Form  von Niederfrequenzverstärkung vorgenommen  werden.  



  Man erhält dann durch Kombination     cdie-          ser    Verstärkung mit der beschriebenen Gleich  richterröhre eine Empfangsanordnung, durch  die ein sicherer Schreibempfang, Anruf und  dergleichen auch hei den geringsten     Enmp-          fangsintensitä    tenl möglicht wird.  



  Bei dieser     Verstärkung        würde    man     noch     den Nachteil in Kauf nehmen, dass der ver-      stärkte Strom, den man aus einem Kathoden  strahlverstärker entnehmen karnn, wie bereits  erwähnt, durch den Sättigungsstrom der  Röhre begrenzt ist. Um diese Nachteile zu  beseitigen, werden nach einer weiteren     Aus-          führungsfornm    der Erfindung die schwachen  Schwingungen oder Impulse einer Kaskaden  anordnung von Kathodenstrahlrelais mit stu  fenweise zunehmendem Sättigungsstrome zu  geführt.

   Die Verstärkung gesclhieht dann in  der W'eise, dass die erste Röhre fmnit kleinstem  Sättigungsstrom und grösster Empfindlichkeit  zur Beeinflussung einer zweiten Röhre mit  entsprechend grösserem Sättigungsstrome be  nutzt wird. Die zweite Röhre kann dann wie  der eine entsprechend grössere dritte Röhre usf.  beeinflussen, bis die beste Stromstärlke zum  Betriebe des Gleichrichters und des Relais etc.  erreicht ist.  



  Auf der Zeichnung ist ein Schaltungs  beispiel nach vorliegender Erfindung dar  gestellt.  



  Es ist hierbei angenommen, dass der  Sender die zur     Zeichengeltung        dienenden          Schwingungsgruppen    in     Tonfrequenz        aus-          sendet.     



  Die von der Antenne 1 aufgenommenen  Schwingungen werden unter Zwischenschal  tung des abgestimmten Kreises 2 dellt De  tektorkreise 3 zugeführt und hier     gleiclh-          gerichtet,    so dass die Primärspule des Nieder  frequenztransformators G nur von gleich  gerichteten Impulsen niedriger Frequenz  durchflossen wird. Die in der     Sekundärspule     induzierten Wechselströme werden durcb die  durch den Niederfrequenztransformator 7  gekuppeltenl Kathodenstrahlverstärker l und 5  in bekannter Weise verstärkt.

   Mit der Ka  thodenstrahlröhre 5, die einen grösseren     Siit-          tigungsstrom    besitzt als 4, ist über den wei  teren Niederfrequenztransformator 8 die Stark  strom-Kathodenstrahlröhre 9 verbunden, wel  che im Prinzip ebenso hergestellt ist wie die  Verstärkerröhren 4 und 5; jedoch besitzt dlie  Glühkathode 10 eine grössere Heizfläche als  die der Röhren 4 und 5. Mit Hilfe der     Po-          tentiometereinriehtung    11 wird nun der  Gitterstrom der Röhre 9 so eingestellt, dass    in ihrem Anodenstromkreis, in welchem sich  das Relais 12 und das     Gileiclhstromn-Kontroll-          instrulment    13 befinden, lein nennenswerter  Strom fliesst.

   Wenn dann Impulse durch dlen  Transformator 8 fliessen. das heisst wenn die  Alntenne 1 von Schwingungen erregt ist, wird  die Röilhre 9 derart beeinflusst, dass der Strom  der Batterie 14 ausgelöst und das Relais 12  zum Ansprechen gebracht werden kann. Da  dieser Strom verhältnismiissig stark ist, kön  nen selig schnellgehende, wveniger empfind  liche Relais beeinflusst und so ein siclherer  Schreibempfang für Schnelltelegraphie er  möglicht werden.  



  Parallel zu dlemn Relais 12 ist der Kon  densator 15 geschaltel, welcher dlie Kurven  form des Anodlenstromes etwas verflachlt lund  damit fürii' (his Relais     #eci#'lieter    gestaltet.

Claims (1)

  1. EMI0003.0019 11.1T <SEP> l: <SEP> N <SEP> T,1 <SEP> N <SEP> SPR <SEP> C?CH <tb> I'.lllphallg\allol'Chllllio' <SEP> <B>t111'</B> <SEP> ell'alltloe <SEP> Tele s <tb> g@allhle, <SEP> 11e1 <SEP> Cler <SEP> die <SEP> elnpl'ssll!g'enen <SEP> Sehwin gungeil <SEP> mittelst <SEP> Ventill-öhre <SEP> @@;
    'leichgerich <SEP> tut <tb> werden. <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> eine <SEP> mit <tb> einer <SEP> C@ittcranordnung <SEP> vr@l'sehene <SEP> Katlioden strahlröhre <SEP> benutzt <SEP> wird. <SEP> deren <SEP> Gitt,-r potential <SEP> so <SEP> eingestellt <SEP> ist. <SEP> Iass <SEP> im <SEP> Ruhezu stände <SEP> nahezu <SEP> kein <SEP> Strom <SEP> ilitrcll <SEP> die <SEP> Röhre <tb> fliesst, <SEP> ini <SEP> Arbeitszustand <SEP> aber <SEP> direkter, <SEP> deni <tb> zubeführten <SEP> -\Vecliselstroine <SEP> proportionaler <tb> Gleiellstroni <SEP> abgegeben <SEP> wird, <SEP> llm <SEP> mit <SEP> der <tb> Gleichrichtung <SEP> zuglei^li <SEP> eine. <SEP> Verstärkung <SEP> zu <tb> erzielen. <tb> T'\TERA\SPRt'CHr <tb> 1. <SEP> l:
    nipl'angalirir@lnnn@@' <SEP> naeh <SEP> Pittenlansllrtleh, <tb> dadurch <SEP> gehennzeiclinet, <SEP> dass <SEP> ilic@ <SEP> empfan genen <SEP> Schwiiiguiigeii <SEP> vor <SEP> ilii'ei' <SEP> Zuführung <tb> zur <SEP> j'cntilgit-terrühre <SEP> (1111c'11 <SEP> Horllfredueriz ve@stürlce@ <SEP> direkt <SEP> auf <SEP> Höhere <SEP> Amplituden <tb> gebracht <SEP> werden. <tb> ?. <SEP> h@mlifangsanordnun@@' <SEP> nar-li <SEP> Patentanspruch, <tb> (1;edurc'li <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> rli@@- <SEP> (@ni,pf;in genen <SEP> Schwingungen <SEP> vor <SEP> ihrer <SEP> Zuführung <tb> zur <SEP> Ventilgitterröhre <SEP> durch <SEP> Kathoden sti'alil\-erstiii'l;er <SEP> unter <SEP> Zwisr'henchaltung <tb> von <SEP> Detektoren. <SEP> (N <SEP> iederfrequenzverstärker) <tb> auf <SEP> höhere <SEP> Amplitude <SEP> gebracht <SEP> werden. 3.
    Empfangsanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die empfangenen Schwin gungen oder Impulse zunächst in einer Kathodenstrahlröhre mit kleinem Säitti- gungsstrom und dann in weiteren Röhren mit stufenweise zunelhmenden Sättigungs_ strömen verstärlkt werden.
CH88468D 1916-02-08 1919-11-24 Empfangsanordnung für drahtlose Telegraphie. CH88468A (de)

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