CH88689A - Verfahren zur Darstellung eines Gesamtalkaloidpräparates aus Opium. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Gesamtalkaloidpräparates aus Opium.

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opium
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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  Verfahren zur Darstellung eines Gesaintalkaloidpräparates aus Opium.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Darstellung eines     Prii-          parates,    das die Alkaloide des Opiums in  ihrer gesamten Menge und in ihrem     ursprüng-          liehen    Verhältnis frei von fremden     Begleit-          stoffen    enthält, aus pflanzlichem     Ausgangs-          mnaterial,    wobei manl als solches sowohl eine  Mischung von Opium und natürlieher     Zell-          substanz,

      als aueli eine Misohiiiiig eines aus  Opium bereiteten geeigneten Extraktes und  natürlicher Zellsubstanz verwenden kann.  Als natürliche Zellsubstanz wird vorteilhaft  Blattpulver verwendet.  



  Das Verfahren beruht darauf, dass mnan  durch Zusatz von sauer wirkenden     Reagen-          tien    die Alkaloide in natürlicher Zellsubstanz  gegenüber mit Masser nielit mischbaren,       niedrigsiedenden    Fettlösungsmitteln fixiert,  worauf man dem Material durch ersehöpfende  Vorextraktion mit einem dieser Fettlösungs  mittel die löslichen, nichtbasischen     Begleil-          stoffe    der Alkaloide entzielht dann das so  vorgereinigte Ei xtraktionsgut in neuen Men  gen Fettlösungsmnittel satspendiert und alka  lisch macht, worauf iman die in Freiheit ge  setzten Alkaloide extrahiert und den so ge-    uwonnenen Extratkt bei niudriger Temperatur  zur Trookme verdampft.

   Das hinterbleibende  iiaihiezti reine Alkaloidgeinisch hann zwecks  vollständiger Reiiiiguiniig mit ausreichender  verilftiiiiter Niure aufgenonamun, die     Flüssig-          keit    von einer kleinen unlöslicher  Flocken abfiltriert und die nun reine, nur  in grösserer Konzentration gelblieh gefäiirbte  Alkaloidlösung nauli lbehannten Methoden  weilcr verarbeitet werden.  



  Uim der Maiiiiigfaltigkeit der Opium  alk aloide in ihrer Basizizitäit und in ihrer     Lös-          liebkeit    in Fettlösungsmitteln Rechnung zu  tragen, kann man zweeks Fixation der     stark-          basisuben    Allmloide, z. B. der Morphin  gruppe, init Wieksieht auf ihre     Saureempfind-          liolikeit    eine nur sohwaeb angesäuerte     Zell-          substanz.    welube die schwaebbasisehen Alka  loide. z. B. der     Narkotin--ruppe,    gegenüber  noch nicht festzuhalten  vermag. anwenden.

   Zum Zweehe der     darauf-          fol-enden        Fixation    der     seh-waehen    Basen       Imiiii        man    die     Zellsubstan7    mit viel     Mineral-          "äure,    z. B.     Sehwefelsäure    im     Überschuss,    be  handeln. so     dass    aus einer Probe der     Zell-          substanz    mit einem     Gemisehe    von 4 Teilen      Alkohol und 6 Teilen Benzol freie Mineral  säure extrahiert werden kann.  



  Infolge der Sehwerlöslichheit des Mor  phins in reinen Fettlösungsmitteln hann die  sen sowohl zur Vorextraktion der     inorphin-          haltigen    anaesäuerten Zellsubstanz wie zur  Extraktion der spiäter in Freiheit gesetzten  Base zwechkmässig bis zu 10 5% Alkohol     zu-          tglesetzt    werden. Auch kaiiii man zur weiteren  Erhöhung des Lösungsvermögens von ange  wandten alkobolhalticen Fettlösungsmitteln  die Extraktion der in Freiheit gesetzten Ba  sen unter gelindem Erwärmen, zum Beispiel  mit alkohollioltigein Benzol auf 50  , aus  führen.  



  Beispiel:  1 kg gepubv ertes Opium wird mit 5 kg  durch Ex trahtion mit Alkohol und Benzöl  gereinigtem Blattpulver, das mit einer     Lö-          suingy    von 1,2 hg kristallisiertem Aluminium  sulfat und 0.f6 Liter Wasser ogründlich ver  mischt worden war, längere Zeit verrieben,  hierauf mit 4 Liter Benzol befeuchtet -und  im Perkolatore mit 10 Prozent Alkohol ent  haltendem Benzol so lange extrahiert, bis  keine fettartiogen Stoffe und nur noch Spu  ren von Alhäloiden im Perholate nachweis  bar sind. Das mit Aluminiumsulfat     ange-     säuerte Blattmehl hält 731orphin -und ver  wandte Alkaloide zurück, während     Narhotin     und andere seliwaehe Basen zusammen mit  den löslichen nichtbasischen Begleitstof f en in  das Perkolat übergegangen sind.

   Dieses wird  unter vollständigem Verjagen des     beigemisch-          gt    und  ten Alhohols auf etwa 5 Liter eingeeng  mit neuen 5 hg vorextrahiertem Blaftpulver  vermischt, das nach und nach mit so viel  ,50 %iger Sehwvefelsäure versetzt worden war.  dafss aus einer Probe der angesäuerten Blatt  substanz mit einem Genlische von 4 Teilen  Alhohol und C, Teilen Benzol freie Mineral  säure extrahiert werden hann. Das feuchte  Pulver wird nun im Perkolator erschöpfend  mit reinem Benzol extrahiert. Bei     Verwen-          clung    genügend stark angesänerter Blattsub  stanz fliesst das Perholat völlig alkaloidfrei  ab.

   Maln suspendiert nun das so vorextra  hierte Blattpulver in 20 Liter Benzol, leitet    in die bewegte Suspension Ammonialkgas bis       zur        starkalhalisehen        Rieahtion    ein, filtriert  und wäsebt mit Benzol bis züm     Versehwia-          den    der Alhaloidreaklionen nach.

   Der Ex  trakt, der die schwachbasischen     Opiiiiimallza-          loide,    vorwiegend der Narkotingruppe     ent-     hält, wird zur Trockne verdanipfl, wobei der  Rückstand namentlieb beim Zerieiben mit  etwas Äflier kristalliniseh erstarrt. lkas nur  schwach, dlas heisst, mit Aluminiumsulfat     an-          gesiiuertie    Blattpulver, das die stärker     basi-          sehen    Alhaloide, z.

   B. des Morphins,     zturiiek-          gehalten    hat, wird mit 70 Liter Benzol, das  10 %,o Alkohol entbält, bei 50 ' C gerfihrt,  wobei man gasförmiges Anmmoniak bis zur  bleibenden starkalkalischen Reaktion der Sus  pension einleitet und auf diese Weise die     Al-          haloide,    besonders aueli das sebwerlösliehe  Morphin in Lösung bringt. Nach     zweistfin-          diger    Einwirkung des Amnioniaks auf die  bei 50' C bewegte Suspension saugt man den  Extrakt ab und wäscht mit warinem Benzol,  das 10 % Alkoliol entbAlt, erschöpfend nachi.  Der Extirahlt wird alsAann unter verminder  tem Drueke zur Trochne eingedamnpft, un  geachtet des sieh beim Konzentrieren aus  scheidenden Morphins.

   Der grösstenteils     kri-          stalliniselie    Rückstand liefert wvie die  sellwachbasisehe Allkaloiclfralktioii der     Nar-          hotingruppe    beim Zerreiben ein     liellbräun-          lieh    gefarbtes Pulver. Die beiden durch     Ein-          dlampfen    zur Trockene gewonnenen E xiirakte  werden nunmehr vereinigt und die gesaniten  Opiumrohbasen mit gerade ausreichender  verdünnter Mineralsäure gelöst; inaiii fil  triert die Lösullg von wenig braunen,     wachs-          i    arti en Mocken und engt die wäsNserige  Lösung im Vakuum ein.

   Es wird e,in mir  schwaeh gelblich gefärbtes, in M'aser Har  lösliehes, kristalliniselies Alkaiiloidsalzgeiiiiseb  frei     von    fremden     Beimisehuno,en        erlialfen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH' Verfahren zur Darstellt"'--\ 1'1',iP#l- rates, das die Alkaloide des Offi111-111 h1 ihre'-' (resainten 3-fenge und in ihrem t' Verhältnis frei von Begleits -toffen enthält# aus pflanzlichem Ausgang material, dadurch, gekennzeichnet,
    dass man durch Zusatz von sauer wirkenden Reagentien die Alhaloide in natürlicher Zellsubstanz gegenüber mit Was ser nicht mischbaren, niedrigsiedenden Fett lösungsmitteln fixiert, worauf man dem Ma terial durch ersehöpfende orextraktion mit einem dieser Fettlösungsmittel die löslichen niehtbasisehen Begleitstoffe der Alkaloide entzieht, dann (las so vorgereinigte Extrak tionsgut in neuen Mengen Fettlösungsmitlel suspendiert und alkalisch inaeht, worauf iman die in Freiheit gesetzten Alkaloide aus der Zellsubstanz berauslöst und den so gewonne nen alkaloidlialtigen Extrakt bei niedriger Temperatur zur Trockne verdampft. UNTERANTSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass inan eine Mischung der Droge mit natürlicher Zellsubstanz als Ausgangsmaterial verwendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gehennzeichnet, dass nian eine Mischung eines aus der Droge bereiteten weeigneten Extraktes und, nafürlieber Zellsubstanz als Ausgningsniaterial venvendet. 3. Verfahren gemäss Patentansprueb, dadurch grelineiiicheiniet, dass man als natürliche Zellstibstaiiz Blatitpuilver vernwendet. 4.
    Verfahren gemäss Pateintitiispi-iiuli, dadurch gekennzeichnet, dass man infolge der Sehwerlöslielikeit des Norphins in reinen Fettlösungsmitteln diesen zur Erhöhung des Löslichlkceilsveriiiögeiis sowohl zur Vor- extralktioii der nioirpliinlialtigeii angesärter- len Zellsuibstanz, wie zir eigentlielien E x- fraktion der spiiter in Freiheit gesetzten Basen bis zu 10 Alkohol zusetzt. 5.
    Verfahren geiiiäiss Patentalispriieli, dadurch ,(reli#eriiizeleiiiiel. (lass inan zur Fixation der I schwachbasischen Opiumalkaloide der Zell- substan7 Mineralsäure ira Überschuss zu setzt.
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