Lager für Axialdrücke. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Lager zum Aufnehmen von Axialdrücken mit zwischen Laufbahnen angeordneten Roll- körpern. Gemäss der Erfindung sind die Roll- körper mit Laufflächen solcher Form ausge rüstet, dass der Halbmesser des Rollkörpers, in der zur Drehaxe senkrechten Mittelebene genmessen, kleiner ist als der Krümmungshalb messer der axial verlaufenden Erzeugenden der Lauffläche des Rollkörpers.
Der Erfindungsgegenstand ist auf bei liegender Zeichnung in einem Ausführungs beispiel im Schnitt veranschaulicht.
1 und 3 bezeichnen die beiden Laufringe, 2 die Rollen mit bauchiger Lauffläche, und 4 den Rollenkäfig. Die Laufringe 1 und 3 sind mit Laufrillen versehen. Weiter be zeichnet A das Zentrum einer Rolle und 5 den Halbmesser des Maximalkreises der Rolle. Der Halbmesser 6 der axial verlaufenden Er zeugenden der bauchigen Rollenlauffläche geht vom Zentrum B aus. Der Halbmesser 5 ist kleiner als der Halbmesser 6, wodurch das Zentrum A näher der Kontaktfläche zwi- schen Rolle und Laufhahn liegt als das Zen trum B.
In der Zeichnung sind die Rollen auch von einer geringen Breite, jedoch kann das Verhältnis der Breite zum Durchmesser der Rollen innert weiten Grenzen variieren.
Die Tragfähigkeit eines Kugel- oder Rol lenlagers ist, wie theoretisch nachgewiesen werden kann, von der Anzahl der rollenden Körper, sowie vom Verhältnis zwischen dem Krümmungshalbmesser der Erzeugenden der bauchigen Lauffläche des Rollkörpers und dem Krümmungshalbmesser der Laufrillen in derselben Ebene abhängig. Je grösser dieses Verhältnis, das sogenannte Anschmiegen, bis zu demn Wert 1 ist je grösser ist die Trag fähigkeit des Lagers.
Beim Vergleich zwi- i schen einem Rollenlager gemäss der vorliegen den Erfindung und einem gewöhnlichen Axialkugellager von entsprechender Grösse mit derselben Anzahl von Rollkörpern findet man, dass das Rollenlager einen grösseren Drurk in axialer Richtung wie das Kugel- L-er aufnehmen kann, -wenn die Laufrillen denselben Krümmen g;sha-lbmes,ser besitzen, und wenn der Durchmesser des Maximal kreises der Rollen gleich dem der Kugeln aus fällt.
Das Rollenlager arbeitet jedoch hin sichtlich der Reibung in ähnlicher Weise wie das Kugellager, so dass die Lagerreibung in beiden Fällen dieselbe ist.
Ein beträchtlicher Nachteil an den übli chen Axialkugellagern ist es, dass die Flieh kraft die Kugel aus ihrer Bahn herauszu zwingen sucht, wodurch die Reibung vergrö ssert wird und bei grösserer Umlaufzahl sogar der Kugelkäfig zersprengt werden könnte. Weil nun die Grösse der Fliehkraft von der Masse der rollenden Körper abhängig ist, ist sie kleiner bei einem Lager nach Erfindung als bei gewöhnlichen Kugellagern mit Voll kugeln, vorausgesetzt, dass die Rollen nicht grösser gemacht werden als erforderlich ist, um dieselbe Belastung wie ein entsprechendes Kugellager zu tragen.
Die folgenden Vorteile werden also mit Lagern nach der Erfindung gegenüber Ku gellagern entsprechender Grösse erreicht: 1. Die Fliehkraft ist, wie im allgemeinen bei Rollenlagern, kleiner, und demnach wird die Abnutzung der Lagerteile und die Lager reibung herabgesetzt.
2. Grössere Belastung kann aufgenommen werden, obgleich der Reibungswiderstand nicht vermehrt wird. Bei gleicher Belastung kann daher eine Verminderung der Masse der Rollen durch eine Begrenzung der Rollen breite eintreten.
3. Ein Lager für eine bestimmte Be lastung kann entweder mit Laufrillen mit grösserem Halbmesser ausgerüstet werden, als bei einem entsprechenden Kugellager, oder auch im grossen und ganzen kleiner ausgeführt werden, wobei in beiden Fällen die Reibung vermindert wird. 4. Relativ schmale Rollen eines Rollen lagers können ausgetauscht werden, ohne dass hierzu die Laufringe voneinander entfernt werden müssen, wie dies beim Austauschen von Kugeln bei Kugellagern der Fall ist. Zum Einführen einer Rolle in das Lager hat man sie nur liegend von der Seite her zwi- sehen die Laufringe zu bringen und dann um 90 zu drehen, wobei sie in die richtige Lage gelangen.
Umgekehrt bringt man zum Herausnehmen einer Rolle dieselbe aus der Normallage in die liegende Stellung und nimmt sie zwischen den Laufringen seitlich heraus.
Die Erfindung ist nicht auf die in der Zeiehnung veranschaulichte Ausführungs form beschränkt, vielmehr können ihre Ein zelheiten geändert werden. Die Laufflächen der Ringe können statt konkav auch konvex sein und kann der Krümmungshalbmesser der Laufflächen Abmessungen bis zu unendlich annehmen. Es können auch mehrere Lauf flächen in den Ringen und mehrere Rollen kränze vorgesehen sein.