CH89792A - Neuerung an Schachtöfen zum Brennen von Zement und dergleichen. - Google Patents

Neuerung an Schachtöfen zum Brennen von Zement und dergleichen.

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CH89792A
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G Polysius Fa
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  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

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  Neuerung an Schachtöfen zum Brennen von Zement und dergleichen.    Einer der Hauptnachteile der Schacht  öfen zum Brennen von Zement besteht darin,  dass die Austragung des erbrännten Gutes  mangelhaft ist, so dass der Ofengang unregel  mässig wird und Ansatzbildungen und Hän  genbleiben der Gutmassen die Folgen sind.  



  Man hat nun die Austragung des Gutes  dadurch zu begünstigen gesucht, dass man an  den Ausläufen von Schachtöfen selbsttätige  Anstragvorrichtungen anbrachte. So wurde  beispielsweise versucht, die Austragung durch  Drehroste zu bewirken, die aus flachen bezw.  schwach kegeligen Tellern bestehen, die rost  ähnliche Öffnungen besitzen können und  meist mit Brechzähnen versehen sind. Diese  sich drehenden Teller üben auf das darüber  lagernde Gut eine zerkleinernde Wirkung       aus,    wobei die gebrochene Masse durch die  Öffnungen des Drehrostes hindurch nach  unten fällt. Diese Einrichtung hat indes den  Nachteil, dass sie den Durchtritt des erbrann  ten Gutes nach unten nur in schwachem  Masse begünstigt, weil der Drehteller bezw.

    der Drehrost den Niedergang des Gutes in  dem Schachtofen     hemmt,       Es ist auch die Anwendung von Walzen  paaren zur Austragung von Schachtöfen vor  geschlagen worden, aber auch Trier lagert die  Last des Gutes im Schachtofen auf den Wal  zen, so dass der Niedergang des Gutes im  Ofen in gleicher Weise gehemmt wird, wie  dies bei den erwähnten Drehrosten der Fall  ist.

      Die bis jetzt zur Begünstigung der Aus-    tragung des erbrannten Gutes in     Schacht-          üfen    vorgeschlagenen Mittel     ermöglichen    also  nicht die Verminderung der eingangs     er-          ivii,hnIen    Nachteile, nämlich der Bildung von  Ansätzen und     Brücken.            Vorliegende    Erfindung     bezweckt,    den an    sich     vorhandenen    Ofengang von oben nach.

         unten    durch die Art der     Austragung    derart       zii        unterstützen,    dass durch die     Austragung          gewissermassen    eine ziehende     Wirkung    auf  die     obern    Gutmassen ausgeübt wird.  



       Gemü,ss    der     Erfindung    erfolgt demnach  die     Austragung    des fertig     gebrannten    Gutes       cbircb    einen     unterhalb    des     Brennraumes    des  Ofens angeordneten, ruhenden     Rostkorb    gegen      und durch dessen Spalten es durch einen  sieh drehenden Brechkörper gepresst wird.  



  Die durch den Rostkorb und den     Brech-          körper    gebildete Austragvorrichtung kann  derart ausgebildet sein, dass das auszutragende  Gut seitlich nach unten und nach oben her  ausgedrückt wird.  



  Ferner kann unter der durch den Rost  korb und den Brechkörper gebildeten Aus  tragvorrichtung eine Plattform angeordnet  sein. auf die das erbrannte und zerkleinert  augetragene Cent gelangt und von der es  durch einen umlaufenden Abstreicher nach  aussen befördert wird.  



  Die Zeichnung zeigt mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes,  und es ist:  Fig. 1 ein Schnitt nach der Linie A-B  der Fig. 2 eines ersten Ausführungsbeispieles,  von dem die  Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie C-D  der Fig. 1 zeigt; die  Fig. 3 stellt ein zweites Ausführungs  beispiel dar, und zwar einen Längsschnitt,  WOZU,  Fig. 4 ein Sehnut nach der Linie E-F  der Fig. 3 ist; die  Fig. 5 zeigt das dritte Ausführungsbei  spiel in Längsschnitt.  



  Bei dem ersten Ausführungsbeispiel ist.  1 der Schachtofen, an dessen unteren Teil  sich ein ruhender Rostkorb 3 anschliesst. Der  Schachtofen ist durch drei Säulen 4 getra  gen. deren Zwischenräume durch senkrechte  Ställe des Rostkorbes 3 abgeschlossen sind.  Die     senkrechten    Stäbe des Rostkorbes sind  beiderends in Segmenten 3' fest, und es ist  an denselben ein horizontaler Rost 5     ange-          ordnet.    Der Rost 5 ist     stillstellend    bedacht  und besteht aus drei Teilen, und kann jedes  Segmentpaar 3' mit den an ihm angeordne  ten senkrechten Stäben und dem betreffenden  Teil des Rostes 5 aus dem Schachtofen her  ausgenommen und leicht in denselben einge  setzt werden.  



  Im Innern des Rostkorbes dreht sich, und  zwar in dem gezeichneten Beispiel gleich  achsig mit der Ofenlängsmittellinie ein    Breehkegel 2, dessen Königswelle 6 einen  nicht dargestellten Antrieb erhält.  



  Unterhalb des Brechkegels befindet sich  der Rost 5, welcher auch drehbar     angeordnet     sein könnte.  



  Die ganze Austragvorrichtung wird von  einem zylindrischen Mantel 9 umfasst, der  sich nach unten in eine Schurre 8 fortsetzt.  



  Infolge der neuen Anordnung     gelangt    das  im Ofen erbrannte Gut herabsinkend in den  Bereich zwischen Brechhebel und Rostkorb  und unterliegt hier einer Zerkleinerung der  art, dass die     genügend    kleinen     Stucke        durch     die Spalten zwischen den senkrechten Stäben  des Rostkorbes hindurch radial nach aussen  treten.  



  Derjenige Teil des Gutes aber, welcher  sich hier der Zerkleinerung entzieht, wird  letzterer vollends unterworfen, sobald er den       Ringraum    zwischen dem grössten Kegelkreis  des     Brechkegels    2 und dem Umfang des Rost  korbes 3 passiert, worauf er durch den hori  zontalen Rost 5 nach unten fällt und sich  innerhalb der Sehurre 8 mit demjenigen  Teil vereinigt, welcher zwischen den senk  rechten Roststäben     hindurch    radial nach  aussen in den Mantelraum gelangt.  



  Zum Unterschied von bekannten Ausfüh  rungen wird durch die oben beschriebene  Bauart zunächst der Brechraum des Schacht  ofens völlig von dem Brennraum des letz  teren getrennt.  



  Hierdurch werden für den Austritt des.  Gutes und für den Eintritt der von nuten  her den Ofen durchziehenden Luft erhebliche       Querschnitte    geboten.     Infolgedessen        wird    die  Geschwindigkeit der     Verbrennullbslufi    a.11       dieser    Stelle derart:

       verringert,        dass    sie     be-          nügend    Zeit erhält,     sich    mit     Wärme    zu sätti  gen, also das     erbrannte    und zerkleinerte Gut  zu kühlen. um die mitgenommene     Wärme    im       obern    Teil des     Schachtofens        nutzli#in;-encl          abgeben    zu können.  



  Die     Geschwindigkeit    der Luft wird noch  dadurch     verlangsamt,        da.ss    durch die Anord  nung des Rostkorbes das Gut     grösstenteils    so  fort an derjenigen Stelle nach aussen     treten         kann, an der es die     genlegende    Kleinheit an  genommen hatte.  



       Infolgedessen    ist der Bereich zwischen  Rostkorb und     Brechkegel    nicht unnötig mit  toter,     den    Zutritt der Luft verstopfender  Masse angefüllt, und es bieten die Bruch  flächen der zerkleinerten Klinker der ver  hältnismässig langsam über sie hinwegstrei  chenden Luft erwünschte, sich ständig er  neuernde Wärmequellen.  



  Die Spitze des     Brechkegels    2 braucht  nicht nach oben zu weisen, sondern sie könnte  unter entsprechender Gestaltung des Rost  korbes nach unten weisen.  



  Weiterhin braucht der Brechkegel mit  seiner Achse nicht in der Ofenachse zu lie  gen, sondern kann parallel dazu oder schräg  exzentrisch im Ofen     angeordnete    sein.  



  Es findet hierbei eine durchgreifende  Zerkleinerung des im Ofen erbrannten Gutes  ebenfalls statt.  



  Der Brechkörper braucht durchaus nicht.  eine     kegelige    Form zu besitzen, sondern     bann     auch mehr kugelig oder zylindrisch ausgebil  det sein, je nachdem die Umstände es am  vorteilhaftesten erscheinen lassen.  



  Um die Zerkleinerung ganz besonders  kräftig zu erzielen, kann der     Brechkegel    ent  weder eine kreisende Bewegung um eine zu  seiner     Achse    parallele Achse erhalten,     oder     aber er kann, wie es zum Beispiel bei den be  kannten Konusbrechern der Fall ist, eine  Drehbewegung in sich zusammen mit einer  gleichzeitig derart kreisenden     Bewegung    er  fahren, dass seine Achse die Mantelfläche  eines Kegels durchläuft.  



  Es kann auch die der Achse 6 erteilte  Drehbewegung dauernd oder intermittierend  sein und kann auch je nach Bedarf in kür  zeren oder längeren Zeiträumen nuterbrochen  wechselnd vorgesehen sein, so dass der     Brech-          kegel    bald im Sinne des Ubrzeigers, bald  entgegengesetzt dazu läuft.  



  Die neue Anordnung nach dieseln     Ausfüh-          rüngsbeispiel    gestattet weiterhin das Ein  bringen von Mitteln in Richtung senkrecht       zur    Ofenachse, zum Zwecke, den obern Teil  der Ofencharge abzufangen und den untern    Teil, also den Bereich des     Rostkorbes    und  Brechkörpers, zu irgendwelchem Zwecke von  Gut völlig frei zu machen.  



  Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel  (Feg. 3 und 4) sind an Stelle von senkreebt  verlaufenden Roststäben so geneigt verlau  fende Roststäbe angeordnet, dass sie einen  sich nach unten zu verjüngenden,     kegel-          stumpfförmigen    Rostkorb 3 bilden. Inner  halb dieses Rostes dreht sich, und zwar in  dem gezeichneten Beispiel konzentrisch, der  Brechkegel 2. welcher der besseren Wirkung  halber mit Brechzähnen verseben ist.  



  Infolge der dem kegelstumpfförmigen  Rostkorb entgegengesetzt kegeligen Form  des Brechkegels entsteht zwischen letzterem  und dem Rostumfang ein oberer weiter und  ein unterer enger Ringspalt.  



  Das im Schachtofen erbrannte Gut ge  langt zunächst in den Wirkungsbereich des  obern Ringspaltes und erfährt hier eine nach  demn untern Ringspalt hin zunehmende ener  gische Zerkleinerung, wobei das Gut wie  derum sowohl durch die Öffnungen des Ro  stes 3 nach aussen, jedoch infolge des sieh  verjüngenden Rostkorbes seitlich nach unten  gedrückt wird. gleichzeitig aber nach ge  nügender Zerkleinerung durch den untern  Ringspalt nach unten gelangt. Das Cut wird  in einer gemeinsamen Schurre 8 gesammelt  und nach aussen befördert.  



  Entgegen bisher bekannten Austragvor  richtungen ist die Wirkungsweise der zu  letzt beschriebenen Vorrichtung wieder die,  dass dem auszutragenden Gut eine     zwangs-          läufige        Bewegungsrichtinig    nach unten er  teilt wird, so dass das im Brennraum des       Schachtofens        befindliche    Gut veranlasst  wird,     narb    unten zu sinken, wobei die     dem          (Cut        erteilt.(,    Richtung nach     innen    bei Aus  führung nach     Fig.    3     und        -1    besonders ge  fördert wird.

    



  Bei dem     dritten        Ausführungsbeispiel     (Feg. 5<B>)</B> ist die     Ausgestaltung    des Rost  korbes 3 und des Brechkörpers 2 im wesent  lichen     die    gleiche. wie bei dem zweiten     Aus-          fiiliriin(sbeispiel,    nur ist hier der     Brech-          kegel    2 exzentrisch auf der Welle 6 a.ngeord-      net. Der drehbar auf einem Zapfen sitzende  Brechkegel erhält also ausser einer Drehbewe  gung um seine Achse, bewirkt durch seine       Reibung    am Gute,     gleichzeitig    eine derart  kreisende Bewegung, dass seine Achse die  Mantelfläche eines Zylinders durchläuft.

    Beim Drehen des Brechkegels nimmt der       Abstand        zwischen    Rostkorb und dem Mantel       des        Brechkegels    in steter     Aufeinanderfolge     von einem kleinsten Mass auf ein grösstes  Mass zu und wieder auf das kleinste Mass ab,  so dass die Teile des Gutes mit Sicherheit  erfasst,     zerdrückt    und zwischen den Stäben       des        Rostkorbes    durch nach unten befördert  werden.    Hier ist die Schurre zu einer horizontalen  Plattform 10 ausgebildet, die an einer Seite  einen Auslauf 11 aufweist.

   An der Welle 6  sitzt ein Abstreicher 12 fest, welcher das  auf der Plattform 10 sich anhäufende Gut,  ohne dass Teile desselben liegen bleiben könn  ten, nach dem Ablauf 11 befördert. Durch  die Anwendung einer Plattform und eines  das auf die Plattform     gelangende    Gut von  derselben abstreifenden Mittels wird we  sentlich an Bauhöhe des Schachtofens ge  spart, indem Schurren, die nur durch ihre  Neigung das erbrannte Gut aus dem Ofen  abführen, eine grosse Bauhöhe bedingen, und  zwar mit Rücksicht darauf, dass dann die  Neigung der Schurre dem steilsten     Bö-          schungswinkel    der einzelnen Gutteile entspre  chen muss, um eine gesicherte     Austragung     des Gutes herbeizuführen und die Gefahr der  Ansatz- und Brückenbildung zu vermeiden.

    



  Die     Neuerung    gemäss der Erfindung hat  auch noch den Vorteil, dass bei derselben der  Rostkorb so gestaltet sein kann, dass er in  Segmente auseinandergenommen werden kann,  wodurch das Ofeninnere für Reparaturen  völlig frei     zugänglich    gemacht werden kann.  Ferner ist in diesem Fall auch der     Brech-          körper    von aussen zugänglich.

Claims (1)

  1. PATENTANTSPRUCH : Neuerung an Schachtöfen zum Brennen von Zement und dergleichen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Austragung des fertig gebrannten Gutes durch einen unterhalb des Brennraumes des Ofens angeordneten, ruhen den Rostkorb und durch einen sich drehen den. Brechkörper erfolgt, welcher das Gut gegen und durch die Spalten des Rostkorbes presst. UNTERANSPRÜCHE : 1 Neuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil cles Schachtofens durch Säulen getragen ist, welche durch mit Roststäben des Post korbes versehene Segmente verbunden. sind, innerhalb deren sich der Brechkörper dreht. 2.
    Neuerung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Brechkörper neben einer Dreh bewegung um seine Achse eine derartige kreisende Bewegung erteilt wird, dass seine Achse die Mantelfläche eines Ke gels durchläuft. 3. Neuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Brech- körpers ein wagrecliter Rost vorgesehen ist.
    Neuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennraum des Ofens sieh in einen hegelstumpfförmigen Rostkorb fortsetzt. der sich vom Brenn raum an nach unten verjüngt und in dein sieh ein mit seitlichen Zähnen versebener Brechkörper dreht.
    Neuerung an Schachtöfen nach dem Pa- tentansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Rostkorb eine Plattform an geordnet ist, auf die das erbra nnte und _ zerkleinert ausgetragene Gut gelangt. und von der es durch einen umlaufenden Ab streicher nach aussen befördert wird.
CH89792D 1914-06-19 1915-08-21 Neuerung an Schachtöfen zum Brennen von Zement und dergleichen. CH89792A (de)

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