CH89794A - Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien. - Google Patents

Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien.

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CH89794A
CH89794A CH89794DA CH89794A CH 89794 A CH89794 A CH 89794A CH 89794D A CH89794D A CH 89794DA CH 89794 A CH89794 A CH 89794A
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Maatschappij Ne Veenverwerking
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Nl Veenverwerking Mij
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F5/00Drying or de-watering peat
    • C10F5/04Drying or de-watering peat by using presses, handpresses, rolls, or centrifuges
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/04Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams
    • B30B9/06Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams co-operating with permeable casings or strainers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


  Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen     Materialien.       Bisher wurde Torf, um seinen kolloi  dalen     Zustand    zu zerstören, einer Vor  behandlung unter Druck unterzogen und  dann erst durch eine Hauptpressung, z. B.  mittelst einer Filterpresse entwässert. Man  begegnete dabei noch vielen und ernsten  Schwierigkeiten. Zu Anfang des Haupt  pressens zum Beispiel verstopfte sich das       Filtermaterial,    und demzufolge wurde der  Druck in der Filterpresse rasch erhöht. Da  durch sammelte sich eine pappige, brei  artige Masse vor dem Filtermaterial, welche  Masse samt den darin enthaltenen Faser  stoffen durch den Filter gepresst wurde.  wenn der Druck in der Presse auf eine ge  wisse Höhe stieg.

   Auf diese Weise konnte  ein beträchtlicher Teil der Faserstoffe durch  das Filtermaterial entweichen.  



  Man hat nun gefunden, dass eine ausge  zeichnete     Auspressung    von Torf und ähn  lichen     Materialien    erzielt werden kann, wenn  man die     Masse    ohne     Vorformung    in einen       Presszylinder    einfüllt, sie darauf zuerst einer       Vorpressung        unter    gleichzeitiger Abführung  des     ausgepressten    Wassers und daran an-    schliessend ohne     Umfüllung    im gleichen       Presszylinder    einer Hauptpressung unter Er  wärmung unterwirft.  



  Die Zeichnung zeigt eine Presse, mit der  das Verfahren ausgeübt werden kann, in  einem Ausführungsbeispiel im Längsschnitt.  



  Es ist 1 ein     Pressz-%-linder    und ? ein hin  und hergehender Kolben, welcher ein halb  kugelförmiges Ende hat, ebenso wie ein  Zylinderdeckel 4. Ferner hat der Kolben 2  eine     Ausnehmung,    an die sich ein Wasser  abführungsrohr 3 anschliesst. Zwischen der  Innenwand des     Presszylinders    und der ge  krümmten Oberfläche des Kolbens 2 befindet  sich ein Teil des Zylinderraumes, welcher  von der     Halbkugelkuppe    des Kolbens 2 aus  zum     Zylinderende    zu allmählich abnehmen  den Querschnitt besitzt und in einem engen  Ringspalt 5 endigt.. Ebenso ist es beim Zy  linderdeckel 4 der Fall, wobei     der    ihn um  gebende Baum in einem Ringspalt 13 endigt.  



  Der Kolbenkopf des Kolbens 2 weist bi  konkave Scheiben 6 auf, eine     konkav-kon-          vexe    Kappe und eine     plankonkave    Basis  scheibe. Die Ränder dieser Scheiben sind      durch Abstandstücke r voneinander in glei  chen Abständen gehalten, und die hierdurch  gebildeten sich nach dem Innern des Kol  bens zu erweiternden und mit dem Rohr 3       kommunizierenden    Spalten haben je eine  Weite von zirka     1/,    mm; mit Ausnahme der  Kappe sind alle Scheiben mit mehreren Lö  chern 8 versehen. Es könnte auch nur eine  Spalte vorhanden sein.  



  . Der     Presszylinder    1 weist eine Anzahl  Ringstücke 9 mit Ohren 10 auf. Bolzen     11     gehen durch die Ohren und halten die Ring  stücke 9 zusammen. Diese Ringstücke 9 sind       durch    Abstandsstücke 12 voneinander in  gleichen Abständen gehalten und verjüngen  sich nach aussen hin, so dass die durch die       Abstandsstücke    12 zwischen den     Ringstük-          ken    gebildeten engen Spalten sich vom Hohl  raum des     Presszylinders    aus erweitern.

   Der       Presszylinder    1 ist von einem Heizraum, der       durch    einen Mantel 14 gebildet ist, umgeben,  welcher mit einem Einlass 15 für das     Wärni-          fluiduin    und mit einem     Auslass    16 für das  Wasser     oder    ein sonstiges     Wärmfluidum     versehen ist. Der     Presszylinder    kommuniziert  durch die     en.-en    Spalten mit dem Heizraum.  



  Die Ausführung des Verfahrens mit der  Presse ist     fola,ende:          iKachdem    der     Presszylinder    1 nach der  Abnahme des Zylinderdeckels 4 mit Roh  torf, der nicht vorgeformt, sondern zum Bei  spiel in     Kuel-,enform    gestochen ist, gefüllt  ist.,     wird    der Kolben 2 nach innen gepresst,  bis der Druck im Zylinder ungefähr 5 Alm.

         beträgt.        Durch    diese     Vorpressung    gibt der  Rohtorf, welcher ursprünglich 85-90  Wasser enthielt, einen Teil seiner     Feuchtig-          keit    ab, welche dabei hauptsächlich durch  den Ringspalt 5 abgeführt wird, aber auch       durch    die     zwischen    den Scheiben des Kol  benkopfes befindlichen Spalten und dann  durch das Rohr 3 des Kolbens, wie auch  durch die Spalten der untern Ringstücke 9  in den     Heizraum    und durch das Bohr 7.6  abfliessen kann.

   Nun wird, an die     Vorpres-          sung        direkt    anschliessend, ohne Umfüllung  des     Pressgutes    der     Auslass    16 geschlossen und  überhitzter Dampf von ungefähr<B>150'C</B> in    den     Heizmantel    7.4 durch den Einlass 15 ein  strömen gelassen. Der Dampf dringt durch  die Spalten zwischen den Ringteilen 9     hi     das Innere des Zylinders     1.    ein und erhitzt  den Torf, zerstört so seinen     kolloidalen    Zu  stand.

   Während oder nach dem Einströmen  des Dampfes wird der Kolben 2 weiter in  den Zylinder     eingepresst,    um den Prozent  Behalt des Torfes an Feuchtigkeit auf 30 bis  35      a    zu vermindern. Das Wasser entweicht  bei dieser Hauptpressung hauptsächlich  durch die Ringspalte 13     und    durch die Spal  ten zwischen den obern Ringstücken 9.  



  Es ergab sich, dass bei diesem Verfahren  die Entwässerungstätigkeit eine so intensive  ist, dass das     Pressstück    nach der Hauptpres  sung stark am Kolbenkopfe anhaftete und  nicht ohne Schaden zu leiden entfernt.     wer-          den    konnte. Um diese Schwierigkeiten zu  überwinden, können Mittel angeordnet sein,  um den Kolben während der Hauptpressung  oder am Ende derselben um seine Achse zu,  drehen. Dadurch wird das     Pressgut    losgelöst  vom Kolben, denn es selbst kann dieser     c,re-          henden    Bewegung nicht folgen, weil     fler     Reibungswiderstand der     Zylinderwandung     denjenigen des.

   Kolbenkopfes auf das     Press-          gut    überwiegt.  



  Der Zylinderdeckel und der     Kolbenkopf     könnten auch die Form eines Konus     oder     eines     Ellipsoides    oder eine andere Form  haben, wobei sich dann auch der     zwischen     ihren Oberflächen und der Zylinderwand  eingeschlossene Raum entgegen der Vorstoss  richtung verjüngen kann.  



  Auch könnte der Kolbenkopf     oder    der  Zylinderdeckel, oder es könnten beide derart  gestaltet sein, dass die Spalten 5 und 13 nicht  kreisförmig wären. Als Heizfluidum könnte  ausser Heissdampf auch Heissluft oder     irgend     ein heisses Gas verwendet werden. Der Zy  linderdeckel 4 könnte auch als Kolben ar  beiten und könnte der Kolben 2 feststehen,  oder es könnten beide Teile     gegeneinander     arbeiten.  



  Das Füllen des Zylinders, der     Prossvor-          gang,    das     Dampfeinlassen        etc.        kann        auto-          rnatisch    erfolgen.      Das im Zylinder     hergestellte        Pressstück     <B>kann</B> bei einer Temperatur von zirka<B>100</B>   G  aus der Presse entfernt werden, worauf es  zerkleinert und verwendet, z. B. einem Gas  erzeuger zugeführt werden kann. Es kann  auch pulverisiert und getrocknet werden, bis  sein     Prozentsatz    an Feuchtigkeit sich auf un  gefähr 15 % vermindert hat. Dann kann das  pulverisierte Material in Briketts gepresst  werden.

      Die Presse kann auch zum Entwässern  von anderem Material als Torf benutzt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRtCHE: <B>I.</B> Verfahren zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien, dadurch ge kennzeichnet, dass die Masse ohne Vor formung in einen PreBzylinder einge füllt, darauf zuerst einer Vorpressunb unter gleichzeitiger Abführung des aus gepressten Wassers und daran anschlie- Bend ohne Umfüllung im gleichen Press- zylinder einer Hauptpressung unter Er wärmung unterworfen wird.
    1I. Presse zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen PreBzylinder, welcher durch mindestens eine enge Spalte mit einem ihn umgebenden Heizraum kommuni ziert, wobei die Spalte sich vom Hohl raum des Presszylinders aus nach dem Heizraum zu erweitert. UNTERANSPRüCHE i.
    Presse nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben des Press- zylinders ein Wasserabführungsrohr be sitzt, welches durch mindestens eine enge Spalte mit dem Innern des Press- zylinders kommuniziert, welche Spalte sich nach dem Innern des Kolbens zu erweitert. 2.
    Presse nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderdeckel ein Wasserabführungsrohr besitzt, das durch mindestens eine enge Spalte rnit dem Innern des Presszylinders kommuni ziert, welche Spalte sich nach dem In nern des Kolbens zu erweitert. Presse nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in den Presszylinder dringende Ende des Kolbens eine halbkugelförmige Gestalt hat.
    Presse nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das in den Presszylinder dringende Ende des Zylinderdeckels eine halbkugel- fiarmi(,;e Gestalt hat. . Presse nach Patentanspruch<B>11,</B> da.durch gekennzeichnet, class der Presszylinder aus Ringstücken zusammengesetzt ist, welche durch zwischen sie eingeschaltete Abstandsstücke in solcher gegenseitiger Entfernung behalten werden, dass sie Spalten bilden.
    Presse nach Patentanspruch 11 und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kolben mehrere kon- kav-konvexe, durch Abstandsstücke von einander getrennte Scheiben aufweist. Presse nach Patentanpruch 1I und Un teransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zylinderdeckel meh rere konkav-konvexe, durch Abstands stücke voneinander getrennte Scheiben auf weist. S. Presse nach Patentanspruch <B>11</B> und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben mit Mitteln versehen ist, um ihn um seine Achse zu drehen. 9.
    Presse nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch \?, dadurch gekennzeichnet. dass der Zvlinderdeckel mit Mitteln ver sehen ist., um ihn um seine Achse zu drehen.
CH89794D 1920-04-07 1920-04-07 Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien. CH89794A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0268703A1 (de) * 1986-11-25 1988-06-01 Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG Siebmantelpresse zum Abpressen von Flüssigkeit enthaltendem faserigem Pressgut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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