CH89794A - Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien. - Google Patents
Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien.Info
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Description
Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien. Bisher wurde Torf, um seinen kolloi dalen Zustand zu zerstören, einer Vor behandlung unter Druck unterzogen und dann erst durch eine Hauptpressung, z. B. mittelst einer Filterpresse entwässert. Man begegnete dabei noch vielen und ernsten Schwierigkeiten. Zu Anfang des Haupt pressens zum Beispiel verstopfte sich das Filtermaterial, und demzufolge wurde der Druck in der Filterpresse rasch erhöht. Da durch sammelte sich eine pappige, brei artige Masse vor dem Filtermaterial, welche Masse samt den darin enthaltenen Faser stoffen durch den Filter gepresst wurde. wenn der Druck in der Presse auf eine ge wisse Höhe stieg.
Auf diese Weise konnte ein beträchtlicher Teil der Faserstoffe durch das Filtermaterial entweichen.
Man hat nun gefunden, dass eine ausge zeichnete Auspressung von Torf und ähn lichen Materialien erzielt werden kann, wenn man die Masse ohne Vorformung in einen Presszylinder einfüllt, sie darauf zuerst einer Vorpressung unter gleichzeitiger Abführung des ausgepressten Wassers und daran an- schliessend ohne Umfüllung im gleichen Presszylinder einer Hauptpressung unter Er wärmung unterwirft.
Die Zeichnung zeigt eine Presse, mit der das Verfahren ausgeübt werden kann, in einem Ausführungsbeispiel im Längsschnitt.
Es ist 1 ein Pressz-%-linder und ? ein hin und hergehender Kolben, welcher ein halb kugelförmiges Ende hat, ebenso wie ein Zylinderdeckel 4. Ferner hat der Kolben 2 eine Ausnehmung, an die sich ein Wasser abführungsrohr 3 anschliesst. Zwischen der Innenwand des Presszylinders und der ge krümmten Oberfläche des Kolbens 2 befindet sich ein Teil des Zylinderraumes, welcher von der Halbkugelkuppe des Kolbens 2 aus zum Zylinderende zu allmählich abnehmen den Querschnitt besitzt und in einem engen Ringspalt 5 endigt.. Ebenso ist es beim Zy linderdeckel 4 der Fall, wobei der ihn um gebende Baum in einem Ringspalt 13 endigt.
Der Kolbenkopf des Kolbens 2 weist bi konkave Scheiben 6 auf, eine konkav-kon- vexe Kappe und eine plankonkave Basis scheibe. Die Ränder dieser Scheiben sind durch Abstandstücke r voneinander in glei chen Abständen gehalten, und die hierdurch gebildeten sich nach dem Innern des Kol bens zu erweiternden und mit dem Rohr 3 kommunizierenden Spalten haben je eine Weite von zirka 1/, mm; mit Ausnahme der Kappe sind alle Scheiben mit mehreren Lö chern 8 versehen. Es könnte auch nur eine Spalte vorhanden sein.
. Der Presszylinder 1 weist eine Anzahl Ringstücke 9 mit Ohren 10 auf. Bolzen 11 gehen durch die Ohren und halten die Ring stücke 9 zusammen. Diese Ringstücke 9 sind durch Abstandsstücke 12 voneinander in gleichen Abständen gehalten und verjüngen sich nach aussen hin, so dass die durch die Abstandsstücke 12 zwischen den Ringstük- ken gebildeten engen Spalten sich vom Hohl raum des Presszylinders aus erweitern.
Der Presszylinder 1 ist von einem Heizraum, der durch einen Mantel 14 gebildet ist, umgeben, welcher mit einem Einlass 15 für das Wärni- fluiduin und mit einem Auslass 16 für das Wasser oder ein sonstiges Wärmfluidum versehen ist. Der Presszylinder kommuniziert durch die en.-en Spalten mit dem Heizraum.
Die Ausführung des Verfahrens mit der Presse ist fola,ende: iKachdem der Presszylinder 1 nach der Abnahme des Zylinderdeckels 4 mit Roh torf, der nicht vorgeformt, sondern zum Bei spiel in Kuel-,enform gestochen ist, gefüllt ist., wird der Kolben 2 nach innen gepresst, bis der Druck im Zylinder ungefähr 5 Alm.
beträgt. Durch diese Vorpressung gibt der Rohtorf, welcher ursprünglich 85-90 Wasser enthielt, einen Teil seiner Feuchtig- keit ab, welche dabei hauptsächlich durch den Ringspalt 5 abgeführt wird, aber auch durch die zwischen den Scheiben des Kol benkopfes befindlichen Spalten und dann durch das Rohr 3 des Kolbens, wie auch durch die Spalten der untern Ringstücke 9 in den Heizraum und durch das Bohr 7.6 abfliessen kann.
Nun wird, an die Vorpres- sung direkt anschliessend, ohne Umfüllung des Pressgutes der Auslass 16 geschlossen und überhitzter Dampf von ungefähr<B>150'C</B> in den Heizmantel 7.4 durch den Einlass 15 ein strömen gelassen. Der Dampf dringt durch die Spalten zwischen den Ringteilen 9 hi das Innere des Zylinders 1. ein und erhitzt den Torf, zerstört so seinen kolloidalen Zu stand.
Während oder nach dem Einströmen des Dampfes wird der Kolben 2 weiter in den Zylinder eingepresst, um den Prozent Behalt des Torfes an Feuchtigkeit auf 30 bis 35 a zu vermindern. Das Wasser entweicht bei dieser Hauptpressung hauptsächlich durch die Ringspalte 13 und durch die Spal ten zwischen den obern Ringstücken 9.
Es ergab sich, dass bei diesem Verfahren die Entwässerungstätigkeit eine so intensive ist, dass das Pressstück nach der Hauptpres sung stark am Kolbenkopfe anhaftete und nicht ohne Schaden zu leiden entfernt. wer- den konnte. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, können Mittel angeordnet sein, um den Kolben während der Hauptpressung oder am Ende derselben um seine Achse zu, drehen. Dadurch wird das Pressgut losgelöst vom Kolben, denn es selbst kann dieser c,re- henden Bewegung nicht folgen, weil fler Reibungswiderstand der Zylinderwandung denjenigen des.
Kolbenkopfes auf das Press- gut überwiegt.
Der Zylinderdeckel und der Kolbenkopf könnten auch die Form eines Konus oder eines Ellipsoides oder eine andere Form haben, wobei sich dann auch der zwischen ihren Oberflächen und der Zylinderwand eingeschlossene Raum entgegen der Vorstoss richtung verjüngen kann.
Auch könnte der Kolbenkopf oder der Zylinderdeckel, oder es könnten beide derart gestaltet sein, dass die Spalten 5 und 13 nicht kreisförmig wären. Als Heizfluidum könnte ausser Heissdampf auch Heissluft oder irgend ein heisses Gas verwendet werden. Der Zy linderdeckel 4 könnte auch als Kolben ar beiten und könnte der Kolben 2 feststehen, oder es könnten beide Teile gegeneinander arbeiten.
Das Füllen des Zylinders, der Prossvor- gang, das Dampfeinlassen etc. kann auto- rnatisch erfolgen. Das im Zylinder hergestellte Pressstück <B>kann</B> bei einer Temperatur von zirka<B>100</B> G aus der Presse entfernt werden, worauf es zerkleinert und verwendet, z. B. einem Gas erzeuger zugeführt werden kann. Es kann auch pulverisiert und getrocknet werden, bis sein Prozentsatz an Feuchtigkeit sich auf un gefähr 15 % vermindert hat. Dann kann das pulverisierte Material in Briketts gepresst werden.
Die Presse kann auch zum Entwässern von anderem Material als Torf benutzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRtCHE: <B>I.</B> Verfahren zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien, dadurch ge kennzeichnet, dass die Masse ohne Vor formung in einen PreBzylinder einge füllt, darauf zuerst einer Vorpressunb unter gleichzeitiger Abführung des aus gepressten Wassers und daran anschlie- Bend ohne Umfüllung im gleichen Press- zylinder einer Hauptpressung unter Er wärmung unterworfen wird.1I. Presse zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen PreBzylinder, welcher durch mindestens eine enge Spalte mit einem ihn umgebenden Heizraum kommuni ziert, wobei die Spalte sich vom Hohl raum des Presszylinders aus nach dem Heizraum zu erweitert. UNTERANSPRüCHE i.Presse nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben des Press- zylinders ein Wasserabführungsrohr be sitzt, welches durch mindestens eine enge Spalte mit dem Innern des Press- zylinders kommuniziert, welche Spalte sich nach dem Innern des Kolbens zu erweitert. 2.Presse nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderdeckel ein Wasserabführungsrohr besitzt, das durch mindestens eine enge Spalte rnit dem Innern des Presszylinders kommuni ziert, welche Spalte sich nach dem In nern des Kolbens zu erweitert. Presse nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in den Presszylinder dringende Ende des Kolbens eine halbkugelförmige Gestalt hat.Presse nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das in den Presszylinder dringende Ende des Zylinderdeckels eine halbkugel- fiarmi(,;e Gestalt hat. . Presse nach Patentanspruch<B>11,</B> da.durch gekennzeichnet, class der Presszylinder aus Ringstücken zusammengesetzt ist, welche durch zwischen sie eingeschaltete Abstandsstücke in solcher gegenseitiger Entfernung behalten werden, dass sie Spalten bilden.Presse nach Patentanspruch 11 und Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kolben mehrere kon- kav-konvexe, durch Abstandsstücke von einander getrennte Scheiben aufweist. Presse nach Patentanpruch 1I und Un teransprüchen 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zylinderdeckel meh rere konkav-konvexe, durch Abstands stücke voneinander getrennte Scheiben auf weist. S. Presse nach Patentanspruch <B>11</B> und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben mit Mitteln versehen ist, um ihn um seine Achse zu drehen. 9.Presse nach Patentanspruch 1I und Un teranspruch \?, dadurch gekennzeichnet. dass der Zvlinderdeckel mit Mitteln ver sehen ist., um ihn um seine Achse zu drehen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH89794A true CH89794A (de) | 1921-07-01 |
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| CH89794D CH89794A (de) | 1920-04-07 | 1920-04-07 | Verfahren und Presse zur Entwässerung von Torf und ähnlichen Materialien. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0268703A1 (de) * | 1986-11-25 | 1988-06-01 | Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG | Siebmantelpresse zum Abpressen von Flüssigkeit enthaltendem faserigem Pressgut |
-
1920
- 1920-04-07 CH CH89794D patent/CH89794A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0268703A1 (de) * | 1986-11-25 | 1988-06-01 | Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG | Siebmantelpresse zum Abpressen von Flüssigkeit enthaltendem faserigem Pressgut |
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