CH89820A - Verfahren zur Herstellung von kaustischer Magnesia in Öfen mit direkter Beheizung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kaustischer Magnesia in Öfen mit direkter Beheizung.

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CH89820A
CH89820A CH89820DA CH89820A CH 89820 A CH89820 A CH 89820A CH 89820D A CH89820D A CH 89820DA CH 89820 A CH89820 A CH 89820A
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Magnesite Comp Austro-American
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Austro American Magnesite Comp
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  Verfahren zur Herstellung von     kaustiseher        liagnesia   <B>in</B> Öfen mit direkter     Beheüzung.       Ein grosser Übelstand, der sich beim       Kaustisehbrennen    von     Magnesit    geltend     macht,     liegt in der     Verdichtung    der     Magnesia    bei  hoher Temperatur und längerer     Erhitzungs-          dauer,    welche zur Folge bat,     date    die     kaustische     Magnesia mit     Chlorniagnesiuinlüsung    träge  abbindet und die Mörtel zum Treiben neigen.

    Aber auch die     Erhärtungsgescliwindigkeit    mit  Wasser     nimmt    durch die     Verdiehtung    sehr  stark ab. Dieser Missstand     macht    sich     schurr     beim     Retortenbrand    störend geltend. Bei direk  ter     Beheizung,    z.     B.    beim     Drehofenbrand,    wird  die     (Iefalir    der     fberbitzung    des     Brenngutes     ausserordentlich gross. Bei indirekter     Behei-          zung,    z.

   B. in Retorten, erfolgt die Wärme  übertragung im wesentlichen durch Leitung  von der     äussern    Ofenwand aus, und auch die  Wandtemperatur, die     natürlich    stets     niedriger     ist als die Flammentemperatur.     nehmen    nur  jene Anteile der Ofenfüllung     an,    die mit der  Wand unmittelbar in Berührung     kommen.     Beim     Drehofenbrand    hingegen wird die in  unmittelbarer Berührung mit der Flamme  
EMI0001.0035     
  
    stehende <SEP> obere <SEP> Materialschicht <SEP> annähernd <SEP> auf
<tb>  die <SEP> Flaininentemperatur <SEP> erhitzt.

   <SEP> Indem <SEP> diese
<tb>  oberste <SEP> Schicht <SEP> beim <SEP> Drehen <SEP> des <SEP> Ofens <SEP> von
<tb>  untern <SEP> kälteren <SEP> Partien <SEP> überschüttet <SEP> wird <SEP> (an
<tb>  die <SEP> sie <SEP> @@'ürine <SEP> abgibt). <SEP> kommen <SEP> iuIiner <SEP> neue
<tb>  Schichten <SEP> an <SEP> die <SEP> Oberfläche, <SEP> so <SEP> da(.; <SEP> beiui
<tb>  Drehofunhrand <SEP> fast <SEP> alle <SEP> llassuteile <SEP> nach <SEP> und
<tb>  nach, <SEP> wein <SEP> auch <SEP> auf <SEP> kurze <SEP> Geit <SEP> Temperaturen
<tb>  ausgesetzt <SEP> sind, <SEP> die <SEP> li;

   liei- <SEP> sind <SEP> als <SEP> die <SEP> llisch  teinperatur <SEP> des <SEP> Bremsgutes. <SEP> Es <SEP> ist <SEP> daher <SEP> die
<tb>  Tenilieratur, <SEP> mit <SEP> der <SEP> das <SEP> Brenngut <SEP> den <SEP> Ofen
<tb>  verlässt, <SEP> für <SEP> die <SEP> Aktivität <SEP> der <SEP> Masse <SEP> nicht
<tb>  nial.;gebeiid;

   <SEP> vielmehr <SEP> hat <SEP> sich <SEP> herausgestellt,
<tb>  dass <SEP> bei <SEP> der <SEP> direkten <SEP> Belieizung <SEP> die <SEP> Flaminen  teniperatur <SEP> von <SEP> grül@tem <SEP> Eiiiflufä <SEP> auf <SEP> die <SEP> Qua  lität <SEP> des <SEP> Brennproduktes <SEP> ist. <SEP> Da\ <SEP> wird <SEP> ver  ständlich, <SEP> wenn <SEP> man <SEP> beriieksielitigt, <SEP> da1@ <SEP> die
<tb>  Geschwindigkeit, <SEP> mit <SEP> der <SEP> die <SEP> 11g0 <SEP> sich <SEP> beim
<tb>  Erhitzen <SEP> verdichtet., <SEP> mit <SEP> steigender <SEP> Temperatur
<tb>  ausserordentlich <SEP> wichst. <SEP> So <SEP> kann <SEP> kaustiselie
<tb>  3Iagiiesia <SEP> bei <SEP> 500 <SEP>   <SEP> stundenlang <SEP> erhitzt <SEP> wer  den.

   <SEP> ohne <SEP> dal,> <SEP> sie <SEP> totgebramit <SEP> wird, <SEP> bei <SEP> 6ö0'-'
<tb>  genügt <SEP> hierzu <SEP> eine <SEP> halbe <SEP> Stunde <SEP> vollständig <SEP> und         bei noch     hüherer    Temperatur erfolgt das Tot  brennen nahezu plötzlich.  



  Da die kurze Geit,     während    welcher be  reits Bargebrannte     temperaturempfindliche    Ma  gnesia an der Oberfläche der Schichte in  direkter     Berührung        finit    der     Flamme    steht,  genügt,     um    sie     totzubrennen,    ist     mau    beim       DrehofenbetriebzurErzielung        einerhinreichend          aktiven        lIagnesia        an    die Einhaltung so tiefer       Teinperaturrn    der Brenngase gebunden,

       daP     der Kohlensäuregehalt des Brenngutes leicht  die     äusserste    zulässige     Grenze    übersteigt.  Schon eine geringe Erhöhung der     Flammen-          tei        nperatur    hat eine empfindliche Einbusse an       Aktivität    zur Folge.

   Die Erfindung löst nun  die Aufgabe der Herstellung einer gegen     Chlor-          inagnesiumlüsung    aktiven Magnesia, insbe  sondere aus kristallinischem     Magnesit,    da  durch;     dass    unter     Annäherung    der Temperatur  der Brenngase     an    die tiefste zum     Kaustisch-          brennen    des     betreffenden        Ausgangsmaterials          erforderliche        Temperatur    die Einwirkungszeit  der     Brenngase    in der     Kaustizierungszone    ver  längert wird.

   Da ein     grosser    Teil der Ofen  länge zur     Anwärinung    des Gutes auf die     Zer-          setzungstemperatur    dicht und nur ein kleiner  Teil derselben     für    die     Kaustizierung   <B>zur</B> Ver  fügung steht,     kann    dies     zuin    Beispiel beim  Brennen von     krystallinischein        Magnesit    durch       Anwendung    eines Drehofens von     übei-40    Meter,       zweckmässig    von 45-50 Meter Länge und  darüber,

   also durch     Verlängerung    der     Kausti-          zierungszonc;    geschehen. Demselben Zweck  dient die Verkürzung der     Anwärtnzone    durch       Aufbringung    von     vorgewärmten        oder    bereits  teilweise     entsäuertem        Brenngut.    Auch kann  das     Brennen    durch Verminderung der Umlauf  zahl- des Ofens oder seine schwächere Be  schickung in dem     gewünschten    Sinne     beein-          fluf.;

  t        werden.    Schliesslich können     int    Ofen  selbst.     Hebevorrichtungen.    für das Brenngut,  wie.     Wurfschaufeln    und dergleichen, angebracht       werden,    um     grössere        Mengen    des     Brenngutes     mit der Flamme unmittelbar in Berührung  kommen zu lassen. Solche Schaufeln oder       dergleichen        l@tuneri    auch nur in der     Anwärtn-          zone        angeordnet    sein.

   Diese     3lal,#itihineni        kön-          nen    jede für sich oder in beliebigen Koni-         binationen    angewendet werden, aber stets  unter dem     Gesichtspunkte,        dafi    gleichzeitig  die Temperatur der     Brenngase    so     niedrig    ge  halten werden     muss,    als dies zur Erzielung  einer hinreichenden Aktivität     iriit    Rücksicht       auf    den     Kohlensäuregehalt    des Endproduktes  möglich ist.  



       Lm    das     Brennprodukt    vor der Einwirkung  von     Stichflammen        zii        sichern,    ist es     zweek-          inä        Pig,    die Flamme in einem     dein    Ofen vor  geschalteten     Raume    zu erzeugen und sie durch  Zuleitung von Sekundärluft mit oder ohne       Wasserdampf    auf die nötige Temperatur zu  bringen.  



  Was     ini    vorstehenden vom Drehofen im  besondern gesagt wurde, gilt für alle Ofen  systeme, bei welchen sich     bewegendes    pul  verisiertes Brenngut mit der F     lamme    in Be  rührung bleibt.  



  Beim     Kaustichbremien    von     Dolotnit    wird  derselbe     entweder    vollständig     gebrannt,    das       lieil.;t    es     werden    sowohl die Karbonate des       lIagiiesiunis,    als auch die des Kalbes in die       Oxydform        ausgeführt,

      oder es     wird        auch    nur  das     Magnesiunikarbonat    in     Oxyd        umgewan-          delt    und der     kohlensaure    Kalk     umersetzt    ge  lassen. Ersteres Produkt findet an Stelle des       Kalkinürtels    für sich oder in     Mischung    mit       hydraulischen        Zementen    und     Traf>niüi,teln    An  wendung.

   Das als Produkt des unvollstän  digen Brennens von     Dolomit    gewonnene     Ge-          inisch    von     Magnesia    und umersetztem     Kal-          ziumkarbonat    wird als     @Vassermörtel    und  auch zur Verarbeitung auf     Sorelzeinent        finit          Chlormagnesiumlüsung,    wie die aus     Hagnesit     hergestellte     kaustische        Magnesia,    verwendet.

    Auch beim Brennen von     Dolomit    kann kau  stische     Magnesia    von höherer Aktivität im       Sinne    der Erfindung dadurch erhalten werden,  dass die     Temperatur    der Brenngase an die  zum     Kaustischbrennent        der-        Magnesia.kom-          ponente    des     Doloinits    erforderliche tiefste  Temperatur     angenähert    und die     Einwirkungs-          zeit    der Brenngase in der     Kaustizierungszone     verlängert wird.

   Hierbei ist es vorteilhaft;       zerkleinerten        Dolomit    zu brennen. Die Ver  arbeitung     gemählefien        Dolomits    empfiehlt     siele     weniger wegen der grossen     Verstaubung.    Es      genügt     vollständig,    wenn ganz grob zerklei  nertes Material von 1     inne    bis 5     inne        Korn-          durebinesser    aufgegeben wird.

   Natürlich ist  die     Korngrösse    bei     vollständigem    Ausbrennen  des     Dolomits    kleiner zu wählen, tun die     Zer-          setzungszeit        abzukürzen    und bei möglichst  niedriger Brenntemperatur arbeiten zu kön  nen.

       Immerhin    liegen in diesem Falle die  anwendbaren Temperaturen höher, als beim  unvollständigen Brennen von     Do!omit    und  beim     Kaustischbrennen    von     Magnesit.    Die  Verringerung der Aktivität der Magnesia,  welche     finit    höheren Temperaturen unvermeid  lich verknüpft ist, kann beim vollständigen  Ausbrennen des     Dolomits    mit in Kauf ge  nommen werden, weil es     sich    ja nur um  Wassermörtel handelt, bei welchem es nicht  darauf ankommt, rasch hohe Festigkeit     ztt     erzielen.

   Immerhin wird auch beim     vollstän-          .        digen    Brennen von     Dolotuit    eine erhebliche       Steigerung    der Aktivität durch das erfundene  Verfahren herbeigeführt : Die     Erhärtungs-          geschwindigkeit    gegen Wasser ist eine weit  aus grössere, als dies bei dein     nach    den üb  lichen Verfahren vollständig     gebrannten        Dolo-          init    der Fall ist.  



  Es empfiehlt sich, die vorstehenden     be8chrie-          benen    Massnahmen neben     Massnahmen    zur       Beförderung    der     Dissociation    im Sinne des  Verfahrens nach Patent Nr. 72826 anzuwen  den. Zur Beförderung der     Dissociation    dient  die Erhöhung des Wassergehaltes der     Brenn-          gase    durch Einleitung von     Wasserdampf,       durch Verwendung von Wassergas oder von       Kohlenwasserstoffen    als     Brennstoff.  

Claims (1)

  1. PATENTAN SPFIUCII Verfahren zur Herstellung von kaustischer Magnesia in Öfen mit direkter Beheizung, da durch gekennzeichnet, dass unter Annäherung der Temperatur der Brenngase an die zum Kaustichbrennen des betrutfendcn Ausgangs materials erforderliche tiefste Temperatur, die Einwirkungszeit der Brenngase in der Katisti- zierungszone verlängert wird.
    1. N TEIZAN SPRü CHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass grössere Alen-' gen des Brenngutes durch Hebevorrich tungen mit den Brenngasen unmittelbar in Berührung gebracht werden. 2. Verfahren nach dein Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass grössere Men gen des Brenngutes durch Wurfschaufeln finit den Brenngasen unmittelbar in Be rührung gebracht werden. 3.
    Verfahren nach dem Patentanspruch und dein Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass nur das Brenngut der An wärmezone durch die Wurfschaufeln mit den Brenngasen unmittelbar in Berührung gebracht wird.
CH89820D 1915-06-02 1916-07-31 Verfahren zur Herstellung von kaustischer Magnesia in Öfen mit direkter Beheizung. CH89820A (de)

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