CH90699A - Verfahren zur Herstellung von Quecksilberchlorid aus Quecksilber und Chlor. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Quecksilberchlorid aus Quecksilber und Chlor.

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CH90699A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G13/00Compounds of mercury
    • C01G13/04Halides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Quecksilberchlorid    aus     Quecksilber    und Chlor.    Die Herstellung von     Quecksilberchlorid     aus seinen Elementen ist bekannt. Meistens  wendet man trockenes Chlorgas an, wobei  die Temperatur bis zur Sublimation des ent  stehenden     Quecksilberchlorids    gesteigert wird  und mit einem grossen     Chlorüberschuss    ge  arbeitet werden muss.  



  Nach einer andern Arbeitsweise wird das  Chlor dein in gasförmigem oder flüssigem       Medium    bewegten Quecksilber in geschlossenem       (xefäss    unter Druck zugeführt. Der Umwand  lungsprozess geht bei einer     unterhalb    der     Ver-          flüchtigungstemperatur    des Quecksilberchlorids  liegenden Temperatur vor sich.

   Wählt man  dabei als Medium Wasser und eine Arbeits  temperatur von 20   C, die nicht überstiegen  werden darf, damit überhaupt. noch Chlor  von der     Flüssigkeit,    in der das Quecksilber  bewegt wird, aufgenommen wird, so braucht       nian    infolge der hohen Bildungswärme von  etwa 50 Kalorien bei grossen Quecksilber  mengen so viel Flüssigkeit, dass das Verfahren  unwirtschaftlich wird.  



  Nach der Erfindung werden die Nachteile  der vorgenannten Verfahren vollkommen aus  geschaltet, wenn man das Quecksilber durch    eine unter gelindem Druck stehende Chlor  atmosphäre hindurch in     eineFlüssigkeit    fallen  lässt, die selbst wenig oder .gär kein Chlor  absorbiert und deren. Temperatur durch wei  teren     Zufläss    kalter Flüssigkeit zweckmässig  in der Nähe ihres Siedepunktes gehalten wird.  Das Quecksilber nimmt beim Durchfallen  durch die Chloratmosphäre Chlor unter     Bil-          dang    von Quecksilberchlorid auf und gibt  letzteres beim     Durchfallen    durch die Flüssig  keit an diese ab.  



       -Man    kann das Quecksilber immer im Kreis  lauf bewegen. Eine     zur        Durchführung    des  Verfahrens dienende Vorrichtung     ist.    auf ,der       Zeichnung    dargestellt und besteht zum Bei  spiel aus     einem    rotierenden     FRss    .T; das im  Innern     Mitnehmer        .NI    besitzt.

   Diese     Mitnehmer     heben das. schwere Quecksilber     Q    ans der  Flüssigkeit heraus und lassen es, wenn es  oben angekommen ist, wieder hinunterfallen,  wobei es zuerst durch die Chloratmosphäre,  sodann durch die Flüssigkeit     h'd        hindurchfällt.     Ist die     Umdrehungsgeschwindigkeit    des Fasses  eine entsprechend hohe, so wird das Queck  silber durch die Zentrifugalkraft in einem  Bogen, also auf längerem Wege als- bei lot-      rechtem Fall, durch ,die Chloratmosphäre hin  durch geworfen.

     .Als     Flüssigkeiten,    die Chlor .in     nennens-          werter    Menge nicht absorbieren, wählt man  beispielsweise Lösungen von Chloriden oder       heisses    Wasser, das im Verlaufe des Prozesses  in eine konzentrierte     Quecksilberlösung    ver  wandelt- wird. Durch die     -an    die vorhandene  Flüssigkeit abgegebene Bildungswärme steigt  deren     Temperatur-    in kurzer Zeit so hoch, dass  die Entstehung von     Quecksilberchlorrir    aus  geschlossen ist.

   Auch bei Verwendung einer  kaltgesättigten     Quecksilberchloridlösung    geht  die     Hauptmenge    -des entstehenden     Sublimates     infolge der Temperatursteigerung in Lösung.  Durch die Chloratmosphäre fällt also immer  wieder reines -     Quecksilber    hindurch.  



  Durch     Regelung    der Zusatzflüssigkeit hat  man es in der Hand, den     Umwändlungs-          prozess    schneller .oder langsamer vor sich gehen  zu lassen, je nachdem man die     Kühlflüssigkeit     in grösserer -     öder:        .geringerer    Menge-     zufügt.     Es\ ist also möglich; die     Herstellung    des Queck  silberchlorids bei einer     .möglichst    hohen, je  doch die     Biedetemperatur    der Flüssigkeit. nicht  übersteigenden Temperatur durchzuführen.  



       :Das    in .der. Flüssigkeit gelöste     Sublimat          kristallisiert    beim. Erkalten bis. auf die der       kalten        Sättigung    entsprechenden     Mengen     wieder ans. Das -im     Prozess    entstandene     Subli-          .        mat    wird     .demnach    in fein     kristallinisehein.     Zustand gewonnen. Die anfallende Flüssig  keit kann immer wieder als Kühlflüssigkeit  verwendet werden.

   Infolge der verhältnis  mässig hohen Temperatur der     Flüssigkeit    ist  diese praktisch chlorfrei.    Beispielsweise bringt man in ein entspre  chend grosses.     Umwandlungsgefäss    zunächst  <B>50</B> Liter gesättigte     Queclsilberchloridlösuiig     und dann 50 kg     Quecksilber:    Unter Einlei  tung von Chlor bis zu einem Druck von  Atmosphäre wird das     Quecksilber    durch  die Chloratmosphäre wie:

       oben.    beschrieben       hindurchgeworfen.    Durch     Zufüllung    von     kalter          Qüecksilberchloridlösung    wird die Temperatur  in der Nähe des     Siedepunktes    gehalten. Wenn   die Umsetzung beendet     ?st;    beträgt die Flüs  sigkeitsmenge     dann    etwa -150 Liter.

   Darin  sind etwa 50      /o    Quecksilberchlorid, von  welchen, 45     0%        neu        -entstanden        sind,.        gelöst.     Die heisse chlorfreie     Ffüssigkeit    wird abge  lassen. Beim Erkalten kristallisiert das gesamte  neu entstandene     Quecksilberchlorid    aus. Die  überstehende Flüssigkeit     kann    dann weiter  hin als- Kühlflüssigkeit     verwendet    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH '. _ Verfahren zur Herstellung von Quecksilber- chlorid aus "Quecksilber und Chlor in ge schlossenen. Gefässen, dadurch gekennzeichn4, da,ss man das Quecksilber durch die -unter gelindem Druck -stehende Chloratmosphäre hindurch in eine Flüssigkeit. fallen lässt, = die selbst wenig öder gar lein Chlor absorbiert.
    U NTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekenazeichnet:,_dass die Temperatur der Flüs sigkeit durch Zufluss weiterer Falter Flüssg-- keitsmengen in der Nähe- der Siedetemperatur = gehalten wird. -
CH90699D 1920-10-13 1920-10-13 Verfahren zur Herstellung von Quecksilberchlorid aus Quecksilber und Chlor. CH90699A (de)

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