CH90702A - Verfahren zur Gewinnung von Eiweissstoffen aus Pflanzen für die Herstellung von Gebrauchsartikeln. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Eiweissstoffen aus Pflanzen für die Herstellung von Gebrauchsartikeln.

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CH90702A
CH90702A CH90702DA CH90702A CH 90702 A CH90702 A CH 90702A CH 90702D A CH90702D A CH 90702DA CH 90702 A CH90702 A CH 90702A
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Sadakichi Satow
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    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K2240/00Purpose of the treatment
    • B27K2240/10Extraction of components naturally occurring in wood, cork, straw, cane or reed

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Description


  Verfahren zur Gewinnung von Eiweissstoffen aus     Pflanzen    für die     Herstellung.     von     Gebrauchsartikeln.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur       Jewinnung    von Eiweissstoffen aus Pflanzen  für die Herstellung von Gebrauchsartikeln;  und beruht darauf, dass man den eiweisshal  tigen Rohstoff, z. B. Mais, Sojabohnen oder       Getreide,    zerkleinert und das darin     enthal-          'ende        C>1    durch ein Fettlösungsmittel extra  hiert.

   Der Rest des Fettlösungsmittels wird  alsdann aus dem Rohstoff entfernt und- die  im unveränderten natürlichen Zustande be  findlichen Eiweissstoffe nebst den Unrein  heiten vermittelst eines Lösungsmittels,  welches keine Änderung der Eiweissstoffe  hervorruft, gelöst. Die Unreinheiten werden  aus der Lösung so lange abgeschieden.     _    bis  eine durchsichtige     klara    Lösung erzielt  wird, worauf die in ihrem natürlichen Zu  stand vorhandenen Eiweissstoffe aus der  durchsichtigen klaren Lösung     abgeschieden     werden.  



  <I>Beispiel. -</I>  Eiweisshaltiger Rohstoff wird zu Mehl ge  mahlen, aus welchem das Fett mittelst Ben  zin extrahiert wird. Zum-     Ausscheiden.    des  Lösungsmittels aus dem ölfreien Mehl wird    das Mehl auf     -ca.    40   G erwärmt' und     dem     Vakuum. ausgesetzt, wobei es umgerührt  wird. Dadurch erzielt man nicht nur eine  vollkommene Ausscheidung des     Lösungs,     mittels, bei nur geringem Verlust, sondern  es wird auch beträchtlich an Zeit     und    Ar  beit gespart. Das auf obige Weise als Zwi  schenprodukt gewonnene Mehl ist weiss  oder schwach gelb gefärbt und besitzt ho- .

    gen     Eiweissgehalt,    im Gegensatz zu dem  gemäss den bekannten Dampfverfahren ge  wonnenen     Meld    von     -clunkelgelber    oder  brauner Färbung. - Es- riecht angenehm,  backt .nicht zusammen, da es scheinbar  trocken ist. Zum Lösen des Eiweissstoffes ,   wird das, Mehl- mit einer     Alkalilösüng    be  handelt, um Beispiel mit einer verdünn  ten Lösung von     Ätzalkali,    oder     Alkali--          kärhonat,    Ammoniak,     Natriumsulfit        sso-          rax,        Natr        iumphosphat    oder dergleichen.

   Die  gewonnene Flüssigkeit enthält die Eiweiss  stoffe; sowie eine Menge Unreinheiten, z. B.       Saccharatkolloide    und Faserstoffe. Die .trübe  Flüssigkeit wird der Einwirkung eines  unter hoher Geschwindigkeit arbeitenden           Zentrifügalseparätors    ausgesetzt, -uni eine  Trennung     bezw.    Beseitigung .der     schmut-          zigen,-.schleimigen    Substanzen     kolloidaler     Natur     herbeizuführen.    Sodann     wird    -die ver  bleibende     Flüssigkeit    -     durch    einen - Holz  breifilter öder einen Sandfilter hindurch- .  



  - geschickt. Bleibt hiernach die Flüssigkeit  immer noch .mehr öder weniger     Hübe,    so  Wird durch     Zusatz    einer geringen Menge  . Schwefelsäure oder .schwefliger Säure ein  fraktioniertes Niederschlagen     vorgendmmen          ünel    die Flüssigkeit stehen gelassen, damit  sich die     "Unreinheiten    setzen     können.    Dann  _ wird die     rlüssigkeit    dekantiert und wie  der bis zur. Erreichung eines klaren     durch-          -    richtigen Zustandes filtriert.

   Aus dieser  <B>V</B>  .     Flüssigkeit    gewinnt man die Eiweissstoffe       durch:    direktes Niederschlägen mit einer  Säure, wie Schwefelsäure, schweflige  Säure, Essigsäure oder Phosphorsäure .oder  vermittelst. eines Fermentes. Um     Eiweiss-          Stoffe    vorzüglicher Qualität zu -gewinnen,       -\Ä=ird    :die nach obigen Verfahren erhaltene       Flüssigkeit    nochmals. vor dem Niederschla  gen gereinigt. Die gewonnenen Eiweissstoffe  werden schliesslich aus der     Flüssigkeit        aus-          geschieden    und als feuchter Kuchen unter _  Vakuum zu Pulver getrocknet.

      Während des Verfahrens, und zwar bis  zur -Ausscheidung; muss eine Zersetzung  der Eiweissstoffe -     besonders.        durch    hohe  Temperaturen -und Druck verhütet' wer  den. - - -- -   Nach einem. andern     Reinigungsverfali-          ren    werden die     \Eiweissstoffe    aus der Lö  sung: zusammen mit den-     kolloidalen    Un  reinheiten vermittelst einer Säure, beispiels  weise     Schwefelsäure    oder     Essigsäure,    nie  dergeschlagen.

   Das     Niederschlagurigsmittel     muss äusserst vorsichtig zugesetzt werden,  damit nicht zu     viel    Säure zugeführt wird  und eine Wiederauflösung der Eiweissstoffe  in der Säurelösung vor sich -geht. Dann  bleibt     die    Lösung stehen, damit     _    sich der  Niederschlag setzen kann. Die über dem       Niederschlag    befindliche Lösung wird- de  kantiert und die in dem Niederschlag ent-         haltenen    Eiweissstoffe werden durch einen  Überschuss verdünnter --Säure, z. B. Salz  säure, aufgelöst.

   Die unreinen Kolloide Blei  ben     unaufgelöst;    doch ändert sich     ihre        Icol-          loidäle    Natur und sie können leicht durch       Filtration    ausgeschieden werden.

       Während     der Auflösung der Eiweissstoffe in- der       schz@!ach        _säur        ehaltigen    ,Lösung ist ein Um  rühren, der     niedergeschlagenen    Masse zu       vermeiden,    da -sonst die     eiweissstöffhaltige     Säurelösung trübe- oder milchig weiss aus  fällt und es schwierig ist, letztere zu einer  durchsichtigen und klaren Lösung . zu -     fil-          tr        ieren,    . welche- -die Eiweissstoffe in reinem  Zustande enthält und aus welcher diese für  den     Gebrauch    niedergeschlagen und ge  sammelt werden.

     In feuchtem -Zustande -ist" der Eiweiss  stoff weiss, geschmacklos, geruchlos, plastisch  und, wenn geknetet, klebrig.: Im trockenen  Zustande ist er weiss,     blassgelb,'nicht    kleb  rig, wird aber klebrig bei Zusatz eines  Alkalis, einer' Säure oder eines     andern    Ei  weissstofflösungsmittels. Der Eiweissstoff  zeigt alle den Eiweisskörpern eigenen cha  rakteristischen Reaktionen, gleichviel, ob- in  nassem öder trockenem _ -Zustande:- Er ist  löslich und bildet, - wenn in     Alkali    oder  Säure aufgelöst, Alkali oder Säuresalz.

   Der  mit     Alkalihydroxyd,    oder . mit     -Erdkalihy-          droxyd    erhitzte Eiweissstoff entwickelt Am  moniak und verwandelt sich, wenn mit  .konzentrierter Salpetersäure behandelt; in  eine gelbe -Mässe.

   Er ist leicht durchsich  tig,     adhäsiv    und kannbeliebig geformt wer-   den.     Bei.Auflösung    in einem Lösungsmittel  -und Verdunstung des     letzteren-    entstehen  biegsame, elastische; -     adhäsive,    zähe und  feste Schichten, .welche während des     Trock-          nens    nicht platzen, Die gewonnenen E  weissstoffe eignen sich somit     vorzüglich    zur  Herstellung von nicht entzündbaren,     zellu-          löseartigen    Gegenständen; Isoliermaterial,  Lack, Firnis;

   Lederersatz,     Kautschukersatz,     Linoleum; wasserdichtem Tuch, Zement,       künstlichen    Steinen,. Ziegeln, künstlichen       Brettern.    und dergleichen: .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren -zur- Gewinnung von Eiweiss stoffen aus Pflanzen für die Herstellung von Gebrauchsartikeln, dadurch gekenn zeichnet, dass man den eiweisshaltigen. Roh stoff zerkleinert, das darin enthaltene Öl durch ein Fettlösungsmittel extrahiert, hier auf den Rest des Fettlösungsmittels aus dem Rohstoff entfernt, dann die im unveränder ten natürlichen Zustande befindlichen Ei weissstoffe nebst den Unreinheiten vermit telst eines Lösungsmittels, welches keine Änderung der Eiweissstoffe hervorruft, löst, die Unreinheiten aus der Lösung solange abscheidet, bis eine durchsichtige klare Lö sung erzielt wird,
    worauf die in ihrem na- türlieben reinen Zustande vorhandenen Ei weissstoffe aus der durchsichtigen klaren Lösung abgeschieden werden. m UNTERANSPRÜCHE: 9. Verfahren nach Patentanspruch,. dadurch gekennzeichnet, dass man den Rest des Fettlösungsmittels durch Vakuum aus dem Rohstoff entfernt. 2 Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Alkali lösung verwendet, um die Eiweissstoffe aus dem ölbefreiten Rohstoff lierauszu- lösen. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, 'dass man die aus dem - ölfreien Rohstoff - erhältliche Eiweiss lösung in einem mit hoher Geschwindig- keit arbeitenden Zentrifugalseparator be arbeitet und dann filtriert. 4: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewinnung einer durchsichtigen, klaren Lösung der Eiweissstoffe letztere nach erstmaliger Filterung der. Lösung fraktioniert nieder geschlagen., die Lösung dekantiert und die verbleibende Flüssigkeit wieder filtriert wird. . 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Säure für die fraktionierte Fällung verwendet. . 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Gewinnung einer klaren Lösung der Eiweissstoffe die Eiweissstoffe nebst den fremden Bestand teilen zunächst vermittelst-'einer Säure vorsichtig ausfällt und, dann, .die Eiweiss stoffe ohne Beeinflussung der Unrein heiten durch einen Oberschuss von Säure wieder auflöst. <B>7</B>.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch. gekennzeichnet, dass man die Eiweissstoffe nebst den frem den Bestandteilen vermittelst Schwefel-- säure fällt- und dann mittelst eines Über schusses einer schwachen Lösung von Salzsäure unter Vermeidung des Um- r ührens wieder auflöst. g. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die ausgeschie denen Eiweissstoffe unter Vakuum trock net. -
CH90702D 1917-07-13 1917-07-13 Verfahren zur Gewinnung von Eiweissstoffen aus Pflanzen für die Herstellung von Gebrauchsartikeln. CH90702A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990005521A1 (de) * 1988-11-18 1990-05-31 Dragoco Gerberding & Co. Gmbh Kosmetikrohstoff aus getreidekleber

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1990005521A1 (de) * 1988-11-18 1990-05-31 Dragoco Gerberding & Co. Gmbh Kosmetikrohstoff aus getreidekleber

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