CH91233A - Verfahren zum Betrieb von Einphasenmotoren. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Einphasenmotoren.

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CH91233A
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CH
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machines
motors
machine
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English (en)
Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K47/00Dynamo-electric converters
    • H02K47/18AC/AC converters
    • H02K47/30Single-armature phase-number converters without frequency conversion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)
  • Control Of Ac Motors In General (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description


  Verfahren zum Betrieb von Einphasenmotoren.    Es ist bekannt, Einphasenasynchron  motoren in der Weise zu betreiben, dass  man sie leer mit Hilfe einer Kunstphase an  laufen lässt, welche man mit einer künstlich  erzeugten, gegenüber der Netzspannung  phasenverschobenen Spannung speist. Da  aber \das so erhaltene Drehfeld kein voll  kommenes ist, ist das Anlaufdrehmoment  dieser Motoren derart gering, dass sie für  Traktionszwecke praktisch nicht in Frage  kommen. Eine wesentliche Verbesserung  kann durch die Verwendung eines Phasen  umformers erreicht werden, über welchen  der mit einer regulären Mehrphasenwicklung  versehene Asynchronmotor als Mehrphasen  motor vom Einphasennetz aus betrieben wer  den kann.

   In dieser Weise lässt sich wohl  ein hohes Anzugsmoment und eine relativ  gute Ausnutzung des Motors erzielen, aber  als Nachteil kommt der Phasenformer selbst  in Betracht, der dauernd mitläuft und die  Hälfte der Motorleistung umformt. Die Ma  schinengrösse des Phasenumformers entspricht  dabei der vollen Leistung des Motors und  er bedingt somit eine erhebliche Vergrösserung  und Verteuerung der Anlage. Ausserdem aber    wird durch die dauernde Umwandlung der  Energie in dem Phasenumformer der Wir  kungsgrad der Anlage wesentlich herabge  setzt und dadurch die Rentabilität des Be  triebes in Frage gestellt.  



  Eine bedeutend bessere Ausnutzung der  Maschinen und grössere Wirtschaftlichkeit  der Anlage wird nach der Erfindung durch  ein Verfahren zum Betrieb von mit Mehr  phasenwicklungen versehenen Einphasenasyn  chronmotoren, wovon wenigstens eine Gruppe  aus Asynchronmotoren besteht, erreicht, nach  welchem beim Anlauf diese Gruppe über  die andere als Phasenumformer verwendete  Gruppe mehrphasig gespeist wird, während  beim normalen Betrieb die Maschinen beider  Gruppen als parallel arbeitende Einphasen  motoren betrieben werden. Das Anlassen der  als Phasenumformer verwendeten Maschinen  geschieht am besten leerlaufend mit Hilfe  von Selbstinduktion und Widerstand in an  sich bekannter Weise, und es können die  Ständerwicklungen der Maschinen der an  dern Gruppe bei noch geöffneten Läufern  als Selbstinduktion zum Zwecke des Aus  laufeis der Phasenumformer verwendet werden.

        Sind die Phasenumformer auf Touren ge  bracht, dann kann sofort das Anlaufen der  Motoren mit hohem Drehmoment bewirkt.  und die Geschwindigkeit bis zur normalen  Umdrehungszahl gesteigert werden. Nach  dem Anlauf kann der Übergang vorn Phasen  umformerbetrieb zum Motorbetrieb der be  treffenden Gruppe in der Weise erfolgen,  dass die als Phasenumformer arbeitenden Ma  schinen mit der Arbeitswelle in irgend einer  an sich bekannten Weise gekuppelt werden.  Es ist hierbei nicht notwendig, dass die  mehrphasige Verbindung der beiden Gruppen  während des normalen Betriebes unterbrochen  wird, ja es erscheint vorteilhaft, sie bestehen  zu lassen, auch wenn die Energie den Ma  schinen nur einphasig zufliesst.

   Die     mehr-          phasige    Verbindung dient in diesem Falle  auch zum Ausgleich von Verschiedenheiten  im elektrischen Verhalten der Motoren, wie  z. B. zum Ausgleich verschiedener Ohmscher  und induktiver Abfälle in ihren Wicklungen.  Nach diesem Verfahren ist es, wie erwähnt,  möglich, ein hohes Drehmoment beim An  lauf und einen hohen Wirkungsgrad beim  Lauf zu erreichen. Im Minimum besteht jede  Gruppe aus nur einer Maschine, von denen  die eine beim Anlaufen als Phasenumformer,  die andere als Motor arbeitet. Da beide Ma  schinen annähernd die gleiche Grösse haben  und daher beim normalen Lauf jede die  Hälfte des gesamten Drehmomentes D ent  wickelt, so wäre zu untersuchen, wie gross  das Drehmoment ist, das bei dem ange  gebenen Verfahren beim Anlauf erreicht  wird.

   Es ist bekannt, dass durch Speisung  der Asynchronmotoren mit Dreiphasenstrom  die Leistung und somit das Drehmoment  bei normalem Lauf auf das 1,5-fache gegen  über der einphasigen Speisung heraufgesetzt  wird; bekannt ist auch, dass ein dreiphasig  gespeister Motor beim Anlauf mehr als das  2,2-fache eines normalen Drehmomentes ent  wickeln kann. Hatte nun der einphasig ge  speiste Motor ein Drehmoment beim nor  malert Lauf = 0,5 D, so steigt dieses bei  mehrphasiger Speisung (über Phasenumformer)  auf 1,5 . 0,5 D = 0,75 D und es beträgt beim    Anlauf demnach 2,2 . 0,75 D = 1,6.5 D, wo  also D das Drehmoment bedeutet, welches  beide Maschinen als parallel arbeitende Ein  phasenasynchronmotoren zusammen     entwik-          keln.    Dieses Anlaufdrehmoment wird in vielen  Fällen ausreichend sein.

   Wo es nicht aus  reicht, lässt sich durch kurzzeitige Steigerung  der Spannung ein höheres Drehmoment er  zielen. Da nun aber das Drehmoment an  nähernd quadratisch mit der Spannung steigt,  so genügt eine relativ kleine Spannungser  höhung zur wesentlichen Steigerung des Dreh  momentes. Eine Schaltanordnung zur Aus  führung des beschriebenen Verfahrens ist in  der Zeichnung dargestellt. Es bedeutet I die  Ständerwicklung der einen, II die Ständer  wicklung der zweiten Maschine (die Läufer  wicklungen sind nicht dargestellt). C be  deute einen Umschalter, W einen Ohmschen  Widerstand. a, b, c die Wicklungsphasen der  beim Anlauf als Motor verwendeten Ma  schine I, a', b', c' die Wicklungsphasen der  beim Anlauf der Maschine I als Umformer  arbeitenden Maschine II, E das Einphasen  netz.  



  Um ein Anlaufsdrehmoment zu erhalten,  wird zunächst die Kupplung zwischen Ma  schine II und Arbeitswelle gelöst und diese  Maschine durch Stellung des Umschalthebels  auf Kontakt 1 leer zum Anlauf gebracht.  Wie aus der Figur ersichtlich, kommt in der  Maschine II dadurch ein Drehfeld zustande,  dass die Wicklungsphase a' mit dem einen  Ende direkt am Einphasennetz E liegt, wäh  rend die mit a' in Reihe geschalteten, unter  sich aber parallelen Wicklungsphasen b' und c'  über Selbstinduktion (Wicklung b-a. der Ma  schine I). bezw. über Widerstand W an den  andern Leiter des Einphasennetzes ange  schlossen sind. Die Maschine II läuft somit  als gewöhnlicher Einphaseninduktionsmotor  an und kommt, da sie unbelastet ist, sehr  schnell auf Touren.

   Hiernach wird der Um  schalthebel auf Kontakt 2 gestellt und da  mit der Widerstand und die als Hilfsphase  verwendete Wicklung b' vom Netz abge  schaltet. Wird nun weiter der Umschalthebel  auf Kontakt 3 gestellt und die Läuferwick-      lung der Maschine I allmählich geschlossen,  dann arbeitet die Maschine II als Phasen  umformer und zwar im gezeichneten Falle in  Reihenschaltuug mit Maschine I, denn der  vom Einphasennetz gelieferte Arbeitsstrom  durchfliesst der Reihe nach die Ständerwick  lungen beider Maschinen. Ausserdem aber  fliesst ein in der Maschine II erzeugter, gegen  den vom Netz gelieferten phasenverschobener  Strom den durch die Wicklungen b', c', b, c  gebildeten Stromkreis, so dass die Maschine 1  mehrphasig gespeist ist und sich beim An  lauf wie ein asynchroner Mehrphasenmotor  verhält.

   Die Maschine I läuft also als Motor  mit hohem Anzugsmoment an und bringt  die Arbeitswelle unter Last auf Touren. Ist  die volle Tourenzahl erreicht, dann wird der  Schalthebel wieder auf Kontakt 2 gestellt  und die Kupplung zwischen Motor und Um  former, bezw. zwischen Arbeitswelle und Um  former eingerückt. Die Maschine II, welche  bisher als Phasenumformer arbeitete, läuft  nunmehr ebenfalls als Motor und übernimmt  einen entsprechenden Teil der mechanischen  Leistung. Als Kupplung käme eine Rei  bungskupplung in Betracht, aber man könnte  diese auch durch andere Einrichtungen er  setzen.

   So könnten bei Lokomotiven Ein  richtungen vorgesehen sein, welche gestatten,  die Tragfedern der von der Maschine II ge  triebenen Achse zu entlasten und die Räder  von den Schienen so lange abzuheben, als  die Maschine II als Phasenumformer läuft,  die Räder aber aufzusetzen und die Federn  zu belasten, wenn sie als Motor arbeiten  soll. Wie in allgemeiner Weise schon ange  deutet wurde, ist es nicht unbedingt erfor  derlich, dass die als Phasenumformer ar  beitende Maschine eine Asynchronmaschine  ist. Sie könnte auch auf dem Läufer eine  Gleichstromerregerwicklung erhalten und als  Synchronmaschine betrieben werden. Dies  hätte noch den Vorteil, dass sie zur Verbes  serung des cos. g des Netzes benutzt werden  kann.

   Ihre Tourenzahl müsste beim Motor  betrieb jedoch um die Grösse des Schlupfes  höher als die Touenzahl der andern Maschine  sein, was sich durch eine kleine Verschieden-    heit der Triebscheiben- oder Triebräderdurch  messer erreichen lässt.  



  Das beschriebene Verfahren lässt auch  die Kombination mit andern bekannten Ver  fahren zu. So zum Beispiel lassen sich die  Maschinen beider Gruppen auch als polum  schaltbare Maschinen bauen, so dass es mög  lich ist, die als Phasenumformer laufende  Gruppe zunächst mit einer höheren Touren  zahl zu betreiben. Die Umformerleistuug ist  entsprechend höher, und so kann man die  beim Anlauf als Motor arbeitende Maschinen  gruppe so bemessen, dass ihre Leistung grösser  als die Hälfte der Gesamtleistung beider  Gruppen bei normalem Betrieb ist, bei dem  alle Maschinen  mit annähernd der gleichen  Tourenzahl betrieben werden. Die Polum  schaltung kann aber auch zur Regelung der  Gleseliwindigkeit der Motoren in an sich be  kannter Weise Anwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zun Betrieb von mit Mehr- plrasenwicklungen versehenen Einphasenmo toren, wovon wenigstens eine Gruppe aus Asynchronmotoren besteht, dadurch gekenn zeichnet, dass beim Anlauf diese Gruppe über die andere, als Phasenumformer verwendete Gruppe mehrphasig gespeist wird, während beim normalen Betrieb die Maschinen beider Gruppen als parallel arbeitende Einphasen motoren betrieben werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die als Phasenum former verwendeten Maschinen leerlaufend mit Hilfe von Selbstinduktion und Wider stand in an sich bekannter Weise auf Touren gebracht werden, wobei dieStänder- wicklung der Maschinen der andern Gruppe bei geöffnetem Läufer als Selbst induktion verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch unter Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach demn Anlauf der 1\bergang zum pa rallelen Motorbetrieb in der Weise erfolgt, dass die als Phasenuinfornier betriebene Gruppe mit der Arbeitswelle gekuppelt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Gruppen auch während des normalen Betriebes unter sich mehrphasig verbunden sind. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1--3, dadurch gekennzeichnet, dass die Statorwicklungen von verschie denen Gruppen angehörenden Maschinen beim normalen Lauf in Reihe geschaltet sind. 5. Verfahren naeh Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Anlauf als Phasenumformer dienenden Motoren Synchronmaschinen sind. 6. Verfahren nach Patenanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Anlauf als Phasenumformer die nende Gruppe mit einer höheren Um drehungszahl als die andere Gruppe be trieben wird.
CH91233D 1920-08-26 1920-08-26 Verfahren zum Betrieb von Einphasenmotoren. CH91233A (de)

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