CH91617A - Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Blei, Zink und Silber aus sulfidhaltigen Erzen. - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Blei, Zink und Silber aus sulfidhaltigen Erzen.

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CH91617A
CH91617A CH91617DA CH91617A CH 91617 A CH91617 A CH 91617A CH 91617D A CH91617D A CH 91617DA CH 91617 A CH91617 A CH 91617A
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Arthur Ashcroft Edgar
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Arthur Ashcroft Edgar
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  Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Blei, Zink und     Silber     aus     sul8dhaltigen    Erzen:    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  gleichzeitigen Gewinnung von Blei, Zink     und"     Silber aus     sulfidartigen    Erzen, wie zum Bei  spiel     Burmaerzen.    Dieses Verfahren beruht  darauf, dass das Erz in     einer    beweglichen       Cbloridschnielze,    zum Beispiel einer Schmelze  von wasserfreiem     1lfagnesiumchlorid,    oder  wasserfreiem     Caloiumclilorid,

      oder     KaliLini-          oder        Natriumchlorid    mit Chlorgas behandelt  wird, um die Chloride der drei zu gewinnen  den Metalle zu bilden, und dass die Chlorid  schmelze, welche die so gebildeten Metall  chloride enthält, behufs Ausscheidens und       Entfernens    der drei zu gewinnenden Metalle  mit Scheidelegierungen behandelt wird.  



  Als Scheidelegierung können     zweckmässig     Gemische von     Bleitnagr.esitini    mit Zinkma  gnesium,     Bleicalcium    mit     Zinkcalcium,    Blei  natrium mit Zinknatrium oder Bleikalium  mit Zinkkalium verwendet werden.  



  Falls das Erz eisenhaltig ist, kann das  Verfahren in der Weise ausgeführt werden,  dass durch Zusatz eines     31etalloxyds    zu dem  zu behandelnden Erz, das etwa in demselben  vorhandene Eisen, im Verlaufe des     Prozesses;       in Eisenoxyd umgewandelt wird, und dieses  Eisenoxyd zusammen mit der Gangart durch  Filtration der     Chloridschinelze    aus derselben  entfernt     wird.    Diese     Filtration    kann sowohl  zwischen der Behandlung des Erzes mit     Chloro-          gas    und der darauf folgenden     Behandlung     mit     Scheidelegierungen,

      als     auch    nach dieser  letzteren Behandlung stattfinden. Die     naeh     der Behandlung     finit    Scheidelegierungen ver  bleibende     Chloridschmelze        -wird    vorteilhaft  einer     Elektrolyse    unterworfen, und zwar zum  Teil     finit    einer Kathode aus Blei und zum  Teil     finit    einer     Kathode    aus Zink.     tim    die  <B><I>S</I></B>     '-Mieidelegierungen    für erneuten Gebrauch       L'     wieder zu bilden.

   Die im     Verfahren    als     Aus-          gangsmaterial    verwendeten Erze     kilimen    so  wohl Naturerze als in     bekannter    Weise vor  konzentrierte Erze sein.         Beispiel:            Burma-Erz,    das annähernd 1     ",,)    Silber.

         4011#)    Blei,     2110.'o    Zink,     13        "'o    Eisen, 1 S     "/o          Schwefel    und 18     ",'"    Kieselgangart     enthält,     wird     portionenweise    mit einem dessen Eisen  gehalt     entsprechenden        Quantum    Magnesium-           oxyd    in einen;

   reines, geschmolzenes, wasser  freies     Magnesiunichlorid    enthaltenden     Kon-          verter    eingetragen und durch Einblasen von  Chlorgas behandelt, so dass sich dabei fol  gende Reaktionen ergeben  
EMI0002.0005     
  
    ZirS <SEP> + <SEP> C'1= <SEP> = <SEP> ZnCIL, <SEP> -1-- <SEP> S
<tb>  PbS <SEP> -i- <SEP> C'121 <SEP> = <SEP> PbCl- <SEP> + <SEP> S
<tb>  AgaS <SEP> -f- <SEP> Clz <SEP> - <SEP> 2AgC1+ <SEP> S
<tb>  2Fe8= <SEP> -;- <SEP> 3C12 <SEP> = <SEP> Fe3CIr<I>,</I> <SEP> + <SEP> :1S
<tb>  31I--0 <SEP> -@- <SEP> Fe;:

  Clr<I>,</I> <SEP> = <SEP> Fe--,03 <SEP> + <SEP> 3@IgCl_            Das    Reaktionsgemisch wird aus dem Kon  verter in einen mit Rührwerk versehenen  Scheidebehälter gebracht und demselben ge  schmolzenes Bleimagnesium und geschmol  zenes     Zinkmagnesium    zugeführt, so dass ein  Ausscheiden der drei zu gewinnenden Me  talle gemäss folgenden     Reaktionen    stattfindet:  2     AgCI        +        Pl);tfg        *    -     MgCh-2        -\-        hbAgL    ::

         PbClz        --}-        Pb3lg*    =     MgCl2        +2Pb          ZnGI=        -i-   <B>In</B>     }:        =MgCls        -;-        2Zi)     Der     Schei        debebälter    ist derart eingerichtet,  dass die in     demselben    aasgefällten Metalle  periodisch     abgelassen    werden     kiinnen.     



       _Bach    vollzogener Ausscheidung der drei  Metalle (Silber. Blei und Zink), wird die       2Tagnesinrncblc>ri(Isehmelze,    die noch die     lirang-          art    des Erzes und das Eisenoxyd, das sich  im     Konverter    gebildet hat, als     inerte    Ver  unreinigungen enthält, durch Filtration von  diesen     L'nreini--keiten    befreit, und zwar durch       Durchlaufenlasseri    der Schmelze durch eine  Holzhohlen- oder     Sandschicht,

      was dank der  ausserordentlich geringen Viskosität de     i@        DIa-          gnesiumchloridchmelze    rasch von     stattet)    geht.  



  Die filtrierte     Magriesiumchloridsclimelze          wird    hierauf zum Teil in einer elektrolyti  schen Zelle mit geschmolzener Bleikathode  und zum Teil in einer     elektrolytischen    Zelle  mit geschmolzener     Zinkkathode        elektrolysiert,          um        die        Schei < lelegScheidelegierungen        gemäl'        folgenden          Reaktionen    wieder herzustellen       31--C1::

          +    Strom     +        Pb        =Mg*'Pb        +    Cl:,       2I@CI2        --f-    Strom     +    Zn =     Zri#'ltlg        +        CI-          Die    Formeln für die hiervor mit einem  Stern     (T)    bezeichneten Legierungen sind rein  empirisch: die Scheidelegierungen enthalten    zurr Beispiel     gewöhnlich    nur 10 bis     30';,'.)          ltfagrtesium.     



  Werden nach diesem Beispiel 100 Tonnen       Burma-Erz    der angegebenen     Zusammensetzung     und 2,2 Tonnen     Magnesiumoxyd,    mit einem  Ansatz von 5 Tonnen reinem, geschmolzenem,       wasserfreiem        Magnesiumehlorid    im Konverter  und dein     Scheidebehälter        rind    einem weiteren  Ansatz von 5 Tonnen desselben     3-Iagnesium-          chlorids    in den     elektrolytischen    Zellen ver  arbeitet, so werden mit einem Stromverbrauch  von     e5,000    Kilowattstunden, 1 Tonne Silber,  40 Tonnen Blei und \20 Tonnen Zinn ge  wonnen,

   während der     Magnesiumchloridansatz     vorn 10 Tonnen für weitere Operationen zur  Verfügung bleibt.  



  Der bei der Filtration entstehende Ab  gang beträgt 18 Tonnen     (Tangart    und 6 Tonnen       Eisenoxyd.     



  Daneben entsteht in der)     elektrolytischen     Zellen ein     LTberschuss    an metallischem Ma  gnesium von 1;3 Tonnen, der vom ange  wandten     Magnesiumoxyd    herrührt.  



       m     Die ganze Chlormenge, die in den     elek-          trolytischen    Zellen entsteht, kann in den)  Konverter zur     Chloridbildung    eingeleitet wer  den, während die Schwefel- und     Chlorschwefel-          Verbindungen,    welche aus     dein    Konverter  entweichen, auf irgend eine Weise gesammelt  werden     können.     



  Die     beschric-benen    Vorgänge bilden in  ihrer Reihenfolge einen Kreislauf von grosser       Einfachheit,        Wirtschaftlichkeit    und     Wirksam-          keit,    indem die in den Erzen     enthaltenen     drei Metalle     Silber,    Blei     und    Zink voll  ständig gewonnen werden können.

       Das    für  das Ausfällen von etwa     vorhandenem        Eisen     benutzte     Magnesiunioxyd    in den Kreislauf  eingeführte     Magnesium,    stellt zudem ein     Über-          schusspi,oduli:t    aus dein eigentlichen Kreislauf  dar,     das    als     Nebenprodukt    sowohl als Me  tall oder auch als Legierung     verhä.uf-          lich    ist.  



  Die Betriebskosten des Verfahrens sind  ausserordentlich gering. Die benötigte elek  trische Energie     beträgt    beispielsweise an  nähernd 2,5 Kilowattstunden pro Pfund Zink      und 0,8 Kilowattstunden pro Pfund Blei,  7,5 Kilowattstunden pro Pfund freies metal  lisches Magnesium oder 6,8 Kilowattstunden  pro Pfund     Magnesium    in Legierungen.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt das Schema  einer beispielsweisen Anlage zur Ausführung  des Verfahrens.  



  bezeichnet einen Behälter für das zu  behandelnde Erz, B einen Behälter zur Auf  nahme des     Magnesiumoxyds,    C den Kon  verter, D den Scheidebehälter, E den Filter  und F die elektrolytischen Zellen; a     c    und  b c bezeichnen die Verbindungen zwischen  den Behältern     :1,    B und dem Konverter C.

    Der Durchgang für das     Chloridgemisch        vom     Konverter C zum Scheidebehälter D ist mit  c     d,    der Durchgang für das     Magnesiumchlorid     vom Scheidebehälter D zum Filter .E mit d e  und der     Durchgang    für das filtrierte     Magne-          sitimchlorid    vom Filter E zu den elektroly  tischen Zellen F mit     e    f bezeichnet. c be  deutet den aus dem Konverter C abziehen  den Schwefel. Die aus dein Scheidebehälter D  entnommenen Metalle Silber, Blei und Zink  sind durch<I>d', d </I> und     d3    veranschaulicht.

   Der  Abgang an Gangart mit Eisenoxyd aus     dein     Filter E ist bei e und das in den elektri  schen Zellen F     gewonnene,    überschüssige  Magnesium ist bei f versinnbildlicht. Der  Übergang von Blei     Lind    Zink aus dein Schei  debehälter D zu den elektrolytischen Zellen  F ist mit     cd   <I>f</I> und der Rückweg ,von Blei  Magnesitim und vor)     Zink-Magnesium    aus den  elektrolytischen Zellen     E    zur Scheideabtei  lung<I>D</I> mit     f'        cr    bezeichnet. Der Übergang  von     Clor    aus den elektrolytischen Zellen     h'     zum -Konverter C ist mit f c angedeutet.

    



  Die Stellungen des Scheidebehälters D  und des Filters E     können    vertauscht werden,  d. h. anstatt nach der Behandlung     rnit    den  Scheidelegierungen stattzufinden, kann die  Filtration der Reaktionsmasse schon bei  deren Übertritt vom Konverter in den Scheide  behälter erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Erzen; dadurch gekennzeichnet, dass das Erz in einer beweglichen Cliloi#idschmelze mit Chlorgas behandelt wird, um die Chloride der drei zu gewinnenden Metalle zu bilden, und dass die Cliloriclsclinielze, welche die so gebildeten Metallchloride enthält, behufs Aus scheidens und Entfernens der drei zu ge winnenden Metalle mit Scheidelegierungen behandelt wird. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren geniiil.' Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass die Scheidelegierungen aus Bleimagnesitun und Zinlzmagnesium gebildet sind. 2. Verfahren gemiiP Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheidelegierungen aus Bleiealcium und Zinkcalcium gebil det sind.
    3. Verfahren gem-iit.) Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dar die Scheidelegierungen aus Bleinatrium Lind Zinknatrium gebildet sind. 4.
    Verfahren gemäC; Patentanspruch, dadurch " gekennzeichnet, dass die Scheidelegierungen # -iiis <B>,</B> Bleik#il'tiiii <B>1</B> und Ankkalium <B>1</B> gebildet sind. 5.
    Verfahren geniäl:i Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch Zusatz eines Metalloxyds zu dein zu behandelnden<B>Erz,</B> das etwa in demselben vorhandene Eisen im Verlaufe des Prozesses in Eisenoxyd umgewandelt wird, und dieses Eisenoxyd zusammen init der Gangart durch Filtra tion der Chloridsehinelze aus derselben ent fernt wird.
    6. Verfahren gcmül.> Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dah die Filtration zwischen der -Behand- lung des Erzes reit Chlorgas und der darauf folgenden Behandlung mit den Scheidelegierungen stattfindet. 7.
    Verfahren genial;, Patentanspruch und 1Tu- teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, date die Filtration nach der Behandlung des Erzes mit den Scheidelegierungen stattfindet. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,<B>dass</B> nach der Behandlung Verfahren zur gleichzeitiger) Gewinnung von Blei, Zink und Silber @ aus sulfidhaltigen des chlorierten Erzes mit den Scheidele gierungen die verbleibende Chloridscbmelze einer Elektrolyse zum Teil mit einer Kathode aus Blei und zum Teil mit einer Kathode aus Zink unterworfen wird, um die Scheidelegie rungen für erneuten Gebraiicli wieder zu bilden.
CH91617D 1919-09-30 1920-09-28 Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Blei, Zink und Silber aus sulfidhaltigen Erzen. CH91617A (de)

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