CH91726A - Verfahren zur Herstellung eines fermenthaltigen Tierserums. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines fermenthaltigen Tierserums.Info
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Description
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Verfahren <SEP> zur <SEP> Herstellung <SEP> eines <SEP> ferinenthaltigen <SEP> '1'ierserunis.
EMI0001.0002
Durch <SEP> meine <SEP> Versuche <SEP> (vergl. <SEP> die <SEP> Lite ratur <SEP> bei <SEP> Emil <SEP> Abderhalden: <SEP> z,\bwel)i-fer mente, <SEP> Berlin, <SEP> J. <SEP> Springer, <SEP> 3. <SEP> Auflage, <SEP> 191!11))
<tb> ist <SEP> bewiesen <SEP> \vorden, <SEP> dass <SEP> nach <SEP> Zufuhr <SEP> von
<tb> blutfremden <SEP> Stoffen <SEP> zusanitnengesetzter <SEP> Na tur <SEP> im <SEP> Blutplasma <SEP> Fermente <SEP> auftreten, <SEP> die
<tb> diese <SEP> Verbindungen <SEP> hydrolysieren <SEP> können.
<tb> Diese <SEP> Beobachtung <SEP> ist <SEP> von <SEP> mir <SEP> dazu <SEP> ver wertet <SEP> worden, <SEP> um <SEP> gegen <SEP> Karzinonieiweiss
<tb> künstlich <SEP> Abwehrfermente <SEP> zu <SEP> erzielen.
<SEP> Es
<tb> wird <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> einen) <SEP> Hunde <SEP> Karzinoni gewebe <SEP> unter <SEP> die <SEP> Haut <SEP> gespritzt <SEP> oder <SEP> ein
<tb> Extrakt <SEP> oder <SEP> Aut.olysat <SEP> aus <SEP> solchen) <SEP> Gewebe.
<tb> Das <SEP> Blutplasma <SEP> dieses <SEP> Tieres <SEP> isl <SEP> nach <SEP> ? <SEP> bis
<tb> Tagen <SEP> nach <SEP> der <SEP> Einspritzung <SEP> imstande,
<tb> Karzinomeiweiss <SEP> und <SEP> auch <SEP> andere <SEP> Bestand teile <SEP> des. <SEP> Karzinomgewebes <SEP> abzubauen.
<tb>
Der <SEP> Nacli\-,@eis <SEP> der <SEP> Fermente <SEP> erfolgt <SEP> in
<tb> der <SEP> Weise, <SEP> (lass <SEP> man <SEP> (las <SEP> Seruin <SEP> des <SEP> 1)et,ref fenden <SEP> Tieres <SEP> in <SEP> einem <SEP> Dialysierscldauch
<tb> auf <SEP> Karzitiorngewebe <SEP> einwirken <SEP> lässt <SEP> und
<tb> dann <SEP> in <SEP> dem <SEP> Dialysat <SEP> auf <SEP> Abbaustufen <SEP> aus
<tb> Eiweiss <SEP> nach <SEP> bekannten <SEP> Methoden <SEP> fahndet.
<tb> Man <SEP> kann <SEP> sich <SEP> auch <SEP> aus. <SEP> Karzinomgewebe
<tb> mittelst <SEP> Säureeinwirkung <SEP> Peptone <SEP> bereiten
EMI0001.0003
') <SEP> 4. <SEP> Auflage <SEP> 1914, <SEP> Seite <SEP> :7-S3. <SEP> Literatur: <SEP> Seite
<tb> 373-376 <SEP> und <SEP> -100-404.
EMI0001.0004
und <SEP> diese <SEP> zusammen <SEP> finit <SEP> dem <SEP> betreffenden
<tb> Sei-uni <SEP> polarisieren. <SEP> Die <SEP> fortdauernde <SEP> Beob achtung <SEP> bei <SEP> 37 <SEP> " <SEP> zeigt, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Drehungs vermögen <SEP> des <SEP> Gemisches <SEP> sich <SEP> andauernd
<tb> iindert. <SEP> Verwendet <SEP> man <SEP> zu <SEP> diesen <SEP> Versu chen <SEP> Serum <SEP> von <SEP> normalen <SEP> Tieren, <SEP> denen
<tb> kein <SEP> liarziiion)gewebe <SEP> gespritzt <SEP> worden <SEP> ist,
<tb> dann <SEP> findet <SEP> keine <SEP> Spaltung <SEP> von <SEP> Bestand teilen <SEP> des <SEP> Karzinoms <SEP> statt. <SEP> Neu <SEP> ist <SEP> nun <SEP> Le gende <SEP> 13cobaclitung:
<tb> Enl,iiiniiiit <SEP> inan <SEP> einem <SEP> so <SEP> behandelten
<tb> Tiere <SEP> Serum <SEP> und <SEP> spritzt. <SEP> dieses <SEP> einen <SEP> an.
(lern <SEP> 'fiere <SEP> ein, <SEP> dann <SEP> erhalten <SEP> die <SEP> Sei-a <SEP> dieses
<tb> zweiten <SEP> @"ersuclistieres <SEP> die <SEP> gleichen <SEP> Eigen schaften, <SEP> nur <SEP> in <SEP> <I>gesteigertem <SEP> Masse.</I> <SEP> Durch
<tb> wiederholte <SEP> übertragung <SEP> der <SEP> A7)wehrfer niente <SEP> von <SEP> Tier <SEP> zu <SEP> Tier <SEP> oder <SEP> auch <SEP> von
<tb> :NZutiscli <SEP> zu <SEP> Mensch <SEP> lässt <SEP> sich <SEP> die <SEP> Wirkung
<tb> des <SEP> Serums <SEP> ausserordentlich <SEP> steigern.
<tb>
Diese <SEP> Beobachtung <SEP> bietet <SEP> zum <SEP> ersten
<tb> Male <SEP> die <SEP> yIöglichl:eit, <SEP> ein <SEP> Serum <SEP> Herzustel len, <SEP> das <SEP> an <SEP> einem <SEP> bestimmten <SEP> ;lbwelirfei- ment <SEP> reich <SEP> ist. <SEP> Das <SEP> den <SEP> Gegenstand <SEP> des
<tb> vorliegenden <SEP> Patentes <SEP> bildende <SEP> -'erfahren
<tb> beruht <SEP> nunmehr <SEP> darauf, <SEP> class <SEP> man <SEP> mit <SEP> dem durch Einverleibung einer bösartigen Kar- zinomgescliiv ulst in die Blutbahn eines, tie rischen Lebewesens erhältlichen fermenthal- tigen Serum mindestens ein weiteres.
tie risches Lebewesen behandelt, wodurch ein in seiner Wirkung verstärktes Serum er hältlich ist. Die Übertragung kann ein- oder mehrmals auf die gleiche oder eine ver schiedene Tierart erfolgen. Das. Serum kann. vor der Übertragung auf ein weiteres tie risches Lebewesen durch ein geeignetes Filter filtriert und gereinigt. werden. Das Serum des direkt mit dem Tumorgewebe injizierten Tieres könnte nämlich immer hin noch lebende Tumorzellen oder Mikro organismen enthalten. Wie bereits durch viele praktische Versuche bewiesen ist, ge lingt es mit Hilfe des so erhältlichen Se rums, Karzinom erfolgreich zu bekämpfen.
Die Fests.tellun-, dass es möglich ist, die Abwehrfermente von Tier zu Tier zu Vber- tragen und gleichzeitig eine gesteigerte Fermentwirkun,- zu erzielen, ist deshalb von grösster Bedeutung, weil es auf dieseln Wege möglich ist, jede Gefahr einer Infek tion durch das injizierte Material auszu schliessen.
Das neue Verfahren bietet auch zum er sten Mal die Möglichkeit, ein Heilserum. für Karzinom technisch in grösserem Massstabe herzustellen; denn durch die bisher allein bekannte Herstellungsweise durch ein malige Injektion war nur eine beschriinkte Serulnmeng e erhältlich, nämlich diejenige, die dem betreffenden injizierten Tier ent- nommen werden konnte.
Zur Herstellung weiterer Mengen Serum. mussten dann an dere Tiere wieder primär mit frischem Ge- schwulstmaterial gespritzt werden, das be sonders bei inneren Geschwülsten nur schwer zugänglich ist. Das neue. Verfahren gestattet dagegen durch Entnahme von Se rum aus dem primär injizierten Tiere eine grolle Anzahl weiterer Tiere sekuncliii- zu spritzen und so praktisch unbegrenzte Men gen Serum von ausserdem gesteigerter Wir kung zu erhalten.
heispiel: Uteruskarzinom, das ganz frisch < ein rnuss, wird ganz fein zerhackt und dieses Material einem normalen Pferde unter clie Haut gespritzt. Nach 5 Tagen wird Blut ent nommen. Man lässt das Serum sich auspres sen und stellt fest, dass es imstande ist, K.ar- zinomgewebe abzubauen. Jetzt spritzt inan solches Serum nach erfolgter Filtration durch ein Chamberland-Filter einem andern normalen Pferde ein. Nach drei Tagen wird diesem Tiere Blut entnommen.
Sein Serum zeigt ein stärkeres Spaltungsvermt>.en. Durch weitere Übertragungen lässt sich schliesslich ein an Abwehrfermenten sehr hochwertiges. Serum bereiten. Dieses Serum hat, nun die wertvolle Eigenschaft, wenn man es einem Menschen, eler an Karzinom leidet, einspritzt, deutliche Heilwirkungen zli zeigen. Dies ist bereits durch vielfache klinische Prüfungen nachgewiesen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines hoch- wirksamen, abwehrfermenthaltigen Serums, dadurch gekennzeichnet, class man mit dem durch Einverleibung einer bösartigen Kar zinomgeschwulst in die Blutbahn eines tie rischen Lebewesens erhältlichen ferinent- haltigen Serum mindestens ein werteres tie risches Lebewesen behandelt, wodurch ein in seiner Wirkung verstärktes Serum er hältlich wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE91726X | 1914-03-18 |
Publications (1)
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|---|---|
| CH91726A true CH91726A (de) | 1921-11-16 |
Family
ID=5643827
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH91726D CH91726A (de) | 1914-03-18 | 1915-03-10 | Verfahren zur Herstellung eines fermenthaltigen Tierserums. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH91726A (de) |
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1915
- 1915-03-10 CH CH91726D patent/CH91726A/de unknown
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