CH92069A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Glases. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Glases.

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CH92069A
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Tschudi-Freuler Peter
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Tschudi Freuler Peter
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C1/00Ingredients generally applicable to manufacture of glasses, glazes, or vitreous enamels

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  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
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Description


      Verfahren    zur Herstellung     eines    neuen Glases.    Es ist bekannt,     6A,    wenn natürlicher  Schiefer     gesclnnolzen    und     naAiher    gegossen  wird. ein     glasähnliches    Gebilde entsteht, wel  ches im allgemeinen eine ganz dunkle Farbe  aufweist. Die     Zusammensetzung        von        natür-          lichem    Schiefer ist je nach dessen Fundort  verschieden.

   Es können ausser den     Haupt-          bestandteilen,    wie     Siliciumdioxyd.        Tonerde     und Kalk, mehr oder weniger grosse     :Mengen     Verunreinigungen und andere Oxyde vorban  den sein. Dementsprechend wird auch das  glasähnliche Gebilde- das heisst das erhältliche  Schmelzprodukt, ,je     naeli    dem verwendeten       Ausgangsmaterial.    eine     lindere    Zusammen  setzung     haben.    Es hat sich gezeigt,     c1 <  < 13    so  erhaltene Schmelzprodukte nicht gegen che  mische Agenzien, wie z. B. Säuren, wider  standsfähig     sind.     



  Gegenstand vorliegender     1'lrfindiin@,    ist  nun ein Verfahren zur     Herstellniig    einer  neuen Glases, dessen     Hauptbestandteil    ein       Tonerdekalksilikat    von der     chemischen    Zu  sammensetzung     (Si0=)gAl=0",(Ca0)"    ist..     D < is     Verfahren beruht darauf,     dass    man ,ein natür  liches Gestein, welches hauptsächlich Quarz.

    Kalk und Tonerde enthält,     durch    Zusätze so         komplettiert,    dass das aus dieser Mischung       geseliniolzene    Material ungefähr das- Ver  hältnis 1 Teil Aluminiumoxyd, 1,65 Teile       Cal(-iumoxyd    und     einen    solchen     Lfiberschuss          über    3,56     Teile        Silicimndioxyd    enthält,

   dass       dieser    L     herschuss        nahezu    für die     lüberfiihrung          siimtlicher    in dem     Ausgangsmaterial    sich     be-          findender    andern Oxyde in entsprechende       Silikate    ausreicht,     worauf        nian    die so kom  plettierte     1Iischung    einem     Sehnielzprozess    un  terwirft.  



       Man    benutzt zu diesem Zwecke     -vorteil-          ha.ftenveise    zum Beispiel     Kalkmergel,    Kalk  schiefer und     ;ähnliche    Gesteine. Man setzt  ihnen ein oder     mehrere    von den     erwähnten     Bestandteilen     zii.    bis die     ?-lischun < -    nach dem  Schmelzen auf 1 Teil     Aluininiunioxy    d zirka  l_.65 Teile     Caleiumoxyd    und einen     LTberschuss     über     3.5(i    Teile     Silieiumdio        tvd    enthält.

   Der       Zbersehuss    von     Siliciumdioxyd    ist notwendig,  um die bei den natürlichen Gesteinen vor  kommenden     Verunreinioungen    an andern Me  talloxyden während des Schmelzens in ent  sprechende Silikate zu verwandeln.

   Dieser       Merschuss    an Quarz wird von Fall zu Fall  je nach     Zusammensetzum,    des natürlichen           Auya.ngsmaierials    auf Grund einer Analyse       rie.aiben    theoretisch oder experimentell     be-          stimliit.    Es     liat    sich dabei erwiesen, dass  diese     Verunreini"",ungen,    sobald sie in     Foren     von     Silikaten    gebracht     worden    sind, die       Grundei-enschaften    des neuen Glases nicht  wesentlich     verhidern.     



       his    hat sich herausgestellt, dass Gläser,  die     linuptsäelilioli    aus diesem     Tonerdehalh-          silil@at        bestehen.    eine     ausserordentliche        elek-          trisehe        Durchschlagsfestigkeit    besitzen, wel  che     -:    an     gleicher    Grössenordnung ist wie die  der besten Porzellanisolatoren.

   Ausserdem be  sitzen derartige Gläser     einen    sehr geringen       Ausrlehnungsli#oeffizienten,    so dass sie sieh mit  Leichtigkeit mit dem Jenaer schwer     scllinelz-          baren        Borosil,ikatglas    binden, was die     ge-          wölnilichen    Gläser nicht tun.

       Dieser    sehr ge  ringe     Ausdehnungskoeffizient    verleiht     delle          Gla <     eine ausserordentlich grosse     @j'idersta        nds-          fähigkeit    gegen thermische Einflüsse, wie  zum Beispiel gegen rasche     Temperaturände-          run#.gen.    Das     neue    Glas besitzt dabei einen  relativ hohen     Schmelzpunkt,    der bei zirka       1200      C liegt, was seine     Temperaturbestän-          diglieit    noch erhöht.

   Allerdings ist dieses neue  Glas im allgemeinen nicht durchsichtig, son  dern von nahezu schwarzer,     olivenbrauner'          Tarlie.     



  Das neue Glas ist ausserdem chemisch voll  ständig     widerstandsfähig    gegen alle Agen  zien, wie     konzentrierte        Alkalien    und     kon7en-          trierte        Säuren,    natürlich mit Ausnahme     der.-          Flusssäure.    Diese Eigenschaften verleihen dem  neuen Glas eine grosse wirtschaftliche     Bedeu-          tun-.    einerseits für elektrotechnische     Zwecke     als     1solationsrnaterial,    anderseits als Ersatz  für das schwer schmelzbare Glas überall dort.

    wo es nicht auf die     Durchsichtigkeit    des Gla  ses, aber auf eine     grosse    'Widerstandsfähig  keit des Glase, ankommt.  
EMI0002.0060     
  
    <I>L'ci.slyf#1:</I>
<tb>  Male <SEP> 1111111111- <SEP> 0ewöhnllollell <SEP> i."(@l@ltt#il <SEP> :\i'lll@'  fer <SEP> aus <SEP> den <SEP> Sebiefcrbergwerken <SEP> von <SEP> Fruli@l;

  lil
<tb>  (Schweiz), <SEP> welcher <SEP> ungefähr <SEP> <B>"7,.-)</B> <SEP> \.' <SEP> > <SEP> >i0..,
<tb>  24 <SEP>  ö <SEP> Ca.0 <SEP> und <SEP> 11 <SEP> %<B>'0</B> <SEP> AL <SEP> 02 <SEP> und <SEP> für <SEP> den <SEP> Pest
<tb>  Eisenoxyd-Magnesiumoxyd <SEP> und <SEP> Bitumina <SEP> eii!-  hält. <SEP> Man <SEP> mischt <SEP> diesen <SEP> Schiefer <SEP> mit <SEP> reinem
<tb>  oder <SEP> ein <SEP> paar <SEP> Prozent <SEP> Tonerde <SEP> lialtigem <SEP> Qil@ii-z  sand <SEP> im <SEP> Verhältnis <SEP> von <SEP> 4 <SEP> Teilen <SEP> Schiefer
<tb>  und' <SEP> zirka <SEP> 1 <SEP> Teil <SEP> Quarzsand <SEP> und <SEP> schmilzt <SEP> die  ses <SEP> C-r"miseh <SEP> in <SEP> einem <SEP> Cilasofeil.

   <SEP> Die <SEP> Mass.
<tb>  schmilzt <SEP> bei <SEP> zirka <SEP> <B>1250</B> <SEP>   <SEP> C <SEP> und <SEP> muss <SEP> liocli
<tb>  weiter <SEP> erhitzt <SEP> werden <SEP> bis <SEP> auf <SEP> zirka <SEP> 1.40f) <SEP> bis
<tb>  1500 <SEP>  . <SEP> Es <SEP> ent-,veicht <SEP> dabei <SEP> Kohlensäure;
<tb>  es <SEP> bilden <SEP> sich <SEP> entsprechende <SEP> Silikate. <SEP> Das
<tb>  Endprodukt <SEP> bildet <SEP> das <SEP> neue <SEP> Toiierdei;;ilh  silikatglas.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: EMI0002.0062 Zerfahren <SEP> zur <SEP> @erstellun@@ <SEP> eine. <SEP> i1eneil Glases, dadurch gekennzeichnet, dass inan ein natürliches Gestein, welches hauptsächlich Quarz, Kalk und Tonerde enthält, durch Zu sätze so komplettiert, dass das aus dieser 3li- schulig geschmolzene Material ungefähr das Verhältnis 1 Teil Aluminiumoxyd, 1,65 Teile Calciumoxyd und einen solchen Überschuss über 3,56 Teile.
    Siliciumdioxy d enthält, dar dieser Überschuss nahezu für die Überfüh rung sämtlicher in dem Ausgali--smaterial befindender andern Oxyde in eiitspre(-heiielc Silikate ausreicht, worauf man die so hom- plettierte Mischung einem Schmelzprozess un terwirft.
    1TNTEPIANSPRUCH EMI0002.0080 Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentansprucb. <SEP> dadur@@h gekennzeichnet, da.ss man Frutigert@hiefer als Ausgangsmaterial verwendet, dem inan auf 4 Teile zirka 1 Teil Quarzsand zusetzt.
CH92069D 1920-11-16 1920-11-16 Verfahren zur Herstellung eines neuen Glases. CH92069A (de)

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