CH92252A - Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von mit Wärmespeichern versehenen Dampfanlagen. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von mit Wärmespeichern versehenen Dampfanlagen.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von mit Wärmespeichern versehenen Dampfanlagen. Es hat sich an Dampfanlagen herausge stellt, dass durch die Anordnung von Dampf speichern, bestehend aus Wasser oder eine andere Flüssigkeit enthaltenden Behältern, in die der Dampf eingeleitet und zu heissem Wasser kondensiert wird, eine Reihe Vor teile zu erzielen sind. Besonders hervortre tend ist der Vorteil eines solchen vorn Kes sel getrennten Speichers an Kesselanlagen, bei welchen der hohe Druck die Anordnung von grossen Wasserräumen in den eigent lichen Kesseln unmöglich macht. Durch die Anordnung eines derartigen Speichers kann häufig selbsttätiges Feuern anstatt Handfeuerung verwendet werden; weiter können Wasserrohrkessel statt Flairnm- rohrkessel benutzt werden usf. Der Speicher kann ausserdem für wesentlich niedrigeren Druck als der Kessel gebaut werden, und der Druck darin kann oft zwischen viel weiteren Grenzen schwanken, als es in dem Kessel zulässig wäre, ohne dass diese Druckschwan kungen im Speicher auf die Leitungsnetze übertragen werden. Erst hierdurch wird es möglich, die in der Anlage arbeitenden gro ssen Wasserräume mit verhältnismässig ge ringen Kosten ziz vergrössern und dadurch eine ganz neuartige Wirkung zu erreichen, so dass ein praktisch vollkommener Aus gleich der Belastungsschwankungen erzielt wird. Um aber alle diese Vorteile geltend zu machen, muss die Feuerung in besonderer Art und Weise betrieben werden; da näm lich der Speicher alle Belastungsschwankun gen im Kesselhaus ausgleicht, bleibt der Kes seldruck konstant und die Feuerung kann nicht, wie in frühe, üblicher Weise nach dem Kesselmanometer geregelt werden. Vorliegende Erfindung gibt aber ein Ar beitsverfahren an, bei welchem obenge- nannte Vorteile erreicht werden. Demgemäss wird die Feuerung nach dem Ladezustand des Speichers geregelt, welcher Zustand bei spielsweise durch den Druck, die Tempera tur oder den Wasserstand bestimmt ist. Bei spielsweise wird die Feuerung belebt, sobald sieh der Speicherdruck einem gewissen un tern Grenzwert nähert, - dagegen gedämpft, wenn der Druck über einen obern Grenz wert hinauszusteigen bestrebt ist. Bei Schwankungen im Speicherdrucke zwischen diesen beiden Werten \@#ircl dagegen die Stärke der Feuerung gleich gehalten. Insbesondere ist ein derartiges Anpassen des Kesselfeuers an den Speicherdruck in solchen Fällen notwendig, wo Dampf in den Speicher unmittelbar oder mittelbar durch Vermittlung eines sogenannten Überström ventils eingeführt wird, welches durch den Kesseldruck oder irgend einen andern Druck der Anlage geregelt wird und Dampf in den Speicher unmittelbar oder mittelbar abbläst. Um zu ermöglichen, dass der Heizer in Übereinstimmung mit dem oben angeführten die Feuerung dem Speicherdrucke anpassen kann, ist die Einrichtung getroffen, dass in der Nähe des Heizerplatzes nicht nur das gewöhnliche, den Kesseldruck anzeigende Monometer, sondern zum Beispiel auch ein mit dem Speicher verbundenes Manometer angeordnet ist, so dass der Druck im Spei cher vom Heizer in jedem Augenblicke be obachtet werden kann. Das Kesselmanometer ist mit der üblichen Finteilung versehen. Das Speichermanometer kann eine Atmo sphärenteilung aufweisen, aber auch den Ladezustand des Speichers unmittelbar in kg Dampf zeigen. An demselben sind, zweckmässig in roter Farbe, ein oberer und ein unterer Grenzwert für die Drücke ange geben. Die Feuerung wird nun vom Heizer derart bedient, dass sie, wenn sich der Druck im Speicher einem Wert in der Nähe des untern Grenzwertes nähert, langsam belebt, dagegen, wenn der Speicherdruck ziz einem Wert in der Nähe des obern Grenzwertes steigt, langsam gedämpft wird. Dasselbe Verfahren kann in denjenigen Fällen angewendet werden, in denen der Speicherdruck unverändert bleibt, wie zum Beispiel, wenn es sich wn einen Warmwas serspeicher für gleichbleibende Temperatur aber veränderliche Wassermenge, oder um Speicher mit Gasometerbauart handelt. In solchen Fällen wird anstatt des Mano meters ein Wasserstandsanzeiger angeord net, welcher den Wasserstand, bezw. die jeweilige Lage des Gasometers angibt. In gewissen Fällen kann statt dessen die "Temperatur der Speicherfüllung, beispiels weise des Wassers, welche ja in einer ge wissen Beziehung zum Drucke, bezw. dem Ladezustand steht, durch ein Thermometer im Kesselraum angezeigt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPR'.fCHE 1. Verfahren zum Betriebe von mit Wärme speicher versehenen Dampfanlagen, da durch gekennzeichnet, dass die Feuerung unter den Kesseln dem Ladezustand des Speichers angepasst wird. I1. Einrichtung zum Betriebe von mit Wärme speichern versehenen Dampfanlagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass in der Nähe des Heizerplatzes ausser dem gewöhnlichen, den Kessel druck anzeigenden Manometer ein mit dem Speicher verbundener, den jeweili gen Ladezustand des letzteren angeben der Apparat angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE92252X | 1919-04-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH92252A true CH92252A (de) | 1921-12-16 |
Family
ID=20276166
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH92252D CH92252A (de) | 1919-04-12 | 1920-05-26 | Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von mit Wärmespeichern versehenen Dampfanlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH92252A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767265C (de) * | 1938-02-03 | 1952-07-21 | Kraftanlagen Ag | Regelverfahren fuer Dampfkessel mit geringem Wasserinhalt, insbesondere fuer Zwangsdurchlauf- oder Umlaufkessel mit Waermespeicher |
-
1920
- 1920-05-26 CH CH92252D patent/CH92252A/de unknown
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE767265C (de) * | 1938-02-03 | 1952-07-21 | Kraftanlagen Ag | Regelverfahren fuer Dampfkessel mit geringem Wasserinhalt, insbesondere fuer Zwangsdurchlauf- oder Umlaufkessel mit Waermespeicher |
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