CH93896A - Einrichtung zur Kolbenkühlung für Verbrennungskraftmaschinen mittelst Luft. - Google Patents
Einrichtung zur Kolbenkühlung für Verbrennungskraftmaschinen mittelst Luft.Info
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Description
Einrichtung zur Kolbenkühlung für Verbrennunskraftmaschinen mittelst Luft. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Kolbenkühlung für Verbrennungskraftnia- schinen mittelst Luft.
Fünf Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes sind auf der Zeichnung in neun Figuren dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen das erste Ausführungs beispiel in Längsschnitt und Querschnitt, Fig. 3 und 4 das zweite in Längsschnitt und Querschnitt, Fig. 5-'7 das dritte in Längs schnitt, Draufsicht auf den Kolbenmantel und auf den Kolbenboden; Fig. 8 und 9 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele im Längsschnitt.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 und 2 wird ein Luftstrom aus der festen Zuleitung 1 gegen die eine Seite des Bodens 2 des Kolbens 3 geblasen, um dann durch die gleichfalls feste Ableitung 4 wieder aus dem Kolbeninnern zu entweichen, nach dem er am Boden 2 entlang gestrichen ist. Am Kolbenboden 2 sind Rippen 5 angeordnet, die in der Richtung des Luftstromes verlau fen und zu dessen Führung längs des Kol benbodens dienen.
Bei dein zweiten Ausführungsbeispiel ge- mäl Fig. 3 und 4 besitzt der Zylinder d auf der linken Seite einen Einlassschlitz 7 für die Kühlluft und auf der rechten Seite einen Auslassschlitz B. Der Kolben, der in seiner untersten Totpunktstellung gezeichnet ist, be sitzt seitliche Taschen 9 und 10, die während des ganzen Kolbenhubes die Ein- und Aus lassschlitze 7 und 8 überdecken und im Kol ben nach aussen abgeschlossen sind.
Der Kolbenboden 2 ist als abnehmbarer Deckel ausgebildet; zwischen diesem und dem Zwi schenboden 11 des Kolbens ist ein Raum gebildet, der die beiden Lufttaschen 9 und 10 vermittelst der Löcher 12 und 13 ver bindet. Der Kolbenboden 2 ist wieder mit auf der Zeichnung nur zum Teil angedeute ten Rippen 5 versehen.
Die Rippen 5 des Kolbenbodens dienen nicht nur als Kühlrippen, sondern werden bei der Befestigung des Deckels gegen den Zwi schenboden 11 angepresst und übertragen da durch den Druck der Verbrennungsgase auf den Kolbenkörper. Bei dem dritten Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5-7 sind die Rippen 5 als konzentrische Ringe ausgebildet, damit sich die Wärme spannungen über den ganzen Kolbenboden gleichmässiger verteilen. Die Taschen 9 und 10 erstrecken sich zusammen über den gan zen Umfang des Kolbens 3 und sind durch die Längsrippen 14 voneinander getrennt. 2 ist wieder der eingesetzte Kolbenboden und 11 der Zwischenboden.
Die Taschen 9 und 10 münden oben in 'lange schmale Schlitze 15 und 16, die sich über alle Rippen 5 er strecken, damit die Luft zwischen alle diese Rippen gelangt.
Bei der Ausführungsform gemäss der Fig. 8 dient der Iioiben selber als Pumpenkolben für die Kühlluft. Er saugt beim Hochgehen die Luft durch das Einlassventil 17 in die wagrechte Leitung 18; von der sie durch die beiden Leitungen 1, die beim Heruntergehen des Kolbens in den Kühlringraum 19 ein tauchen, in diesen eintritt, diesen durchströmt, in den am Kolbenboden befindlichen Kühl raum 20 gelangt und aus dem letzteren durch die zentrale Öffnung 21 in dem Kurbelkasten austritt.
Bis zu diesem Stadium ist die Kühl luft ölfrei, und sie kann sieh erst nach dem Austritt aus der Öffnung 21 mit dem im Kurbelkasten befindlichen Öl verunreinigen. Sie wird nun beim Kolbenniedergang durch das Ventil 22 aus dem Kurbelgehäuse heraus gedrückt und kann entölt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 9 wird die Luft durch das in nicht gezeich neter Weise gesteuerte Einlassventil 17 in die Zuleitung 1 gedrückt, und zwar wird das Einlassventil derart gesteuert, dass die Luft in die Zuleitung 1 erst eintreten kann, wenn diese vom Kolben überdeckt ist. Die Luft geht von der rechten Kühltasche 10 in den Bodenkühlraum 20%, von da in die linke Kühl tasche 9 und aus dieser in die Abführungs- leitung 4.
Es ist bekannt, bei grösseren Maschinen und Kolbengeschwindigkeiten die Kolbenküh lung durch zwangsweise zirkulierendes Öl zu bewirken. Diese Kühlung hat entweder den Nachteil, dass das Öl bei Stillstand des Mo- tors nicht mehr zirkuliert und infolgedessen Abscheidungen auf dem Kolbenboden verur sacht, die die Wärmeübertragung erschweren, oder dass besondere Einrichtungen erforderlieb sind, die auch nach dem Abstellen des Motors ein Weiterzirkulieren des Öles ermöglichen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird wie der zur Kühlung mit Luft zurückgekehrt, wie sie bei kleineren Motoren üblich ist. Da aber die Kühlwirkung der Luft bedeutend geringer ist als die des Öles, werden am Kolbenboden zweckmässig Rippen angeordnet. Nun ist aber dieWä rmeleitfähigkeit von Eisen oder ähnlichen Materialien, aus denen der Kolbenboden bisher meistens hergestellt wurde, so gering, dass von einer bestimmten Länge der Rippen ab eine weitere Vergrösserung derselben keine Vergrösserung der Wärmeab leitung zur Folge hat.
Deshalb besteht der in den Kolbenmantel eingesetzte, mit Kühl rippen versehene Boden vorteilhaft aus einem Metall mit grosser Wärmeleitfähigkeit, z. B. Aluminium, Kupfer oder dergleichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Kolbenkühlung für Ver- brennungskraftmaschinen mittelst Luft, da durch gekennzeichnet, dass der Luftstrom durch eine Zuleitung einem Teil des Kolben bodens zugeführt und von einem andern Teil des Kolbenbodens, nachdem er am Kolben boden entlang gestrichen ist, abgeführt wird. UNTERANSPRüCHE: 1.Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dar am Kolbenmantel zwei sich zusammen über den ganzen Umfang erstreckende, durch Zwischenwände getrennte Kühllufttaschen angeordnet sind, die durch einen am Kol benboden befindlichen Hohlraum miteinander verbunden sind und in deren. eine die Zu führungsdruckleitung und in deren andere die Abführungsleitung mündet. 2.Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Pa tentanspruch und Unteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenboden durch einen besonderen Deckel gebildet wird, der mit Innenrippen versehen ist, die einerseits als Kühlrippen dienen, anderseits bei der Befestigung des Deckels gegen einen Zwi schenboden angepresst werden und dadurch den Druck der hochgespannten Gase auf den Kolbenkörper übertragen. 3. Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Pa- tentänspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen zwecks gleichmässiger Verteilung der Wärmespan nung konzentrisch ausgebildet und ange ordnet sind. 4.Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Kühl lufttaschen in den Hohlraum an dem mit Rippen versehenen Deckel mit Schlitzen münden, die sich über alle Rippen erstrek- ken, damit die Luft zwischen alle Rippen gelangt. 5. Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der eingesetzte Boden aus einem ketall mit grosser Wärme leitfähigkeit besteht. 6.Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luft in das Kol beninnere durch feststehende Zu- und Ab leitungen zu- bezw. abgeführt wird, die mit Spiel in das Kolbeninnere hineintauchen. 7. Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Un teransprüchen 1 und 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zuführungsleitungen nicht dauernd in das Kolbeninnere eintauchen und dass die Luft erst eintreten kann, wenn das Eintauchen stattgefunden hat. B.Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Un teransprüchen 1 und 6, bei der der Kolben selber als Pumpenkolben für das Kühlme dium dient. dadurch gekennzeichnet, dass das angesaugte ölfreie Kühlmittel, nachdem es sich nach Durchströmen des Kolbens im Kurbelgehäuse finit ()1 verunreinigt hat, beim Kolbenniedergang aus dem Kurbel gehäuse herausgedrückt wird. 9. Einrichtung zur Kolbenkühlung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftstrom an einem Ende des Kolben bodens zugeführt und vom andern Ende des Kolbenbodens abgeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE501178X | 1918-04-08 |
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| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (3)
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1919
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Also Published As
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