CH94225A - Verfahren zur Darstellung von Aceton. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aceton.

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CH94225A
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Deutsche Gold-Silber- Roessler
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Degussa
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  Verfahren zur Darstellung von Aceton.    Es ist bekannt, dass Azetylen     mitWasser-          dampf    unter geeigneten Bedingungen unter  Bildung von     Acetaldehyd    zu reagieren ver  mag, und verschiedene reaktionsbegünstigende       Stoffe    sind bei derartigen Versuchen in An  wendung gekommen. So stellte     Desgrez     (Bulletin de la     Societe        Chimique    3. Serie 11 p.

    363) beim Erhitzen mit Holzkohle, Bone       (Proceedings    of     the        Chemical        Society,        Bd.    21,  p. 221) mit porösem Porzellan, also einem  Gemisch verschiedener Oxyde, die Bildung  des Aldehyds fest. Neuerdings hat     Tschi-          tschibabin        (Journ.    Russ     Phys.    Ges. 407, p.  703-13) festgestellt, dass verschiedene Oxyde  als Katalysator wirken, so z. B.     Ala    Os,     Zn0,          NTi0    und     Fe0.     



  Es wurde nun die wichtige Beobachtung  gemacht, dass auch-     Fei    Os katalytische Eigen  schaften besitzt, dass aber die Wirkung des  selben ganz verschieden ist, je nach dem  Mengenverhältnis, in dem es dem     Azetylen-          Dampfgemiscb    gegenübertritt. Bei Verwen  dung relativ kleiner Fes Os-Mengen, wie sie  in Reaktion treten, wenn das     I'e2    03 auf         Kontaktträgern    aufgebracht wird, tritt die rein  katalytische Wirkung hervor und es findet  in der Hauptsache die bekannte     Aldehydbil=     dang statt.

   Kommen aber an Fes 03 reiche  Katalysatoren zur Anwendung, beispielsweise  das durch Fällen von     Eisenhydrogyd    und  Abpressen entstehende poröse,     stückige        Fea     03, so tritt als Reaktionsprodukt fast aus  schliesslich Aceton auf.  



  Der Katalysator ist gegen     "Gift"    sehr  empfindlich, es ist daher auf     möglichste    Gift  freiheit des Azetylens wie des Katalysators  zu achten.  



  Die Wirksamkeit des     Katalysators    nimmt  bei längerer Benutzung allmählich ab, sie  wird aber durch einfaches Überleiten von  Luft leicht wieder hergestellt.  



  Im übrigen wird das Verfahren durch fol  gendes Beispiel erläutert:  Ein in einem     geeigneten'Ofen    befindliches  Rohr von " 25 mm lichter Weite wird mit  130     gr    aus gefälltem     Eisenhydroxyd    durch  Auswaschen und Abpressen dargestelltem       stückigem    Eisenoxyd beschickt und auf 450       erhitzt. Es wird     nun    das Reaktionsgemisch,  bestehend aus 15     Vol.    gereinigtem Azetylen  und ca. 600     Vol.    Wasserdampf, derart durch  geleitet, dass pro cm= Querschnitt in der Mi  nute 1,4 1 Gasgemisch passieren.

   Unter diesen  Bedingungen werden etwa 40      /o    des Azetylens  als Aceton gewonnen, ohne dass Aldehyd oder  Essigsäure in nennenswerter     -Menge    im De  stillat vorhanden sind. Die restlichen 60  /o  des Azetylens     finden    sich zum grössten Teil  im Abgas und können von neuem nutzbar  gemacht werden.  



  Diese Zahlenangaben stellen nicht das  Maximum der erreichbaren     Ausbeuten    dar;  sie sollen nur als Ausführungsbeispiel dienen.  



  Beim Nachlassen der     Wirksamkeit    wird  der Katalysator durch Luft wieder gebrauchs  fähig gemacht, aber durch geeignete     Apparatur     kann der Prozess natürlich zu einem kon  tinuierlichen Verfahren ausgestaltet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Aceton, dadurch gekennzeichnet, dass man von Kata- lysatorgiften möglichst befreites Azetylen -mit Wasserdampf bei höherer Temperatur über Eisenoxyd leitet und den erschöpften Kata lysator durch Überleiten von Luft regeneriert. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet; dass man von Katalysator giften möglichst befreites Azetylen mit Wasser dampf bei höherer Temperatur über an Eisen oxyd reiche Katalysatoren leitet 'und den erschöpften Katalysator durch Überleiten von Luft regeneriert.
CH94225D 1916-09-04 1921-03-26 Verfahren zur Darstellung von Aceton. CH94225A (de)

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