CH94357A - Verfahren zur Einführung von Metallverbindungen in Seife. - Google Patents

Verfahren zur Einführung von Metallverbindungen in Seife.

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CH94357A
CH94357A CH94357DA CH94357A CH 94357 A CH94357 A CH 94357A CH 94357D A CH94357D A CH 94357DA CH 94357 A CH94357 A CH 94357A
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  Verfahren zur Einführung von     Netallverbindungen    in Seife.    Im Hauptpatent ist der Gegenstand der  Erfindung ein     Verfahren    zur Einführung von       b1etallverbindungen    in Seifen, welches darauf  beruht, dass man<B>100</B> Teilen für die Seifen  bereitung üblichen Grundstoffen, wie Fett  und Fettsäure, mindestens 5 Teile wasserlös  liche     Metallsalze    einverleibt, welche die Fä  higkeit haben, sich mit Alkali zu unlöslichen  Metallverbindungen schwach basischen Cha  rakters umzusetzen, und     da.ss    man so viel Na  tronlauge zusetzt, dass mindestens zum erheb  lichen Teil Umsetzung dieser Metallsalze er  folgt.  



  Es hat sich herausgestellt, dass man nun  an Stelle von Natronlauge auch so viel Kali  lauge zusetzen kann, dass mindestens zum er  heblichen Teil Umsetzung dieser Metallsalze  erfolgt. Auch in diesem Falle können vor oder  während der     Verseifung    die Metallsalze zu  gesetzt werden. Die Menge der zuzusetzenden       Netallsalze        kann    in weiten Grenzen schwan  ken. Ausgezeichnete Ergebnisse werden zum  Beispiel durch Zusatz von 50 bis<B>100</B> Teilen  Metallsalz auf 100 Teile angewandte Fett-    säure erzielt. Man kann aber auch in gegebe  nen Fällen den     Metallsalzzusatz    erheblich  höher wählen, so dass unter Umständen der  Seife auch ein Mehrfaches ihres Fettsäure  gehaltes an Metallsalzen einverleibt wird.

    Als untere Grenze gilt ein     Metallsalzzusatz     von 5 %, als obere Grenze dürfte im allge  meinen ein solcher von 300 %, bezogen auf den  Fettansatz, in Betracht kommen. Bei Toilette  seifen wählt man den     Metallsalzzusatz    nie  driger, zum Beispiel 5 bis 25 Teile Metall  salz auf 100 Teile Fettsäure, während man  bei Wasch- und Textilseifen in der Regel  nicht unter 25 % an Metallsalz heruntergehen  wird.  



  Als     geeignete    Zusatzstoffe kommen wie  derum in erster Linie wasserlösliche Salze  und Doppelsalze der     Erdalkali-,        Erd-    und  Schwermetalle, wie zum Beispiel des Magne  siums, Aluminiums, Zinks, Bleis oder Kup  fers, in Betracht.

   Diese Metallsalze setzen  sieh mit dem beim     Verseifungsprozess    im       Überschuss    angewandten und nicht zur     Ver-          seifung        verbrauAten    Alkali zu unlöslichen           Verbindungen.    in der Pegel     Oxyden    oder       Hydroxyden    der     Erdalkali-,        Erd-        iniil        Schwer-          metalle    um,

       tvelehe    in feinster Verteilung die  fertige Seife durchsetzen und bei der Ver  wendung der Seife in Form von     Hydrosolen     zur Wirkung kommen. Man kann die eine     er-          leibten    Metallsalze     völlig    oder auch nur zum  Teil umsetzen. Bei nicht völliger     Umsetzung     des Metallsalzes wird das beim     Waschprozess     durch Dissoziation aus der Seife frei wer  dende Alkali dieses binden, wodurch.     ständi'oe     Neutralität der     Seife    gewährleistet wird.  



  Es wurde die überraschende Beobachtung  gemacht,     dass    selbst ein geringer     Überschuss     von freier Kalilauge in der fertigen Seife  nicht schädlich     wirkt,    wenn der Seife     be=          trä.chtliche        1Zengen    von Metallsalz nach Mass  gabe der Erfindung zugesetzt werden. Es       fand    sich zum Beispiel, dass Seifen, bei denen  ein Zusatz von 10 und mehr Teilen Metall  salz auf 100 Teile Fettsäure erfolgt und  welche noch 1 bis 2 % an freiem Kalihydrat,  bezogen auf Fettsäure, enthielten, nachteilige  Wirkungen auf das Waschgut nicht aus  übten.

   Es empfiehlt sich daher beim Umset  zen der Metallsalze mit überschüssiger Kali  lauge diese so zu bemessen, dass in der fer  tigen Seife nicht mehr als 2 Teile freies Kali  hydrat auf 100 Teile Fettsäure enthalten  sind. Die Tatsache, dass das in der Seife fein  verteilte Metalloxyd     bezw.        Metallhy        droxyd     die     -Wirkung    des freien- sowie des durch  Dissoziation frei werdenden Alkalis der Seife  aufzuheben vermag, dürfte gegebenenfalls  auf die Bildung von Verbindungen zurück  zuführen sein, in welchen das     zugesetzte    Metall  dem Alkali gegenüber die Rolle eines Säure  bildners spielt, zum Beispiel von     Alkalialu-          minat,

          Alkalizinkat    usw.  



  Das Verfahren eignet sich für die Her  stellung von Kaliseife für häusliche, gewerb  liche, kosmetische oder medizinische Zwecke,  wobei der Vorteil besteht, dass durch An  wesenheit von Zusatzstoffen im Sinne der Er  findung neutrale und auch während des Wa  schens durch Bindung des     Dissoziationsalkalis     neutral bleibende Seife erzielt werden kann.

    Bei Verwendung der Seife in gelöster Form         lioinmen    die     einverleibten    Metalloxyde in     kol-          loid.i.ler    Form zur     1'irhun@s,    wodurch die  zum Teil auf     EmulgiFrungsfähigkeit    be  ruhende     Wirkuil-    der Seife verstärkt     wird.     



       Beispiel   <I>1:</I>  Zur Herstellung von     Toiletteseife        werden          1.00    kg Fettsäure mit     60        ho,        40"rädiger    Kali  lauge bei 70 bis 80   C     verseift.        Sobald    die  volle     Verseifung    erreicht ist, was sich durch  ein Nachlassen des     Scbä.umens    der Masse       hundbibt,    werden unter kräftigem Durch  rühren 10     kg;

      fein gemahlenes kristallisiertes       Magnesiumsulfat    hinzugegeben und das Rüh  ren bis zur völligen Umsetzung, erkennbar  an dem Flüssig werden des Gemisches, fort  gesetzt. Man     lä.sst    die fertige Seife zwei bis  drei     Stunden    in bedecktem Kessel stellen und  behandelt sie     dann    in der üblichen Art weiter.    <I>Beispiel 2:</I>    Zur Herstellung von fester Seife für ge  werbliche Zwecke werden 75 kg Fettsäure  und 25 kg Talgöl mit 7     7'/2    kg     40grädiger    Kali  lauge bei 70 bis 80   C verseift.

   Zu der bis  zum Kochen erhitzten Seifenlösung gibt man  unter Umrühren langsam ein feingemahlenes  inniges Gemisch von 20 kg kristallisiertem       Magnesiumsulfat,    5 kg kristallisiertem Kali  alaun und 10 kg     calcinierter    Soda und  setzt das Rühren bis zur völligen Umsetzung  der Stoffe fort, die sich an dem     Klarerwerden     der Seife zu erkennen     gibt.    Die Seife wird  durch Zusatz von 1 bis 2 kg Kochsalz ge  härtet. Nach dem Erkalten der Masse, das  durch Verwendung einer Kühlvorrichtung be  schleunigt wird, bringt man die fertige Seife  in die Form von Riegeln, Platten, Spänen  oder Flocken.  



  Man kann ausser der Kalilauge allein auch  noch Natronlauge zusetzen, wobei auch dann  wieder die einverleibten Metallsalze nur zum  Teil umgesetzt werden können.  



  Auf Grund der Erfindung kann man Seife  von erhöhter Waschkraft herstellen oder den  Fettsäuregehalt von Seife ohne Einbusse an  Waschkraft erheblich vermindern.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Einführung von Metall- verbinduntien in Seife, dadurch gekennzeich net, dass man 100 Teilen für die Seifenk@rei- tung üblichen Grundstoffen mindestens 5 Teile wasserlösliche Metallsalze einverleibt, welche die Fähigkeit haben, sich mit Alkali zu unlöslichen Metallverbindungen schwach basischen Charakters umzusetzen, und dass man so viel Kalilauge zusetzt, dass mindestens zum erheblichen Teil Umsetzung dieser Me tallsalze erfolgt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. VExfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 5 bis 25 Teile Metall salz auf 100 Teile FettsäLLre zugesetzt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf 100 Teile Fett säure mehr als 25 Teile Metallsalz zu gesetzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch Lind Unter- än@prüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass die einverleibten Metallsalze völlig umgesetzt werden. 1: Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass die einverleibten Salze nur zum Teil umgesetzt werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei Umsetzen der He tallsalze mit überschüssiger Kalilaube diese so bemessen wird, dass in der fertigen Seife. nicht mehr als zwei Teile freies Kalihydrat auf 100 Teile Fettsäure ent halten ist. G. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ausser KalilaLlge noch Natronlauge zusetzt.
CH94357D 1916-07-18 1918-02-18 Verfahren zur Einführung von Metallverbindungen in Seife. CH94357A (de)

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