CH92987A - Verfahren zur Einführung von Metallverbindungen in Seife. - Google Patents

Verfahren zur Einführung von Metallverbindungen in Seife.

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CH92987A
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Karl Prof Dr Endriss
Schuster Heinrich
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Karl Prof Dr Endriss
Schuster Heinrich
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  Verfahren zur Einführung von Metallverbindungen in Seife.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Einführung von Metallverbindungen  in Seife, welches darauf beruht, dass man  100 Teilen     für    die Seifenbereitung üblichen       Grundstoffen,    wie Fett und Fettsäure, minde  stens 5 Teile wasserlösliche Metallsalze ein  verleibt, welche die Fähigkeit haben, sich  mit Alkali zu unlöslichen Metallverbindungen  schwachbasischen Charakters umzusetzen, und  dass man so viel Natronlauge zusetzt, dass  mindestens zum erheblichen Teil Umsetzung  dieser Metallsalze erfolgt. Die Metallsalze  können vor oder     während    der     Verseifung     zugesetzt werden.

   Die Menge der zuzusetzen  den Metallsalze kann in weiten     Grenzen     schwanken. Ausgezeichnete Ergebnisse wer  den     z(iin    Beispiel erzielt durch Zusatz von  50 bis 100 Teilen     Metallsalz    auf 100 Teile  angewandte Fettsäure. Man kann aber auch  in     gegebenen    Fällen den     Metallsalzzusatz    er  heblich höher     wühlen,    so     dass        unterUmständen     der Seife auch ein Mehrfaches ihres Fett  säuregehaltes an Metallsalzen einverleibt wird.

      Als untere Grenze gilt ein     iMetallsalzzusatz          voll        a         jö,    als obere     Grenze    dürfte im allge  meinen ein solcher von 300  %, bezogen auf  den Fettansatz, in Betracht kommen. Bei  Toilettenseifen wählt     inan    den Metallsalz  zusatz niedriger, zum Beispiel 5 bis 25 Teile  Metallsalz auf 100 Teile Fettsäure,     während     man bei Wasch- und Textilseifen in der  Regel nicht unter     251,70    an Metallsalz her  untergehen wird.  



  Als geeignete     Zusatzstoffe    kommen in       erster    Linie wasserlösliche Salze und Doppel  salze der     Erdalkali-,        Erd-    und Schwermetalle,  z. B. des     3lagnesiums,    Aluminiums, Zinks,  Bleis oder     Kupfers,    in Betracht.

   Diese Metall  salze setzen sich mit den beim     Verseifungs-          prozess    in     Cberschuss    angewandten und nicht  zur     Verseifung    verbrauchten Verbindungen,  in der Regel Oxyden oder     Hy        droxyden    der  Erdalkali-,     Erd-    und Schwermetalle, um, welche  in feinster Verteilung die fertige Seife durch  setzen und bei der Verwendung der Seife in       Form    von Hydrosolen zur Wirkung kommen.      Man kann die einverleibten Metallsalze völlig  oder auch nur zum Teil umsetzen.

   Bei nicht  völliger Umsetzung des Metallsalzes wird das  beim     Waschprozess    durch Dissoziation aus  der Seife freiwerdende Alkali dieses binden,  wodurch ständige Neutralität der Seife ge  währleistet wird.  



  Es wurde die überraschende Beobachtung  gemacht, dass selbst ein geringer     L:berschuss     von freier Natronlauge in der fertigen Seife  nicht schädlich wirkt, wenn der Seife beträcht  liche Mengen von     Metallsalz    nach Massgabe  der Erfindung zugesetzt werden. Es fand  sich zum Beispiel, dass Seifen, bei denen ein  Zusatz von 10 und mehr Teilen Metallsalz  auf 100 Teile Fettsäure erfolgte und welche  noch     1-2/(,    an freiem     Natronhydrat,    bezogen  auf Fettsäure, enthielten, nachteilige     Wirkun-          gen    auf das Waschgut nicht ausübten.

   Auf  Grund dieser     Erkenntnis    empfiehlt es sich  daher, beim     rrnsetzen    der Metallsalze mit  überschüssiger Natronlauge diese so zu be  messen, dass     iir    der fertigen Seife nicht mehr  als     .\3    Teile freies     Natronhydrat    auf 100 Teile  Fettsäure enthalten sind.

   Die Tatsache, dass  das -in der Seife fein verteilte Metalloxyd,  beziehungsweise     Metallhydroxy    d, die Wirkung  des freien, sowie des durch     Dissociation    frei  werdenden Alkalis der Seife aufzuheben ver  mag, dürfte gegebenenfalls auf die Bildung  von     Verbindungen    zurückzuführen sein, in  welchen das zugesetzte Metall dem Alkali  gegenüber die Rolle eines Säurebildners spielt,  z. B. von     Alkalialurninit,        Alkalizirikat        usw.     



  Das     'Verfahren    eignet sich für die Her  stellung von     Natronseife    für häusliche, gewerb  liche, kosmetische oder medizinische Zwecke,  wobei der Vorteil besteht, dass durch Anwesen  heit von Zusatzstoffen     irn    Sinne der Erfindung  die Bildung von neutralen und auch während  des Waschens durch     Bindung    des     Dissocia-          tionsalkalis    neutral bleibenden     Stoffen    erzielt  werden kann.

   Bei Verwendung der Seifen  in gelöster Form kommen die einverleibten  Metalloxyde in kolloidaler Form zur Wirkung,  wodurch die zum Teil auf     Emulgierungs-          fähigkeit    beruhende Wirkung der Seife ver  stärkt wird.    <I>Beispiel 1:</I>  Zur Herstellung von     Toiletteseife    werden  100 kg Fettsäure mit 60 kg     40griidiger     Natronlauge bei 70-80  C verseift.

   Sobald  die volle     Verseifung    erreicht ist, was sich  durch ein Nachlassen des     Schäumens    der  Masse kundgibt, werden unter kräftigem  Durchrühren 10 kg feingemahlenes kristalli  siertes     Magnesiumsulfat    hinzugegeben und das  Rühren bis zur völligen Umsetzung, erkenn  bar an dein     Flüssigwerden    des Gemisches,  fortgesetzt. Man lässt die fertige Seife 2-3  Stunden in bedecktem Kessel stehen und  behandelt sie dann in der üblichen Art weiter.    <I>Beispiel</I>     1I:       Zur Herstellung von fester Seife für ge  werbliche Zwecke werden 75 kg Fettsäure  und 25 kg Talgöl mit 77'/a kg     40grädiger     Natronlauge bei 70-80 C verseift.

   Zu der  bis zum Kochen erhitzten Seifenlösung gibt  man unter Umrühren langsam ein feingemahle  nes, inniges Gemisch von 20 kg kristallisiertem       Magnesiumsulfat,    5 kg kristallisiertem Kali  alaun und 10 kg     calcinierter    Soda und setzt  das Rühren bis zur völligen Umsetzung der  Stoffe fort, die sich an dem     Klarerwerden     der Seife zu     erkennen    gibt. Die Seife wird  durch Zusatz von 1-2 kg Kochsalz noch  mals gehärtet. Nach dem Erkalten der Masse,  das durch Verwendung einer     Kühlvorrichtung     beschleunigt wird, bringt man die fertige  Seife in die     Form    von Riegeln, Platten,  Spänen oder Flocken.  



  Man kann ausser der Natronlauge allein  auch noch Kalilauge zusetzen, wobei auch  dann wieder die einverleibten Metallsalze nur  zum Teil umgesetzt werden können.  



  Auf Grund der Erfindung kann man Seife  von erhöhter Waschkraft herstellen oder den  Fettsäuregehalt von Seife ohne     EinhuL)e    an  Waschkraft erheblich vermindern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Einführung von Metallver- bindungen in Seife, dadurch gekennzeichnet, dass man 100 Teilen für die Seifenbereitung üblichen Grundstoffen mindestens 5 Teile wasserlösliche Metallsalze einverleibt, welche die Fähigkeit haben, sieh mit Alkali zu Un löslichen 31etallverbindrnigen schwachbasi schen Charakters umzusetzen und dass marr so viel Natronlauge zusetzt, dass mindestens zum erheblichem Teil Umsetzung dieser Metall salze erfolgt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass 5-25 Teile Metall salz auf 100 Teile Fettsäure zugesetzt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf 100 Teile Fett säure mehr als 25 Teile Metallsalze ur gesetzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einverleibten Metallsalze völlig um gesetzt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass die einverleibten Metallsalze nur zum Teil umgesetzt werden.
    Verfahren nach Paterrtansprueh und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeich net, dass beim Umsetzen der llletallsalze mit überschüssigem Natronhydrat dieses so bemessen wird, dass in der fertigen Seife rrielrt mehr als 2 Teile freies Natron hy drat auf 100 Teile Fettsäure enthalten sind. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass man ausser Natronlauge auch noch Kalilauge zusetzt.
CH92987D 1916-07-18 1918-02-18 Verfahren zur Einführung von Metallverbindungen in Seife. CH92987A (de)

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