CH94461A - Arbeitsverfahren zur Darstellung von Gerbstoffen. - Google Patents

Arbeitsverfahren zur Darstellung von Gerbstoffen.

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CH94461A
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Aktiengesellschaft Chemi Worms
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Chemische Fabriken Worms Aktie
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  Arbeitsverfahren zur Darstellung von Gerbstoffen.    In dem deutschen Patent 87335 ist  ein Verfahren beschrieben zur Einführung  einer     Methylsulfonsäuregruppe    in aromatische       Oxy        verbindungen    derart, dass man letztere  mit Formaldehyd bei Gegenwart neutraler  Stilfite behandelt. Durch das chemische Ver  halten der hierbei entstehenden Kondensations  produkte wurde     nachgewiQsen,    dass der Form  aldehyd einerseits mit der aromatischen       Oxyverbindung,    anderseits mit     Stilfit    reagiert,  indem die     Methylengr    tippe des Formaldehyds  das Bindeglied zwischen beiden darstellt.

   So  entsteht zum Beispiel aus Phenol Formalde  hyd und neutralem     Natriumsulfit    die     Oxy-          phenylmethylsulfonsäLire        OHC6        H4        CH2        S03    H.  Über gerbende Eigenschaften dieser Säure ist  in dem betreffenden Patent nichts mitgeteilt.  



  Dass diese in dem deutschen Patent     8733"0     beschriebenen Verbindungen jedoch tatsäch  lich gerbende     Eigenschaften    besitzen, ist in  dem deutschen Patent     265855.    welches ein  Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen       betrifft,    bekannt gemacht.  



       In    dem deutschen Patent 282850 ist weiter  hin ein Verfahren zur Darstellung von Kon-         densationsprodukten    mit gerbenden Eigen  schaften aus     Phenolen    und Formaldehyd  beschrieben, welches darauf beruht, dass man       unter    Druck bei Temperaturen über 100    aromatische     Oxyverbindungen    mit sauren und  neutralen     Stilfiten    und Formaldehyd konden  siert.  



  Überraschenderweise hat sich nun gezeigt,  dass man     durch    Einwirkung von sauren     Stil-          fiten    und Aldehyden auf aromatische     Oxy-          verbindungen,        bezw.    deren     Alkalisalze,    auch  ohne Anwendung von Druck, also bei ge  wöhnlichem Druck und bei Temperaturen bis  100  , zu löslichen Produkten von ausgezeich  neten gerbenden Eigenschaften gelangen kann.

    Zweckmässig wendet man hierzu die aroma  tischen     Oxyverbindungen    überhaupt nicht in  freier Form an; man kann vielmehr deren       Alkalisalzlösungen,wie    sie technisch in jedem  Fall zunächst aus der     Fabrikation    erhalten  werden, ohne weiteres mit dem sauren Stilfit  und Formaldehyd kondensieren. Es ist dies  technisch besonders wertvoll, als man hier  durch die immerhin umständliche und kost  spielige     Abscheidung    der freien Oxyverbin-           dangen    vermittelst anorganischer     Säuren,    d. h.  also ihre     Reindarstellung,    ersparen kann.

   Die  in     angegebener    Weise ausgeführten     Konden-          sationen    führen zu wasserlöslichen Produkten,  die tierische Haut in     kurzer    Zeit in gutes  Leder überführen.  



  <I>Beispiel I:</I>  100     gr    technische     Rohphenole    in Form       ihrer        Natronsalzlösung        von        ca.        50%        sauren          Ölen    werden unter gewöhnlichem Druck bei  einer Temperatur bis 100 0 C mit 100     gr        Bi-          sulfitlösung        von        38%        und        100        gr        Formal-          

  dehyd        (30%)        einige        Stunden        unter        Rück-          flusskühlung    erwärmt, bis auf     Säurezusatz     keine     Olabscheidung    mehr wahrnehmbar ist.  Das     Reaktionsprodukt,    welches eine klare,  dicke Lösung darstellt, wird darauf neutrali  siert, und etwa auftretende freie schweflige  Säure durch Erwärmung verjagt. Die neu  trale oder schwach     saure    Lösung gibt starke  weisse Leimfällung und kann ohne weiteres  für den     Gerbzweck    verwendet werden.

   Um  jedoch den Gerbstoff frei von jedem Ballast,  d. h. von den für die     Gerbung    hinderlichen  anorganischen     Salzen    (Natriumsulfat), zu er  halten, kann man die wertvolle Eigenschaft  benutzen, dass der oben beschriebene Gerb  stoff aus     sauren    Lösungen sich fest abschei  det. Die abgeschiedene Säure löst sich in       reinem    Wasser glatt auf, und man erhält  dann eine     sirupöse.        Flüssigkeit,    die, frei von  anorganischen Salzen, sich vorzüglich zum  Gerben auch in Verbindung mit andern Gerb  stoffen oder     Beimischungen    eignet.

   Vorteil  haft kann man auch die direkt erhaltene       Natronsalzlösung    des Gerbstoffes oder die  Lösung der freien     Säuren    mit Metallsalz-         lösungen,    z.     B.    Aluminiumsulfat, Chromsulfat  usw., umsetzen,     wodurch    die gerbenden Eigen  schaften noch erhöht werden.  



       Beispiel        1I:     180 ccm einer ca. 50     0;'oigen        Iiarbollauge     werden unter gewöhnlichem Druck     bei-einer     Temperatur bis 100 0 C mit einer konzen  trierten Lösung von     i38        gr    festem Natrium  bisulfit und 100     gr    30      /oigem    Formaldehyd  mehrere Stunden unter     Rückfluss    erhitzt, bis  die Lösung auf Säurezusatz keine Trübung  mehr zeigt. Die weitere Verarbeitung ge  schieht dann wie unter Beispiel I.  



  <I>Beispiel</I>     11l:     525 ccm 50     0;'oige        Karbollauge    werden  unter gewöhnlichem Druck bei einer Tem  peratur bis 100 0 C mit einer Lösung von  114     gr    festem     Natriumbisulfit,    100     gr        Acet-          aldehyd    unter sehr     gutem        Rückfluss    erhitzt,  bis die sauren Öle vollkommen kondensiert  sind. Man erhält eine Lösung von guten  gerbenden Eigenschaften, die ebenfalls nach  Beispiel I aufgearbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Arbeitsverfahren zur Darstellung von Gerb stoffen, durch Einwirkung von sauren Sul- fiten und Aldehyden auf aromatische Oxyver- bindungen, bezw. deren- Alkalisalze, dadurch gekennzeichnet; dass die Einwirkung unter gewöhnlichem Druck bei Temperaturen bis zu 1000 erfolgt.
CH94461D 1919-11-18 1920-11-08 Arbeitsverfahren zur Darstellung von Gerbstoffen. CH94461A (de)

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