Feuerschutzeinrichtung an Reihenbilderapparaten. Gegenstand der Erfindung ist eine Feuer schutzeinrichtung an Reihenbilderapparaten; die bei Eintreten' einer Störung während der Vorführung den Film der Einwirkung der Hitze aus dem Lampenhaus entzieht, den Motor ausschaltet und die Saalbeleuchtung einschaltet.
Diese Feuerschutzeinrichtung, bei der zwischen Lichtquelle und Film ein Fall schirm angeordnet ist, besitzt einen Schalt kasten mit Fallschirm, der die Lichtbahn dadurch freigibt, dass er in seiner Hochstel lung sich mittelst eines Hakens an einem Arm eines Ankerhebels fängt und erst ab fällt, wenn Elektromagnetspulen einen Strom stoss erhalten, worauf mit dem Schirm ver bundene Kontaktstücke einerseits die 1VIotor- leitungskontakte unterbrechen anderseits die jenigen der Saalbeleuchtung schliessen, so dass durch den herabfallenden Schirm die Licht quelle gegen den Film abgesperrt, der Motor ausgeschaltet und die Lichter des Saales ein geschaltet werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes nebst einer Detailvariante dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch die Anlage des Vorführungsapparates in der Kabine, Fig. 2 das Schaltungsschema, Fig. 3 den Schaltkasten in Seitenansicht, Fig. 4 einen Filmschleifen kontaktmechanismus, welcher je nach dem System der Apparate die Kontakte herbei zuführen hat, die Fig. 5 und 6 endlich die Regulatoreinrichtung, welche die gleiche Auf gabe bei Störungen im Vorführungsapparate zu lösen hat; Fig. 7 zeigt die Detailvariante.
Vor dem Lampenhause 1 ist ein Schalt kasten 2 derart angeordnet; dass ein Schirm 3 herabfallen kann, um die Lichtquelle vom Film 4 abzusperren. Es istzweckmässig,@zur Vermeidung von Betriebsstörungen diesen Schaltkasten mit einem Arme 5 zu versehen, um ihn geeigneten Ortes (der Fig. 1 nach an der obern Feuerschutztrommel 6) befestigen zu können. Der von der Trommel 6 kom mende Film 4 wird über Rollen hinter dem Objektiv 7 zu dem jedem Vorführungssystem anzupassenden Filmschleifenkontaktmechanis- mus 8 und zur Stiftenwalze 9 geführt, um dann in der untern Trommel 10 wieder auf gewickelt zu werden.
Der Antrieb des Films erfolgt von Seite eines Motors 11, welcher durch einen Riemen 12 auf die Schwungscheibe 13 des Apparates wirkt, deren Achse (zum Beispiel vermöge einer biegsamen Welle 14) mit dem Regulatortaktgeber 15 in Verbindung steht. Nebenbei sei erwähnt, dass von der Schwungscheibe 13 auch die rotierende Blende 16 vor dem Objektiv 7 bewegt wird. Der Lichtkegel tritt durch eine Öffnung 17 der Kabinenwand 18 in den Saal.
Die Öffnung 17 ist durch die behördlich vorgeschriebene, an Schiessbaumwollfäden 19 hängende Fall klappe 20 verschliessbar. Fig. 2 zeigt das zugehörige Schaltungsschema, in welchem der Übersichtlichkeit wegen auf die Örtlichkeit der Aufstellung der verschiedenen Apparate natürlich nicht Rücksicht genommen werden konnte. 'Von den Anschlusssicherungen 21, 22 für den Motor zweigen Leitungen 23, 24 ab, die zu dem später zu beschreibenden Schaltkasten 2 führen; in eine derselben ist der Motoranlasser 25 und der Motor 11 bezw. die Kontakte 26 eingeschaltet.
Wird durch das infolge irgend einer Störung bewirkte Schliessen irgendeines der Sicherungskontakte der Schirm 3 des Schaltkastens 2 ausgelöst, was mit Hilfe eines Elektromagneten 27 ge schieht, fällt der Schirm 3 ab, deckt, wie in Fig. 1 punktiert dargestellt, die Lichtquelle ab, unterbricht durch sein Fallen die Kon takte der Leitungen 24 und 23, wodurch der Motor 11 zum Stillstand gelangt; schliesst aber die Kontakte 28 und 29 der der Be leuchtung 30 des Saales dienenden Leitungen 31 und 32. Bei diesem Anlasse sei auch gleich des Saalschalters 33 und eines (nicht dargestellten) vom Saal aus zu bedienenden Schalters Erwähnung getan, deren Schliessen gleichfalls den Schaltkasten 2 betätigt.
Die Kontaktschlüsse für den Filmschleifenkontakt- mechanismus 8, für den Regulator 15 und für die Kabinenwandklappe (20) sind aus dem Schaltungsschema ohne weiteres erkennbar, so dass nun an die prinzipielle Beschreibung der übrigen Einrichtungen geschritten wer den kann.
Der Schaltkasten Fig. 3 besteht aus ein eni Kästchen 2, in welchem in Führungen 84 und 35 der Rand des Fallschirmes 3 gleitet. Isoliert bei 36 sind an den Schirm 3 Kon taktwinkel 37 angeordnet, die bei hochge zogener lichtdurchlassender Stellung des Schir mes 3 sich gegen die Kontakte der Leitungen 24 und 23 (die sich im Aufrissbild der Fig. 3 decken) anlegen, im weiteren Hochziehen des Schirmes 3 diese elastischen lZoutalg:te hochheben (in der Figur nicht darestellt), worauf erst ein abgebogener Haken' 38 des Schirmes 3 an dem einen Arm 39 des Win kelhebels 39, 41 seinen Halt findet.
Dieser Winkelhebel ist um 40 drehbar und trägt an seinem zweiten Arm 41 den Anker 42. Solange irgend einer der übrigen Kontakte geschlossen, d. 1i. also, nicht jede Störung behoben ist, bleibt der Anker 42 von den Elektromagneten 2 7 angezogen, so dass der Schirm 3 nicht oben haften kann. In seiner Tiefstellung schliesst der Schirm 3, bezw. dessen Winkel 37 die Kontakte 28, 29, so dass der Saal beleuchtet ist. Bei 43 sind die Anschlusskontakte für alle Zusatzeinrichtungen angedeutet. Diese sowohl als auch das ganze Kästchen werden durch (nicht dargestellte) Gehäuse geschlossen.
In Fig. 4 ist ein Filmschleifenkontakt- mechanismus für Apparate nach System der englischen Patlie-Apparate veranschaulicht. Bei der Verschiedenartigkeit der unterschied lichen Kinosysteme (franz. Patlie, Ernemann, Coumont, Mester usw.) lässt sich eine ein heitliche Bauart nicht angeben.
Die zu lö sende Aufgabe ist aber bei allen wesentlich gleich und aus der Beschreibung der darge stellten Anordnung deutlich erkennbar. Der Film 4 wird derart an einer Rolle 44 vorbei geführt, dass -er in bezug auf die Bewegungs richtung hinter derselben eine Schleife bildet, bevor er zur Stiftenwalze gelangt, die in Fig. 4 nicht sichtbar ist. Die Rolle 44 ist an einem beweglichen Ständer 45 gelagert.
Derselbe ist unter Vermittlung eines He bels 46 und eines Lenkers 52 an einem auf wärts gebogenen Arm 51 gelagert, der seiner seits um eine feste Achse 50 drehbar ist. Der Hebel 46 trägt an seinem freien Ende ein von ihm isoliertes Kontaktplättchen -17. Diese' ganze Hebelsystem, ist nach links übergewichtig.
-Neben dem-elbeii ist ein in gestrichelten Linien angedeuteter, bei 8' gelagerter Hebel <B>55</B> angeordnet, der von einer (nicht darge stellte ) Feder immer derart (nach rechts) gedrückt wird, dass er stets eine aufrechte Stellung einnimmt und eine an seinem freien linde gelagerte Rolle 56 den Film 4 stützt und damit demselben eine solche Führung gibt, dass er auf die Rolle 44 im Sinne des Pfeils. 57 einen Druck nach rechts ausübt. Zum Einlegen des Films lässt sich der Hebel 55 mit der Rolle 56 im Sinne des Pfeils 58 vollständig umlegen.
Durch den in normaler Weise laufenden Film 4 wird das ganze He belsystem 45, 46, 51, 52 in der in vollen Linien gezeichneten Stellung gehalten, in welcher das Kontaktplättchen 47 mit zwei ortsfesten Kontakten 48 (auf der Zeichnung ist nur einer ersichtlich) ausser Berührung ist. Wird die Schleife des Films grösser, zum Beispiel infolge fehlender Lochung in dem selben, - so kommt das Übergewicht des He belsystems zur Geltung und dasselbe schwingt nach links um die Achse 50. Dabei kommt das Metallplättchen 47 mit den Kontakten 48 in Berührung und stellt zwischen den selben Stromschluss her, welcher eine Aus lösung des Schirmes 3 (Fig. 1) bewirkt.
Bei sich verkleinernder Filmschleife, zum Beispiel wenn der Film infolge einer zu dicken Kleb stelle im Filmfenster sich klemmt und das letztere nicht passieren kann, wird durch den sich stärker spannenden Film der Ständer 45 gegenüber dem Arm 51 aufwärts bewegt und dadurch der Hebel 46 mit dem Kontaktplätt- chen 47 in die punktiert gezeichnete Lage gebracht, in welcher Stromschluss zwischen den Kontakten 48 hergestellt wird.
Die Welle 59 des in Fig. 5 dargestellten Regulators 15 ist, wie erwähnt, durch eine biegsame Welle 14 mit der Schwungscheibe 13 des Apparates in Verbindung und läuft unten in einer Spitze 60. Die Gleitmuffe 64 des Fliehkraftregulators, die in üblicher Weise durch Lenker 63 von den Massenkugeln 61 gesteuert wird, ist mit einer isolierten Scheibe 65 verbunden, welche die Rotation und alle Höhen bewegungen der Schwungkugeln 61 mitmacht. Unterhalb der Isolierscheibe 65 ist eine Scheibe 66 aus leitendem Material angeordnet.
Neben den Scheiben 65, 66 sind, um 67 drehbar, leitende Kontaktbaken 68, 69 angeordnet; in Ruhelage stehen die Arme 69 lotrecht, die Arme 68 wageecht über den Scheiben 65, 66. So wie bei Rotation die Schwungkugeln 61 steigen und die Scheiben hochheben, werden die Haken 68, weil übergewichtig, aus der Lage Fig. 5 in die Lage Fig. 6 gebracht, in welcher sie verbleiben, solange im Me- chanismus des Apparates keine Störung ein tritt und solange der Vorführungsapparat in Tätigkeit ist.
Ist die Spule zu Ende oder tritt irgend eine Störung ein (Herabfallen des Riemens, Bruch des Maltheserkreuzes oder irgend eines andern Bestandteils), fallen die Kugeln 61 zusammen, die Scheibe 66 aus leitendem Material legt sich auf die Winkel schenkel 69, wodurch der Stromkreis der Spulen 27 kurzzeitig, das heisst so lange ge schlossen wird, als beim Sinken der Kugeln die leitende Scheibe 66 auf die Schenkel 69 der Kontakthaken 68, 69 drückt und diese schliesslich in die in Figur 5 gezeichnete Stel lung bringt, wodurch wieder Stromunterbre chung gegeben ist, da durch den Druck der Scheibe auf den Schenkel 69 die Kontakt haken um 67 in die Stromunterbrechungs- stellung gedreht werden.
An Stelle des in Fig. 4 gezeichneten Filmschleifenkontaktmechanismus tritt nach Fig. 7 ein anderer, welcher sich den verschie denen Vorführungsapparaten leichter anpas- seir lässt. An irgend einer geeigneten Stelle des Vorführungsapparates wird eine den gan zen Mechanismus tragende Schiene 70 ge eignet (z. B. bei 71) befestigt. An dieser Schiene sind einerseits die Drabtachse 72, anderseits der Kontaktträger 73 .unbeweglich gelagert.
Um die Achse 72 drehbar schwingt in gewissen Grenzen ein zweiarmiger Bügel 74, dessen längerer Arm bei 75 einen Zapfen besitzt, welcher eine Rolle 76 von einer der Filmbreite entsprechenden Länge trägt, welche sich an den in der Pfeilrichtung ablaufenden Film 4 anlehnt. Nach oben aufragend trägt der Bügel 74 die Lager 77 für eine Achse 50, an welcher einerseits nach abwärts ragend ein Hebel 46 mit einer Kontaktrolle 47, an derseits eine die Filmschleife 4 überdeckende Platte 78 befestigt sind. Unterhalb der Platte 78 befindet sich die unvermeidliche Film schleife, die jedoch normal die Platte 78 nicht berührt.
Diese Achse 50 mit dem He bel 46 und der Platte 78 kann in den Lagern 77 des Bügels 74 innerhalb gewisser Grenzen schwingen.
Der Kontaktträger 73 besitzt an einer Platte 79 von isolierendem Material zwei Kontaktteile 48, zwischen welche zum Zwecke des Kontaktschlusses die Kontaktrolle 47 ein treten kann.
Die Gewichte einerseits des Hebels 46 niit Kontaktrolle 47 und anderseits der Platte 78 sind derart gewählt, dass letztere nach ihrer Seite ein ganz kleines Übergewicht hat, so dass die Kontaktrolle 47 nur darin zwi schen die Kontakte 48 eintritt, wenn die Platte 78 etwas gehoben wird, was dann ge schieht, wenn die Barunterliegende Film schleife 4 sich aus was immer für einem Grunde vergrössert.
Die Gewichte des um die Achse 72 schwin genden Bügels 74 samt dem Baraufliegenden, eben beschriebenen Mechanismus sind so ver teilt und die Lage und Befestigung der Schiene 70 an dem Vorführungsapparat so gewählt, dass ein kleines Übergewicht nach der Seite des Kontakthebels 46 entsteht, so dass die Rolle 76 sich mit leisem Drucke an den dort noch durch eine Führungsrolle 80 abgestützten Film 4 anlegt; ohne dass die Kontaktrolle 47 die Kontakte 48 schliessen könnte, solange der Film normal läuft. Reisst dagegen der Film, dann verliert die Rolle 76 ihre Stütze, weicht (nach rechts) aus und der Kontakt wird betätigt.
Bleibt jedoch der Film (mangels Durchlochung oder zu dicker Klebstellen oder aus andern'Gründen) stecken, so vergrössert sich die Schleife 4, liebt die Dachplatte 78 und veranlasst derart unab hängig von der Rolle 76 das Eintreten der Rolle 47 in den Kontakt 48. Die freie Bewegung der um 72 drehbaren Teile ist linksseitig durch den Eintritt der Kontaktrolle 47 in die Kontakte 48 begrenzt; nach rechts erfolgt die Begrenzung der Schwing bewegung für der) Bügel 74 dusch einen an der Schiene 70 angeordneten Anschlagstift 81.
Die bei verschiedenen Ausführungen) vorkom- menden Variationen in Gewichtsausteilung und Schleifengrösse werden dadurch kompen siert, dass die Platte 78 an der Achse 50 verdrehbar und ausschiebbar angeordnet ist, während eine Stellschraube 82 zur Begren zung der Drehbewegung der übergewichtigen Platte 78 dient.