CH94499A - Verfahren zur Veredlung einer für Guss bestimmten Aluminiumlegierung mit einem Siliziumgehalt von 5% bis 20%. - Google Patents

Verfahren zur Veredlung einer für Guss bestimmten Aluminiumlegierung mit einem Siliziumgehalt von 5% bis 20%.

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CH94499A
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Pacz Aladar
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Pacz Aladar
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      Verfahren    zur Veredlung einer für Guss bestimmten Aluminiumlegierung  mit einem     Siliziumgehalt    von 5 c% bis 20      /o.       Die vorliegende Erfindung hat ein Ver  fahren zur Veredlung einer für Guss bestimm  ten Aluminiumlegierung mit     einem        Silizium-          gehalt        von        "5        %        bis        20        %        zum        Gegenstand,

       deren physikalische Eigenschaften die aller  in der Technik verwendeten für Guss be  stimmten Aluminium-Legierungen wesentlich  übertreffen.  



       (i        emäss    der Erfindung behandelt man die  geschmolzene     Rohlegierung    vor dem Guss,       vorteilhafterweise    bei einer oberhalb des  Schmelzpunktes gelegenen Temperatur, mit  einem     Alkalifluorid.    Man kann zum Beispiel  ein Salzgemisch, das mindestens ein     Alkali-          fluorid    enthält, verwenden. Man kann zum  Beispiel eine Kombination von     Fluoriden,    von  denen wenigstens eines ein     Alkalifluorid    ist,  verwenden. Die     Alkalifluoride    können allein  oder gemischt, z.

   B. mit     Calciumfluorid,        Ba-          riumfluorid,        Strontiumfluorid    oder     --L#lagnesiLim-          fluorid,    verwendet werden.

   Vorzugsweise be  nutzt man     Natriumfluorid    als Grundlage und       nimmt        davon        zweckmässig        etwa        1%        vom     Gewicht der zu     behandelnden        Legierung.        Man       kann nicht allein bereits fertig gebildete  alkalische     Fluoride    verwenden, sondern es  sind vielmehr auch Mischungen von Stoffen  verwendbar, die in ihrem Zusammenwirken  ein     Fluorid    ergeben.

   Es kann beispielsweise  die geschmolzene Legierung mit solchen     Fluo-          riden    im Beisein von solchen Aluminiumver  bindungen oder von     Alkalimetallen    behandelt  werden, dass ein     Alkalifluorid    sich während  der Behandlung bilden kann. Es hat sich als  zweckmässig gezeigt, wenn das Stoffgemisch,  aus welchem das     Alkalifluorid    während der  Behandlung sich bildet, in die     Alumiurnlegie-          rung    bei einer Temperatur, die oberhalb ihres  Schmelzpunktes liegt, eingerührt wird, worauf  die Legierung unmittelbar vergossen wird.  



  Als Ausgangsmaterial für die veredelte  Legierung dient eine Aluminiumlegierung mit       mehr        als        80        %        Aluminium        und        wenigstens          b        %        Silizium.        Hierzu        können        gegebenenfalls     kleine Beimengungen anderer Metalle kommen,  wie z.

   B. eine kleine Menge Eisen; jedoch  soll in diesem Falle der Gehalt an Schwer  metallen nicht mehr als     2'/o        der    ganzen Le-           gierung    ausmachen. Die Gegenwart der letzt  erwähnten Metalle spielt aber keine wesent  liche Rolle.

   Eine Legierung von Aluminium  und Silizium im Verhältnis von ungefähr 7 : 1  ohne Rücksicht darauf, ob noch ein kleinerer       Betrag        anderer        Beimengungen        bis        zu    2     %     vorhanden ist oder nicht, erweist sich als  besonders brauchbar, obwohl jede Legierung,       die        einen        Siliziumgehalt        zwischen    8     und        15        %     hat, noch als gut verwertbar anzusehen ist.

    Das pulverisierte     Alkalifluorid    oder das     Al-          kalifluorid    enthaltende Salzgemisch wird am  besten mit einem Kohlenstab in die geschmol  zene Legierung hineingerührt, wobei eine  gelbliche Flamme auf die Verbrennung von  metallischem Natrium hindeutet, und ein  dichter, weisser, ätzend wirkender Rauch ent  steht. Das Umrühren wird solange ziemlich  schnell fortgesetzt, bis die Flammen- und  Rauchentwicklung zu Ende ist. Wird nun  die     sö    behandelte Legierung unmittelbar ge  gossen, so stellt sich heraus, dass der Bruch  des     Gusses    nunmehr feinkörnig, hell und dicht  ist.

   Gleichzeitig ist mit den mechanischen  Eigenschaften eine weitgehende     Umwandlung     erfolgt, die Zugfestigkeit ist auf 16 bis 20       kg/qmm        und        die        Drehung        über    3     %        gestiegen          und        erreicht        sogar        Werte        über    7     %.        Die        Fe-          stigkeitszunahme    bei der veredelten     

  Legierung     gemäss der     Erfindung    beträgt im Mittel 35 0/0       und        die        Dehnungssteigerung        im        Mittel        78        %     mehr als bei der     unveredelten    Legierung. Die  veredelte Legierung ist fester als irgend ein  anderes     Gussmaterial    von gleicher Dichtigkeit.  Der Guss verläuft glatt, dehnt sich bei der  Erstarrung genügend aus, so dass er die For  men genau ausfüllt, ist frei von Blasen und  Poren, kann leicht bearbeitet werden und  nimmt eine schöne und haltbare Politur an.  Die Legierung eignet sich sehr gut für Spritz  guss.

   Sie kann auch geschmiedet werden und  lässt sich zu Draht ziehen, was wegen ihrer  guten Leitfähigkeit wertvoll ist.  



  In Anbetracht dessen, dass die     Legierung     ein geringeres spezifisches Gewicht als reines  Aluminium hat und in ihren mechanischen  Eigenschaften andere bekannte für den Guss be  stimmte Aluminiumlegierungen wesentlich    übertrifft, ist sie auch verhältnismässig billig  herzustellen.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRüCHE I. Verfahren zur Veredlung einer für Guss- zwecke bestimmten Aluminiumlegierung mit einem Siliziumgehalt von 5"/o bis 20%, dadurch gekennzeichnet, dass man die geschmolzene Legierung vor dem Guss mit einem Alkalifluorid behandelt.
    II. Aluminiumlegierung mit einem Gehalt von 511 /o bis 20 % Silizium, dadurch gekenn- zeichnet, dass dieselbe mit einem Alkali- fluorid behandelt worden ist, eine Dehnung von über 3 % und Festigkeitseigenschaften aufweist,
    die wesentlich höher sind als diejenigen unveredelt vergossener Alumi- ni um-Silizi um-Legieru ngen. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit einem Salzgemisch, das mindestens ein Al- kalifluorid enthält, stattfindet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die geschmolzene Le gierung mit einem solchen Stoffgemisch; aus welchem ein Alkalifluorid sich während der Behandlung bildet, behandelt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die geschmolzene Le gierung mit solchen Fluoriden im Beisein von solchen Alumicjiumverbindungcn be handelt wird, dass ein Alkalifluorid sich während der Behandlung bilden kann. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die geschmolzene Le gierung mit Fluoriden im Beisein von Al kalimetallen behandelt wird, so dass ein Alkalifluorid sich während der Behandlung bilden kann. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkalifluorid in die Aluminiumlegierung bei- einer Tempe ratur, die oberhalb ihres Schmelzpunktes liegt, eingerührt wird, worauf die Legierung unmittelbar vergossen wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das das Alkalifluorid enthaltende Salzge- gemisch in die Aluminiumlegierung bei einer Temperatur, die oberhalb ihres Schmelz punktes liegt, eingerührt wird, worauf die Legierung unmittelbar vergossen wird. i. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet; dass das Stoffgemisch, aus welchem das Alkali- fluorid während der Behandlung sich bil det, in die Aluminiumlegierung bei einer Temperatur, die oberhalb ihres Schmelz punktes liegt; eingerührt wird, worauf die Legierung unmittelbar vergossen wird.
CH94499D 1920-02-12 1920-12-02 Verfahren zur Veredlung einer für Guss bestimmten Aluminiumlegierung mit einem Siliziumgehalt von 5% bis 20%. CH94499A (de)

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