CH94554A - Dauersicherungsstöpsel. - Google Patents

Dauersicherungsstöpsel.

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CH94554A
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Co Bayerische Elektrizita Rott
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Bayerische Elektrizitaets Ind
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      Dauersicheruugsstöpsel.       Gegenstand der Erfindung ist ein Dauer  sicherungsstöpsel für     elektriscbe    Leitungen,  bei dessen Verwendung das Ersetzen durch  geschmolzener Sicherungen fortfällt. Die bis  her üblichen Sicherungen elektrischer Leitun  gen haben den grossen Nachteil, dass der  Sicherungsdraht, nachdem er durchgeschmol  zen ist, nicht mehr verwendet werden kann,  sondern aus der Sicherung entfernt und durch  einen neuen ersetzt werden muss, oder dass  die ganze Sicherung ausgewechselt werden  muss. Dies ist, insbesondere wenn es während  des Betriebes zu geschehen hat, umständlich,  zeitraubend und kostspielig.  



  Diesen Nachteilen soll durch den vorlie  genden     Dauersicherungsstöpsel    abgeholfen  werden, der folgendermassen eingerichtet ist:  Eine in den Stromkreis eingeschaltete Sperr  schiene, die aus zwei Teilen von     verschiede-          nein    Wärmeausdehnungsvermögen zusammen  gesetzt ist, hält in normalem Betriebe, der  Einwirkung einer Feder entgegen, ein be  wegliches Kontaktorgan in Berührung mit  einem feststehenden Kontaktorgan. Bei über-    mässig anwachsender Stromstärke verbiegt  sich die Sperrschiene und gibt dadurch das  bewegliche Kontaktorgan frei, welches sich  hierauf unter der Einwirkung der Feder vom  feststehenden Kontaktorgan entfernt, so dass  der Stromkreis unterbrochen wird.

   Um letz  teren nachher wieder zu schliessen, ist ein  auf das bewegliche Kontaktorgan einwirken  der, von Hand     betätigbarer    Schieber vorge  sehen.  



  Die beigegebene Zeichnung stellt zwei  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen  standes dar.  



       Fig.    1 ist eine Seitenansicht des ersten  Ausführungsbeispiels;       Fig.    2 ein Längsschnitt nach der Linie       4-B    der     Fig.    1;       Fig.    3 und 4 sind     Querschnitte    in ausge  schaltetem,     bezw.    eingeschaltetem Zustande  der Kontaktorgane;       Fig.    5 und 8 zeigen zwei senkrecht zuein  ander stehende Schnitte des andern Ausfüh  rungsbeispiels;

             Fig.    G und 7 dessen bewegliches Kontakt  organ in zwei verschiedenen Stellungen,     Fig.    9  und 10 das     Zusammenwirken:    dieses Kontakt  organes mit der Sperrschiene, und     Fig.    11  eine andere Einzelheit.  



  Gemäss     Fig.    1 und 2 haben das Gewinde       a    und der Zapfen<I>v</I> die gebräuchliche Form,  so dass in alte Sicherungsdosen ohne irgend  welche     Änderung    der     Dauersicherungsstöpsel     eingesteckt werden kann. Der Zapfen b trägt  die Kontaktscheibe c, die durch den Draht d  leitend mit dem einen Teil der Sperrschiene  e verbunden ist. Diese letztere ist hier aus  einem Leiter und einem Nichtleiter zusammen  gesetzt, die fest miteinander verbunden sind  und deren Wärmeausdehnungsvermögen mög  lichst verschieden ist, wodurch     bezweckt    ist,  dass sich bei einer allfälligen Erwärmung  eine     Verbiegung    der Sperrschiene einstellt.

    Am obern Ende ist die Sperrschiene mit  einer Nase x versehen, welche beim     gestreck-          ten    Zustande der Sperrschiene den das be  wegliche     Kontaktorgan    bildenden Kopf der  Blattfeder f in Berührung mit dem das fest  stehende Kontaktstück bildenden Knopf g  hält     (Fig.    4); letzterer ist durch den Draht       h    mit der leitenden Gewindehülse     a    leitend  verbunden, wodurch der Stromkreis geschlos  sen ist.

   Am Kopf der Blattfeder f greift  der mit einem     Druckknopf    versehene Schieber  i, an, der aus dem das Ganze umhüllenden  Gehäuse k aus Isoliermaterial, zum Beispiel  Porzellan, hinausragt und zwar, wenn der  Stromkreis geschlossen ist, nur mit dem Knopf       (Fig.    4), im andern Falle fast mit dein ganzen  Stiel     (Fig.    3), so dass die     zrr    einem überlastet       gewesenen    Stromkreis gehörige Sicherung sich  leicht erkennbar von andern Sicherungen an  einem und demselben Schaltbrett unterscheidet.  



  Nachdem die beschriebene Sicherung in  üblicher Weise in eine Sicherungsdose ein  geschraubt ist, fliesst der Strom von der Kon  taktscheibe c durch den Draht d in den Lei  ter der Sperrschiene e, sodann durch den  Kopf der gemäss     Fig.    2 zurückgebogenen Feder  <I>f</I> zum Kontaktknopf<I>g</I> und von hier durch  den Draht     h    zur     Oxewindehülse        a    und weiter  in die Leitung.

   Tritt nun     eire        höhere    als    die zulässige Belastung ein, so dass die Siche  rung in Tätigkeit treten muss, so erwärmt  der Strom den Leiter der Sperrschiene e, der  sich infolgedessen ausdehnt; da sich der  Nichtleiter nicht im gleichen Masse ausdehnen  kann, erfolgt eine     Durchbiegung    der Sperr  schiene e in dem Sinne, dass diese sich zu  rückbiegt, wobei ihre Nase x den Knopf der  Blattfeder f freigibt. Letztere schnellt nun  zurück und nimmt die gestreckte Stellung       (Fig.    2) ein, wobei der Schieber i nach aussen  getrieben wird. Nachdem das Durchfliessen  des Stromes durch den Leiter der Sperrschiene  e aufgehört hat und     Abkühlung    eingetreten  ist, richtet sich dieselbe von selbst wieder  auf.

   Um dann die Sicherung wieder betriebs  fertig zu machen, braucht nur noch der  Schieber einwärts getrieben zu     werden;    was  durch einen leichten Druck mit der Hand  bewerkstelligt wird. Dadurch wird die Blatt  feder f neuerdings zurückgebogen und durch  die Nase x der Sperrschiene gesperrt, so dass  der     Stromkreis    wieder geschlossen ist.  



  Um eine. überlastet gewesene Sicherung  noch augenfälliger als durch den herausge  triebenen Schieber allein kenntlich zu machen,  kann beispielsweise der Kopf der Feder f  mit einer roten Scheibe versehen sein, die  durch eine     Schauöffnung    des Gehäuses     h    oder  des Deckels sichtbar wird, sobald die Feder  in die gestreckte Lage vorschnellt.  



  Bei dein soeben beschriebenen Ausfüh  rungsbeispiel kann unter. Umständen eine  Beschädigung erfolgen, wenn der Schieber  schon gleich nach erfolgter Unterbrechung  des Stromes wieder einwärts getrieben wird,  während der Kurzschluss oder die Überla  stung der Leitung, wodurch der Sicherungs  stöpsel in Tätigkeit gesetzt wurde, noch an  dauert. Dieser Nachteil ist bei dem andern  Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.        5-1T    dadurch  vermieden, dass der Stromkreis nach einer  eingetretenen Unterbrechung erst dann wieder  dauernd geschlossen werden kann, wenn die  durch die     Temperatur    beeinflusste Sperrschiene  das bewegliche Kontaktorgan festzuhalten  vermag.

        Die bei Temperaturerhöhung sich     durch-          biegende    Sperrschiene ist hier aus zwei un  gleich gestalteten und aus verschiedenen  Metallen bestehenden Leitern zusammenge  setzt,     nämlich    einer     verhältnismässig    breiten  Lamelle e', zum Beispiel aus Messing, und  einem     runden    Draht e", zum Beispiel aus       Nickelin.    Diese beiden Teile sind unten durch  eine Hülse z isoliert, dagegen an ihrem obern       Ende    miteinander verbunden und an dieser  Stelle mit einer Sperrnase     r    versehen.

   An  einer aus Isoliermaterial bestehenden dreh  baren Scheibe f   ist ein     Kontaktstück    g  mit  einwärts gerichtetem Stiel g' angeordnet. Die  Scheibe trägt einen Anschlag s, der im nor  malen Betriebe, wobei das Kontaktstück g   mit dem feststehenden     Kontaktstück        u    in Be  rührung steht, der Stromkreis somit geschlos  sen ist, durch die Nase     r    der Sperrschiene  festgehalten wird. Zwischen den seitlichen       Abschlüssplatten    f', f" des     Hohlraumes    der  Scheibe<I>f  </I> ist um den Zapfen<I>n</I> ein Kon  taktbügel q drehbar, der am einen Ende mit  einem seitlich vorstehenden Arm p versehen  ist.

   In den     Fig:    5, 6 und 7 ist die Platte  <B>f</B> weggelassen, so dass der Arm     p    sichtbar  erscheint. Dieser Arm     p    durchsetzt einen  Ausschnitt o der     Abschlussplatte    f', der eine  etwas grössere Breite als der Arm besitzt       (Fig.    11), so dass letzterer einen gewissen  toten Gang in dem Ausschnitt hat. Der Zapfen       ra    ist an dem Träger l starr befestigt, der  mit der Lamelle e' leitend     verbunden    ist.

    Das andere Ende des Zapfens weist einen  scheibenförmigen Kopf n  auf, der das eine  Ende der über den Zapfen geschobenen  Schraubenfeder in festhält; das andere Ende  dieser Feder greift am Quersteg des Kontakt  bügels     q    an und ist bestrebt, letzteren zu  drehen in entgegengesetztem Sinne zur Dreh  richtung des Uhrzeigers, d. h. in bezug auf  die Darstellung gemäss     Fig.    5. Wäre die  Scheibe     f11    nicht durch die an ihrem Anschlag  s angreifende Nase     r    der Sperrschiene e', e"  gesperrt     (Fig.    10), so würde sie sich unter  der Einwirkung der Feder drehen, wobei ihr  Kontaktstück g  ausser Berührung mit dem  feststehenden Kontakt     zc    käme.

      Gewöhnlich ist also das bewegliche     Kon-          taktstück    ,g  der Scheibe f   in Berührung  mit dem feststehenden     Kontaktstück    u     (Fig.    5)  und legt sich der Kontaktbügel q gegen den  Stiel g' von g . Hierbei fliesst der Strom von  der Kontaktscheibe c durch den Stift d' zur  Scheibe d" und durch den mit letzterer lei  tend verbundenen Draht e", an dessen oberem  Ende er in die Lamelle e' übertritt.

   Durch  den Fuss dieser letzteren gelangt er sodann  in den Träger     d    und durch den Zapfen     7c    in  den Kontaktbügel     cq,    von da durch den Stiel  <I>g'</I> des Kontaktes<I>g </I> in das feststehende Kon  taktstück     -ab    und durch dessen Träger<I>v</I> zum  äussern Metallbelag     tc    des Stöpsels und in  die Leitung zurück. Beim Auftreten einer  Überlastung der Leitung oder eines Kurz  schlusses erleiden die Lamelle e' und der  Draht e" eine Temperaturerhöhung, .infolge  derer sie sich ausdehnen.     Ihre    Ausdehnung  ist aber verschieden, da die     beiden    Organe  aus verschiedenem     Metall    bestehen.

   Infolge  dessen erfolgt eine     Verbiegung    nach aussen  hin, wobei die Nase     r    den Anschlag s der  Scheibe f   freigibt. Unter der Einwirkung der  Feder     na    wird der Kontaktbügel q in die  Stellung gemäss     Fig.    6 zurückgeschnellt, wo  bei er den Stiel     g'    des Kontaktstückes g   mitnimmt und die Scheibe f   eine entspre  chende Drehung erfährt. Ein grosser Teil des       Schiebers        i    ragt dann aus dem Deckel des  Gehäuses     1c     heraus, während im normalen  Betriebe nur das äusserste Ende des Schiebers  sichtbar ist     (Fig.    5 und 8).

   Auch diese An  ordnung ermöglicht also die sofortige     Erken-          nung    einer Sicherung unter mehreren, die zu  einem überlasteten Stromkreis gehört.  



  Um die Sicherung wieder betriebsbereit  zu machen, wird der Schieber i     niedergedrückt,     wobei     mittelst    des Armes p der Kontaktbügel  q zurückgedreht wird, und zwar etwas über  seine vorherige (die normale) Stellung hinaus       (Fig.    7). Die Scheibe f   macht diese Drehung  nicht gleich von Anfang an mit, da der Arm  p etwas Spiel im Ausschnitt o der Abschluss  platte f' hat, sondern erst, nachdem der  Arm p von der einen zur andern Begren  zungskante jenes Ausschnittes gewandert ist.

        Alsdann nimmt auch der     Kontakt    g" mit  seinem Stiel g' die Stellung gemäss     Fig.    7  ein, die derjenigen in     Fig.    5 gleich ist, und  schnappt die Nase r der     Sperrscliiene-hinter     dem Anschlag s der Scheibe f   ein, voraus  gesetzt, dass sich die Sperrschiene bereits hin  länglich abgekühlt und ihre gestreckte Stel  lung (gemäss     Fig.    8) wieder eingenommen hat.

         Beim    Loslassen des Schiebers i. wird der       Kontaktbügel    q mittelst der Feder     m    gegen  den Stiel     g'    des     Kontaktstückes    g" gedrückt  und dieses wieder zur     Berührung    mit dem  feststehenden     Kontaktstück        u    gebracht. Wenn  die erwähnte Voraussetzung nicht     zutrifft,    so  wird der Kontaktbügel q neuerdings zurück  geschnellt und die Scheibe f   mit dem     Kon-          taktstück    g  nochmals in die Stellung gemäss       Fig.    6 versetzt.  



  Die- eben beschriebene Einrichtung kann  auf einfache Weise durch einen     Funken-          IM)scher    vervollständigt werden, der etwa zwi  schen den     Kontaktstücken   <I>g </I> und     tc        entste-          hendeFunken        löschtundzugleich        zurIi.einigung     des     Kontaktstückes         < /     verwendet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dauersielnerungsstöpsel, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein bewegliches Kontaktstück, das vorn einer Feder beeinflusst ist, die be strebt ist, es von einem feststehenden Kon taktorgan zu entfernen;
    gewöhnlich mit dein letzteren in Berührung gehalten ist, indem eine Sperrschiene, die aus zwei Körpern von verschiedenem Wärmeausdehnungsvermögen zusammengesetzt ist, von denen wenigstens einer ein Elektrizitätsleiter Land in den Strom- kreis eingeschaltet ist, deii beweglichen Kon takt entgegen der Wirkung der Feder in Berührung mit dem feststehenden Kontakt erhält,
    während die Sperre bei übermässig an wachsender Stromstärke sich infolge der ver schiedenen Ausdehnung ihrer Teile so verbiegt, dass sie den beweglichen Kontakt freigibt, der alsdann durch die Feder ausser Berührung mit dem feststehenden Kontakt gebracht wird, so dass der Stromkreis unterbrochen wird, worauf die abermalige Schliessung des unter- brochenen Stromkreises durch Druck auf einen von Hand betätigbaren, auf das bewegliche Kontaktorgan einwirkenden Schieber wieder herbeigeführt werden kann, sobald die Sperr schiene nach ihrer Abkühlung ihre ursprüng liche Stellung wieder eingenommen hat.
    UNTERANSPRMHE 1. Dauersicherungsstöpsel nach Patentan- sprucb, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche KoLitaktorgan mit der auf es einwirkenden Feder zu einer Blattfeder (f) vereinigt ist und dass die Sperrschiene mit einer Nase versehen ist, die beim normalen Betriebe des Stöpsels mit der Blattfeder im Eingriff steht.
    2. Dauersicherungsstöpsel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Kontaktorgan an einer aus Isoliermasse bestehenden drehbaren Scheibe (/") angebracht ist, in deren Hohlraum ein von dem zur Schliessung des Strom kreises nach erfolgtem Unterbruch dienen den Schieber beeinflusster und unter der Einwirkung einer Feder stehender Kon- taktbügel in der Weise angeordnet ist, dass ei-, durch Loslassen des Schiebers nach erfolgter Vorschubbewegung desselben,
    erst dann in elektrischen Kontakt mit dem samt der Scheibe beweglichen Kontakt organ gebracht werden kann, wenn die Verbiegung der Sperrschiene nicht mehr besteht. 3. Dauersicherungsstöpsel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschiene aus einem Leiter und einem Nichtleiter zusammengesetzt ist. 4. Datrersicherungsstöpsel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrschiene aus zwei Leitern zusammen gesetzt ist, die aus verschiedenen Metallen bestehen und am einen Ende voneinander isoliert, am andern Ende dagegen leitend miteinander verbunden sind.
    5. Dauersicherungsstöpsel nach Patentan spruch; dadurch gekennzeichnet, dass der Scliiebei- beim normalen Betriebe nur ganz wenig aus einem die Kontaktorgane und die Sperrschiene umschliessenden Gehäuse vorsteht, während nach einer Unterbrechung des Stromkreises eine grössere Partie des Schiebers sichtbar wird.
CH94554D 1919-09-23 1921-03-01 Dauersicherungsstöpsel. CH94554A (de)

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