CH94846A - Verfahren und Einrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten, wobei der aus der zu verdampfenden Flüssigkeit entwickelte Dampf verdichtet und als Heizmittel verwendet wird. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten, wobei der aus der zu verdampfenden Flüssigkeit entwickelte Dampf verdichtet und als Heizmittel verwendet wird.

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CH94846A
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heating system
line
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Aktiengesellschaf Gesellschaft
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Metallbank & Metallurg Ges Ag
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

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  Verfahren und Einrichtung zum     Verdampfen    von     Flüssigkeiten,    wobei der aus der  zu verdampfenden Flüssigkeit entwickelte Dampf verdichtet  und als Reizmittel verwendet wird.    Bei     Verdampfungs-        bezw.        Eindampfungs=     verfahren, bei denen der aus der zu verdam  pfenden Flüssigkeit entwickelte Dampf ver  dichtet und als Heizmittel für den Verdampfer  dient, arbeitet man thermisch umso vorteil  hafter, je geringere     Temperaturdifferenz,    das  heisst je kleineres Kompressionsverhältnis man  verwendet.

   Dabei ergibt sich jedoch der Übel  stand, dass ein erheblicher Teil des als     Heiz-          mittel    verwendeten verdichteten Dampfes  nicht kondensiert wird, so dass die vom     Heiz-          dampf    abgegebene Anzahl von Wärmeein  heiten erheblich geringer ist als die für die  Verdampfung erforderliche Wärme. Die Folge  davon ist, dass der fehlende Teil an     Heiz-          dampfwärme    aus dem Wärmeinhalt der zu  verdampfenden Flüssigkeit gedeckt wird, wo  durch deren Temperatur sich ständig ver  mindert. Die V     erdampferanlage    fällt aus dem  Takt, die Leistung     convergiert    unter stetiger  Temperaturabnahme gegen Null. .

   Die Ursache  der unvollständigen Kondensation des ver-    dichteten Dampfes ist weniger die aus tech  nischen Rücksichten immerhin     beschränkte     Heizfläche des Verdampfers, sondern liegt  in der praktisch nie völlig zu vermeidenden  Beimengung von Luft im Heizdampf.  



  Physikalisch lässt sich der Vorgang auf  Grund des     Dalton'schen        Partialdruckgesetzes     erklären: Der Druck des verdichteten Dam  pfes ist die Summe der     Partialdrücke    von  Dampf und Luft. In dem Masse, wie die  Kondensation vor sich geht und fortschreitet,  nimmt das Dampfgewicht ab, das heisst der       Partialdruck    des Dampfes sinkt stetig, wäh  rend der der Luft ständig zunimmt, derart,  dass die Summe beider unverändert bleibt.

    Die Temperatur eines derartigen Gemisches  ist aber bedingt durch den     Partialdruck    des  Dampfes, und wenn derselbe soweit gesunken  ist, dass er ebenso gross ist, wie der Dampf  druck der verdampfenden Flüssigkeit, so ist  Temperaturgleichheit vorhanden, und damit  hört jede weitere Heizwirkung auf, so dass      der jetzt noch im verdichteten Medium vor  handene Betrag an Wasserdampf nicht weiter  zur     Beheizung    des Verdampfers ausgenutzt  werden kann.  



  Nach dem     Verfahren    gemäss Erfindung  wird der vorstehend erwähnte Nachteil da  durch behoben und eine für die Verdampfung  ausreichende Wärmemenge im Heizsystem  des Verdampfers dadurch verfügbar, dass man  eine regelbare     Dampfmenge    in jedem Zeitab  schnitt den Kompressor passieren lässt und  in einem Heizsystem in     Umlauf    hält, die  grösser ist, als die im gleichen Zeitabschnitt  vom Verdampfer erzeugte Dampfmenge.  



  Die Einrichtung zur     Ausführung    des Ver  fahrens weist eine Leitung mit einstellbarem       Durchflussquerschnitt    auf, welche von der  Austrittsleitung des     Heizsystemes    abzweigt  und auf der     Kompressorsaugseite    endigt, zum  Zwecke, mindestens einen Teil der im     Heiz-          system    nicht kondensierten Dämpfe zusammen  mit der im Verdampfer erzeugten Dampf  menge dem Kompressor zuführen zu können.  



       Zweckmässigerweise    wird durch diese Lei  tung mit einstellbarem     Durchflussquerschnitt     die Austrittsleitung des     Heizsysternes    des  Verdampfers mit dem     Verdampfungsraum    des  Verdampfers oder mit der Saugleitung des       Kompressors    verbunden. Die auf diese Weise  dem     Heizsystem    zugeführte Dampfmenge wird  nicht völlig kondensiert und trotz der An  wesenheit von Luft ist die erforderliche Heiz  wirkung vorhanden.

   Die     Einstellbarkeit    des       Durchflussquerschnittes    der Verbindungslei  tung, und dadurch die Regelungsmöglichkeit  für die im     -Umlauf    durch das Heizsystem zu  haltende Dampfmenge ist insofern wichtig,  als sonst die durch die Verbindungsleitung  in den Kompressor beziehungsweise in das  Heizsystem zurückgeführte Dampfmenge unter  Umständen grösser sein würde, als es zur  Aufrechterhaltung des Betriebsgleichgewichtes  erforderlich ist. Dies hätte den Nachteil, dass  der Energieaufwand für den Kompressor  grösser als an sich nötig werden würde, ohne  dass diesem vergrösserten Energieaufwand  irgendwelche Torteile gegenüberstehen.

      Die Abbildung stellt die Einrichtung zur  Ausführung des Verfahrens in einer beispiels  weisen Ausführungsform dar:  a ist der Verdampfer, in dem die einzu  dampfende Flüssigkeit bis zum Niveau b steht.  Die im Verdampfer     entstehenden    Dämpfe  gelangen durch das Rohr c in den Kompressor  d, werden in demselben verdichtet und durch  die Leitung e in das Heizsystem<B>f</B>     gedrückt.     Das Kondensat und die nicht kondensierten  Dämpfe treten durch     g    ans; das Kondensat  fliesst durch<I>lt</I> ab; die nicht kondensierten  Dämpfe werden ganz oder teilweise durch  die mit einem Ventil k zum Einstellen des       Durchflussquerschnittes    versehene Leitung i  in den Verdampfer a zurückgeleitet.

   Leitung d  führt ins Freie, oder, wenn die Anlage unter  Vakuum arbeitet, in einen mit einer Luft  pumpe versehenen Kondensator.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Verdampfen von Flüssig keiten, wobei der aus der zu verdampfen den Flüssigkeit entwickelte Dampf kom primiert und als Heizmittel verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass man eine regelbare Dampfmenge in jedem Zeit abschnitt den Kompressor passieren lässt und in einem Heizsystem in Umlauf hält, die grösser ist, als die im gleichen Zeit abschnitt im Verdampfer erzeugte Dampf menge.
    II. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Leitung mit einstellbarem Durchflussquerschnitt, welche von der Aus trittsleitung des Heizsystems abzweigt und auf der Kompressorsaugseite endigt, zum Zwecke, mindestens einen Teil der im Heizsystem nicht kondensierten Dämpfe zusammen mit der im Verdampfer er zeugten Dampfmenge dem Kompressor zu führen zu können. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Leitung mit einstellbarem Durchflussquerschnitt die Aus trittsleitung des Heizsystemes mit dem Ver- dampfungsraum des Verdampfers verbindet. 2. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Leitung mit einstellbarem Durchflussquerschnitt die Aus- trittsleitung des Heizsystems mit der Saug leitung des Kompressors verbindet.
CH94846D 1919-03-13 1919-11-04 Verfahren und Einrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten, wobei der aus der zu verdampfenden Flüssigkeit entwickelte Dampf verdichtet und als Heizmittel verwendet wird. CH94846A (de)

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CH94846D CH94846A (de) 1919-03-13 1919-11-04 Verfahren und Einrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten, wobei der aus der zu verdampfenden Flüssigkeit entwickelte Dampf verdichtet und als Heizmittel verwendet wird.

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